{"id":18735,"date":"2022-02-25T10:49:58","date_gmt":"2022-02-25T09:49:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=18735"},"modified":"2022-02-25T10:51:56","modified_gmt":"2022-02-25T09:51:56","slug":"predigt-ueber-jesaja-71-14-koenig-ahas-kein-feste-burg-ist-unser-gott","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=18735","title":{"rendered":"Predigt \u00fcber Jesaja 7,1-14: K\u00f6nig Ahas: (K)ein feste Burg ist unser Gott!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was ist das? (Konrad Eissler)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie sitzt versteckt in den Ecken, hinter den l\u00e4chelnden Gesichtern der Leute. Sie t\u00fcrmt sich vor mir auf, nimmt Besitz von mir. Eiskalt und m\u00e4chtig frisst sie sich in mich hinein, kriecht bis in meine Fingerspitzen. Pl\u00f6tzlich, qualvoller als k\u00f6rperlicher Schmerz, \u00fcberf\u00e4llt sie mich, plagt mich bis in die Tr\u00e4ume hinein. Durchdringt mich, zwingt mich, bestimmt mich zum st\u00e4ndigen Kreisen um sich selbst. Ich bin wie eine kleine Maus, die der Blick der Schlange magisch gefangen h\u00e4lt. Es kommt aus meinem Innern, aus meiner eigenen Existenz. Und schlimmer noch: sie ist unabh\u00e4ngig von mir und unbeeinflussbar meinem Zugriff entzogen. Man kann ihr nur Hoffnung entgegensetzen. Aber Hoffnung habe ich nicht. Und so bleibe ich ihr Gefangener (Angst.) Gibt es ein Entrinnen?<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, die Angst, mit der wird heute ja kr\u00e4ftig Gesch\u00e4ft gemacht. Seit ca. 2 Jahren h\u00f6ren wir was Corona angeht, eine Horrornachricht nach der andern in den Medien, wir sind gefangen darin. Angst hat mit Enge zu tun! Deswegen wollen wir uns heute einmal mit dem Thema n\u00e4her befassen und uns biblische Hilfestellung dazu geben lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/LUT\/Jesaja7%2C1-14\">Jes. 7,1-14<\/a> lesen<\/p>\n<p><strong>1. Der alt b\u00f6se Feind, mit Ernst er&#8217;s jetzt meint, . . . ein W\u00f6rtlein kann ihn f\u00e4llen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">K\u00f6nig Ahas, der diese Botschaft bekam, war der Sohn Jotams und der Enkel Usias. Diese beiden K\u00f6nige werden in der Bibel trotz aller Schw\u00e4chen als gottgef\u00e4llig gew\u00fcrdigt. 16-Jahre regiert Ahas. Mit dem Tod seines Gro\u00dfvaters Usia \u00fcbernimmt er aber ab 736 v. Chr. die alleinige Herrschaft \u00fcber das K\u00f6nigreich Juda. Von da an geht es f\u00fcr Juda mit wenigen Unterbrechungen politisch und geistlich bergab. Mitte des 8. Jahrhunderts v. Chr. beginnt rund 1000 km nord\u00f6stlich von Jerusalem, der Aufstieg Assyriens zur Gro\u00dfmacht. Um sich gegen das konkurrierende \u00c4gypten abzusichern, unternimmt der assyrische K\u00f6nig Tiglat-Pileser III. Feldz\u00fcge in Richtung Pal\u00e4stina. Er will die dortigen K\u00f6nigreiche dienstbar machen. Allein haben diese kleinen Reiche gegen die Assyrer keine Chance. Angesichts der Bedrohung aber beginnen sie Allianzen zu bilden, um so gemeinsam gegen die Angreifer zu bestehen und ihre Unabh\u00e4ngigkeit zu sichern. Ein solches B\u00fcndnis nun gehen auch Rezin, der K\u00f6nig von Aram in Damaskus und Pekach, der K\u00f6nig des Nordreiches Israel in Samaria ein. Um sich zu verst\u00e4rken, dr\u00e4ngen sie Ahas dazu, sich ihnen anzuschlie\u00dfen. Als der sich weigert gehen sie gewaltsam gegen ihn vor. Und so kommt es zwischen den Jahren 734-732 v. Chr. zum sogenannten syrisch-ephraimitischen Krieg. Dabei erleidet Juda schwere Niederlagen und verliert viele Soldaten, sowie die Hafenstadt Elat am Roten Meer. Es gelingt Rezin und Pekach aber nicht, Jerusalem zu erobern. Doch sie behalten Truppen in Juda, um Druck aufzubauen und das Reich von innen zu destabilisieren. Letztlich mit dem Ziel, einen ihnen genehmen K\u00f6nig einzusetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ahas und das Volk Juda sind vor Furcht wie gel\u00e4hmt in Jesaja 7,2 hei\u00dft es: <em>Da bebte sein Herz und das Herz seines Volkes, wie die B\u00e4ume des Waldes vor dem Wind.