{"id":17521,"date":"2020-09-11T10:35:15","date_gmt":"2020-09-11T08:35:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=17521"},"modified":"2020-09-11T10:42:13","modified_gmt":"2020-09-11T08:42:13","slug":"in-sorge-um-unsere-pfaelzische-landeskirche-bilanz-und-aufbruch-anhand-der-kirchenverfassung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=17521","title":{"rendered":"In Sorge um unsere  Pf\u00e4lzische Landeskirche &#8211; Bilanz und Aufbruch  anhand der Kirchenverfassung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">In der Kirchenverfassung der Evangelischen Kirche der Pfalz in \u00a7 1, Abs. 2, ist die grundlegende Aufgabenstellung der Landeskirche, der Kirchengemeinden, der Gesamtkirchengemeinden, der Kirchenbezirke und der sonstigen K\u00f6rperschaften, Anstalten und Stiftungen sowie der gesamtkirchlichen Dienste formuliert: <strong>\u201e<em>Ihnen mit allen ihren Gliedern ist aufgegeben die Verk\u00fcndigung des Evangeliums in Wort und Sakrament, die Seelsorge, der Dienst christlicher Liebe, die christliche Unterweisung und der missionarische Dienst. Von allen Gemeindegliedern wird erwartet, dass sie einen christlichen Lebenswandel f\u00fchren und sich am kirchlichen Leben beteiligen.\u201c<\/em><\/strong><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies alles gilt es, in Theorie und Praxis wiederzugewinnen, damit die gegenw\u00e4rtige Krise heilsam \u00fcberwunden werden kann. Die zahlreichen Kirchenaustritte, die Finanzkrise, der fehlende theologische Nachwuchs, das Aufl\u00f6sen und Ausbluten von Kirchengemeinden und insbesondere der Verlust von Glauben und Glaubenswissen unter ihren Gliedern sind keine alternativlosen Gegebenheiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Parallel dazu l\u00e4uft in allen gesellschaftlichen Ebenen ein Bedeutungsverlust der Kirche. Durch die Corona-Krise wurde manches verst\u00e4rkt sichtbar und beschleunigt. Kirche und Glaube werden nicht mehr als systemrelevant wahrgenommen. Worin liegt ihr Mehrwert? Was ist ihr Alleinstellungsmerkmal?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4re es in der Krise nicht NOT-wendig gewesen, dass zumindest jeden Sonntag die Gemeinden mit \u201ezwei oder drei\u201c und Abstand Gottesdienste feiern? W\u00e4re nicht NOT-wendig gewesen, ein Umkehr- und Bu\u00dfruf an unsere Kirche und unser Volk laut werden zu lassen? W\u00e4re nicht NOT-wendig gewesen zu verk\u00fcndigen, wo und wie die Menschen den lebendigen, einzig wahren Gott, Trost und Heil finden k\u00f6nnen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Kirche muss nach innen und nach au\u00dfen wieder sichtbar werden, was sie eigentlich ist: Ekklesia, das hei\u00dft die Gemeinschaft derjenigen, die von Jesus Christus durch das Evangelium aus der Welt herausgerufen werden. Alle Aufgaben der Kirche in Theorie und Praxis sind von Christus her zu verstehen und m\u00fcssen auf ihn hin verstanden werden! Es bedarf einer erneuten Reformation der Kirche an Haupt und Gliedern. Dieser Bedarf wird verdeutlicht und konkretisiert an den folgenden sieben Forderungen der oben zitierten Kirchenverfassung.<\/p>\n<p><strong>1. Wort und Sakrament<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Zeiten der Krise ist es ratsam und heilsam, sich auf das Wesentliche zu reduzieren und dieses Zentrale in aller Klarheit und Verbindlichkeit zu sagen und zu leben. Um sich nicht in \u201cBuntheit und Vielfalt der Erscheinungen\u201c zu verlieren, muss auf das Wort vom Kreuz geh\u00f6rt werden und die evangelische Rettungsbotschaft klar ausgerichtet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies kann nur in gr\u00fcndlicher theologischer Eindeutigkeit geschehen: In den Krisenzeiten der Kirche Christi sind deshalb immer Bekenntnisse formuliert worden, die das klar auf den Punkt bringen und in pr\u00e4gnanter K\u00fcrze der Kirche den Weg weisen, um Irrlehre und Wildwuchs entgegen zu treten. Hier muss in der gegenw\u00e4rtigen theologischen Verunsicherung verbindlich Klarheit geschaffen werden, in dem \u201eschlichten Gehorsam, den der Herr der Geschichte von uns fordert\u201c.