{"id":16570,"date":"2019-07-28T15:06:00","date_gmt":"2019-07-28T13:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16570"},"modified":"2019-08-05T19:04:37","modified_gmt":"2019-08-05T17:04:37","slug":"kurze-betrachtungen-ueber-die-sieben-schoepfungstage-2-teil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16570","title":{"rendered":"Kurze Betrachtungen zu den sieben Sch\u00f6pfungstagen (2. Teil)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Am Beginn des 2. Sch\u00f6pfungstages waren schon wesentliche Voraussetzungen f\u00fcr ein kreat\u00fcrliches Leben auf der Erde erschaffen. Es gab die Zeit und den Raum, in den Gott die Erde gesetzt hat. Es gab das Wasser als Lebenselixier Nr. 1, und es gab Leben, denn der lebensschaffende Geist Gottes umh\u00fcllte die mit Wasser bedeckte Erde und gab dem Wasser und der Erde das Leben weiter. Und es gab \u2013 als H\u00f6hepunkt des 1. Tages \u2013 das Licht. <!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber es braucht neben Wasser und Licht noch ein drittes Lebenselixier, die Luft. Dementsprechend beginnt der 2. Sch\u00f6pfungstag mit der Erschaffung der Atmosph\u00e4re, die uns Menschen und alle anderen luftabh\u00e4ngigen Lebewesen mit Luft versorgt. Der hebr\u00e4ische Ausdruck raqia, den wir mit \u201eAtmosph\u00e4re\u201c wiedergeben k\u00f6nnen und den Luther mit \u201eFeste\u201c \u00fcbersetzt hat, meint eigentlich zun\u00e4chst nur eine \u201eAusdehnung\u201c. Gott erschafft also eine um die ganze Erdkugel ausgespannte H\u00fclle. Dass diese H\u00fclle relativ d\u00fcnn sein muss, ergibt sich aus der zun\u00e4chst merkw\u00fcrdig klingenden Feststellung in Ps 104,3, dass Gott den Himmel wie einen Teppich ausgebreitet hat. Wenn man allerdings hier unter \u201eHimmel\u201c das gesamte All versteht, passt die Vorstellung eines Teppichs nat\u00fcrlich nicht. Es muss sich also um eine d\u00fcnne H\u00fclle handeln, und das ist unsere Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun wird gleich eine besondere Funktion der Atmosph\u00e4re angegeben. Sie soll die Wassermassen, die um die Erde herum gelagert waren, horizontal in zwei H\u00e4lften trennen. Das Wasser unter der Atmosph\u00e4re, also auf der Erde, kennen wir: die Weltmeere. Aber von Wassermassen oberhalb der Atmosph\u00e4re wissen wir nichts. Da hilft ein Blick in den Sintflutbericht in 1 Mose 1,6-9 weiter. Dort hei\u00dft es, dass Gott die \u201eFenster des Himmels\u201c \u00f6ffnete. Das m\u00fcssen diese \u00fcberatmosph\u00e4rischen Wassermassen gewesen sein. Gott hat also bei der Sch\u00f6pfung schon an die zunehmende Bosheit der Menschen und an das Sintflutgeschehen gedacht. Nebenbei gesagt, h\u00e4tte ein normaler 40t\u00e4giger Regen auch niemals die gesamte Erdoberfl\u00e4che unter Wasser setzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch wenden wir uns einmal n\u00e4her dem Wunderwerk der Atmosph\u00e4re zu. Sie erf\u00fcllt eine ganze Reihe lebensdienlicher Aufgaben. Ich z\u00e4hle im Folgenden nur einige von ihnen auf:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1.) Die Atmosph\u00e4re, die man in verschiedene Zonen aufteilt und die bis etwa 500 km \u00fcber die Erdoberfl\u00e4che hinausreicht, sch\u00fctzt die Erde vor gef\u00e4hrlichen Strahlungen und vor einer Menge innerplanetaren Materials. Wussten wir, dass j\u00e4hrlich etwa 50 000 Tonnen dieses Materials (kleine, kleinste und gro\u00dfe Gesteinsbrocken) auf die Erde niedergehen und weitestgehend durch die Atmosph\u00e4re abgefangen werden ?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.) Ein Wunder f\u00fcr sich ist unsere Luft. Sie ist w\u00e4rmeleitf\u00e4hig, schalldurchl\u00e4ssig und lichtstreuend. Sie hat ein erstaunliches Gewicht, auf der Erdoberfl\u00e4che gemessen (je h\u00f6her man messen w\u00fcrde, desto leichter wird sie). Etwa 10 Tonnen Luft lasten bei uns auf der Erde auf jedem Quadratmeter. Wir sind also alle Weltmeister im Gewichtheben!