{"id":16476,"date":"2019-06-07T09:27:54","date_gmt":"2019-06-07T07:27:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16476"},"modified":"2019-06-07T14:40:53","modified_gmt":"2019-06-07T12:40:53","slug":"seelsorge-nicht-kriminalisieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16476","title":{"rendered":"Seelsorge nicht kriminalisieren"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ein Gesetzesentwurf des Gesundheitsministers Jens Spahn soll alle Hilfen zur \u00c4nderung homosexuellen Empfindens unter Strafe zu stellen. Das bedeutet, dass Menschen, die Hilfe suchen, mit ihren homosexuellen Gef\u00fchlen umzugehen, nur noch in einer Richtung Beratung finden k\u00f6nnten. Viele christliche Beratungsangebote werden dann unter Strafe gestellt und verboten. Nach einer Forderung von Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) soll es k\u00fcnftig verboten sein, Homosexuellen zu helfen, wenn diese unter ihrer sexuellen Identit\u00e4t leiden und sie ver\u00e4ndern wollen. Seelsorger, Psychologen, christliche Gruppen und \u00c4rzte sollen gezwungen werden, Homosexuelle immer in ihrer Orientierung zu best\u00e4tigen auch gegen ihre ethische \u00dcberzeugung.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon die Auffassung es sei richtig, homosexuell empfindende Menschen zu unterst\u00fctzen, wenn sie ihre Orientierung ver\u00e4ndern wollen, wird als unzul\u00e4ssig betrachtet. Bei einer strengen Auslegung dieses Gesetzesvorschlags k\u00f6nnte selbst das Gebet f\u00fcr eine Ver\u00e4nderung sexueller Identit\u00e4t mit Bu\u00dfgeld belegt werden. Ganz offensichtlich ist die CDU zwischenzeitlich ziemlich weit entfernt von christlichen Werten, die sich aus der Bibel ableiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zuerst ging es nur darum, dass besondere sexuelle Orientierungen wie Homosexualit\u00e4t gesellschaftlich toleriert und akzeptiert werden sollten. Zwischenzeitlich geht die Politik offensichtlich dazu \u00fcber, jede vom gesellschaftlichen Mainstream abweichende ethische Meinung per Gesetzesbeschluss und Bu\u00dfgeldandrohung zu verbieten. Es ist \u00e4u\u00dferst erschreckend, wie sich der Staat hier in pers\u00f6nliche, religi\u00f6s begr\u00fcndete sexuelle Wertungen und Verhaltensweisen seiner B\u00fcrger einmischen will.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Gesundheitsminister begr\u00fcndet seinen Vorsto\u00df unter anderem mit seiner eigenen homosexuellen Orientierung. \u201eIch halte nichts von diesen Therapien, schon wegen meines eigenen Schwulseins. Ich sage immer, der liebe Gott wird sich was dabei gedacht haben.\u201c Hier scheinen sich auf ungute Weise pers\u00f6nliche Motive mit politischem Auftrag zu vermischen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sollte die von Bundesgesundheitsminister Spahn vorgeschlagene Gesetzesinitiative in dieser Weise beschlossen werden, dann k\u00f6nnte die seelsorgerliche Begleitung von Homosexuellen, die Probleme mit ihrer sexuellen Identit\u00e4t haben, schon bald zu einer Straftat werden. Mit diesem Gesetzesentwurf versucht die Bundesregierung, einen sexualethischen Konsens aller christlichen Kirche zu kriminalisieren, der \u00fcber Jahrhunderte G\u00fcltigkeit hatte und erst in j\u00fcngster Zeit in Frage gestellt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Absurderweise d\u00fcrfen und sollen Heterosexuelle, die homosexuelle Gef\u00fchle \u00e4u\u00dfern, mit \u00f6ffentlichen Geldern mit dem Ziel begleitet und therapiert werden, homosexuell zu leben. Vergleichbares gilt f\u00fcr Menschen, die den Eindruck haben, in einem falschen K\u00f6rper geboren zu sein. Menschen mit homosexuellem Empfinden aber, die gerne heterosexuell leben wollen, soll bei Strafandrohung fachliche Hilfe entzogen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Biblischen Aussagen zufolge kann der Mensch seine sexuellen Vorlieben und sein sexuelles Verhalten durchaus \u00e4ndern. Zum christlichen Verst\u00e4ndnis der W\u00fcrde des Menschen geh\u00f6rt auch, dass er sein Leben am Ma\u00dfstab einer von der Bibel bestimmten christlichen Sexualethik ausrichten kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der <em>Bibelbund<\/em> fordert, die Freiheit in der \u00c4u\u00dferung ethischer \u00dcberzeugungen nicht zu beschneiden. Selbstverst\u00e4ndlich soll das in christlicher Liebe geschehen und keinen Menschen diskriminieren. Wenn Menschen ihre Homosexualit\u00e4t als Problem ansehen, sie sich deshalb ver\u00e4ndern wollen und dazu Beratung und Hilfe in Anspruch nehmen, sollte das aber auch akzeptiert werden. In dieser Phase der Gesetzgebung sollten Christen die Bundestagsabgeordneten ihrer Region kontaktieren, um eine Unterdr\u00fcckung christlicher Sexualberatung zu verhindern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Michael Kotsch, 19. Februar 2019 (<a href=\"https:\/\/bibelbund.de\/2019\/02\/seelsorge-nicht-kriminalisieren\/\">www.bibelbund.de<\/a>)<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Gesetzesentwurf des Gesundheitsministers Jens Spahn soll alle Hilfen zur \u00c4nderung homosexuellen Empfindens unter Strafe zu stellen. Das bedeutet, dass Menschen, die Hilfe suchen, mit ihren homosexuellen Gef\u00fchlen umzugehen, nur noch in einer Richtung Beratung finden k\u00f6nnten. Viele christliche Beratungsangebote werden dann unter Strafe gestellt und verboten. 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