<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Wir brauchen das neue H\u00f6ren im Gehorsam des Glaubens und die Bereitschaft zur Umkehr.<\/li>\n<li>Wir brauchen die R\u00fcckbesinnung auf die Heilsnotwendigkeit der Sakramente und dazu geh\u00f6rt besonders die Bedeutung des Abendmahles gem\u00e4\u00df der Einsetzung des Herrn: Der neue Bund beruht auf dem vergossenen Blut Christi.<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a><\/li>\n<li>Wir brauchen die klare R\u00fcckbesinnung auf Wesen und Zweck der Kirche Christi, was nach dem Augsburger Bekenntnis eindeutig lautet, dass \u201adas Evangelium rein gepredigt und die heiligen Sakramente laut dem Evangelium gereicht werden\u2018 (CA VII).<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>2. Seelsorge<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWas hilft es dem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen und Schaden zu nehmen an seiner Seele?\u201c<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[3]<\/a> Mit dieser Frage weist Jesus Christus selbst den Weg f\u00fcr echte Seelsorge. Daher darf kirchliche Seelsorge nicht in erster Linie die Immanenz im Blick haben, sondern richtet sich auf die Transzendenz. Es geht nicht vorrangig um ein gutes Leben hier auf Erden, sondern um die Sorge, wie es nach dem irdischen Tod weitergeht. Genau an diesem Punkt wird der reiche Kornbauer als \u201eNarr\u201c entlarvt<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[4]<\/a>, denn er hatte ja nur f\u00fcr dieses Leben vorgesorgt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Menschen zu sagen, wie sie zu leben haben, was sie zu tun und zu lassen haben, was sie nicht essen d\u00fcrfen und welches Fortbewegungsmittel sie nutzen sollten, ist nicht der Kernauftrag von Kirche. Ihre wichtigste Frage lautet: \u201eWas ist Dein einziger Trost im Leben und im Sterben?\u201c<a href=\"#_edn5\" name=\"_ednref5\">[5]<\/a> Kirche muss in ihrer Seelsorge vor allen ethischen Forderungen die Trost- und Frohbotschaft verk\u00fcndigen, dass Jesus Christus durch sein teures Blut das Heil erworben und der Mensch durch Glauben an diesen Heiland sein Seelenheil geschenkt bekommt, weil er durch Jesus Christus aus den Schuldverstrickungen und von der Todesverfallenheit dieses Lebens errettet ist. Zudem muss Kirche Jesu Christi die Frohbotschaft verk\u00fcndigen, dass der Mensch durch den Glauben an Jesus Christus in die Freiheit versetzt wird, nicht nur das Gute und Vern\u00fcnftige zu erkennen, sondern auch zu tun.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Hausbesuchen, Gottesdiensten und Kasualien hat die Kirche nach wie vor ein gro\u00dfes Potential. Die Kirche sollte hierbei ihre Alleinstellungsmerkmale und ihren Mehrwert nicht aus falscher Bescheidenheit oder in Anbiederung an den Zeitgeist verschweigen: Dem Tod die Auferstehungshoffnung in Erwartung der Wiederkunft Christi gegen\u00fcberzustellen, auf das Gericht mit doppeltem Ausgang hinzuweisen<a href=\"#_edn6\" name=\"_ednref6\">[6]<\/a> und dass in den Genuss der Ewigkeit in Gottes begl\u00fcckender Herrlichkeit eben nur diejenigen kommen, die ihr verg\u00e4ngliches Leben an den Gekreuzigten und Auferstandenen gebunden haben.