<\/em> Die Gegner sind zu stark. Die Lage ist aussichtslos. Ahas sieht sich vor die Wahl gestellt, entweder nachzugeben und ein Dreierb\u00fcndnis mit Rezin und Pekach zu schlie\u00dfen oder sich den Assyrern zu unterwerfen, um Beistand gegen die beiden K\u00f6nige zu erhalten. Woran er in dieser Not nicht denkt, ist Gott!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von all dem begriff Ahas nichts. Er meinte: Das sind so altmodische Sachen. Wir m\u00fcssen uns doch der Welt anpassen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und nun wurde ,angepasst\u2018. Es hie\u00df: Die Politik hat ihre eigenen Gesetze. So suchte man Anlehnung bei den Gro\u00dfm\u00e4chten wie Assyrien. Es hie\u00df: Die Vergn\u00fcgungsindustrie hat ihre eigenen Gesetze. So wurden Gottes Gebote im Privatleben mit F\u00fc\u00dfen getreten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei blieb man religi\u00f6s. Die Bibel erz\u00e4hlt eine kleine, typische Geschichte: Auf einer seiner Reisen sieht Ahas in Damaskus einen herrlichen G\u00f6tzenaltar. Er l\u00e4sst sofort eine Zeichnung davon anfertigen, schickt sie nach Hause und befiehlt: \u201eGenau so ein Altar soll im Tempel aufgestellt werden. Was mit dem Altar Gottes geschehen soll \u2013 ja, dar\u00fcber will ich gelegentlich nachdenken.\u201c Aber erst mal raus aus dem Tempel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man hat Religion. Aber die ver\u00e4ndert kein Menschenherz und sie tr\u00f6stet nicht, wenn es gilt. Ist es mit unserer Christlichkeit vielleicht auch so bestellt?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann bricht eines Tages eine Not herein: Zwei feindliche K\u00f6nige erkl\u00e4ren den Krieg und ziehen heran. Die Bibel sagt: \u201eDa bebte das Herz des K\u00f6nigs und das Herz des Volkes, wie die B\u00e4ume im Walde beben vom Winde.\u201c Da haben wir&#8217;s: Religion, die versagt, wenn es gilt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das aber sind die Augenblicke, in denen die wirklichen Knechte Gottes offenbar werden. Der Prophet Jesaja tritt dem armseligen Ahas entgegen und mahnt: \u201eMann! Vor Gottes Augen sind diese K\u00f6nige, die Ihr f\u00fcrchtet, nicht mehr als ein paar qualmende Fackeln. Er kann sie mit einem Atemzug ausl\u00f6schen. Er l\u00e4sst Dir sagen: Kehrt jetzt zu dem Herrn zur\u00fcck und macht ernst mit Ihm. Glaubt Ihr nicht, so bleibt Ihr nicht!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ahas hat nicht hingeh\u00f6rt. Nun kommt das Wort zu uns. Denn wenn Gott redet, dann ist das nicht ein Wort, das der Wind verweht. Es ist ein ewiges Wort. Es geht uns heute an!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mitten in den schwersten Stunden ihres Lebens k\u00f6nnen Sie den Herrn Jesus erblicken. Es war ein furchtbare Augenblick f\u00fcr den K\u00f6nig Ahas von Jerusalem. Damals hatten die Assyrer, die den ganzen vorderen Orient durcheinandergewirbelt hatten das Philister Land besetzt, gro\u00dfe Teile auch vom Nahen Osten und in dieser ganzen Unruhe waren nat\u00fcrlich diese K\u00f6nige schon in gro\u00dfer Panik. Und da kam das kleine K\u00f6nigreich der Syrer und das Nordreich Israel von Samaria auf die Idee, wir machen eine Allianz gegen die Assyrer. Mit unseren Heeren werden wir die Syrer bek\u00e4mpfen und sie haben den K\u00f6nig von Juda, den Ahas in dieses alliierte B\u00fcndnis hinein zwingen wollen. Und er hat sich gesagt: Ich wei\u00df nicht, was ich w\u00e4hlen soll.