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3.) Die Zusammensetzung der Luft entspricht genau den Bed\u00fcrfnissen der luftabh\u00e4ngigen Lebewesen. Im Wesentlichen besteht unsere Luft aus den Gasen Stickstoff (ca. 78%) und Sauerstoff (ca, 21%) sowie einer Reihe von Spurengasen, u.a. dem heute so viel diskutierten Kohlenstoffdioxid (0,04%). Der zum Leben n\u00f6tige Sauerstoff entsteht durch die sog. Fotosynthese der Pflanzen, die daf\u00fcr das Kohlenstoffdioxid brauchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4.) In der Atmosph\u00e4re entstehen auch die Farben, die unsere Welt so bunt und abwechslungsreich machen. Sie kommen zustande, wenn die elektromagnetischen Wellen des Sonnenlichts auf die Gasmolek\u00fcle der Atmosph\u00e4re treffen und dort unterschiedlich gestreut werden. Unseren blauen Himmel, das pr\u00e4chtige Farbspiel des Regenbogens, ja alle Spektralfarben verdanken wir dieser Eigenschaft der Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5.) Schlie\u00dflich ist die Atmosph\u00e4re (zumindest in ihrem untersten Bereich 2-10 km \u00fcber der Erdoberfl\u00e4che) f\u00fcr unser Wetter verantwortlich. Dieses wird wesentlich bestimmt von der Sonne und den inneratmosph\u00e4rischen Luftstr\u00f6mungen. Die seit etwa 150 Jahren feststellbare allm\u00e4hliche Erderw\u00e4rmung ist \u00fcbrigens ein normales nat\u00fcrliches Geschehen, das seit einigen tausend Jahren immer im Anschluss an K\u00e4lteperioden feststellbar ist. Eine Klimahysterie ist weder berechtigt noch n\u00f6tig. Wer sich n\u00e4her mit diesem Thema besch\u00e4ftigen m\u00f6chte, sei hingewiesen auf den sehr informativen und leicht verst\u00e4ndlichen Aufsatz von Prof. Dr. Wolfgang Merbach \u201eKlimawandel \u2013 Apokalypse oder Herausforderung?\u201c in: Evangelische Verantwortung, Ausgabe 7+8\/2019.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr uns Christen ist die Betrachtung und die Erfahrung der atmosph\u00e4rischen Ph\u00e4nomene immer auch eine Herausforderung zum Glauben. Denn Gott, der mit unvorstellbarer Kraft \u201eFrost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht\u201c (1 Mose 8,22) steuert, der hat auch die Kr\u00e4fte, um unser pers\u00f6nliches Leben nicht nur \u00e4u\u00dferlich zu erhalten, sondern auch so zu gestalten, dass wir zu seiner Ehre leben lernen. \u201eDer Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fu\u00df gehen kann\u201c. (Paul Gerhardt)<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Zur Vertiefung:<\/em><br \/>\n<em>J. Cochlovius, Wie es war im Anfang. Die biblische Urgeschichte. 2. Aufl. 88 Seiten, 5,00 Euro zuz\u00fcglich Versandkosten.<\/em><br \/>\n<em>J. Cochlovius, Vom Frauenschuh zum K\u00e4nguru. Bilderstreifz\u00fcge durch die Sch\u00f6pfung. 2. Aufl. 216 Seiten mit 580 Bildern vom Verfasser. 15,00 Euro zuz\u00fcglich Versandkosten.<br \/>\nJ. Cochlovius, DVD-Set &#8222;Die sieben Sch\u00f6pfungstage&#8220;. Sieben Folgen\u00a0 auf Video je 25 Min. auf zwei DVD. 20,00 Euro zuz\u00fcglich Versandkosten.<br \/>\n<\/em><em>Die B\u00fccher und das DVD-Set k\u00f6nnen \u00fcber die Gesch\u00e4ftsstelle des Gemeindehilfsbundes bezogen werden: M\u00fchlenstr. 42, 29664 Walsrode. Tel.: 05161\/911330. Email: info@gemeindehilfsbund.de<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Beginn des 2. Sch\u00f6pfungstages waren schon wesentliche Voraussetzungen f\u00fcr ein kreat\u00fcrliches Leben auf der Erde erschaffen. Es gab die Zeit und den Raum, in den Gott die Erde gesetzt hat. 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