<a href=\"#_edn7\" name=\"_ednref7\">[7]<\/a> Zur verantwortungsbewussten Seelsorge geh\u00f6rt, diese Wirklichkeit ehrlich zu verk\u00fcndigen, denn Seelsorge ist die Ausrichtung der Rechtfertigungsbotschaft an den Einzelnen.<\/p>\n<p><strong>3. Dienst christlicher Liebe<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gemeinde entsteht da, wo durch Gottes Wort der Glaube geweckt und eine Gemeinschaft der Gl\u00e4ubigen gestiftet wird. Denn Gemeinde stellt immer einen Personenverband dar, der sich aus freien St\u00fccken auf gemeinsamer Grundlage zum gemeinsamen Glauben bekennt. Sichtbares Zeichen dessen nach au\u00dfen ist die Zusammenkunft zum Gottesdienst. Wenn das gemeinsame Bekenntnis vernachl\u00e4ssigt wird, verwischen sich die Merkmale von Kirche im Vergleich zu anderen Gemeinschaften in der Gesellschaft. Dieses Bekenntnis findet seinen Ausdruck in der Feier des Gottesdienstes. Der Gottesdienst ist eines der Gef\u00e4\u00dfe \u2013 wenn nicht <em>das<\/em> Gef\u00e4\u00df \u00fcberhaupt \u2013 mit dem das lebensspende Wasser des Evangeliums<a href=\"#_edn8\" name=\"_ednref8\">[8]<\/a> gesch\u00f6pft wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Zusammenkommen zum Gottesdienst (am Sonntag), zum H\u00f6ren von Gottes Wort und der Feier von Taufe und Abendmahl, ist das zentrale Merkmal einer christlichen Gemeinde. Von diesen beiden Polen, sinnbildlich verdeutlicht in Kanzel und Altar, muss die Arbeit der Gemeinde ausgehen und sich auff\u00e4chern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass das in der Regel kaum der Fall ist, sondern von Haupt- und Ehrenamtlichen vielmehr umgekehrt gedacht wird \u2013 Teilnehmer kirchlicher Kreise kommen vielleicht auch einmal in den Gottesdienst \u2013 zeigt die Resignation der institutionalisierten Kirche auf das abnehmende Interesse am Gottesdienst im Kontext unserer individualisierten Gesellschaft und stellt zugleich selbst eine wesentliche Ursache dieses Krisensymptoms dar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Aufgabe, Gott als Sch\u00f6pfer und Erl\u00f6ser fortw\u00e4hrend zu loben, ist der Gemeinschaft seiner Heiligen bleibend gestellt<a href=\"#_edn9\" name=\"_ednref9\">[9]<\/a>, unabh\u00e4ngig von Teilnehmerzahlen. Denn unsere ganze Liturgie, unser gesamter Gottesdienst \u2013 unsere Hinwendung zu Gott, unser Lobpreis, unser Danken und unser Bitten \u2013 ist stellvertretender Dienst f\u00fcr alle Menschen.<a href=\"#_edn10\" name=\"_ednref10\">[10]<\/a> Dieser Dienst vor Gott f\u00fcr die Welt unterscheidet uns als Kirche grunds\u00e4tzlich von der Welt um uns herum. Zugleich verbindet genau das die Kirche mit dem Weltganzen, indem sie f\u00fcr die unvollkommene, ungerechte, unfriedliche und gottlose Welt betet. So geschieht unser Beten als Kirche, unser Gottesdienst, auch f\u00fcr diejenigen, die davon nichts halten. Wenn aber die Gemeinde selbst, entsprechend dem Vorbild ihrer Hauptamtlichen, diesen Dienst selbst geringachtet, kann sie diese ihre Aufgabe in Gottes Sch\u00f6pfung nicht mehr erf\u00fcllen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den vergangenen beiden Jahrzehnten wurde durch Aufbrechung traditioneller Formen und die Vernachl\u00e4ssigung des Hauptgottesdienstes zugunsten verschiedenster Zielgruppenangebote versucht, der Krise des Gottesdienstes, wie der Kirche \u00fcberhaupt, zu begegnen. Heute zeigt sich, dass den wenigsten dieser Versuche Gelingen gegeben war. Vor diesem Hintergrund ist erneut zu fragen, wie das gottesdienstliche Leben als Mitte der