{"id":17660,"date":"2020-11-20T14:14:59","date_gmt":"2020-11-20T13:14:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=17660"},"modified":"2020-11-20T14:14:59","modified_gmt":"2020-11-20T13:14:59","slug":"was-sagt-gottes-wort-ueber-den-tod","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=17660","title":{"rendered":"Was sagt Gottes Wort \u00fcber den Tod?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Im November werden wir am Ende des Kirchenjahres besonders mit dem Thema Tod und Ewigkeit konfrontiert. Am Ewigkeitssonntag gedenken wir derer, die aus unserer Mitte abgerufen wurden, und richten uns auf das Ziel der Ewigkeit aus. Was sagt Gottes Wort eigentlich \u00fcber den Tod?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Nicht Teil der sehr guten Sch\u00f6pfung Gottes, sondern Folge der S\u00fcnde<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wie durch einen Menschen die S\u00fcnde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die S\u00fcnde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle ges\u00fcndigt haben. (R\u00f6mer 5,12)<\/em><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Tod geh\u00f6rte urspr\u00fcnglich nicht zu Gottes sehr guter Sch\u00f6pfung (1. Mose 1, 31). Adam und Eva wurden von Gott in eine Welt gestellt, in der es noch keinen Tod gab. Der Tod ist erst infolge des S\u00fcndenfalls der ersten Menschen in die Welt gekommen (1. Mose 2,17). Gott ist die \u201eQuelle des Lebens\u201c (Psalm 36,10). Da der Mensch sich durch die S\u00fcnde von Gott trennt, trennt er sich damit von der Quelle des Lebens, was logischerweise Tod bedeutet. Mit dem Tod kam alles, was mit ihm verbunden ist: Krankheit, Hinf\u00e4lligkeit, Schmerz und Trauer. Der Tod wird ausdr\u00fccklich als \u201eFeind\u201c bezeichnet (1. Korinther 15,26). Selbst Jesus ergrimmte und weinte vor der Schrecklichkeit des Todes am Grab seines guten Freundes Lazarus (Johannes 11,33-38).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dreifache Bedeutung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Denn der S\u00fcnde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn. (R\u00f6mer 6,23)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem S\u00fcndenfall ist der Tod in dreifacher Form zu uns Menschen gekommen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. Der geistliche Tod. Durch die S\u00fcnde hat der Mensch keine Beziehung zu Gott und ist deshalb in den Augen Gottes tot, auch wenn wir k\u00f6rperlich quicklebendig sind. In diese Trennung und diesen Tod sind wir als Folge des S\u00fcndenfalls alle hineingeboren (Epheser 2,1-3; 2,3, Kolosser 2,13; Psalm 51,7). Allein durch den Glauben an Jesus Christus, der durch seinen Tod am Kreuz f\u00fcr unsere S\u00fcnde bezahlt hat, kann unsere Trennung von Gott und damit unser geistlicher Tod aufgehoben werden (Johannes 3,16+36; 6,47; Epheser 2,4+5).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Der k\u00f6rperliche Tod, dem unser irdisches Leben als Folge der S\u00fcnde unterworfen ist. Auch wenn wir durch den Glauben an Jesus mit Gott vers\u00f6hnt sind, sind wir noch Teil der seit dem S\u00fcndenfall vom Tod gezeichneten Welt und m\u00fcssen noch das k\u00f6rperliche Sterben erleiden. Dies ist aber f\u00fcr den gl\u00e4ubigen Christen aufgrund der Errettung durch Jesus der Durchgang zur ewigen Herrlichkeit (2. Korinther 4,16+5,1).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3. Die ewige Verlorenheit in der H\u00f6lle. Bleiben wir aufgrund unseres Unglaubens gegen\u00fcber Jesus w\u00e4hrend unseres irdischen Daseins in der Trennung von Gott und sterben in dieser Trennung, dann ist es logisch, dass wir auch nach unserem Sterben in dieser Trennung bleiben werden. Abgeschnitten von der Liebe und dem Frieden Gottes erlebt der verlorene Mensch dann bei vollem Bewusstsein seine Verlorenheit. Diese ewige Trennung von Gott bedeutet v\u00f6llige Unerreichbarkeit seiner Liebe und seines Friedens und damit schwerste Qual (Matth\u00e4us 10,28; 13,42+50; Lukas 13,28; 16,24; Offenbarung 21,8).