{"id":17280,"date":"2020-05-18T23:58:43","date_gmt":"2020-05-18T21:58:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=17280"},"modified":"2020-05-18T23:58:43","modified_gmt":"2020-05-18T21:58:43","slug":"stellungnahme-des-vorstands-der-st-martini-kirchengemeinde-bremen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=17280","title":{"rendered":"Stellungnahme des Vorstands der St. Martini Kirchengemeinde Bremen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stellungnahme des Vorstandes der St. Martini Kirchengemeinde zu der Entscheidung des Kirchenausschusses der Bremischen Evangelischen Kirche, ein Disziplinarverfahren gegen Pastor Olaf Latzel einzuleiten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In seiner Sitzung am 14.05.2020 hat der Kirchenausschuss der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) auf Vorschlag seiner Pr\u00e4sidentin, Frau Edda Bosse, des Schriftf\u00fchrers, Pastor Dr. Bernd Kuschnerus, und des Leiters der Kirchenkanzlei, Dr. Johann Daniel Noltenius, beschlossen, ein Disziplinarverfahren gegen den Pastor der St. Martini Gemeinde, Olaf Latzel, einzuleiten. Begr\u00fcndet wird die Einleitung des Disziplinarverfahrens mit \u00c4u\u00dferungen von Pastor Latzel zur biblischen Beurteilung \u00fcber gelebte Homosexualit\u00e4t im Rahmen eines Eheseminars im Oktober 2019.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kirchenvorstand der St. Martini Gemeinde gibt zu diesem Vorgang folgende Stellungnahme ab:<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1 Der biblische Befund zur gelebten Homosexualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2013 Es geht um Gottes Sch\u00f6pfungsordnung \u2013<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ablehnung gelebter Homosexualit\u00e4t im Alten wie im Neuen Testament wird mit einer Eindeutigkeit vorgetragen, die eigentlich jede Diskussion dar\u00fcber \u00fcberfl\u00fcssig erscheinen l\u00e4sst. Die Bibeltexte dazu sind bekannt und m\u00fcssen an dieser Stelle nicht noch einmal wiederholt werden. Hierzu sei auf die Erkl\u00e4rung Pastor Latzels vom 26.04.2020 verwiesen. Homosexualit\u00e4t wird als Gr\u00e4uel und schwere S\u00fcnde vor Gott bezeichnet. Warum ist die Bibel so radikal in der Ablehnung der Homosexualit\u00e4t? Antwort: Es geht um Gottes Sch\u00f6pfungsordnung. Und wer die Sch\u00f6pfungsordnung Gottes infrage stellt, der greift den Sch\u00f6pfer, den dreieinigen Gott, selbst an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber tausende von Jahren wurde die biblische Beurteilung der Homosexualit\u00e4t nicht infrage gestellt, weder vom alttestamentlichen Gottesvolk, noch von der neutestamentlichen Gemeinde. Auch in der<br \/>\nEvangelischen Kirche Deutschlands (EKD) herrschte in dieser Frage bis vor wenigen Jahren Konsens. In der Orientierungshilfe \u201eMit Spannungen leben\u201c, die 1996 von der EKD ver\u00f6ffentlicht wurde, stellt die EKD in gro\u00dfer Klarheit fest, dass die Ehe heterosexuellen Paaren vorbehalten bleiben m\u00fcsse und dass praktizierte Homosexualit\u00e4t gegen den Willen Gottes sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es sollte auch bekannt sein, dass nach wie vor die \u00fcberwiegende Mehrheit der christlichen Kirchen aller Konfessionen weltweit an der Sch\u00f6pfungsordnung Gottes als unverr\u00fcckbare Glaubensgrundlage festhalten und praktizierte Homosexualit\u00e4t als gegen den Willen Gottes gerichtet ablehnen. Die von der St. Martini Gemeinde vertretene Lehre zur biblischen Sexualethik ist mit Blick auf die weltweite Christenheit keine Minderheitsposition! Lediglich gro\u00dfe Teile der saturierten Kirchen Westeuropas \u2013 und hier allen voran die EKD \u2013 haben sich in einem Prozess geistlicher Aufl\u00f6sung von den noch vor zwanzig Jahren geltenden Glaubensgrundlagen abgewandt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn nun Pastor Latzel in einem Eheseminar\u00a0die biblische Beurteilung zur Homosexualit\u00e4t darstellt und mit seinen Worten die relevanten Bibeltexte