{"id":17935,"date":"2021-03-18T13:12:30","date_gmt":"2021-03-18T12:12:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=17935"},"modified":"2021-03-18T13:13:09","modified_gmt":"2021-03-18T12:13:09","slug":"die-scharia-ist-laengst-in-europa-angekommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=17935","title":{"rendered":"\u201eDie Scharia ist l\u00e4ngst in Europa angekommen\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die Ex-Muslimin Sabatina James floh als junge Frau vor Gewalt durch ihre Familie, vor Zwangsheirat und Todesdrohungen. Heute muss sie im Verborgenen leben und setzt sich aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen f\u00fcr misshandelte muslimische Frauen und verfolgte Christen ein. Beatrice Gall, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von Zukunft CH, im Gespr\u00e4ch mit der bekannten Menschenrechtlerin.<\/em> <!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zukunft CH: Welche Themen besch\u00e4ftigen Sie, wenn Sie an Ihre Heimat Pakistan denken? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">James: Die Verfolgung von Christen, vor allem die Diskriminierung von Frauen und M\u00e4dchen, nimmt schlimmste Formen an. Christliche M\u00e4dchen werden entf\u00fchrt, zum Islam zwangskonvertiert und mit Islamisten zwangsverheiratet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zukunft CH: K\u00f6nnen Sie beispielhafte F\u00e4lle nennen? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">James: Das M\u00e4dchen Meera* wurde zum Islam zwangskonvertiert und zwangsverheiratet. Wir halfen ihr bei der Flucht aus Pakistan in ein anderes Land und halfen ihr, dort ein neues Leben aufzubauen. Saima* wurde von einem hohen Geb\u00e4ude hinuntergeworfen, weil sie nicht zum Islam konvertieren wollte. Unsere Mitarbeiter brachten sie in letzter Minute mit schweren Verletzungen in Sicherheit und halfen ihr bei der Flucht vor ihrem Verfolger. Der Katholik Bashir* wurde versklavt und vom islamistischen Mob ermordet. Die Witwe und seine zwei Kinder kamen durch unsere Hilfe von der Sklaverei frei. Sa!ye* wurde in Deutschland zwangsverheiratet und von ihrem Ehemann misshandelt. Wir schenkten ihr Schutz an einem sicheren Ort. Ein ganz \u00e4hnliches Schicksal erlebt Aynur* in der Schweiz. Unser Verein begleitet sie auf ihrem Weg aus der Gewalt in die Freiheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zukunft CH: Warum haben Sie Ihren Verein \u201eSabatina\u201c in Europa gegr\u00fcndet und was sind die Aufgaben des Vereins? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">James: Die Scharia ist l\u00e4ngst auch in Europa angekommen. Durch Paralleljustiz und sogenannte islamische \u201eFriedensrichter\u201c werden unsere demokratische Ordnung und der Rechtsstaat unterwandert. Es gibt Zwangsehen und Ehrenmorde in Pakistan, aber auch hier. Den Opfern muss geholfen werden, und Europas demokratische Rechtsordnung muss verteidigt werden. Das ist f\u00fcr mich eine aus dem Glauben an Jesus resultierende Pflicht. Der Verein hilft Menschen, die \u201eim Namen der Ehre\u201c in Not und Bedr\u00e4ngnis kommen und Hilfe suchen. Wir begleiten und unterst\u00fctzen sie auf dem Weg in ein eigenst\u00e4ndiges Leben in Freiheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zukunft CH: Forderungen muslimischer Gemeinschaften hinsichtlich einer \u00f6ffentlich-rechtlichen Anerkennung werden ja immer lauter \u2026 <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">James: Solange die islamische Staatengemeinschaft (OIC) ihre Erkl\u00e4rung \u00fcber Menschenrechte im Islam (EMRI) nicht zur\u00fccknimmt, besteht f\u00fcr eine Gleichstellung islamischer Gemeinschaften mit Kirchen keine Grundlage. Denn nach EMRI Artikel 6 sind Frauen rechtlich nicht gleichgestellt, und nach EMRI Artikel 1, 9 und 10 d\u00fcrfen Nichtmuslime rechtlich nicht gleichgestellt werden. Das Ziel der islamischen Welt ist ganz eindeutig, dass den Juden und Christen, Hindus und Buddhisten, Atheisten und allen anderen Nichtmuslimen die rechtliche Gleichstellung und damit das vollwertige Menschsein ausdr\u00fccklich abgesprochen werden soll. Dieser Grundsatz soll gem\u00e4ss Pr\u00e4ambel der EMRI global durchgesetzt werden. Das ist nicht akzeptabel! Es ist auch nicht bekannt, dass innerhalb der islamischen Welt irgendeine Organisation die OIC oder die EMRI f\u00fcr derartige Ziele verurteilen w\u00fcrde. Das w\u00e4re sicher gleichbedeutend mit einem Ausschluss aus der islamischen Weltgemeinschaft. Aber in der demokratischen Gesellschaft kann es eben keine Anerkennung f\u00fcr solche Ansichten geben, das w\u00e4re fatal.