{"id":17218,"date":"2020-04-25T22:55:48","date_gmt":"2020-04-25T20:55:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=17218"},"modified":"2020-04-25T22:55:48","modified_gmt":"2020-04-25T20:55:48","slug":"wie-man-den-auferstandenen-erkennt-predigt-ueber-luk-2413-35","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=17218","title":{"rendered":"Wie man den Auferstandenen erkennt. Predigt \u00fcber Luk 24,13-35"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ist Ihnen richtig bewusst, welch eine Weltver\u00e4nderung mit der Auferstehung Jesu geschehen ist? Alles was man in dieser Welt als Macht, Gewalt oder Herrschaft bezeichnen kann, das ist unter Jesus gestellt. Jesus ist gr\u00f6\u00dfer als alles was in dieser Welt etwas zu sagen hat. Wir haben ja auch noch den Himmelfahrtstag, wo wir ganz besonders uns freuen, wie Jesus als K\u00f6nig zur Rechten des Vaters eingesetzt ist, und das h\u00e4ngt ja ganz eng zusammen mit diesem Sieg \u00fcber die Todesmacht. Es ist besonders eindr\u00fccklich, wie Paulus es den jungen Gemeinden immer dargestellt hat, etwa der Gemeinde in Koloss\u00e4, die dort in der N\u00e4he von Pamukkale lebte, wo die hei\u00dfen Quellen sind, wie Paulus im Kolosserbrief vom Sieg Jesu schreibt: Jesus hat die M\u00e4chte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie \u00f6ffentlich zur Schau gestellt, und er hat einen Triumph aus ihnen gemacht. Das war f\u00fcr diese jungen Gemeinden ungeheuer eindrucksvoll. All das, was da an Religion und Zauberkult lief, ist entmachtet. Und tats\u00e4chlich: als sie im Glauben ihren Weg gingen, erfuhren sie, der Sieg Jesu steht fest und er herrscht als K\u00f6nig und alles ist unter seine F\u00fc\u00dfe getan.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir leiden ja darunter, dass das nicht sichtbar gemacht wurde. Es ist und bleibt ein ganz merkw\u00fcrdiges Geheimnis, warum Jesus mit seiner Auferstehung nicht seinen Sieg vor der ganzen Welt demonstriert. Aber: wir sind ja nicht am Weltende, es ist ja noch eine Zeit der Gemeinde, der Evangelisation, der Mission, wo sein Wort verk\u00fcndigt wird. Wir leben in diesem Widerspruch: Jesus hat jetzt alle Macht, aber die Weltvollendung ist noch nicht sichtbar geworden. Und man sp\u00fcrt dies bei den glaubenden Christen ganz besonders, wie sie darunter leiden. Sie w\u00fcnschen sich so sehr vom Sieg Jesu schon zu sehen. So laufen die Emmausj\u00fcnger, diese beiden Anh\u00e4nger Jesu, nach Hause; sie sind tief frustriert und entmutigt. Sie reden miteinander, weil sie all das Geschehene nicht ordnen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie lang sie mit Jesus gewandert waren, wissen wir nicht, es muss eine lange Zeit gewesen sein, auch wenn sie wahrscheinlich nicht zum Zw\u00f6lferkreis geh\u00f6rt haben. Aber sie waren doch beeindruckt von den machtvollen Wundern, wie haben sie den Predigten Jesu gelauscht, wie haben sie sich seine Gleichnisse eingepr\u00e4gt, wie haben sie Jesus vertraut und sind ihm nachgefolgt. Und jetzt k\u00f6nnen sie das alles, was geschehen ist, nicht mehr verstehen, und sie wollen einfach aussteigen. Sie wollen heim, und so wandern sie von Jerusalem zuerst durch dieses Tal zu den F\u00fc\u00dfen von Jerusalem, wir wissen ja nicht genau wo dieses Emmaus liegt. Es gibt vier St\u00e4tten in Israel, die alle die Erinnerung an Emmaus wach gehalten haben, das war wie es die Pilger sich vorstellen konnten, ein wenig macht da Schwierigkeiten die Entfernungsangabe mit den zwei Stunden Wegs. Eine ganze Reihe von Handschriften hat eine andere Wegstrecke, die auf 23 Kilometer hindeutet, an dieser Stelle ist eine gewisse Unsicherheit, der eine Platz ist dieses arabische Dorf