wiedergibt, dann hat dies nichts mit Herabw\u00fcrdigung von homosexuell empfindenden Menschen oder gar Hetze gegen sie zu tun, wie vom Kirchenausschuss in seiner Begr\u00fcndung behauptet wird. Pastor Latzel hat lediglich die relevanten biblischen Aussagen zur Homosexualit\u00e4t des Alten und des Neuen Testamentes vorgetragen. Dies sollte einem Pastor einer christlichen Kirche wohl noch gestattet sein. Im \u00dcbrigen hat Pastor Latzel in seiner Erkl\u00e4rung vom 26.04. dargelegt, dass homosexuell empfindende Glaubensgeschwister selbstverst\u00e4ndlich Teil unserer Gemeinschaft in St. Martini sind und sich f\u00fcr Sch\u00e4rfe und Missverst\u00e4ndlichkeit seiner Ausf\u00fchrungen entschuldigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2 Der S\u00fcnder zwischen Verdammnis und Errettung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2013 Gegen die Verk\u00fcndigung der billigen Gnade \u2013<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kirchenausschuss wirft Pastor Latzel vor, Menschen herabgesetzt, beleidigt und in ihrer W\u00fcrde verletzt zu haben. Bezug genommen wir dabei auf Aussagen des Pastors, dass Gott S\u00fcnde verdammt und der unerl\u00f6ste S\u00fcnder nach Gottes Urteil den ewigen Tod erleiden wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bibel lehrt uns aber genau dies: Der Mensch, zum Ebenbild Gottes geschaffen, hat sich gegen seinen Sch\u00f6pfer erhoben, hat gegen Gott rebelliert, denn er wollte sein wie Gott. Die Bibel nennt dies den S\u00fcndenfall. Der Mensch hat dadurch seinen Anfang, seinen Ursprung in Gott verloren. Er lebt nun im Hass und in Feindschaft gegen diesen Ursprung, gegen Gott. Eine Vers\u00f6hnung und Erl\u00f6sung kann der Mensch selbst nicht bewirken. Er bleibt unter dem Gericht Gottes und damit verloren f\u00fcr Zeit und Ewigkeit. Die Predigt von der Verdammnis des unerl\u00f6sten S\u00fcnders ist keine Ver\u00e4chtlichmachung von Menschen, sondern biblischer Realismus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem strafenden und den s\u00fcndigen Menschen vernichtenden Gesetz Gottes aber steht das Evangelium, die \u201eGute Nachricht\u201c, von der Erl\u00f6sung des S\u00fcnders gegen\u00fcber. Gott selbst ist in Jesus Christus in diese Welt gekommen, um stellvertretend f\u00fcr uns Menschen die Strafe Gottes, den Tod, zu erleiden aus Liebe zu uns Menschen. So sehr hat Christus uns geliebt, dass er gehorsam war und f\u00fcr uns am Kreuz in den Tod gegangen ist. Aber Christus ist auferstanden und hat damit Tod, Teufel und H\u00f6lle \u00fcberwunden. Er, Christus, errettet vom ewigen Tod und schenkt ewiges Leben mit dem Vater in der Herrlichkeit, wenn wir unsere S\u00fcnden bekennen und an ihn glauben. So lehrt es die Heilige Schrift und so haben es die Reformatoren selbst erfahren und neu ans Licht gebracht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die biblische Lehre von der Verdammnis des unerl\u00f6sten S\u00fcnders und seiner Errettung allein durch Gnade wird in weiten Teilen der evangelischen Kirche abgelehnt. Man m\u00f6chte den modernen Menschen ja nicht verschrecken oder gar den Eindruck erwecken, man stelle ihn infrage. Die Menschen k\u00f6nnten sich herabgesetzt und beleidigt f\u00fchlen, so die Sorge wohl auch des Kirchenausschusses. Zum Ersatz spendet man \u201ebillige Gnade\u201c, wie es Dietrich Bonhoeffer in seinem Buch \u201eNachfolge\u201c schon vor \u00fcber 75 Jahren klar erkannte. Er schreibt: \u201eBillige Gnade ist Predigt der Vergebung ohne Bu\u00dfe, ist Taufe ohne Gemeindezucht, ist Abendmahl ohne Bekenntnis der S\u00fcnde, ist Absolution ohne pers\u00f6nliche Beichte. Billige Gnade ist Gnade ohne Nachfolge, Gnade ohne Kreuz, Gnade ohne den lebendigen Mensch gewordenen Jesus Christus\u2026\u201c Und seine Abrechnung mit der Gesetzesverlorenheit der volkskirchlichen Praxis schlie\u00dft er mit der Erkenntnis: \u201eBillige Gnade ist der Todfeind unserer Kirche.