{"id":16560,"date":"2019-07-21T21:02:09","date_gmt":"2019-07-21T19:02:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16560"},"modified":"2019-08-05T19:06:38","modified_gmt":"2019-08-05T17:06:38","slug":"kurze-betrachtungen-ueber-die-sieben-schoepfungstage-1-teil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16560","title":{"rendered":"Kurze Betrachtungen zu den sieben Sch\u00f6pfungstagen (1. Teil)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der biblische Sch\u00f6pfungsbericht ist ein weltgeschichtliches Dokument ersten Ranges. Im hebr\u00e4ischen Urtext ist er sorgf\u00e4ltig komponiert. Kurz und pr\u00e4zise fasst er die gewaltigen Vorg\u00e4nge der Erschaffung von Himmel und Erde in einer wunderbar poetischen Sprache zusammen. Man k\u00f6nnte auch von einem Sch\u00f6pfungsgedicht sprechen. F\u00fcr Jesus stand die Erhabenheit dieses Dokuments fest. Er sah keinen Anlass, an der g\u00f6ttlichen Urheberschaft oder an der Wahrheit des Textes zu zweifeln. Im Gegenteil, immer wieder wies er seine Zuh\u00f6rer darauf hin, \u201ewie es am Anfang war\u201c (z.B. Mt 19,4). In sieben Betrachtungen werde ich die Geschehnisse an den sieben Sch\u00f6pfungstagen kurz nachzeichnen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Sch\u00f6pfungsbericht beginnt mit der Aussage \u201eAm Anfang\u201c. Wir k\u00f6nnen hier festhalten, dass Gott damit die Zeit erschaffen hat. Wer einen solchen Anfang setzt, der l\u00e4sst die Zeit beginnen. Die Zeit ist also eine erschaffene Gr\u00f6\u00dfe. Sie ist der Sch\u00f6pfung mit auf den Weg gegeben. \u201eZeit\u201c ist also keine absolute Gr\u00f6\u00dfe. Wenn die Sch\u00f6pfung vergeht, gibt es keine Zeit in unserem Sinn mehr. Wenn wir diese Welt verlassen, treten wir ein in eine Dimension, in der es keine irdische Zeit gibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Himmel und die Erde sind nicht von selbst entstanden, sondern sie sind von Gott erschaffen. Im Hebr\u00e4ischen wird hier der Gottesbegriff \u201eElohim\u201c gebraucht. Gemeint ist der Dreieinige Gott, wie aus den n\u00e4chsten Versen deutlich wird. Gott der Vater erschafft. Er erschafft durch sein Wort. Aus dem Prolog des Johannesevangeliums wissen wir, dass Christus das Wort ist. Der Vater erschafft also durch den Sohn. Nichts anderes steht in Hebr 1,2. Und wenn es in 1 Mose 1,2 hei\u00dft, dass der Geist Gottes \u00fcber dem Wasser schwebte, dann wird sofort klar, dass die Sch\u00f6pfung zum Leben berufen ist, denn der Geist Gottes schenkt das Leben. Der Urheber der gesamten Sch\u00f6pfung ist also der Dreieinige Gott.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am ersten Tag werden Himmel und Erde erschaffen. Da die Himmelsk\u00f6rper erst am 4. Tag erschaffen werden, kann hier unter \u201eHimmel\u201c zun\u00e4chst nur der leere Raum gemeint sein. Zeit und Raum sind also die allerersten Gro\u00dftaten Gottes. Beim Raum haben wir an unseren dreidimensionalen Raum zu denken, der dieser Sch\u00f6pfung wie auch die Zeit mitgegeben worden ist. Wenn einmal bei Jesu Wiederkunft die Gestalt der jetzigen Sch\u00f6pfung untergeht, wird auch der dreidimensionale Raum aufh\u00f6ren. Wie die Dimensionen auf der neuen Erde aussehen werden, wissen wir nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere Erde tr\u00e4gt den Stempel des ersterschaffenen Himmelsk\u00f6rpers an sich. Dass sie ein einmalig bevorzugter Himmelsk\u00f6rper ist, wird aber nicht nur durch die Sch\u00f6pfungsakte dokumentiert, sondern vor allem auch durch die Tatsache, dass Jesus Christus, das menschgewordene Wort Gottes, auf diese unsere Erde gekommen ist. Hier hat er gelebt, hier ist er gekreuzigt worden und ist auferstanden, hierher wird er wiederkommen, wenn Gottes Stunde gekommen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun hei\u00dft es, dass die Erde zun\u00e4chst \u201ew\u00fcst und leer\u201c war (hebr. <em>tohuwabohu<\/em>). Man muss hier nicht an ein Chaos denken, auch nicht an lange Zeitr\u00e4ume. Es gen\u00fcgt die Vorstellung einer ganz und gar dunklen und mit Wassermassen bedeckten Erdkugel. Wasser ist also das erste Element, das Gott erschaffen hat. Der Wert und die Bedeutung des Wassers sind kaum zu ermessen. Wasser ist das Lebenselixier