{"id":17237,"date":"2020-05-03T18:50:17","date_gmt":"2020-05-03T16:50:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=17237"},"modified":"2020-05-03T18:56:59","modified_gmt":"2020-05-03T16:56:59","slug":"was-sind-beweise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=17237","title":{"rendered":"Was sind Beweise?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Einwand E1:<\/strong> <em>Sie sprechen immer wieder von Beweisen. Ist das nicht zu hoch aufgeh\u00e4ngt, wenn Sie behaupten, Sie haben die Evolutionstheorie, den Atheismus und den Materialismus widerlegt. Echte Beweise gibt es m.E. nur in der Mathematik.<\/em><\/p>\n<p><strong>Antwort zu E1:<\/strong> Die folgende Antwort wird sicherlich verst\u00e4ndlich, wenn wir<\/p>\n<p>&#8211; bei dem Wort \u201eBeweis\u201c sehr konsequent zwischen <strong>harten<\/strong> und <strong>weichen<\/strong> Beweisen bzw. <strong>harten<\/strong> und <strong>weichen<\/strong> Widerlegungen unterscheiden (diese notwendige Unterscheidung wird hier erstmalig eingef\u00fchrt);<\/p>\n<p>&#8211; kl\u00e4ren, worauf sich ein Beweis gr\u00fcndet;<\/p>\n<p>&#8211; den Begriff Beweis klar definieren.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Definition 1:<\/strong> Ein <strong>Beweis<\/strong> ist die fehlerfreie Herleitung einer Aussage aus feststehenden Tatsachen.<\/p>\n<p><strong>Definition 2:<\/strong> Eine <strong>Widerlegung<\/strong> ist der fehlerfreie Nachweis, dass eine behauptete Aussage aufgrund feststehender Tatsachen auf einen Widerspruch gef\u00fchrt werden kann.<\/p>\n<p>Um eine deutliche Trennlinie zu markieren zwischen dem, was unumst\u00f6\u00dflich ist und dem, was dank besserer Erkenntnis korrigiert werden kann, f\u00fchren wir hier zwei neue Begriffe ein: Harte und weiche Beweise (bzw. Widerlegungen).<\/p>\n<p><strong><em>Harte Beweise<\/em><\/strong><em> und <strong>harte<\/strong> <strong>Widerlegungen<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Harte Beweise<\/strong> und <strong>harte<\/strong> <strong>Widerlegungen<\/strong> gibt es nur dann, wenn sie auf absolut feststehenden Tatsachen beruhen. Es gibt nur drei Bereiche in unserer Welt, die dieser Forderung gerecht werden:<\/p>\n<p>&#8211; die Strukturwissenschaften (Axiome)<\/p>\n<p>&#8211; die Naturgesetze (Wirklichkeit)<\/p>\n<p>&#8211; und die Bibel (Gott).<\/p>\n<p>Was ist die feststehende Basis in den drei Bereichen? Punkt 1 gr\u00fcndet sich auf <em>Axiome<\/em>, bei 2. ist es die <em>beobachtete Wirklichkeit<\/em> und bei 3. sind alle Aussagen in <em>Gott <\/em>verankert.<\/p>\n<p>Da die Begriffe <strong>harte<\/strong> und <strong>weiche Beweise<\/strong> hier neu eingef\u00fchrt werden, bedarf es einer Pr\u00e4zisierung:<\/p>\n<p><strong>Definition 3: Harte Beweise<\/strong> (und auch <strong>harte Wiederlegungen<\/strong>) sind neue Aussagen, die sich auf ein so festes Fundament gr\u00fcnden, dass sie nicht mehr widerlegbar sind.<\/p>\n<p>Wir haben nur drei Bereiche benennen k\u00f6nnen, in denen diese strenge Bedingung erf\u00fcllt ist. So wollen wir nun aus allen drei Bereichen je einen solchen Beweis benennen, der nicht widerlegbar ist:<\/p>\n<p><strong>&#8211; Mathematik.