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was wir heute in der evangelischen Kirche brauchen, und zwar mehr denn je, ist die Predigt vom richtenden Gesetz Gottes, der totalen Verlorenheit des S\u00fcnders und von der gn\u00e4digen Errettung des S\u00fcnders allein durch Christus und allein aus Gnade. Wir in St. Martini jedenfalls halten fest an der Verk\u00fcndigung von Gesetz und Evangelium, auch wenn wir daf\u00fcr durch die eigene Kirche geschm\u00e4ht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3 Kirchliche Einheit und Gemeinschaft der Gemeinden?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2013 Nicht Einheit, sondern Wahrheit \u2013<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kirchenausschuss wirft dem Pastor vor, er h\u00e4tte mit seinen Aussagen \u201e\u2026 der Gemeinschaft der Gemeinden und allen kirchlichen Einrichtungen geschadet.\u201c Der Kirchenausschuss suggeriert mit dieser Aussage, es g\u00e4be in der BEK eine Verpflichtung zur Einheit unter den Gemeinden und mit den kirchlichen Einrichtungen. Die Verfassungswirklichkeit und die \u00fcber Jahrhunderte gelebte kirchliche Praxis in der BEK stehen aber in komplettem Widerspruch zu dieser Auffassung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu Erinnerung sei noch einmal festgehalten: Die Bremische Evangelische Kirche ist nach Ihrer Verfassung lediglich ein Zusammenschluss selbstst\u00e4ndiger Gemeinden unterschiedlichen Bekenntnisses. Die Selbstst\u00e4ndigkeit und Selbstverwaltung der Gemeinden ist umfassend und erstreckt sich grunds\u00e4tzlich auf das ganze innere und \u00e4u\u00dfere kirchliche Leben der Gemeinde. Die Glaubens-, Gewissens- und Lehrfreiheit der Gemeinden ist unbeschr\u00e4nkt, also der Aufsicht der kirchlichen Verwaltungsorgane in keiner Weise unterstellt! Die BEK ist niemals eine organisatorische Gemeinschaft zur unmittelbaren Erf\u00fcllung kirchlicher Aufgaben und Pflege kirchlichen Lebens. Die Selbstst\u00e4ndigkeit der Gemeinden ist in Bremen das Prim\u00e4re.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus der Kirchenverfassung kann keine besondere Verantwortung eines Pastors f\u00fcr die Einheit der Kirche hergeleitet werden. Die Schaffung von kirchlicher Einheit ist weder Ziel noch Auftrag der Kirchenverfassung. Der Kirchenausschuss erhebt hier Anklage gegen unseren Pastor, der es an jeglicher Grundlage mangelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kirchenausschuss wird in seiner Auffassung sodann auch durch die gelebte Praxis in den Gemeinden widerlegt. Die BEK lebt in der Vielfalt ihrer Gemeinden mit unterschiedlicher theologischer Profilierung. Da gibt es Gemeinden innerhalb der BEK, die bereits vor Jahrzehnten das Glaubensbekenntnis aus dem Gottesdienst verbannt haben und auf ihr \u201eundogmatisches Christentum\u201c stolz sind. Andere veranstalten Theatervorf\u00fchrungen im Kirchenraum mit einem halben Dutzend nackter Frauen, die um und auf dem Altar herumtanzen, wo Intimszenen gezeigt werden und dies alles begleitet wird durch den Gesang eines Kinder(!)-Chores. Und dann gibt es eben auch solche Gemeinden, f\u00fcr die nach wie vor die Bibel die einzig g\u00fcltige Autorit\u00e4t f\u00fcr Lehre, Leben und Verk\u00fcndigung ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch mit Blick auf die gesamtkirchlichen Einrichtungen f\u00e4llt es schwer, eine kirchliche Einheit zu erkennen. Es gibt in der BEK Einrichtungen, die sich nicht scheuen, die Genderideologie zum Ma\u00dfstab ihres Handelns zu erheben. Da wird dann \u00f6ffentlich gefordert, das in den K\u00f6pfen noch fest verankerte Bild, \u201e\u2026 dass es Mann und Frau gibt und nichts dazwischen\u2026\u201c, auszul\u00f6schen. Kirchliche Gemeinschaft unter dem Diktat einer gottlosen Genderideologie ist f\u00fcr St. Martini undenkbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kirchliche Einheit ist kein Wert an sich, es geht um Wahrheit, biblische Wahrheit. Wie kann der Kirchenausschuss bei dieser Verschiedenartigkeit der Gemeinden nun pl\u00f6tzlich eine Pflicht zur Gemeinschaft und damit zur kirchlichen Einheit untereinander