Abu Ghosch bei Kirjat Jearim an der Schnellstra\u00dfe von Tel Aviv nach Jerusalem, wo eine sch\u00f6ne Kreuzfahrerkirche steht. Dieses Abu Ghosch erinnert an einen R\u00e4uber. Abu Ghosch war ein R\u00e4uber irgendwann im Mittelalter. Und da haben sich die Kreuzfahrer vorgestellt, das k\u00f6nnte Emmaus gewesen sein, eine liebliche Talecke. Oder ganz bekannt ist auch dieses gro\u00dfe Trappistenkloster von Latrun, wo es in die gro\u00dfe Tiefebene, die fruchtbare Tiefebene hineingeht, wenn man durch die jud\u00e4ischen Berge hindurchgewandert ist, an der Stra\u00dfe der Tapferkeit vorbei, wo heute noch die \u00dcberreste stehen von Fahrzeugen im j\u00fcdischen Befreiungskampf. Aber wo wir es uns auch vorstellen, es muss eine liebliche Gegend gewesen sein, denn ich kann mir denken, dass es da so war wie bei uns im Fr\u00fchling, die Blumen haben gebl\u00fcht und die Sonne hat geschienen, und die V\u00f6gel haben gezwitschert. Aber das alles kann doch nicht die Traurigkeit von entt\u00e4uschten Jesusj\u00fcngern wegnehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die \u00e4u\u00dferen Zeichen sind sch\u00f6n, aber der Kummer liegt doch ganz wo anders und was ist der Kummer? Ein Christentum ohne Jesus! Ohne auferstandenen Jesus, das ist zum Heulen. Es gibt zwar viele, die meinen es sei gar nicht so schlimm, wenn Jesus beim Sturm auf dem Meer in den Wellen untergegangen w\u00e4re, es w\u00fcrde ihrem Glauben gar nichts ausmachen. Ich versteh das nicht! Und andere behaupten, wenn Jesus im Grab vermodert ist, dann w\u00fcrde das \u00fcberhaupt nichts ausmachen f\u00fcr unser Zeugnis. Doch! Die beiden haben\u2019s begriffen. All das was gepredigt wird und was an Trost verk\u00fcndigt wird, alles hat keinen Wert mehr, wenn das nicht wahr ist, dass Jesus Christus den Tod besiegt hat und auferstanden ist. Darum reden sie so verzweifelt miteinander, und dann passiert das Wunderbare, unerkannt l\u00e4uft Jesus schon mit ihnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was war denn da passiert, dass ihre Augen gehalten waren? Es gibt viel, was wir nicht wissen und verstehen. Waren sie so in ihren schweren Gedanken vergraben? sie m\u00fcssen doch Jesus erkannt haben!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">War es so dunkel geworden, aber das Ganze erinnert uns ja an so viele Stunden, wo wir gar nicht gemerkt haben, dass Jesus schon da ist, wo man noch voller Verzweiflung und Aussichtslosigkeit losbr\u00fcllen will und sagt: es ist alles aus, ich sehe nicht mehr weiter und man hat keine Hoffnung mehr und keinen Mut, und Jesus ist da &#8211; unerkannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe am Anfang gesagt, das ist ein Dilemma f\u00fcr die Jesusj\u00fcnger, wir w\u00fcnschen uns, dass Jesus machtvoll jetzt schon die Weltver\u00e4nderung und Weltverwandlung darstellt. Wir leben im Glauben und nicht im Schauen. Es bleibt immer eine Klippe f\u00fcr uns. Auch das mit dem Zweifeln. Es gibt keinen Jesusj\u00fcnger, der nicht auch immer wieder k\u00e4mpfen muss mit harten Erlebnissen. Wenn die Leute fragen: ist Jesus wirklich da? H\u00e4lt er mich jetzt?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist auch ersch\u00fctternd, wie das bei den beiden M\u00e4nnern hervorkommt, was sie f\u00fcr knurrige Leute waren, was sie f\u00fcr launische Leute waren. Soll uns gar nicht \u00fcberraschen! Als Jesusj\u00fcnger tragen wir schwer an unserer alten Art. Wenn die Freude des Glaubens fehlt, dann kommt der alte Missmut wieder heraus, und das Bittere und das Verzagte. Und sie erkennen nicht, dass Jesus der Auferstandene da ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben gestern den Abschnitt aus