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daraufhin haben die zwei kleinen K\u00f6nige gesagt: Wir f\u00fchren Krieg wider dich und marschiert mit ihren Truppen los nicht gegen die Assyrer, sondern gegen den jud\u00e4ischen K\u00f6nig Ahas in Jerusalem. Und der war in einem furchtbaren Dilemma: Was soll ich machen, was soll ich w\u00e4hlen. Der Krieg gegen die Syrer und die Israeliten vom Norden von Samaria oder die andere M\u00f6glichkeit, die politische Option, die immer noch drin war. Er kann jetzt ja rasch zu den andern \u00fcberlaufen, und sich mit den Assyrern verb\u00fcnden, dass sind ja eigentlich Urfreinde Israels. Aber f\u00fcr ihn, war es eine Wahl wie zwischen Pest und Cholera, was w\u00e4hle ich! Und in der Situation die Feinde vom Norden waren schon im Anmarsch, da geht er an den Punkt hin, wo Jerusalem am meisten verwundbar war, an die Wasserleitung. Ohne Wasser ist eine Stadt verloren. Hungern kann man noch l\u00e4nger, aber wenn kein Wasser da w\u00e4re, furchtbar! Da war er nochmals au\u00dfen gestanden, der K\u00f6nig an der Wasserleitung am Wasserrohr und wollte noch einmal die Befestigungsanlagen inspizieren, ob das auch einer Belagerung \u00fcber Monate standhalten k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Das Wort sie sollen lassen stahn und kein Dank dazu haben.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diese Situation hinein gibt Gott dem Propheten Jesaja ein Wort f\u00fcr Ahas. Darin teilt Gott seine Sicht auf die Dinge mit. Er sagt in Vers 4: <em>H\u00fcte dich und sei ruhig, f\u00fcrchte dich nicht, und dein Herz verzagen nicht vor diesen zwei rauchenden Feuerbrandstummel.<\/em> Also vor Rezin und Pekach. In Gottes Augen geht die Zeit dieser beiden zu Ende und ihre Pl\u00e4ne sind zum Scheitern verurteilt. Ihr Vorhaben, so hei\u00dft es in Vers 7 soll nicht zustande kommen und nicht geschehen, und Jesaja fordert Ahas auf, auf Gottes Eingreifen zu warten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ahas wird sich weder durch ein Einlenken gegen\u00fcber Rezin und Pekach noch durch die Allianz mit den Assyrern retten. Jesaja warnt ihn eindringlich: Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht! Gott kennt das Herz des Ahas. Er wei\u00df, dass dieser nicht so ungeteilt, dem Gott Israels dient, wie sein Vater und Gro\u00dfvater, aber Gott wirbt um das Herz dieses K\u00f6nigs und fordert ihn auf: Erbitte ein Zeichen von dem Herrn, deinem Gott, erbitte es in der Tiefe oder droben in der H\u00f6he. Und in diesen Worten steckt eine vierfache Zusage der Treue Gottes an Ahas.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Erstens<\/em><\/strong> spricht Gott hier als HERR in gro\u00dfen Buchstaben. Das steht f\u00fcr den Gottesnamen Jahwe: \u201eIch bin, der ich bin.\u201c Mit diesem Namen sagt Gott seinem Volk seine unver\u00e4nderliche Treue zu. Auch gegen\u00fcber Ahas, der schon begonnen hat, sich von Gott zu entfernen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>\u008dZweitens<\/strong><\/em> nennt Gott sich Ahas gegen\u00fcber \u201edein Gott\u201c und er erinnert ihn so an seine Wurzeln, denn der Name Ahas bedeutet soviel wie: Jahwe ergreift bei der Hand. Es ist nun an Ahas, seinerseits diese Hand Gottes zu ergreifen, denn<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>drittens<\/strong><\/em> legt Gott sich mit dem Angebot eines Zeichens