und mit den kirchlichen Einrichtungen einfordern und eine Verletzung derselbigen durch unseren Pastor ausmachen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4 Votum des Vorstands zum eingeleiteten Disziplinarverfahren<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2013 Es geht um Bibel und Bekenntnis \u2013<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kirchenausschuss begr\u00fcndet die Einleitung des Disziplinarverfahrens gegen Pastor Latzel mit Anschuldigungen, Pastor Latzel h\u00e4tte mit seinen Aussagen auf dem Eheseminar im Oktober 2019 \u201eMenschen herabgesetzt, beleidigt und in ihrer W\u00fcrde verletzt\u2026\u201c. Mit seinen Aussagen schade er der Gemeinschaft der einzelnen Gemeinden und allen gesamtkirchlichen Einrichtungen. Eine Grenze sei jetzt \u00fcberschritten worden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die hier vom Kirchenausschuss ins Feld gef\u00fchrten Vorw\u00fcrfe gegen Pastor Latzel sind die \u00fcblichen und immer wieder verwendeten Stereotypen, um bibeltreue Standpunkte zu diskreditieren. In unserem Fall m\u00fcssen sie erneut herhalten f\u00fcr den Versuch, die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen Pastor Latzel zu rechtfertigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weite Teile der verfassten Kirche in Deutschland haben sich vom Anspruch der Bibel als geoffenbartes Wort Gottes und damit als einzig g\u00fcltige Autorit\u00e4t weit entfernt. Pastoren und Gemeinden, die sich in Leben, Lehre und Verk\u00fcndigung an die Heilige Schrift als dem unfehlbaren Gotteswort gebunden f\u00fchlen, d\u00fcrfen nicht mehr vorkommen, werden deshalb ausgegrenzt, verleumdet und angegriffen. Das haben wir \u00fcber Jahre erfahren, wobei die Gewalt gegen Pastor Latzel und die St. Martini Gemeinde in den letzten Monaten eskaliert ist. Bei der massiven St\u00f6rung des Gottesdienstes am 8. M\u00e4rz gaben sich die St\u00f6rer offen als Anh\u00e4nger der Schwulen- und Lesbenszene zu erkennen. Diesen Vorfall, wie auch alle anderen Angriffe gegen uns, haben wir umgehend dem Kirchenausschuss zur Kenntnis gebracht. Der Kirchenausschuss hat es nicht f\u00fcr n\u00f6tig gehalten, \u00f6ffentlich gegen die Gewaltakte Stellung zu beziehen. In all diesen Jahren und trotz genauer Kenntnis der Angriffe gegen den Pastor und St. Martini haben wir als Vorstand vergeblich auf ein Zeichen der Solidarit\u00e4t des Kirchenausschusses gewartet. Sowohl \u00f6ffentlich als auch in Richtung der Gemeinde hat der Kirchenausschuss eisern geschwiegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das vom Kirchenausschuss jetzt er\u00f6ffnete Disziplinarverfahren gegen Pastor Latzel folgt dieser Linie. Angriffe aus der Schwulen- und Lesbenszene gegen uns l\u00e4sst man unkommentiert. Pastor Latzel aber, der eine theologisch unliebsame Position vertritt, soll eingesch\u00fcchtert und mundtot gemacht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kirchenausschuss ist nach der Verfassung der BEK nicht berechtigt, sich zu Fragen des Glaubens und der Lehre zu \u00e4u\u00dfern. Die Einleitung des Disziplinarverfahrens gegen Pastor Latzel ist daher auch ein unverhohlener Angriff auf die in der Kirchenverfassung der BEK den Gemeinden garantierte unbeschr\u00e4nkte Glaubens-, Gewissens- und Lehrfreiheit. Mit der Einleitung des Disziplinarverfahrens verletzt der Kirchenausschuss in diesem Fall seine Amtsbefugnisse und steht au\u00dferhalb der Kirchenverfassung. Der Vorstand der St. Martini Kirchengemeinde bestreitet die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit des Beschlusses des Kirchenausschusses, ein Disziplinarverfahren einzuleiten. Der Vorstand der St. Martini Kirchengemeinde wird daher Sanktionen gegen Pastor Latzel, die im Zuge dieses Disziplinarverfahrens m\u00f6glicherweise ausgesprochen werden, nicht akzeptieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Liebe Martini Gemeinde, liebe Schwestern und Br\u00fcder im Herrn,<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">wir sind \u00fcberw\u00e4ltigt von den vielen unterst\u00fctzenden Zuschriften, die wir von Glaubensgeschwistern aus Deutschland und aus vielen europ\u00e4ischen Nachbarl\u00e4ndern in den letzten Wochen erhalten haben. Tausende Menschen haben sich hinter Olaf Latzel und hinter St. Martini gestellt. Tausende Menschen falten f\u00fcr uns die H\u00e4nde. F\u00fcr diese unfassbar gewaltig gro\u00dfe Unterst\u00fctzung danken wir Euch von ganzem Herzen. Betet weiter f\u00fcr uns.