{"id":18151,"date":"2021-06-22T11:54:51","date_gmt":"2021-06-22T09:54:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=18151"},"modified":"2021-06-22T12:39:43","modified_gmt":"2021-06-22T10:39:43","slug":"stellungnahme-zur-abstimmung-im-eu-parlament-am-23-juni-2021-in-der-ein-menschenrecht-auf-abtreibung-gefordert-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=18151","title":{"rendered":"Stellungnahme zur Abstimmung im EU-Parlament am 23. Juni 2021, in der ein \u201eMenschenrecht auf Abtreibung\u201c gefordert wird"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\u201eQuasi unbemerkt wird am 23. Juni im Europ\u00e4ischen Parlament \u00fcber einen Gesetzentwurf, den sogenannten Matic-Bericht, abgestimmt, der unter dem Vorwand von Antidiskriminierung und reproduktiver Gesundheit einen ethischen Dammbruch hinsichtlich der Gesundheit von Frauen und dem Schutz der Schw\u00e4chsten in unserer Gesellschaft anstrebt. Wenn der Matic-Bericht durchgeht, dann gibt es k\u00fcnftig ein \u201aMenschenrecht auf Abtreibung\u2019\u201c, stellt Christiane Lambrecht, Landesvorsitzende der Christdemokraten f\u00fcr das Leben in Bayern, fest. Die CDL fordert die Abgeordneten des Europ\u00e4ischen Parlaments, Politiker und Menschenrechtsaktivisten auf, sich daf\u00fcr einzusetzen, dass der Matic-Bericht abgelehnt wird. \u201eFrauen- und Menschenrechte d\u00fcrfen nicht auf dem Altar von irref\u00fchrenden Frames wie \u201ereproduktive Gesundheit oder Menschenrecht auf Abtreibung\u201c gef\u00e4hrdet werden!\u201c<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hinter diesem in sich widerspr\u00fcchlichem Begriff des \u201aRechts auf Abtreibung\u2018 steht tats\u00e4chlich, dass jede Frau ohne Beratung und damit ohne Schutz, ohne Unterst\u00fctzung, ohne Angebote auf Hilfe direkt ihr ungeborenes Kind abtreiben lassen kann. Ebenfalls kann man dann k\u00fcnftig die Abtreibungspille ohne Beratung oder Rezept erhalten und die Frau kann alleine zu Hause mit allen Risiken und Nebenwirkungen abtreiben. Die Wahrheit ist aber, dass jede Abtreibung ein erhebliches gesundheitliches Risiko f\u00fcr die Frauen ist. \u201eSp\u00e4tere Unfruchtbarkeit und das Risiko einer lebenslangen psychischen Belastung sind Nebenwirkungen, die fairerweise genannt werden m\u00fcssen. Abtreibung ist immer ein gewaltvoller Eingriff, kein Beitrag zur Gesundheit und daher keine Gesundheitsleitung\u201c, betont Lambrecht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Auswirkungen des Matic-Berichts w\u00e4ren gravierend: sie gef\u00e4hrden die Gesundheit von Frauen, bestreiten das Lebensrecht des Kindes und widersprechen der Menschenw\u00fcrde sowie der Gewissens- und Meinungsfreiheit von \u00c4rzten und medizinischem Personal sowie lebensorientierter Beratungseinrichtungen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. Gem\u00e4\u00df der Kinderrechtskonvention sind Kinder sowohl vor als auch nach der Geburt gesch\u00fctzt, auch jede menschliche Eizelle vom Stadium ihrer Befruchtung an ist ein sch\u00fctzenwerter menschlicher Embryo. Der Matic-Bericht w\u00fcrde diesen Schutz aush\u00f6hlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Zudem w\u00fcrde dann die gesamte Bandbreite reproduktionsmedizinischer M\u00f6glichkeiten von In-vitro-Fertilisationen, Ei- und Samenzellspende bis zur Leihmutterschaft eine Generalerlaubnis erhalten. \u00dcberz\u00e4hlig im Labor hergestellte Embryonen k\u00f6nnten dann in noch gr\u00f6\u00dferer Anzahl selektiert und abget\u00f6tet werden \u2013 ohne Reglementierungen. Frauen \u2013 insbesondere aus sozial \u00e4rmeren Milieus \u2013 w\u00fcrden als Leihm\u00fctter k\u00f6rperlich wie auch seelisch durch die lukrativen Reproduktionskliniken noch st\u00e4rker dem Risiko einer Ausbeutung schutzlos ausgeliefert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3. \u00c4rzte, Hebammen oder medizinisches Personal, die sich aus Gewissensgr\u00fcnden einer Abtreibung verweigern, w\u00fcrden suspendiert bzw. strafrechtlich verfolgt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4. Staatliche und private Beratungsstellen f\u00fcr Schwangere w\u00e4ren verboten, wenn sie der werdenden Mutter Angebote und Unterst\u00fctzungen aufzeigen wollen, damit diese ihr Kind nicht abtreiben l\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5. Die von Matic hier angepriesene Gleichstellung bzw. ein positiver Beitrag zum Feminismus l\u00e4sst im Gegenteil