{"id":18426,"date":"2021-11-08T23:29:58","date_gmt":"2021-11-08T22:29:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=18426"},"modified":"2021-11-08T23:29:58","modified_gmt":"2021-11-08T22:29:58","slug":"warum-laesst-gott-das-zu-mit-leid-leben-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=18426","title":{"rendered":"Warum l\u00e4sst Gott das zu? &#8211; Mit Leid leben"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Leiden geh\u00f6rt zu dieser Weltzeit, ist Teil der menschlichen Existenz &#8211; auch heute. Jeder kann dies ganz pers\u00f6nlich in einer unheimlichen Tiefe erleben. Jede Generation hat daran Anteil, zu jeder Zeit. Ob es uns passt oder nicht: Gott l\u00e4sst Leid zu. Es mag viele Fragen ausl\u00f6sen, aber ist wahr. Jeder Mensch &#8211; ob Christ, Atheist oder religi\u00f6s &#8211; muss es wissen. Auch wir Christen sind dem Leiden nicht entnommen. F\u00fcr uns bleibt sogar mehr als f\u00fcr alle andern dieser dem Tod verfallene Leib eine besondere Not, die oft genug auch unseren Glauben hart anficht. Darum tragen wir schwer an pers\u00f6nlichen Niederlagen, am Kampf mit der S\u00fcnde und Versuchungen, aber auch an Krankheit und Schwachheit.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie in keinem anderen Buch der Weltliteratur dr\u00fcckt die Bibel am ergreifendsten die unheimlichen Tiefen des Leidens aus bis hin zu den Schrecken der Angst und Schwermut. Das macht die Bibel, Gottes Wort, durch die Jahrhunderte hin f\u00fcr Menschen aller Nationen, Rassen und Kulturen und Traditionen so anziehend und aktuell, eben wahr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was \u00fcberrascht, ist, dass ausgerechnet in der westlichen Christenheit &#8211; besonders in Deutschland &#8211; Leiden der blinde Fleck ist. Ein gro\u00dfes Manko. Darauf hat Ajith Fernando, der Leiter von Jugend f\u00fcr Christus in Colombo, Sri Lanka, mitten in seinen gro\u00dfen Bedr\u00e4ngnissen durch eine buddhistischer Christenverfolgung hingewiesen. Er schreibt: &#8222;Das gute Leben, Komfort, Bequemlichkeit und ein schmerzfreies Leben sind so &#8211; f\u00fcr die Christen im Westen &#8211; zur Notwendigkeit geworden, dass die Menschen das als Grundrecht ansehen. Wenn sie diese Dinge nicht haben, meinen sie, es w\u00e4re etwas schief gelaufen.&#8220; Darin sieht Ajith Fernando eine gro\u00dfe Einschr\u00e4nkung des geistlichen Wachstums.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ohne Leiden aber gibt es nach dem Neuen Testament keinen Dienst am Reich Gottes. Ohne dass man in der Gemeinde zusammen mit schwer geschlagenen Menschen das Leiden aush\u00e4lt, bekommt das Zeugnis des Evangeliums keine Glaubw\u00fcrdigkeit, gibt es auch keine Frucht und auch kein Gemeindewachstum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlie\u00dflich wird man ohne Schmerzen, Herzeleid und \u00c4rger keine neue Freude an Jesus finden, der nie entt\u00e4uscht. Viele Christen im Westen leben ihr gutes Leben mit einer Rundum-Sorglos-Versicherung unangefochten. Ihre Probleme werden von Heilern weggebetet oder von Therapeuten und Trainern weitgehend weggecoached. Kein Wunder, wenn viele dem Leiden entfremdet sind. So bleibt Leiden ein \u00e4rgerliches R\u00e4tsel, v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich. Lust und Genuss wird als das Wichtigste im Leben empfunden. Gutes Essen, Wohlstand, Bequemlichkeit und Komfort, Wellness, Gesundheit, zumindest Schmerzfreiheit gilt oft als das h\u00f6chste Ziel im Christenleben. F\u00fcr Christus zu leiden bleibt ausklammert. Deshalb fordert Paulus seinen jungen Mitarbeiter Timotheus auf: Leide mit mir f\u00fcr das Evangelium! (2.Timotheus 1,8) Calvin bemerkt dazu: Je verhasster die Lehre des Evangeliums in der Welt ist, desto tapferer muss er sich dazu durchk\u00e4mpfen, es freim\u00fctige zu bekennen&#8230;Er soll sich darauf vorbereiten, die Schl\u00e4ge zu ertragen, die mit dem Evangelium nun einmal verbunden sind. Wer n\u00e4mlich vor dem Kreuz erschrickt und flieht, wird sich immer des Evangeliums sch\u00e4men.