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Betet aber auch f\u00fcr die vielen anderen Pastoren, Vorst\u00e4nde und Gemeinden in Deutschland, die sich gegen den Zeitgeist stellen und nur Christus verk\u00fcndigen und folgen wollen und daf\u00fcr von ihren Kirchenleitungen angegriffen werden. Der Widerstand gegen bibeltreue Christen in unserem Land und in den anderen Landeskirchen w\u00e4chst, der Gegenwind wird sch\u00e4rfer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beten Sie aber auch f\u00fcr die Kirchenleitungen, dass Gott, der Herr, ihnen Erkenntnis und<br \/>\nUmkehr schenken m\u00f6ge. Gerade von ihnen wird der allm\u00e4chtige Gott einmal Rechenschaft verlangen dar\u00fcber, wie sie ihr Amt als Verk\u00fcndiger und Bewahrer seines heiligen Wortes gef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und beten Sie f\u00fcr Erweckung in unserem Land. Wir sind ein heidnisches Land geworden, ein Volk, das weithin ohne Gott lebt. Beten Sie, dass Gott, der Herr, Missionare und Evangelisten in unser Land schickt, die uns das Evangelium, die \u201eGute Nachricht\u201c, von Jesus Christus, unserem Herrn und Heiland, neu zurufen, damit Menschen zum Glauben kommen, Heilung und Errettung erfahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Schwestern und Br\u00fcder, auf dem Schild drau\u00dfen vor unserer Kirche steht geschrieben: Christus ist auferstanden. Ja, Christus ist wahrhaftig auferstanden. Er regiert, er sitzt im Regiment. Es sieht auf seine Gemeinde, und wir haben seine Zusage, dass er bei uns ist alle Tage, bis an der Welt Ende.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Gehorsam gegen\u00fcber diesem wunderbaren Herrn und Heiland, der alles f\u00fcr unsere Errettung getan hat und f\u00fcr unsere S\u00fcnden ans Kreuz gegangen ist, werden wir als Kirchengemeinde den auf Bibel und Bekenntnis gegr\u00fcndeten Weg in Lehre und Leben mit unserem Pastor Olaf Latzel fortsetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. (Hebr. 13,8)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr den Vorstand der St. Martini Gemeinde<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dr. J\u00fcrgen Fischer<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">verwaltender Bauherr<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bremen, den 17. Mai 2020<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stellungnahme des Vorstandes der St. Martini Kirchengemeinde zu der Entscheidung des Kirchenausschusses der Bremischen Evangelischen Kirche, ein Disziplinarverfahren gegen Pastor Olaf Latzel einzuleiten In seiner Sitzung am 14.05.2020 hat der Kirchenausschuss der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) auf Vorschlag seiner Pr\u00e4sidentin, Frau Edda Bosse, des Schriftf\u00fchrers, Pastor Dr. Bernd Kuschnerus, und des Leiters der Kirchenkanzlei, Dr. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":654,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11,10,13,17,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17280"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/654"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17280"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17280\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17281,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17280\/revisions\/17281"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17280"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17280"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17280"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}