{"id":16859,"date":"2019-12-17T17:00:56","date_gmt":"2019-12-17T16:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16859"},"modified":"2019-12-17T17:00:56","modified_gmt":"2019-12-17T16:00:56","slug":"grundrechtsverletzung-durch-seelsorgeverbot-ende-der-glaubensfreiheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16859","title":{"rendered":"Grundrechtsverletzung durch Seelsorgeverbot \u2013 Ende der Glaubensfreiheit"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Gesundheitsminister Jens Spahn sowie die Bundesl\u00e4nder Schleswig-Holstein und Hessen m\u00f6gen denken, dass Glaubens- und Gewissensfreiheit irgendwie noch zu beachten seien, aber ein Seelsorgeverbot sei \u00fcberf\u00e4llig, um dem Minderheitenprivileg Folge zu leisten. Wer ver\u00e4nderungswilligen Homosexuellen k\u00fcnftig das Gespr\u00e4ch \u00fcber die ihn bewegenden Fragen anbietet, soll einerseits bestraft werden und andererseits Schadensersatz an die Betroffenen zahlen. Es geht bei Artikel 4 unserer Verfassung um ein Grundrecht, das historisch als erstes im Sinne der biblischen und reformatorischen Denkens Eingang in die Gesetzb\u00fccher gefunden hat. Da Grundrechte zu den unverletzlichen und unver\u00e4u\u00dferlichen Menschenrechten geh\u00f6ren, welche die Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft bilden, sind dem Eingriff des Gesetzgebers extrem enge Grenzen gesetzt. Ist ein solches gef\u00e4hrdet, so sind s\u00e4mtliche Politiker, auch Kirchen und Medien, aufgefordert, das ihnen M\u00f6gliche zu veranlassen, um Verfassungswidrigkeiten zu verhindern.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu meiner Person: Ich stamme aus einem Pastorenhaushalt, bin Rechtsanwalt, habe einige B\u00fccher und Artikel ver\u00f6ffentlich und sch\u00e4tze den intellektuellen Diskurs \u00fcber gesellschaftliche Fragen. Aufgrund gr\u00fcndlicher Forschungen stehe ich kritisch zu der Vielzahl der gesetzlichen Privilegierungen Homosexueller, welche heute gewisserma\u00dfen den Mainstream in Politik und Medien entsprechen. Geoutet hat sich k\u00fcrzlich der Literaturjournalist Denis Scheck, als er sich in seiner Sendung \u201eDruckfrisch\u201c \u00fcber einen Klima-Autor \u00e4rgerte, der viel zu kurz die Hauptforderung der Aktivisten er\u00f6rtert h\u00e4tte, n\u00e4mlich den Verzicht auf Kinder. Scheck pr\u00e4sentierte sich als Angeh\u00f6riger des Mainstreams. Wer sich der herrschenden Deutungshoheit unterworfen hat, kann die Abweichler insoweit nur als Klimaleugner ansehen, konsequenterweise die Kritiker homosexueller Praxis als homophob. F\u00fcr mich als Juristen ist die Gleichsetzung von der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft mit der Ehe im Sinne von Artikel 6 Grundgesetz verfassungswidrig, was die bisherige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts deutlich untermauert. Dem gesellschaftlich Aufgeschlossenen f\u00e4llt auf, dass es fast nur m\u00e4nnliche homosexuelle Personen in leitender Funktion sind, welche sexuellen Missbrauch treiben. Zum Beispiel wird behauptet, dass 80 % der katholischen Priester Jungen sexuell missbrauchten. \u00c4hnliches wird von der Odenwaldschule nachgewiesen. Ehrlich war der Politiker, der die Homo-Bewegung ins Rollen brachte, n\u00e4mlich Volker Beck in der \u201eZeitschrift f\u00fcr Recht und Demokratie\u201c, indem er zugab, dass eheliche Treue beim besten Willen bei \u201egleichgeschlechtlichen Paaren\u201c nicht m\u00f6glich sei. Am auff\u00e4lligsten ist heute, dass die homosexuellen Protagonisten nicht den geringsten Anschein erwecken, mit den ergatterten Rechtspositionen eine S\u00e4ttigungsgrenze zu erreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geht bei den Privilegien Homosexueller letztlich um ein allgemeines Problem, mit welchem Politiker und Gesellschaft immer mehr konfrontiert wird, n\u00e4mlich die mangelnde Diskursf\u00e4higkeit. Wie das Infragestellen der offenen Grenzen, der Klimapolitik und der Frauenquote gilt es auch als Tabu, die Gleichberechtigung Homosexueller in Bezug auf die Eherechte anzuzweifeln. Faktisch muss man alles guthei\u00dfen, was Denken und Handeln gleichgeschlechtlich Empfindender ausmacht. So gilt nicht mehr die Differenzierung zwischen Akzeptanz und Toleranz, n\u00e4mlich den homosexuellen Menschen voll und ganz zu akzeptieren bei gleichzeitiger Zul\u00e4ssigkeit, seine Handlungen zu kritisieren. Heute gen\u00fcgt nicht mehr der Respekt etwa vor einer Lebenspartnerschaft, sie muss als gut befunden werden. So wird Homosexuellen auch zugestanden, widerspr\u00fcchlich zu denken: Einerseits gelte die Unab\u00e4nderlichkeit homosexuellen Empfindens, andererseits d\u00fcrfe man im Sinne der Genderlehre auch seine Identit\u00e4t wechseln. Hier Zweifel zu \u00e4u\u00dfern, stelle regelm\u00e4\u00dfig eine Diskriminierung dar. Wissenschaftliche Erkenntnisse in Richtung \u201eGleiches gleich und Ungleiches ungleich zu behandeln\u201c, also zwischen Ehe von Mann und Frau und Verbindung Gleichgeschlechtlicher zu unterscheiden, sei absolut unzul\u00e4ssig. Das sei faschistoid. Obgleich z. B. vor der Entscheidung des Bundestags \u00fcber die Homo-Ehe der Artikel 6 des Grundgesetzes h\u00e4tte ge\u00e4ndert werden m\u00fcssen, interessieren nicht mehr die Rechtsfragen, sondern das, was moralisch alternativlos erscheint. Letztlich herrscht noch die kulturelle Hegemonie der 1968er. Ma\u00dfgeblich ist heute die links-gr\u00fcne Position; mit Jan Fleischhauer l\u00e4sst sich konstatieren: Die moderne Linke sorge daf\u00fcr, \u201edass niemand vom rechten, also linken Weg abkommt\u201c (Focus 26.10.2019). Nach den Erkenntnissen der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung beklagen sich 55 % der der Befragten, es gebe ein Meinungsdiktat in Deutschland. So d\u00fcrfte sich kaum etwas \u00e4ndern in Bezug auf die Meinungsmache in Richtung Homosexualit\u00e4t. Der Historiker Garton Ash von der Universit\u00e4t Oxford hat das Buch \u201eRedefreiheit\u201c mit 700 Seiten geschrieben und ist zu der Erkenntnis gelangt: Mehr Meinungsfreiheit f\u00fchre zu mehr Meinungsvielfalt und mehr Meinungsvielfalt zu mehr Streit. Das sei anstrengend, nat\u00fcrlich, aber er pl\u00e4diert daf\u00fcr, sich nicht allzu schnell beleidigt zur\u00fcckzuziehen, sondern Hassrede entweder zu ignorieren oder ihr selbstbewusst zu widersprechen. Eine Gesellschaft, die zu gro\u00dfe R\u00fccksicht auf Sensibilit\u00e4ten nehme, schaffe neue Probleme. Das trifft haargenau auf die Homosexuellenproblematik zu. Nach den Feststellungen des Demoskopischen Instituts Allensbach setzt man sich nach Ansicht von 60\u00a0% der Bundesb\u00fcrger harter Kritik aus bei Aussagen wie: \u201eBei Ehe und Familie sollten Homosexuelle nicht die gleichen Rechte wie Andere haben\u201c (Der Spiegel 45\/2019).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesen Kontext geh\u00f6rt auch die Planung, \u201eKonversationstherapien\u201c zu unterbinden. Die Empfehlung ist zur\u00fcckzuf\u00fchren auf die homosexuell gepr\u00e4gte \u201eBundesstiftung Magnus Hirschfeld\u201c; da Homosexualit\u00e4t keine Krankheit sei, sei auch eine therapeutische Behandlung mit dem Ziel eines heterosexuellen Lebensstils zu verbieten. In der Tat gibt es menschenfeindliche Personen und Institutionen, welche mit Unredlichkeiten und Tricks versuchen, gleichgeschlechtlich empfindende Menschen \u201eumzupolen\u201c. Das ist allemal verwerflich. Ob Derartiges gesetzlich verboten werden soll, steht auf einem anderen Blatt, zumal es eine F\u00fclle von menschenunw\u00fcrdigen Angeboten in unserer freien Gesellschaft gibt. Letztlich sind die Betroffenen in der Lage, sich selbst zu wehren oder erforderlichenfalls Hilfe dagegen in Anspruch zu nehmen. Erst in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden s\u00e4mtliche Strafen zulasten Homosexueller abgeschafft. Einige Jahrzehnte zuvor war es eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, dass in Gerichtsverhandlungen zum alten \u00a7 175 StGB st\u00e4ndig dar\u00fcber diskutiert wurde, mit welchen M\u00f6glichkeiten sich Verf\u00fchrungen Minderj\u00e4hriger durch Homosexuelle verhindern lie\u00dfen. Heute ist es genau umgekehrt. Die Homo-Lobby ist so stark, die Politische Korrektheit zugunsten von Minderheiten so allm\u00e4chtig, dass die ca. 1\u00a0% Homosexuellen \u2013 wissenschaftlich nachgewiesen \u2013 sich kaum gegen die \u00fcbertriebene F\u00fcrsorge wehren k\u00f6nnen, um ein autonomes Leben zu f\u00fchren. So denkt auch Jens Spahn und hat den Referentenentwurf \u201eSexuelle-Orientierung-und-geschlechtliche-Identit\u00e4t-Schutz-Gesetz\u201c auf den Weg gebracht. Die Freiheit der Religionsaus\u00fcbung soll deutlich eingeschr\u00e4nkt werden. Man muss sogar damit rechnen, dass das Gebet f\u00fcr Homosexuelle untersagt wird. Vor allem geht es um die Abschaffung des seelsorgerlichen Gespr\u00e4chs mit Heranwachsenden. Das stellt einen eindeutigen Eingriff ins Pers\u00f6nlichkeitsrecht dar, weil gerade junge Menschen, die ihre homosexuellen Empfindungen als falsch und widernat\u00fcrlich erleben, mit diesem Gesetzesentwurf in eine totalit\u00e4r verordnete Zwangsjacke gesteckt werden (Johann Hesse, Aufbruch, 11\/2019). Faktisch soll die sexuelle Selbstbestimmung damit abgeschafft werden, bzw. nur noch in eine Richtung, n\u00e4mlich vom Nat\u00fcrlichen zum Unnat\u00fcrlichen m\u00f6glich sein. Das k\u00f6nnen verantwortungsvolle Christen nicht verstehen, gerade wenn sie sich im Lebensalltag mit Homosexualit\u00e4t befassen. Man denke an OJC oder IdiSB (vormals: W\u00fcstenstrom). Es geht nicht um Behandlungsma\u00dfnahmen zwecks \u00c4nderung der sexuellen Orientierung, sondern auf Wunsch um Beratungen \u00fcber potenzielle Ver\u00e4nderungen der sexuellen Orientierung. Der Begriff \u201eKonversionstherapie\u201c ist ideologisch aufgeladen und suggeriert, dass Homosexuelle durch therapeutische Intervention in Heterosexuelle umgewandelt werden sollen. Es fragt sich: Warum soll nun der Wunsch Einzelner nach einem heterosexuellen Lebensentwurf durch ein Gesetz, das eine therapeutische Unterst\u00fctzung dieses Wunsches generell unter Verbot stellt, kriminalisiert werden? Warum wird mit Hinweis auf die Fluidit\u00e4t von sexueller Orientierung nur eine Konversion von der Hetero- zur Homosexualit\u00e4t bef\u00fcrwortet? So fragt der Vorsitzende der Offensive Junger Christen, Konstantin Mascher in \u201eSalzkorn\u201c (2\/2019). Die Behauptung ist unredlich, es bestehe eine ernsthafte Bedrohung f\u00fcr die Gesundheit und Menschenrechte, wenn \u00c4rzte oder christliche Institutionen homosexuellen Menschen Seelsorge anbieten. Wissenschaftlich sind die Bef\u00fcrchtungen nicht bewiesen; Feststellungen von Homosexuellen-Organisationen in diese Richtung sind verst\u00e4ndlich, aber nach dem Stand der Forschungen total unzureichend. Eindeutig werden grundlegende Freiheits- und Pers\u00f6nlichkeitsrechte beschnitten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seelsorge ist \u201edie Muttersprache der Kirche\u201c, meint Landesbischof Friedrich Kramer aus Magdeburg. Er fordert eine st\u00e4rkere seelsorgerliche und besuchende Kirche. Es geht um eine gemeinsame Haltung, \u201edie von Offenheit und Transparenz gepr\u00e4gt ist, von Information und Austausch, von Fehlerfreundlichkeit, und bei unterschiedlichen Positionen ein klares Konfliktmanagement kennt\u201c (idea-Spektrum 45\/19).<\/p>\n<p><strong>1. Gef\u00fchle statt Wissenschaft<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die mit der im Bundestag am letzten Tag vor den Sommerferien 2017 durchgepeitschten \u201eHomo-Ehe\u201c verbundenen gesellschaftlichen Probleme sind mit dem\u00a0\u00a0 Beschluss keinesfalls aus der Welt geschafft worden. Statt der verfassungswidrigen Entstellung von Art. 6 Grundgesetz, der die Ehe unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung stellt, hat das Bundesverfassungsgericht im ideologiegetr\u00e4nkten Bereich Gender\/Diversity das dritte Geschlecht \u201efreigegeben\u201c. Dar\u00fcber herrscht in den Medien ein Streit zwischen den Naturwissenschaftlern und der \u201eDeutschen Gesellschaft f\u00fcr Transidentit\u00e4t und Intersexualit\u00e4t\u201c. Urs\u00e4chlich ist unter anderem der Politologe Professor Alexander Korte, der nach einer politisch unkorrekten \u00c4u\u00dferung im \u201eSpiegel\u201c als \u201eRechtspopulist\u201c verschrien wurde. Seine vermeintlich kriminelle Tat: Es gebe ein neues Ph\u00e4nomen, dass pl\u00f6tzlich ohne Vorgeschichte junge Menschen \u201eauf den Trichter kommen\u201c, sie seien entgegen ihrer Natur ein Mann oder eine Frau. F\u00fcr den Wissenschaftler ist dies ohne entsprechende Vorentwicklung geradezu \u201ebesorgniserregend\u201c (Kulturzeit, 3-Sat, vom 10.04.2019). Erschrocken ist er dar\u00fcber, dass diese Gedanken bereits in der Kindheit deutlich vor der Pubert\u00e4t aufkommen. Er zweifelt daran, ob es sich wirklich um eine transsexuelle Entwicklung handele. Ganz besonders ein Satz sorgte f\u00fcr gro\u00dfen \u00c4rger: Das k\u00f6nnte eventuell \u201eAusdruck einer homosexuellen Entwicklung\u201c sein. Fairerweise durfte auch der trans-identit\u00e4re Vorsitzende sprechen: Korte lebe in einer Welt, \u201edie von irgendetwas gepr\u00e4gt ist, was eine Art konservative Plage ist\u201c (Petra Witzel \u2013 mit deutlich m\u00e4nnlicher Stimme). Der Professor meinte: Es bestehe eine tragische Lage, denn die meist ideologisch gef\u00fchrten\u00a0 Diskussionen auf diesem Sektor machten wissenschaftliche Auseinandersetzungen so gut wie unm\u00f6glich. \u201eIdeologie ist der Tod der Wissenschaft wie Populismus der Tod der Demokratie\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bundesgesundheitsminister Jens Spahn begibt sich mit seinen Ideen in eine Lage der Befangenheit, denn als bekennender Homosexueller, der sich als mit einem Mann verheiratet betrachtet, l\u00e4uft er Gefahr, dass die Planung in ein einzelfallzentriertes \u201eSpahn-Gesetz\u201c m\u00fcndet. Es ist \u00e4u\u00dferst antidemokratisch in einer die Gewaltenteilung praktizierenden Republik, wenn Regierungsmitglieder sich intensiv an Regelungen beteiligen, in denen ihr pers\u00f6nliches Interesse im Vordergrund steht. Bei sachlich rationaler politischer T\u00e4tigkeit sind derartige Gefahren gering, spielen jedoch Ideologien eine Rolle, so w\u00e4chst die Gef\u00e4hrdung parlamentarischen Fehl-Handelns. Es ist schon interessant, dass der SPD-Bundeskanzler Helmut Schmidt, welcher sich nicht \u00f6ffentlich zum Christsein bekannte, in den 70er Jahren z.\u00a0B. den Zugriff des Staates auf die Kinder verwehrt hatte. Nun stellt sich ein CDU-Minister gegen die geistige Grundlage des Christentums, n\u00e4mlich des Neuen Testaments, in welchem homosexuelle Praxis als widernat\u00fcrlich bezeichnet wird (R\u00f6mer 1 Verse 21 ff). Hinzu kommt das erw\u00e4hnte pers\u00f6nliche Interesse, wodurch sich die Union letztlich l\u00e4cherlich macht. Sie m\u00fcsste geradezu intensiv daf\u00fcr pl\u00e4dieren, dass Artikel 6 Grundgesetz die Ehe zwischen Mann und Frau voraussetzt, wie es das Bundesverfassungsgericht wiederholt entschieden hat. Es sollen offenbar die vermeintlichen Rechte Homosexueller bis ins Endlose ausgeweitet werden. Statt biblisches Gedankengut zu f\u00f6rdern, werden jetzt christliche Glaubensvertreter diskreditiert, selbst solche Therapeuten, welche sich f\u00fcr ihr Anliegen als h\u00f6chst kompetent erwiesen haben. Sie sollen bestraft werden und gegebenenfalls Berufsverbote erleiden. Es ist geradezu ein Witz, dass in einer demokratisch geordneten Republik bei einer einzigen Gruppe es m\u00f6glich sein soll, ein einzelnes Therapieverbot auszusprechen. Tausendfach kann sich doch heute jeder Bundesb\u00fcrger zu so genannten Heilern begeben und zu Verhaltens\u00e4nderungen anregen lassen. Die bekannte Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Christa Mewes \u00e4u\u00dfert hierzu: \u201eWieso kann sich ein Minister anma\u00dfen, hier in einem einzigen Bereich eine Ausnahme machen zu wollen? Kann es in unserer Gesellschaft wirklich Recht sprechende Instanzen geben, die diesem Ansinnen stattgeben? Oder sind wir auch in dieser Hinsicht bereits aus den Fugen der Realit\u00e4t geraten? Jedenfalls hat die \u00c4rzteschaft bereits signalisiert, dass sie dem Verbot zustimmen w\u00fcrde. Haben die \u00c4rzte ihren Verstand verloren? Nein, so wage ich zu behaupten, da diese Gruppierung meinem Fachgebiet nahe ist: Hier kuscht bereits der Vorstand wie das Kaninchen vor der Schlange \u2013 mit Recht in Angst vor dem Verlust ihre Renommees, ja, in dieser speziellen Hinsicht auch vor dem Verlust der Approbation und damit von Existenz. Und das gr\u00fcndet mitnichten darin, dass sie den Stand der wissenschaftlichen Forschung auf diesem Gebiet nicht kennen w\u00fcrden, sondern lediglich darin, dass Eliminierungen auf diesem Feld nicht nur bei solchen Vorf\u00e4llen in unserem Land, sondern auch bereits international mehrfach zur Realit\u00e4t geworden sind. Es ist dadurch in solchen F\u00e4llen schon nicht mehr gegeben, dass die Wahrheit \u00fcberhaupt noch unverbl\u00fcmt ausgesprochen werden kann\u201c (Christa Mewes, \u201eAufbruch\u201c, Juli 2019).