dem Korintherbrief 15 von den Zeugen der Auferstehung geh\u00f6rt, wo Paulus das dann so eindrucksvoll entfaltet: wenn aber Jesus nicht auferstanden ist dann ist jede gottesdienstliche Versammlung die gemacht wird leer und nichts, gar nichts. Wenn Jesus nicht auferstanden ist, dann hat alles Bibellesen keinen Wert, dann ist Beten nur ein Selbstgespr\u00e4ch, dann braucht man \u00fcberhaupt nichts mehr zu tun, dann ist alles umsonst. Und alles was sonst noch so sch\u00f6n erz\u00e4hlt ist, hat gar keinen Sinn, wenn Jesus nicht auferstanden ist, dann fehlt die Grundlage. Dann schlie\u00dft Paulus: nun aber ist Christus auferstanden! Und das ist die gro\u00dfe Freude. Wir wollen es anderen weitersagen, die in den gro\u00dfen Anfechtungen leben. Wisse es! Jesus ist auferstanden! Er ist da bei dir in der Dunkelheit deines Lebens. Du kannst ihm vertrauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Du darfst auf ihn blicken und Jesus geht seinen frustrierten J\u00fcngern nach. Jetzt beobachten wir. Was macht Jesus? Wie \u00f6ffnet er ihnen die Augen? Das Mittel, das Jesus anwendet um die Augen zu \u00f6ffnen &#8211; ist die Schrift! Er geht mit ihnen, sie k\u00f6nnen die wichtigsten Stellen des Alten Testamentes auswendig, Jesus geht beim Wandern im Kopf die Stellen durch. Und erkl\u00e4rt ihnen vor allem, warum der Messias leiden und sterben muss und wie Gott ihn auferwecken wird. Das ist doch beeindruckend an der Schrift, dass sie von Jesus zeugt. Das hat Jesus deutlich gesagt: Sie ist es, die von mir zeugt. Und darum erinnert er daran, ja da in der Schrift steht\u2019s doch drin, und alle Zweifel und alle Anfechtungen k\u00f6nnen nur \u00fcberwunden werden mit dem Wort der Bibel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gehen Sie mehr ins Wort Gottes hinein! Suchen Sie in der Schrift! Und je mehr Sie lesen, in diesen herrlichen Worten, werden Sie gewiss vom Sieg Jesu. Und Sie werden \u00fcberf\u00fchrt und werden beeindruckt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann legt Jesus noch den Finger auf diese Not und sagt: o ihr Toren. Was war denn da los? Warum konnte sie es denn nicht verstehen? Weil euer Denken blind ist f\u00fcr Gottes wunderbares Wirken. Warum seid ihr so t\u00f6richt? Die Auferstehungsbotschaft Jesu muss es sich gefallen lassen, durch all die Jahrhunderte hindurch von den Klugen der Welt und von den Weisen der Welt immer wieder bel\u00e4chelt zu werden. Als ob sie etwas Dummes w\u00e4re! Dabei ist es genau umgekehrt, der auferstandene Jesus lacht \u00fcber aufgekl\u00e4rte Denker: wie k\u00f6nnt ihr so t\u00f6richt sein, dass ihr dem Wirken Gottes nicht Raum gebt! O ihr Toren!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann das andere erw\u00e4hnt er noch: die tr\u00e4gen Herzen! Wollt ihr denn \u00fcberhaupt das entdecken, was Gott Gro\u00dfes wirkt? Was ist das tr\u00e4ge Herz? Das immer in dem alten bleibt. Das sich gef\u00e4llt im Jammern und im Klagen und das sich so schlecht aufschwingen kann, den gro\u00dfen Taten Gottes zu glauben und zu erleben was Gott Gro\u00dfes tun will.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Vorwurf muss man sich am Ostermorgen immer wieder selbst einstecken: was sind wir doch f\u00fcr tr\u00e4ge Leute! Wollt ihr \u00fcberhaupt Gro\u00dfes mit Jesus erleben? Wollt ihr Erfahrungen mit ihm machen? Entdecken, was er tun will? Warum seid ihr denn so schwerh\u00f6rig und entdeckt das nicht?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann auf einmal, als sie dort an dieses Haus kommen, das Ziel ihrer Reise, da dr\u00e4ngen sie den unbekannten Wanderer, doch bei ihnen zu bleiben. Sie haben sicher schon irgendetwas gesp\u00fcrt, sie konnten es nicht sagen was das war. Es ist ja merkw\u00fcrdig, dass sie Jesus dr\u00e4ngen m\u00fcssen. F\u00e4llt ihnen das nicht auf?