{"id":17551,"date":"2020-09-18T14:47:06","date_gmt":"2020-09-18T12:47:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=17551"},"modified":"2020-09-18T14:48:17","modified_gmt":"2020-09-18T12:48:17","slug":"die-bekehrung-der-herzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=17551","title":{"rendered":"Die Bekehrung der Herzen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eAm n\u00e4chsten Tag stand Johannes abermals da und zwei seiner J\u00fcnger;\u00a0 und als er Jesus vor\u00fcbergehen sah, sprach er: Siehe, das ist Gottes Lamm! Und die zwei J\u00fcnger h\u00f6rten ihn reden und folgten Jesus nach.\u201c (Johannes 1,35-37) <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das gr\u00f6\u00dfte Wunder ist es, wenn ein Mensch sich zum lebendigen Gott bekehrt. Dass es so etwas gibt! Dass ein Mensch von heute auf morgen die ganze Richtung seines Lebens \u00e4ndert: W\u00e4hrend er vorher nur darauf aus war, Geld zu verdienen, sein Leben zu genie\u00dfen oder sich einen Namen zu machen, strebt so ein bekehrter Mensch auf einmal nach einem Ziel, das gar nicht im Bereich der sichtbaren Welt liegt. W\u00e4hrend er bisher seinen Weg selbst w\u00e4hlte oder sich nach seiner Umwelt richtete, l\u00e4sst er sich nun auf einmal von einer unsichtbaren Hand leiten.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die unerleuchtete Vernunft findet das v\u00f6llig unbegreiflich. Es ist auch unbegreiflich. Eine Bekehrung zu Gott ist einfach ein Wunder. Ein moderner Philosoph, Paul Deussen, hat gesagt: \u201eDie Kraft, die imstande w\u00e4re, die Umdrehung unseres Planeten aufzuhalten oder herumzuwerfen in die entgegengesetzte Bahn, m\u00fcsste wohl eine ganz gro\u00dfe kosmische Kraft genannt werden. Und doch ist sie klein im Verh\u00e4ltnis zu der Kraft, die n\u00f6tig w\u00e4re, uns Menschen in unserer selbstischen Umdrehung aufzuhalten und uns herumzuwerfen in die entgegengesetzte Bahn \u2026\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun, diese Kraft, die mehr ist als kosmische Kraft, hat Gott in die Welt gegeben in Jesus Christus. Unser Text erz\u00e4hlt uns von dem Wunder einer Bekehrung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Man entdeckt, dass eine unaktuelle Botschaft h\u00f6chst wichtig ist<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aktuell nennen wir eine Botschaft, die bei uns einen Nerv trifft, dass sie uns interessiert auffahren l\u00e4sst. Aktuell w\u00e4re zum Beispiel die Nachricht: \u201eIn einem Zweijahresplan will das Volkswagenwerk daf\u00fcr sorgen, dass jede Familie ihren Wagen bekommt.\u201c Aktuell w\u00e4re die Botschaft: \u201eF\u00fcr Hausfrauen wird ab sofort die 40-Stunden-Woche eingef\u00fchrt.\u201c Oder die Nachricht: \u201eDer Fu\u00dfballverein Stoppenberg errang die Westdeutsche Fu\u00dfballmeisterschaft&#8220;. So etwas w\u00e4ren aktuelle Botschaften. Aber wie ganz anders ist das, was den beiden J\u00fcngern in unserer Geschichte mitgeteilt wird! Da zeigt einer auf Jesus und sagt: \u201eSiehe, das ist Gottes Lamm!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nein! Das ist keine aktuelle Botschaft! Von einem Lamm ist die Rede. L\u00e4mmer geh\u00f6ren nicht in unseren Lebensbereich. Ich glaube nicht, dass einer unter uns Schafz\u00fcchter ist. Und von Gott ist in der Botschaft die Rede. Du liebe Zeit: Gott!! Der Mensch von heute zuckt die Achseln und sagt: \u201e\u00fcber Gott hat man sich Jahrhunderte lang den Kopf zerbrochen. Jetzt sind wir dies Thema m\u00fcde!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eSiehe, das ist Gottes Lamm!\u201c Nein! Das ist kein aktuelles Thema.