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeder von uns ist auch ganz pers\u00f6nlich betroffen. H\u00f6ren wir Psalm 22: Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hier kein Helfer. Gro\u00dfe Farren haben mich umgeben, gewaltige Stiere haben mich umringt. Ihren Rachen sperren sie auf gegen mich wie ein br\u00fcllender und rei\u00dfender L\u00f6we. Ich bin ausgesch\u00fcttet wie Wasser, alle meine Gebeine haben sich zertrennt; mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzen Wachs. Meine Kr\u00e4fte sind vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt an meinem Gaumen, und du legst mich in des Todes Staub. Denn die Hunde haben mich umgeben, und der B\u00f6sen Rotte hat mich umringt; sie haben meine H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe durchgraben. Ich kann alle meine Gebeine z\u00e4hlen; aber sie schauen und sehen ihre Lust an mir.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Vater wandert mit seinem 16j\u00e4hrigen Sohn in den Alpen. Da st\u00fcrzt der Sohn in eine Gletscherspalte. Stundenlang h\u00f6ren die Retter das Rufen, aber er st\u00fcrzt immer tiefer. Und als er schlie\u00dflich geborgen wird, war der Sohn im kalten Eis erfroren. Schaut doch und seht, ob irgend ein Schmerz sei wie mein Schmerz, der mich betroffen hat (Klagelieder 1,12).<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li><strong> Es geht ein tiefer Riss durch diese Welt <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die wunderbar herrliche Sch\u00f6pfungswelt, in der wir leben, ist zwiesp\u00e4ltig und hat eben auch eine unheimlich finstere Nachtseite. Da sind Schmarotzer, Viren, Bakterien, qualvolles Sterben, Kampf aller gegen alle. Immer neue und gef\u00e4hrlichere Krankheiten und Seuchen. Unheimlich w\u00fctet der Tod. Aber auch Erdbeben, Vulkane und Unwetterkatastrophen. Dazu kommen vom Menschen gemachte schreckliche Kriege, Unterdr\u00fcckung, Ausbeutung, Korruption. L\u00fcge und Gewalt. Egoismus und Habsucht. Wie kann man \u00fcberhaupt mit Leid leben? Das ist die wesentliche Frage. Tats\u00e4chlich wird niemand damit fertig. Im Gegenteil, das Leiden macht uns fertig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ins Krankenhaus zu einem 77j\u00e4hrigen mit schwerem Krebs gerufen. Seine Anklage: Nie beim Discounter Obst oder Gem\u00fcse gekauft. Immer im eigenen Garten. Nie krank. Und jetzt. Wenn es Ihren Gott gibt, mit dem will ich mal reden, was der sich erlaubt. Wer versteht das nicht? Bei jedem Menschen bricht der Schrei durch: Gott, wie kannst du das zulassen? Doch dies ist weder weise noch weiterf\u00fchrend. Die in diesem Schrei enthaltene Anklage muss verstummen, weil wir den ewigen Gott nicht vor unser Gericht ziehen k\u00f6nnen. Im Leid wird unsere totale Ohnmacht bewusst. Wir sind nur Staub. Der Weg zu Gott ist versperrt. Die Macht des B\u00f6sen w\u00fctet in der Welt. Auch Jesus hat ausdr\u00fccklich best\u00e4tigt, dass die ganze Welt im Einfluss- und Machtbereich Satans liegen. Er ist der F\u00fcrst der Welt (Joh 12,31; 14,30; 16,11). Auch in der Versuchungsgeschichte wird uns gezeigt, wie alle Weltreiche in der Hand des Herrschers der Finsternis liegen. Satan hat Macht, sie zu geben, wem er will (Mat. 4,1-11).