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man kann nur staunen, dass nach und nach die Homosexuellenlobby s\u00e4mtliche W\u00fcnsch erf\u00fcllt bekommt. Zu Recht wird von einer \u201eHomosexualisierung unserer Gesellschaft\u201c gesprochen (so der Kleidermacher Joop). Die Jubler der 1968er k\u00f6nnen weiter frohlocken, dass ihnen wieder ein Sonderrecht einger\u00e4umt worden ist. Es st\u00f6rt sie nicht, dass z. B. bei den Missbrauchstatbest\u00e4nden, verschwiegen wird, dass 80 % der Opfer Jungen sind, m\u00f6glicherweise also Homosexualit\u00e4t hier eine Voraussetzung des Missbrauchs ist. Solche Erkenntnisse sind offenbar tabu. Es ist unfassbar, dass ein Gesetz, das eine therapeutische Unterst\u00fctzung eines ernst zu nehmenden Wunsches generell unter Verbot stellt, nicht als geradezu kriminell erkannt wird. Demokratisches und rationales Denken wird durcheinandergewirbelt, so dass der Gedanke an den Diabolos, den Durcheinanderwerfer, aufkommt. Nat\u00fcrlich helfen abschreckende Begrifflichkeiten wie \u201eKonversionstherapie\u201c, um zu suggerieren, dass Homosexuelle umgepolt werden sollen. Nat\u00fcrlich m\u00fcssen vermeintliche Therapien wie Elektroschocks oder Exorzismen in Frage gestellt, gegebenenfalls auch verboten werden, wozu die vorhandenen Gesetze v\u00f6llig ausreichen. Ersch\u00fctternd ist, dass gestandene und bew\u00e4hrte Institutionen wie etwa das \u201eDeutsche Institut f\u00fcr Jugend und Gesellschaft\u201c oder \u201eIdiSB\u201c (vormals \u201eW\u00fcstenstrom\u201c) diskreditiert werden, obgleich sie in erheblicher Weise dazu beigetragen haben, Ver\u00e4nderungswilligen wirkliche Hilfe im Sinne von Artikel 2 Grundgesetz, n\u00e4mlich der Entfaltung der Pers\u00f6nlichkeit, zu vermitteln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Betroffen ist auch die Evangelische Allianz, ein Zusammenschluss von bekennenden, sich auf die Bibel konzentrierenden Christen. Diese hat unbestritten erheblich zur Religionsfreiheit in Deutschland, auch weltweit beigetragen. Nun soll alles, was in Richtung Ver\u00e4nderung deutet, untersagt werden. \u201eMission\u201c mit dem Anliegen der \u201eErl\u00f6sung und Befreiung\u201c ist doch ein Grundanliegen der Christenheit und eindeutig von Artikel 4 gedeckt. Selbst die homosexuellen Ideologen pl\u00e4dieren generell daf\u00fcr, dass \u2013 im Sinne der parallelen Genderideologie \u2013 Menschen ihre sexuelle Identit\u00e4t gegebenenfalls \u00e4ndern k\u00f6nnen, n\u00e4mlich den eigenen physischen K\u00f6rper dem inneren Empfinden anzupassen. Auch gegen eine Ver\u00e4nderung von Heterosexualit\u00e4t zur Homosexualit\u00e4t haben sie nichts einzuwenden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dahinter steckt eine weitere Ideologie, n\u00e4mlich das vermeintliche Grundrecht auf Beleidigtsein. Heute stellte jede Kritik an dem Lebensstil eines Menschen geradezu eine Kr\u00e4nkung der Identit\u00e4t dar. Das zeigt sich nicht nur darin, dass wissenschaftlich fundierte Kritiker am Islam als Rassisten bezeichnet werden, sondern auch die h\u00f6chst problematische Schaffung des Antidiskriminierungsgesetzes (freundlicher: \u201eAllgemeines Gleichbehandlungsgesetz\u201c). Zu erinnern sei an mein Buch bereits aus dem Jahr 2006 \u201eHilfe \u2013 wir werden diskriminiert!\u201c. Der Theologieprofessor Christoph Raedel aus Gie\u00dfen bef\u00fcrchtet: \u201eWir werden zu einem Volk der Diskriminierungsopfer\u201c. Das h\u00e4tte zur Folge, dass wirkliche, echte Diskriminierung kaum noch wahrzunehmen w\u00e4re. Es stellt geradezu eine Frechheit dar, das Selbstbestimmungsrecht gewaltsam einzuschr\u00e4nken. Es ist ein selbstverst\u00e4ndliches Menschenrecht, sich mit seinen konflikthaft erlebten homosexuellen Impulsen und Gef\u00fchlen auseinanderzusetzen und daf\u00fcr Beratung und therapeutische Angebote in Anspruch zu nehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mich irritiert die Zunahme des Beleidigtseins in der Gesellschaft. Eine Kritik wird schnell als Beleidigung klassifiziert oder als Phobie. Politiker \u00fcbertreffen sich, um Gesetze wie etwa das Netzwerkdurchsetzungsgesetz gegen vermeintliche Rechtspopulisten zu schaffen. Es scheint geradezu ein neues \u201eGrundrecht zum Beleidigtsein\u201c sich zu etablieren. Das erste F\u00f6rderungsgesetz hierzu stellt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz dar (\u201eAntidiskriminierungsgesetz\u201c). Ich hatte schon im Jahre 2006 mit meinem Buch \u201eHilfe, wir werden diskriminiert!\u201c mich dagegen gewandt. Ein kritischer Artikel in \u201eDer Zeit\u201c hat das Beleidigtsein deutlich kritisiert: \u201eEine gesunde Gesellschaft muss auch gewisse Beeintr\u00e4chtigungen, selbst Spott und Beleidigung ertragen sowie davon Abstand nehmen k\u00f6nnen, im Sinne des totalen Wohlf\u00fchlens umsorgt zu sein. Die Frustrationstoleranz sollte eher gef\u00f6rdert als geschw\u00e4cht werden. Das entspricht in umfassender Weise dem christlichen Menschenbild. Das AGG ist alles andere als unverzichtbar.\u201c Ein in den USA studierender Deutscher teilte mir mit, dass ihm mein B\u00fcchlein geholfen habe, in der Universit\u00e4t mit dem fast unbegrenzten Beleidigtsein fertig zu werden. Wenn ein Professor es heute wagt, aus einem Drama von William Shakespeare etwas zu zitieren, wodurch ein Student in ein gewisses Unwohlsein geraten k\u00f6nnte, dann l\u00e4uft er Gefahr, seinen Posten zu verlieren. Das hat etwas mit der aus Amerika \u00fcbernommenen \u201ePolitical Correctness\u201c zu tun. Der Ansatz ist positiv, etwa im Zusammenhang mit dem Minderheitenschutz; die Ausweitung ist aber unertr\u00e4glich geworden. Es ist empfehlenswert, zu lernen mit Kritik umzugehen, sich nicht zum Beleidigtsein hinrei\u00dfen zu lassen und sich in vierfacher Weise einzu\u00fcben: 1. Die Gef\u00fchle wahrnehmen und registrieren, 2. diese \u00e4u\u00dfern und verbalisieren, 3. sie akzeptieren und annehmen, 4. dieselben \u00fcberwinden im Glauben an die Kraft Gottes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Jurist habe ich fr\u00fch erkannt, dass es oft unklug ist, in Gerichtsprozessen zu behaupten, die eigene Mandantschaft f\u00fchle sich durch das Verhalten des Gegners verletzt und beleidigt. Ich beschr\u00e4nke mich darauf, die \u00c4u\u00dferungen der Gegenseite seien \u201eobjektiv beleidigend\u201c f\u00fcr meine Partei. Ob man dann subjektiv sich wirklich verletzt f\u00fchlt, das geht grunds\u00e4tzlich niemanden etwas an. Der objektive Tatbestand der Beleidigung gen\u00fcgt nach dem Strafgesetzbuch f\u00fcr diesen Diskussionspunkt. Es ist meine eigene Entscheidung, ob ich mich durch das Verhalten des Anderen dem\u00fctigen lasse, oder ob ich ihm aufrecht gegen\u00fcberstehe. Schlie\u00dflich ist f\u00fcr mich hilfreich Folgendes: Werde ich wirklich objektiv beleidigt, so halte ich mir die Perspektive eines Unbeteiligten vor Augen. Aus dessen Sicht versuche ich, das Geschehen einzuordnen und dabei alternative Beobachtungen in die eigene Denkweise und Empfindungen einzubeziehen, die andere Schau vor Augen zu halten. Das verschafft eine gewisse Vielfalt in der Wahrnehmung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das hei\u00dft im Ergebnis: Auch wenn der Begriff der Ehre seinen Ursprung in der personalen Menschenw\u00fcrde hat, so steht er vollst\u00e4ndig zur Disposition des Einzelnen, wie der Bundesgerichtshof es auch andeutet. Objektiv besteht der individuelle Anspruch, entsprechend seinem moralischen, intellektuellen und sozialen Wert behandelt zu werden; subjektiv entscheidet jeder in freier und m\u00fcndiger Weise, wie weit er auf Beleidigungen beleidigt reagiert. Zu dieser Thematik sagt Martin Luther: \u201eF\u00fcr deine Person sollst du mit niemandem z\u00fcrnen, wie sehr du beleidigt bist\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei ergebnisoffenen Beratungen gibt es in der Tat keinerlei Anlass zu Kritik. Es geht dabei nicht einmal um die Frage, ob Homosexualit\u00e4t eine St\u00f6rung oder gar Krankheit sei, sondern ganz schlicht und einfach um die Privatautonomie. Nur nebenbei: Es ist h\u00f6chst widerspr\u00fcchlich, dass Politiker und Gerichte dazu neigen, entgegen \u00a7 219 a Strafgesetzbuch die Werbung f\u00fcr Abtreibung zu gestatten, hingegen das Selbstbestimmungsrecht nach Artikel 2 zugunsten \u00e4nderungswilliger Homosexueller auf Null zu reduzieren. Gewiss hat Minister Spahn etwas getan, was bei derartigen Konstellationen \u00fcblich ist, n\u00e4mlich einen Sachverst\u00e4ndigen mit der \u00dcberpr\u00fcfung der Rechtsfragen beauftragt. Damit betraut wurde die einseitig homosexuell gepr\u00e4gte Magnus-Hirschfeld-Stiftung. Der Gutachter Peer Briken behauptet, dass psychologisch und medizinisch keine Hinweise darauf best\u00fcnden, dass Homosexualit\u00e4t eine St\u00f6rung oder gar Krankheit sei. Hierauf kommt es in diesem Kontext auch gar nicht an. Immerhin meint der Rechtswissenschaftler Martin Burgi, allenfalls das Werben f\u00fcr Konversationstherapie k\u00f6nnte verboten werden, aber nicht die Therapie an sich. Bei wirklicher wissenschaftlicher Vertiefung gelangt man zu ganz anderen Ergebnissen als die ideologisierten Politiker und vermeintlichen Experten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geht also weiter mit den Ideen, die als s\u00e4kular-politische Ersatzreligionen erscheinen. Die Hingabe an den \u201emenschengemachten Klimawandel\u201c nimmt pseudoreligi\u00f6se Ausma\u00dfe an, obgleich sogar der Mitbegr\u00fcnder von Greenpeace Patrick Moore (Anfang 2019) erkl\u00e4rte, es gebe keinen Zusammenhang zwischen CO2 und Erderw\u00e4rmung und selbst \u201eDer Spiegel\u201c \u2013 grunds\u00e4tzlich den Zeitgeist fr\u00f6nend \u2013 entsprechende Zweifel anmeldet (April 2019); diese kennt die schleswig-holsteinische Landesregierung noch nicht, obgleich das kritische Hamburger Max-Planck-Institut geographisch sehr nahe gelegen ist. Trotz klaren Versto\u00dfes gegen die schleswig-holsteinische Schulordnung brachte die schw\u00e4nzende Schwedin Greta Thunberg nach relativ kurzer Zeit die neuen Gl\u00e4ubigen, gerade unter Politikern und Journalisten, zur Verz\u00fcckung. Bei den Planungen zu weiteren Privilegierungen Homosexueller ist es allerdings umgekehrt: Es sollen seitens der \u2013 das sexuelle Klima beherrschenden \u2013 Ideologen neu erscheinende Ideen, n\u00e4mlich \u201eKonversionstherapien\u201c verboten werden, obgleich die meisten Sexualwissenschaftler die Ver\u00e4nderungen gleichgeschlechtlicher Empfindungen als real ansehen. Das wirkt ziemlich unredlich. Somit soll also der Argumentationsphobie eine erweiterte Gestaltungsfreiheit einger\u00e4umt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders progressiv zeigen sich neben Jens Spahn Landespolitiker; so waren ihre Bundestagskollegen sehr fix dabei, als die \u201eHomo-Ehe\u201c ohne Grundgesetz\u00e4nderung im Bundestag legalisiert werden sollte. Nun hat das schleswig-holsteinische Kabinett zur Unterst\u00fctzung des Bundesgesundheitsministers eine Bundesratsinitiative f\u00fcr ein Verbot der Heilungstherapien, mit denen Homosexuelle von ihrer Neigung unabh\u00e4ngig werden sollen, auf den Weg gebracht. Familienminister Heiner Garg (FDP) strahlte: \u201eIch freue mich, dass Schleswig-Holstein auf L\u00e4nderebene bei diesem wichtigen Thema vorne weg geht. Die Gleichsetzung von Homosexualit\u00e4t und Krankheit ist keine randst\u00e4ndige Spinnerei, die man ignorieren k\u00f6nnte.\u201c Es handele sich um Menschenfeindlichkeit, deshalb gelte es, Angebote zu verbieten, die darauf abzielen, die sexuelle Identit\u00e4t, homo- und bisexuelle Personen sowie die geschlechtliche Identit\u00e4t trans- und intersexueller Personen gezielt zu ver\u00e4ndern.\u201c So berichtet es die Schleswig-Holsteinische Landeszeitung am 4. April 2019. Das Heimatjournal titelt zwei Tage sp\u00e4ter: \u201eSchleswig-Holstein-droht der Absturz\u201c; in dem Artikel ist die Rede vom L\u00e4nderranking hinsichtlich der Zukunftsf\u00e4higkeit, in welchem \u201eder echte Norden\u201c Platz zw\u00f6lf einnimmt, und zwar nur vor Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, dem Saarland und Sachsen-Anhalt. Das Land zwischen Nord- und Ostsee habe seit 2011 f\u00fcnf R\u00e4nge eingeb\u00fc\u00dft, zumal sich hier \u201ekaum innovative und wachstumsstarke Unternehmen\u201c bef\u00e4nden; daher gebe es in keinem anderen Bundesland weniger Jobs f\u00fcr Hochqualifizierte (sh:z 06.04.). Es fragt sich nun, ob es einen kausalen Zusammenhang gibt zwischen zunehmender geistiger Insuffizienz und ideologisch gef\u00e4rbten \u2013 irrational und fast infantil anmutenden \u2013 Wunschvorstellungen. Darauf verweist bereits die unredliche Unterstellung der Parallelisierung von gleichgeschlechtlichen Empfindungen und Kranksein. Vor allem ist unfassbar die menschenfeindliche Bestrebung, ver\u00e4nderungswilligen Homosexuellen die Chance zu rauben, doch einmal so zu werden wie die \u201eNormalos\u201c. Gerade nach der verfassungswidrigen \u201eEhe f\u00fcr alle\u201c (f\u00fcr eine \u00c4nderung von Art. 6 Grundgesetz h\u00e4tte es eine Zweidrittelmehrheit der Bundestagsabgeordneten gebraucht!) wird es h\u00f6chste Zeit, dass sich Politiker ihres Verstandes bedienen. Es lohnt sich, ein wenig in die Tiefe zu steigen und sich am bestehenden wissenschaftlichen Stand zu orientieren.<\/p>\n<p><strong>2. Schluss mit den Sexualwissenschaften<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Tat ist die Sexualwissenschaft lange Zeit davon ausgegangen, bei der Homosexualit\u00e4t handele es sich um eine Krankheit. Das gilt vor allem f\u00fcr die gro\u00dfen alten Meister wie Freud, Jung und Adler. Mit Raffinesse und Tricks hat es die Homosexuellen-Lobby im Jahr 1973 geschafft, die Weltgesundheitsbeh\u00f6rde zu veranlassen, den Begriff \u201eKrankheit\u201c zu streichen; die Protagonisten hatten mit ihrem Vorsto\u00df in der entscheidenden Versammlung bis kurz vor Mitternacht gewartet, als die meisten Gesundheitsexperten sich zur Nachtruhe begeben hatten. Schnell wurde der Antrag gestellt und die wenigen \u2013 meist homophilen \u2013 Anwesenden stimmten f\u00fcr die Eliminierung der diskriminierend erscheinenden Einstufung des gleichgeschlechtlichen Empfindens. Die Kombattanten hatten gut vorgesorgt und die f\u00fcr sie so begl\u00fcckende Nachricht in Windeseile \u00fcber die ganze Welt verbreitet. Die grundlegende Entscheidung war getroffen, um die Voraussetzungen f\u00fcr die Gleichstellung homosexueller Beziehungen mit der Ehe zu schaffen. Von der Streichung strafrechtlicher Sanktionen \u00fcber das Partnerschafts-Gesetz bis zur \u201eEhe f\u00fcr alle\u201c haben sich die homosexuellen Eiferer durchgesetzt. Damit aber nicht genug, denn zumindest m\u00fcsse die umfassende Adoption noch zuerkannt werden; in jedem Fall m\u00fcsse alles ausgeschlossen werden, was die Homosexuellen an ihrem Durchmarsch hindern und aus ihrer Perspektive auch nur ansatzweise geeignet sein k\u00f6nnte, ihre \u201eIdentit\u00e4t\u201c infrage zu stellen. Das gelte \u2013 durchaus schl\u00fcssig \u2013 auch f\u00fcr Versuche, deren vermeintliche homosexuelle Veranlagung zu ver\u00e4ndern. Das hatte zur Folge, dass die Disziplin der Sexualwissenschaft in den Universit\u00e4ten abgeschafft worden ist. Die F\u00fclle von B\u00fcchern aus dem letzten Jahrhundert wird kaum noch erw\u00e4hnt, in den Psychologielexika geht man schlicht davon aus, dass homosexuelle Praxis normal sei, teilweise ist noch von einer \u201eFehlhaltung\u201c die Rede, auch wird die \u201eVerf\u00fchrungstheorie\u201c noch geduldet, eine gro\u00dfe Rolle spiele die \u201edominierende Mutter in der Familie als Identifikationsfigur\u201c (Lexikon der Ethno-Psychologie und transkulturellen Psychologie\u201c, 2012, Psychosozial-Verlag Gie\u00dfen). In Deutschland, auch in den Medien, gibt es faktisch nur noch eine Stimme, n\u00e4mlich die der Paartherapeutin aus D\u00e4nemark Anne-Marlene Henning (gern \u201eSexologin\u201c genannt).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es fragt sich, ob sich Politik und Gesellschaft dieses aufdr\u00e4ngende Verhalten einer extremen Minderheit gefallen lassen m\u00fcssen. Statistisch gibt es zwischen 0,5 und 1,5 % homosexuelle M\u00e4nner und 0,5 % Frauen in Deutschland. Schon deshalb t\u00e4te es der Gesellschaft ganz gut, wenn das Parlament die \u201eEhe f\u00fcr alle\u201c wieder abschafft. Immerhin ist dies nach einem knappen Jahr in dem britischen \u00dcberseegebiet Bermuda geschehen; dabei ist die R\u00fcckg\u00e4ngigmachung offenbar gar nicht so kompliziert, wie es den Anschein hat. H\u00e4lt man sich vor Augen, wie der Bundestag an jenem 30. Juni 2018 in einer Blitzaktion die Angleichung der homosexuellen Partnerschaft an die Ehe gebilligt hat, und zwar ohne die f\u00fcr eine Verfassungs\u00e4nderung angemessene Diskussion, erst recht ohne \u00c4nderung des Art. 6 Grundgesetz \u2013 was eine Zweidrittelmehrheit erfordern w\u00fcrde \u2013, dann handelt es sich um einen politischen Trick, allerdings mit, soweit ersichtlich, in der Tat irreparablen Folgen. Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts es ist absolut selbstverst\u00e4ndlich, dass eine Ehe nur zwischen Mann und Frau besteht. Gewiss ist es kein gutes Zeichen, dass keine zum Normenkontrollverfahren berechtigte Institution den Weg zum Bundesverfassungsgericht beschritten hat\u2013 man verbeugt sich eben vor der Homolobby. Es besteht auch bei den Verantwortlichen nur geringes Interesse, das Begehren der nimmersatten Protagonisten zu drosseln. Auch wenn aus dem betreffenden Kreis immer wieder behauptet wird, die totale Gleichberechtigung Homosexueller sei ein Menschenrecht, so gibt es daf\u00fcr nicht die geringsten Anhaltspunkte, etwa dass das Vorenthalten gewisser Privilegien gegen Art. 1 Grundgesetz, n\u00e4mlich die Menschenw\u00fcrde versto\u00dfen k\u00f6nnte. Die Idee dieser Verfassungsbestimmung entstammt dem Christentum, n\u00e4mlich der Vorstellung, dass der Mensch als Gottes Ebenbild geschaffen sei. Nach Martin Luther steht jeder Mensch mit seinem Gewissen allein vor Gott; kein Politiker, kein Priester, niemand k\u00f6nne sich dazwischen stellen. \u00c4hnlich sch\u00fctzen die Menschenrechte den Einzelnen vor dem Zugriff anderer, indem sie Meinungs- und Gewissensfreiheit gew\u00e4hren. Das hat aber gar nichts mit den homosexuellen Postulaten zu tun. Selbstverst\u00e4ndlich haben sie ein Recht auf ein menschenw\u00fcrdiges Dasein seitens des Gesetzgebers; sie haben auch einen gesellschaftlichen Anspruch auf totale Akzeptanz ihrer Person; was ihre sexuelle Praxis betrifft, so k\u00f6nnte man allenfalls noch \u00fcber den Begriff \u201eRespekt\u201c diskutieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ehe ist in unserem j\u00fcdisch-christlich gepr\u00e4gten Kulturkreis traditionell der Bund zwischen einem Mann und einer Frau mit der nat\u00fcrlich gegebenen Offenheit f\u00fcr Kinder. Das ist der Grund, weshalb das Grundgesetz die Ehe unter den besonderen Schutz der staatlichen Gewalt stellt. Die Politiker haben die gro\u00dfe Aufgabe, sich einerseits gegen Diskriminierung Homosexueller zu wenden, andererseits die jeweils erforderliche Differenzierung bei potenziellen Differenzierungen vorzunehmen. Es wirkt geradezu ungebildet, dass Kritiker der gleichgeschlechtlichen Praxis als \u201ehomophob, mittelalterlich, v\u00f6lkisch\u201c diskreditiert werden. Gesteigert wird diese Diffamierung durch die Fraktionsvorsitzende der Gr\u00fcnen, welche\u00a0 ja die homosexuellen Privilegien durchgesetzt haben. Katrin G\u00f6ring-Eckardt ordnet die B\u00fcrger, welche die Vorrechte Homosexueller bezweifeln, wie folgt ein: \u201eDiese Leute sind nicht homophob, das sind einfach Arschl\u00f6cher\u201c (am Christopher Street Day Hannover 2017). Seine Glaubensgewissheit hat Micha Schulze frank und frei publiziert (auf queer.de): \u201eWer glaubt oder hofft, dass die Homolobby nun am Ziel ist und verstummt, der irrt gewaltig.\u201c So fragt Uwe Heimowski in die Zukunft schauend (\u201epro\u201c 5\/2017): \u201eIst es da so abwegig, dass Kinderehe, Polygamie und Geschwisterehe gefordert werden?\u201c Schulze meint: \u201eAuch die Abschaffung des diskriminierenden Schutzalters m\u00fcssen wir weiter vom Bundestag einfordern. Ebenso rechtliche Absicherungen f\u00fcr Menschen, die sich f\u00fcr Lebensgemeinschaften jenseits der Zweierkiste entscheiden und dies w\u00fcnschen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So staunt zum Beispiel der Juraprofessor Christian Hillgruber, wie es dieser allzu kleinen Minderheit, die in einer Demokratie eigentlich durchsetzungsschwach sein m\u00fcsste, gelungen ist, im westlichen Kulturkreis deren Agenda vollst\u00e4ndiger Gleichberechtigung und Gleichstellung mit der heterosexuellen Mehrheit zu einer Agenda der Mehrheitsgesellschaft zu machen. Das FAZ-net ver\u00f6ffentlicht am 24.02.2014: \u201eDer politische Erfolg ist durchschlagend und vollst\u00e4ndig: Homosexuelle genie\u00dfen hier volle Freiheit und Gleichheit, und wo es noch letzte Restbest\u00e4nde von diskriminierender Ungleichheit geben sollte, werden sie in k\u00fcrzester Zeit mit oder ohne verfassungsgerichtliche Hilfe verschwinden. Auch der relativ rasche Umschwung in der \u00f6ffentlichen Meinung k\u00f6nnte kaum deutlicher sein: Homosexualit\u00e4t gilt im Westen l\u00e4ngst den meisten als ganz normal. Nur noch eine kleine Minderheit sieht dies anders. Doch was als legitimer Kampf gegen Stigmatisierung und Unterdr\u00fcckung sowie f\u00fcr die freie Entfaltung nach Ma\u00dfgabe selbstbestimmter sexueller Orientierung begann, zeigt mittlerweile unverhohlen selbst eklatant freiheitsfeindliche Tendenzen zulasten Dritter, die alarmieren m\u00fcssen. Aus einem berechtigten Freiheitsanliegen droht der Versuch einer Umerziehung mit staatlichem Befehl und Zwang zu werden. Es gen\u00fcgt der Lobby der Homosexuellen n\u00e4mlich nicht, dass sie die Entfaltungsfreiheit f\u00fcr ihre Klientel und die Meinungsf\u00fchrerschaft erstritten hat, sie will jetzt der Minderheit, die noch immer eine abweichende Meinung vertritt, die Freiheit nehmen, Homosexualit\u00e4t weiterhin negativ zu bewerten und ihr Verhalten gegen\u00fcber Dritten an dieser Bewertung zu orientieren\u2026 Es wird Zeit, daran zu erinnern, dass auch andere Personen als Homosexuelle Freiheit und W\u00fcrde haben und daher nicht gegen ihr religi\u00f6s oder anders begr\u00fcndetes Gewissen gezwungen werden d\u00fcrfen, praktizierter Homosexualit\u00e4t im Wortsinne wie im \u00fcbertragenen Sinne Raum zu geben. Diese Gewissensfreiheit ist auch nicht etwa nur auf das Forum Internum und die Privatsph\u00e4re beschr\u00e4nkt. Sie umfasst vielmehr auch die \u00e4u\u00dfere Freiheit, das gesamte Verhalten an der eigenen moralischen oder religi\u00f6sen \u00dcberzeugung auszurichten und dieser \u00dcberzeugen gem\u00e4\u00df in der \u00d6ffentlichkeit zu handeln. Wenn es richtig ist, dass die Freiheit des einen da endet, wo die des anderen beginnt, kann niemand die Verwirklichung seiner Freiheit unter Inanspruchnahme einer dazu wegen ihres Gewissens nicht bereiten anderen Person begehren\u2026 Der Angriff auf die Meinungsfreiheit wird dadurch vorbereitet, dass man all diejenigen, die Homosexualit\u00e4t noch immer negativ bewerten, s\u00e4mtlich als \u201ehomophob\u201c bezeichnet, womit ihnen eine schlechthin irrationale \u201egruppenbezogene Menschenfeindlichkeit\u201c aus Angst attestiert werden soll\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus dieser Entwicklung kann man mit William James Durant (1885-1981) schlussfolgern: \u201eEine gro\u00dfe Zivilisation kann erst von au\u00dfen erobert werden, wenn sie sich von innen selbst zerst\u00f6rt hat.\u201c Die Entwicklung im \u00fcber Jahrhunderte christlichen Europa und dann auch in Nordamerika macht dies deutlich. Es lie\u00dfe sich eine F\u00fclle von Parallelbeispielen zitieren; diese sollen nur angedeutet werden: \u201eSexting\u201c, n\u00e4mlich die Versendung von eigenen Nacktbildern; immer mehr Pornographie in Spielfilmen, selbst auf bew\u00e4hrten B\u00fchnen wie beim volksnahen Ohnsorg-Theater mit \u201eCalendar Girls\u201c. Immerhin muss heute noch ein Propagandist mit dem Volkszorn rechnen, wenn er eine Legalisierung der Polygamie einfordert (Schleswig-Holsteinische Landeszeitung 08.01.2019). Aber wie lange noch? Gibt es einen kraftvollen Widerstand gegen die Diversit\u00e4ts-Propagandisten wie Michel Foucault? Dazu geh\u00f6rt in jedem Fall die gr\u00fcne Vizepr\u00e4sidentin des Bundestags Claudia Roth, welche sich betroffen zeigte, \u201eweil Bildungsministerin Anja Karlicz eine Langzeitstudie \u00fcber die Auswirkungen auf Kinder w\u00fcnschte, die von gleichgeschlechtlichen Partnern erzogen w\u00fcrden\u201c. Wo gibt es noch Menschen, die sich der dekadenten Entwicklung entgegenstellen, welche letztlich von der 68 er Studentenrevolution herr\u00fchrt? So mag das Buch von Martin van Creveld \u201eWir Weicheier \u2013 warum wir uns nicht mehr wehren k\u00f6nnen und was dagegen zu tun ist\u201c ein wenig hilfreich sein. Immerhin sprach bereits der gro\u00dfe Denker und Reformator Martin Luther in seiner Vorlesung zum R\u00f6merbrief, Kapitel 1, \u00fcber Homosexuelle als \u201eWeichlinge\u201c. Das mag vordergr\u00fcndig diskriminierend erscheinen, aber der zeitliche und finanzielle Aufwand gerade des Staats zugunsten der Homosexuellen steht in keinem Verh\u00e4ltnis zu den daraus resultierenden Vorz\u00fcgen zugunsten der Gesellschaft. Man denke nur an die durch die Protagonisten in fast allen Bundesl\u00e4ndern eingef\u00fchrte Fr\u00fch-Sexualisierung zulasten der Sch\u00fcler \u2013 getarnt mit vermeintlich wissenschaftlichem Sexualunterricht; verlangt wird nicht nur die \u201eAkzeptanz \u201c der homosexuellen Person \u2013 was eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit ist \u2013, sondern auch die Akzeptanz des homosexuellen Sexualakts. Es w\u00fcrde nicht in Verwunderung versetzen, wenn der urspr\u00fcngliche Wunsch der Gr\u00fcnen in den siebziger Jahren revitalisiert und umgesetzt w\u00fcrde, n\u00e4mlich die Freigabe der P\u00e4dophilie. Anschauliche Beispiele \u00fcber die unfassbaren Folgen einer diesbez\u00fcglichen Kriminalit\u00e4t gibt es genug, wenn man etwa an die Odenwaldschule mit ihrem vermeintlichen Star-P\u00e4dagogen Gerold Becker denkt. Dass Politik und Gesellschaft die \u201eKinderh\u00f6lle\u201c namens Elysium nicht verhindert haben, kann deshalb auch nicht mehr in Erstaunen versetzen. Der wohl derzeit erfolgreichste Romancier, n\u00e4mlich Michelle Houellebecq, findet keine Ruhe und muss immer wieder in seinen Romanen auf die \u00fcblen Folgen der Sexualisierung f\u00fcr Geist und Seele hinweisen (zum Beispiel in \u201eElementarteilchen\u201c oder zuletzt in \u201eSerotonin\u201c). In seinem Interview mit dem deutschen Nachrichtenmagazin \u201eDer Spiegel\u201c pl\u00e4diert er f\u00fcr eine R\u00fcckkehr zum Christentum, um die Gesellschaft zu retten. In \u00e4hnlicher Weise macht sich der j\u00fcdische Historiker und Publizist Michael Wolffsohn Sorgen um die Bundesrepublik und meint, Deutschland werde zu einer \u201eHeidenrepublik\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausgehebelt werden soll letztlich die j\u00fcdisch-christliche Sch\u00f6pfungsordnung. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus, dass die Gr\u00fcnen in allen Sektoren so intensiv f\u00fcr die Naturgem\u00e4\u00dfheit und Aufrechterhaltung der Sch\u00f6pfung k\u00e4mpfen; sie ignorieren total das, was sich als \u201ewidernat\u00fcrlich\u201c herausgesch\u00e4lt\u00a0 hat, etwa die biblische Disqualifizierung der homosexuellen Praxis, insbesondere im neutestamentlichen R\u00f6merbrief (Kapitel 1,23 ff.). Der Guru der Achtundsechziger Herbert Marcuse forderte nicht nur (siehe \u201eSpiegel\u201c im Juli 1967) \u201edie totale Negation der j\u00fcdisch-christlichen Moral\u201c, sondern drehte den Toleranzbegriff um: Sie bedeute nicht mehr, dass man andere Meinungen toleriere, sondern dass man sie gerade nicht toleriere, wenn sie Interessen artikulieren, die der eigenen Ideologie entgegenstehen. Befreiende Toleranz bedeute mithin Intoleranz gegen\u00fcber Bewegungen von rechts und Duldung von Bewegungen von links. Es ist hochinteressant, dass der Vertreter der Christlich Demokratischen Union Jens Spahn sich statt der christlichen Ethik der Indoktrinierung der 68er unterwirft. Selbstverst\u00e4ndlich kann der Minister im Sinne von Art. 5 GG meinen, was er will, doch bei potenziellen Gesetzen sollte christliches Denken schon eine Rolle spielen, vor allem muss Art. 4 GG mit der Glaubens- und Religionsfreiheit beachtet werden. Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrats Prof. Peter Dabrock spricht von \u201ehermeneutischen Verbiegungen\u201c eindeutiger biblischer Aussagen. Zur christlichen Moral geh\u00f6re auch, dass sich nicht in jedem Bereich Kompromisse anbieten; beim christlichen Verst\u00e4ndnis gehe es allzu oft um \u201erichtig und falsch\u201c. Es sieht so aus, als ob die \u201eProgressiven\u201c ethische Vorstellungen wie die N\u00e4chstenliebe abzuschaffen gedenken, welche immerhin auch von diversen Nichtchristen akzeptiert wird; ver\u00e4nderungswilligen Homosexuellen soll also nicht geholfen werden! Zur neuen Moral geh\u00f6rt auch die politische Korrektheit, die von Politik und Medien besonders gegen\u00fcber Homosexuellen gefordert wird. Die homosexuellen Protagonisten sind auch Sch\u00f6pfer des Antidiskriminierungsgesetzes (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz), das in erschreckender Weise den Beleidigungskult f\u00f6rdert (siehe Buch des Autors \u201eHilfe, wir werden diskriminiert!\u201c). Ein Beispiel f\u00fcr Ausw\u00fcchse des Gekr\u00e4nktseins aus der Justiz sei erw\u00e4hnt: In Hamburg hatte ein sich diskriminiert f\u00fchlender Arbeitsloser wegen Nichtber\u00fccksichtigung bei der Arbeitssuche 170-mal beim Arbeitsgericht geklagt und nur ein einziges Mal gewonnen! Die Homosexuellen haben es geschafft, dass heute schon etliche Sympathisanten meinen, Homophobie sei ein psychopathisches Verhalten, das therapiert werden m\u00fcsse \u2013 also eine totale Verkehrung der Gesamtlage. Das ermuntert doch geradezu, mit dem weltbekannten deutschen Philosophen Habermas vom \u201elinken Faschismus\u201c sprechen. Die Radikalisierung der linksstehenden Intellektuellen ist \u201eauch eine unbewusste Fortsetzung einiger der geistigen Str\u00f6mungen, die den Nationalsozialismus erst erm\u00f6glicht haben\u201c (Richard L\u00f6wenthal).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Politiker und Medien sollten bereits aus diesen Gr\u00fcnden ein Maximum an Zeit und Geld investieren, um die klassische Ehe zu f\u00f6rdern. Geistige Unterst\u00fctzung bekommen sie daf\u00fcr genug. Man erinnere an den zum Medienstar avancierten kanadischen Psychologen und Kulturkritiker Jordan B. Peterson, welcher nach der renommierten New York Times als \u201eder kl\u00fcgste Mann der Welt\u201c bezeichnet wird. Der Spiegel berichtete \u00fcber seine Vorz\u00fcge seitenlang. V\u00f6llig gegen die Regeln der politischen Korrektheit konstatiert der ehemalige Harvard-Professor: \u201eDas Gelingen des Lebens winkt uns, wenn wir die nat\u00fcrliche Komplementarit\u00e4t von Mann und Frau ebenso respektieren wie die von Chaos und Ordnung.\u201c Er spricht offen vom \u201eNachteil des Nichtverheiratetseins\u201c. Und nun kommt das Entscheidende: Das Nachrichtenmagazin verweist darauf, dass dem gro\u00dfen Denker ganz besonders wichtig das Sich-Gr\u00fcnden auf die biblischen Wahrheiten ist. Immerhin spricht das Markus-Evangelium, das von kritischen Theologen als das authentischste angesehen wird, von der Ehe als Beziehung nur zwischen Mann und Frau (Kapitel 10 Vers 6). Es nimmt nicht Wunder, dass Hochzeiten immer noch mit riesigem Aufwand gefeiert werden, auch wenn es statistisch bald zu einer Scheidung kommt. Es geh\u00f6rt quasi zu den Genen des Menschen, dass die Beziehung zum anders gestellten Partner von ganz \u00fcberragender Relevanz ist. Schon deshalb lohnt es, sich die \u201eSch\u00f6nheit der Ehe\u201c gr\u00fcndlicher vor Augen zu halten.