{"id":16613,"date":"2019-08-18T11:07:33","date_gmt":"2019-08-18T09:07:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16613"},"modified":"2019-08-18T11:07:33","modified_gmt":"2019-08-18T09:07:33","slug":"ich-weiss-dass-mein-erloeser-lebt-hiob-1925","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16613","title":{"rendered":"&#8222;Ich wei\u00df, dass mein Erl\u00f6ser lebt&#8220; (Hiob 19,25)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Das Buch Hiob \u00fcberliefert uns das Ringen in einem Menschen, der von Leid und Elend, von Tragik und Unbegreiflichkeit in seinem Leben schwer getroffen ist. In diesem Ringen geht es um die alte, immer wiederkehrende Frage \u201eWarum geschieht mir das?\u201c Warum wird das erdr\u00fcckende Leid mir auferlegt? Wo ist Gott in diesem ganzen Elend meiner Existenz? <\/span><\/span><span style=\"font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Freunde, die ihn besuchen, wollen ergr\u00fcnden, ob nicht bei Hiob selbst die Ursachen liegen f\u00fcr seine Lage. Ist das vielleicht doch eine Art Strafe f\u00fcr Versagen und Vers\u00e4umnis? Warst du wirklich immer untadelig, immer ungeteilt fromm im Glauben an deinen Sch\u00f6pfer?<\/span><\/span><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00dcber diese Selbstvorw\u00fcrfe ist Hiob weitergeschritten. Er erkennt, dass auch die h\u00f6chste moralische Integrit\u00e4t eines Menschen nicht hinreicht um vor Gott zu bestehen. Auch alle sorgf\u00e4ltige Beachtung aller Opfervorschriften f\u00fcr bewusste und unbewusste S\u00fcnden hebt den Menschen nicht in den Stand letzter Reinheit, um vor Gottes Urteil als heilig, gerecht und gut zu erscheinen. Der innere Kampf f\u00fchrt Hiob bis an seine Todesgrenze. Und der wagt eine Hoffnung, die es in Israel so nicht gab. Denn es bestand die Erkenntnis, dass mit dem Tod die Gottesbeziehung abbricht. Nun aber leuchtet bei Hiob in seinen Todesgedanken die Hoffnung auf: \u201eIch wei\u00df, dass mein Erl\u00f6ser lebt.\u201c Gott kann an mir auch handeln jenseits der Todesgrenze.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">So ist es naheliegend, dass die christlichen Leser des Alten Testaments hier einen ersten Hinweis auf die Auferstehung von Jesus Christus, dem Erl\u00f6ser, erkannten. Was Hiob ahnte, dass Gott \u00fcber das Sterben hinaus der Handelnde bleibt, das offenbart sich in Christus in gr\u00f6\u00dfter Klarheit. Er wird zum Licht f\u00fcr alle Gl\u00e4ubigen aus allen V\u00f6lkern. Er ist von Gott, kommt von Gott und baut in Kreuz und Auferstehung die Br\u00fccke zu Gott, zur ewigen Welt Gottes. Kein verg\u00e4nglicher, sterblicher Mensch kann f\u00fcr sich selbst die Br\u00fccke zur Ewigkeit bauen. Er verf\u00e4llt, wie es Hiob in vielen Beschreibungen seiner Existenz am Rande des Todes mit harter Deutlichkeit aussagt. Nein, aus der zeitgebundenen Sch\u00f6pfung, die der Verg\u00e4nglichkeit unterworfen ist, gibt es keinen Aufstieg, keine Stufenleiter von Verdiensten, die zur ewigen Welt Gottes hinf\u00fchren.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Nur von Gott selbst her, durch sein g\u00fctiges Eintreten seines Sohnes in diese verg\u00e4ngliche Welt, seine Erl\u00f6sung, die er am Kreuz vollbringt, gibt es Rettung f\u00fcr uns Verg\u00e4ngliche. <\/span><\/span><span style=\"font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Summe als Johannesevangeliums bringt das Geschehene in Christus zum Leuchten: <\/span><\/span><span style=\"font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">\u201eAlso hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn dahingab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.\u201c Joh. 3.16<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Das alttestamentliche Wort aus Hiob 19.25 bedeutet einen Vorschein zu dem, was im Erl\u00f6ser Jesus Christus f\u00fcr die Menschenwelt als Licht aufstrahlt. Amen.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch Hiob \u00fcberliefert uns das Ringen in einem Menschen, der von Leid und Elend, von Tragik und Unbegreiflichkeit in seinem Leben schwer getroffen ist. In diesem Ringen geht es um die alte, immer wiederkehrende Frage \u201eWarum geschieht mir das?\u201c Warum wird das erdr\u00fcckende Leid mir auferlegt? 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