Frauen im Schwangerschaftskonflikt v\u00f6llig hilflos dastehen. Gleichstellung bedeutet, dass alle die gleichen Rechte und M\u00f6glichkeiten haben. Aber gerade Frauen aus prek\u00e4ren sozialen Verh\u00e4ltnissen, in denen Gleichstellung schwierig ist, w\u00fcrden nun benachteiligt. Denn solange Abtreibungen in den EU-L\u00e4ndern gesetzlichen Beratungspflichten oder Bedenkzeit unterliegen, k\u00f6nnen Frauen (die alleine durch die hormonelle Ausnahmesituation einer Schwangerschaft belastet sind) dort objektiven Rat erhalten, um aus freien St\u00fccken die schwerwiegende Entscheidung einer Abtreibung zu w\u00e4hlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eFalls der Matic-Bericht durchkommt, h\u00e4tten schwangere Frauen dann keine Argumente mehr gegen den Druck aus ihrem Umfeld. Die vielen guten staatlichen und privaten Beratungsstellen f\u00fcr Frauen im Schwangerschaftskonflikt k\u00f6nnten dann nicht mehr verschiedene Hilfen, Gelder, Unterst\u00fctzungen und objektive Beratungen anbieten, sie w\u00fcrden verboten werden m\u00fcssen. Das Resultat w\u00e4re, dass die Frauen v\u00f6llig alleine gelassen sind. Viele Frauen wissen zu wenig \u00fcber den Ablauf und die m\u00f6glichen Folgen einer Abtreibung. Ebenfalls w\u00fcrden Mutmacher oder Beraterinnen f\u00fcr die schwangeren Frauen verboten. Dies w\u00e4re fatal f\u00fcr die Gesundheit von Frauen und das Lebensrecht der ungeborenen Menschen. Es gibt unz\u00e4hlig viele Statements von Frauen, die sich nach der Geburt des Kindes \u00fcbergl\u00fccklich bedanken, dass man ihnen half, ihr Kind trotz aller Probleme zu bekommen, statt es unwiederbringlich zu t\u00f6ten\u201c, berichtet das CDL-Bundesvorstandsmitglied aus ihrer langj\u00e4hrigen Erfahrung in der Familienpolitik.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Abtreibung als mehrdimensionale Katastrophe \u2013 wollen wir noch mehr Abtreibungen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alleine in Deutschland werden pro Werktag mindestens 400 Kinder abgetrieben. \u201eDas sind mehr als in unsere Grundschule in Murnau gehen. Da aber die Abtreibungen durch die sogenannte \u201aPille danach\u2018 zunehmen und diese nicht in der Statistik erfasst werden, sind es vermutlich doppelt so viele Abtreibungen pro Tag\u201c, gibt Lambrecht zu bedenken. Dadurch wurde die Abtreibung ins Private verlegt. Die Frauen werden allein gelassen, es ist ein schmerzhafter Vorgang mit Wehen und Kr\u00e4mpfen und viel Blut, der psychisch und physisch enorm belastend ist. Die \u201aPille danach\u2018 ist zu einem Milliardengesch\u00e4ft f\u00fcr die Pharmaindustrie geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Familienpolitik in Deutschland, aber auch in der EU, hat es vers\u00e4umt, echte und ausreichend hohe frauen- und kinderfreundliche Rahmenbedingungen zu setzen. Was wir aktuell an Familienpolitik und finanzieller Entlastung der Familien haben, ist viel zu wenig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Appell an Politik in Deutschland und Abgeordnete im Europaparlament<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eAngesichts solcher Steilvorlagen drohender Unmenschlichkeit erwarten wir als EU B\u00fcrger, dass gerade die konservativen und christlichen Parteien sich \u00f6ffentlich gegen den Matic-Bericht aussprechen. Zudem brauchen wir echte Zeichen einer familienfreundlichen Politik und nicht l\u00e4nger eine Politik der kleinen Geldh\u00e4ppchen. Die Politik muss sich den l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lligen Ruck geben und gerechte Entlastungen f\u00fcr Eltern bei Steuern und Abgaben umsetzen, wie sie \u00fcbrigens seit Jahrzehnten vom Bundesverfassungsgericht gefordert werden! Deutschland k\u00f6nnte hier dem Beispiel Frankreichs folgen, das unkompliziert durch ein Familiensplitting Eltern pro Kind finanziell deutlich entlastet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die CDL fordert die Abgeordneten des Europ\u00e4ischen Parlaments auf, gegen den Matic-Bericht zu stimmen und dadurch die Kinderrechtskonvention und die Menschenrechte f\u00fcr Alle zu bewahren.\u201c, appelliert Lambrecht.<\/p>\n<p><em>Christiane Lambrecht, Landesvorsitzende der CDL Bayern<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.cdl-online.de\">www.cdl-online.de<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eQuasi unbemerkt wird am 23. 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