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da stehen \u00fcberhaupt ein paar sonderbare Dinge drin: dass Jesus sich verstellt, macht Jesus Witze, oder was? Warum verstellt sich Jesus, als wollte er weitergehen? Eine Erfahrung die Sie \u00fcberall in der Bibel machen, dass man dr\u00e4ngen muss, damit Gott bei uns einkehrt. Als die Engel damals bei Abraham waren, die drei M\u00e4nner die dann nach Sodom gingen um den Lot zu warnen, was war denn da? Da dr\u00e4ngt sie Abraham dazubleiben! Oder ganz \u00e4hnlich haben wir es bei Jakob: wie er diesen Boten Gottes mit beiden H\u00e4nden packt und mit ihm ringt und sagt: ich lass dich nicht los, du segnest mich denn. Und Sie k\u00f6nnen\u2019s an vielen Stellen der Bibel beobachten: die kaan\u00e4ische Frau: die Jesus bittet und fordert und sagt: Aber wenn ich nur den H\u00fcndlein gleich bin, und das war damals was ganz verachtetes, anders als bei uns, ich will dann ein H\u00fcndlein sein, aber ich lass dich nicht los! Du musst bei mir deine Heilandstaten tun!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist eine sch\u00f6ne Ermutigung in diesen Ostertagen, ladet Jesus in euer Leben ein, aber dr\u00e4ngt, dass er kommt! Wir lassen dich nicht los, du segnest uns denn. Herr, bleibe bei uns denn es will Abend werden! Dieses Wort hat ja immer wieder Menschen angesprochen durch die Jahrhunderte, es wurde ein Symbol als Gleichnis in der Weltnacht, in der Dunkelheit, in den \u00c4ngsten. Ja Herr, bleibe du bei uns!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und sie erkannten Jesus erst, als er das Brot brach. Vielleicht erinnerte es sie an die Speisung der F\u00fcnftausend oder waren sie bei der Speisung der Viertausend dabei, und pl\u00f6tzlich wird\u2019s uns deutlich, das ist ja Jesus! Ganz sp\u00e4t! Er ist da in seinem wunderbaren Handeln, und dann stehen sie schon pl\u00f6tzlich allein da. Und auf einmal ist die Freude da, und sie haben begriffen ,dass Jesusj\u00fcnger noch nicht sichtbar den Anbruch der Weltherrschaft des Auferstandenen sehen, aber sie waren fr\u00f6hliche Zeugen geworden und sie gingen zur\u00fcck zu den Aposteln und erz\u00e4hlten ihnen was sie erlebt hatten. Sie m\u00fcssen das allen weitersagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darf ich mal eine kritische Frage stellen, die immer wieder so in unseren Kopf kommt? Weil so viele Sp\u00f6tter uns immer wieder so sagen: reden sich das die Christen nicht selber ein? Was kann man sich selber einreden? Sehen sie heute mal die Ohnmacht und die Schw\u00e4che der christlichen Gemeinde an. Die Leute laufen davon, niemand will ihr Wort h\u00f6ren, man kann sich nichts einreden! Das einzige, was man wieder tun kann in den Gemeinden: Herr bleibe bei uns. Du musst als der Auferstandene dein Wort reden. Und dann kannst du es tun in der gr\u00f6\u00dften Schw\u00e4che und in der gr\u00f6\u00dften Armut. Dann k\u00f6nnen wir deine Macht und deine N\u00e4he erfahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich vergesse das nie, wie uns der Leiter in der Kinderkirche in den Ostertagen erz\u00e4hlt hat von dem Pfarrer Paul Schneider aus Dickenschied, der im KZ Buchenwald war. Ein unbeugsamer Mann! Andere haben gesagt: warum hat er\u2019s denn so provoziert? Wenn sie au\u00dferhalb des Lagers zur Arbeit mussten und an der Hakenkreuzfahne vorbeikamen, mussten alle Gefangenen die M\u00fctze ziehen. Paul Schneider sagt: ich zieh die M\u00fctze nicht vor dem G\u00f6tzen. Sie haben ihn geschlagen und schlie\u00dflich in den Bunker geworfen. Und da erz\u00e4hlen