Gemeinde in einer individualisierten Gesellschaft gest\u00e4rkt werden kann und muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die J\u00fcnger tun nichts wesentlich anderes<a href=\"#_edn11\" name=\"_ednref11\">[11]<\/a> als wir heute: Sie versammeln sich am Tag der Auferstehung, dem Sonntag, um dem Auferstandenen zu begegnen. So soll jeder Sonntag ein kleines Osterfest sein und sich so der Sonntag als der Herrentag in der Begegnung mit dem Auferstandenen in Wort und Sakrament im Gottesdienst erf\u00fcllen. Es ist f\u00fcr die Feier unserer Gottesdienste ein wichtiger Fingerzeig, dass Jesus hinter verschlossenen T\u00fcren zu den J\u00fcngern kommt. Die Begegnung mit dem Auferstandenen ist kein \u00f6ffentliches Ereignis mit Eventcharakter, sondern ein ganz pers\u00f6nliches Geschehen in der Gemeinschaft derer, die sich zu ihm bekennen. Zwar sollen wir ihm, wo wir k\u00f6nnen, den Weg bereiten, aber wir m\u00fcssen nicht mit Gewalt versuchen, ihm alle verschlossenen T\u00fcren zu \u00f6ffnen \u2013 seien sie nun von au\u00dfen oder von innen verschlossen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daher ist es wichtig, im Gottesdienst an Sonn- und Feiertagen sich gem\u00e4\u00df der Agende in vertrauten Formen zu bewegen, um ein klares Profil zu bieten. Dem Einzelnen im Gottesdienst soll klarwerden: Hier ist Kirche, hier findet Kirche statt (ganz im Sinne der pf\u00e4lzischen Synonymit\u00e4t von Kirche und Gottesdienst).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Beobachtung f\u00e4llt auf, dass gerade Fernstehende mit der Erwartung eines traditionell gepr\u00e4gten Gottesdienstes diesen aufsuchen und neue Formen an dieser Stelle oftmals befremden und verunsichern. Dieselbe Beobachtung l\u00e4sst sich in der Kerngemeinde machen. Die Tradition hat als Band zwischen allen Interessen ihren Platz im Hauptgottesdienst, ebenso gilt es, f\u00fcr die neueren Ausdrucksformen angemessene Formen zu finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus Wort und Sakrament im Gottesdienst lebt und gestaltet sich dann alles diakonische Handeln. <a href=\"#_edn12\" name=\"_ednref12\">[12]<\/a> \u00a0Dies gilt es wieder zu gewinnen, sowohl f\u00fcr das christliche Handeln der Kirchengemeinden, als auch f\u00fcr die Diakonie an besonderen Orten.<\/p>\n<p><strong>4. Christliche Unterweisung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der geistliche Niedergang unserer Kirche geht einher mit einer wachsenden Unkenntnis der christlichen Grundlagen: Bibel, Gesangbuch und Katechismus sind weithin zu Fremdk\u00f6rpern und Nebens\u00e4chlichkeiten in Leben und Lehre unserer Kirche geworden. Diese Vernachl\u00e4ssigung der fundamentalen Grundlagen, die noch vor wenigen Jahrzehnten selbstverst\u00e4ndlich waren, f\u00fchrt zu einer christlichen Ahnungslosigkeit und zu bedenklichem theologischen Wildwuchs. Die einigende Mitte, die um das Wesentliche wei\u00df, ist weithin verloren gegangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Zeiten des Niederganges und des Zerfalls, die in der Kirchengeschichte lehrreiche Parallelen haben, ist eine theologische Kehrtwende unerl\u00e4sslich. Die Flucht in die Tagespolitik, die Moralisierung und Sozialethisierung der kirchlichen Lehre haben die eigentliche Aufgabe vernachl\u00e4ssigt und das Wort vom Kreuz entstellt bzw. als eine \u2013 oft infantil anmutende \u2013 Torheit dargestellt.