<\/strong> Bezeichnet man in einem rechtwinkligen Dreieck die beiden Seiten, die den rechten Winkel miteinander bilden, mit <em>a<\/em> und <em>b<\/em> (= die Katheten) und die gegen\u00fcberliegende Seite mit <em>c<\/em> (= Hypotenuse), dann gilt der von <em>Pythagoras<\/em> bewiesene Satz: In allen ebenen rechtwinkligen Dreiecken ist die Summe der Fl\u00e4cheninhalte der Kathetenquadrate gleich dem Fl\u00e4cheninhalt des Hypotenusenquadrates (<em>a<\/em><sup>2<\/sup> + <em>b<\/em><sup>2<\/sup> = <em>c<\/em><sup>2<\/sup>).<\/p>\n<p><strong>Dieser Beweis ist nicht widerlegbar. <\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8211; Naturgesetz:<\/strong> Nach dem Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik ist kein Prozess in dieser Welt m\u00f6glich, bei dem ein W\u00e4rmeaustausch bei abnehmender Entropie stattfindet (siehe Anhang A2.1). Damit l\u00e4sst sich beweisen, dass W\u00e4rmeenergie niemals von selbst von einem k\u00fchleren K\u00f6rper zu einem w\u00e4rmeren hin\u00fcberflie\u00dfen kann.<\/p>\n<p><strong>Dieser Beweis ist nicht widerlegbar (durch kein Experiment!).<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8211; Bibel:<\/strong> In Johannes 10,35 spricht Jesus von den Prophetien des Alten Testaments und sagt dar\u00fcber: <em>\u201eDie Schrift kann doch nicht gebrochen werden.\u201c <\/em>Damit steht fest, dass alle prophetischen Voraussagen in Erf\u00fcllung gehen werden, was nat\u00fcrlich auch die Aussagen \u00fcber Jesus impliziert.<\/p>\n<p><strong>Diese Aussage wurde bisher nicht widerlegt.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Definition 4:<\/strong> Von<strong> weichen Beweisen<\/strong> (und auch <strong>weichen Widerlegungen<\/strong>) sprechen wir in allen anderen F\u00e4llen, die nicht zu den drei obigen Bereichen geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Ein weicher Beweis kann in den meisten F\u00e4llen zutreffend sein, aber er ist es nicht zwingend. So ordnen wir z.B. alle juristischen und historischen Beweise den weichen zu, da sie weder auf mathematischer Logik noch auf Naturgesetzen beruhen.<\/p>\n<p>Wenden wir uns nun den drei Bereichen zu, zu deren Charakteristika harte Beweise und harte Widerlegungen geh\u00f6ren:<\/p>\n<p><strong>1.) Strukturwissenschaften<\/strong><\/p>\n<p>Die Strukturwissenschaften wie Mathematik und Informatik arbeiten losgel\u00f6st von der Wirklichkeit allen Geschehens in dieser Welt. <em>Albert<\/em> <em>Einstein<\/em> (1879-1955) sagte zu Recht: \u201eInsofern sich die S\u00e4tze der Mathematik auf die Wirklichkeit beziehen, sind sie nicht sicher, und insofern sie sicher sind, beziehen sie sich nicht auf die Wirklichkeit.\u201c Die Herleitung einer Aussage, ob sie richtig oder falsch ist, folgt aus einer bestimmten Anzahl von Axiomen, die als wahr vorausgesetzt werden, und weiterhin aus Aussagen, die bereits bewiesen sind.<\/p>\n<p><strong>Wahre S\u00e4tze<\/strong> lassen sich durch verschiedene Methoden (z.B. vollst\u00e4ndige Induktion) <strong>beweisen<\/strong> (z.B. \u201eDie Zahl <em>\u03c0<\/em> ist eine irrationale Zahl\u201c; Der <em>Fermatsche<\/em> Satz: \u201eIst <em>n<\/em> eine nat\u00fcrliche Zahl gr\u00f6\u00dfer als 2, so kann die <em>n<\/em>-te Potenz jeder nat\u00fcrlichen Zahl ungleich null nicht in die Summe zweier <em>n<\/em>-ter Potenzen nat\u00fcrlicher Zahlen ungleich null zerlegt werden. Das hei\u00dft, die Gleichung <em>a<sup>n<\/sup> + b<sup>n<\/sup> = c<sup>n<\/sup><\/em> ist f\u00fcr positive ganze Zahlen <em>a, b, c, n<\/em> unl\u00f6sbar, wenn <em>n<\/em> gr\u00f6\u00dfer als 2 ist.