{"id":17020,"date":"2020-03-05T13:55:20","date_gmt":"2020-03-05T12:55:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=17020"},"modified":"2020-03-05T16:22:02","modified_gmt":"2020-03-05T15:22:02","slug":"in-die-verzweiflung-gestossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=17020","title":{"rendered":"In die Verzweiflung gesto\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">1959 formulierte Bill Bright die \u201eVier geistlichen Gesetze\u201c (The Four Spiritual Laws). Schon seit 1952, kurz nach der Gr\u00fcndung von \u201eCampus Crusade for Christ\u201c durch Bright, hatten die Mitarbeiter des Werks in evangelistischen Gespr\u00e4chen eine etwa zwanzigmin\u00fctige Zusammenfassung des Evangeliums genutzt. Um dies noch pr\u00e4gnanter und leichter weitergeben zu k\u00f6nnen, reduzierte Bright den Kerninhalt weiter auf vier kurze Aussagen. 1965 wurden die \u201eVier geistlichen Gesetze\u201c erstmals gedruckt (mit der Einstiegsfrage \u201eHave You Heard of \u00a0the Four Spiritual Laws?\u201c als Titel) und erreichten bis heute eine Auflage von Zig Millionen. Vor einigen Jahren \u00fcberarbeitete der Schweizer Zweig \u201eCampus f\u00fcr Christus\u201c die Gesetze und brachte \u201eThe Four\u201c heraus \u2013 eine Art zeitgem\u00e4\u00dfes Update, das sich inhaltlich von Brights altem Text aber kaum unterscheidet. (Bei \u201eCampus\u201c in Deutschland sind die Brightschen Gesetze unter \u201eGott pers\u00f6nlich kennenlernen\u201c zu finden.)<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An den Anfang der Pr\u00e4sentation des Evangeliums stellte Bright bewusst eine positive Aussage: \u201eGott liebt dich und bietet einen wundervollen Plan f\u00fcr dein Leben.\u201c (In den neuen Versionen: \u201eGott liebt Sie\u201c [D] bzw. \u201eGott liebt mich\u201c [CH].) Es folgt das zweite Gesetz: \u201eDer Mensch ist s\u00fcndig und von Gott getrennt. Deshalb kann er die Liebe und den Plan Gottes f\u00fcr sein Leben nicht erkennen und erfahren.\u201c Anschlie\u00dfend wird erl\u00e4utert, wie Jesus dieses Problem gel\u00f6st hat und vor welcher Entscheidung der Mensch nun steht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eCampus Crusade for Christ\u201c ist ein evangelikales Werk (in den USA seit 2011 \u201eCru\u201c). Inhalt und Struktur der evangelischen, in der Reformation verwurzelten Evangeliumsverk\u00fcndigung, sind jedoch andere als bei Bright und in der breiteren evangelikalen Kultur. Gerade am Beispiel des in den vier Gesetzen v\u00f6llig abwesenden Begriffs der Verzweiflung kann dies deutlich gemacht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bereitung zur Gnade<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eGanz gewi\u00df mu\u00df ein Mensch an sich selbst verzweifeln, um f\u00fcr den Empfang der Gnade Christi bereitet zu werden\u201c, so Martin Luther schon 1518 in den <em>Thesen zur Heidelberger Disputation<\/em>. Dieser in heutigen Ohren ungewohnte und noch dazu kategorische Satz bildete bei Luther aber keine Ausnahme. Zwei Jahre sp\u00e4ter schreibt der Reformator in <em>Von der Freiheit eines Christenmenschen<\/em>: Die Gebote und das Gesetz Gottes \u201elehren und schreiben uns mancherlei gute Werke vor, aber damit sind sie noch nicht geschehen\u2026 Sie weisen wohl, sie helfen aber nicht, lehren, was man tun soll, geben aber keine St\u00e4rke dazu. Darum sind sie nur dazu geordnet, da\u00df der Mensch darinnen sein Unverm\u00f6gen zu dem Guten sehe <em>und lerne an sich selbst zu verzweifeln<\/em>\u2026\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausgangspunkt bei Luther ist also die Erkenntnis des Anspruchs oder der Forderung des g\u00f6ttlichen Gebotes. Dies f\u00fchrt zu Wissen um das Verderben und Verzweiflung: \u201eWenn du das recht glaubst, wozu du verpflichtet bist, dann wirst du an dir selbst verzweifeln und du wirst bekennen, dass das Wort Hoseas wahr ist: O Israel, in dir ist nichts als dein Verderben, allein in mir aber steht deine Hilfe. Damit du aber aus dir und von dir, das ist aus deinem Verderben herauskommen