{"id":16497,"date":"2019-06-14T15:21:57","date_gmt":"2019-06-14T13:21:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16497"},"modified":"2019-06-25T16:33:01","modified_gmt":"2019-06-25T14:33:01","slug":"16497","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16497","title":{"rendered":"Politisch korrekt sprechen mit der Schere im Kopf"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Anrede in der Doppelnennung \u201eLiebe Kollegen und \u2026\u2026.-innen\u201c ist inzwischen zur Anrede von Otto Normalverbraucher geworden. Nach der klassischen Anrede \u201eLiebe Kollegen\u201c(einschlie\u00dflich der Frauen!) \u00a0folgt fast wie selbstverst\u00e4ndlich das\u00a0 erl\u00f6sende \u201eKolleg\u2018nen\u201c. Wurden aus den so mit genannten Frauen durch die doppelte Anrede auch mehr gleichberechtigte Frauen? Nein, die \u00fcber 2000 Gleichstellungsb\u00fcros gibt es immer noch und die meisten Bundesb\u00fcrger \u00fcben sich weiterhin flei\u00dfig in dem Gebrauch der sogenannten \u201eGendergerechten Sprache\u201c. Und alle machen mit, auch die M\u00e4nner. Was ist da passiert?<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Mitnennen der Frau sollte die \u201eDominanz\u201c des M\u00e4nnlichen mit Hilfe der Gendersprache vermeiden, so das Ziel einer kleinen Gruppe der Genderideologinnen. Diese Kunstsprache hat eine erstaunliche Entwicklung hinter sich. Es fragt sich nur, ob sich die Nutzer dieser Sprache im Klaren sind, dass sie mit dem \u201eGendersprech\u201c willige \u201eMarionetten\u201c (Jordan Peterson) der Gender Ideologie werden. Sie sind Marionetten, die es zulassen, dass solch verquaste Wortunget\u00fcme, wie Leser*innen, Leser\/innen, oder LeserInnen unser Bewusstsein zum\u00fcllen. \u00dcberdies f\u00fchren st\u00e4ndige Wiederholungen solcher gek\u00fcnstelten Artefakte allm\u00e4hlich zu einem gewohnten Sprachbild und finden so ungehindert Eingang in unser Bewusstsein. Mit solchen unterschwelligen Manipulationen arbeiten mit Erfolg die Diktaturen: In George Orwell\u2019s \u201e1984\u201c beispielsweise pr\u00e4gt das \u201eNeusprech\u201c in einer virtuellen Welt das Handeln der B\u00fcrger, heutzutage dringt das politisch korrekte Gendersprech unerkannt in unser Bewusstsein ein: Gehirnw\u00e4sche wider Willen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Salamitaktik<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sprache ver\u00e4ndert. Sie ist deswegen auch ein Mittel der Agitation. Die Einf\u00fchrung der geschlechtergerechten Sprache ist ein Paradebeispiel f\u00fcr die Umsetzung eines ideologischen Programms, des Gender Mainstreamings, in zeitlich versetzte Einzelaktionen. Diese Schrittfolge wurden zu Zeiten der 68er Salamitaktik, oder auch Marsch durch die Institutionen, genannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Marsch begann:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Agitatoren des 1. Schrittes vor Ort waren die \u201eGleichstellungsbeauftragtinnen\u201c, vor allem in den \u00f6ffentlichen und kirchlichen(!) Verwaltungen. Sie erm\u00e4chtigten sich quasi selber, meistens finanziert \u00fcber Steuergelder, sogenannte Sprachleitf\u00e4den zur Gendersprache herauszugeben. In den Folgejahren wurden an fast jeder Uni und in den Amtsstuben Sprachleitf\u00e4den verteilt und deren Beachtung \u201eempfohlen\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Ritterschlag<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem 2. Schritt geschah das Unglaubliche: aus den vielen Sprachleitf\u00e4den entstand ein Duden. Der altehrw\u00fcrdige Duden-Verlag gab mit dem gelb eingebundenen Buchr\u00fccken im Oktober 2017 Der Duden &#8211; \u201eRichtig gendern\u201c heraus. Damit gewann die Gendersprache gleichsam den Charakter des \u201eAmtlichen\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gendern wird salonf\u00e4hig:<br \/>\nEs war abzusehen, der 3. Schritt werden \u201everordnete\u201c Empfehlungen f\u00fcr die Kommunen sein, erwartungsgem\u00e4\u00df wiederum in sukzessiven Schritten. Den Anfang machte das Rathaus in DER Stadt der deutschen Hochsprache: Hannover. Die stolzen Gleichstellungsbeauftragtinnen