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gef\u00e4hrlich, wenn wir uns \u00fcberheben. Keine Antwort, wenn ich Gott anklage. Was ist das f\u00fcr ein l\u00e4cherlicher Gott, den ich anklagen und vor mein Gericht zerren kann? V\u00f6llig den lebendigen Gott aus den Augen verloren. Das ist furchtbar, dass Gott schweigen kann. In all den schrecklichen Geschehnissen ist am schlimmsten, dass Gott kein Wort f\u00fcr uns hat. Dar\u00fcber erschrecken. Alle reden von Gott, aber finden ihn nicht mehr. Das ist der schlimmste Satz in der Bibel: Gott hat diese Welt dahin gegeben in ihre Gottlosigkeit. Unreinheit der Herzen. In Leidenschaften und Begierden. Nichtige Gedanken, verfinstertes Gewissen (R\u00f6mer 1).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Leid wird aber durch das Evangelium zu einem Anruf Gottes, der uns zu sich ziehen will. Paulus erlebte in Asien in solch tiefe Bedr\u00e4ngnis, in der er mit seinem nahen Tod rechnete. Bis er begriff, dass alles Leid nur zu einem neuen Vertrauen auf Gottes Rettungskraft f\u00fchren sollte (2.Kor.1,8). In der Nichtigkeit und Leere dieser Welt muss man wach werden und mit Gottes Gnade und Erbarmen rechnen. So sehr hat Gott diese Welt geliebt&#8230; (Joh 3,16). Das ganze irdische Leben wird im Glaubensbekenntnis umschrieben: gelitten. Und es erbarmte Jesus. In der tiefsten Verlassenheit des Leidens am Kreuz hat Jesus die Vaterhand Gottes gefasst: In deine H\u00e4nde befehle ich meinen Geist! So wie einst es schon Jeremia in seinen Klageliedern betete: &#8222;Ich rief aber unten in der Grube deinen Namen an, Herr, und du erh\u00f6rtest meine Stimme. Du nahtest dich zu mir, als ich dich anrief, und sprachst: F\u00fcrchte dich nicht!&#8220; (3,55 ff.) Und darum gilt f\u00fcr alle vom heftigen Leid gepr\u00fcften Menschen: &#8222;F\u00fcrchte dich nicht, denn ich habe dich erl\u00f6st, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein!&#8220;&#8230;(Jesaja 43,1)<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"2\">\n<li><strong> Die Passionsgemeinschaft mit Jesus <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Morgenglanz der Ewigkeit f\u00fcgt der Glaube sich in die Passionsgemeinschaft mit Jesus. Wegen Christus! Das allein macht mutig, sich im Glauben der Realit\u00e4t dieser Welt zu stellen. Christen sehen die Not der gefallenen Sch\u00f6pfung realistischer als manche Weltverbesserer. N\u00fcchtern, ohne idealistische oder ideologische Verbr\u00e4mung, k\u00f6nnen sie um Christus willen das Leiden dieser aus vielen Wunden blutenden Sch\u00f6pfung tragen. Sie sehen sie nicht mehr als eine uns bedr\u00e4ngende und \u00e4ngstigende Welt. Sie ist in Wirklichkeit Material f\u00fcr die neue Sch\u00f6pfung von Jesus. Es ist der auf Jesus vertrauende Gehorsam &#8211; das ist Glauben, der auf die Verhei\u00dfung von Jesus hin lebt, kann diese Spannung aushalten. Er stellt sich den Tr\u00e4nen, dem Leiden, der Einsamkeit, der Ungerechtigkeit, dem Hass dieser Welt und richtet in Geduld den Blick auf den neuen Himmel und die neue Erde, in der Gerechtigkeit wohnt. Das macht nicht unt\u00e4tig, sondern er\u00f6ffnet eine Vielzahl neuer Energien schon heute.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das aber ist das Martyrium um Christus willen, das die Herausforderung der heutigen Welt geduldig ertr\u00e4gt. Die Kraft zum Aushalten dieser Spannung hat der Glaubende vom Ostersieg von Jesus her. Gott hat schon sein neues Sch\u00f6pfungswort &#8222;Es werde!&#8220; in diese Welt des Todes gerufen. Und der auferstandene Jesus hat es fest versprochen: Ich mache alles neu! (Offenbarung 21,5) Die Welt darf nicht mehr bleiben, wie sie ist. Und selbst wenn ich heute diese Welt im Leiden als Bedrohung meines Lebens erfahre, so wei\u00df ich doch gewiss, dass diese Bedrohung verg\u00e4nglich und zeitbedingt ist. Und ich wei\u00df ebenso zuverl\u00e4ssig, dass die neue Sch\u00f6pfung durch Jesus Christus kommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das neue Leben des Glaubens erlebt die Todesmacht noch als Anfechtung des letzten