{"id":18545,"date":"2021-12-20T16:54:43","date_gmt":"2021-12-20T15:54:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=18545"},"modified":"2021-12-20T16:54:43","modified_gmt":"2021-12-20T15:54:43","slug":"ideologie-der-geschlechtervielfalt-im-frankfurter-bibelhaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=18545","title":{"rendered":"Ideologie der \u201eGeschlechtervielfalt\u201c im Frankfurter Bibelhaus"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Eine Leserin des \u201eAufbruch\u201c \u2013 langj\u00e4hriges Mitglied im Gemeindehilfsbund \u2013 wies uns auf eine Ausstellung im Frankfurter \u201eBibelhaus Erlebnismuseum\u201c mit dem Thema \u201eGeschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten\u201c hin, die noch bis zum Dezember ge\u00f6ffnet ist. Man ist einigerma\u00dfen sprachlos, wenn man sich im Internet die Angebote dieser \u201eSonderausstellung\u201c n\u00e4her ansieht. Das Nachrichtenmagazin IDEA hat schon zweimal \u00fcber dieses skandal\u00f6se und blasphemische Machwerk berichtet. Besonders aufschlussreich ist auch ein Video, das ein Gespr\u00e4ch des Bibelhausleiters mit dem seit 2009 amtierenden Kirchenpr\u00e4sidenten der Evang. Landeskirche Hessen-Nassau Dr. Volker Jung zeigt.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ausstellung zeigt Bilder und Texte, um die ideologische Grundthese zu st\u00fctzen, dass man sich Gott \u201egeschlechtervielf\u00e4ltig\u201c vorstellen sollte. Es werden z.B. kleine Skulpturen der kanaan\u00e4ischen Fruchtbarkeitsg\u00f6ttin Aschera gezeigt und zustimmend kommentiert: \u201eNoch in biblischen Zeiten vor 3000 Jahren stand fest: Die Fruchtbarkeit des Bodens, der Tiere und der Menschen h\u00e4ngt von den Gottheiten ab. Eine Gottheit kann beides \u2013 zeugen und geb\u00e4ren.\u201c Kein Wort verweist auf die strikte Ablehnung dieser heidnischen Kulte durch die alttestamentlichen Propheten. Das biblische Selbstzeugnis Gottes als Sch\u00f6pfer, Erl\u00f6ser und Vollender wird nicht thematisiert, und dass Jesus Gott Vater nennt und seine Nachfolger zu dieser Anrede erm\u00e4chtigt, wird ebenso ausgeblendet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stattdessen wird Hand in Hand mit der Propagierung eines geschlechtervielf\u00e4ltigen Gottesbildes auch ein unbiblisches Menschenbild formuliert. Entgegen der Fundamentalerkenntnis des Apostels Paulus und der Reformation, dass der Mensch S\u00fcnder ist und nichts so dringend braucht wie die Vergebung Gottes im Glauben an Jesus Christus, gibt die Ausstellung folgende Empfehlung: \u201eRiskier einen Blick auf die Vielfalt der Geschlechteridentit\u00e4ten aus biblischen wie heutigen Zeiten und finde eine g\u00f6ttliche Antwort, die zu allen Fragen passt: Du bist gut, so wie du bist.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der theologische Grundmangel der Ausstellung und auch des Videogespr\u00e4chs liegt darin, dass die Frage nach dem Gottes- und Menschenbild durchgehend nur anthropologisch, also vom Menschen her behandelt wird und die Grundtatsache, dass der christliche Glaube auf einem Offenbarungshandeln Gottes beruht, v\u00f6llig unter den Tisch f\u00e4llt. Da fehlt wirklich das Einmaleins des Christentums! Ein weiteres theologisches Riesendefizit besteht in der mangelnden Unterscheidung zwischen der nichtgesch\u00f6pflichen Wirklichkeit Gottes und der gesch\u00f6pflichen Wirklichkeit unserer Welt. Selbstverst\u00e4ndlich gibt es bei Gott selbst keine Geschlechtlichkeit, und diese tritt auch bei den erl\u00f6sten Menschen v\u00f6llig in den Hintergrund (vgl. die Antwort Jesu an die Sadduz\u00e4er in Mt 22,30), aber in unsere geschaffene Welt hat Gott in seiner Weisheit untilgbar das Prinzip der Geschlechtlichkeit eingestiftet, ohne die es keine Fortpflanzung des Menschen gibt. Es erstaunt sehr, dass ein promovierter Theologe wie Dr. Jung, der \u00fcber das Schriftverst\u00e4ndnis eines lutherischen Theologen promoviert wurde, diese fundamentalen theologischen M\u00e4ngel nicht bemerkt und stattdessen die Ausstellung in Bausch und Bogen lobt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fast schon \u00fcberfl\u00fcssig zu bemerken, dass sowohl in der Ausstellung als auch im Gespr\u00e4ch die Genderisierung vorangetrieben wird. Der Genderstern zusammen mit den Attributen m \u2013 w \u2013 d erscheint sogar schon im Ausstellungsthema. Ebenso wenig darf die \u00f6sterreichische Kultfigur Conchita Wurst (mit b\u00fcrgerlichem Namen Tom Neuwirth) mit dem folgenden Zitat fehlen: \u201e\u2018Conchita\u2018 hei\u00dft \u201aWurst\u2018, weil es eben \u201awurscht\u2018 ist, woher du kommst und wen du liebst.\u201c Aber nicht nur dieses Zitat ist charakteristisch f\u00fcr die Ausstellung, sondern vor allem auch eine Skulptur von \u201eConchita Wurst\u201c, die wie eine Heiligenfigur der Hauptblickfang ist und selbst beim Videogespr\u00e4ch nicht fehlt. Wer es bis dahin noch nicht gemerkt hat, bekommt hier endg\u00fcltig die Augen ge\u00f6ffnet: Diese Ausstellung begr\u00fcndet einen anderen Gott und einen neuen Glauben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die erw\u00e4hnte Aufbruchleserin erz\u00e4hlte mir, dass sie vor etlichen Jahren das Frankfurter Bibelmuseum besucht und sich dort \u00fcber die anschauliche Darstellung biblischer Geschichten gefreut habe. Diese Zeiten scheinen endg\u00fcltig vorbei zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pastor Dr. Joachim Cochlovius<\/em><\/p>\n<p><em>Aus: Aufbruch \u2013 Informationen des Gemeindehilfsbundes (III\/2021 \u2013 November)<\/em><\/p>\n<p><em>Der Aufbruch kann kostenlos bei der Gesch\u00e4ftsstelle des Gemeindehilfsbundes bezogen werden. Bitte schreiben Sie an <a href=\"mailto:info@gemeindehilfsbund.de\">info@gemeindehilfsbund.de<\/a>.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Leserin des \u201eAufbruch\u201c \u2013 langj\u00e4hriges Mitglied im Gemeindehilfsbund \u2013 wies uns auf eine Ausstellung im Frankfurter \u201eBibelhaus Erlebnismuseum\u201c mit dem Thema \u201eGeschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten\u201c hin, die noch bis zum Dezember ge\u00f6ffnet ist. Man ist einigerma\u00dfen sprachlos, wenn man sich im Internet die Angebote dieser \u201eSonderausstellung\u201c n\u00e4her ansieht. 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