<\/p>\n<p><strong>3. Neue wissenschaftliche Denkans\u00e4tze <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die meisten Bewohner der Bundesrepublik pl\u00e4dieren f\u00fcr die Aufrechterhaltung der christlich-abendl\u00e4ndischen Tradition und bef\u00fcrworten \u2013 im Gegensatz zur ver\u00f6ffentlichten\u00a0 Meinung \u2013 die biblische Einordnung homosexueller Praxis als unnat\u00fcrlich (R\u00f6mer 1). Sie wundern sich nicht, dass das Robert-Koch-Institut seit Jahrzehnten publiziert, zwei Drittel der Aids-Kranken stammten aus der Homosexuellenszene und Syphilis treffe zu 80 % gleichgeschlechtlich Handelnde. Sie akzeptieren auch die neue Entscheidung des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs, dass gleichgeschlechtlich Aktiven weiter das Recht zum Blutspenden verwehrt werde. Sie lehnen ab die totale \u00dcberzeichnung der Wiedergutmachung an den durch die Nazis leidgepr\u00fcften Homosexuellen. Wenn der Guru der 68er Kulturrevolution Herbert Marcuse die \u201etotale Negation der j\u00fcdisch-christlichen Moral\u201c gefordert hat, so empfinden sie gleichwohl die Aufm\u00e4rsche wie den Christopher-Street-Day als absto\u00dfend und unangemessen angesichts eines Bev\u00f6lkerungsanteils von ca. 1 %. Da der Hauptaktivist Volker Beck selbst einr\u00e4umt (Zeitschrift \u201eRecht und Demokratie\u201c), dass lebenslange Treue in homosexuellen Partnerschaften ausgeschlossen ist, wird das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr eine \u201eHomo-Ehe\u201c deutlich gemindert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das unterschwellig eingef\u00fchrte Denk-Rede-Verbot erscheint als Freiheitsberaubung, letztlich Vergewaltigung (z. B. nach \u00a7 240 Strafgesetzbuch). Das sp\u00fcrt die Bev\u00f6lkerung, wie uns Frankreich gelehrt hat: Nach der von der Regierung aufgezwungenen \u201eHomo-Ehe\u201c kam es zu Demonstrationen von 1,8 Millionen B\u00fcrgern. Trotz Laizismus im Nachbarstaat lebt dieser vom religi\u00f6sen Nachlass. \u201eDie christlich gepr\u00e4gte europ\u00e4ische Kultur ist eine einmalige evolution\u00e4re Errungenschaft, die man nat\u00fcrlich mit anderen Kulturen vergleichen kann und soll, die aber gerade darin sich immer als unvergleichlich erweist. Das zu leugnen bleibt den Ignoranten des Gutmenschentums vorbehalten\u201c (so der Medienwissenschaftler Norbert Bolz in \u201eDas Wissen der Religionen\u2026\u201c). Die Bev\u00f6lkerung bleibt selbst in Staaten, die nicht bestrebt sind, christliche Gedanken zu f\u00f6rdern, im Glauben lebendig, wie am Beispiel der brennenden Kirche Notre Dame in Paris deutlich geworden ist. Es gab und gibt viel Tr\u00e4nen und Trauer, und zwar nicht weil etwa die Herrscher in der Franz\u00f6sischen Revolution das Gotteshaus auch missbraucht hatten, sondern weil die Kathedrale das symbolisiert, was letztlich unser weitgehend vom Christentum gepr\u00e4gtes Europa ausmacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit vern\u00fcnftiger Argumentation hat das Bundesverfassungsgericht darauf beharrt, dass es sich bei der homosexuellen Lebenspartnerschaft nicht um eine \u201eEhe\u201c handele, sondern um \u201eein aliud\u201c; es gehe bei \u201eEhe\u201c eben um die Verbindung von Mann und Frau. Der Artikel 3 Grundgesetz sieht vor, dass Gleiches gleich und Ungleiches ungleich zu behandeln sei. Es handelt sich bei den die Art. 3 und 6 GG verbiegenden Ideen um eine ideologische Verbr\u00e4mung. Das wird gerade bei der Forderung nach der \u201eHomo-Ehe\u201c deutlich. Die klassischen Voraussetzungen liegen vor: radikale Weltanschauung, Planung der idealen Gesellschaft, gewaltbereite Strategien und flexible Taktik zur Durchsetzung. Hierzu soll ein Beispiel gen\u00fcgen: Beim Marburger Treffen christlicher Psychologen haben homosexuelle Aktivisten Besch\u00e4digungen an 40 (!) kirchlichen Einrichtungen vorgenommen. So schreibt Robert R. Reilly in seinem Buch \u201eMaking Gay Okay\u201c, dass die von der UNO und EU besteuerte, weltweit aufgezwungene \u201eschwule Ideologie\u201c f\u00fcr die Menschheit vielfach gef\u00e4hrlicher sei als alle realen und vermeintlichen Klimabedrohungen zusammen. Alle Menschen seien betroffen \u2013 jede Familie und jedes Kind. Es gehe um viel mehr als um die gesellschaftliche Anerkennung einer kleinen Minderheit, n\u00e4mlich um die Abschaffung aller Werte in Bezug auf Sexualit\u00e4t, Ehe und Familie sowie um Unterdr\u00fcckung der nat\u00fcrlichen menschlichen Moral durch die Etablierung einer staatlichen Tyrannei des Unmoralischen. Die wahre Natur des Menschen sei vorgegeben, was bereits Aristoteles im griechischen Altertum erkannt habe; alle Humanwissenschaften w\u00fcrden sich darauf gr\u00fcnden. Der Mensch aber, der sich in seinem Wahn einbildet, selbst bestimmen zu k\u00f6nnen, was f\u00fcr ihn nat\u00fcrlich sei, missbrauche seinen Verstand und wende sich gegen die Natur. Eheliche Treue werde gering gesch\u00e4tzt, homosexuelle Promiskuit\u00e4t (P\u00e4dophilie nicht v\u00f6llig ausgeschlossen) sei absolut nat\u00fcrlich. Der Homo-Kult sei auf einer L\u00fcge aufgebaut: \u201eEs ist nat\u00fcrlich und gut\u201c; das f\u00fchre automatisch zu anderen Verdrehungen der Realit\u00e4t (z. B. Diskriminierung und Homophobie). \u201eGay science\u201c sei eine Scheinwissenschaft mit Wunschfantasien und willk\u00fcrlichen Interpretationen, welche heute an Universit\u00e4ten und professionellen Zeitschriften fast alles dominiere. Der Zustand sei vergleichbar mit der marxistischen Ideologie an den wissenschaftlichen und philosophischen Fakult\u00e4ten in den damals kommunistischen L\u00e4ndern. Diese Unwissenschaftlichkeit beherrsche die heutigen westlichen Medien und die kritiklos folgsamen Politiker \u2013 man denke an das Unterrichtswesen und die staatlich gelenkte sexuelle Aufkl\u00e4rung. Die Menschen glauben das zumeist nicht in ihrem Herzen, spielen aber aus Bequemlichkeit und Feigheit mit. Der Autor Reilly verweist auch auf nachgewiesene Begleitungen Homosexueller, die auf eine Ver\u00e4nderung ausgerichtet sind, was zu weitreichenden Verbesserungen oder gar vollst\u00e4ndigen Wandlungen gef\u00fchrt habe; er prangert den Druck und die Drohungen zulasten der Kritiker an sowie kl\u00e4rt auf \u00fcber die Trick-Abstimmung im Jahr 1973 durch die amerikanische Psychiatrische Gesellschaft. Dieses Ereignis hatte schlie\u00dflich die Weltgesundheitsbeh\u00f6rde veranlasst, den Gedanken an eine \u201epsychische Entwicklungsst\u00f6rung\u201c (u. a. Freud, Adler und Jung) zu eliminieren. Der damals mitwirkende Professor Spitzer r\u00e4umte sp\u00e4ter ein, dass sich Homosexuelle in der Tat komplett ver\u00e4ndern k\u00f6nnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eigentlich m\u00fcssten diese Ausf\u00fchrungen gen\u00fcgen, um Bund und L\u00e4nder davon abzuhalten, ein Gesetz zu schaffen, nach welchem Werbung f\u00fcr ver\u00e4nderungswillige Homosexuelle verboten werden soll. Vielleicht helfen noch vier abschreckende Beispiele:<\/p>\n<p><strong>Zum einen<\/strong> wurde im April 2019 durch die Fernsehanstalten in gr\u00fcndlicher Weise auf homophile Handlungen des \u201egr\u00f6\u00dften musikalischen K\u00fcnstlers aller Zeiten\u201c, n\u00e4mlich Michael Jackson, aufmerksam gemacht. Stundenlang wurden Originalaufnahmen und filmisch umgesetzte Episoden aus dem Leben des T\u00e4nzers und S\u00e4ngers ausgebreitet. Es kam zu Diskussionen, wie weit es zul\u00e4ssig sei, einen solch prominenten Menschen, der jahrzehntelang von vor allem jungen Menschen quasi angebetet wurde, zu \u201everrei\u00dfen\u201c. Dies wurde ausf\u00fchrlich getan, vor allem wurde auch darauf hingewiesen, dass Jackson ganz \u00fcberwiegend Knaben missbraucht habe, er dadurch eben gerade die Homosexuellen in Misskredit gebracht habe \u2013 eine Erkenntnis, welche sich mit den Vorg\u00e4ngen in der Odenwaldschule deckt.<\/p>\n<p><strong>Als zweites<\/strong> Geschehnis ist die Manipulation seitens des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks anzusehen: Der NDR schickte einen seiner (vermeintlich homosexuellen) Reporter zu sogenannten Heilern, welche versprachen, aus Homosexuellen Heterosexuelle zu formen. Unter anderen war \u201eOpfer\u201c ein Hamburger Arzt, der die sexuelle Ver\u00e4nderung behauptete und die entsprechende Therapie anbot. Hinzugef\u00fcgt wurden Gemeinden, die sich christlich nannten und auch die Befreiung von homosexuellen Empfindungen offerierten. Die Sendungen wirkten gek\u00fcnstelt, bewusst so gestaltet, um die anvisierten \u201eHeiler\u201c als Scharlatane zu entlarven. Nun mag korrekt sein, dass die anvisierten Adressaten tats\u00e4chlich mit betr\u00fcgerischen Machenschaften operierten, was aber nicht das zentrale Problem ist. Es fehlten intellektuelle und wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit Organisationen, welche tats\u00e4chlich \u2013 ganz dem Wunsche der Homosexuellen nach \u2013 zu Ver\u00e4nderungen der sexuellen Empfindungen beigetragen haben. Man denke etwa an \u201eW\u00fcstenstrom\u201c oder OJC. Allein das Vers\u00e4umnis, sich mit deren Angeboten intensiv zu befassen, stellt einen schweren Versto\u00df gegen den Betrugs-Paragrafen im Strafgesetzbuch dar. Nach \u00a7 263 wird nicht nur die artikulierte L\u00fcge, sondern es werden auch Entstellungen, Unterdr\u00fcckungen und Unterlassungen der Wahrheit bei entsprechend vorhandenen Pflichten bestraft. Vom \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernsehen ist diese dargestellte L\u00fcge eine un\u00fcbersehbare Verletzung der grundlegenden Norm des \u00a7 11 Rundfunkstaatsvertrag; diese Bestimmung fordert unter anderem Aufkl\u00e4rung, Objektivit\u00e4t und Ausgewogenheit in den einzelnen Sendungen. Diese Hinweise sollen hier nur Andeutungen sein.<\/p>\n<p><strong>Zum Dritten<\/strong> muss in Bezug auf die Weltgesundheitsorganisation festgehalten werden: Gerade in dem Bereich, welcher das Denken und Handeln in Deutschland derzeit am meisten bewegt, hat sich eine gewaltige L\u00fcge herauskristallisiert. Zum Erstaunen vieler B\u00fcrger ist jetzt erst richtig deutlich geworden, dass man in Bezug auf die Grenzwerte von 40 mg\/Quadratmeter als Stichtag das Jahr 2010 zu Grunde gelegt hat. Dies sollte neun Jahre lang f\u00fcr Europa gelten. Und nun kommt der H\u00f6hepunkt: die Grenzwerte wurden nur zwischen 20 und 5000 mg\/Quadratmeter gesch\u00e4tzt! Es geht also um eine Vermutung ohne Ans\u00e4tze einer wissenschaftlichen Erkenntnis. In den USA hatte man sich immerhin mit 103 mg zufriedengegeben. Das ist unfassbar und l\u00e4sst sich allenfalls damit erkl\u00e4ren, dass man zum Beispiel in einer Wohnung \u2013 befindlich in der ersten Etage \u2013 die Messung am Gasherd vorgenommen hat. Der NDR spricht unverbl\u00fcmt von \u201eeinem reinen Populismus\u201c (8. April 2019). Damit steht zum zweiten Mal fest, dass diese gewisse \u00fcberfl\u00fcssige Weltorganisation sich wiederholt vorwerfen lassen muss, Schwerstfehler begangen zu haben!<\/p>\n<p><strong>Schlie\u00dflich muss als viertes<\/strong> Top-Ereignis noch konzediert werden, dass man praktisch vergeblich im Internet nach Sexualwissenschaftlern suchen muss, welche heute noch etwas Relevantes zur Problematik der Homosexualit\u00e4t ver\u00f6ffentlichen. Im Internet st\u00f6\u00dft man nur noch auf den gro\u00dfen deutschen Sexologen Martin Dannecker, der an seiner Behauptung prinzipiell festgehalten hat: \u201eHomosexualit\u00e4t ist eine Krankheit!\u201c Er hat diese Konstatierung noch ein wenig variiert, im Prinzip aber nicht radikal abge\u00e4ndert. Dabei hat er sich an etwas geklammert, was die \u201egro\u00dfe Erkenntnis\u201c der Sexologie gewesen war: \u201eDie Zeit der Sexualwissenschaft in Deutschland ist vorbei. W\u00e4hrend ihre Institute den Fachbereichen der Medizin oder Psychologie angegliedert werden, werden die Wegbereiter vergessen.\u201c Die FAZ hat ihren Artikel \u201eNiedergang der Sexualwissenschaft\u201c am 06.01.2011 aktualisiert. Dabei wird verwiesen auf das Entscheidende: Der politische Anspruch, der die Entstehung des Fachs begleitete, war zugleich f\u00fcr eine gewisse Parteilichkeit verantwortlich, welche diese Disziplin von Beginn an gepr\u00e4gt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Leitfiguren in den letzten Jahrzehnten geh\u00f6rten unter anderen Volkmar Sigusch, Hans Giese, Gunter Schmidt, Eberhard Schorsch, vor allem der erw\u00e4hnte Martin Dannecker. Wichtig war den Forschern, auf der Grundlage empirischer Studien die gesellschaftlichen Bedingungen menschlicher Sexualit\u00e4t zu untersuchen. Dabei sollte im Unterschied zu der sp\u00e4ter folgenden dekonstruktivistischen Gender-Ideologie (Michel Foucault) das Nat\u00fcrliche gerade nicht eliminiert werden. Man orientierte sich mehr an Sigmund Freud, um dazu beizutragen, dass die empirische Allt\u00e4glichkeit als pervers qualifizierte sexuelle Erregung bewusst gemacht werden sollte. Sigusch arbeitete an dem 1981 verabschiedeten Transsexuellengesetz mit, das den Betroffenen die \u00c4nderung des Vornamens erlaubt. Er schloss sich aber nicht der Schule des Magnus Hirschfeld an, welcher Homosexualit\u00e4t als \u201eDegenerationserscheinung\u201c verstand, f\u00fcr welche der Homosexuelle aber nicht verantwortlich sei \u2013 gar mit der Folge, dass er hygienische Eingriffe zur \u201eVermeidung\u201c von Homosexualit\u00e4t bef\u00fcrwortete. Gleichwohl stellte sich die Entwicklung der Sexualwissenschaft nach Einstellung der Sexual-Institute als eine Art R\u00fcckkehr zum liberalen Biologismus Hirschfelds dar. Das Institut f\u00fcr Sexualwissenschaft der Berliner Charit\u00e9 rehabilitierte das Institut, das nun auch an staatlichen Initiativen gegen Kindesmissbrauch und Internet-Pornographie beteiligt ist, und zwar sichtbar mit Begriffen wie Verhaltensabweichung oder Geschlechtsidentit\u00e4tsst\u00f6rung \u2013 zumindest terminologisch im Kontext mit jenem Behaviorismus, den Sigusch stets bek\u00e4mpft hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese kurze Darstellung der Sexualwissenschaft in den letzten Jahrzehnten zwingt \u2013 gerade im Hinblick auf die zurzeit bestehenden evidenten L\u00fccken \u2013 zu einer Vertiefung der Erkenntnisse, welche die Sexualwissenschaften \u00fcber bald ein Jahrhundert geliefert hatten. Das f\u00fchrt zu der unerl\u00e4sslichen Folge, zwingend erforderlich ist, sich noch einmal die alten, keinesfalls \u00fcberholten, Weisheiten und Forschungsergebnisse, welche heute quasi als Tabu angesehen werden, zumindest andeutungsweise zu vergegenw\u00e4rtigen.<\/p>\n<p><strong>4. Deutungshoheit der Homosexualit\u00e4t: <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Wissenschaftler trieben mit denen, die an einer Kl\u00e4rung der die Homosexualit\u00e4t betreffenden Fragen interessiert waren, ihr Spielchen. Sie schwankten im Laufe der vergangenen Jahrzehnte zwischen der Behauptung, es handele sich um eine vererbte Anlage und um eine im Laufe der Kindheit und Jugendzeit erworbene Neigung. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Beobachtung, dass alle Homosexuellen naturgem\u00e4\u00df heterosexuelle Eltern und Gro\u00dfeltern haben. Allerdings reagiert das Volk wohlwollender, wenn \u201ebewiesen\u201c wird, Homosexualit\u00e4t sei ererbt. Die Betroffenen selbst, zumindest deren Sprecher, bevorzugen die andere Variante, weil eine Erbanlage m\u00f6glicherweise durch Eingriffe ge\u00e4ndert werden k\u00f6nne, was den Chefideologen wiederum nicht zuwider ist, zumal sie um die erkannte Identit\u00e4t f\u00fcrchten m\u00fcssen. Eindeutigkeit besteht vonseiten ernst zu nehmender Forscher weder in der einen noch in der anderen Richtung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab Mitte des 20. Jahrhunderts gilt der Kinsey\u2011Report, der 1948 in den USA erschienen ist, als grundlegend. Der Sexualforscher Alfred Kinsey, urspr\u00fcnglich Zoologe, spricht davon, 15.000 M\u00e4nner, Frauen und Jugendliche befragt zu haben. Die Biographen geben zu, dass er sich gewohnheitsm\u00e4\u00dfig sadistisch-homosexuell und -bisexuell verhielt. Sie beschrieben, wie Kinsey seine m\u00e4nnlichen Studenten sexuell verf\u00fchrt hatte. Seine Frau, seine Mitarbeiter und deren Frauen zwang er, mit ihm und f\u00fcr ihn illegale Pornofilme auf dem Dachboden seines Hauses zu erstellen (James Jones, \u201eAlfred C. Kinsey &#8211; A Public-Private Life\u201c 1997, S. 499 f und 605 &#8211; 614). Auf diese Weise konnten sie ihr eigentliches Ziel \u00fcbert\u00fcnchen, um die auf Weitergabe des Lebens hin ausgerichtete j\u00fcdisch-christliche Epoche durch ein promiskes, bisexuelles und homosexuelles Paradies des \u201eanything goes\u201c zu ersetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt kommt das Ersch\u00fctterndste, worauf Judith A. Reisman hinweist: \u201eKinsey hielt P\u00e4dophile in den U.S.A. und im Ausland dazu an, Kinder zu missbrauchen. Er forderte sie dazu auf, S\u00e4uglinge und Kinder sexuell zu missbrauchen, weil er dadurch zu seinen Daten \u00fcber angeblich normale \u201aKindersexualit\u00e4t\u2019 kommen konnte. Insgesamt handelte es sich dabei um zwischen 317 und 2.035 Kinder und S\u00e4uglinge.\u201c (Reisman a.o.St. S. 36 und 37).