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und nun hei\u00dft es in unserem Text: Zwei M\u00e4nner <strong>h\u00f6rten<\/strong> diese Botschaft. Das will sagen: Sie fuhren bei dieser Botschaft auf. Sie spitzten die Ohren. Sie fanden diese Botschaft \u00fcber alles interessant und wichtig. Und dazu kann ich nur sagen: So f\u00e4ngt das Wunder der Bekehrung an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da versteht man sofort ohne lange Erkl\u00e4rung: Hier ist nicht von Schafzucht die Rede, sondern von einem Opferlamm. Man sieht im Geist die Millionen von Opfern, die Menschen dargebracht haben, um Frieden mit Gott zu finden. Man begreift: Hier \u2013 in Jesus \u2013 ist das letzte, endg\u00fcltige Opferlamm, das allen religi\u00f6sen N\u00f6ten und Zweifeln ein Ende macht. Hier ist das Opferlamm, das Gott selber gegeben hat. Jesus ist das Opferlamm, das mich wirklich vers\u00f6hnt. Hier ist Gottes Lamm, das der Welt S\u00fcnde wegtr\u00e4gt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt eine unheimliche Geschichte in der Bibel. Da kommen viele Menschen zu Jesus. In ihrer Mitte schleppen sie eine junge Frau. \u201eJesus!\u201c rufen sie, \u201ediese Frau haben wir im Ehebruch ertappt. Nach Gottes Gesetz muss sie gesteinigt werden. Damit bist du doch auch einverstanden?!\u201c \u201eJa\u201c, sagt Jesus langsam. \u201eUnd wer ohne S\u00fcnde ist, der soll den ersten Stein werfen.\u201c Dann b\u00fcckt er sich und schreibt in den Sand. Als er wieder aufschaut, steht nur noch die Frau da. Alle haben sich weggeschlichen, \u201evon ihrem Gewissen \u00fcberf\u00fchrt\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie viel Schuld vor Gott liegt doch unter der d\u00fcnnen Eisdecke unseres Tagesbewusstseins! Wenn diese Eisdecke bricht, dann, ja dann wird uns die Botschaft auf einmal \u00fcber alles wichtig: \u201eJesus ist Gottes Lamm, das meine S\u00fcnde wegtr\u00e4gt.\u201c Und das Gewissen wird getrost bei der Nachricht: \u201eEr hat unsere S\u00fcnden selbst hinaufgetragen mit seinem Leibe an das Kreuz.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Das misstrauische Herz fasst Vertrauen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In unserer Textgeschichte geschieht etwas ganz Gro\u00dfes. Aber es ist nur angedeutet. Wir m\u00fcssen es zwischen den Zeilen lesen: Zwei M\u00e4nner fassen Vertrauen zu Jesus! Das ist das zweite Wunder bei einer Bekehrung. W\u00fcrden wir etwa unsre Brieftasche oder unser Sparkassenbuch einem Menschen anvertrauen, den wir nur ganz kurz gesehen und mit dem wir nie gesprochen haben? Nein, das w\u00fcrden wir nicht tun. Und nun kommen in unserer Textgeschichte zwei M\u00e4nner vor, die nicht nur ihre Brieftasche und ihren Geldbeutel, sondern ihr ganzes Leben dem Manne Jesus anvertrauen. Und dabei hatten sie diesen Jesus nur zweimal gesehen und noch nie mit ihm gesprochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stellt euch vor, wir k\u00f6nnten die zwei M\u00e4nner fragen: \u201eWie kommt ihr dazu diesem Jesus so unerh\u00f6rt zu vertrauen? Ist das nicht zu viel gewagt?\u201c Ich wei\u00df, was sie antworten wurden. Denn sie haben uns ihre Antwort aufgeschrieben. Sie lautet: \u201eWir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit, wie sie nur der eingeborene Sohn Gottes haben kann \u2013 voller Gnade und Wahrheit.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist genau das, was uns das Neue Testament auf fast jeder Seite berichtet, dass Menschen ein unb\u00e4ndiges Vertrauen zu Jesus fassten. Ein Petrus sagt zu Jesus: \u201e Wenn du es befiehlst, dann werde ich \u00fcber das Wasser des Meeres laufen.\u201c Eine arme, kranke Frau denkt: \u201eWenn ich nur den Saum seines Gewandes ber\u00fchre, dann werde ich gesund.