<a href=\"#_edn13\" name=\"_ednref13\">[13]<\/a> Die rettende Botschaft des Evangeliums muss wieder einigender Mittelpunkt aller kirchlichen Bildungsarbeit werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kehrtwende kann nur in einer Reduktion auf das Wesentliche bestehen: Die Werkzeuge dieser Reduktion sind Bibel, Gesangbuch und Katechismus. Hierin besteht der kirchliche Bildungsauftrag, dem alle anderen Experimente der vergangenen Jahrzehnte unterzuordnen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies gilt auch in besonderem Ernst der Ausbildung des theologischen Nachwuchses im Predigerseminar: Diese Ausbildung ist an den Bed\u00fcrfnissen der Gemeinden auszurichten und auf Wortverk\u00fcndigung, Sakramentsverwaltung und Seelsorge zu konzentrieren. Der Gefahr der zunehmenden Ideologisierung kann nur mit vertieftem geistlichen Ernst begegnet werden: Ein gutes Vorbild besteht in den Predigerseminaren der Bekennenden Kirche \u2013 Vorbild ist hier z.B. das Wirken Bonhoeffers als theologischer Lehrer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein wesentlicher Aspekt der kirchlichen Arbeit auf allen Ebenen ist die Verdiesseitigung der kirchlichen Lehre, die vom Salz der Erde zum Honigseim der Welt verkommen ist: \u00dcber den Sorgen der Welt<a href=\"#_edn14\" name=\"_ednref14\">[14]<\/a> ist die Ewigkeit vergessen worden. Diesem Transzendenzverlust ist entgegenzuwirken und auf das Entscheidende zu konzentrieren.<a href=\"#_edn15\" name=\"_ednref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p><strong>5. Missionarischer Dienst<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist nicht in unser Belieben gestellt, ob wir missionarisch t\u00e4tig sein wollen oder nicht! Was die Kirchenverfassung uns hier aufgibt, entspricht dem Auftrag Christi: \u201eMir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum geht hin und lehret alle V\u00f6lker. Taufet sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich Euch befohlen habe.\u201c<a href=\"#_edn16\" name=\"_ednref16\">[16]<\/a> Wir sollen also aktiv werden, um alle Menschen einzuladen zu einem Leben als J\u00fcnger Jesu!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Ziel ist nicht schon erreicht, wenn Menschen an ein h\u00f6heres Wesen glauben oder das Wirken der historischen Person Jesus anerkennen. Dies gilt es, beim Umgang mit Andersgl\u00e4ubigen zu bedenken. Denn Jesus begr\u00fcndet seinen Missionsbefehl so: \u201eMir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.\u201c Das hei\u00dft, Jesus allein ist der Herr. Und das Ziel von Mission ist, dass Menschen Jesus als Herrn anerkennen und ihm als J\u00fcnger nachfolgen. Im interreligi\u00f6sen Dialog m\u00fcssen wir also das Alleinstellungsmerkmal unseres Glaubens hochhalten, wie es durch die Taufe vergegenw\u00e4rtigt ist. Jesus sagt: \u201eTaufet sie!\u201c Aber das Ziel des missionarischen Dienstes ist nicht schon erreicht, wenn alle getauft und konfirmiert und Mitglied einer verfassten Kirche sind! Denn das sichtbare Zeichen der heiligen Taufe soll uns der Gnade Gottes gewiss machen, die uns durch die Menschwerdung Jesu Christi offenbart wurde. Nach R\u00f6mer 6 werden wir durch die Taufe in den Tod hineingenommen, den Jesus erlitten hat, um uns von unseren S\u00fcnden zu erl\u00f6sen. Der Auftrag unseres Herrn zielt also darauf, jeden einzelnen Menschen einzuladen, ihn als Erl\u00f6ser anzunehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn unsere Landeskirche Hauptamtliche freistellt f\u00fcr das Volksmissionarische Amt und Beauftragungen f\u00fcr Missionswerke ausspricht, ist das zu begr\u00fc\u00dfen. Wo dies aber zu der Einstellung f\u00fchrt, der missionarische Dienst sei schon dadurch hinreichend abgedeckt, leidet unsere Kirche! Vielmehr m\u00fcssen die einzelnen Christen gelehrt werden, missionarisch aktiv