{"id":186,"date":"2009-06-16T12:35:35","date_gmt":"2009-06-16T10:35:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=186"},"modified":"2009-09-01T15:24:25","modified_gmt":"2009-09-01T13:24:25","slug":"d-muller-menschenversuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=186","title":{"rendered":"Menschenversuch"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Menschenversuch: Der \u201eneue Mensch\u201c der Gender-Ideologie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Wort macht inzwischen die Runde: \u201eGender\u201c. Viele lesen es, wenige k\u00f6nnen sagen, was es bedeutet. Es hat sich eingeschlichen wie ein U-Boot auf Kaperfahrt. Urspr\u00fcnglich ein Lehnwort aus der englischen Sprache, dort Geschlechtsbezeichnung in der trockenen, aber exakten Grammatik, ist es seit der Pekinger Weltfrauenkonferenz 1995 zu einem Gef\u00e4\u00df geworden, das im Unterschied vom biologischen \u201eGeschlecht\u201c die Rollen enth\u00e4lt, von denen man glaubt \u2013 und der Glaube reicht weit -, dass sie M\u00e4nnern und Frauen in gesellschaftlichen Prozessen zugewiesen werden. <!--more--><br \/>\nDiesen Gender-Aspekt individuell und gesellschaftlich auf allen Ebenen ins Zentrum des Bewusstseins zu heben und die in ihm ermittelten \u201eRollenstereotype\u201c zu ver\u00e4ndern, das ist Gender-Mainstreaming. Gender- Mainstreaming gibt sich in der Regel politisch klug als Fortsetzung des Ringens um die Gleichstellung von M\u00e4nnern und Frauen, also um Geschlechtergerechtigkeit. Mehr wollen vermutlich auch viele nicht, die Gender-Mainstreaming bef\u00fcrworten. Wer allerdings verstehen will, was hier geschieht, mu\u00df das ganze Bild in den Blick nehmen. Gender-Mainstreaming, die Gender Studien und die Gender- Perspektive bilden zusammen das kaum entwirrbare Geflecht der Gender-Ideologie, die, au\u00dfergew\u00f6hnlich geschickt durch feministische Netzwerke entwickelt, in der politisch-pragmatischen Gestalt des Gender-Mainstreaming inzwischen die Amtsf\u00fchrung auch des letzten Dorfb\u00fcrgermeisters in der westlichen Welt beeinflu\u00dft. \u201eDie Gender-Perspektive ist eine umfassende Weltanschauung, die besagt, dass jede menschliche Handlung oder Beziehung rein sozial konstruiert ist.\u201c\u00a0 (1)<br \/>\n<strong><br \/>\nNEK: Gender das neue Heilsversprechen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Ideologie hat inzwischen auch in die Nordelbische Kirche Einzug gehalten. 2004 hat die nordelbische Synode die Einf\u00fchrung von Gender-Mainstreaming in die NEK beschlossen. Unter der \u00dcberschrift \u201eDas alles ist m\u00f6glich!\u201c hat jetzt die Gleichstellungs- und Genderbeauftragte der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche eine Handreichung herausgegeben, mit der sie das Gender-Mainstreaming-Verfahren in Nordelbien werbend vorantreiben m\u00f6chte. In einem Geleitwort zur Handreichung, das die Unterschriften des Bischofkollegiums Jepsen, Dr. Knuth und Wartenberg- Potter tr\u00e4gt, hei\u00dft es: \u201eDass die Bilder von Frauen und M\u00e4nnern, M\u00e4dchen und Jungen durch unsere Erziehung, Gesellschaft und Rollenvorstellungen gepr\u00e4gt wurden, ist inzwischen Konsens in der (wissenschaftlichen) Geschlechterdiskussion. Damit sind die Geschlechterrollen im Blick auf mehr Geschlechtergerechtigkeit ver\u00e4nderbar. Mit der Umsetzung des Gender Mainstreaming Verfahrens wird systematisch dieses Ziel verfolgt, indem das Verfahren als Querschnittsaufgabe in alle Entscheidungen einbezogen wird.