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gott ruft uns zu seiner Zeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn. (R\u00f6mer 14,8)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser irdisches Leben und unser K\u00f6rper sind eine Gabe Gottes, die er uns anvertraut hat. Darum sollen wir unser Leben und das Leben anderer f\u00f6rdern, sch\u00fctzen und erhalten und dazu das tun und gebrauchen, was der Erhaltung von Leben und Gesundheit dient: Essen, Trinken, K\u00f6rper- und Gesundheitspflege, medizinische und \u00e4rztliche Hilfe sowie das Gebet f\u00fcr Gesundheit und Bewahrung des Lebens (1. K\u00f6nige 19,5; Lukas 10,33-35; 2. Korinther 1,8-11).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zugleich sollen wir das vermeiden, was unser Leben und das Leben anderer sch\u00e4digt oder beendet (2. Mose 20,13). Der Christ lebt in dem Wissen, dass das menschliche Leben nicht uns, sondern Gott geh\u00f6rt. Darum d\u00fcrfen wir es nicht zerst\u00f6ren und haben kein Recht, es selbst zu beenden. Wir vertrauen darauf, dass Gott uns zu seiner Zeit abruft (Psalm 90,3; 1. Samuel 2,6) und wollen dann auch bereit sein, loszulassen, ohne uns \u00fcber\u00e4ngstlich ans irdische Dasein zu klammern, da wir im Glauben das ewige Leben gewinnen (Philipper 1,21). Letztlich k\u00f6nnen wir durch \u00e4ngstliches Sorgen unser Leben ohnehin nicht verl\u00e4ngern, wenn Gott uns ruft (Matth\u00e4us 6,27).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was geschieht, wenn wir sterben?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDenn der Staub muss wieder zur Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat.\u201c (Prediger 12, 7)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Sterben trennen sich Geist (Seele) und K\u00f6rper (Lukas 12,20; Apostelgeschichte 5,5+10; 12,23 w\u00f6rtliche \u00dcbersetzungen). W\u00e4hrend der K\u00f6rper zun\u00e4chst der Verwesung anheimf\u00e4llt, geht der menschliche Geist in die Ewigkeit. Anhand der Lehr-Geschichte \u201eVom reichen Mann und armen Lazarus\u201c sagt Jesus klar, dass es direkt nach dem Sterben in der Ewigkeit zwei Bereiche gibt, n\u00e4mlich den Ort ewiger Verlorenheit in der totalen Trennung von Gott und den Ort ewiger Herrlichkeit bei Gott: \u201eEs begab sich aber, dass der Arme starb, und er wurde von den Engeln getragen in Abrahams Scho\u00df. Der Reiche aber starb auch und wurde begraben. Als er nun in der H\u00f6lle war, hob er seine Augen auf in seiner Qual\u2026\u201c (Lukas 16,22+23). Unser Geist (Seele) geht nach dem Sterben entweder in die ewige Herrlichkeit oder in die ewige Verlorenheit. Beide Bereiche sind so abgrundtief voneinander getrennt, \u201e\u2026dass niemand, der von hier zu euch hin\u00fcberwill, dorthin kommen kann und auch niemand von dort zu uns her\u00fcber.\u201c (Lukas 16,26), womit eine Bekehrungsm\u00f6glichkeit nach dem Sterben ausgeschlossen ist (Hebr\u00e4er 9,27). Die Entscheidung \u00fcber Himmel oder H\u00f6lle f\u00e4llen wir w\u00e4hrend unseres irdischen Daseins selbst durch unsern Glauben oder Unglauben, weshalb die Bibel uns auffordert, unser Leben als Gnadenzeit zu nutzen und uns Jesus als unseren Retter und Herrn anzuvertrauen (Hebr\u00e4er 3,7+8).