Feindes, der \u00fcberwunden wird. Der Sieg von Jesus hat die Todesruhe dieser sterbenden Sch\u00f6pfung durchbrochen. Daher der Kampf. Wir h\u00f6ren immer h\u00e4ufiger, wie selbst die Androhung der Todesstrafe in Islaml\u00e4ndern Muslime nicht zur\u00fcckh\u00e4lt, sich zu Christus zu bekennen: Es ist ein Geheimnis Gottes, dass in dem Ma\u00dfe, wie der Druck auf christliche Minderheiten zunimmt, es auch in den letzten Jahren vermehrt Menschen gab, die vom Evangelium angesprochen, den beschwerlichen Weg der Nachfolge von Jesus Christus auf sich nahmen. Ich kenne eine Reihe bemerkenswerter Pers\u00f6nlichkeiten, die sich trotz lebensbedrohender Entwicklungen in ihrem Umfeld nicht abschrecken lie\u00dfen, Jesus Christus als ihren Herrn und Heiland zu bekennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Geborgenheit des Glaubens in Christus steht die Unsicherheit der \u00e4u\u00dferen Lebensumst\u00e4nde gegen\u00fcber. Jeden Tag widerspricht diese notvolle Erleben den Verhei\u00dfungen des Glaubens. Wie k\u00f6nnen dann Glaubende Schm\u00e4hungen und Bedr\u00fcckungen von Seiten anderer Menschen so willig ertragen? Sie kennen die Zusammenh\u00e4nge: Selig seid ihr, wenn ihr geschm\u00e4ht werdet \u00fcber dem Namen Christi; denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruht auf euch. (1. Petrus 4,14).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der chinesischen Kulturrevolution nach 1966 lie\u00df Mao Tsetung alle christlichen Kirchen schlie\u00dfen, viele verw\u00fcsten und zerst\u00f6ren, alle Bibeln, die man finden konnte, verbrennen. Unz\u00e4hlige Christen wurden umgebracht oder \u00fcber 20 Jahre in Straflagern verbannt. Aus diesen dunklen Tagen erz\u00e4hlt Liu Yambo, damals einer der Leiter der Roten Garden, wie sie \u00fcberall im Land Christen jagten und \u00f6ffentlich anklagten. Auch einen alten Prediger hatten sie aufgesp\u00fcrt. Liu Yambo formulierte die Anklage und befahl dann den Rotgardisten, auf den alten Mann einzuschlagen. Je mehr sie schlugen, desto mehr betete er: Vater vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun. Liu Yambo erz\u00e4hlt, wie dieses Gebet in Erf\u00fcllung ging und er sich selbst 1978 bekehrte und eine heimlichen christlichen Hausversammlung ins Leben rief. Daraus erwuchsen in k\u00fcrzester Zeit 70 Hausversammlungen in f\u00fcnf Ortschaften mit schlie\u00dflich \u00fcber 3000 Gl\u00e4ubigen. Gleichzeitig begann er mit Bibelkursen, aus denen dann 40 Gemeinde-Bibelschulen erwachsen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wegen Christus! Christen starren nicht mehr auf die Schikanen und den Tod. Ihnen ist der Blick auf das unzerst\u00f6rbare Leben ge\u00f6ffnet. Noch im Sterben freuen wir uns des Sieges Jesu. Was vergehen will, soll vergehen. Geben wir es dahin! Die Welt ist von Jesus schon \u00fcberwunden. Und er tr\u00e4gt auch uns hindurch. Darum k\u00f6nnen sie andere tr\u00f6sten, weil sie selbst in ihrem Leid reichlich getr\u00f6stet werden durch Christus. (2.Korinther 1,5)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Johann Christoph Blumhardt d.\u00c4. schenkte uns ein Lied, das er auf dem Heimweg von einem Missionsfest 1844 dichtete. Er stand unter dem Eindruck der schweren K\u00e4mpfe und Leiden bei der Ausbreitung des Reiches Gottes in \u00dcbersee und er sehnte sich nach der Erl\u00f6sung der Welt von allem B\u00f6sen durch Jesus Christus: Dass Jesus siegt, bleibt ewig ausgemacht. Auch wenn die Finsternis im Trotzen w\u00fctend schnaubt.