zu werden, also andere zum Glauben an Jesus Christus einzuladen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ob aber dazu die althergebrachten, parochialen Strukturen unserer Landeskirche allein ausreichend sind, um die Krise der Kirche zu wenden &#8211; zumal die Parochien durch die Aufl\u00f6sung von Pfarreien immer gr\u00f6\u00dfer werden?! Statt sich mit dem Schrumpfen unserer Kirche im alten Gewand zu arrangieren, m\u00fcssten wir dynamischer und missionarischer werden, um wieder zu wachsen. Wo dies in den alten Strukturen nicht m\u00f6glich ist, oder wo solch missionarisches Zeugnis von Ehrenamtlichen unerw\u00fcnscht ist, schlagen wir die Neugr\u00fcndung von Richtungsgemeinden vor, die nicht durch den Wohnort ihrer Mitglieder definiert werden, sondern durch die gemeinsame Ausrichtung auf den auferstandenen Herrn und Erl\u00f6ser und durch das gemeinsame Ziel, Menschen f\u00fcr Jesus zu gewinnen. Wer davon \u00fcberzeugt ist, wird sich pers\u00f6nlich einbringen und zur Finanzierung dieser Gemeinden auch auf neuen Wegen statt oder neben der Kirchensteuer beitragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Krise wird sich unsere Kirche so oder so ver\u00e4ndern. Wenn wir den missionarischen Dienst vernachl\u00e4ssigen, wird sie weiter schrumpfen und verk\u00fcmmern. Wenn wir aber das Zeugnis f\u00fcr Jesus Christus als Herrn und Heiland hochhalten und seinem Missionsbefehl nachkommen, gilt uns seine Verhei\u00dfung: \u201eSiehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.\u201c<a href=\"#_edn17\" name=\"_ednref17\">[17]<\/a><\/p>\n<p><strong>6. Christlicher Lebenswandel<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eSeid aber T\u00e4ter des Worts und nicht H\u00f6rer allein; sonst betr\u00fcgt ihr euch selbst.\u201c<a href=\"#_edn18\" name=\"_ednref18\">[18]<\/a> F\u00fcr einen christlichen Lebenswandel bedarf es des Wortes Gottes in der Heiligen Schrift. Danach gilt es, sein Leben zu gestalten, sowohl in der Kirchengemeinde als auch in allen allt\u00e4glichen Bez\u00fcgen. Die Bergpredigt Jesu und die Zehn Gebote sind grundlegend. Der Katechismus der Evangelischen Kirche der Pfalz ist eine gute und kurze Unterweisung f\u00fcr \u201edie christliche Glaubenslehre\u201c und \u201edas christliche Glaubensleben\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An zwei Geboten kann in besonderer Weise verdeutlicht werden, was gegenw\u00e4rtig nottut.<a href=\"#_edn19\" name=\"_ednref19\">[19]<\/a> Kinder Gottes leben gerne die Sonntagsheiligung, indem sie jeden Sonntag den Gottesdienst besuchen und von irdischer Arbeit lassen. Kinder Gottes halten an dem lebenslangen Treuebund und der Ausschlie\u00dflichkeit der Ehe zwischen Mann und Frau fest.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein so ausgerichtetes Leben der erl\u00f6sten Kinder Gottes bringt viel Freude und inneren Frieden, trotz manchem Leid, Anfechtung und Widerstand. So sind Christen \u201eSalz der Erde\u201c und \u201eLicht der Welt\u201c<a href=\"#_edn20\" name=\"_ednref20\">[20]<\/a>. Hier gilt es f\u00fcr alle in der Gemeinde Verantwortlichen, mit gutem Beispiel voranzugehen. Deshalb sind sie auch mit besonderem Augenmerk auszuw\u00e4hlen.