kannst, dazu stellt er seinen lieben Sohn Jesus Christus vor dich hin und l\u00e4sst dir durch sein lebendiges, tr\u00f6stliches Wort sagen: Du sollst dich in denselben mit festem Glauben ergeben und frisch auf ihn vertrauen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Verzweifeln an sich selbst ist n\u00f6tig, erl\u00f6st aber nicht. Ohne die Gnade machen z.B. die Selbstkasteiung oder auch Selbstmitleid nur noch elender. In den \u201eThesen f\u00fcr f\u00fcnf Disputationen \u00fcber R\u00f6mer 3,28\u201c vergleicht Luther das Vorgehen bei der Verk\u00fcndigung von Gesetz, Gnade und Glaube mit einem Arztbesuch und der Medizin. \u201eDann n\u00e4mlich beginnt das Verlangen nach Gnade, wenn die S\u00fcndenerkenntnis da ist. Dann erst, wenn er das \u00dcbel seiner Krankheit begreift, verlangt der Kranke nach Medikamenten.\u201c Wenn also \u201edem Kranken die Gefahr gesagt wird, die seine Krankheit birgt\u201c, dann will man ihn damit ja nicht in die Verzweiflung um der Verzweiflung willen treiben. Die Diagnose ist drastisch, damit der Kranke dadurch \u201eermutigt wird, die Medikamente zu verlangen\u201c; damit das \u201eVerlangen nach der Gnade unseres Herrn Jesu Christi in Bewegung\u201c gebracht wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00c4hnlich formuliert es Luther in den <em>Thesen zur Heidelberger Disputation<\/em>: \u201eKlar ist, dass nicht die Verzweiflung, sondern vielmehr die Hoffnung gepredigt wird, wo gepredigt wird, dass wir S\u00fcnder sind. Solche Predigt der S\u00fcnde oder vielmehr die Erkenntnis der S\u00fcnde und der Glaube an solche Predigt ist Bereitung zur Gnade.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kein gutes Haar am Menschen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ulrich Zwingli, der Kopf der Reformation in Z\u00fcrich, war kein Freund Luthers und ganz anders gepr\u00e4gt als der Reformator in Deutschland. Nach dem Religionsgespr\u00e4ch in Marburg im Jahr 1529 gingen die Wege der beiden endg\u00fcltig auseinander; dass mit Lutheranern und Reformierten <em>zwei<\/em> evangelische Hauptstr\u00f6mungen entstanden, nahm damals seinen Anfang \u2013 bei den unvereinbaren Positionen zum Abendmahl.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man sollte jedoch nicht vergessen, dass sich beide Reformatoren in vielen grundlegenden Fragen sehr nahe standen. In der Analyse des S\u00fcnderseins des Menschen stimmten Luther und Zwingli im Grunde \u00fcberein; auch das Evangelium wird von beiden \u2013 trotz unterschiedlicher Akzente \u2013 im Wesentlichen gleich formuliert. Der Schweizer spricht z.B. in seinem <em>Kommentar \u00fcber die wahre und falsche Religion<\/em> (1525) kaum weniger \u00fcber die Verzweiflung an sich selbst als der Deutsche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Luther betonte schon fr\u00fch, dass der gefallene Mensch selbst Gott sein will. Bei Zwingli hei\u00dft es ebenfalls: \u201eJeder Mensch ist sich selbst sein Gott; man sieht dies schon daran, wie der Mensch sich selbst verehrt.\u201c Solche Menschen m\u00fcssen durch den echten Glaube oder die wahre Religion zur Selbsterkenntnis gebracht werden: \u201eWie im Spiegel wird der Mensch sich selber durch Gott vor Augen gestellt, so dass er seinen Ungehorsam, seinen Verrat, sein Elend nicht weniger als Adam erkennt. Daraufhin verzweifelt der Mensch ganz und gar; aber zugleich tut ihm Gott den weiten Scho\u00df seiner G\u00fcte auf\u2026\u201c Zwingli weiter: \u201eEchte Fr\u00f6mmigkeit entspringt nur da, wo der Mensch nicht blo\u00df glaubt, dass ihm vieles fehlt, sondern wo er sieht, dass er \u00fcberhaupt nichts hat, um Gott zu gefallen\u2026\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Reformator stellt fest, \u201edass \u00fcberall, wo in der Schrift der Weg zum Himmel gelehrt wird, wir gleichzeitig in die Verzweiflung gesto\u00dfen werden. Denn wer vermag den schmutzigen Weg dieses Lebens so zu wandeln, dass er sich\u2026 f\u00fcr w\u00fcrdig erachten w\u00fcrde, bei einem solchen Licht [d.h. Gott] zu wohnen und es zu genie\u00dfen?