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"3\">\n<li><strong> Ausgerechnet das Leiden als Quelle der Freude <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Freut euch, wenn ihr mit Christus leidet! Eindeutiger kann man es nicht formulieren, als es der von schweren Krankheiten, Entt\u00e4uschungen, M\u00fchen und Verhaftungen heimgesuchte Missionsapostel Paulus tat. Immer hat er in seinen Briefen ausgerechnet das \u00e4rgerliche Leiden mit Freude verkn\u00fcpft: Nun freue ich mich in den Leiden, die ich f\u00fcr euch leide, und erstatte an meinem Fleisch, was an den Leiden Christi noch fehlt, f\u00fcr seinen Leib, das ist die Gemeinde. (Kolosser 1,24)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht als ob man sich zum Leiden dr\u00e4ngen sollte! Wenn aber der schwere Kelch des Leids, gef\u00fcllt bis an den h\u00f6chsten Rand, vor uns steht, so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern aus deiner guten und geliebten Hand. Als die Traurigen, aber allezeit fr\u00f6hlich. (2. Korinther 6,10) Es ist eine anhaltende Freude in dem Herrn, die nur deshalb m\u00f6glich ist, weil Jesus seine Leute dazu erm\u00e4chtigt. (Philipper 4, 4 und 13) Weil das Evangelium Leiden mit Freude verbindet, darum werden bedr\u00e4ngte Christen auch im Leiden nicht m\u00fcde. Ihr Leib kann von Schmerzen gequ\u00e4lt, sie m\u00f6gen der Willk\u00fcr fanatisch hassender Menschen ausgesetzt sein, nirgendwo zeichnet sich eine Erleichterung ab &#8211; und doch wird es pl\u00f6tzlich ganz hell in der unheimlichen Dunkelheit bedr\u00fcckter Christen, dort, wo man erkennt: Das alles geschieht wegen Christus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das entdecken Christen, wenn sie krank sind, Misserfolg haben, Gemeinden durch schwere Krisen gehen, sie pers\u00f6nlich am Ende mit ihrer Kraft sind, Allein dies ist Grund zur Freude, dass im Leiden der bedr\u00e4ngten Christen immer mehr das neue Leben von Christus sichtbar wird: Wir sind von allen Seiten bedr\u00e4ngt, aber wir \u00e4ngstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdr\u00fcckt, aber wir kommen nicht um. Wir tragen allezeit das Sterben von Jesus an unserm Leibe, damit auch das Leben von Jesus an unserm Leibe offenbar werde. (2.Korinther 4,8-10)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wegen Christus. Sie bleiben dann nicht an dem stehen, was sie verloren haben. Sie begreifen vielmehr, dass das alles ihnen weggenommen werden musste &#8211; wegen Christus! Er will umso gr\u00f6\u00dfer offenbar werden an seiner bedr\u00e4ngten Gemeinde. Es darf alles in ihrem Leben zu Scherben geschlagen werden. Nichts ist davon ausgenommen. Das war das gro\u00dfe Ziel, das Paulus beschreibt: Ihn m\u00f6chte ich erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden und so seinem Tod gleich gestaltet werden. (Philipper 3,10)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das meint Paulus mit dem Hinweis auf Jesus Christus: Um seinetwillen werden wir wie Schlachtschafe angesehen&#8220; (R\u00f6mer 8,36). Und: Mitten im Leben werden wir immerfort in den Tod gegeben um Jesus willen. Aber wir bleiben nicht an den Tr\u00fcmmern unseres Lebens stehen. Gott ist kein Kaputtmacher. Er will, dass auch das Leben von Jesus an unserem sterblichen Fleisch offenbar werde (2. Korinther 4,11). \u00a0Das Leben wird jetzt im unheimlichen Prozess des Sterbens entdeckt. Und ausgerechnet im Leiden wird der Sieg \u00fcber das Leiden gefunden. Darin liegt der Schl\u00fcssel: wegen Christus! Das macht das kurze irdische Leben ganz weit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ewigkeit in die Zeit leuchte hell hinein, dass uns werde klein das Kleine und das Gro\u00dfe gro\u00df erscheine. Selge Ewigkeit. Es wird alles auf dem Hintergrund der Ewigkeit gemessen. Und es sind die Tr\u00e4nen, die Schmerzen, die Angst &#8211; eben wegen Christus -, die jene weitgespannte Hoffnung hervorbringen, die jede irdische Hoffnung weit hinter sich l\u00e4sst. Oder mit den Worten des Paulus: Unsere Tr\u00fcbsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und \u00fcber alle Ma\u00dfen wichtige Herrlichkeit uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.