{"id":16807,"date":"2019-11-19T16:43:32","date_gmt":"2019-11-19T15:43:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16807"},"modified":"2019-11-19T16:43:32","modified_gmt":"2019-11-19T15:43:32","slug":"deutschland-busstag-2019-gedanken-zur-zeit-und-zur-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16807","title":{"rendered":"Deutschland: Bu\u00dftag 2019 &#8211; Gedanken zur Zeit und zur Zukunft"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Wir finden ihn l\u00e4ngst nicht mehr in jedem Kalender: den Bu\u00dftag. Nur noch im Freistaat Sachsen ist der Tag gesetzlich arbeitsfrei. 1995 war es eine Regierung unter F\u00fchrung der \u201eChristlich\u201c-Demokratischen-Union (CDU), die den Bu\u00df- und Bettag als gesetzlichen Feiertag aus dem Kalender strich. Es ging damals um die Finanzierung der neu eingef\u00fchrten Pflegeversicherung. Freilich, nicht der \u201eTag der Arbeit\u201c, von den National-Sozialisten 1933 per Gesetz zum Feiertag erkl\u00e4rt, wurde gestrichen, sondern der Bu\u00dftag.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die offizielle Kirche besch\u00e4ftigt sich heutzutage mit Klimapolitik, bef\u00f6rdert Genderideologie und widmet sich vor allem dem \u201eKampf gegen Rechts\u201c. Da liegen in Deutschland Evangelische und Katholische ziemlich gleich auf. Wobei sich die ersteren demn\u00e4chst mit einem eigenen Schiff im Mittelmeer mehr oder weniger den mafi\u00f6sen Schleusern andienen. Die lautstarke Forderung der Kirchen nach sofortiger Einf\u00fchrung eines landesweiten Bu\u00dftages \u2013 Fehlanzeige! Der Ruf zur Umkehr? Nicht zu h\u00f6ren. Nur die Bitte zur Abkehr \u2013 von Plastikt\u00fcten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wohin geht die Reise? Der Prophet Jesaja klagt in haltloser Zeit \u201eWeh denen, die B\u00f6ses gut und Gutes b\u00f6se nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer s\u00fc\u00df und aus s\u00fc\u00df sauer machen! Weh denen, die weise sind in ihren eigenen Augen und halten sich selbst f\u00fcr klug!\u201c (Jes. 5,20f). Eine deutsche Regierung, die sich anma\u00dft eine Ehe f\u00fcr alle zu erfinden und ein drittes Geschlecht zu erschaffen und hei\u00dfe Luft zu verkaufen, h\u00e4lt sich f\u00fcr alternativlos. Ist das nicht demokratielos und zugleich gottlos? L\u00e4ngst sind die dunklen Wolken eines Gottesgerichtes \u00fcber Deutschland und Europa sichtbar. Wohin geht die Reise: Wirtschaftlich, moralisch, politisch?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201cWenn Menschen gottlos werden, dann sind die Regierungen ratlos, L\u00fcgen grenzenlos, Schulden zahllos, Besprechungen ergebnislos; dann ist die Aufkl\u00e4rung hirnlos, sind Politiker charakterlos, Christen gebetlos, Kirchen kraftlos,\u00a0V\u00f6lker friedlos, Sitten z\u00fcgellos, Mode schamlos, Verbrechen ma\u00dflos, Konferenzen endlos, Aussichten trostlos\u201c. Das sollen Gedanken von Antoine de Saint-Exup\u00e9ry sein, dem Dichter-Vater des Kleinen Prinzen. Bedenkenswert, von wem auch immer notiert. Doch Deutschland braucht keinen Tag zum Innehalten, zum Anhalten und zur Umkehr \u2013 oder? Atemlos und rastlos und ziellos jagen wir in die Zukunft. Verlassen von allen guten Geistern geistern wir durch die Zeit. \u201eWir schaffen das!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bu\u00dftage wurden fr\u00fcher oft nach schweren Kriegen, gro\u00dfen Katastrophen und verheerenden Pest-Zeiten ausgerufen. Mitten im Leid oder direkt nach dem Elend wurde gefragt: Was hat das mit uns zu tun? Wo sind wir schuldig geworden und haben das Unheil herauf beschworen? Heute sind wir stattdessen bei der Frage: Wie kann Gott das zulassen? Wie kann es sein, dass unser sonniges Leben pl\u00f6tzlich von Finsternis \u00fcberschattet wird, Krankheiten und Krisen kommen? \u00dcbrigens: Die Geschichte vermerkt, dass ein erster Bu\u00dftag zus\u00e4tzlich zu den j\u00e4hrlichen Bu\u00df- und Fastenwochen im Jahre 1532 in Stra\u00dfburg ausgerufen wurde. Anlass war die drohende \u201eT\u00fcrkengefahr\u201c, die Angst vor einer osmanischen Eroberung und Islamisierung des Abendlandes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Inzwischen leben wir mitten in Europa mit den Schrecken islamistischen Terrors. Anschl\u00e4ge in Paris, London, Madrid, Moskau und Berlin. Nahezu t\u00e4glich Messermorde. Laut 3sat-Auslandsjournal (15.11) wurden allein in Gro\u00df-Britannien