unausweichlich fest. Er gibt sich quasi dem Ahas in die Hand und<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u008f<em><strong>viertens<\/strong><\/em> umspannt Gottes Macht alles, in der Tiefe und droben in der H\u00f6he die gesamte Sch\u00f6pfung. Gott zeigt sich dem Ahas also als der Treue und M\u00e4chtige, der alles umfasst und st\u00e4rker ist, nicht nur als die Gegner des K\u00f6nigs, sondern auch als die G\u00f6tter, denen diese anderen K\u00f6nige dienen und denen auch Ahas zu opfern begonnen hat. Gott fordert Ahas auf IHM zu vertrauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In geheuchelter, frommer Bescheidenheit lehnt Ahas das Angebot Gottes ab. Gott gibt noch nicht auf. Er l\u00e4sst Jesaja aber deutlich werden: \u201eJetzt h\u00f6rt du mir mal zu!\u201c und dann spricht Jesaja Klartext: \u201eDu erm\u00fcdest meinen Gott!\u201c und darauf folgt eine Botschaft, die Verhei\u00dfung und Gericht zugleich beinhaltet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da tritt der Prophet Jesaja zu ihm und sagt: K\u00f6nig! Gottes Plan vollendet sich! Und der Jesaja hat seinen kleinen Buben dabei. Der hat so einen sch\u00f6ne Namen gehabt Schear-Jaschub.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist n\u00e4mlich ein Codenamen, d. h. soviel wie Ein Rest wird sich nur von Israel bekehren. Das hatte Jesaja schon bei der Namensgebung seines Kindes deutlich machen wollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und so steht er vor dem K\u00f6nig Ahas und hat diesen Buben dabei, als ein Beweis Gottes Plan mit Israel wird so laufen. Am Ende wird sich der Rest bekehren. Du musst den Plan Gottes h\u00f6ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der K\u00f6nig hat diese schlotternden Knie, die hier so beschrieben sind. Da bebte ihnen das Herz wie die B\u00e4ume beben im Sturmwind. Wir sagen, das Herz rutscht in die Hosentasche. Das Herz bebt wie die B\u00e4ume im Wind. Und in der Angst spricht der Prophet ein Gottes Wort und sagt: K\u00f6nig f\u00fcrchte dich doch nicht! Das ist verr\u00fcckt. Wie kann einer sagen: \u201eF\u00fcrchte dich nicht!\u201c Wo es doch offenkundig war, das er verloren war. \u201eF\u00fcrchte dich nicht!\u201c Das kann nur Gott sagen angesichts der realistischen Bedrohungen unseres Lebens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und ganz gleich, was sie heute bek\u00fcmmert, was Ihnen heute Angst macht. Es gibt nur einen Ort, wo sie Frieden, Sicherheit und Geborgenheit finden. Das ist in der Hand des lebendigen Gottes, dem sie ihr Leben ganz anvertrauen. Ich wundere mich immer, wie Menschen ohne Jesus leben k\u00f6nnen? Vielleicht heute, morgen und ein paar weitere Tage. Aber wie will man in Zeit und Ewigkeit Geborgenheit finden, wenn man sich nicht zu Jesus fl\u00fcchtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich muss noch sagen, dass der K\u00f6nig Ahas Weltmeister war an Gottlosigkeit. Sie k\u00f6nnen sie gar nicht vorstellen, was der gemachte, der hat Menschenopfer dargebracht, seine eigenen Kinder dem Moloch geopferte im Hinomtal. Er hat im Tempel die ganzen gr\u00e4sslichen G\u00f6tzenstandbilder der Heiden aufrichten lassen. Mit ihren orgiastischen Kulten auf den H\u00f6hen hatte ein Tempel um den anderen errichtet. Und Gott l\u00e4uft so einem gottlosen Mann nach. Sie k\u00f6nnen das Erbarmen Gottes nicht sch\u00f6ner zeichnen als wie es uns in der Bibel erz\u00e4hlt wird. Gott hat keinen abgeschrieben. Bis zum Schluss sucht er ihn Ahas! H\u00f6re doch das Wort des Herrn!<\/p>\n<p><strong>3. Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ahas Aussage: \u201eIch will nichts erbitten, damit ich den Herrn nicht versuche.