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Kapitel \u201eEvangelium\u201c definiert Zwingli die Gute Nachricht so: \u201eDas ist das Evangelium, dass im Namen Christi die S\u00fcnden vergeben werden. Eine fr\u00f6hlichere Botschaft hat nie ein Herz vernommen!\u201c Durch Christus kommt es aber auch dazu, \u201edass wir unser fr\u00fcheres Leben bereuen\u201c. Die Irrt\u00fcmer m\u00fcssen als solche erkannt werden,\u00a0\u00a0 und das kann nicht aus der s\u00fcndigen Natur des Menschen, sondern nur durch den Hl. Geist geschehen: \u201eDas bl\u00e4ue ich ununterbrochen ein, derart, dass kein gutes Haar am Menschen \u00fcbrig bleibt, den manche so hoch einsch\u00e4tzen. Dass ein Mensch sich selbst erkennt, das kommt allein durch Gottes Geist zustande. Ohne dass Selbsterkenntnis vorausgeht, gibt es aber keine Selbstverwerfung\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Selbsterkenntnis ist Selbstmi\u00dffallen, \u201eReue, Mi\u00dffallen und Scham \u00fcber uns selbst\u201c. \u201eWenn n\u00e4mlich der Mensch durch Bu\u00dfe zur Selbsterkenntnis kommt, findet er nichts als letzte Verzweiflung; dann muss er, in jeder Hinsicht an sich selbst verzweifelt, zur Barmherzigkeit Gottes fliehen.\u201c Gott, so Zwingli, erleuchtet, \u201edamit wir uns selbst erkennen; geschieht das, so geraten wir in Verzweiflung\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese von Gott gewirkte Selbsterkenntnis f\u00fchrt zur Bu\u00dfe, \u201edie eine Seite am Evangelium\u201c. Diese wahre Bu\u00dfe ist nicht mit den Bu\u00dfhandlungen in der damaligen katholischen Kirche gleichzusetzen. Es ist die, \u201edurch die der Mensch, der sich selber kennen gelernt hat, err\u00f6tet und sich des fr\u00fcheren Lebens sch\u00e4mt. Er sch\u00e4mt sich aus einem doppelten Grunde: einmal, weil er sich selber so mi\u00dff\u00e4llt und \u00fcber sich Schmerz empfindet, sodann, weil er sieht, dass einem Christenmenschen gar nicht anstehen darf, in den Lastern, aus denen er sich mit Freuden gerettet wei\u00df, zu versinken.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eIch bereue nichts\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir leben nun, so Philip Rieff (1922\u20132006), in einem therapeutischen Zeitalter. Gl\u00fcck und pers\u00f6nliches inneres Wohlbefinden sind die Leitsterne dieser Kultur. Die Liebe Gottes und ein wunderbarer g\u00f6ttlicher Plan f\u00fcr das eigene Leben funktionieren in so einer Kultur wie ein K\u00f6der, der vielen schmeckt: Wenn Gott mich so wahnsinnig lieben will, dann soll er doch! Her mit so einer Liebe!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die S\u00fcnde des Menschen wird in so einem Kontext zu einem blo\u00dfen Hindernis auf der an sich guten Stra\u00dfe, das aus dem Weg ger\u00e4umt werden muss. Die ganz falsche Grundausrichtung des Menschen und seine Rebellion von tiefstem Herzen gegen Gott kommen da kaum zur Sprache; sein geistlicher Bankrott und echte Verzweiflung \u00fcber sich selbst werden nicht thematisiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Erl\u00f6sungswerk Jesu, bei Bright immer noch unbedingt n\u00f6tig, wird vor einen falschen Wagen gespannt, und da helfen die an sich klaren Illustrationen in den \u201eGesetzen\u201c mit einem Kreuz auf dem Thron, d.h. Jesus, als Mittelpunkt unseres Lebens, auch nicht viel weiter. US-Evangelist Paul Washer hat \u2013 ohne Namen und den Titel zu nennen \u2013 die \u201eVier geistlichen Gesetze\u201c einer harschen, aber treffenden Kritik unterzogen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Reduzierung auf vier kurze Gesetze wurde 1959 durch den Vortrag eines Gesch\u00e4ftsmannes angesto\u00dfen, der gro\u00dfen Eindruck auf Bright machte. Die Lehre des professionellen Verk\u00e4ufers \u2013 wen wundert\u2019s \u2013 war, dass es auch in der Evangelisation gleichsam um Verkaufsabschl\u00fcsse geht: Entscheidungen f\u00fcr Jesus, und von diesen m\u00f6glichst viele. L\u00e4sst man sich auf dieses Denken ein, wird zahlenm\u00e4\u00dfiger Erfolg zum theologischen Wahrheitskriterium. Und