<a href=\"#_edn21\" name=\"_ednref21\">[21]<\/a><\/p>\n<p><strong>7. Beteiligung am kirchlichen Leben<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gemeindeglieder finden Motivation und Freude zu einer Beteiligung am kirchlichen Leben vor allem dann, wenn die Kirche vor Ort pr\u00e4sent bleibt und im Pfarrhaus Licht brennt. Die Aufl\u00f6sung und Fusionierung von Kirchengemeinden und Pfarr\u00e4mtern war in vielen F\u00e4llen falsch. Die Bildung von Pfarrteams f\u00fcr ganze Regionen bewirken weitere Entfremdung und l\u00f6sen klare Zuordnungen auf. Gemeindearbeit lebt sehr stark durch Beziehungsarbeit und gemeinsames Leben mit den f\u00fcr Seelsorge Zust\u00e4ndigen. Nur so k\u00f6nnen christliche Lehre und christliches Leben zu einer Einheit werden. Denn \u201edie Gemeinde hat den Beruf, durch Wort und Sakrament eine Pflanzst\u00e4tte evangelischen Glaubens und Lebens und eine Gemeinschaft geschwisterlicher Liebe zu sein\u201c<a href=\"#_edn22\" name=\"_ednref22\">[22]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dazu bedarf es auch einer entsprechenden finanziellen Ausstattung der Kirchengemeinden. Der \u201eL\u00f6wenanteil\u201c der Kirchensteuereinnahmen muss in den Gemeinden vor Ort ankommen und diese d\u00fcrfen ihrer Bedeutung nach keinesfalls als Bittsteller gegen\u00fcber anderen Ebenen dastehen. Das ehrenamtliche Engagement muss vielf\u00e4ltiger und mit mehr Verantwortung ausgestaltet werden k\u00f6nnen. Und die Hauptaufgabe der Presbyterien ist es, dass sie die Gemeinde geistlich leiten. Mit den Geistlichen gilt es die Ausrichtung der Arbeit neu zu entdecken, denn sie tragen zu allererst \u201egemeinsam Verantwortung f\u00fcr die Verk\u00fcndigung des Evangeliums in Wort und Sakrament, die Seelsorge, die christliche Unterweisung, die Diakonie und Mission sowie f\u00fcr die Einhaltung der kirchlichen Ordnung\u201c<a href=\"#_edn23\" name=\"_ednref23\">[23]<\/a>. \u00dcberholte Strukturen gilt es zu \u00fcberwinden und neue Strukturen zu schaffen. Nur dann, wenn die \u201eKirche im Dorf\u201c bleibt, k\u00f6nnen die kirchlichen Aufl\u00f6sungserscheinungen verlangsamt werden und Gemeindeaufbau neu entstehen. Macht die GEMEINDE stark, denn seit Jesus arbeitet Gott vor Ort bei den Menschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Erkennbarkeit evangelischer Gemeinden gilt es zu erhalten und zu st\u00e4rken. Nicht als falsche Abgrenzung gegen\u00fcber Freikirchen oder gegen\u00fcber der katholischen Kirche, sondern um das reformatorische Profil zu erhalten, mit welchem uns im Reich Gottes ein gro\u00dfer Schatz anvertraut ist.<\/p>\n<p>\u00a9 \u00a0Im September 2020 herausgegeben von<\/p>\n<p><em>Pfarrer Thorsten Grasse, Wilgartswiesen<\/em><\/p>\n<p><em>Pfarrer Ulrich J. Hauck, Barbelroth<\/em><\/p>\n<p><em>Pfarrer Hartmut Hopp, Zellertal<\/em><\/p>\n<p><em>Pfarrer Dr. Ulrich Kronenberg, Speyer<\/em><\/p>\n<p><em>Pfarrer Holger M\u00fcller, Barbelroth<\/em><\/p>\n<p><em>Pfarrer Traugott Oerther, Schweigen-Rechtenbach<\/em><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/In-Sorge-um-unsere-Pf\u00e4lzische-Landeskirche-Homepages.pdf\">&#8222;In Sorge um unsere Pf\u00e4lzische Landeskirche &#8211; Bilanz und Aufbruch anhand der Kirchenverfassung&#8220; als Brosch\u00fcre hier herunterladen.<\/a><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong><br \/>\n<\/strong><strong>Kontaktadressen:<\/strong><\/p>\n<p><em>Ulrich J. Hauck\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><br \/>\n<em>Im gro\u00dfen Sand 8<\/em><br \/>\n<em>76889 Barbelroth<\/em><br \/>\n<em>E-Mail: ulrich-xp@t-online.de\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><\/p>\n<p><em>Dr. Ulrich Kronenberg<\/em><br \/>\n<em> Am Anger 5<\/em><br \/>\n<em>67346 Speyer<\/em><br \/>\n<em>E-Mail: ulrich.kronenberg@evkirchepfalz.de<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a> Zitate sind aus: Loewenich, Walther von: Die Geschichte der Kirche. Witten<sup>6<\/sup> 1962. S. 12 und 14.