\u201c Klingt bescheiden, dem\u00fctig und fromm. Dahinter aber verbirgt sich Unglauben. Ahas entstammt einer gottesf\u00fcrchtigen Familie. Von seinem Vater Jotam hei\u00dft es: Er richtete seine Wege aus vor dem Angesicht des Herrn. Und sein Gro\u00dfvater Usija war ein lebendiges Beispiel f\u00fcr Gottes gn\u00e4diges und zugleich aber auch richtendes Handeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">John Whitefield sagt: Die Welt betrachtet dies als eine kleine S\u00fcnde. Du fragst, was ist diese S\u00fcnde? Das ist die S\u00fcnde, woran die meisten meinen, dass sie daran nicht schuldig werden, das ist die S\u00fcnde des Unglaubens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eGlaubt ihr nicht, so bleibt dir nicht!\u201c Das ist wie ein d\u00fcnner Faden! Es ist ja bei uns das Wort \u201eglauben\u201c unter die R\u00e4uber gefallen und jeder gebraucht es nach seinem Gutd\u00fcnken und legt in dieses Wort allerlei Bl\u00f6dsinn hinein. Was meint denn das Wort \u201eglauben\u201c in der Bibel. Abraham glaubte, dem Herrn, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was ist denn dieser Glaube? Das ist die Lebens\u00fcbergabe. Immer ist der Gehorsam, der Lebensgehorsam eingeschlossen. Die Hingabe, die Auslieferung, die \u00dcbereignung meines Lebens an den lebendigen Gott, an Jesus! Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eGlaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht!\u201c Dieser Satz ist ein Wortspiel. Wo Luther \u201aGlauben\u2018 und ,Bleiben\u2018 \u00fcbersetzt, steht im Hebr\u00e4ischen beide mal dasselbe Wort \u201eaman \u2013 fest sein.\u201c W\u00f6rtlich hei\u00dft es: \u201eBleibt ihr nicht fest, so bleibt ihr nicht fest.\u201c Das bedeutet: Bleibt ihr nicht fest am Herrn, so habt ihr keinen Halt mehr und der Boden wankt unter euren F\u00fc\u00dfen. Der bedeutende lutherische Theologe Vilmar \u00fcbersetzt so: \u201eSeid ihr nicht in Ihm best\u00e4ndig, so h\u00f6rt euer Bestand auf.\u201c Die \u00dcbersetzung Luthers ist gut. Denn in der alten Lutherbibel klingt es beinahe wie ein Reim: \u201eGlaubet ihr nicht, so bleibet ihr nicht.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott sagt also: \u201eHalte dich ganz fest an mich!\u201c Ich finde, dass dies eine seltsame Botschaft ist. Gott hat einmal genau das Gegenteil gesagt \u2013 n\u00e4mlich zu Adam und Eva. Da hie\u00df es: \u201eGeht hinaus, ihr Abtr\u00fcnnigen!\u201c Und eigentlich k\u00f6nnte man genau dasselbe erwarten bei dem t\u00f6richten, oberfl\u00e4chlichen Ahas: \u201eAhas, du hast den Herrn verlassen. Du machst \u00fcberall mit. Du bist Rekordmeister an Religionsvermischung. Heute ist die Stunde, wo dein Leben in der Entscheidung steht. Du musst dich entscheiden f\u00fcr oder gegen Gott. Ahas hat nie etwas gegen den Gott Israels gesagt, er hat nur alles andere mit hineingeholt. Und jetzt sagt Gott: Es geht um eine ganze ausschlie\u00dfliche Hingabe an mich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Ahas wollte nat\u00fcrlich nicht, er hat keinen Mut gehabt. Wissen Sie, f\u00fcr was er sich dann entschieden hat? Man muss die Bibelgeschichte weiterlesen er hat sich dann entschieden! Statt auf Gott zu vertrauen, das war ihm einfach zu windig. Er hat die Assyrer geholt und hat ihnen alles bezahlt, was er nur in seiner Tasche hatte und was er im Tempel fand und hat den ganzen Tempel demontiert: er hat alle Goldplatten rausrei\u00dfen lassen, alle Heiligen Gef\u00e4\u00dfe einschmelzen lassen, und alles dem Assyrer gezahlt. Den ganzen Palastschatz und hat sich dem Assyrer anvertraute zur Rettung