\u201c). Der Mathematiker <em>Kurt G\u00f6del<\/em> (1906-1978) konnte mit Hilfe seiner Unvollst\u00e4ndigkeitss\u00e4tze beweisen, dass <em>nicht alle<\/em> wahren S\u00e4tze in der Mathematik beweisbar bzw. widerlegbar sind.<\/p>\n<p>Einen <strong>falschen Satz kann man widerlegen<\/strong>, indem man die behauptete Aussage mathematisch auf einen Widerspruch f\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>2.) Naturgesetze <\/strong><\/p>\n<p>Nach den bisher gesicherten Erkenntnissen der Naturwissenschaften sind es die Naturgesetze und Naturkonstanten, die keiner Ver\u00e4nderung in Raum und Zeit unterliegen. Die <strong>Naturgesetze<\/strong> haben in der materiellen Welt eine derart durchdringende Wirkung, dass sie bis in die entferntesten Winkel des Universums g\u00fcltig sind. Nicht ein einzelnes Atom kann sich ihrem Einfluss entziehen. Alle Prozesse \u2013 und es sind bereits Tausende in einer einzigen lebenden Zelle wirksam \u2013 stehen unter der absoluten Oberhoheit der Naturgesetze. Kein Vorgang auf dieser Erde und in den Weiten des Universums bleibt f\u00fcr den Bruchteil einer Millionstel Sekunde von ihnen unber\u00fccksichtigt. Man kann nur in h\u00f6chstem Ma\u00dfe staunen, dass es so etwas Grundlegendes, Durchgreifendes und alles Durchdringende \u00fcber alle Raum- und Zeitgrenzen hinweg gibt.<\/p>\n<p>Dieselbe Bedeutung, die den Axiomen in der mathematischen Beweisf\u00fchrung zukommt, haben die Naturgesetze f\u00fcr die uns umgebende Wirklichkeit. <strong>Wenn wir mit Naturgesetzen argumentieren, dann gelangen wir zu der st\u00e4rksten naturwissenschaftlichen Beweisform.<\/strong> F\u00fcr alle Naturgesetze gilt folgende grundlegende Eigenschaft:<\/p>\n<p>Naturgesetze haben <strong>erlaubenden<\/strong> und <strong>verbietenden<\/strong> Charakter oder anders ausgedr\u00fcckt: sie haben <strong>beweisenden<\/strong> und auch <strong>widerlegenden<\/strong> Charakter.<\/p>\n<p>(<em>Hinweis:<\/em> Nur der Urheber der Naturgesetze kann sie f\u00fcr seine Taten \u00e4ndern. Das geschieht bei den Wundern der Bibel).<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen folgende S\u00e4tze festhalten:<\/p>\n<p><strong>S1a:<\/strong> Man kann <strong>durch Naturgesetze<\/strong> <strong>beweisen<\/strong>, dass ein gedachter Prozess in der Realit\u00e4t prinzipiell m\u00f6glich ist, wenn dabei keinem Naturgesetz widersprochen wird. Das gesamte Ingenieurwesen beruht darauf, dass im Voraus Prozesse (z.B. Ammoniak-Synthese) und Maschinen (z.B. Flugzeuge, Turbinen, Autos, Raketen) gem\u00e4\u00df den Naturgesetzen berechnet und geplant werden k\u00f6nnen. Geschah alles im Rahmen der Naturgesetze, dann sind die Planungen auch in der Realit\u00e4t umsetzbar, wenn nicht andere Restriktionen (z.B. zu hohe Kosten, zu gro\u00dfe Entfernungen) dagegen sprechen.