\u201c (2) Das erscheint auf den ersten Blick plausibel. Wer will denn \u2013 geleitet vom biblischen Menschenbild \u2013 bestreiten, dass M\u00e4nner und Frauen dieselbe W\u00fcrde besitzen und die gleichen Rechte haben sollten? Aber wo liegen die Grenzen, an denen die Ver\u00e4nderung der Geschlechterrollen das Leben der Menschen besch\u00e4digt? Welches Gewicht hat die Tatsache, dass ein Kind neun Monate im Leib seiner Mutter heranw\u00e4chst, f\u00fcr die Zeit danach? Sind Mutterschaft und Vaterschaft grunds\u00e4tzlich auswechselbar? Wie fundamental lassen sich Geschlechterrollen umpolen oder verfl\u00fcssigen? Welche Bedeutung hat f\u00fcr das Leben der Menschen die Identit\u00e4tserfahrung, die aus der \u00dcbereinstimmung von biologisch vorgegebenem Geschlecht und Geschlechterrolle erw\u00e4chst? Wie gleich sind M\u00e4nner und Frauen wirklich? Ist der \u201ekleine Unterschied\u201c so klein, wie die lesbische Feministin und Ikone der deutschen Frauenbewegung, Alice Schwarzer seit mehr als 30 Jahren proklamiert? Nein, Geschlechtergleichheit st\u00f6\u00dft unausweichlich an die Grenze, die Gott um des von ihm geschaffenen Lebens willen gesetzt hat: Gott hat den Menschen bipolar m\u00e4nnlich und weiblich in erg\u00e4nzungsbed\u00fcrftiger Verschiedenheit geschaffen. Nur beide gemeinsam \u2013 in kreativer gespannter Unterschiedenheit &#8211; k\u00f6nnen nachhaltig in Gestalt von Kindern Leben weiter geben. Entlarvend ist der theologische Grundsatzartikel, der in der Handreichung zu Gender-Mainstreaming abgedruckt ist. Hier entwickelt der Autor unter Missbrauch der Taufformel aus dem Galaterbrief des Apostels die Vision einer geschlechtsneutralisierten Gender-Welt, die durch Umerziehung Platz greifen soll. Sein Traum ist zwar noch in einer Fu\u00dfnote versteckt, gleichwohl aber in ungenierter Deutlichkeit skizziert: \u201eGeschlechtergerechtigkeit bedeutet in letzter Konsequenz die \u00dcberwindung des bipolaren Geschlechterkonstrukts hin zu einem Bild, das alle M\u00f6glichkeiten, die sich zwischen den Idealen von M\u00e4nnlichkeit und Weiblichkeit auftun, umfasst. Auch wenn uns dieses Konstrukt heute noch als analytische Kategorie hilft, Unterschiede wahrzunehmen und einzuordnen, muss es, auch im Interesse all der Menschen, die aus diesem Schema herausfallen (Intersexuelle, Transsexuelle, Queer-Menschen) zur Dekonstruktion, zur Erweiterung und damit zur Aufl\u00f6sung des bipolaren Geschlechtermodells kommen.\u201c (3) Man reibt sich die Augen: Nicht Gott hat die Menschen bipolar m\u00e4nnlich und weiblich gewollt und geschaffen, um einander in liebender Unterschiedenheit zu erg\u00e4nzen und in lustvoll gelebter Sexualit\u00e4t kreativ Kindern das Leben zu schenken \u2013 nein, der Mensch soll bis auf den kleinen biologischen Unterschied von Penis und Scheide nichts anderes sein als ein durch die Gesellschaft bipolar m\u00e4nnlich und weiblich entwickeltes Konstrukt, das m\u00f6glichst schnell durch Sozial-Ingenieure aufzul\u00f6sen und neu zu konstruieren ist. Jeder Mann, der sich als Frau f\u00fchlt, l\u00e4sst sich durch die Konstruktion einer Scheide in eine Frau verwandeln und, wenn\u2019s beliebt, auch zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Denaturalisierung: Menschenmacher gegen Gottes Natur<br \/>\n<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Die feministische Soziologin Prof. Nina Degele nennt dies in den Freiburger Frauen Studien \u201eDenaturalisierung\u201c. Im \u201eSpiegel\u201c beschreibt Ren\u00e9 Pfister ein erschreckend erhellendes Beispiel f\u00fcr die aus diesem Denkmodell entwickelte P\u00e4dagogik. (4)\u00a0 Gerade dadurch, dass es entgleiste, zeigt es, was hier auf dem Spiel steht: \u201eDissens\u201c, der Berliner Verein f\u00fcr \u201eaktive Patriarchatskritik\u201c, der durch erhebliche \u00f6ffentliche Mittel floriert, veranstaltete einen \u201eVorurteilswettbewerb\u201c, \u201ean dessen Ende die Erkenntnis stehen sollte, dass sich M\u00e4nner und Frauen viel weniger unterscheiden als gedacht\u201c. Es \u201eentspann sich eine heftige Debatte, ob M\u00e4dchen im Stehen pinkeln und Jungs Gef\u00fchle zeigen k\u00f6nnen, S\u00e4tze flogen hin und her. Am Ende warfen die beiden Dissens-Leute einem besonders selbstbewussten Jungen vor, \u201adass er eine Scheide habe und nur so tue, als sei er ein Junge\u2019, so steht es im Protokoll.