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zukunft CH: \u00dcber f\u00fcnf Jahre ist es nun her, dass die grosse Migrationswelle, v.a. aus islamischen Staaten, nach Europa einsetzte. Das Ergebnis? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">James: Wir sehen einen Anstieg der islamistisch-terroristischen Anschl\u00e4ge, der gewaltsamen islamistischen \u00dcbergriffe auf Frauen sowie auf Nichtmuslime. Aus islamistischer Sicht geh\u00f6ren dazu Juden, Christen, Atheisten oder einfach Ungl\u00e4ubige in einem ungl\u00e4ubigen Land. Die Verhinderung islamistischer Gewalt haben wir nicht geschafft und auch nicht das Zur\u00fcckschicken der undemokratischen Islamisten. Zun\u00e4chst hat man einfach unbesehen alle einmal hereingelassen, um dann festzustellen, dass das Wieder-Loswerden nicht klappt und nicht konsequent betrieben wird. Dies halte ich f\u00fcr eine doppelte Fahrl\u00e4ssigkeit, die auf dem R\u00fccken der Opfer ausgetragen wird. Die Opfer werden damit doppelt im Stich gelassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zukunft CH: Was w\u00e4re ein Ausweg f\u00fcr Europa? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">James: Statt immer mehr \u00dcberwachung im Inland k\u00f6nnten wir meiner Meinung nach die Grenzen mehr \u00fcberwachen. Was bei der Fl\u00fcchtlingskrise nicht ging, geht ja bei der Corona-Pandemie pl\u00f6tzlich doch. Auch sollten wir aus der islamischen Welt nur diejenigen aufnehmen, die als nichtislamische Minderheit verfolgt werden. Denn diese Menschen m\u00fcssten in einem anderen islamischen Land wieder mit Benachteiligung rechnen. Nicht diskriminierte Muslime, die aus irgendeinem anderen Grund auswandern wollen, k\u00f6nnten statt nach Europa genauso gut in ein anderes islamisches Land gehen. Nur diejenigen sollten also Asyl erhalten, die in ihrer Heimat Probleme bekommen haben, weil sie gegen die Scharia als islamisches Recht eingetreten sind und diese ganz ablehnen. Neutralit\u00e4t oder eine nur teilweise Ablehnung der Scharia gen\u00fcgen da nicht. Ein Immigrant, der die Scharia nicht in allen undemokratischen Aspekten ablehnt, sollte nicht hierbleiben k\u00f6nnen, denn er hat seine Wahl gegen die demokratische Gesellschaft getroffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zukunft CH: Was gibt Ihnen Perspektive? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">James: Das staatliche Handeln gibt bisher leider kaum eine Perspektive zum Besseren, egal ob es an Einsicht oder Absicht fehlt. Derzeit bleibt uns nur die Eigeninitiative, deshalb sind wir und andere aktiv. Und nat\u00fcrlich das Gebet! Beten wir f\u00fcr ein grundlegendes Umdenken bei den politisch Verantwortlichen und daf\u00fcr, dass sich Verantwortungstr\u00e4ger (z.B. auch Schul- und Kirchgemeinden, Polizei und \u00f6ffentliche Gesellschaften) umfassend informieren. Dazu bietet \u00fcbrigens der Verein Sabatina verschiedene Seminare und Vortr\u00e4ge an. Als Christin setze ich meine Hoffnung aber nicht auf ein politisches System, sondern auf Gott. Kein Mensch dieser Welt hat hier eine bleibende St\u00e4tte. Ich handle und ertrage alles Schwere im Hinblick auf das ewige Leben. Daher kommt meine Hoffnung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">*Namen wurden anonymisiert<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Sabatina James wurde als Enkelin eines Imams 1982 in Pakistan geboren. Mit zehn Jahren kam sie mit ihren Eltern und Geschwistern nach \u00d6sterreich. Aufgrund ihrer Integration in die westliche Gesellschaft erlebte sie durch ihre Familie psychische und physische Gewalt und fl\u00fcchtete mehrmals in Jugendst\u00e4tten. Als sie minderj\u00e4hrig mit ihrem Cousin aus Pakistan verheiratet werden sollte, floh sie und konvertierte trotz Todesdrohungen zum christlichen Glauben. Heute muss sie im Verborgenen leben. Mit ihrem in Deutschland und der Schweiz gegr\u00fcndeten Verein \u201eSabatina\u201c (<\/em><em>www.sabatina-ev.org<\/em> <em>und www.sabatina-schweiz.ch) setzt sie sich f\u00fcr misshandelte muslimische M\u00e4dchen und Frauen ein. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Zukunft CH hat passend zum Thema das Infodossier \u201eWas ist die Scharia?\u201c herausgegeben. Download unter: <a href=\"http:\/\/www.zukunft-ch.ch\">www.zukunft-ch.ch<\/a> <\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ex-Muslimin Sabatina James floh als junge Frau vor Gewalt durch ihre Familie, vor Zwangsheirat und Todesdrohungen. Heute muss sie im Verborgenen leben und setzt sich aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen f\u00fcr misshandelte muslimische Frauen und verfolgte Christen ein. 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