{"id":16470,"date":"2019-06-06T11:09:03","date_gmt":"2019-06-06T09:09:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16470"},"modified":"2019-06-06T11:11:59","modified_gmt":"2019-06-06T09:11:59","slug":"evangelium-statt-zivilreligion-kirche-muss-kirche-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16470","title":{"rendered":"Evangelium statt Zivilreligion \u2013 Kirche muss Kirche bleiben"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Thesen der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den ev. Kirchen Deutschlands (KBG)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. Christen sind immer auch Teil der Gesellschaft. Daher besteht die Versuchung, die Inhalte des christlichen Glaubens und Lebens an die jeweiligen demokratisch legitimierten gesellschaftspolitischen Prozesse und ihre Vorgaben anzupassen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Dieser Versuchung war die Evangelische Kirche in ihrer Geschichte vielfach erlegen in Zeiten verschiedener Ideologien, wie zum Beispiel in der Zeit des Rationalismus, (National)Sozialismus, Kommunismus, Feminismus u.a..<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3. Auch heute ist festzustellen, dass evangelische Kirchenleitungen, Synoden und Gremien sich von zeitgeistbestimmten demokratisch legitimierten Mehrheitsentscheidungen in Gesellschaft und Politik leiten lassen, auch wenn sie im Widerspruch zum Wort Gottes und dem christlichen Bekenntnis stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4. Hier vollzieht sich \u201eZivilreligion\u201c: Die gesellschaftliche Mehrheitsmeinung bestimmt weitgehend kirchliche Entscheidungsprozesse in Fragen des Glaubens und der Ethik. Dabei gilt: Auch Parlamente und Synoden k\u00f6nnen irren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5. So wird zum Beispiel die bibel- und bekenntniswidrige \u201eEhe f\u00fcr alle\u201c kirchenamtlich unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6. Der Ruf zum Glauben an Jesus Christus als den einzigen und wahren Erl\u00f6ser wird relativiert mit dem Hinweis, dass Juden, Moslems und Christen denselben Gott anbeten. Jesus Christus ist dann nicht mehr \u201eder Weg, die Wahrheit und das Leben\u201c (Johannes 14, 6).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">7. Innerweltliche Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Sch\u00f6pfung (Klimadebatte) und die damit gegebenen moralischen Forderungen haben Vorrang vor der Verk\u00fcndigung der gro\u00dfen Hoffnung der Erl\u00f6sung der Welt von der Macht des Todes zum ewigen Leben durch Jesu Kreuz und Auferstehung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">8. Der biblische Ruf zur Umkehr, der Ruf aus der S\u00fcnde und Trennung von Gott, die aktive missionarische Weitergabe der Grundlagen des Glaubens und des Evangeliums wird ersetzt durch regelm\u00e4\u00dfige polit-moralische Forderungen zur Verwirklichung des Reiches Gottes, der Weltverbesserung und demgem\u00e4\u00df angepasster Religiosit\u00e4t im Sinne einer Wohlf\u00fchlreligion.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">9. Wir halten daran fest, dass Kirche heute nur Kirche sein kann, wenn sie das Wort Gottes als bleibende Autorit\u00e4t und Norm ernst nimmt, wenn sie festh\u00e4lt an den unverr\u00fcckbaren Glaubensinhalten und ihrem Bekenntnis, wenn allein Jesus Christus als Mitte kirchlichen Handelns bezeugt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">10. Wenn die Zivilreligion das kirchliche Leben und Handeln bestimmt, verliert die Kirche ihre Identit\u00e4t und macht sich \u00fcberfl\u00fcssig. Die evangelischen Landeskirchen in Deutschland sind auf dem Weg zivilreligi\u00f6ser Anpassung. Wir fordern daher eine Erneuerung der Kirche, eine dringende Umkehr zu Schrift und Bekenntnis, damit Kirche Kirche bleibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Kassel, 1. Juni 2019<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>gez. Pastor Ulrich R\u00fc\u00df, Vorsitzender<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thesen der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den ev. Kirchen Deutschlands (KBG) 1. Christen sind immer auch Teil der Gesellschaft. 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