\u201c Der Spiegel-Autor kommentiert diese Entgleisung: \u201eEinem Teenager die Existenz des Geschlechtsteils abzusprechen ist ein ziemlich verwirrender Anwurf, aber das nahmen die Dissens-Leute in Kauf, ihnen ging es um die \u201aZerst\u00f6rung von Identit\u00e4ten\u2019, wie sie schreiben. Das Ziel einer \u201anichtidentit\u00e4ren Jungenarbeit\u2019 sei \u201anicht der andere Junge, sondern gar kein Junge\u2019. Der Bremer Geschlechterforscher Professor Amendt stellte im Hinblick auf diesen vom Bonner Ministerium f\u00fcr Frauen und Familie gef\u00f6rderten Skandal fest: \u201eWer Identit\u00e4ten zerst\u00f6rt, zerst\u00f6rt Menschen\u2026Identit\u00e4tszerst\u00f6rung \u2013 und bereits \u2013verwirrung \u2013 f\u00fchren zu pathologischen Zust\u00e4nden, die als leidvoll und desorientierend erlebt werden.\u201c (5) Verwirrung und Verunsicherung der Geschlechter-Identit\u00e4t sind nun aber erkl\u00e4rtes Ziel der Gender Studien. Die Freiburger Soziologie-Professorin Nina Degele \u2013 eine entschiedene Feministin &#8211; definiert in einem Aufsatz zum Verh\u00e4ltnis von Gender Mainstreaming und Gender Studien: \u201eGender Studies zielen auf eine Entnaturalisierung von Geschlecht, was als Programm allen Strategien des Gender Mainstreaming (implizit) zugrunde liegt\u201c. (6) Sie f\u00e4hrt fort: \u201eDiese Entnaturalisierung l\u00e4sst sich am pr\u00e4gnantesten mit dem Begriff des \u201eQueering\u201c fassen. Queer beschreibt \u201aAns\u00e4tze oder Modelle, die Br\u00fcche im angeblichen stabilen Verh\u00e4ltnis zwischen chromosomalem, gelebtem Geschlecht (gender) und sexuellem Begehren hervorheben. Im Kampf gegen diese Vorstellung von Stabilit\u00e4t \u2026 lenkt queer den Blick dahin, wo biologisches Geschlecht (sex), soziales Geschlecht (gender) und Begehren nicht zusammenpassen\u2019. Gemeint ist also eine Entselbstverst\u00e4ndlichung unhinterfragter Annahmen in Bezug auf die Kategorien \u201em\u00e4nnlich\u201c, \u201eweiblich\u2019, \u201eHetero\u201c- und \u201eHomosexualit\u00e4t\u201c sowie die Annahme der Zweigeschlechtlichkeit&#8230; Ein solches <em>Queering <\/em>bzw. <em>Unterminieren <\/em>ist radikal. Denn was verunsichert uns mehr, als den Menschen uns gegen\u00fcber nicht eindeutig als Frau oder Mann klassifizieren zu k\u00f6nnen?\u201c Angesichts dieses Kontextes ist die geistlich-theologische Naivit\u00e4t, in der Gender-Mainstreaming theologisch und anthropologisch ungepr\u00fcft in die NEK \u00fcbernommen wurde, erschreckend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sexualit\u00e4t: Jenseits aller Kriterien<br \/>\n<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Ein Zweites wird im Grundsatzartikel der nordelbischen Handreichung erkennbar: Die Anerkennung homosexueller Partnerschaften, die verbindlich und verl\u00e4sslich leben, und die M\u00f6glichkeit, sie zu segnen, war nur ein Zwischenschritt auf dem Weg in ein sexuelles Utopia. Nicht aus der Leben erhaltenden Sicht der Mehrheit aller M\u00e4nner und Frauen, die in normaler heterosexueller Orientierung der Sch\u00f6pfung gem\u00e4\u00df nachhaltig in Gestalt von Kindern Leben weitergeben k\u00f6nnen, wird jetzt das Menschenbild gewonnen, sondern aus der Leidens-Sicht marginaler Minderheiten, n\u00e4mlich der Schwulen und Lesben, der Intersexuellen, der Transsexuellen, also aller \u201eQueer-Menschen\u201c. Ihre Situation zwinge \u2013 hei\u00dft es in der nordelbischen Handreichung &#8211; \u201ezur Aufl\u00f6sung des bipolaren Geschlechtermodells\u201c. Wie sieht das aus, was jetzt im n\u00e4chsten Schritt anerkannt, theologisch legitimiert und so normalisiert werden soll: Im Internet stellt sich der Hamburger \u201eQueer-Forscher\u201c Robin Bauer, der als Birgit Bauer geboren wurde, zu seiner geplanten soziologischen Dissertation an der Hamburger Universit\u00e4t als \u201e32 Jahre alter wei\u00dfer\/deutscher queer\/schwuler, nicht-monogamer pr\u00e4operativer Transmann\u201c vor, der zur \u201eBDSM-Community\u201c geh\u00f6re. (7) BDSM steht f\u00fcr Fesselung (bondage), Disziplin, Dominanz und Sado-Maso im Vollzug des sexuellen Lustgewinns. Fr\u00fcher wurde diese sexuelle Neigung als Sado-Masochismus und kranke Sexualit\u00e4t wahrgenommen, noch ist sie von der WHO als gest\u00f6rte Sexualit\u00e4t indiziert (8), es d\u00fcrfte allerdings nur eine Frage der Zeit sein, bis sie &#8211; auch durch Zustimmung liberaler Kirchen \u2013 im Rahmen der Gender-Perspektive normalisiert, zu einer von vielen Spielarten \u201eganz normaler\u201c Sexualit\u00e4t erkl\u00e4rt wird. Auch diese Spielart bietet sich dem Menschen in der Gender-Perspektive zur freien Wahl an, sie kann in postmoderner Beliebigkeit neben vielen anderen als exemplarisch verstanden werden. Da\u00df hier ein psychopathologischer Leidensdruck auf Heilung wartet, wird im Tunnelblick gnadenlos verdr\u00e4ngt. In westlichen Gesellschaften wird gegenw\u00e4rtig ein Menschenbild durchgesetzt, das 1. sexuelle Begegnungen \u00fcberall und immer da freigibt, wo sie einverst\u00e4ndlich stattfinden &#8211; Gestalt und Form sind unter dem Aspekt der Denaturalisierung gleichg\u00fcltig; 2. dem Menschen die freie, konstruierende Wahl seiner sexuellen Identit\u00e4t ohne R\u00fccksicht auf das biologisch vorgegebene Geschlecht zubilligt; und 3. alle sexuellen Identit\u00e4tskonstruktionen \u2013 ob Leben f\u00f6rdernd oder pathologisch &#8211; im Geist der Postmoderne unterschiedslos f\u00fcr normal, normativ und beispielgebend erkl\u00e4rt. Beschreibung und Protokolle der Pekinger Weltfrauen-Konferenz von 1995 zeigen die einflussreichen Interessengruppen, die in der Rechtsform der \u201eNGO\u201c zusammen mit UN-Mitarbeitern diesen Prozess inszenierten. Dieses sehr einseitig auf Sexualit\u00e4t und die grunds\u00e4tzlich konstruierbare Offenheit von \u201eGender\u201c fixierte und zu einem betr\u00e4chtlichen Teil aus der Perspektive von machtvoll agierenden Minderheiten konstruierte Menschenbild versteht sich als emanzipativ und lebensdienlich. Ziel ist der \u201eneue Mensch\u201c, radikal befreit und unter allen Umst\u00e4nden gleichgestellt. Leitfiguren der Gender-Perspektive wie die lesbisch-feministische Philosophin Judith Butler erheben ausdr\u00fccklich den Anspruch, das christliche Menschenbild zu ersetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Postmodern: Anything goes<br \/>\n<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Die Gender-Ideologie hat ihre Wurzeln in der post-modernen Geisteshaltung. Postmodernes Denken und Handeln haben ein grundlegendes Ziel darin, die von Gott gegebene und naturwissenschaftlich unabweisbare anthropologische Struktur des Menschen als Mann und Frau zu destabilisieren und zu \u00fcberwinden. \u201eDas grundlegende Postulat der Postmodernen ist, dass die Wirklichkeit eine soziale Konstruktion ist.\u201c(9) Wahrheit und Wirklichkeit haben keinen objektiven Inhalt; sie sind fast beliebig ver\u00e4nderbar. Ethische Normen und gesellschaftliche, rechtliche oder religi\u00f6se Strukturen k\u00f6nnen nach Belieben auf- oder abgebaut werden, je nach Situation und freier Wahl des Individuums. Genau dies wird in der Gender-Ideologie konsequent durchgef\u00fchrt mit dem revolution\u00e4ren Ziel, den Mann und die Frau von den Bedingungen zu befreien, \u201eunter die Gott sie in ihrer Existenz gestellt hat.