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Folgen der Irritationen sind aufschlussreich. So hat am 08.12.2003 die 2. Strafkammer des Oberlandesgerichts M\u00fcnchen einen P\u00e4dophilen aus der Untersuchungshaft entlassen und sich darauf gegr\u00fcndet, der sexuelle Missbrauch an Jungen und M\u00e4dchen im Alter zwischen 6 und 13 Jahren habe \u201ekeine erkennbare Sch\u00e4digung\u201c verursacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Tat haben Personen, die sich als Sexualforscher ausgegeben haben, viel Verwirrung gestiftet. Jetzt sind sie auch am Zuge, stark unterst\u00fctzt von der Hirschfeld-Stiftung, wobei es an echten und belegbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen fehlt. Das gilt auch f\u00fcr die Hintergr\u00fcnde des beabsichtigten Verbots der so genannten Konversionstherapie. Es wird schlicht und einfach behauptet, es gebe keine soziologischen, psychologischen oder medizinischen Hinweise, dass Homosexualit\u00e4t eine St\u00f6rung oder Krankheit sei. Also handelt es sich hier um eine Annahme und Vermutung, die dem Zeitgeist fr\u00f6nt. Es wird in diesem Kontext behauptet, dass Neigungen zum Suizid bei Homosexuellen best\u00fcnden, gerade wenn man versuche, ihre Orientierung zu ver\u00e4ndern. Das ist statistisch nicht nachgewiesen, eher dass Menschen mit ihren Neigungen nicht fertig werden und dann \u2013 so schrecklich es ist \u2013 ihrem Leben ein Ende bereiten wollen. Der Vorsitzende des Instituts IdiSB Markus Hoffmann kritisiert die Ausf\u00fchrungen von vermeintlichen Gutachtern; anstatt \u201eeine solide Antwort f\u00fcr die hohe Fluidit\u00e4t von sexueller Orientierung im Jugendalter zu finden\u201c, nehme man \u201edurch die Behauptung, sexuelle Orientierung sei immer unver\u00e4nderlich, in Kauf, dass Jugendliche eher zu einem Comingout gezwungen werden, als dass sie zu einem selbstverantwortlichen Verstehen ihrer Sexualit\u00e4t angeleitet werden\u201c (Junge Freiheit, 26\/19). Die \u00e4u\u00dferst lebenserfahrene Psychologin Christa Meves kritisiert, dass die Regierung den Boden der Wirklichkeit verlasse. Mit ihrem Geschlecht unzufriedene Homosexuelle sollen k\u00fcnftig gehindert werden, bei kompetenten Therapeuten um Hilfe nachzusuchen. Mit der Demokratie gehe es sichtbar abw\u00e4rts (Aufbruch 6\/2019). Zur Verhinderung menschenfeindlicher und unzul\u00e4ssiger Methoden, Therapien mit absurder Bestrahlung, etwa mittels rotem und pinkem Licht gegen homosexuelle Energien oder gar Elektroschocks und Exorzismen, bedarf es nicht eines neuen Gesetzes. Angebote von diesbez\u00fcglichen Albernheiten gibt es laufend in der Werbung, \u00fcberhaupt im gesellschaftlichen Leben. Es ist einfach unertr\u00e4glich, dass homosexuelle Protagonisten die Selbstbestimmungsrechte einfach abschaffen. Gerade der Artikel 4 Grundgesetz gew\u00e4hrt christlichen Therapeuten, mit qualifizierter Seelsorge Menschen positiv zu beeinflussen und das reiche christliche Erbe zugunsten der Menschheit weiter zu verwenden \u2013 speziell Europa, das christlich gepr\u00e4gt ist. Es fragt sich letztlich, weshalb immer mehr christliche Errungenschaften eliminiert werden. Letztlich wird insoweit auch gegen Artikel 1 Grundgesetz versto\u00dfen, da die Menschenw\u00fcrde verletzt wird, wenn Homosexuelle, die mit ihrer Neigung nicht gl\u00fccklich sind und sich in echter Not befinden, nicht mehr die M\u00f6glichkeit haben, von ihren Empfindungen frei zu werden. Man stelle sich Folgendes vor: Bei einer christlichen Jugendfreizeit erz\u00e4hlt ein junger Mensch, dass er sich transsexuell f\u00fchle, aber verunsichert sei. Ein Leiter betet mit dem Jugendlichen und bittet darum, dass dieser Klarheit bekomme und sich mit seinem Geschlecht vers\u00f6hne. Sp\u00e4ter f\u00fchlt sich der Jugendliche dadurch bedr\u00e4ngt, erz\u00e4hlt es seinen Eltern, die zeigen den betenden Leiter an. Dieser hat ein praktisch unl\u00f6sbares Problem, denn gem\u00e4\u00df der aktuellen Lage im Gesetzesentwurf w\u00e4re sein Handeln eine Straftat (idea-Spektrum 49\/2019). Also entweder er verh\u00e4lt sich \u201egesetzesgetreu\u201c und l\u00e4sst den Jugendlichen allein mit seiner Not, oder er hilft ihm seelsorgerlich und nimmt eine Bestrafung in Kauf. Letztlich geht es bei dem Entwurf um einen radikalen Angriff auf die Natur oder \u2013 christlich gesprochen \u2013 Sch\u00f6pfung Gottes.<\/p>\n<p><strong>5. Ideen zur Ver\u00e4nderung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von \u00fcberragender Bedeutung ist, dass die klassischen Sexologen die &#8222;Umpolung&#8220; zur Heterosexualit\u00e4t um ein Vielfaches positiver und objektiver beurteilen. Das Kinsey\u2011Institut spricht neutral \u00fcber die Heilung, etwa im Zusammenhang mit der fast zur gleichen Zeit ver\u00f6ffentlichten Studie von Masters und Johnson. Diese berichten, \u201eeine hohe Erfolgsquote bei der &#8218;Bekehrung&#8216; oder &#8218;Wiederbekehrung&#8216; homosexueller M\u00e4nner und Frauen zu heterosexuellen\u201c gehabt zu haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Arbeit von William H. Masters und Virginia E. Johnson (\u201eSexualit\u00e4t\u201c, Frankfurt, 1979) bezieht sich auf Friedmann. Die beiden Forscher stellen differenzierende Fragen und kommen zu Ergebnissen, die den Homosexuellen\u2011F\u00fchrern von heute als diskriminierend erscheinen m\u00fcssen. Einerseits werden Homosexuelle als gewaltt\u00e4tiger im Vergleich zu Heterosexuellen eingestuft, und zwar sowohl in ihrer Phantasie als auch in der Umsetzung derselben, andererseits w\u00fcnschen viele Homosexuelle nicht unbedingt eine Umwandlungstherapie. Sehr zukunftsweisend erscheint deren Auffassung, es gebe eine Vielzahl von Gr\u00fcnden, etwas gegen die homosexuelle Veranlagung zu unternehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Masters und Johnson beginnen bereits in der Einleitung sehr korrekt: \u201eHomosexuelle M\u00e4nner oder Frauen, die an sexuellen Funktionsst\u00f6rungen leiden oder sexuell unbefriedigt sind, haben den gleichen Anspruch auf eine klinisch objektiv durchgef\u00fchrte Untersuchung und Behandlung ihrer Probleme, wie das bei heterosexuellen Individuen der Fall ist. Wenn aber die im Gesundheitswesen T\u00e4tigen sich zu dieser Verantwortung bekennen, m\u00fcssen sie weitaus mehr als bisher von den psychophysiologischen Aspekten homosexueller Funktionen wissen, \u00fcber die sie bisher nur Mutma\u00dfungen anstellen konnten&#8220; (S. 11). Die beiden Forscher werden noch konkreter und konstatieren, dass jede wesentliche physiologische Differenz zwischen Hetero\u2011 und Homosexuellen unmittelbare Folgen auf die klinische Behandlung der jeweils an diesen Komplexen orientierten sexuellen Funktionsst\u00f6rungen h\u00e4tte. &#8222;Sollten sich auf der anderen Seite keine wesentlichen Differenzen zwischen den Reaktionsmustern Homo\u2011 und Heterosexueller feststellen lassen, w\u00e4re damit eine ganze Anzahl sexueller Mythen und Unterstellungen ersch\u00fcttert&#8220; (S. 16). Bei den Untersuchungen gelangten sie zu zum Teil keinesfalls freundlichen Erkenntnissen zu Lasten der Homosexuellen: &#8222;Die sexuellen Phantasien der m\u00e4nnlichen Homosexuellen waren gleichsam gewaltf\u00f6rmiger als die der heterosexuellen M\u00e4nner. Erzwungene Sexualkontakte belegten, was ihre H\u00e4ufigkeit anbelangt, den zweiten Platz; bei den heterosexuellen M\u00e4nnern verhielt es sich ebenso. Jedoch hatten die homosexuellen M\u00e4nner, von einer Ausnahme abgesehen, w\u00e4hrend der Vergewaltigung immer einen aktiven Part inne. M\u00e4nner wurden fast ebenso oft als Opfer einer Vergewaltigung imaginiert wie Frauen. Die Vergewaltigung spielte sich in der Phantasie der homosexuellen M\u00e4nner meist so ab, dass die Opfer dem Vergewaltiger vollkommen ausgeliefert waren und von ihm durch physische Gewalt (Schlagen oder Peitschen) zu sexuellen Diensten gezwungen wurden&#8220; (S. 164, 165). Konsequent sind die Autoren, wenn sie von \u201eBehandlungserfolgen\u201c sprechen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So ist die Rede von 67 Personen, die Behandlungen gew\u00fcnscht hatten. Es handelte sich um 54 M\u00e4nner und 13 Frauen. 31 M\u00e4nner waren verheiratet, zwei lebten in einer nicht\u2011ehelichen Lebensgemeinschaft. &#8222;21 M\u00e4nner hatten keine festen Beziehungen und suchten eine Umwandlungs\u2011 oder R\u00fcckwandlungstherapie mit Partnerinnen ihrer Wahl auf&#8220; (S. 215). Die Verfasser reden in ganz nat\u00fcrlicher Weise davon, dass Homosexuelle, die ihre geschlechtliche Neigung \u00e4ndern wollen, behandlungsf\u00e4hig seien. Das wirkt wie ein Schlag ins Gesicht k\u00e4mpferischer Protagonisten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Ausf\u00fchrungen zeigen, dass differenzierende und anerkannte Wissenschaftler den Ver\u00e4nderungsgedanken ernst nehmen und damit letztlich auch den Homosexuellen. Das nehmen amerikanische Christen ernster als die deutschen. Die EKD hat die so genannte Konversionstherapie abgelehnt, was auch f\u00fcr die deutschen Methodisten gilt. Das oberste Kirchenleitende Gremium der weltweiten Evangelisch-Methodistischen Kirche hatte sich am 26.02.2019 in St. Louis (Bundesstaat Missouri) f\u00fcr den so genannten \u201eTraditional Plan\u201c entschieden, wonach in der Kirche auch k\u00fcnftig die Ordination Homosexueller und die Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften verboten bleiben. Praktizierte Homosexualit\u00e4t sei nicht vereinbar mit der christlichen Lehre. Gott habe die Menschen als Mann und Frau geschaffen (Matth\u00e4us 19 Vers 4). Letztlich ist dies auch die ganz nat\u00fcrliche Konsequenz aus den nat\u00fcrlichen Gegebenheiten. Darauf hat nicht nur der Apostel Paulus in R\u00f6mer 1 hingewiesen. F\u00fcr die Partei mit dem C scheint gewichtiger zu sein, was die 68er, also urspr\u00fcnglich Marx und Engels gelehrt haben. Im Kommunistischen Manifest forderten sie die Aufhebung der Familie und den radikalen Bruch mit den hergebrachten Traditionen, letztlich den Zivilisationsbruch. Im Jahr 1989 ist der revolution\u00e4re Alt- durch den Neo-Marxismus abgel\u00f6st worden. Dieser verk\u00f6rpert die Politische Korrektheit, welche statt der Mehrheit die richtige Meinung verlange. Der Marxismus hatte das biblische Denken ins Gegenteil verkehrt. Die Intellektuellen von heute k\u00f6nnen dann sagen, dass das, was die Sowjetunion geboten habe, gar nicht der wirkliche und richtige Sozialismus gewesen sei, dieser werde jetzt realisiert (Junge Freiheit 44\/19). Das kann auf keinen Fall zur Grundlage f\u00fcr das deutsche Recht gemacht werden!<\/p>\n<p><strong>6. Unterschiede zu Frauen <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Shere Hite hat sich in einem besonderen Band um das Verh\u00e4ltnis von Frau zu Frau bem\u00fcht. In dem Buch &#8222;Wie Frauen Frauen sehen&#8220; (&#8222;Neue Wege zwischen Zuneigung und Rivalit\u00e4t \u2011 Analyse einer Gesellschaft im Umbruch&#8220;, M\u00fcnchen, 1999) schreibt die Autorin auch ganz offen \u00fcber die erotischen Gef\u00fchle zwischen weiblichen gleichgeschlechtlich Empfindenden, die nicht nur in Homosexualit\u00e4t m\u00fcnden m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEnge Liebesbeziehungen zwischen Frauen gibt es in vielen Formen. Modejournale und Musik\u2011Videos r\u00fccken zurzeit gern lesbische Frauen in den Mittelpunkt. Doch wie sieht die Realit\u00e4t hinter diesen \u2011 manchmal durchaus ansprechenden \u2011 Klischees aus?\u201c (S. 194). Die Verfasserin macht sich Sorgen \u00fcber die Fragen, wer zum Beispiel die Hypothek bezahle, wenn zwei Frauen gemeinsam ein Haus gekauft haben, oder wie die h\u00e4uslichen Pflichten aufgeteilt werden. Ihr Anliegen ist es, \u201edie lesbische Lebensform unvoreingenommen\u201c darzustellen (S. 195). Das ist eine verst\u00e4ndliche Aufgabe. Es l\u00e4sst sich feststellen, dass Shere Hite durchaus bem\u00fcht ist, die Beziehung zwischen Lesbierinnen zu glorifizieren, allerdings in redlicher Weise auf Probleme hinweist, die nicht oder kaum zu l\u00f6sen sind. Das ist mehr als ein Indiz daf\u00fcr, dass gleichgeschlechtliche Liebe zwischen Frauen keinesfalls als sch\u00f6pfungsbedingt und nat\u00fcrlich angesehen werden kann. Es ist festzuhalten, dass wirkliche k\u00f6rperliche Sch\u00e4digungen sich weitgehend auf die m\u00e4nnliche homosexuelle Praxis konzentrieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Regel ist weibliche Homosexualit\u00e4t auf emotionale M\u00e4ngel in der Kindheit zur\u00fcckzuf\u00fchren. Eine gro\u00dfe Rolle spielen pers\u00f6nliche Verletzungen, wie gest\u00f6rte Beziehungen zwischen den Eltern der M\u00e4dchen, auch eine distanzierte Bindung an die Mutter, das Erleben von sexuellem Missbrauch, der Verzicht auf M\u00e4dchenfreundschaften und das Gef\u00fchl einer inneren Leere (Hallman-Burleson, \u201eWeibliche Homosexualit\u00e4t &#8211; Ursachen und Symptome\u201c Bulletin 5\/2003 S. 36, 38).Die Auswirkungen sind schwerwiegend: die Unf\u00e4higkeit zu einer von N\u00e4he gepr\u00e4gten Beziehung zu einem Mann, promiskes Verhalten gegen\u00fcber M\u00e4nnern bis zu Ess-St\u00f6rungen und Depressionen. Eine \u201elesbische Identit\u00e4t\u201c gibt es weder biologisch noch psychologisch. Es handelt sich um eine Erfindung von homosexuellen Protagonisten, um den eigenen Lebensstil zu rechtfertigen (Vonholdt, \u201eWeibliche Homosexualit\u00e4t verstehen\u201c, Bulletin des Deutschen Instituts f\u00fcr Jugend und Gesellschaft, 5\/2003 S. 34, 35).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber die Ursachen weiblicher Homosexualit\u00e4t ist das wissenschaftliche Schrifttum vergleichsweise beschr\u00e4nkt. Deshalb bietet es sich an, hier doch noch ein wenig in die Tiefe zu steigen. Insbesondere hat sich die bereits erw\u00e4hnte Therapeutin Janelle Hallman-Burleson mit diesen Fragen auseinandergesetzt. Dies gilt auch f\u00fcr Joseph und Linda Nicolosi, den Pr\u00e4sidenten der Therapeutenvereinigung NARTH und die Chefredakteurin der Fachzeitschrift \u201eNarth-Bulletin\u201c. Auf folgende Details wird verwiesen: Lesbisch empfindende Frauen wurden in der Kindheit regelm\u00e4\u00dfig in erheblicher Weise gesch\u00e4digt. Sie ben\u00f6tigen vom Kindesalter an eine best\u00e4ndige, warmherzige und geborgene Bindung an die Mutter. Therapeuten stellen fest, dass das Verhalten in lesbischen Beziehungen infantiler ist als in m\u00e4nnlichen homosexuellen. Kommt es beim Jungen zu einer St\u00f6rung im Bindungs- und Identifikationsprozess mit dem Vater, so hat er meist noch die Bindung zur Mutter erfahren. Wird die erste Bindung des M\u00e4dchens an die Mutter gest\u00f6rt, so hat es nie eine geborgene Beziehung gefunden. Einige Wesensz\u00fcge oder Eigenschaften sind ungew\u00f6hnlich h\u00e4ufig bei lesbisch empfindenden Frauen zu finden: \u00fcberdurchschnittlich hohe Intelligenz, gro\u00dfe Sensibilit\u00e4t f\u00fcr Ungerechtigkeit oder Heuchelei, Sportlichkeit, nat\u00fcrliche Neigung zu eher m\u00e4nnlich eingestuften Interessen und F\u00e4higkeit zu tiefen und leidenschaftlichen Gef\u00fchlen (\u201eWeibliche Homosexualit\u00e4t &#8211; Ursachen und Symptome\u201c, Bulletin des Deutschen Instituts f\u00fcr Jugend und Gesellschaft, Sommer 2003, S. 4 ff).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Typisch sind die Ablehnung von R\u00f6cken und Kleidern sowie kurz geschnittene Haare. Mit Makeup k\u00f6nnen die lesbisch Orientierten kaum etwas anfangen. Stattdessen identifizieren sie sich gern mit dem Begriff \u201elesbisch\u201c. Teilweise wurden die M\u00e4dchen schon fr\u00fch sexuell missbraucht. Die Mutter wirkte schwach, der Vater dagegen stark. Unbewusst kam es bereits zu einem Entschluss als Kind: Wenn Schw\u00e4che Frausein hei\u00dft, dann will ich keine sein. \u00dcber M\u00e4nner wird kritisch, gar verletzend gedacht und gesprochen. Unsere Kultur bewundert das M\u00e4nnliche, n\u00e4mlich St\u00e4rke, Dominanz, Leistung und Zielstrebigkeit. Das kann bei Frauen zu einer neurotischen Abspaltung von ihrem eigentlichen, weiblichen Wesen f\u00fchren. Der Lesbianismus und Feminismus sind nat\u00fcrliche Verb\u00fcndete. In der lesbischen Subkultur hei\u00dft es: Wir brauchen keinen Mann, wir k\u00f6nnen es alleine. Wozu sind M\u00e4nner noch gut?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Tat kann eine narzisstische Mutter, die den Abl\u00f6sungs- und Individuationsprozess ihrer Tochter behindert, diese unbewusst in Richtung Lesbianismus treiben. Eine weitere Ursache daf\u00fcr kann auch eine tiefe Verletzung vonseiten eines Mannes sein. Einige Frauen, die in homosexuellen Beziehungen leben, hatten V\u00e4ter, die gef\u00fchllos, alkoholkrank oder gewaltt\u00e4tig waren. Wegen dieser schmerzhaften Kindheitserfahrungen ist es nur allzu verst\u00e4ndlich, dass diese Frauen Angst haben, sich M\u00e4nnern gegen\u00fcber verletzlich zu zeigen. Frauen, die als Kind oder Teenager sexuell missbraucht oder vergewaltigt worden sind, ist es nahezu unm\u00f6glich, M\u00e4nnern zu vertrauen. Das kann durchaus ein Grund sein, weshalb sich eine Frau einer anderen zuwendet, um dort Zuneigung zu erhalten und ihr sexuelles Verlangen zu stillen (Richard Fitzgibbons, \u201eThe Origins of Same-Sex Attraction Disorder\u201c in \u201eHomosexuality and American Public Life\u201c, Dallas: Spence 1999 S. 85 ff).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Keinesfalls soll einer harschen Kritik an den Eltern das Wort geredet werden. Ihnen kann niemals die gesamte Verantwortung auferlegt werden. Homosexuelle Neigungen h\u00e4ngen auch vom Einfluss der Gleichaltrigengruppe ab, dar\u00fcber hinaus von pers\u00f6nlichen Dispositionen, von eindeutig eigenen subjektiven Entscheidungen oder dem erw\u00e4hnten sexuellen Missbrauch. Ersch\u00fctternd ist, dass weibliche Homosexualit\u00e4t allzu oft zu sozialer Exklusivit\u00e4t, n\u00e4mlich zum Ausschlie\u00dfen statt zum Einbeziehen anderer f\u00fchrt. Das gilt auch f\u00fcr \u201elesbische Paare\u201c, die Kontakte zu Familienmitgliedern und fr\u00fcheren Freunden mehr und mehr abbauen. Lesbische Beziehungen bestehen wesentlich l\u00e4nger als Beziehungen zwischen m\u00e4nnlichen Homosexuellen. Die Neigung zur Eifersucht und einem \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Besitzanspruch ist aber besonders hoch, was sich u. a. widerspiegelt in sehr h\u00e4ufigen Telefonaten miteinander, \u00fcbertriebenen Geschenken, \u00fcbereiltem Zusammenziehen in eine gemeinsame Wohnung und der gemeinsamen Kasse. Die emotionale Abh\u00e4ngigkeit f\u00fchrt nicht selten zu einer emotionalen Verstrickung (Andrea Sigler-Smalz, \u201eUnderstanding the Lesbian Client\u201c, NARTH-Bulletin, April 2001 S. 12).