Israels. Ich sagte schon, dass es ein furchtbares Blutvergie\u00dfen gab. Es gab 120.000 Tote. Manchmal, meinen wir, das sei so clever, was wir ohne Gott entscheiden. Wie urteilt die Bibel dar\u00fcber: t\u00f6richt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir meinen, wir h\u00e4tten eine super Entscheidung getroffen, alles tip top! Wahrscheinlich hatte Ahas sich stolz gef\u00fchlt und gesagt: Mensch, jetzt habe ich diese Weltmacht Assyrien auf meiner Seite! Wenn man heute die Ausgrabungen sieht, diese Riesengeb\u00e4ude, diese Riesenmauern! Und sie waren doch verloren. Sie wissen doch 16 Jahre! Sp\u00e4ter standen die Assyrer auf diesem Acker des Walkers und haben Jerusalem belagert. So t\u00f6richt ist es sich gegen Gott zu entscheiden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Worauf gr\u00fcnden Sie ihr Leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir m\u00fcssen uns in unserer materialistischen Zeit wieder fragen lassen: Was ist unsere Sicherheit? Geld, oder worauf worauf bauen wir? worauf bauen wir die meisten Menschen heute bauen auf sich selbst. Und da kommt die gro\u00dfe Ersch\u00fctterung. Wenn man unheilbar krank wird. Wenn es zum Sterben geht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Worauf gr\u00fcnden sie ihre ganzen Hoffnungen? Es gibt nur eine Sicherheit. Drafi Deutscher sang mal den Schlager: Marmorstein und Eisen bricht. Und dann hat er gemeint seine Liebe nicht. Aber die Liebe, . . . Marmorstein und Eisen bricht. Was ist denn noch st\u00e4rker und h\u00e4rterer noch verl\u00e4sslicher als Marmorstein und Eisen? Das Wort Gottes, die Zusagen Gottes werden nicht gebrochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Glaubt ihr nicht dem Wort, das euch zugesprochen wird. Der Glaube in der Bibel richtet sich immer auf die Zusagen des lebendigen Gottes. Der Glaube sagt ja zu dem, was Gott mir zuspricht. Auf dein Wort hin will ich glauben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesaja hat es dem Ahas zugesprochen: F\u00fcrchte dich nicht, sei still! H\u00fcte dich! Und dann so wunderbar: es sind doch blo\u00df rauchende, qualmende Holzscheite aus dem Feuer gezogen. Das Wort Gottes ist absolut verl\u00e4sslich und das Verbrechen der heutigen Christenheit unserer Generation in den Christenkreisen und Kirchen, dass so getan wird, wie wenn das Wort Gottes in der Bibel bis heute eine windige Sache w\u00e4re. Es ist doch genau umgekehrt. Es wird nicht ein H\u00e4kchen hinfallen sagt Jesus! Auf dieses Wort Gottes k\u00f6nnen Sie leben und k\u00f6nnen Sie sterben. Worauf soll der Glaube ruhen. Sie m\u00fcssen auf dem Wort Gottes ihren Glaube aufbauen, weil das h\u00e4lt. Sonst wird unser Glaubensleben labil und br\u00fcchig, wenn es nur von Gef\u00fchlen oder von Meinungen abh\u00e4ngt. Nein, am Wort Gottes muss es h\u00e4ngen, das sich bew\u00e4hrt und das durchh\u00e4lt. Armer Ahas, er hats nicht begriffen. Hast Du es begriffen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Der F\u00fcrst dieser Welt, wie saur er sich stellt, . . . ein W\u00f6rtlein kann ihn f\u00e4llen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist Glaube!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pr\u00e4dikant Thomas Karker, Predigt in Apenburg-Winterfeld, 13.2.22<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ist das? (Konrad Eissler) Sie sitzt versteckt in den Ecken, hinter den l\u00e4chelnden Gesichtern der Leute. Sie t\u00fcrmt sich vor mir auf, nimmt Besitz von mir. Eiskalt und m\u00e4chtig frisst sie sich in mich hinein, kriecht bis in meine Fingerspitzen. 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