<\/p>\n<p><strong>S2a: <\/strong>Man kann <strong>durch Naturgesetze widerlegen<\/strong>, dass ein gedachter Prozess oder eine gedachte Maschine unm\u00f6glich ist, wenn auch nur einem Naturgesetz widersprochen wird.<\/p>\n<p>Andere Formulierungen von S1a und S2a:<\/p>\n<p><strong>S1b:<\/strong> Ob ein gedachter Vorgang oder eine erdachte Maschine in der Realit\u00e4t prinzipiell <strong>m\u00f6glich<\/strong> ist, kann dadurch im Voraus <strong>bewiesen<\/strong> werden, wenn gezeigt wird, dass dabei keinem Naturgesetz widersprochen wird (<em>Beweis durch Naturgesetze<\/em>).<\/p>\n<p><strong>S2b:<\/strong> Ob ein gedachter Vorgang oder eine erdachte Maschine in der Realit\u00e4t <strong>unm\u00f6glich<\/strong> ist, kann dadurch <strong>bewiesen<\/strong> werden, wenn gezeigt wird, dass dabei ein Naturgesetz verletzt w\u00fcrde (<em>Widerlegung durch Naturgesetze<\/em>).<\/p>\n<p><strong>Zwei neue naturgesetzliche Beweise aus dem Buch \u201eInformation. Der Schl\u00fcssel zum Leben\u201c (2018):<\/strong><\/p>\n<p><strong>B1:<\/strong> <strong>Unm\u00f6glichkeit der Makroevolution:<\/strong> Nach S2b hat es den Vorgang der biologischen Evolution (Makroevolution) nie gegeben, weil dabei ein Naturgesetz der Universellen Information verletzt w\u00fcrde (Verletzung von NGI-4: <em>Universelle Information kann nur von einem intelligenten Sender erzeugt werden <\/em>und nicht von alleine entstehen).<\/p>\n<p><strong>B2: Gottesbeweis durch die Information: <\/strong>Da die lebenden Zellen eine riesige Menge an Universeller Information enthalten, aber alle die dadurch codierten Konzepte von keinem Menschen stammen, ist als Quelle ein (g\u00f6ttlicher) intelligenter Sender (Urheber, Gott) erforderlich. (Notwendigkeit der Existenz eines Urhebers gem\u00e4\u00df NGI-4: <em>Universelle Information kann nur von einem intelligenten Sender erzeugt werden<\/em>).<\/p>\n<p>B1 und B2 machen Gebrauch von dem obigen Satz: Naturgesetze haben <strong>beweisenden<\/strong> und auch <strong>widerlegenden<\/strong> Charakter.<\/p>\n<p><strong>3.) Bibel <\/strong><\/p>\n<p>Den beiden zuvor genannten Beweism\u00f6glichkeiten mit Hilfe der Strukturwissenschaften und der Naturgesetze kann auch jeder Atheist zustimmen. Die Bibel als absolute Wahrheitsquelle anzuerkennen, erschlie\u00dft sich nur dem, der der Bibel in allem genauso glaubt, wie es Paulus von sich bekennt: \u201e<em>Ich glaube allem, was geschrieben steht<\/em>\u201c (Apostelgeschichte 14,14). Ebenso eindeutig ist Jesus in seinem Gebet zum Vater: <em>\u201eDein Wort ist die Wahrheit\u201c<\/em> (Johannes 17,17). Bei dieser Klarheit haben wir ein weiteres festes Fundament gefunden, um <strong>Beweise<\/strong> und <strong>Widerlegungen<\/strong> mit Hilfe der Bibel durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Den beweisenden bzw. widerlegenden Umgang mit dem Wort Gottes finden wir bei Jesus insbesondere dann, wenn er gegen\u00fcber seinen Gespr\u00e4chspartnern mit den Worten argumentiert: \u201e<em>Habt ihr nicht gelesen?\u201c<\/em> (Matth\u00e4us 12,3) oder <em>\u201eDie Schrift kann doch nicht gebrochen werden\u201c<\/em> (Johannes 10,35).