&#8220; (2. Korinther 4,17 f.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb m\u00fcssen Glaubende &#8211; um Christus willen &#8211; anders von ihrem Leben sprechen. Sie k\u00f6nnen nicht beim Unrecht stehenbleiben. Sie d\u00fcrfen sich nicht in ihren zerbrochenen Hoffnungen begraben, im Schmerz und im erlittenen Unrecht untergehen. Ihr Denken muss auf Jesus hin ausgerichtet sein, der alles neu machen will. Die Enge ihres wunden Lebens, die Mauern von Hass und Bitterkeit, wurden durchbrochen. Die durch Jesus neu geschenkte Weite muss gefunden werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da gibt es wohl viel Not unter den Christen, Leiden, Einsamkeit, Bedr\u00fcckung. Trotzdem singen diese Menschen jubelnd das Lied von der gro\u00dfen Freude mitten in der unheimlichen Nacht (Apostelgeschichte 16,25). Mitten im Kampf singen sie ihre Lieder von Jesus, von dem sie wissen, dass er alle Leiden ertragen hat und Sieger blieb. Ihre Augen bleiben um Jesu willen nicht an den bedr\u00fcckenden Leiden h\u00e4ngen. Die Leiden vergehen. Schon l\u00e4ngst ist ihr Blick auf die neue Sch\u00f6pfung Jesu gerichtet. So heisst es auch im jubelnden Siegeslied In dir ist Freude in allem Leide von Cyriakus Schneegass aus dem Jahr 1598: Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden Teufel, Welt, S\u00fcnd oder Tod; du hast&#8217;s in H\u00e4nden, kannst alles wenden, wie nur hei\u00dfen mag die Not. Drum wir dich ehren, dein Lob vermehren mit hellem Schalle, freuen uns alle zu dieser Stunde. Halleluja. Wir jubilieren und triumphieren, lieben und loben dein Macht dort droben mit Herz und Munde. Halleluja.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Glaubende Christen brechen im Leiden durch die letzten Grenzen, die man von unserer sichtbaren Welt erfassen kann. Oft sind es ganz schwere Lasten, die auf ihrem Leben liegen. Und doch sagen sie, es sei alles neu geworden in der Hoffnung und gewissen Zukunft des angebrochenen Reiches Gottes. Sie weinen zwar. Es sind aber keine Tr\u00e4nen des Selbstmitleids und des Jammers. Es sind die Tr\u00e4nen mit der der Freude vermischt: Jesus lebt &#8211; Er ist wahrhaftig auferstanden!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So wird es uns auch im Neuen Testament von b\u00f6sen Erfahrungen der Apostel berichtet. Da werden gar nicht viele Worte vom schweren Leiden und den Misshandlungen gemacht. Vielleicht h\u00e4tte man heute aufregende Geschichten dar\u00fcber geschrieben, wie die schrecklichen Peitschenhiebe auf den zerschlagenen R\u00fccken knallten. Und wie das Blut \u00fcber den R\u00fccken lief. Wir h\u00e4tten sicher bewegt die Striemen gez\u00e4hlt. Aber im Neuen Testament wird das gleichsam nur nebenbei erw\u00e4hnt. Pr\u00fcgel, Schmerz, Hass &#8211; so weh das tut \u2013 sind f\u00fcr Christen nicht das entscheidende Thema mehr. Auch als in der gro\u00dfen Verfolgungswelle Christen aus Jerusalem bis nach Antiochien fliehen mussten, redeten sie nicht von allem, was sie verloren hatten, sondern predigten allein das Evangelium von Jesus (Apg.11,19 f.). Weil sie wirklich Wichtigeres zu berichten hatten, n\u00e4mlich was Jesus in diesen wund geschlagenen, zerbrechlichen Menschen an Herrlichkeit wirkte.