{"id":17395,"date":"2020-07-13T10:00:37","date_gmt":"2020-07-13T08:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=17395"},"modified":"2020-07-13T10:01:45","modified_gmt":"2020-07-13T08:01:45","slug":"antwort-auf-die-kritik-von-landesbischof-july","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=17395","title":{"rendered":"Antwort auf die Kritik von Landesbischof July"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Auf der Sommertagung der w\u00fcrttembergischen Landessynode hat Landesbischof July scharfe Kritik an der vom w\u00fcrttembergischen Arbeitskreis des Netzwerks Bibel und Bekenntnis herausgegebenen Handreichung <strong>\u201eWas Gott nicht segnet, kann die Kirche nicht segnen! Biblisch-theologische Orientierung in der Auseinandersetzung um die Homosegnung\u201c<\/strong> ge\u00fcbt. Zun\u00e4chst: offensichtlich unterliegt der Landesbischof einem Irrtum, da er davon auszugehen scheint, dass der Arbeitskreis und die w\u00fcrttembergische Pfarrerarbeitsgemeinschaft Confessio identisch seien. Dem ist nicht so. Im Arbeitskreis haben sich auch nicht-ordinierte Personen der w\u00fcrttembergischen Landeskirche, die seit langen Jahren ehrenamtlich in Kirchengemeinden mitarbeiten, zusammengefunden. Die Initiative zu der vom Landesbischof kritisierten Handreichung ging wesentlich von diesen \u201eLaien\u201c aus.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Handreichung bekr\u00e4ftigt der Arbeitskreis auf Grund von Bibel und Bekenntnis theologisch fundiert \u2013 profilierte und namhafte Theologen haben Beitr\u00e4ge zur Handreichung beigesteuert \u2013 das deutliche \u201eNein\u201c zum Gesetz zur \u201eEinf\u00fchrung eines Gottesdienstes anl\u00e4sslich der b\u00fcrgerlichen Eheschlie\u00dfung zwischen zwei Personen gleichen Geschlechts\u2026\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Arbeitskreis bekr\u00e4ftigt mit der Handreichung auch, dass obgleich einige Synodale des Gespr\u00e4chskreises \u201eLebendige Gemeinde\u201c diesem Gesetz zugestimmt haben, dies nicht zugleich bedeutet, dass damit der gesamte innerkirchliche w\u00fcrttembergische Pietismus dem Gesetz zugestimmt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Landesbischof July wirft dem Arbeitskreis in seinem Synodenbericht vor <em>\u201espalterische Gedanken in die Kirchengemeinden\u201c<\/em> hineinzutragen.<br \/>\nEs ist jedoch zu fragen: Wer hat eine jahrhunderte-, ja jahrtausendealte gemeinsame theologische \u00dcberzeugung und geistliche Linie und Einheit verlassen? Es ist weiter zu fragen: Wer hat l\u00e4ngst vor dem Gesetz spalterisch in die Gemeinden hineingewirkt durch die Initiierung von Regenbogengemeinden und wer hat damit Konflikte in Kirchengemeinden hineingetragen?<br \/>\nLeider ist es zu einem g\u00e4ngigen Argumentationsmuster geworden, dass diejenigen, die eine bisher gemeinsame theologische und geistliche Linie verlassen haben, Einheit bei denen anmahnen und einfordern, die die neue Richtung nicht mitgehen k\u00f6nnen.<br \/>\nMit der Handreichung werden eben gerade nicht spalterische Gedanken in die Kirchengemeinden hineingetragen, sondern den Gemeinden wird klare biblisch-theologische Orientierung an die Hand gegeben.<br \/>\nWeiter kritisiert der Landesbischof, dass in der Handreichung der Begriff <em>\u201eBekenntnissynode\u201c<\/em> auftaucht und unterstellt, dass damit bewusst an die Zeit des Nationalsozialismus erinnert werden soll. Eine ungeheure Unterstellung! Wer jedoch die Brosch\u00fcre aufmerksam liest, wird feststellen, dass dieser Begriff in einem ganz anderen Zusammenhang auftaucht und weit davon entfernt ist, einen solch unseligen Vergleich anstellen zu wollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlie\u00dflich betont Landesbischof July, dass mit dem Gesetz <em>das pers\u00f6nliche Glaubensverst\u00e4ndnis und das Gewissen umfassend gesch\u00fctzt <\/em>seien. Doch muss gefragt werden: Wie lange? Die Beispiele anderer Landeskirchen zeigen nur zu deutlich, dass der Gewissensschutz fr\u00fcher oder sp\u00e4ter gekippt wird.<br \/>\nUnd weiter ist auch hier zu fragen, wie der Gewissensschutz in der kirchengemeindlichen Praxis aussieht. Wie schnell wird ein Pfarrer\/eine Pfarrerin unter \u2013 auch \u00f6ffentlichen Druck \u2013 kommen, wenn bekannt wird, wie er\/sie zum Thema \u201eSegnung\u201c von gleichgeschlechtlichen Paaren steht? Es gibt \u2013 auch in W\u00fcrttemberg \u2013 traurige Beispiele, die das belegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Landesbischof July \u00e4u\u00dfert in seinem Bericht, dass er erwartet, \u201e<em>dass wir auch k\u00fcnftig voneinander keine Zerrbilder zeichnen und genug Gro\u00dfherzigkeit aufbringen, \u00dcberzeugungen, die nicht die eigenen sind, zu akzeptieren.\u201c<\/em> Das ist auch die Erwartung an den Landesbischof und die Kirchenleitung im Hinblick auf den Arbeitskreis und die in der Handreichung dargelegten \u00dcberzeugungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Esslingen, 6. Juli 2020<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>J\u00f6rg Schietinger<\/em><br \/>\n<em>Mitglied des w\u00fcrttembergischen Arbeitskreises Bibel und Bekenntnis<\/em><br \/>\n<em>1. Vorsitzender des Kirchengemeinderates einer Kirchengemeinde in Esslingen<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.bibelundbekenntnis.de\/ak-wuerttemberg\/antwort-auf-die-kritik-von-landesbischof-july\/\">www.bibelundbekenntnis.de<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Sommertagung der w\u00fcrttembergischen Landessynode hat Landesbischof July scharfe Kritik an der vom w\u00fcrttembergischen Arbeitskreis des Netzwerks Bibel und Bekenntnis herausgegebenen Handreichung \u201eWas Gott nicht segnet, kann die Kirche nicht segnen! Biblisch-theologische Orientierung in der Auseinandersetzung um die Homosegnung\u201c ge\u00fcbt. 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