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Umso schwieriger ist die M\u00f6glichkeit einer Ver\u00e4nderung homosexueller Orientierung bei den betroffenen Frauen. Diese wirken oft hart und abwertend, f\u00fchlen sich nach innen leer, geradezu verzweifelt. Ihnen fehlen das \u201eKern-Selbst\u201c, n\u00e4mlich ein Zuhause, und das In-sich-Ruhen. Begleitet ist ihr Verhalten oftmals auch von Selbstmitleid und Feindseligkeit gegen\u00fcber anderen Menschen. Ver\u00e4nderbarkeit ist m\u00f6glich, setzt aber Motivation und Geduld voraus. Als Hilfestellung ist vor allem n\u00f6tig: \u201eBest\u00e4ndigkeit, Treue, F\u00fcrsorge und liebevolle Zuwendung der Beraterin, die es erm\u00f6glicht, dass ein stabiler Kern von Vertrauen, ein inneres Zentrum und ein Gef\u00fchl f\u00fcr das eigene Selbst entwickelt werden k\u00f6nnen\u201c (Hallman-Burleson, \u201eWeibliche Homosexualit\u00e4t &#8211; Diagnostik und Therapieansatz\u201c, Bulletin des Deutschen Instituts f\u00fcr Jugend und Gesellschaft, Sommer 2003 S. 14 ff).<\/p>\n<p><strong>7. Umfassende Forschungen <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geht den Homosexuellen, wie den Forschern immer deutlicher wird, keinesfalls vorrangig um die pers\u00f6nlichen Vorteile, die die Ehe gew\u00e4hrt, sondern um Meinungsmache. Das Volk soll an die Nat\u00fcrlichkeit und Normalit\u00e4t der angeblichen Veranlagung glauben. Dabei wird auf die Symbolkraft eines Lebenspartnerschaftsgesetzes und anderer Verg\u00fcnstigungen zugunsten Homosexueller vertraut. Das wird auch deutlich durch den Begriff &#8222;schwul&#8220;. Es handelt sich hier nicht um ein mit dem Begriff &#8222;homosexuell&#8220; austauschbares Wort. Homosexuelle Gef\u00fchle meinen eine Art inniger und ganz starker Zuneigung und Sehnsucht nach einem Menschen gleichen Geschlechts, wobei Verliebtheit und Eifersuchtsgef\u00fchle auch eine Rolle spielen. Etwas v\u00f6llig anderes ist es, wenn daraus ein gesellschaftspolitisches Programm gemacht und versucht wird, damit die eigene tiefe Not zu \u00fcberspielen oder gar andere Menschen zu &#8222;benutzen&#8220;. Dies geschieht in der sog. Schwulenbewegung (Rolf\u2011Alexander Thieke). Es f\u00e4llt auch dem gebildeten Menschen heute noch schwer, das Wort &#8222;schwul&#8220; auszusprechen, wie der Superintendent Ako Haarbeck bekannt hat. Es geht um eine politisch\u2011ethische Lebensoption.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erhebliche Zweifel bestehen dar\u00fcber, ob die aggressiven Vorreiter verantwortlich handeln. Es geht auch um Aids. Wenn Denker wie R\u00fcdiger Safranski den Mut haben, diesbez\u00fcglich auch von einer Strafe zu sprechen, dann wirkt das diskriminierend. Man muss aber fragen, ob es dies wirklich ist. Die Warnungen auf das Benutzen von Kondomen zu beschr\u00e4nken, erscheint als zu wenig. Der Sexualwissenschaftler Martin Dannecker klagte \u00fcber j\u00e4hrlich rund 3.000 Neuinfizierungen mit dem Aids\u2011Virus und verwies darauf, dass neue Forschungsergebnisse gezeigt h\u00e4tten, gerade in festen homosexuellen Partnerschaften sei das Ansteckungsrisiko besonders hoch. Er verlangt absolute Treue, die aber sehr selten vorkomme. Im \u00dcbrigen seien nach seinen Erfahrungen monogame homosexuelle Beziehungen kurzlebig. Das Insider\u2011Magazin &#8222;Du &amp; Ich&#8220; bringt das ersch\u00fctternde Eigenbekenntnis, das hier wiederholt werden soll: &#8222;94 % aller M\u00e4nner\u2011Ehen dauern nicht l\u00e4nger als ein halbes Jahr. Mit st\u00fcrmischem Optimismus wird, kurz nachdem man sich kennen gelernt hat, bereits der Bund f\u00fcrs Leben, Treue inbegriffen, geschlossen. Doch nach kurzer Zeit scheitern 9 von 10 Freundschaften an belanglosen Alltagsschwierigkeiten&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufschlussreich ist insoweit das erw\u00e4hnte Buch von Werner Hinzpeter &#8222;Sch\u00f6ne schwule Welt \u2011 Der Schlussverkauf einer Bewegung&#8220; (Berlin 1997). In der Werbung hei\u00dft es: &#8222;Noch nie hat ein Insider in Deutschland es gewagt, die eigene &#8218;Familie&#8216; derart zu kritisieren&#8230; Mit Halbwahrheiten und Mythen lie\u00df sich bislang gut schwule Lobby\u2011 und Medienarbeit machen. Nach diesem Buch ist das nicht mehr m\u00f6glich.&#8220; Der Autor beginnt in der Einleitung bereits mit einer Art Abrechnung: &#8222;Dem homo sexualis geht es in Deutschland besser als je zuvor, und die Bundesrepublik geh\u00f6rt heute zu den schwulenfreundlichsten Staaten der Welt. Verursacher des verbreiteten Bilds vom leidenden Schwulen sind die K\u00f6pfe der so genannten Schwulen\u2011Bewegung. Ihre \u00c4u\u00dferungen sind oft weniger Erkl\u00e4rungen denn Verkl\u00e4rungen zum Schlechten&#8220; (S. 10). Ma\u00dflos habe z. B. der &#8222;Arbeitskreis schwuler Sozialdemokraten in der SPD&#8220; \u00fcbertrieben: &#8222;Sie haben die Schwulen erfolgreich als h\u00f6chst diskriminierte Arbeitnehmer dargestellt&#8220; und von 80,9 % gesprochen. In Wirklichkeit geht es um Bereiche unter 10 %.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man ger\u00e4t ins Staunen. Wie ist es m\u00f6glich, dass sich fast die gesamte westliche Zivilisation von einigen homosexuellen R\u00e4delsf\u00fchrern geradezu paralysieren l\u00e4sst? Einerseits haben Wissenschaftler, vor allem in Deutschland und Europa mit ihren das Eigentliche vernachl\u00e4ssigenden Ver\u00f6ffentlichungen die Aktivisten unterst\u00fctzt, andererseits haben letztere die wirklichen Forschungen unterdr\u00fcckt. Sie haben es geschafft, dass es zu einer Massenbewegung gekommen ist, in welcher sich die Eliten und Intellektuellen dem Massengeschmack angeglichen haben. Es lohnt sich, einen kurzen Blick zu werfen in das grundlegende Werk des spanischen Denkers Jos\u00e9 Ortega Y Gasset \u201eDer Aufstand der Massen\u201c. Das Buch stammt aus dem Jahr 1930 und ist \u00fcbersetzt in vielen Auflagen erschienen (etwa M\u00fcnchen, 1961). So schreibt Y Gasset z. B.: \u201eDie Masse vernichtet alles, was anders ist, was ausgezeichnet, pers\u00f6nlich, eigenbegabt und erlesen ist. Wer nicht wie alle ist, wer nicht wie alle denkt, l\u00e4uft Gefahr, ausgeschaltet zu werden\u201c (S. 12). Nach Auffassung des Philosophen \u201elassen sich die Massen von den Eliten nicht mehr f\u00fchren, sie verweigern ihnen Gehorsam, Gefolgschaft, Respekt, sie tun sie ab und nehmen selbst ihren Platz ein\u201c (S. 15). \u201eEs gibt keine Kultur, wenn es keine Ehrfurcht vor gewissen Grundwahrheiten der Erkenntnis gibt\u201c (S. 52). Der gro\u00dfe Analytiker hatte mehr als 40 Jahre vor der Homosexuellenbewegung geradezu prophetisch wesentliche Gr\u00fcnde f\u00fcr die erstaunliche Entwicklung seit den 70er Jahren aufgezeigt. Heute sind es die \u201eintellektuellen Massen\u201c, die Vielzahl von akademisch gebildeten Menschen, insbesondere aus den Sparten Journalismus, Psychologie, Soziologie und Theologie, die sich massiert gegen die \u00fcberkommene Kultur wenden und die Tradition vernichten. Sie haben den homosexuellen Protagonisten den Weg geebnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Frech wird der Philosoph Y Gasset, wenn er sich \u00fcber die Herrschaft mokiert, \u201ewelche die geistige Plebs heute im \u00f6ffentlichen Leben aus\u00fcbt\u201c (S. 50). Schaut man sich die pseudowissenschaftlichen Erg\u00fcsse der homosexuellen Lobbyisten und deren Multiplikatoren an, dann kann man nur staunen. Unbegreiflich ist die \u201eKritiklosigkeit\u201c gerade bei einem \u201eMenschentypus, der darauf verzichtet, Gr\u00fcnde anzugeben\u201c (S. 52, 53). Das ist nach Auffassung des Philosophen typisch f\u00fcr unseren Kontinent. Die Begeisterung f\u00fcr das Neue sei dem Europ\u00e4er angeboren, er sei entschlossen, seine &#8211; unbegr\u00fcndete &#8211; Meinung durchzusetzen: \u201eEr will meinen, aber er will die Bedingungen und Voraussetzungen allen Meinens nicht anerkennen\u201c (S. 53).<\/p>\n<p><strong>8. Beweise f\u00fcr Ver\u00e4nderungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Entsprechendes hatte bereits der prominente Pionier Alfred Adler in seiner Schrift &#8222;Das Problem der Homosexualit\u00e4t&#8220; (Leipzig, 1930) erkannt: &#8222;Die Anschauung von den zwingenden Ursachen der Homosexualit\u00e4t, von ihrem angeborenen Charakter und von der Unab\u00e4nderlichkeit ist als wissenschaftlicher Aberglaube leicht zu entlarven&#8220; (S. 66). Er spricht ferner von Eigenliebe und Minderwertigkeitsgef\u00fchl der Homosexuellen. &#8222;Die Selbstunsicherheit des Homosexualit\u00e4tspatienten zeigt sich auch in der Eitelkeit, die vielen Beobachtern aufgefallen ist. Extravaganz ist nur ein Ausdruck eitler Pers\u00f6nlichkeitsschw\u00e4che. Dies legte die Auffassung vom homosexuellen Narzissmus nahe&#8220; (Josef Rattner, a. o. St. S. 49). Was die M\u00f6glichkeit der Ver\u00e4nderung betrifft, so besteht m\u00f6glicherweise ein Kausalzusammenhang zwischen der Intensit\u00e4t des Glaubens an die eigene Unver\u00e4nderlichkeit und des Vertrauens in die Chancen f\u00fcr eine Umpolung. Die Heilungsm\u00f6glichkeit h\u00e4ngt offensichtlich davon ab, wie gro\u00df die psychische Gesamtdeformation ist, in die die Homosexualit\u00e4t eingebaut wurde (Rattner, S. 88). Nat\u00fcrlich ist es heute nicht mehr korrekt, diese harten Begriffe zu verwenden. Der genannte Autor und Berliner Professor war fest von dem Sinn einer Therapie \u00fcberzeugt, sie wirke dort am besten, wo &#8222;ein gewisses Ma\u00df an Lebensmut, Kooperationsgemeinschaft, Vertrauen zu Mitmenschen erhalten geblieben ist&#8220; (S. 81). Er bringt dann auch Beispiele \u00fcber erfolgreiche Gruppensitzungen (S. 130). Wichtig ist dem Psychologen, dem Patienten &#8222;Kompensationsm\u00f6glichkeiten seiner Schw\u00e4chegef\u00fchle&#8220; anzubieten, &#8222;die zur Gemeinschaft f\u00fchren&#8220; (S. 147). Wichtig ist auch die &#8222;St\u00e4rkung der allgemeinen Liebesf\u00e4higkeit&#8220; oder der Selbstachtung, des Muts, der Verbundenheit mit den Mitmenschen und des Sozialinteresses. Aus Sicht heutiger homosexueller Frontk\u00e4mpfer versteigt sich Rattner zu dem Satz: &#8222;Homosexualit\u00e4t ist Resultat eines langen inneren Trainings&#8220; (S. 149) oder: &#8222;Wir sagen immer, dass in jeder sexuellen Irritation ein verborgenes Gr\u00f6\u00dfenwahnziel drinsteckt\u201c (S. 157). Der Psychotherapeut fordert &#8222;eine geistige Umstellung, ein Loskommen von der blo\u00df\u2011pers\u00f6nlichen Betrachtung menschlicher N\u00f6te. Man sprengt den Panzer des ver\u00e4ngstigten Ich und lernt, die Welt zu umarmen. Darin liegt auch Heiterkeit, Humor, Mut, Kooperation und Kommunikation&#8220; (S. 169). Nach Auffassung dieses Autors mutet &#8222;Homosexualit\u00e4t als eine versp\u00e4tete Trotzhaltung ehemals braver Kinder an, die das Bravsein des Jugendalters (dem sie sich nur ungern f\u00fcgten) durch eine &#8218;Sexualrevolte&#8216; kompensieren&#8220; (S. 201). Hart sind schlie\u00dflich des Autors Bef\u00fcrchtungen im Zusammenhang mit seiner Kennzeichnung der Homosexualit\u00e4t als Suchtkrankheit: &#8222;Der Bodensatz s\u00fcchtiger Begehrlichkeiten ist ein \u00e4ngstlich\u2011depressives Ungeborgensein in der Welt&#8230; Der Konsum des Suchtmittels ist aber nur eine L\u00f6sung f\u00fcr den Augenblick. Nach dieser Kurzschlussl\u00f6sung folgt der Katzenjammer, das Schuldgef\u00fchl, das nochmalige Hilflosigkeitsbewusstsein, der Drang nach weiterem Suchtmittelkonsum, es ist eine Schraube ohne Ende&#8220; (S. 202). Wenn man das diskriminierende Element in der Sprache wegdenkt, so hat diese ca. ein Vierteljahrhundert alte Betrachtungsweise doch etwas f\u00fcr sich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch deutlich neuzeitlichere Untersuchungen untermauern diese Perspektive. &#8222;Die Polarit\u00e4t zwischen M\u00e4nnlich und Weiblich ist die Voraussetzung f\u00fcr fruchtbare Spannung, Bewegung und Geschehensdynamik im sozialen Miteinander. Nicht\u2011Polarit\u00e4t gliche einer Flaute. So aber bewirkt die Verschiedenartigkeit m\u00e4nnlicher wie weiblicher Sexualit\u00e4t ein nie aufh\u00f6rendes Spannungsgeschehen, ein polares Ineinanderschwingen, sich erg\u00e4nzende und befruchtende Momente existenziellen Daseins im F\u00fchlen, Denken, Reden und Tun unter uns Menschen, nicht nur in der Familie, sondern auch im t\u00e4glichen Leben, im Beruf, im sozialen Geschehen oder in der Politik&#8220; (Reinhold Ortner, a.o.St. S. 13). Nach Auffassung dieses Autors t\u00e4usche die \u00f6ffentlich zur Schau getragene Fassade vielfach: &#8222;Tief im Innern ihres Herzens sind Homosexuelle nicht gl\u00fccklich. Viele von ihnen leiden unter ihrem oft als ausweglos empfundenen Belastetsein und sind von Scham\u2011 und Schuldgef\u00fchlen geplagt&#8220; (S. 62).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun k\u00f6nnte man einwenden, Schuldgef\u00fchle lassen sich wegrationalisieren, was auch dem allgemeinen Trend der Psychologie entspricht. Fraglich ist allerdings, ob dies f\u00fcr den Klienten hilfreich ist. Der Gelehrte und Autor (P\u00e4dagoge, Psychologe, Philosoph und Musikwissenschaftler, ordentlicher Professor mit ca. 650 Ver\u00f6ffentlichungen) erachtet in vielen F\u00e4llen medizinische oder therapeutische Hilfe allein noch nicht als ausreichend, um einen durchbrechenden Erfolg zu erzielen (S. 65). Hinzukommen m\u00fcsse die seelsorgerliche Betreuung, welche die religi\u00f6s\u2011existenzielle Situation des Betroffenen in den Mittelpunkt der Hilfeleistungen stellt. Auf die Frage, ob man von der Homosexualit\u00e4t frei werden k\u00f6nne, verweist er auf folgende heute religi\u00f6s inkorrekt anmutende Antwort: &#8222;Es gibt diese M\u00f6glichkeit durch Jesus Christus. Ich habe erlebt, dass auch in den allerschwersten F\u00e4llen Befreiung geschenkt wurde, wenn der Betroffene im letzten Willensrest bereit war, bei R\u00fcckf\u00e4llen sofort wieder im bekennenden Gespr\u00e4ch sich an Gott zu wenden. So kann das personhafte Geheimnis der s\u00fcndhaften Verstrickung durchbrochen werden. Geschieht dies, so ist meine Erfahrung immer wieder gewesen, dass die Homosexualit\u00e4t sich wie Tau vor der Sonne verliert.&#8220; Zu den F\u00e4llen, bei denen die Heilung nicht eingetreten ist, verweist der Autor auf Folgendes: &#8222;Das menschliche Leben ist nicht vollkommen, und viele m\u00fcssen mit der ihnen manches Mal als unmenschlich erscheinenden existenziellen Situation fertig werden. &#8218;Meine Homosexualit\u00e4t ist f\u00fcr mich ein Kreuz, das ich Gott zuliebe trage&#8216;, so sagte mir ein Mann. &#8218;Wie viele andere Menschen m\u00fcssen mit einem noch viel schwereren Kreuz fertig werden&#8216;. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass Befreiung aus Homosexualit\u00e4t durchaus m\u00f6glich ist, dass es aber auch F\u00e4lle gibt, bei denen dies trotz besten Willens des Betroffenen als unl\u00f6sbar erscheint. Wesentlich ist deshalb, was homosexuell Betroffene aus ihrer Situation machen und wie sie ehrlichen Herzens und Wollens ihr Verh\u00e4ltnis zu Gott gestalten. Vor mir liegen zwei Briefe, welche zeigen, dass es auch f\u00fcr Homosexuelle vor Gott keine hoffnungslose Situation geben muss&#8230;&#8220; (S. 67). Soweit die Ausf\u00fchrungen des vielseitigen Wissenschaftlers.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tiefsch\u00fcrfende Denker beziehen den Opfer\u2011 und Verzichtsgedanken ein. Die Forscher Rattner und Ordner m\u00f6gen nicht so bekannt sein. In den einschl\u00e4gigen Publikationen tauchen sie eher seltener auf. Sie sind in ihren Untersuchungen, Erfahrungen und Schlussfolgerungen aber gr\u00fcndlicher und \u00fcberzeugender als manch anderer mehr profane Wissenschaftler. Hinzu gesellen sich zur Jahrtausendwende Joseph Nicolosi und Gerard J. M. van den Aardweg. Diese sind christlich orientiert. Die reparative sowie Antimitleids\u2011Methode der Forscher Nicolosi und van den Aardweg zur \u00dcberwindung der Homosexualit\u00e4t ist allemal er\u00f6rterungsw\u00fcrdig \u2011 was dem Rundfunk und sonstigen Medien \u00fcberhaupt nicht aufgefallen ist. Vielleicht bieten diese Wissenschaftler und Therapeuten sogar mit ihren Erfahrungen und Ausf\u00fchrungen den Schl\u00fcssel zur Kl\u00e4rung der Problematik, zumindest unter Ber\u00fccksichtigung des derzeitigen weltweiten Wissensstandes.<\/p>\n<p><strong>9. Reparative Therapie nach Nicolosi<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Joseph Nicolosi hat nach Tonbandtranskriptionen von Beratungsgespr\u00e4chen das Buch &#8222;Homosexualit\u00e4t muss kein Schicksal sein \u2011 Gespr\u00e4chsprotokolle einer alternativen Therapie&#8220; (Originalausgabe: &#8222;Healing Homosexuality. Case Stories of Reparative Therapie&#8220;, Neukirchen 1995) geschrieben. Er war Psychologe und Direktor der Thomas Aquinas Psychological Clinic in Encino, Kalifornien. Er war beeindruckt von der Tatsache, dass 1973 die &#8222;American Psychiatric Association&#8220; die verschiedenen theoretischen Argumente f\u00fcr und gegen das Konzept der Homosexualit\u00e4t als pathologische Erscheinung er\u00f6rterte, aber die sozio\u2011politische Perspektive den Ausschlag gab. Nachdem sich die Gesellschaft &#8222;die pers\u00f6nlichen Frustrationserlebnisse angeh\u00f6rt hatte, die einige Homosexuelle aus ihrer Behandlung berichteten, strich sie die Homosexualit\u00e4t als diagnostische Kategorie&#8220; (S. 10). Zwanzig Jahre sp\u00e4ter wollte der Wissenschaftler und Therapeut pers\u00f6nliche Zeugnisse der umgekehrten Art anbieten, n\u00e4mlich von solchen Homosexuellen, die durch eine psychotherapeutische Behandlung &#8222;Hilfe zur Befreiung von einem Geschlechtsrollenkonflikt erfuhren, der den meisten F\u00e4llen von Homosexualit\u00e4t zugrunde liegt&#8230;. Auch wenn vielleicht manche M\u00e4nner charakterlich zu Passivit\u00e4t und Sensibilit\u00e4t pr\u00e4disponiert sind (und damit auch zu dem Geschlechtsidentit\u00e4tsproblem, das zur Homosexualit\u00e4t f\u00fchren kann), habe ich immer den Eindruck gehabt, dass der Satz &#8218;Ich bin so geboren&#8216; eine andere Formulierung f\u00fcr den Satz ist: &#8218;Ich will mich nicht mit den Entwicklungsproblemen besch\u00e4ftigen, die mich homosexuell gemacht haben&#8217;\u201c (S. 11).