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"4\">\n<li><strong> Diese Welt mit all ihrer Herrlichkeit kann nie ewige Erf\u00fcllung geben <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese arme Erde ist nicht mehr unsere Heimat. Unsere Voreltern waren sehr wach, wenn sie vom Jammertal sprachen. Ob dies heute nicht mehr als wir ahnen auch noch stimmt, wenn wir an die schweren Erfahrungen \u00a0vieler Menschen um uns herum denken, die nicht einfach durch den materiellen Wohlstand weggesp\u00fclt sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sehr klar hat dies ein Kirchenmann, der w\u00fcrttembergische Pr\u00e4lat und Missionsdirektor Karl Hartenstein ausgesprochen: Das Reich Gottes auf Erden ist immer nur im Kreuz, im Untergang aller menschlichen Kr\u00e4fte, wirklich da. Alles, was wirklich gro\u00df, wirklich g\u00f6ttlich ist, hat die Welt gehasst und verworfen. Auch im Neuen Testament, in der Apostelgeschichte, wird erz\u00e4hlt, wie der ersten Gemeinde \u00fcber der gro\u00dfen Erweckung, die Tausende erfasste, nie die selbstvermessene T\u00e4uschung eigener St\u00e4rke kam. Es war f\u00fcr das \u00dcberdenken ihrer Machtposition sehr heilsam, dass die Apostel immer wieder verfolgt und gepr\u00fcgelt wurden. Denn das macht n\u00fcchtern, dieses Zerbrechen unter den wahnsinnigen Schmerzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der chinesische M\u00e4rtyrerzeuge David Yang, viele Jahre Mitarbeiter einer Bibelschule in Shanghai, hat uns eine eindrucksvolle Auslegung der Sendschreiben der Offenbarung hinterlassen. Er schreibt dort: Es ist bedauerlich, dass viele Christen unserer Tage nach den G\u00fctern dieser Welt trachten, aber nicht die Kostbarkeiten des Reiches Gottes begehren. Wohl glauben sie an ihre Errettung; doch sie sind nicht bereit, um Christi willen arm zu sein. F\u00fcr sie bedeuten Bequemlichkeiten und Reicht\u00fcmer Gnade Gottes &#8230; Doch die geistlichen Reicht\u00fcmer, wie Glaube, Freude, Kraft, Geduld und viele andere, sind nur aus der Armut geboren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der leidenden Gemeinde ist alles entzogen, was ihr Mut, Geborgenheit und Hoffnung geben k\u00f6nnte. Leidende Gemeinde ist ins Sterben gef\u00fchrt. Deshalb muss sie &#8211; falls sie \u00fcberhaupt noch leben will &#8211; sich v\u00f6llig an Jesus und seine Verhei\u00dfungen binden und ihm trauen. Aber durch Jesus ist dann diese schwache und hoffnungslose Gemeinde so geborgen und sicher, dass auch die Pforten der H\u00f6lle sie nicht \u00fcberw\u00e4ltigen k\u00f6nnen (Matth\u00e4us. 16,18).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So geh\u00f6ren f\u00fcr die Gemeinde von Jesus Christus Armut und St\u00e4rke, Leiden und doch Siegen in einem eigent\u00fcmlichen Verh\u00e4ltnis zusammen, so widerspr\u00fcchlich das auch klingen mag. Nie wird es aber ein triumphaler Sieg der Gemeinde, sondern es bleibt immer der Sieg von Jesus \u00fcber eine ohnm\u00e4chtige, arme Gemeinde. An einer von vielen Seiten geschlagenen und getretenen Gemeinde wird dieser Sieg offenbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Paulus fasst das Zusammengeh\u00f6ren von Leiden und Siegen so zusammen: Denn wenn wir mit leiden, werden wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden. Denn ich bin \u00fcberzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht wert sei der Herrlichkeit, die an uns soll offenbart werden&#8220; (R\u00f6mer 8,17 f.).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es mag sich bei uns immer wieder der Irrtum einschleichen, es seien der Prediger gewinnender Charme, der imponierende Eindruck oder die flott attraktive Gestalt der Gemeinde und ihrer Glieder, die dem Evangelium das entscheidende Gewicht verleihen. Immer wieder sind Christen versucht zu meinen, sie selbst m\u00fcssten dem Evangelium in der Welt zur Anerkennung, Glaubw\u00fcrdigkeit und Geltung verschaffen. Deshalb reden sie meist nur von Kirche, wo sie doch von Jesus reden m\u00fcssten. Und sie treten, wenn sie ihre Sache vertreten m\u00fcssten, oft so sch\u00fcchtern auf, als vertr\u00e4ten sie eine ihnen selbst h\u00f6chst peinliche Sache. Und der Eindruck l\u00e4sst sich dann oft nicht verwischen, als