pr\u00e4sentierten im Januar 2019 im Hannoveraner Rathaus ihre Empfehlung f\u00fcr eine geschlechtergerechte Verwaltungssprache. Mit dieser \u201cEmpfehlung\u201c wurden beispielsweise Herr, Frau, Lehrer, W\u00e4hler mit einem Federstrich abgeschafft \u2013 und das mit \u00f6ffentlichen Mitteln. Die Rath\u00e4user in Gie\u00dfen und Augsburg folgten, andere sind in Diskussion. Es bleibt abzuwarten, ob das Integrieren einer ideologisierten Sprache in die Amtssprache reibungslos abgewickelt werden kann\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So haben die Gleichstellungsb\u00fcros, im Schulterschluss mit den Queergruppen, im Laufe der letzten Jahre in staatstragenden Institutionen die Gendersprache verbreitet. Sie wurde zu einer Art Pflicht\u00fcbung zum sinnfreien Nachplappern. In praxi kam es denn durch so manchem Redner h\u00e4ufig zum Verschwurbeln der ideologisch bedeutsamen \u201e\u2013 innen\u201c Endsilbe, beispielsweise von B\u00fcrgerinnen zu \u201eB\u00fcrger\u2018nnen\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein Mehltau liegt \u00fcber dem Land<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beginnen wir mit<em> der politischen Szene.<\/em><br \/>\nBis zur Einf\u00fchrung der Gendersprache in den Rath\u00e4usern waren kaum relevante Reaktionen aus dem politischen Umfeld zu erkennen, politisches Handeln war nicht gefragt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Und die Medien?<br \/>\n<\/em>Zun\u00e4chst war die Gendersprache willkommener Stoff f\u00fcr die Feuilletonisten. Sie am\u00fcsierten sich gen\u00fcsslich \u00fcber die grammatikalischen Verrenkungen dieser Kunstsprache und ihrer Protagonisten. Sogar die taz, die ihren ablehnenden (!) Kommentar mit: \u201eEcht, der letzte M\u00fcll\u201c titelte. Mit Beginn der kommunalen Kampagne in den Rath\u00e4usern gewann das Thema Gender allm\u00e4hlich an Aufmerksamkeit. Die strategische Einordnung beispielsweise der Gendersprache in den gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang des Gender Mainstreamings, wurde allerdings kaum thematisiert<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Und die Wissenschaft?<br \/>\n<\/em>Wo waren die Linguisten, die Germanisten oder die P\u00e4dagogen? Es gab nur wenige linguistische Beitr\u00e4ge in den Printmedien. Ihre engagierte sprachanalytische Kritik an der Gendersprache traf allerdings auf eine ideologisch gepr\u00e4gte Wand der Gender-Aktivisten, deren Lust am Diskurs kaum erkennbar war.<\/p>\n<p><em>Und die Kirchen?<br \/>\n<\/em>Die EKD hat bereits 2016 \u201eTipps zur geschlechtergerechten Sprache\u201c heraus gegeben. Die Kirche? Man f\u00fchlt sich an die babylonische Sprachverwirrung erinnert: Gott verhinderte durch die Sprachverwirrung eine Fortsetzung des Turmbaus. Die obigen \u201eTipps\u201c schaffen durch ihre Neutralisierung von m\u00e4nnlichen bzw. weiblichen Zuordnungen eine Verunsicherung unserer Werte &#8211; ganz im Sinne der Genderideologie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Und die Sprachpfleger?<br \/>\n<\/em>Die Deutsche Sprachwelt heftete im Lutherjahr \u201cThesen\u201c gegen die Gendersprache an die Kirchent\u00fcr der Schlosskirche zu Wittenberg, ein \u00f6ffentlichkeitswirksames Event par exellence. Ansonsten legten die meisten relevanten Vereine in ihrer Kritik gr\u00f6\u00dferen Wert auf grammatikalische Korrektheit, als auf die Kritik der politischen Korrektheit der Genderisten. Ist es vielleicht eine innewohnende Abneigung der Sprachverb\u00e4nde gegen Sprachpolitik?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insgesamt gesehen, haben es die \u00f6ffentlichen Institutionen der Genderlobby bisher relativ leicht gemacht, ihre Art von Sprache von oben zu \u201everordnen\u201c. Gendersprech wurde zu einer Pflicht\u00fcbung f\u00fcr alle Beteiligten. Man h\u00e4tte aber auch mit einer genussvollen K\u00fcr dagegen halten k\u00f6nnen, beispielsweise: Das geforderte \u201eMitbenennen\u201c der Frau mutierte schlie\u00dflich zu einer Ode an die Vielfalt der Geschlechter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Und die B\u00fcrger?