\u201c(10) Die \u201eGender-Dreieinigkeit\u201c von Studien, Perspektive und Mainstreaming stellt eine Ideologie dar, deren profilierte und radikale Vertreterinnen behaupten, \u00fcber ein umfassendes Raster zum Verstehen und Ver\u00e4ndern von Wirklichkeit zu verf\u00fcgen. Diese Ideologie ist unverkennbar von einem tief morbiden Geist beherrscht, der im Kampf gegen die Mutterrolle der Frau innerhalb der erfa\u00dften westlich gepr\u00e4gten Menschheit geradezu suizidale Z\u00fcge aufweist. Kirche, die diesem Menschenversuch verblendet oder naiv Raum gibt oder ihm gar verf\u00e4llt, tr\u00e4gt zur Zerst\u00f6rung des Menschen bei. Hybrid, in verletzter Anma\u00dfung, leugnet oder marginalisiert die Gender-Lobby die von Gott gesetzten Sch\u00f6pfungsstrukturen. Sie dekonstruiert die Normativit\u00e4t des in Gottes Sch\u00f6pfung begr\u00fcndeten nat\u00fcrlich Normalen. Sie will bewusst und manipulativ die Identit\u00e4t des heterosexuell orientierten Menschen verwirren und verunsichern. Verheerend ist, dass dieser Menschenversuch einhergeht mit der Diskriminierung der Mutterschaft und der F\u00f6rderung der Abtreibung. Damit sind zugleich die wichtigsten Voraussetzungen f\u00fcr Nachhaltigkeit und die Erhaltung der Sch\u00f6pfung in Frage gestellt. In der Ablehnung der Mutterschaft \u2013 das Wort Mutter kommt in der Pekinger Aktionsplattform, mit der die Gender-Mainstreaming-Offensive begann, so gut wie nicht vor &#8211; zeigt sich eine tiefe morbide Leibfeindlichkeit \u00e4hnlich destruktiv wie in der antiken Gnosis.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Totalit\u00e4r: Die Tentakeln des Gender-Mainstreaming<br \/>\n<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Der unbedingte Wille, die Gesellschaft auf allen Ebenen \u2013 nicht nur die staatliche Verwaltung, sondern jeden Verein, jede Religionsgemeinschaft, jeden Betrieb, jeden Kegelclub \u2013 einem einheitlichen Prinzip zu unterwerfen, wirkt totalit\u00e4r. \u00dcberall m\u00fcssen aktiv Ungleichheitspotentiale aufgedeckt, erfasst und dokumentiert werden. Ohne genaue Gerechtigkeits-Buchf\u00fchrung wird es keine F\u00f6rdermittel mehr aus staatlichen und \u00fcber kurz oder lang aus kirchlichen T\u00f6pfen geben. Der Manipulation durch dieses totalit\u00e4re Umerziehungsprogramm wird jeder Mitarbeiter ausgesetzt sein. Denn es ist nicht basisorganisiert, sondern verl\u00e4uft top-down, von oben nach unten. Pastoren werden nur noch angestellt werden, wenn sie dieses Programm unterst\u00fctzen. Der Bedarf an Gender-Experten w\u00e4chst in Beh\u00f6rden und Betrieben, in Kirchen und Verb\u00e4nden best\u00e4ndig. Fl\u00e4chendeckend haben die Gleichstellungsbeauftragten und die Netzwerke ihrer \u201einformellen Mitarbeiter\u201c ihre Positionen eingenommen. L\u00e4ngst ist so etwas wie eine Priesterschaft der \u201eGender-Ideologie\u201c entstanden, straff in Kadern organisiert, deren Mitglieder den Gender-Aspekt verwalten und Abweichungen indizieren. Die Einrichtung von Inquisitionstribunalen, wie wir sie bereits beim Antidiskriminierungsgesetz wahrnehmen konnten, ist eine Konsequenz des hier herrschenden totalit\u00e4ren Ansatzes. Dieser Wille kommt diesmal sanft unter dem Anschein der Menschenfreundlichkeit daher. Er sickert popul\u00e4r unter den Leitworten \u201eGleichheit\u201c und \u201eGerechtigkeit\u201c in die Gesellschaft ein. Er ist inzwischen von einer gro\u00dfen Mehrheit der Eliten in Politik und Wirtschaft, in Kultur und Religion und vor allem in den Medien wie selbstverst\u00e4ndlich, wenngleich aus verschiedenen Beweggr\u00fcnden verinnerlicht. Dieser Wille wird, wenn er sich wirklich durchsetzen l\u00e4sst, den Menschen tief besch\u00e4digen: \u201eWer Identit\u00e4ten zerst\u00f6rt, zerst\u00f6rt Menschen\u2026Identit\u00e4tszerst\u00f6rung \u2013 und bereits \u2013 verwirrung \u2013 f\u00fchren zu pathologischen Zust\u00e4nden, die als leidvoll und desorientierend erlebt werden.