{"id":18394,"date":"2021-10-29T14:13:20","date_gmt":"2021-10-29T12:13:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=18394"},"modified":"2021-10-29T14:13:20","modified_gmt":"2021-10-29T12:13:20","slug":"herr-wohin-sollen-wir-gehen-biblische-besinnung-ueber-joh-666-69","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=18394","title":{"rendered":"&#8222;Herr, wohin sollen wir gehen?&#8220; Biblische Besinnung \u00fcber Joh 6,66-69"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eVon da an wandten sich viele seiner J\u00fcnger ab und gingen hinfort nicht mehr mit ihm. Da fragte Jesus die Zw\u00f6lf: Wollt ihr auch weggehen? Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.\u201c (Joh 6,66-69)<\/em><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Sie wandten sich ab<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eine unertr\u00e4gliche Rede<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tausende hatten das Wunder der Brot- und Fischvermehrung miterlebt, und nun gab es kein Halten mehr: Seine begeisterten Anh\u00e4nger wollten Jesus zum K\u00f6nig ausrufen. Jeder Populist h\u00e4tte die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und sich auf den Schild heben lassen. Nicht so Jesus! Mit der Lebensbrotrede (Joh 6,22-59), die Jesus am darauffolgenden Tag in Kapernaum hielt, f\u00fchrte Jesus seine J\u00fcnger in die Entscheidung f\u00fcr oder gegen ihn. Von den Tausenden, die ihm zugejubelt hatten, blieben am Ende nur noch wenige \u00fcbrig. Der Gro\u00dfteil entschied sich gegen ihn: \u201eDas ist eine unertr\u00e4gliche Rede; wer kann sie h\u00f6ren?\u201c (Joh 6,60).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was machte diese Rede Jesu so anst\u00f6\u00dfig? Es waren insbesondere drei Leitgedanken: 1.) Die Herkunft Jesu aus dem Himmel, 2.) die Gleichsetzung seiner Person mit dem Brot des Lebens und 3.) die Aufforderung an die J\u00fcnger, sein Fleisch zu essen und sein Blut zu trinken, um ewiges Leben zu erhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Herkunft Jesu aus dem Himmel<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Manna, das Gott seinem Volk in der W\u00fcste vom Himmel geschenkt hatte, deutete Jesus als prophetisches Zeichen, das auf seine himmlische Herkunft wies: \u201eDenn Gottes Brot ist das, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben\u201c (Joh 6,33). Ein ver\u00e4rgertes Raunen ging durch die Menge: \u201eIst dieser nicht Josefs Sohn, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wieso spricht er dann: Ich bin vom Himmel gekommen?\u201c (Joh 6,42). Seine H\u00f6rer wussten sofort, dass himmlische auch g\u00f6ttliche Herkunft meinte. Blasphemie lag in der Luft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jesus ist das Brot des Lebens<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der zweite Stein des Ansto\u00dfes war die wiederholte Selbstbezeichnung Jesu als \u201eBrot des Lebens\u201c (Joh 6,35; 41; 48; 51). Das Manna in der W\u00fcste konnte zwar als Himmelsbrot bezeichnet werden (Joh 6,31), aber die es a\u00dfen, mussten dennoch sterben (Joh 6,58). Das Manna war verg\u00e4ngliche Speise, die den Tod nicht aufhalten konnte. Jesus dagegen ist das von Gott geschenkte unverg\u00e4ngliche Lebensbrot, das die N\u00e4hrstoffe des ewigen Lebens enth\u00e4lt: \u201eWer dies Brot isst, der wird leben in Ewigkeit\u201c (Joh 6,58). In Verbindung mit dem g\u00f6ttlichen \u201eIch bin\u201c (Joh 6,35) war die Rede vom \u201eBrot des Lebens\u201c f\u00fcr die meisten seiner Zuh\u00f6rer eine unertr\u00e4gliche Anma\u00dfung und Selbstvergottung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Fleisch und Blut als Lebensspeise<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Gipfel der Zumutung war jedoch die Ineinssetzung vom Brot des Lebens und dem Fleisch Jesu, das Jesus f\u00fcr das Leben der Welt geben werde (Joh 6,51), verbunden mit der Aufforderung, das Fleisch Jesu zu essen und das Blut Jesu zu trinken: \u201eWer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am J\u00fcngsten Tage auferwecken. Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank\u201c (Joh 6,54-55). Wie konnte Jesus es wagen, solches zu fordern und anzubieten? Die Menge stie\u00df sich <em>erstens<\/em> daran, dass Jesus sich selbst als Mittler und sein Fleisch und Blut als Quelle des ewigen Lebens anbot, was allein Gott zustand. Und sie stie\u00df sich <em>zweitens<\/em> an dem (vermeintlichen) Versto\u00df gegen das mosaische Gesetz, das den Genuss von Blut ausdr\u00fccklich verbot: \u201eKeiner unter euch soll Blut essen\u201c (3 Mose 17,12). In ihrem \u00c4rger \u00fcber die Worte Jesu, \u00fcbersahen seine H\u00f6rer, dass das besagte Thora-Verbot aufs engste mit einer lebensspendenden Verhei\u00dfung Gottes verkn\u00fcpft war: \u201eDenn das Blut ist die Ents\u00fchnung, weil das Leben in ihm ist\u201c (3 Mose 17,11). Jesus ist das wahre Lebensbrot, das aus dem Himmel herabkommt, um durch das Opfer seines Leibes und das Vergie\u00dfen seines Blutes stellvertretende S\u00fchnung f\u00fcr die S\u00fcnden der Welt zu erwirken und so S\u00fcndern ewiges Leben zu schenken. Weil sie nicht glauben konnten, dass Jesus als Opferlamm geschlachtet werden musste, um den Weg ins ewige Leben zu \u00f6ffnen, blieben seine Worte dunkel und absto\u00dfend. Fast alle wandten sich ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Wollt ihr etwa auch gehen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur ein kleiner Kreis blieb zur\u00fcck. Jesus wandte sich jetzt direkt an die zw\u00f6lf Apostel und fragte: \u201eWollt ihr etwa auch weggehen?\u201c Jesus relativierte seine Rede nicht durch nachtr\u00e4gliche Zugest\u00e4ndnisse oder Abschw\u00e4chungen, sondern er stellte seine J\u00fcnger in die Entscheidung: Seid ihr auch nach dieser Rede noch bereit, meine J\u00fcnger zu sein und mir nachzufolgen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwischen damals und heute liegen fast 2000 Jahre Kirchengeschichte. Wir leben unter ganz anderen Voraussetzungen, und doch f\u00e4llt eine Parallele sofort ins Auge: die massenhafte Abwendung von Jesus und seiner Botschaft. Wir stehen in Europa mitten in einem Prozess der Entchristianisierung und S\u00e4kularisierung. Allein im Jahr 2019 waren es \u00fcber 540.000 Menschen, die einer der beiden gro\u00dfen Volkskirchen in Deutschland den R\u00fccken kehrten. Aber selbst viele von denen, die dort verbleiben, halten die Vorstellung, \u201edass ein Mensch gewordenes Gotteswesen durch sein Blut die S\u00fcnden der Menschen s\u00fchnt\u201c mit Rudolf Bultmann f\u00fcr \u201eprimitive Mythologie\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>, auch wenn sie es vielleicht so deutlich nicht sagen w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein afghanischer Freund muslimischen Glaubens fragte mich, ob sich die Wahrheit des Korans und die \u00dcberlegenheit des Islams nicht geradezu aufdr\u00e4nge angesichts sich leerender Kirchen und sich f\u00fcllender Moscheen in Europa. Die BAMF-Studie &#8222;Muslimisches Leben in Deutschland 2020&#8220; scheint ihm Recht zu geben. Die Anzahl der Muslime in Deutschland ist in den Jahren seit 2015 um fast eine Million Menschen auf rd. 5,5 Millionen angestiegen. Die Studie ergab auch, dass diese Zuwanderer aus meist muslimischen L\u00e4ndern viel religi\u00f6ser sind als Einheimische. Ihr Anteil wird mit 82% angegeben.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es k\u00f6nnte noch viel \u00fcber aktuelle Entwicklungen und Trends in Kirche und Gesellschaft gesagt werden, doch eines ist gewiss: Die Anzahl derer, die sich um die \u201eunertr\u00e4glichen Worte\u201c Jesu schart, schrumpft \u2013 zumindest in unseren Breitengraden. Wir werden weniger und Jesus stellt auch uns die Frage und damit in die Entscheidung: Wollt ihr etwa auch weggehen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Zu wem sollten wir gehen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die einzigartige Vollmacht Jesu<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDa antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen?\u201c W\u00f6rtlich \u00fcbersetzt hei\u00dft es eigentlich: \u201eHerr, zu wem sollten wir gehen?\u201c W\u00e4hrend die Pharis\u00e4er den Menschen unertr\u00e4gliche Lasten auflegten, die sie selbst nicht tragen wollten (Mt 23,4), rief Jesus die M\u00fchseligen und Beladenen zu sich, um sie zu erquicken (Mt 11,28). W\u00e4hrend die Sadduz\u00e4er eine diesseitsorientierte Lehre ohne Auferstehungshoffnung vertraten (Lk 20,27), fanden die J\u00fcnger bei Jesus eine begr\u00fcndete Hoffnung auf die Auferstehung von den Toten und das ewige Leben in Gottes Gegenwart (Joh 6,39). Anders als die Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten lehrte Jesus \u201emit Vollmacht\u201c (Mt 7,29). Als die Knechte der Hohenpriester Jesus verhaften sollten, kehrten sie unverrichteter Dinge zu ihren Auftraggebern zur\u00fcck und bezeugten: \u201eNoch nie hat ein Mensch so geredet wie dieser\u201c (Joh 7,46). Es war die g\u00f6ttliche Vollmacht und Autorit\u00e4t Jesu, die es den J\u00fcngern unm\u00f6glich machte, sich ebenfalls abzuwenden und anderen Lehrern zu folgen. Doch es gab noch einen weiteren und wichtigeren Grund.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das gn\u00e4dige Ziehen des Vaters<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gro\u00dfe Scheidung auf Grund der Lebensbrotrede war f\u00fcr Jesus keine \u00dcberraschung: \u201eAber es gibt einige unter euch, die glauben nicht. Denn Jesus wusste von Anfang an, wer die waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten w\u00fcrde\u201c (Joh 6,64). In gleicher Weise wusste Jesus, dass einige bleiben w\u00fcrden: \u201eDarum habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn vom Vater gegeben\u201c (Joh 6,65; vgl. 6,37; 44). Was hielt die J\u00fcnger bei Jesus und was hielt sie davon ab, sich von ihm abzuwenden? Der himmlische Vater hatte sie gezogen! Gottes Gnade lie\u00df sie bleiben und Gottes Geist lie\u00df Petrus bekennen: \u201eDu hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.\u201c Zu Jesus kommen und bei Jesus bleiben beruht nicht auf der eigenen und freien Entscheidung, sie ist eben nicht Menschen-, sondern Gotteswerk.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Tausend W\u00fcsten stumm und kalt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus fragt auch Sie und mich: Wollt ihr etwa auch weggehen? Wie die J\u00fcnger damals, so m\u00fcssen auch wir die Alternativen kennen und pr\u00fcfen. Da wird uns von manchen beispielsweise ein historisch-kritisch umgeformter Jesus angeboten, dessen Kreuzestod keine s\u00fchnende Wirkung hat, der nicht tats\u00e4chlich von den Toten auferstanden ist und der nicht mit Macht und Herrlichkeit wiederkommen wird. Doch dieses Angebot kann einfach nicht \u00fcberzeugen. Jesus als sanfter Wanderprediger, dessen g\u00f6ttlicher Anspruch auf eine nachtr\u00e4gliche Gemeinderedaktion zur\u00fcckgeht? Niemals! Oder sollte ich doch dem Hinweis meines afghanischen Freundes nachgehen? Wenn ich das Leben und die Lehren des Propheten Mohammed mit dem Leben und den Lehren Jesu vergleiche, komme ich zu keinem anderen Urteil als schon Blaise Pascal (1623-1662), der gesagt hat: \u201eJesus lie\u00df sich ermorden; Mohammed lie\u00df morden.\u201c W\u00e4hrend der Leichnam Mohammeds im Prophetengrab in Medina verwest ist, ist das Grab Jesu in Jerusalem leer, denn \u201ediesen Jesus hat Gott auferweckt; dessen sind wir alle Zeugen\u201c (Apg 2,32). Wohin wir uns auch wenden: Wenn wir uns von Christus abwenden, dann bleiben uns wie Friedrich Nietzsche nur \u201etausend W\u00fcsten stumm und kalt\u201c, wir w\u00e4ren zu ewiger \u201eWinterwanderschaft verflucht\u201c.