es Menschen, wie das war beim Z\u00e4hlappell, wenn pl\u00f6tzlich einer erz\u00e4hlt, der sagt: ich war damals ganz weit weg vom Glauben, ich habe meinem Leben ein Ende setzen wollen, keine Hoffnung mehr gehabt, und dann aus diesem Bunker der Schrei: Christus spricht: ich bin das Licht der Welt! Wer mir nachfolgt wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. Und dann st\u00fcrmen die W\u00e4rter auf die Zelle und schlugen ihn zusammen. Er hat am Ostermorgen, so erz\u00e4hlen es die H\u00e4ftlinge, dieses Wort gerufen: \u201eSo spricht der Herr: ich bin die Auferstehung und das Leben.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wissen Sie: das kann man sich nicht einreden Aber ich will ihnen Mut machen, was das ist, wenn sie anderen das bezeugen und dabei wissen, meine sehr k\u00fcmmerlichen Worte k\u00f6nnen niemanden \u00fcberzeugen &#8211; auch heute nicht im Gottesdienst &#8211; aber der Auferstandene ist mitten unter Ihnen. Und in den Anfechtungen und N\u00f6ten ihres Lebens redet er zu Ihnen, und dann pl\u00f6tzlich erkennen Sie ihn. Sie sagen dann: das waren ja gar nicht die Menschen, sondern ich bin dem Herrn begegnet! Mit seinem herrlichen Trost und mit seiner gro\u00dfen Freude. Sie m\u00fcssen ihn, den Auferstandenen, aufnehmen und mit ihm leben und fr\u00f6hlich ihre Stra\u00dfe ziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir wollen beten:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Herr, du kennst die Traurigkeit vieler unter uns, die Entt\u00e4uschung, und auch alle Anfechtung. Wenn wir oft nichts sehen von deinem Sieg, nur die Macht der Finsternis um uns her, dann sind wir oft mutlos. Und doch bist du mitten unter uns. Wir danken dir f\u00fcr dieses Wunder und verzeih uns unseren Unglauben, dass wir dich so oft festnageln wollen auf unsere Vorstellungen, wie du uns erl\u00f6sen musst, uns gen\u00fcgt, dass du in unserer Mitte bist und dass du alle Dinge herrlich hinausf\u00fchrst. Und dass wir deine Siegesmacht erfahren d\u00fcrfen. Das macht uns getrost und ruhig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Herr wir wollen auch andere zum Glauben an dich f\u00fchren. Und da musst du unser Wort bekr\u00e4ftigen, wir k\u00f6nnen gar nichts, wir k\u00f6nnen keinen einzigen Verzweifelten gewiss machen, wir k\u00f6nnen niemand zur Erkenntnis deiner Herrlichkeit f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir beugen uns auch unter die Ohnmacht der Christenheit, die es in diesen Tagen, gibt doch , dass eine Erweckung geschieht. Dass deine Gemeinde ganz neu dich erkennt, deine Macht und Herrlichkeit und dass sie deinen Namen verk\u00fcndigt vor der Welt. Lass doch noch einmal das geschehen, dass in unserer Stadt und in unserem Land viele Menschen zum Glauben an dich kommen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wir wollen dich jetzt auch bitten, f\u00fcr die Leidenden in unserer n\u00e4chsten Umgebung auch aus unserer Gemeinde beten wir f\u00fcr die Alten auf ihrem schweren Weg, dass du ihnen diese Osterhoffnung, die Freude an der Todes\u00fcberwindung ganz gro\u00df machst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Predigt am 13.04.1998 in der Ludwig-Hofacker Gemeinde Stuttgart<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: www.sermon-online.de<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist Ihnen richtig bewusst, welch eine Weltver\u00e4nderung mit der Auferstehung Jesu geschehen ist? Alles was man in dieser Welt als Macht, Gewalt oder Herrschaft bezeichnen kann, das ist unter Jesus gestellt. Jesus ist gr\u00f6\u00dfer als alles was in dieser Welt etwas zu sagen hat. 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