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus nennt das Paradies \u201eAbrahams Scho\u00df\u201c, weil Abraham das Paradebeispiel echten Glaubens und das Paradies die ewige Heimat der Gl\u00e4ubigen ist. Menschen, die durch Jesus als ihren Herrn und Retter mit Gott vers\u00f6hnt sind, d\u00fcrfen gewiss sein, dass ihr Geist in der Stunde des Sterbens sofort in die Herrlichkeit bei Jesus eingeht, ins Paradies, ins unsichtbare, himmlische Jerusalem, wo auch die Geister derer sind, die uns im Glauben voran gegangen sind (Lukas 23,43; Philipper 1,23). So konnte Stephanus im Angesicht des Todes voller Zuversicht beten: \u201eHerr Jesus, nimm meinen Geist auf!\u201c (Apostelgeschichte 7,59). Gl\u00e4ubige d\u00fcrfen jetzt schon gewiss sein: \u201eIhr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu den vielen tausend Engeln\u2026 und zu den Geistern der vollendeten Gerechten\u2026\u201c (Hebr\u00e4er 12,22+23).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Auferstehung des Leibes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eGott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft.\u201c (1. Korinther 6,14)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott m\u00f6chte, dass nicht allein unser Geist das ewige Heil erlebt. Weil er uns Menschen mit K\u00f6rpern geschaffen hat, m\u00f6chte er, dass wir das ewige Heil auch an und in unseren K\u00f6rpern erleben. Darum sagt Gottes Wort \u00fcber die Zukunft klar: Wenn Jesus sichtbar wiederkommt, werden alle Menschen leibhaftig, also k\u00f6rperlich auferstehen, d.h. unser Geist bekommt dann durch Gottes Allmacht seinen K\u00f6rper wieder (Johannes 5, 28+29; Apostelgeschichte 24,15). Als Auferstandene erleben alle Menschen das letzte Gericht vor dem Thron Gottes (Matth\u00e4us 25,31-46; Offenbarung 20,11-15; 2. Thessalonicher 1,6-10). Dieses Gericht \u00e4ndert nichts mehr an der bereits geschehenen Trennung zwischen Gl\u00e4ubigen und Ungl\u00e4ubigen sondern ist noch einmal eine letzte \u00f6ffentliche Best\u00e4tigung und Begr\u00fcndung dieser gro\u00dfen Scheidung. Die Ungl\u00e4ubigen erleben nun die Qualen ewiger Verlorenheit an Leib und Geist (Seele) (Matth\u00e4us 10,28; 13,24-30+36-43). Jesus selbst spricht deutlich von der Unendlichkeit der H\u00f6llenqualen (Markus 9,47+48), die der Unendlichkeit der ewigen Herrlichkeit der Gl\u00e4ubigen entspricht (Matth\u00e4us 25,46). Die Gl\u00e4ubigen erleben in ihren Auferstehungsleibern das ewige Heil in Gottes neuer Welt, in der Frieden und Gerechtigkeit herrschen (Offenbarung 21,1-8). Die Auferstehungsleiber sind wie der Auferstehungsleib Jesu echte K\u00f6rper (Lukas 24,37-43), aber zugleich auch verherrlichte K\u00f6rper, die frei sind von Leid, Schmerz, Hinf\u00e4lligkeit und Niedrigkeit (1. Johannes 3,2). Paulus gebraucht ein Bild: Unser Auferstehungsk\u00f6rper steht zu unserem jetzigen K\u00f6rper so in Beziehung wie die \u00c4hre zum Samenkorn: Die \u00c4hre kommt aus dem Samenkorn und hat mit ihm zu tun und ist zugleich etwas Neues, Gr\u00f6\u00dferes, Sch\u00f6neres (1. Korinther 15,42-49).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Heidelberger Katechismus fasst in Frage 57 zusammen:<\/strong><br \/>\nWas tr\u00f6stet dich die Auferstehung des Fleisches? Dass nicht allein meine Seele nach diesem Leben alsbald zu Christus, ihrem Haupt, genommen wird, sondern auch, dass dies mein Fleisch, durch die Kraft Christi auferweckt, wieder mit meiner Seele vereinigt und dem herrlichen Leibe Christi gleichf\u00f6rmig werden soll.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pfr. Matthias K\u00f6hler, Treffpunkt Gemeinde &#8211; Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde N\u00fcmbrecht 69. Jahrgang Nr. 6\/2020 November\/Dezember<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im November werden wir am Ende des Kirchenjahres besonders mit dem Thema Tod und Ewigkeit konfrontiert. Am Ewigkeitssonntag gedenken wir derer, die aus unserer Mitte abgerufen wurden, und richten uns auf das Ziel der Ewigkeit aus. Was sagt Gottes Wort eigentlich \u00fcber den Tod? 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