\u201c Die Martha ringt sich zu dem Vertrauen durch, dass Jesus ihren toten Bruder erwecken kann. Die so genannte \u201egro\u00dfe S\u00fcnderin\u201c wirft sich mit einem Sack voll S\u00fcnden zu Jesu F\u00fc\u00dfen und vertraut, dass er ihn Ihr abnimmt. Und der Sch\u00e4cher am Kreuz vertraut, dass Jesus M\u00f6rder in den Himmel bringt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielleicht denkt jetzt jemand: Die Leute damals hatten es leichter, dem Herrn Jesus zu vertrauen; denn sie sahen ihn ja vor Augen. Es ist schwer, Vertrauen zu einem zu fassen, den man gar nicht sieht. Aber das ist ein Irrtum. Die M\u00e4nner unserer Geschichte sahen nur einen unbehausten, armen Mann, von dem man nicht viel wusste. Wir haben von seinen Taten und von seiner Auferstehung geh\u00f6rt! Es ist schon so: Zu allen Zeiten ist es ein Wunder, wenn ein Herz Vertrauen zu Jesus fasst. Es ist ein Wunder, weil unser Herz von Natur misstrauisch ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">K\u00fcrzlich machte ich einen Besuch. Als ich geschellt hatte machte ein Mann die T\u00fcr nur einen Spalt breit auf und fragte: \u201eWas wollen Sie denn?\u201c Als ich ihn nachher fragte: \u201eWarum waren Sie so misstrauisch?\u201c, entgegnete er: \u201eEs schenkt einem keiner was.\u201c Welch ein Wunder, wenn ein Herz vor Jesus aufgeht und glaubt: Du schenkst mir alles, was ich f\u00fcr Leib und Seele, f\u00fcr Zeit und Ewigkeit brauche. Darum darfst du alles von mir fordern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Man tut, was man vorher nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da steht ein kleiner, unscheinbarer Satz. Aber er sagt etwas Ungeheures aus: \u201eSie folgten Jesus nach.\u201c Das ist das Wunder der Bekehrung. Es ist so seltsam: Seit 2000 Jahren hat die Welt ganz gro\u00dfe Ver\u00e4nderungen erfahren. Aber immer wieder geschah und geschieht es, dass ein Mensch sich aufmacht, Jesus nachzufolgen. Weltanschauliche und konfessionelle K\u00e4mpfe tobten. Aber in all dem Get\u00fcmmel geschah es: Menschen folgten Jesus nach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was bedeutet das denn? <\/strong>Ich will es an einem modernen Bild klarmachen: Vorher hat man selber am Steuer seines Autos gesessen. Nun gibt man Jesus das Steuer in die Hand. Zuerst sagt man wohl: \u201eHerr Jesus, ich m\u00f6chte die und die Stra\u00dfe fahren. ich bin froh, dass du nun zu mir eingestiegen bist.\u201c \u201eDa will ich nur schnell wieder aussteigen\u201c, sagt Jesus. \u201eWarum denn?\u201c, fragt man erschrocken zur\u00fcck. Und er antwortet: \u201eIch kenne die Stra\u00dfen besser, die zum Ziel f\u00fchren. Lass mich fahren, und vertraue dich mir nur an.\u201c \u2013 Aber nun geht&#8217;s noch nicht los. \u201eWas hast du denn da f\u00fcr sinnloses Gep\u00e4ck? Soll das alles mit? Der fette Scho\u00dfhund, dein dickes ich, das lass nur dahinten. Und so allerlei kleine S\u00fcndenk\u00f6fferchen! Lass sie stehen!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da rufst du erschrocken: \u201eHerr Jesus, soll ich ganz arm werden?\u201c \u201eNein\u201c, sagt er, \u201ebis jetzt warst du arm. Jetzt sollst du reich werden.\u201c So \u00fcberl\u00e4sst man sich ihm, arm und willenlos, und erf\u00e4hrt am Ende: \u201eAus seiner F\u00fclle haben wir genommen Gnade um Gnade.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.erweckungsprediger.de\">www.erweckungsprediger.de<\/a>, Pfarrer Wilhelm Busch, Die Suchaktion Gottes<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eAm n\u00e4chsten Tag stand Johannes abermals da und zwei seiner J\u00fcnger;\u00a0 und als er Jesus vor\u00fcbergehen sah, sprach er: Siehe, das ist Gottes Lamm! 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