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4. Worte des ewigen Lebens<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor 25 Jahren studierte ich in London. Ich lebte ein Leben ohne Gott. Zwar hatte ich eine dunkle Ahnung, dass es einen Gott geben m\u00fcsse, wer aber dieser Gott ist, das wusste ich nicht. Ich war getauft und konfirmiert, aber glauben konnte ich nicht. Die Bibel \u2013 ein unbekanntes Buch. Ich geriet in eine schwere Lebenskrise. In meiner Not begann ich, das Johannesevangelium zu lesen. Ich las Kapitel f\u00fcr Kapitel und zweifelte: Ich konnte mir einfach nicht vorstellen und glauben, dass ein Mensch Brot und Fische vermehrt (Joh 6,1-15) oder auf dem Wasser geht (Joh 6,16-21). Ich \u00fcberlegte, wie Jesus und seine J\u00fcnger vielleicht getrickst oder die Autoren vielleicht betrogen hatten. Doch trotz aller Zweifel konnte ich mich der \u00dcberzeugungskraft der Worte Jesu nicht entziehen. Ich las weiter. Schlie\u00dflich stie\u00df ich bei n\u00e4chtlicher Lekt\u00fcre auf das Verhei\u00dfungswort Jesu in Johannes 14: \u201eUnd ich will den Vater bitten, und er wird euch einen andern Tr\u00f6ster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein\u201c (Joh 14,16-17). Von diesem Moment an konnte ich glauben. Die Worte Jesu hatten mein Herz durchbohrt und meine blinden Augen ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich wusste pl\u00f6tzlich, dass ich mit meinen S\u00fcnden vor Gott nicht bestehen konnte. \u00dcber meinem Leben stand ein Todesurteil, das ich selbst nicht aufheben konnte. Ich war in Richtung H\u00f6lle unterwegs. Ich w\u00fcrde im Weltgericht nicht bestehen k\u00f6nnen. Ich verstand, dass Jesus f\u00fcr mich sterben musste, um meine S\u00fcnden zu s\u00fchnen und meine Schuld zu vergeben. Als ich den Heiligen Geist empfangen hatte, konnte ich den f\u00fcr den nat\u00fcrlichen Menschen dunklen und unertr\u00e4glichen Worten Jesu Glauben schenken: \u201eWer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am J\u00fcngsten Tage auferwecken\u201c (Joh 6,54). Ich durfte erkennen, dass das ewige Leben ein Leben unter Gottes Herrschaft und in seiner Gegenwart meint, das schon jetzt beginnt f\u00fcr den, der an Jesus Christus glaubt, und das bei der Wiederkunft Jesus Christi vollumf\u00e4nglich offenbar wird. Ich begriff, dass ich durch Jesus Christus und das herzliche Vertrauen in seine Worte Anteil am ewigen Leben erhielt: \u201eWer mein Wort h\u00f6rt und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen\u201c (Joh 5,24).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00fcrde Jesus mich heute fragen, ob ich ebenfalls gehen wolle, dann d\u00fcrfte und wollte ich von ganzem Herzen in die Worte des Apostels Petrus einstimmen: \u201eHerr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.\u201c Ich bleibe!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Johann Hesse, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Gemeindehilfsbundes<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: Confessio Augustana (CA), II\/2021<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Gesch\u00e4ftsstelle des Gemeindehilfsbundes<\/em><br \/>\n<em>M\u00fchlenstr. 42<\/em><br \/>\n<em>29664 Walsrode<\/em><br \/>\n<em>Tel.: 05161\/911330<\/em><br \/>\n<em>info@gemeindehilfsbund.de<\/em><br \/>\n<em>www.gemeindehilfsbund.de<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> H.-G. P\u00f6hlmann, Abriss der Dogmatik, 5. Auflage, G\u00fctersloher Verlagshaus Gerd Mohn, G\u00fctersloh 1973, S. 241.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.bamf.de\/SharedDocs\/Meldungen\/DE\/2021\/210428-am-interview-forschungsbericht-mld2020.html\">https:\/\/www.bamf.de\/SharedDocs\/Meldungen\/DE\/2021\/210428-am-interview-forschungsbericht-mld2020.html<\/a> (abgerufen am 28.5.2021).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Prof. Dr. phil. Edith D\u00fcsing, Die geistliche Trag\u00f6die Friedrich Nietzsches (Teil 1), Diakrisis, Dez. 2000, S. 228.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eVon da an wandten sich viele seiner J\u00fcnger ab und gingen hinfort nicht mehr mit ihm. Da fragte Jesus die Zw\u00f6lf: Wollt ihr auch weggehen? Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? 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