<\/p>\n<p><strong>Beispiel 1: Beweis der Auferstehung<\/strong><\/p>\n<p>An Jesus traten die Sadduz\u00e4er mit einer Fangfrage heran, um gegen die Auferstehung der Toten zu argumentieren. Sie fragten ihn (Matth\u00e4us 22,23-33): Wenn sieben Br\u00fcder nacheinander ein und dieselbe Frau heiraten und sie schlie\u00dflich selbst stirbt, wessen Frau wird sie in der Auferstehung sein? Jesus entkr\u00e4ftete ihren Einwand mit der Aussage, dass jenseits der Todeslinie der Ehestand nicht mehr besteht und f\u00fcgte eine Denksportaufgabe hinzu, indem er 2. Mose 3,6 zitierte: <em>\u201eIch bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.\u201c <\/em>Da aber Abraham, Isaak und Jakob gestorben waren, m\u00fcssen sie konsequenterweise aus dem Tode auferstehen, weil \u201e<em>Gott nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden ist\u201c<\/em> (Matth\u00e4us 22,32b). So bewies Jesus seinen Kritikern mit Hilfe der Bibel die Tatsache der Auferstehung.<\/p>\n<p><strong>Beispiel 2: Widerlegung<\/strong> <strong>einer falschen Hoffnung<\/strong><\/p>\n<p>Nach der Kreuzigung Jesu waren die Emmausj\u00fcnger zutiefst entt\u00e4uscht: <em>\u201eWir aber hofften, er sei es, der Israel erl\u00f6sen w\u00fcrde\u201c<\/em> (Lukas 24,21). Sie hatten fest damit gerechnet, dass Jesus Israel von der Besatzungsmacht der R\u00f6mer befreien w\u00fcrde. Als der auferstandene Jesus sich den J\u00fcngern auf dem Weg nach Emmaus unerkannt anschlie\u00dft, widerlegt Jesus mit der Schrift ihre falsche Denkweise: \u201e<em>Musste nicht Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen? Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in der ganzen Schrift von ihm gesagt war<\/em>\u201c (Lukas 24,26-27).<\/p>\n<p><strong><em>1.2 Weiche Beweise<\/em><\/strong><em> und <strong>weiche<\/strong> <strong>Widerlegungen<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Unter den Begriffen <strong>weiche Beweise<\/strong> oder <strong>weiche<\/strong> <strong>Widerlegungen<\/strong> fassen wir alle sonstigen Beweisformen zusammen, die auf weniger starken Aussagen basieren als die drei oben genannten Wahrheitsquellen. Zu dieser Kategorie geh\u00f6ren z.B. die <strong>historischen Beweise<\/strong> und die <strong>Indizienbeweise<\/strong>. Von einem Indizienbeweis spricht man bei einem Gerichtsverfahren, wenn m\u00f6glichst mehrere Fakten benannt werden k\u00f6nnen, die die eigentlich zu beweisende Tat belegen k\u00f6nnen. Weil aber das Risiko einer Fehldeutung bestehen bleibt (Justizirrtum), sprechen wir hier von einer \u201eweichen\u201c Beweisform.<\/p>\n<p>Beispiel eines Justizirrtums: <em>Holger Hellblau<\/em> sa\u00df f\u00fcnf Jahre im Gef\u00e4ngnis. Er war 2006 vom Landgericht Neuruppin zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt worden. In einem Wiederaufnahmeverfahren wurde er aufgrund neuer Beweise und einer DNA-Analyse nachtr\u00e4glich freigesprochen.<\/p>\n<p>(https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_von_Justizirrt\u00fcmern_in_der_deutschen_Rechtsprechung)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einwand E1: Sie sprechen immer wieder von Beweisen. Ist das nicht zu hoch aufgeh\u00e4ngt, wenn Sie behaupten, Sie haben die Evolutionstheorie, den Atheismus und den Materialismus widerlegt. 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