{"id":1762,"date":"2008-07-12T20:17:29","date_gmt":"2008-07-12T18:17:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1762"},"modified":"2009-09-02T14:14:42","modified_gmt":"2009-09-02T12:14:42","slug":"ein-kompas-%e2%80%93-unverzichtbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1762","title":{"rendered":"Ein Kompa\u00df \u2013 unverzichtbar"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein Kompa\u00df \u2013 unverzichtbar<br \/>\n<strong>Geistliche Betrachtung <\/strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend unseres diesj\u00e4hrigen Urlaubs haben meine Frau und ich einen Tagesausflug zur Hallig Hooge gemacht. Seit einer Freizeit mit dem Evangelischen Jugendwerk 1960 auf dieser Hallig wu\u00dfte ich, da\u00df ein bekannter Vogelwart dort im Alter von 75 Jahren ertrunken war.<!--more-->\u00a0Dieser Tod im Wattenmeer gab mir damals viel zu denken. In der Nacht zum 26. Mai 1950 starb der greise aber noch r\u00fcstige \u201eVogelk\u00f6nig\u201c den Wattentod, als er, begleitet von einem Wandergenossen, auf einer Wattwanderung seine geliebte Vogelhallig verfehlte. Als pl\u00f6tzlicher Nebel aufzog, kam es zwischen den beiden zu einem Streit dar\u00fcber, welchen Weg sie f\u00fcr den R\u00fcckmarsch w\u00e4hlen sollten. Sie konnten sich nicht einigen. Jens S\u00f6rensen Wandt, so hie\u00df der Vogelwart, bestand auf seiner guten Kenntnis des Wattenmeers. Der andere vertraute der Unbestechlichkeit seines Kompasses &#8211; und so ging man getrennte Wege. Der Wandergenosse kam gut auf Norderoog an. Wandt jedoch wurde am folgenden Tag tot auf Norderoog angesp\u00fclt. Er konnte der aufkommenden Flut nicht mehr entfliehen und ertrank. Ausgerechnet er, der das Wattenmeer wie seine Hosentasche kannte, fand in der Flut den Tod.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Schicksal geht einem unter die Haut. Da ist ein lebenserfahrener Mensch, durch die vielen St\u00fcrme des Lebens im wahrsten Sinn des Wortes \u201esturmerprobt\u201c. Er wei\u00df genau, welche T\u00fccken und Gefahren auf dem Meer drohen. Unz\u00e4hlige Male hat er erlebt, wie schnell man im Leben an Grenzen kommen kann, wenn urpl\u00f6tzlich enorme Schwierigkeiten auftauchen. Es ist ihm bewu\u00dft, da\u00df man Verl\u00e4\u00dflichkeiten braucht, wenn das menschliche Auge pl\u00f6tzlich das rettende Ufer nicht mehr sieht. Und dennoch verl\u00e4\u00dft er sich nicht auf den richtungsweisenden lebensrettenden Kompa\u00df, sondern auf seine eigene Erfahrung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welch ein lehrreiches Bild ist diese Geschichte doch f\u00fcr unser eigenes Dasein: Da haben wir uns immer wieder im Leben durch dichte und undurchsichtige Nebelw\u00e4nde zu k\u00e4mpfen. Da gibt es immer wieder entscheidende Weggabelungen, die pl\u00f6tzlich vor uns auftauchen und uns R\u00e4tsel aufgeben, wo wir nicht wissen, welche Richtung wir nun einschlagen sollen. Da ist uns Menschen ein Ziel gesetzt, das Ziel der Ewigkeit, am Ende unseres Lebens. Und daf\u00fcr haben wir einen Kompa\u00df: Die Bibel, Gottes Wort, f\u00fcr unser Leben. Wir haben Jesus Christus, den von Gott gesandten Retter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir wissen, da\u00df unser Leben kein Spaziergang ist, sondern des \u00f6fteren Nebel aufzieht: Nebel durch Entt\u00e4uschungen in vielf\u00e4ltiger Weise&#8230; Nebel durch Sorgen um den Beruf oder im Beruf, Sorgen um die Familie, um die Kinder, um die Ehe, um die Eltern und Gro\u00dfeltern&#8230; Nebel durch Sorgen um die wirtschaftliche und politische Entwicklung in unserem Land und in unserer Zeit&#8230; Nebel durch Krankheiten&#8230; Nebel durch Trauer und Tod lieber Menschen und im Blick auf die Endlichkeit unseres eigenen Lebens&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und trotzdem leben wir immer wieder oder gar grunds\u00e4tzlich ohne diesen wegweisenden Kompa\u00df des Wortes Gottes, ohne Jesus Christus und ohne seine Wegf\u00fchrung. Durch die N\u00e4chte, durch den Nebel des Lebens wollen viele alleine finden. Wenn dann die letzte Nebelwand heraufzieht, die Wand der letzten Stunde, und wir haben diesen Kompa\u00df, diesen Begleiter Jesus Christus nicht an unserer Seite, dann ist die aufkommende Flut des Todes nichts anderes als hoffnungslose Dunkelheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das mu\u00df nicht sein. Das soll nicht sein. Davor will uns Gottes Kompa\u00df, die Bibel, bewahren. Gott hat uns sterblichen Menschen \u2013 trotz allen und gerade in allen Nebelb\u00e4nken des Lebens \u2013 einen weiten Blick geschenkt, einen gro\u00dfartigen Horizont aufgeschlossen. Er hat uns eine unbeschreibliche Zukunft in seiner Ewigkeit verhei\u00dfen, ja felsenfest zugesagt. Gerade weil wir wissen, da\u00df unser Leben irgendwann vor der Nebelwand des Todes steht und niemand dieser Wand entfliehen kann, hat Gott uns in Jesus Christus versprochen, da\u00df wir bei ihm und mit ihm ewig leben sollen, bei ihm ein ewiges zu Hause haben. Von Herzen w\u00fcnsche ich allen Lesern in dieser sch\u00f6nen Sommerzeit die tiefe Geborgenheit in der Liebe Gottes und die feste Verbundenheit mit Jesus Christus, der den Tod besiegt hat und uns ewiges Leben ohne Krankheit, Schmerzen, Leid und Trauer schenken will.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Kompa\u00df \u2013 unverzichtbar Geistliche Betrachtung W\u00e4hrend unseres diesj\u00e4hrigen Urlaubs haben meine Frau und ich einen Tagesausflug zur Hallig Hooge gemacht. 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