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a> Lukas 22,20; 1. Korinther 11,25<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a> Markus 8,36<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[4]<\/a> Lukas 12, 16-21<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref5\" name=\"_edn5\">[5]<\/a> Heidelberger Katechismus, Frage 1<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref6\" name=\"_edn6\">[6]<\/a> Johannes 5,28; Matth\u00e4us 25,46<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref7\" name=\"_edn7\">[7]<\/a> Johannes 11,25f<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref8\" name=\"_edn8\">[8]<\/a> Johannes 4<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref9\" name=\"_edn9\">[9]<\/a> Psalm 145,10<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref10\" name=\"_edn10\">[10]<\/a> 1. Timotheus 2,1-4<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref11\" name=\"_edn11\">[11]<\/a> Johannes 20,19<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref12\" name=\"_edn12\">[12]<\/a> Grundlegend f\u00fcr das Verh\u00e4ltnis von Verk\u00fcndigung und Diakonie ist die Vorgabe der Apostel, Apostelgeschichte 6, 1-7<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref13\" name=\"_edn13\">[13]<\/a> 1. Korinther 1,18<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref14\" name=\"_edn14\">[14]<\/a> Matth\u00e4us 13,22<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref15\" name=\"_edn15\">[15]<\/a> Matth\u00e4us 6,33; 16,26; Apostelgeschichte 10,33b u.v.a.m.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref16\" name=\"_edn16\">[16]<\/a> Matth\u00e4us 28, 18-20<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref17\" name=\"_edn17\">[17]<\/a> Matth\u00e4us 28, 20b<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref18\" name=\"_edn18\">[18]<\/a> Jakobus 1,22<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref19\" name=\"_edn19\">[19]<\/a> Diese beiden Gebote wurden exemplarisch ausgew\u00e4hlt, weil an ihnen die Misere der Glaubenspraxis in der Kirche besonders augenscheinlich wird. Die Liebe zu Gott h\u00e4ngt am Halten seiner Gebote (1. Johannes 5,3).<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref20\" name=\"_edn20\">[20]<\/a> Matth\u00e4us 5,13f<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref21\" name=\"_edn21\">[21]<\/a> Siehe 1. Timotheus 3 und Titusbrief 1,5ff<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref22\" name=\"_edn22\">[22]<\/a> Kirchenverfassung \u00a7 5<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref23\" name=\"_edn23\">[23]<\/a> Kirchenverfassung \u00a7 13<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Kirchenverfassung der Evangelischen Kirche der Pfalz in \u00a7 1, Abs. 2, ist die grundlegende Aufgabenstellung der Landeskirche, der Kirchengemeinden, der Gesamtkirchengemeinden, der Kirchenbezirke und der sonstigen K\u00f6rperschaften, Anstalten und Stiftungen sowie der gesamtkirchlichen Dienste formuliert: \u201eIhnen mit allen ihren Gliedern ist aufgegeben die Verk\u00fcndigung des Evangeliums in Wort und Sakrament, die Seelsorge, der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17521"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17521"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17521\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17528,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17521\/revisions\/17528"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17521"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17521"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17521"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}