seit Jahresanfang 44.000 Messer-Attacken gez\u00e4hlt. Eine deutsche Statistik wird nicht gef\u00fchrt. Daneben gibt es eine Staatsschuldenkrise in Spanien, Italien und Griechenland. Doch wir gehen unbeirrt weiter! Wohin eigentlich? Wo bleibt das Innehalten einer Regierung, die Fehler erkennt und bekennt? Wo bleibt die Bitte um Gottes Geist und Gnade angesichts einer v\u00f6llig verirrten Zeit? Wo h\u00f6ren wir einen Ruf zur Bu\u00dfe und die Bitte um Gottes Erbarmen inmitten des moralischen Untergangs unserer Gesellschaft? Es gibt Warnungen am Wege, Zeichen der Zeit, Gottes Mahnungen f\u00fcr unser Land und Volk. Wer sieht diese und wer sagt das?!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einst ging der Prophet Jona nach Ninive, um der gottlosen Stadt das Ende anzusagen: 40 Tage, dann wird Ninive untergehen! \u201eDa glaubten die Leute von Ninive an Gott und riefen ein Fasten aus und zogen alle, Gro\u00df und Klein, den Sack zur Bu\u00dfe an. Und als das vor den K\u00f6nig von Ninive kam, stand er auf von seinem Thron und legte seinen Purpur ab und h\u00fcllte sich in den Sack und setzte sich in die Asche und lie\u00df ausrufen und sagen in Ninive als Befehl des K\u00f6nigs und seiner Gewaltigen: Es sollen weder Mensch noch Vieh, weder Rinder noch Schafe etwas zu sich nehmen, und man soll sie nicht weiden noch Wasser trinken lassen; und sie sollen sich in den Sack h\u00fcllen, Menschen und Vieh, und heftig zu Gott rufen. Und ein jeder kehre um von seinem b\u00f6sen Wege und vom Frevel seiner H\u00e4nde! Wer wei\u00df, ob Gott nicht umkehrt und es ihn reut und er sich abwendet von seinem grimmigen Zorn, dass wir nicht verderben.\u201c (Jona 3, 5-9).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bu\u00dfe begann als Bewegung im Volk. Das erinnert mich an die Gebetskreise damals in der DDR und schlie\u00dflich die Revolution der Kerzen. Wir waren wenige. Selbst die siebzigtausend am 9. Oktober 1989 in Leipzig waren nicht viele, aber Mutige: \u201eWir sind das Volk\u201c. Auch heute sind es nur die Wenigen, die mutig genug sind und nach Alternativen suchen. In Ninive erreichte die Bu\u00dfe schlie\u00dflich den K\u00f6nig und der erkl\u00e4rte Bu\u00dftage sogar f\u00fcrs Vieh: Vielleicht ist Gott gn\u00e4dig und tut das Unheil nicht. \u201eAls aber Gott ihr Tun sah, wie sie umkehrten von ihrem b\u00f6sen Wege, reute ihn das \u00dcbel, das er ihnen angek\u00fcndigt hatte, und tat&#8217;s nicht.\u201c<\/p>\n<h3>Ein Glaubenslied aus alter Zeit mahnt (1561):<\/h3>\n<ol start=\"1\" type=\"1\">\n<li><i>Wach auf, wach auf, du deutsches Land, du hast genug geschlafen.<br \/>\nBedenk, was Gott an dich gewandt, wozu er dich erschaffen.<br \/>\nBedenk, was Gott dir hat gesandt und dir vertraut, sein h\u00f6chstes Pfand;<br \/>\ndrum magst du wohl aufwachen.<\/i><\/li>\n<li><i>Gott hat dir Christum seinen Sohn, die Wahrheit und das Leben,<br \/>\nsein liebes Evangelion aus lauter Gnad gegeben:<br \/>\ndenn Christus ist allein der Mann, der f\u00fcr der Welt S\u00fcnd gnug getan,<br \/>\nkein Werk hilft sonst daneben.<\/i><\/li>\n<li><i>Du solltest bringen gute Frucht, so du recht gl\u00e4ubig w\u00e4rest,<br \/>\nin Lieb und Treu, in Scham und Zucht, wie du solchs selbst begehrest,<br \/>\nin Gottes Furcht dich halten fein und suchen Gottes Ehr allein,<br \/>\ndass du niemand beschwerest.<\/i><\/li>\n<li><i>Gott warnet t\u00e4glich f\u00fcr und f\u00fcr, das zeugen seine Zeichen,<br \/>\ndenn Gottes Straf ist vor der T\u00fcr;<br \/>\nDeutschland, lass dich erweichen, tu rechte Bu\u00dfe in der Zeit,<br \/>\nweil Gott dir noch sein Gnad anbeut und tut sein Hand dir reichen.<\/i><\/li>\n<li><i>Das helfe Gott uns allen gleich, dass wir von S\u00fcnden lassen,<br \/>\nund f\u00fchre uns zu seinem Reich, dass wir das Unrecht hassen.<br \/>\nHerr Jesu Christe, hilf uns nu und gib uns deinen Geist dazu,<br \/>\ndass wir dein Warnung fassen.<\/i><\/li>\n<\/ol>\n<p>Gott segne das Land der Sachsen!<br \/>\nUnd er nehme seinen Segen nicht von unserem ganzen Land!<br \/>\nHERR, erbarme dich und leite uns auf gutem Wege!<b><br \/>\n<\/b><\/p>\n<p><em>November 2019 \u00a9 Egmond Prill &#8211; Alle Rechte vorbehalten.<\/em><\/p>\n<p><em>www.egmond-prill.de<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir finden ihn l\u00e4ngst nicht mehr in jedem Kalender: den Bu\u00dftag. 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