<br \/>\n<\/em>\u201eDer\u201c B\u00fcrger nimmt die Gendersprache zun\u00e4chst nur passiv in \u00f6ffentlichen Sprachr\u00e4umen wahr, sei es beim H\u00f6ren von politischen Reden, von TV-Sendungen oder Lesen der Printmedien. Seine Reaktion reicht von \u00dcberh\u00f6ren, \u00dcberlesen bis hin zum br\u00e4sigem \u201cWas soll das denn?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00d6ffentliche und private Sprachr\u00e4ume<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gesellschaft nimmt den schrittweisen Einzuges der Gendersprache in die Rath\u00e4user kaum zur Kenntnis, auch aus Unkenntnis. Man sieht oder h\u00f6rt nur das Gendersprech, kann es aber nicht in seiner Tragweite einordnen. Das ist gewollt. Die Hintergr\u00fcnde, wie beispielsweise das Gender Mainstreaming oder die Politische Korrektheit w\u00fcrden den B\u00fcrger nur verwirren, ja, sogar betroffen machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anders sieht es aus, wenn man sich gezwungen sieht, in der \u00d6ffentlichkeit sich aktiv sprachlich korrekt und achtsam zu \u00e4u\u00dfern. Es erfordert einen etwas ungewohnten Prozess, auch die \u201e<em>Gendersekunde<\/em>\u201c genannt: Nachdenken (wo bin ich?), Entscheiden (muss ich Gendern?) und dann endlich (kontrolliert) Sprechen. Gewohntes, freies Sprechen kann sich zu einem Desaster entwickeln:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz achtsamen Sprechens, trotz der Gendersekunde, kann man sich nicht sicher sein, dass selbsternannte Sprachw\u00e4chter verborgen den diskriminierungsfreien Sprachgebrauch \u00fcberwachen. So galt In Diktaturen der Spruch: \u201eAchtung, Feind h\u00f6rt mit\u201c. \u00dcbersieht man als Sprecher diskriminierende \u00c4u\u00dferungen, kann sich das auf die kollegiale Akzeptanz durch die jeweiligen Gruppe auswirken. Auf diese Weise werden die Sprechm\u00f6glichkeiten des B\u00fcrgers eingeschr\u00e4nkt und damit auch seine Freiheit des Denkens. So berichten denn die Printmedien brav \u00fcber das Ergebnis einer j\u00fcngsten Allensbacher Umfrage, dass zwei Drittel der B\u00fcrger \u00fcberzeugt sind, man m\u00fcsse heute aufpassen, zu welchen Themen man sich wie \u00e4u\u00dfert. Und das am Jahrestag des Grundgesetzes. Bedenklich stimmt nicht nur die gro\u00dfe Zahl, sondern die schlichte Kenntnisnahme durch die Politszene.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So berichten denn die Printmedien brav \u00fcber das Ergebnis einer j\u00fcngsten Allensbacher Umfrage, dass zwei Drittel der B\u00fcrger \u00fcberzeugt sind, man m\u00fcsse heute aufpassen, zu welchen Themen man sich wie \u00e4u\u00dfert. Und das am Jahrestag des Grundgesetzes. Bedenklich stimmt nicht nur die gro\u00dfe Zahl, sondern die schlichte Kenntnisnahme durch die Politszene.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders In der Schriftsprache feiert die Gendersprache inzwischen fr\u00f6hliche Urst\u00e4nd, was f\u00fcr eine Fundgrube f\u00fcr die Satire! Birgit Kelle schoss den Vogel ab: Ihr Buchtitel\u00a0\u00a0<em>\u201cGender Gaga\u201d<\/em> fand sogar den Weg in die Umgangssprache.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen genderfreien Raum gibt es noch: die Belletristik. Gl\u00fccklicherweise sind noch keine Bestseller in Gendersprache bekannt geworden, und auch noch keine nachtr\u00e4glich gegenderten Klassiker. Das gilt aber seltsamerweise nicht f\u00fcr Kinderb\u00fccher, dort erfahren die Kinder immer mehr so manch semantische Konnotationen \u00fcber starke und freche M\u00e4dchen, sowie schwache, weinend sensible Jungen. Diese sprachlichen Zuordnungen sollen helfen, die sogenannte \u201eHeteronormalit\u00e4t\u201c Papa und Mutti zu hinterfragen \u2013 und das schon in den KiTas.