\u201c Dieser Wille f\u00f6rdert nicht das in Gottes Sch\u00f6pfung biologisch Vorgegebene, das in Tradition und Erfahrung als lebensdienlich Bew\u00e4hrte, das augenf\u00e4llig Nat\u00fcrliche, sondern setzt an dessen Stelle eine durch \u201epolitische Geschlechtsumwandlung\u201c (Volker Zastrow) den neu konstruierten Menschen. Dieser Menschenversuch hatte bei dem amerikanischen Psychiater Money, der die medizinischen Grundlagen f\u00fcr die Gender-Perspektive gelegt hatte,\u00a0als es darum ging, diese Theorie zu beweisen, f\u00fcr beide Probanden einen t\u00f6dlichen Ausgang. Man kann nur darauf hoffen, dass Gottes Sch\u00f6pfung sich in der Verteidigung des von Gott Gesetzten erneut als vitaler erweist und dass Gottes Heiliger Geist sich die Erneuerung des Menschen nicht durch verblendete Ideologen aus seiner Zust\u00e4ndigkeit stehlen l\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1 Dale O\u2019Leary, The Deconstruction of Women Analysis of the Gender Perspective in Preparation for the Fourth World Conference on Women in Bejing, China 7 (1995), S.9<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2 Das alles ist m\u00f6glich!, S. 6<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3 Das alles ist m\u00f6glich!, S. 11, Anm. 6.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4 Vgl. Der Spiegel 1\/2007, S. 27-30.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5 Nach <a href=\"http:\/\/www.vafk.de\/themen\/presse\/pm070105_amendt.htm\">www.vafk.de\/themen\/presse\/pm070105_amendt.htm<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6 Nach <a href=\"http:\/\/www.soziologie.uni-freiburg.de\/Personen\/Degele\/material\/pub\/anpassen.pdf\">www.soziologie.unifreiburg.de\/Personen\/Degele\/material\/pub\/anpassen.pdf<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">7 http:\/\/ulm.sm-referate.de\/forschungszene.php<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">8 WHO \/ Internationale Klassifikation psychischer St\u00f6rungen, ICD-10 Kapitel V (F) Klinisch-diagnostische Leitlinien. \u00dcbersetzt und herausgegeben von H. Dilling, W. Mombour, M. H. Schmidt unter Mitarbeit von E. Schulte-Markwort. 5., durchges. u. erg. Aufl. 2005. 369 S., unter F65.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">9 Vgl. den Beitrag von M. Peeters, Die stille Revolution, in: Vatican Magazin, 10, 2007, S. 42.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">10 Ebd.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Menschenversuch: Der \u201eneue Mensch\u201c der Gender-Ideologie Ein Wort macht inzwischen die Runde: \u201eGender\u201c. Viele lesen es, wenige k\u00f6nnen sagen, was es bedeutet. Es hat sich eingeschlichen wie ein U-Boot auf Kaperfahrt. Urspr\u00fcnglich ein Lehnwort aus der englischen Sprache, dort Geschlechtsbezeichnung in der trockenen, aber exakten Grammatik, ist es seit der Pekinger Weltfrauenkonferenz 1995 zu einem [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":32,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/186"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/32"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=186"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/186\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":189,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/186\/revisions\/189"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=186"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=186"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}