die reformatorische Verzweiflung an sich selbst ist das Allerletzte, was man beim schnellen Durchrauschen der biblischen Botschaft gebrauchen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Therapeutische ist immer noch mit uns. So hat Torsten Hebel (<em>Freischwimmer<\/em>) das Evangelium als St\u00e4rkung des Selbstwertgef\u00fchls umdefiniert. Andere betonen nun, dass wir doch inzwischen nicht mehr in einer schuldorientierten Kultur leben w\u00fcrden. In der Schamkultur, so Andreas Boppart, Leiter von \u201eCampus f\u00fcr Christus\u201c in der Schweiz und nun auch in Deutschland, treffen wir auf \u201ezutiefst besch\u00e4mte Menschen, verunsichert in ihrer Identit\u00e4t. W\u00e4hrend schuldgepr\u00e4gte Menschen mit der Aussage leben: \u2018Ich mache Fehler!\u2019, sagen sich schamgepr\u00e4gte: \u2018Ich bin ein Fehler!\u2019.\u201c (\u201eSo tickt die Jugend\u201c, \u201eidea\u201c, 30.01.2020)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Boppart kritisiert die \u201eReduktion auf reine Schuldvergebung\u201c, wobei von einer tats\u00e4chlichen Reduktion in der reformatorischen Theologie gar keine Rede sein kann. Die Reformatoren nannten durchaus Scham als einen Ausdruck des Gefallenseins (s.o. Zwingli). Der Punkt ist vielmehr, dass wir den Schamgepr\u00e4gten nach Boppart ja eins zurufen sollten: Du bist <em>kein<\/em> Fehler! Denn \u00fcber das eigene Sein als solches sollten wir uns nicht sch\u00e4men. \u201eIch bin ein Fehler\u201c ruft nach einer rein therapeutischen Antwort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir <em>sollten<\/em> uns sch\u00e4men \u2013 \u00fcber das, was wir falsch gemacht haben, \u00fcber die Fehler, die wir begangen haben, \u00fcber die s\u00fcndigen Taten, Worte und Gedanken. Scham ohne Schuldeinsicht ist eine Schmalspurscham. Boppart \u00a0zitiert den Hip-Hop-Musiker Kanye West, der nun auch an Jesus glaubt. In einem Interview wurde er gefragt, ob er sein altes Leben bereut. Seine Antwort sei, so Boppart, typisch f\u00fcr jeden Schamb\u00fcrger: \u201eNein. Ich bereue nichts. Und ich sch\u00e4me mich nicht f\u00fcr das, was ich getan habe. Aber ich habe begriffen, dass ich nicht perfekt bin und Gott schon.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn West nichts bereut, dann hat er, so muss man wohl drastisch sagen, nichts verstanden. Von Verzweiflung an sich selbst angesichts der Forderungen Gottes ist nichts zu h\u00f6ren. Diese \u201eScham \u00fcber das eigene Sein\u201c (Boppart) ist nicht Bereitung zur Gnade, die zum s\u00fcndenvergebenden Gott treibt. Sie ist wohl eher Selbstbemitleidung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Boppart hat recht: Es hat eine \u201ewesentliche Verschiebung im Denken\u201c stattgefunden. Rieff und andere haben dies ja auch festgestellt. Doch werden S\u00fcnder die eigene Scham nur dann \u00fcberwinden, wenn sie \u00fcber ihre eigene S\u00fcndhaftigkeit erschrecken, ihre S\u00fcnden bereuen und an der Hilflosigkeit, an diesem Zustand aus eigener Kraft etwas zu \u00e4ndern, verzweifeln. Dies ist jedoch keine \u201eSchmalspurversion des Kreuzes\u201c,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Grundproblem des Menschen hat sich seit der Reformation in keiner Weise ver\u00e4ndert. Daher ist auch im 21. Jahrhundert den Menschen mit Zwingli \u201eununterbrochen einzubl\u00e4uen\u201c, dass \u201eReue, Mi\u00dffallen und Scham \u00fcber uns selbst\u201c n\u00f6tig sind, um zur wahren Selbsterkenntnis, damit zur Gotteserkenntnis und schlie\u00dflich zum Heil zu gelangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Holger Lahayne, 18.2.2020 <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1959 formulierte Bill Bright die \u201eVier geistlichen Gesetze\u201c (The Four Spiritual Laws). Schon seit 1952, kurz nach der Gr\u00fcndung von \u201eCampus Crusade for Christ\u201c durch Bright, hatten die Mitarbeiter des Werks in evangelistischen Gespr\u00e4chen eine etwa zwanzigmin\u00fctige Zusammenfassung des Evangeliums genutzt. 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