schlechthin. Der Mensch besteht aus 70% Wasser. Zu wenig Wasserzufuhr, besonders im Alter (die sog. Dehydratation) zieht das Sterben nach sich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun folgt in V. 3 das majest\u00e4tische Reden Gottes \u201eEs werde Licht\u201c. Bis heute ist die Naturwissenschaft auf der Suche nach dem Wesen des Lichts. Die Erde, die durch den Geist Gottes das Leben eingehaucht bekommen hat, erh\u00e4lt nun die Voraussetzung f\u00fcr die dauernde Lebensf\u00e4higkeit der Kreaturen durch das Licht. Ohne Wasser und Licht ist Leben nicht m\u00f6glich. Aber das nat\u00fcrliche Licht weist \u00fcber sich hinaus auf das Licht, das der Mensch braucht, um Gott zu erkennen. Paulus zieht in 2 Kor 4,6 einen Vergleich zwischen dem nat\u00fcrlichen und dem geistlichen Licht, die das nat\u00fcrliche und das geistliche Leben bedingen. Gott sieht, dass das Licht gut war (hebr. <em>tow<\/em>). Das hebr\u00e4ische Wort bezeichnet etwas als sch\u00f6n und zweckm\u00e4\u00dfig zugleich. Was Gott erschafft, tr\u00e4gt Spuren seiner Sch\u00f6nheit. Und es ist immer mit Sinn und Funktionalit\u00e4t ausgestattet. Seit dem S\u00fcndenfall, seitdem also der Durcheinanderbringer am Werke ist, sind die Spuren der Sch\u00f6nheit und Funktionalit\u00e4t der Sch\u00f6pfung allerdings oft \u00fcberdeckt und schwer oder gar nicht mehr zu entdecken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem Gott das Licht erschaffen hat, h\u00e4lt er trotzdem an der Finsternis fest. Auch sie beh\u00e4lt ihren Platz in der guten Sch\u00f6pfung Gottes. Viele menschliche Organe funktionieren nur in der Dunkelheit. Regeneration und Schlaf brauchen die Nacht. Gott richtet Tag und Nacht ein, obwohl die Himmelsk\u00f6rper einschlie\u00dflich von Sonne und Mond als Lichttr\u00e4ger und Lichtspender erst am vierten Tag erschaffen werden. Das Licht war also in den ersten Tagen noch nicht an die Sonne gebunden. Wie das Licht weist auch der Tag \u00fcber sich hinaus. Einmal sagt Jesus, dass er wirken muss, solange es Tag ist (Joh 9,4). Wenn der erh\u00f6hte Herr wirkt, ist es \u201eTag\u201c. Lasst uns ihn bitten, dass er uns, unserem Land und dieser Welt noch viele \u201eTage\u201c in diesem Sinn gibt.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Zur Vertiefung:<\/em><br \/>\n<em>J. Cochlovius, Wie es war im Anfang. Die biblische Urgeschichte. 2. Aufl. 88 Seiten, 5,00 Euro zuz\u00fcglich Versandkosten.<\/em><br \/>\n<em>J. Cochlovius, Vom Frauenschuh zum K\u00e4nguru. Bilderstreifz\u00fcge durch die Sch\u00f6pfung. 2. Aufl. 216 Seiten mit 580 Bildern vom Verfasser. 15,00 Euro zuz\u00fcglich Versandkosten.<br \/>\nJ. Cochlovius, DVD-Set &#8222;Die sieben Sch\u00f6pfungstage&#8220;. Sieben Folgen\u00a0 auf Video je 25 Min. auf zwei DVD. 20,00 Euro zuz\u00fcglich Versandkosten.<br \/>\n<\/em><em>Die B\u00fccher und das DVD-Set k\u00f6nnen \u00fcber die Gesch\u00e4ftsstelle des Gemeindehilfsbundes bezogen werden: M\u00fchlenstr. 42, 29664 Walsrode. Tel.: 05161\/911330. Email: info@gemeindehilfsbund.de<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der biblische Sch\u00f6pfungsbericht ist ein weltgeschichtliches Dokument ersten Ranges. Im hebr\u00e4ischen Urtext ist er sorgf\u00e4ltig komponiert. Kurz und pr\u00e4zise fasst er die gewaltigen Vorg\u00e4nge der Erschaffung von Himmel und Erde in einer wunderbar poetischen Sprache zusammen. Man k\u00f6nnte auch von einem Sch\u00f6pfungsgedicht sprechen. F\u00fcr Jesus stand die Erhabenheit dieses Dokuments fest. Er sah keinen Anlass, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":67,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11,12,6,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16560"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/67"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16560"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16560\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16568,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16560\/revisions\/16568"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16560"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16560"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16560"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}