{"id":17531,"date":"2020-09-13T08:50:31","date_gmt":"2020-09-13T06:50:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=17531"},"modified":"2025-02-25T16:58:03","modified_gmt":"2025-02-25T15:58:03","slug":"wer-fuer-migration-plaediert-sollte-auch-deren-kosten-tragen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=17531","title":{"rendered":"Wer f\u00fcr Migration pl\u00e4diert, sollte auch deren Kosten tragen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ohne Zweifel: Die Zust\u00e4nde im griechischen Fl\u00fcchtlingslager Moria (f\u00fcr Migranten) sind eine menschliche Trag\u00f6die. Eine Katastrophe ist es allerdings auch, wie pl\u00f6tzlich von Leuten, die es sonst nicht so genau mit der Bibel nehmen, die weltbekannte Geschichte vom \u201eBarmherzigen Samariter\u201c instrumentalisiert wird. Man sollte sie wieder lesen!<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus Christus ist nicht nur gut, wenn einem seine Worte in den Kram passen. Und was nicht passt, wird dann eben passend gemacht. Theologen haben darin (\u00e4hnlich dem Gewerbe der Politiker) beste Erfahrung. Aber sie sind ja oft auch nichts anderes als verhinderte Politiker, meist mit SPD- oder Gr\u00fcnen-Parteibuch in der Tasche). Mit seiner Sexualethik soll Jesus uns gef\u00e4lligst in Ruhe lassen. Sein Reden von der Heiligkeit der (auch ungeborenen) Kinder hat kaum Konjunktur. Auch seine Feindesliebe aus der sonst gern zitierten Bergpredigt gilt selbstverst\u00e4ndlich nicht f\u00fcr Covidioten oder andere Rechtsradikale. Und da kann man in einer Millionen teuren protestantischen \u201eBibel in gerechter Sprache\u201c schon mal Pharis\u00e4erinnen und Apostelinnen erfinden, die einem schnurstracks den \u201esynodalen Weg\u201c vom Luthertum in einen aufgekl\u00e4rt-modernen Katholizismus weisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt passt pl\u00f6tzlich das ber\u00fchmte Gleichnis vom Barmherzigen Samariter wie die sprichw\u00f6rtliche Faust aufs Auge. Bisch\u00f6fe, Kirchenleiter, Politiker \u00fcberschlagen sich f\u00f6rmlich, den B\u00fcrgern Tausende weiterer Fl\u00fcchtlinge genannten Migranten mit angeblichen Jesus-Worten schmackhaft zu machen. Es lohnt sich, seine alte Bibel aus dem Regal zu holen und zu lesen, der Arzt und Evangelist Lukas hat die Geschichte aufgezeichnet (Kapitel 10). Da f\u00e4llt jemand auf dem Weg zwischen Jerusalem und Jericho unter die R\u00e4uber, liegt schwer verletzt am Wegesrand. Also quasi die Brandopfer von Moria. Priester und Levit gehen an ihm vor\u00fcber, ohne zu helfen. Unterlassene Hilfeleistung also (aufgrund dieses Bibel-Gleichnisses kennt die abendl\u00e4ndische Kultur dieses Rechtsinstrument!).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlie\u00dflich sah ihn ein Samaritaner, erbarmte sich, versorgte seine Wunden und transportierte ihn auf seinem Esel zu einer Herberge. Er gab dem Wirt am folgenden Morgen Geld und beauftragte ihn mit der weiteren Pflege. Das kennen wir alles \u2026 aber der eigentliche Skopus, der H\u00f6hepunkt der Geschichte, ist dieser: Der barmherzige Mann aus Samaria verband die menschliche und finanzielle Hilfeleistung mit der Zusage, bei seiner Wiederkehr alle weiteren Kosten zu erstatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">DAS ist das Eigentliche der Geschichte, was jetzt von brennender Aktualit\u00e4t ist. Und ein Beweis, dass die Dichterin Ricarda Huch Recht hat: \u201eIn der Bibel stehen lauter alte Geschichten, die jeden Tag neu passieren.\u201c Es sei denn, man \u00fcberliest das einfach, interpretiert es weg oder erkl\u00e4rt es f\u00fcr nichtig. Der Samariter hat ja den Schwerverletzten nicht einfach bei der Herberge abgeliefert oder ihn, aktuell gesprochen, mit seinem kirchlichen Rettungsschiff oder per Lazarett-Flugzeug dem Staat und seinen Steuerzahlern vor die F\u00fc\u00dfe gelegt. Nein, er hat selbst die Folgekosten \u00fcbernommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Interpretation dieses wunderbaren Gleichnisses vom Barmherzigen Samariter l\u00e4sst nur einen einzigen Schluss zu: Wer Fl\u00fcchtlinge genannte Migranten ins Land holt oder daf\u00fcr vehement pl\u00e4diert, der tr\u00e4gt auch die Kosten. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die r\u00f6misch-katholische Kirche hatten 2019 insgesamt rund 12000 (zw\u00f6lftausend!) Millionen Euro Steuereinnahmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es w\u00e4re also ein Klacks, die Worte von Jesus Christus in die Tat umzusetzen: Die Gesamtfinanzierung der Schutzsuchende genannten Migranten, die man hierher schleppt (per Kirchen-Schiff) oder nun f\u00f6rmlich her schreit (Luftbr\u00fccke). Von der Erstaufnahme bis hin zu den Folgekosten. Jesus hat das zumindest so empfohlen, ja sogar befohlen. Oder kennen die Herren und Damen Theologen die eigene Bibel nicht mehr?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Tichys Einblick 10.9.2020<\/em><br \/>\n<em><a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/meinungen\/wer-fuer-migration-plaediert-sollte-auch-deren-kosten-tragen\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/meinungen\/wer-fuer-migration-plaediert-sollte-auch-deren-kosten-tragen\/<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Foto: Peter Hahne in der WDR-Sendung &#8222;Maischberger&#8220; am 2. Mai 2018: <span class=\"mw-mmv-source-author\"><span class=\"mw-mmv-author mw-mmv-source\">\u00a9 Superbass \/ CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)<\/span><\/span><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ohne Zweifel: Die Zust\u00e4nde im griechischen Fl\u00fcchtlingslager Moria (f\u00fcr Migranten) sind eine menschliche Trag\u00f6die. Eine Katastrophe ist es allerdings auch, wie pl\u00f6tzlich von Leuten, die es sonst nicht so genau mit der Bibel nehmen, die weltbekannte Geschichte vom \u201eBarmherzigen Samariter\u201c instrumentalisiert wird. 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