w\u00fcrden sie mit Worten menschlicher Weisheit den v\u00f6llig erfolglosen Versuch unternehmen, aus der Tasche einen &#8222;faulen, stinkenden Hering&#8220; zu ziehen und an den Mann bringen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist die Bibel, die uns dieses wesentliche geistliche Verst\u00e4ndnis des Leidens schenkt. Dass die Gemeinde Gottes leidet, ist kein tragisches Verh\u00e4ngnis, sondern voll Verhei\u00dfung. Im Leiden wird der Weinstock beschnitten, damit er mehr Frucht bringen kann (Johannes 15,6). Im Leiden f\u00fchrt Jesus seine Gemeinde zu ihrer urspr\u00fcnglichen Bestimmung zur\u00fcck. Jesus muss oft seine besten Leute zerbrechen, bevor er Gro\u00dfes wirken kann. Darum erinnert Paulus: Alle, die gottesf\u00fcrchtig leben wollen in Christus Jesus, m\u00fcssen Verfolgung leiden (2. Timotheus 3,12).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielerorts kann man sich Kirche heute nicht mehr anders denken als von den M\u00e4chten anerkannte, gef\u00f6rderte und imponierende Kirche f\u00fcr die Welt. Aber eben das bestreitet die leidende Gemeinde. Sie will zuerst und vor allem anderen Gemeinde Gottes sein. Nur wenn sie ganz rein Gott allein dient, wird daraus auch ein Segen f\u00fcr die Welt. Und mit ihrem Leiden, dem Sterben ihrer Glieder, r\u00fchrt sie nun an den Lebensnerv der unangefochtenen Kirche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn sie r\u00fchmt eine bessere Geborgenheit als die Machtverbindungen in dieser Welt. Sie wei\u00df um verl\u00e4sslichere Sicherheiten als die finanziellen Polster. Ob die unangefochtene Kirche \u00fcberhaupt noch wei\u00df, was es hei\u00dft, im Glauben zu leben, aus dem Wort Gottes zu leben, aus der Bibel? Die leidende Gemeinde lebt davon &#8211; t\u00e4glich: Und dass alle Taten und Aufgaben allein von Jesus Christus und seinem Sieg her nicht vergeblich sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die leidende Gemeinde wei\u00df es, denn Jesu Sieg ist das einzige, das ihr geblieben ist. Nicht sie, die leidenden und geschlagenen Christen, tragen das Wort und halten seine G\u00fcltigkeit fest. Umgekehrt: Das Wort tr\u00e4gt sie. Die verfolgte und bedr\u00e4ngte Gemeinde macht uns zu allen Zeiten den bleibenden Schatz des Wortes Gottes gro\u00df, wie es Nikolaus Selnecker vor 450 Jahren mitten im schrecklichen Psychoterror der Gegenreformation in Rinteln bezeugt hat: Dein Wort ist unseres Herzens Trutz und deiner Kirche wahrer Schutz. Dabei erhalt uns lieber Herr, dass wir nichts anders suchen mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nbc-pfalz.de\">www.nbc-pfalz.de<\/a> (Vortrag aus dem Jahr 2013)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leiden geh\u00f6rt zu dieser Weltzeit, ist Teil der menschlichen Existenz &#8211; auch heute. Jeder kann dies ganz pers\u00f6nlich in einer unheimlichen Tiefe erleben. Jede Generation hat daran Anteil, zu jeder Zeit. Ob es uns passt oder nicht: Gott l\u00e4sst Leid zu. Es mag viele Fragen ausl\u00f6sen, aber ist wahr. Jeder Mensch &#8211; ob Christ, Atheist [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":465,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[21,11,30,25],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18426"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/465"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18426"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18426\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18427,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18426\/revisions\/18427"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18426"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18426"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18426"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}