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Immer wieder bedauert der Autor, dass die &#8222;Schwulen\u2011Ideologie&#8220; den wichtigen gemeinsamen Nenner in der Homosexualit\u00e4t, n\u00e4mlich Probleme in der Vater\u2011Sohn\u2011Beziehung, leugnet (S. 108). Durch Erfahrungen mit V\u00e4tern Homosexueller wird der Forscher aber best\u00e4tigt: &#8222;Wenn V\u00e4ter von Homosexuellen direkt mit ihren S\u00f6hnen interagieren sollen, neigen sie dazu, ein Gef\u00fchl der Hilflosigkeit, des Unbehagens, der Verlegenheit zu zeigen&#8230; Etwa die H\u00e4lfte dieser V\u00e4ter behauptet, dass ihre S\u00f6hne sie offenbar seit fr\u00fcher Kindheit abgelehnt h\u00e4tten&#8230; Der h\u00e4ufigste gemeinsame Nenner bei solchen V\u00e4tern ist, dass sie unf\u00e4hig scheinen, die Energie aufzubringen, die zur Korrektur der Beziehungsprobleme mit ihren S\u00f6hnen n\u00f6tig ist&#8220; (S. 144). Solche Erkenntnisse m\u00f6gen manchem Kritiker unangenehm erscheinen. Der Autor wird noch deutlicher: &#8222;Die Heilung der Vater\u2011Sohn\u2011Wunde scheint mir weniger das Ergebnis echter Ver\u00e4nderungen beim Vater zu sein als vielmehr des wachsenden Verst\u00e4ndnisses und Akzeptierens der v\u00e4terlichen Grenzen durch den Sohn&#8220; (S. 145). Fast anma\u00dfend erscheinen Feststellungen aufgrund der Untersuchungen, etwa dass Homosexuelle fast immer auch Feministen seien. &#8222;Homosexuelle M\u00e4nner und Feministinnen haben beide ein tiefes Misstrauen gegen\u00fcber m\u00e4nnlicher Macht. Sie k\u00f6nnen nicht glauben, dass m\u00e4nnliche Macht g\u00fctig sein kann. Diese beiden Gruppen haben eine Koalition gegen das politische Establishment gebildet\u201c (S. 158).<\/p>\n<p><strong>10. Antiselbstmitleidsmethode van den Aardwegs <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Erfahrungen des Praktikers und Forschers Gerard J. M. van den Aardweg sind ebenfalls beeindruckend. Sein Standardwerk &#8222;Das Drama des gew\u00f6hnlichen Homosexuellen \u2011 Analyse und Therapie&#8220;, 2. Aufl., Stuttgart 1992 \u2011 ist, wie vorgetragen, auch von anderen weltbekannten Wissenschaftlern beachtet worden. Es lohnt sich dar\u00fcber hinaus, weitere Erkenntnisse herauszugreifen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem niederl\u00e4ndischen Autor ist daran gelegen, dass homosexuellen Menschen, die unter ihrer Neigung leiden, geholfen wird. Nach seiner \u00dcberzeugung ist Wissen notwendige Voraussetzung daf\u00fcr, dass die \u00d6ffentlichkeit zu einer gesunden Einstellung zum homosexuellen Menschen gelangt. Sie m\u00fcssten verzweifeln, weil Psychologie und Psychiatrie sie zu einem gro\u00dfen Teil aufgegeben haben. Fach\u00e4rzte f\u00fcr Kinderheilkunde oder f\u00fcr Innere Krankheiten sind immer h\u00e4ufiger erstaunt \u00fcber die fehlerhafte Argumentation der Psychiater und Psychologen, die erkl\u00e4ren, Homosexualit\u00e4t sei nichts weiter als ein anderer Lebensstil. So schreibt z. B. ein Professor f\u00fcr klinische Psychiatrie am Albert\u2011Einstein\u2011College of Medicine, NewYork City, im Vorwort und verleiht seiner Trauer Ausdruck dar\u00fcber, dass pseudowissenschaftliches Vorgehen die entscheidende Hilfe verzweifelten Menschen vorenthalte; er freut sich dar\u00fcber, dass van den Aardweg einen wichtigen Beitrag geleistet habe, um dem etwas entgegenzusetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Verfasser des Werks \u00fcber das Drama der Homosexuellen erachtet die wissenschaftliche Grundlage, dass Homosexualit\u00e4t normal sei, als sehr d\u00fcnn (S. 19). Er wundert sich \u00fcber die militante Art, mit welcher homophile Gruppen ihre volle Gleichstellung mit Heterosexuellen fordern, da sie &#8222;weder die Argumente der Logik noch die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung auf ihrer Seite haben&#8220;. Ihre Motivation sei deshalb nicht rationaler, sondern emotionaler Natur (S. 20). Er verweist insoweit auf die Vorw\u00fcrfe der aggressiven K\u00e4mpfer, Versuche einer Ver\u00e4nderung seien Ausdruck einer Nazi\u2011Mentalit\u00e4t. Vorzugsweise stellen sie sich &#8222;als Opfer gesellschaftlicher Diskriminierung&#8220; dar und vergleichen sich mit Juden und Schwarzen (S. 22). Es gilt als progressiv, zu den Anh\u00e4ngern der Ideologie, Homosexualit\u00e4t sei modern, zu geh\u00f6ren. Fast alle Massenmedien bekennen sich zu ihr. Die \u00d6ffentlichkeit denkt offenbar nicht so: &#8222;Eine Fragebogenuntersuchung, die in Holland durchgef\u00fchrt wurde, ergab, dass trotz langj\u00e4hriger Propaganda etwa 70 % der Befragten glauben, dass Homosexualit\u00e4t eine St\u00f6rung oder Krankheit sei&#8220; (S. 24). Auch Psychiater stimmen dem Normalit\u00e4tsgedanken nicht zu, wie sich aus einer Fragebogenuntersuchung gezeigt hatte, dass etwa 70 % einer gro\u00dfen Auswahl amerikanischer Seelen\u00e4rzte Homosexualit\u00e4t als &#8222;pathologische Adaption im Gegensatz zu einer normalen Variante&#8220; betrachten, worauf das Nachrichtenmagazin &#8222;Time&#8220; aufmerksam gemacht habe. Der Verfasser f\u00fchlt sich best\u00e4tigt durch die \u00c4hnlichkeit zwischen den Auffassungen von Volk und Fach\u00e4rzten (S. 25).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die &#8222;Anti\u2011Selbstmitleids\u2011Therapie&#8220; mag auf den ersten Blick als ein wenig diffamierend zulasten des Betroffenen wirken. Das ist aber niemals die Absicht ihres Erfinders. Sie stammt urspr\u00fcnglich von Johan L. Arndt. Van den Aardweg hat die Methode f\u00fcr Homosexuelle vertieft und in jahrzehntelangen Untersuchungen und mit der R\u00fcckenst\u00e4rkung hunderter erfolgreicher Behandlungen erkannt, dass tats\u00e4chlich Selbstmitleid bei Homosexuellen eine Rolle spielt (S. 27). Seine Erfahrungen best\u00e4tigen auch nicht die Hypothese mancher Kritiker, Selbstmitleid sei eine Folge der gesellschaftlichen Diskriminierung (S. 31). Er kann auch den Eindruck von Freud best\u00e4tigen, der bei allen homosexuell Empfindenden das Vorhandensein &#8222;vereitelter Keime von Heterosexualit\u00e4t&#8220; entdeckt hatte (S. 42).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Forscher wehrt sich gegen Diffamierungen des Christentums, das Homosexualit\u00e4t ablehnt: &#8222;Es ist jedenfalls nicht richtig, dass diese Aversion ein Nebenprodukt des christlichen Glaubens ist. Wenn wir erfahren, wie hart islamische V\u00f6lker homosexuelles Verhalten bestrafen, mag uns langsam deutlich werden, dass mehr Wahres an dem Gedanken ist, dass das Christentum die ausgewogenste Sicht dieser Orientierung entwickelt hat. Es hei\u00dft sie nicht gut, aber es geht auf den einzelnen homosexuellen Menschen als den N\u00e4chsten zu, der Ermutigung und seelsorgerliche Leitung braucht. Primitive Ausdrucksformen der Aversion gegen die Homosexualit\u00e4t, wie sie im kommunistischen China zu finden sind (Ruo\u2011Wang, Gefangener bei Mao, M\u00fcnchen 1975), sind in einer von christlichen Grunds\u00e4tzen gepr\u00e4gten Gesellschaft unvorstellbar&#8220; (S. 60).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um seine Therapie, n\u00e4mlich die Anti\u2011Mitleids\u2011Methode, zu begr\u00fcnden, verweist van den Aardweg zun\u00e4chst auf den Mechanismus des Autopsychodramas, der in jeder ausf\u00fchrlichen Biographie ber\u00fchmter Homosexueller erkennbar werde, wie z. B. bei Wilde, Proust und Gide. &#8222;Antipsychodrama bedeutet: kindliches Selbstmitleid, das sich verselbst\u00e4ndigt hat. Ein Kind oder ein Jugendlicher in der Pubert\u00e4t, der \u00fcber l\u00e4ngere Zeit ein tiefes Gef\u00fchl von Selbstmitleid erlebt hat, kommt davon normalerweise aus eigener Kraft nicht mehr los&#8220; (S. 63). Diese Art kindlichen Selbstmitleids, das sich nicht ver\u00e4ndert, sei eine st\u00e4ndig wirksame emotionale Kraft, die die Gef\u00fchle des Menschen, seine Gef\u00fchle und sein Selbstbewusstsein bestimme. Es geht um einen &#8222;Zwang, sich den Gef\u00fchlen eines kindlichen Selbstmitleids hinzugeben&#8220;, ja um eine &#8222;Klagesucht&#8220; (S. 64). Ursache k\u00f6nnen Scheidung der Eltern des Kindes, Verlust des Vaters oder wiederholte Kritik \u00c4lterer sein (S. 67 f). Nach Auffassung des Autors schafft ein hohes Ma\u00df an Selbstmitleid \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hinweg eine Abh\u00e4ngigkeit. Es wird f\u00fcr das Kind schwer sein, davon entw\u00f6hnt zu werden. Es baut einen hochempfindlichen Bereich in einer Erinnerungsstruktur des Gehirns auf, und zwar in einem solchen Ausma\u00df, dass diese &#8222;sensibilisierte Struktur&#8220; beginnt, von sich aus Signale auszusenden, auch wenn kein \u00e4u\u00dferer Reiz vorhanden ist (S. 76). Es ist aber sehr schwierig, einem Menschen sein Selbstmitleid bewusst zu machen. Man \u00fcbertreibe nicht, wenn man dies &#8222;mit einer schweren Operation vergleicht&#8220; (S. 85). Auch wenn die Betroffenen den Eindruck von \u00dcberlegenheit erwecken, so leiden sie in Wirklichkeit unter einem Minderwertigkeitskomplex (S. 118). Daraus resultiert immer wieder infantiler Hass. Der Autor meint, dass die meisten von Hitlers Reden bittere und aggressive neurotische Klagen waren, und zwar als Folge eines Minderwertigkeitskomplexes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Van den Aardweg findet auch eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr die \u00e4u\u00dferste H\u00e4rte, mit welcher militante Homosexuelle gegen ihre Gegner vorgehen: Manche Homosexuelle betrachten die Interpretation ihrer Neigung im Sinne einer Neurose als weitere Form der Diskriminierung, ja bis zum &#8222;Ergebnis faschistoiden Denkens. Alles in allem jedoch sind solche verletzten Gef\u00fchle infantile Reaktionen, die bei vielen neurotischen Menschen auftreten k\u00f6nnen, wenn in irgendeinem Punkt an ihrer Pers\u00f6nlichkeit Kritik ge\u00fcbt wird. Das innere Kind beklagt sich prompt, dass es nicht verstanden, nicht geliebt wird usw. Nur der erwachsene Teil der Pers\u00f6nlichkeit wird sich n\u00fcchtern selbst hinterfragen. Erst dadurch kann erkannt werden, was an einer Aussage, die der infantile Stolz nicht vertr\u00e4gt, wahr ist&#8220; (S. 226). Sch\u00e4rfer wird der Autor noch mit dem Vorwurf der &#8222;Oberfl\u00e4chlichkeit&#8220;. Er wirft einem Homosexuellen mangelnde geistige Leistungsbereitschaft vor: &#8222;Diese Menschen scheuen sich, sich mit Problemen abzum\u00fchen, die Anforderungen an ihr Denkverm\u00f6gen stellen; sie setzen sich weder kritisch noch gr\u00fcndlich mit ihnen auseinander und geben sich mit oberfl\u00e4chlichen Schlussfolgerungen zufrieden\u201c (S. 230). Je mehr sich der Homosexuelle &#8222;danach sehnt, mit M\u00e4nnern Kontakt zu haben, desto weniger ist er innerlich wirklich froh. Zwischen &#8218;gayness&#8216; und &#8218;Freude&#8216; liegen also Welten&#8220; (S. 243).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine gro\u00dfe Hilfe bieten Humortechniken. Dazu geh\u00f6rt die Einf\u00fchrung eines gezielten Einsetzens des Humors gegen das kindische Klagen, insbesondere die Technik der Hyperdramatisierung (S. 415). Es handelt sich um einen Dialog zwischen dem Erwachsenen und dem &#8222;Kind, das sich bemitleidet&#8220;. Der Erwachsene beginnt, das Schicksal des Kindes zu bedauern und zu beklagen und ihm zu sagen, wie Recht es hat, sich leid zu tun. &#8222;Er z\u00e4hlt viele Argumente daf\u00fcr auf, warum das Kind tats\u00e4chlich allen Grund hat, sich so zu beklagen. Diese Aufz\u00e4hlung muss eine allm\u00e4hliche Steigerung von allen m\u00f6glichen Rechtfertigungen enthalten, angefangen von realistischen bis hin zu immer unwirklicheren, bis sie schlie\u00dflich v\u00f6llig grotesk und absurd werden \u2011 selbst in den Augen des Kindes. Es ist zu beachten, dass von dem klagenden Kind ein objektiv bereits stark \u00fcbertriebener Grund, warum es so schrecklich bemitleidet ist, immer noch als wirklich gerechtfertigt angesehen wird, w\u00e4hrend der Erwachsene selbst oder jene andere Person ihn als sinnlos oder l\u00e4cherlich betrachten w\u00fcrde. Mit anderen Worten: Das Kind kann noch so lange nicht dar\u00fcber lachen, obwohl es jeder sonst tun w\u00fcrde. Man muss also in st\u00e4rkerem Ma\u00dfe \u00fcbertreiben, als der Erwachsene selbst es f\u00fcr n\u00f6tig halten mag, um das Ziel zu erreichen, n\u00e4mlich das innere Kind l\u00e4cheln zu lassen und zum Lachen zu bringen. Wir bezeichnen dieses Vorgehen als \u00dcbertreibung&#8220; (S. 417). Ein Beispiel mag der Klarstellung dienen. Man denke an einen Angestellten, der Angst vor Versagen hat und meint, er werde einen Fehler machen. &#8222;Hyperdramatisierung: \u201aDu armer Junge, du, du wirst noch schuld daran sein, dass dein Chef durch deine fatalen Fehler ruiniert wird! Er wird bald Konkurs anmelden m\u00fcssen, weil du so schusselig bist. Ihr beide werdet betteln gehen m\u00fcssen. Man wird auf dein zerrissenes Hemd ein gro\u00dfes Schild aufn\u00e4hen, auf dem geschrieben steht: Er ist an allem schuld! Deine alte Mutter wird einen Herzanfall erleiden, und w\u00e4hrend sie auf dem Totenbett liegt wird sie weinen: Ach, dass mein allerliebster kleiner Junge mir das antun konnte!\u2019 usw.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man kann das Spiel auch noch weitertreiben. Irgendwann einmal wird man anfangen zu lachen, weil es immer alberner wird. \u00dcber sich selbst lachen zu lernen, ist f\u00fcr jeden Menschen von Vorteil, erst recht f\u00fcr den gest\u00f6rten, denn darin liegt &#8222;ein Akt der Befreiung, in dem die betreffende Person die Bindungen an ihre primitive Ichhaftigkeit oder Egozentrik \u00fcberwindet&#8220; (S. 424). Es ist allgemein bekannt, dass ein wirklich dem\u00fctiger Mensch \u00fcber sich l\u00e4cheln kann, sich nicht so wichtig nimmt und auch nicht in neurotisches Selbstmitleid verf\u00e4llt (S. 425). Der Autor verweist in diesem Kontext darauf, dass Humortechniken in der Psychotherapie nicht neu seien und erinnert u. a. an die bekannten Forscher Adler und Frankl (S. 427). So soll z. B. jemand, der die Neigung hat, sich immer wieder dar\u00fcber Sorgen zu machen, er habe das Gas in der K\u00fcche vor dem Verlassen des Hauses nicht ausgedreht, sich vorstellen, das Geb\u00e4ude stehe bereits in Flammen, die Nachbarn seien an Gasvergiftung gestorben usw. &#8222;Die Strategie, die diese ironischen Autoren vertreten, l\u00e4sst sich folgenderma\u00dfen zusammenfassen: Man sollte sich immer das Allerschlimmste aussuchen und vorstellen und versuchen, sich noch mehr davon auszumalen, als einem spontan in den Sinn kommt. Als Folge davon wird die von Sorgen geplagte Person sich zum gr\u00f6\u00dften Opfer machen und oft mit einem L\u00e4cheln reagieren. Die Hyperdramatisierung unterscheidet sich jedoch etwas von diesem Vorgehen, indem sie sich in erster Linie auf das Jammervolle des inneren Kindes richtet&#8220; (S. 427). Das bedeutet f\u00fcr das Beispiel des brennenden Hauses im Hinblick auf das Kind, das sich in der Rolle des Bedauernswerten sieht: Der Betreffende stellt sich sein &#8218;armes Kind&#8216; vor, wie es die Flammen beobachtet, sich die Haare ausrauft, ein armer, kleiner, besitzloser Bettler wird. Kurz: eine h\u00f6chst traurige Gestalt. Der Schritt der Selbstbeobachtung und der Selbstanalyse ist von entscheidender Bedeutung. Erst dann kann es zu der Hyperdramatisierung kommen (S. 428).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Hyperdramatisierung f\u00fcr den homosexuellen Wunsch k\u00f6nnte so aussehen: &#8222;Da stehst du nun, du armes, einsames Gesch\u00f6pf, mit einem blassen, empfindsamen Gesicht und zwei dicken, r\u00fchrenden Tr\u00e4nen in deinen gro\u00dfen, traurigen Augen. Deine ganze Gestalt bringt eine schmerzliche, tiefe und unbeantwortete Sehnsucht zum Ausdruck: Bitte liebe mich! Bitte nimm mich in deine Arme oder streichle mir wenigstens einmal meinen armen Kopf, und wenn mir auch das nicht verg\u00f6nnt ist, dann lasse mich wenigstens dich nur einmal ber\u00fchren! Du betrachtest diesen tollen Typ aus einem kummervollen Abstand heraus. Er sieht so gro\u00dfartig aus, so stark, so strotzend vor Gesundheit. Was f\u00fcr ein Idol usw.! Zwischen ihm und dir ist ein Unterschied wie zwischen Tag und Nacht. Du mittelloses, unscheinbares, schwaches und verachtetes kleines Gesch\u00f6pf, dessen Herz buchst\u00e4blich blutet, wenn du nicht zu denen geh\u00f6rst, die nicht so bewundernswert sind wie er&#8230; Da wirst du gleich sehen, dass du niemals einer wie er werden wirst. Ach, und wie ich deine hoffnungslose Sehnsucht verstehen kann, auch nur eine Minute mit einem richtigen Kerl wie ihm herumzutoben! Welch ein Ozean des Jammers liegt doch dem g\u00f6ttlichen Wunsch zugrunde! usw.