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein wenig entspannter geht das H\u00f6ren und Sprechen im privaten Bereich zu. In manchen Vereinen mag es die \u201eMitgliederinnen\u201c geben, oder ein Naser\u00fcmpfen beim Nichterw\u00e4hnen der Frauen, aber damit ist dann auch gen\u00fcge getan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dem B\u00fcrger eine Stimme geben<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Umfragen der letzten Zeit best\u00e4tigen, eine von YouGo (2017) und eine andere von INSA (2019): etwa 60 bis 70% der Befragten lehnen die Gendersprache ab. Da genau setzt eine Initiative an, die versucht, emp\u00f6rte B\u00fcrger abzuholen: Die Initiative Verweigerung der Gendersprache (IVG), richtete sich mit einem Aufruf an die deutschsprechende Bev\u00f6lkerung und fordert darin ausdr\u00fccklich zur Verweigerung der Gendersprache auf. Der Aufruf,(1) eine Eigeninitiative einiger unabh\u00e4ngiger Akteure, gab den B\u00fcrgern eine Stimme, und sie antworteten: nach kurzer Zeit hatten \u00fcber 20.000 B\u00fcrger (ohne klassische Pressearbeit) bereits den Aufruf unterschrieben. Eine unerwartet hohe Zahl f\u00fcr den kurzen Zeitraum. Der Aufruf hatte auch Folgen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst trat ein weiterer Aufruf vom Verein Deutscher Sprache auf den Plan. Er wendete sich mit einer Art Appell \u201eGegen den Gender Unfug\u201c insbesondere an politische Entscheidungstr\u00e4ger. Eine weitere Folge war: das Thema \u201eGendern\u201c wurde auf breiter Basis in den Print Medien, in Radio-Sendungen und TV Features behandelt, das Thema ist medial angekommen. Die Abneigung der B\u00fcrger gegen\u00fcber der Gendersprache kann jetzt auch mit Zahlen, von der Basis her kommend, belegt werden: die beiden Aufrufe haben inzwischen die 100 000 Marke der Unterschriften \u00fcberschritten. Ein wahrhaft beeindruckendes Zeugnis emp\u00f6rter B\u00fcrger. Nicht nur das: die \u00fcber 100 000 Unterschriften \u00fcberraschten selbst Experten. Es l\u00e4sst nach Meinung Vieler auf ein hohes, kollektives Emp\u00f6rungspotential schlie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Aus Unwissenden werden Betroffene<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die hohe Zahl der Unterschriften best\u00e4tigt eine unterschwellige Betroffenheit, die in dieser St\u00e4rke schon mal zu Tage trat: vor einigen Jahren erreichten fast 200 000 Unterschriften gegen eine Regierungsma\u00dfnahme (Bildungsplan) in Baden-W\u00fcrttemberg eine Politik\u00e4nderung. Damals gelangte man zu einer bedeutsamen Erkenntnis: durch die Kampagne wurden aus ehemals unwissenden Eltern betroffene Eltern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eBetroffenheit\u201c ist das Agens, die Triebkraft, die Taten folgen l\u00e4sst. Die Emp\u00f6rung der B\u00fcrger \u00fcber die Gendersprache zeigt deutlich: lasst uns zufrieden mit den Problemen einer Minderheit! Diese Kunstsprache ist das Produkt in der Tat einer Minderheit, die mit Steuergeldern des B\u00fcrgers finanziert, dabei ist, den B\u00fcrger top down mit einer ideologisierten Sprach- und Denkwelt umzuerziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kann es sein, dass wir es mit dem Potential einer kollektiven Verweigerung zu tun haben? Diese g\u00e4lte es zu nutzen. Der B\u00fcrger mit der Faust in der Tasche braucht Freir\u00e4ume f\u00fcr eine Bewegung, wie beispielsweise mit einer Aktion \u201e<em>FreiSprech<\/em>\u201c. Sie k\u00f6nnte unser Sprechen und Denken gegen politisch korrekte Zw\u00e4nge immun machen. Die Poetry Slam-Gruppen haben damit schon mal angefangen. Mit ihrer urw\u00fcchsigen Freude am Reimen und Fabulieren preisen die Jugendlichen auf ihren vielen, bundesweiten Veranstaltungen die Sch\u00f6nheit der Sprache, und das mit gro\u00dfer Lust so, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist.<\/p>\n<p><em>Eckart Kuhla, 7. Juni 2019 (<a href=\"https:\/\/agensev.de\/politisch-korrekt-sprechen-mit-der-schere-im-kopf\/\">www.agensev.de<\/a>)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Anrede in der Doppelnennung \u201eLiebe Kollegen und \u2026\u2026.-innen\u201c ist inzwischen zur Anrede von Otto Normalverbraucher geworden. Nach der klassischen Anrede \u201eLiebe Kollegen\u201c(einschlie\u00dflich der Frauen!) \u00a0folgt fast wie selbstverst\u00e4ndlich das\u00a0 erl\u00f6sende \u201eKolleg\u2018nen\u201c. Wurden aus den so mit genannten Frauen durch die doppelte Anrede auch mehr gleichberechtigte Frauen? 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