&#8220; (S. 431).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das l\u00e4sst sich noch ausweiten, bis irgendwann das Schmunzeln und vielleicht auch das herzhafte Lachen beginnen kann. Der Phantasie ist bei der \u00dcbertreibung und bei der Bildung von neuen, auf die eigene Person gem\u00fcnzten Beispielen unbegrenzt. &#8222;Der Klient muss tun, was in seiner Macht steht, und weiter auf die M\u00f6glichkeiten zur Reifung vertrauen, die er in sich tr\u00e4gt.\u201c Er versucht, seine Klagesucht auszuhungern, und zerst\u00f6rt so die Hindernisse, die einer seelischen Entwicklung im Wege stehen (S. 447). Es kann sich in dem einen oder anderen Fall gar als empfehlenswert herausstellen, dass der Klient solche Hyperdramatisierungs\u00fcbungen immer wieder, vielleicht auch mehrfach am Tag, verrichten sollte (S. 450). Je nach Willensst\u00e4rke braucht es k\u00fcrzere oder l\u00e4ngere Zeit, bis es zu einer Entw\u00f6hnung gekommen ist. Im Laufe der Zeit gibt es eine Reihe emotionaler Zeichen daf\u00fcr, dass gleichgeschlechtlich Empfindende vor einer endg\u00fcltigen \u00c4nderung stehen. Man denke an wachsende Festigkeit, normale Selbstbehauptung, oder das Gef\u00fchl gro\u00dfer Freude, als Mann oder Frau zu funktionieren (S. 454 f). Die Homosexuellen\u2011W\u00fcnsche werden zunehmend vergessen, was auch f\u00fcr andere Ersatzhandlungen selbsttr\u00f6stenden Charakters gilt (S. 457). &#8222;Der m\u00e4nnliche Klient erlebt schlie\u00dflich den Zauber, der von einer Frau ausgeht, die zarten Formen ihres K\u00f6rpers und ihre Anmut wecken erotische Gef\u00fchle in ihm, und er wird beim Anblick ihrer Br\u00fcste erregt. Diese Reaktion ist ganz besonders ein Zeichen daf\u00fcr, dass sein m\u00e4nnlicher Geschlechtstrieb lebendig geworden ist. Das Gleiche gilt f\u00fcr eine lesbische Frau, die entdeckt, wie aufregend der Gedanke ist, dass der Mann mit seiner aktiven Kraft von ihr Besitz ergreift und sie begehrt&#8220; (S. 459).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>11. Schlussfolgerungen aus Ver\u00e4nderungen <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daraus l\u00e4sst sich entnehmen: Die Ideen Nicolosis und van den Aardwegs berechtigen diejenigen, die heterosexuell werden wollen, zu gro\u00dfer Hoffnung. Es ist h\u00f6chst erstaunlich und aus wissenschaftlicher Perspektive \u00fcberhaupt nicht zu rechtfertigen, dass die beiden Wissenschaftler gerade in den Publikationen, in denen die Heilungsfrage behandelt wird, nicht oder allenfalls am Rande erw\u00e4hnt werden. Versuche, der F\u00fclle von Heilungsbeispielen und wissenschaftlichen Erkenntnissen etwas entgegenzusetzen, werden nicht einmal ernsthaft \u00fcbernommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch in Deutschland gibt es positive Heilungserfahrungen. Das gilt f\u00fcr Organisationen wie &#8222;IdiSB&#8220; (Institut f\u00fcr dialogische und identit\u00e4tsstiftende Seelsorge und Beratung, ehemals \u201eW\u00fcstenstrom\u201c), &#8222;Wei\u00dfes Kreuz&#8220; (Fachverband f\u00fcr Sexualethik im Diakonischen Werk), &#8222;Offensive junger Christen&#8220;, Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Christliche Psychologie, Kommunit\u00e4t &#8222;Jesusgemeinschaft&#8220; oder das Konzept von Arline Westmeier, der Amerikanerin, die in Puerto Rico und auch in Deutschland zur Ver\u00e4nderung Homosexueller beigetragen hat. In ihrem Buch &#8222;Die verletzte Seele heilen&#8220; bringt die letztgenannte Psychologin verschiedene Beispiele, um ihre Methode, seelische Verletzungen durch den Glauben an Gott heilen zu lassen, zu verdeutlichen. So hatte etwa ein junges M\u00e4dchen erhebliche Probleme mit seiner Mutter. Diese liebte ihre Tochter nicht und bezeichnete sie immer wieder als dumm. Als Letztere eines Tages mit einem guten Zeugnis nach Hause kam, rief sie nach ihrer Mutter: &#8222;Mama, sieh dir meine Zensuren an. Siehst du, ich bin nicht dumm!&#8220;. Die Mutter nahm das Zeugnis, sah es an und r\u00fcmpfte die Nase: &#8222;Mmm&#8230;, das sind nicht deine Zensuren. Du bist viel zu dumm, um solche Zensuren zu verdienen&#8230; Du bist nur der Liebling deiner Lehrerin.&#8220; Die Tochter machte ihr Abitur und ging zur Universit\u00e4t, um Psychologie zu studieren. Dort begann sie eine lesbische Beziehung mit ihrer Freundin. Zunehmend litt sie darunter und begab sich in die Seelsorge und Behandlung der Buchautorin. Diese ging mit ihrer Klientin regelrecht durch ihr ganzes Leben und \u2011 wovon man selten h\u00f6rt \u2011 jeweils ins Gebet. Die Erfahrungen mit der Mutter und den Zensuren kamen zum Vorschein, auch die Tatsache, dass dies der tiefere Grund daf\u00fcr war, dass die Studentin die lesbische Beziehung eingegangen war. Im christlichen Glauben konnte sie die Befreiung erfahren.<\/p>\n<p><strong>12. Hoffnung f\u00fcr Deutschland<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von \u00c4nderungserfahrungen aus der Seelsorge kann insbesondere der ehemalige Homosexuelle Markus S. Hoffmann berichten. Er hat sich zur Lebensaufgabe gesetzt, Homosexuellen und anderen unter ihrer sexuellen Orientierung Leidenden wirksam therapeutisch zu helfen. Er hat sich mit den Fragen auch wissenschaftlich auseinandergesetzt: \u201eSeit den Untersuchungen von Kinsey vollzieht sich in den Sexualwissenschaften eine Wende. Schon Kinsey, obwohl er sich noch einem biologistischen Erkl\u00e4rungsversuch von Sexualit\u00e4t verpflichtet sah, erkannte in der sexuellen Orientierung eines Menschen etwas, das im Laufe des menschlichen Lebens und sogar in einer einzigen sexuellen Situation fluktuiert. Er wendete sich daher mit seiner Skala von 0 bis 6 gegen die Dichotomesierung von sexueller Orientierung und sah es als erwiesen an, dass ein Mensch im Laufe seines Lebens Ausrichtungen \u00e4ndern kann\u201c (\u201eHomo-Ehe &#8211; Nein zum Ja-Wort aus christlicher Sicht\u201c, Langenwaden 2001, im Kapitel \u201eHomosexualit\u00e4t &#8211; eine therapeutische Perspektive\u201c, S. 71, 78). Nach Auffassung des Autors wird die M\u00f6glichkeit der Ver\u00e4nderbarkeit von sexueller Orientierung in den Mittelpunkt des Interesses ger\u00fcckt. So geht man davon aus, dass durch die Trieb- und Anlagenfreiheit der Sexualit\u00e4t sich eine Vielzahl von Wahl- und Gestaltungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr den Menschen ergibt. \u201eDie Wahl- und Gestaltungsfreiheit des Menschen in seiner Sexualit\u00e4t, die sich aus der Ver\u00e4nderbarkeit ergibt, macht zugleich klar, dass es sich bei der Frage um sexuelle Orientierung um etwas handelt, was in den Raum der Ethik hineinreicht und nicht auf der Seite der Sexualwissenschaften entschieden werden kann\u201c (S. 78). Hoffmann geht bei dem von ihm (in Tamm bei Stuttgart) angewendeten Therapien teilweise \u00fcber Nicolosi und von den Aardweg hinaus. Im R\u00fcckgriff auf die neuere S\u00e4uglingsforschung und der Identit\u00e4tstheorie von Erik H. Erikson sieht er M\u00f6glichkeiten, das Wahrnehmungsfeld f\u00fcr die Therapie zu erweitern (S. 82).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hoffmann verweist schlie\u00dflich auch darauf, dass es besonders jene Homosexuelle schwer haben, sich zu ver\u00e4ndern, die von einer homosexuellen Identit\u00e4t ausgehen, wozu es verschiedene Phasen gibt \u201e1) Am Beginn steht meist die Geburt eines Wunsch- und Abwehrkonflikts, der sich in der Homosexualit\u00e4t eine Antwort sucht. 2) Entscheidend ist f\u00fcr den Menschen, wie er mit seinen homosexuellen Empfindungen umgeht. Gew\u00f6hnt er sich an bestimmte Formen des Ausagierens, so tritt zumindest eine gewisse lerntheoretisch begr\u00fcndbare Verselbst\u00e4ndigung ein. In dieser Phase sind die Betreffenden noch fragend. Sie sp\u00fcren noch den Zusammenhang zwischen innerpsychischem Selbsterleben und extrapsychischer L\u00f6sung. Die Frage nach der Beratung entsteht meist in diesem Zeitabschnitt der Entwicklung. 3) Die Herausbildung der homosexuellen Identit\u00e4t ist der dritte Schritt und ist mit der Ver\u00f6ffentlichung der Homosexualit\u00e4t als Lebensstil verbunden, f\u00fcr die man sich vor allem Anerkennung w\u00fcnscht. Dieser Schritt verlagert das Problem vom Betroffenen weg auf die Gesellschaft. Nicht mehr der Homosexuelle habe ein Problem, sondern die Gesellschaft mit ihm. An dieser Stelle wird ein Sozialsystem geschaffen, das als best\u00e4tigende Gegenkultur zur Herkunfts- und Wurzelkultur verstanden wird und das selbst absichert\u201c (S. 92 unter Hinweis auf Gunther Schmidt \u201eSexuelle Verh\u00e4ltnisse\u201c, Reinbeck 1998, S. 134).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viel zur Heilung Homosexueller hat auch die Kinder\u00e4rztin Dr. Christel R. Vonholdt vom Deutschen Institut f\u00fcr Jugend und Gesellschaft in Reichelsheim (Odenwald) zu sagen. Sie hat sich nicht nur, wie bereits erw\u00e4hnt, Gedanken \u00fcber die Probleme der weiblichen Homosexuellen gemacht, sondern hat sich umfassend mit diesem Wissenschaftszweig auseinandergesetzt. Durchschaut hat sie allemal die Entwicklung der Homosexualisierung, wichtiger war es ihr aber, Betroffene zur Therapie zu ermutigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst schreibt Dr. Vonholdt dar\u00fcber, wie die \u00d6ffentlichkeit verf\u00fchrt worden war: \u201eIm Juli 1993 ver\u00f6ffentlichte das angesehene Wissenschaftsjournal \u201eSigns\u201c eine Studie von\u00a0\u00a0 Dean Hamer, in der behauptet wurde, dass es vielleicht ein \u201eHomosexualit\u00e4ts-Gen\u201c geben k\u00f6nnte. Die Wissenschaft schien endlich beweisen zu k\u00f6nnen, dass Homosexualit\u00e4t angeboren und genetisch bedingt sei, deshalb nicht ver\u00e4ndert werden k\u00f6nne und eine normale Variante der menschlichen Natur sei. Kurz darauf wurde dies in einem US-weiten Radiosender verbreitet. In der Wochenzeitschrift \u201eNewsweek\u201c wurde daraus eine Titelgeschichte \u201eEin schwules Gen\u201c. Das Wallstreet-Journal verk\u00fcndete, dass \u201eeine Studie auf ein schwules Gen als eine normale Variante hinweise \u2026\u201c. Zwar fanden sich dann in den Berichten die notwendigen Einschr\u00e4nkungen, aber nur ein Experte konnte sie richtig deuten. Den meisten Lesern blieb nur die Schlussfolgerung, dass jetzt bewiesen sei, Homosexuelle seien so geboren. Sp\u00e4ter schreibt der Autor eines Leitartikels zum Thema \u201eGene und Verhalten\u201c in einer Sonderausgabe von \u201eSigns\u201c von dem erneuerten wissenschaftlichen Interesse an der Bedeutung von Umwelteinfl\u00fcssen. Er h\u00e4lt fest: Es werde immer deutlicher, dass der Zusammenhang von Genen und Verhalten erheblich komplexer sei als einfach Gewaltgene oder Intelligenzgene, wie es die Presse der breiten \u00d6ffentlichkeit suggeriere. \u201eDie Zahlen, die die Auswirkungen von Genen belegen, lassen sich genauso auf den enormen Einfluss von nichtgenetischen Faktoren beziehen\u201c (\u201eHomo-Ehe &#8211; Nein zum Ja-Wort aus christlicher Sicht\u201c, an obiger Stelle, S. 102 und 103).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Autorin verweist auch auf die gewaltige Macht der Medien und spottet ein wenig \u00fcber den Machtmissbrauch: \u201eKennen Sie vielleicht jemanden bei einer gro\u00dfen Radiostation, der Ihre \u00dcberzeugung teilt und dem sie schon lange von ihren Ergebnissen berichtet hatten. Er hat auch ein Interesse daran, diese \u00dcberzeugung anderen weiterzugeben. Sobald also Ihre Ergebnisse in der Presse erscheinen, h\u00f6rt man auch im Radio: \u201aWissenschaftler haben das Basketball-Gen dingfest gemacht\u2019. \u2026 Ein Artikel, der morgen in \u201aSport und Wissenschaft\u2019 erscheinen wird&#8230;\u201c. Dazu bringt Dr. Vonholdt ermutigende Erfahrungen \u00fcber die \u00c4nderung homosexueller Orientierung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur Heilung homosexuell Empfindender l\u00e4sst sich festhalten: Die Chancen sind beachtlich. Es ist h\u00f6chst unerfreulich, wenn die \u201eSchwulen\u2011Bewegung\u201c, die sich verst\u00e4ndlicherweise f\u00fcr die Rechte ihrer Gesinnungsgenossen einsetzt, unnachgiebig gegen die Anspr\u00fcche ver\u00e4nderungswilliger Homosexueller ank\u00e4mpft, die von ihren \u2011 gerade unerw\u00fcnschten \u2011 Gef\u00fchlen freikommen wollen. Das erscheint nicht nur als intolerant, sondern auch als im krassen Ma\u00dfe egoistisch. Sch\u00e4rfer formuliert: Die Militanten unter ihnen enthalten anderen Betroffenen etwas vor, zun\u00e4chst einmal die Wahlm\u00f6glichkeit, dar\u00fcber hinaus dann die Riesenchance der Normalisierung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus christlicher Perspektive m\u00fcssten sich Pfarrer auch nicht allzu viel Sorgen \u00fcber das Wie der Heilung Homosexueller machen. So geht es ohnehin nur um Freiwilligkeit, ohne jede Aufoktroyierung. Es gibt verschiedene Wege. Zu Recht verweist Werner Jensch \u2011 ein langj\u00e4hriger Akademieverantwortlicher \u2011 in seinem Buch \u201eDer Seelsorger \u2011 beraten, bezeugen, befreien\u201c (Moers 1982) auf Folgendes: \u201eIn der Schule Jesu wird man frei von seelsorgerlichen Schematismen und Mechanismen und frei zum Glauben und Lieben. Die im Namen des Gekreuzigten gesorgte Sorge um den Menschen reglementiert das seelsorgerliche Gespr\u00e4ch nicht und hat den Mut, Regeln alter und neuer Provenienz zu durchbrechen. Sie weint mit den Weinenden, st\u00e4rkt Schwache und hilft, dass die vergebende und sch\u00f6pferische Liebe am Kreuz auch dem Ratsuchenden bekannt wird und von ihm im praktischen Leben umgesetzt werden kann. Im Lichte des heilenden Herrn, der Kranke gesund macht, D\u00e4monen besiegt und Tote auferweckt, bekommt das Befreien in der Seelsorge noch einen umfassenderen Sinn. Er ist ja der auferstandene Gekreuzigte, der da zur Seelsorge befreit, und es ist ja der Leben schaffende Geist dieses Jesus Christus, der es je und je zu einer befreienden Seelsorge kommen l\u00e4sst\u201c (S. 110).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Letztlich ist es lieblos gegen\u00fcber dem Volk, jahrtausendalte kulturelle Grunds\u00e4tze \u201e\u00fcber den Haufen zu werfen\u201c, um etwas D\u00fcrftiges an die Stelle zu setzen, auch wenn es gut und lieb gemeint ist. Selbst wenn die Internationale Gesundheitsorganisation Homosexualit\u00e4t nicht mehr als Krankheit ansieht, so wird damit ja nicht von vornherein gesagt, dass es sich dabei etwas Vorz\u00fcgliches und Vorbildliches sei. Das Kinsey\u2011Institut hat auch nicht \u201eex cathedra\u201c f\u00fcr die heutigen Wissenschaftler gesprochen. Mehr als Indizien hat es auch nicht serviert. Vielleicht spielt eine gewisse Rolle, dass sich unter die Protagonisten der Homosexuellen auch Dilettanten gemischt haben. Es ist gewiss nicht ausgeschlossen, aber ungew\u00f6hnlich, dass ein Nichtjurist \u201eRechtspolitischer Sprecher\u201c einer Partei sein kann. Volker Beck hatte diese Position l\u00e4ngere Zeit f\u00fcr die Gr\u00fcnen inne. Das mag ein wenig erhellen, dass er zwar in Fachzeitschriften Artikel ver\u00f6ffentlicht &#8211; eventuell unter Mithilfe von Juristen -, aber von den Beweisgrunds\u00e4tzen nichts versteht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Jurist kann abschlie\u00dfend nur sagen: in dubio pro cultura christiana, n\u00e4mlich: im Zweifel f\u00fcr die christlich\u2011abendl\u00e4ndische Kultur. Die bislang homosexuellenfreundliche Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ist nicht geeignet, das Vertrauen der Bev\u00f6lkerung in die Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit zu f\u00f6rdern. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Hohe Gericht letztlich den Missionseifer einer \u201eSekte\u201c f\u00f6rdert \u2013 im Gegensatz zu christlich-missionarischen Intentionen. Es d\u00fcrfte sowohl der Politik als auch den Kirchen und Medien sehr schwer fallen, markante Beispiele zu nennen, woraus sich eindeutig ergibt, dass ein Sichgr\u00fcnden auf biblische Prinzipien gesellschaftssch\u00e4dlich sei. Das ist erneut erwiesen durch das Buch des kanadischen Psychologieprofessors Jordan Peterson\u201c 12 Rules for Life\u201c \u2013 nach Bewertung der \u201eNew York Times\u201c der intelligenteste Mann der Welt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Christian Hausen<\/em><br \/>\n<em>Rechtsanwalt<\/em><br \/>\n<em>24536 Neum\u00fcnster<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>10.12.2019<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesundheitsminister Jens Spahn sowie die Bundesl\u00e4nder Schleswig-Holstein und Hessen m\u00f6gen denken, dass Glaubens- und Gewissensfreiheit irgendwie noch zu beachten seien, aber ein Seelsorgeverbot sei \u00fcberf\u00e4llig, um dem Minderheitenprivileg Folge zu leisten. Wer ver\u00e4nderungswilligen Homosexuellen k\u00fcnftig das Gespr\u00e4ch \u00fcber die ihn bewegenden Fragen anbietet, soll einerseits bestraft werden und andererseits Schadensersatz an die Betroffenen zahlen. 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