{"id":16436,"date":"2019-05-21T12:57:22","date_gmt":"2019-05-21T10:57:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16436"},"modified":"2019-05-21T12:58:05","modified_gmt":"2019-05-21T10:58:05","slug":"gottes-wort-in-der-hoelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16436","title":{"rendered":"Gottes Wort in der H\u00f6lle"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Geheimpolizei st\u00fcrmt in das Haus, in dem Pastor Houmayoun gerade ein Gebetstreffen leitete, und verhaftet ihn, seine Frau, seinen 17j\u00e4hrigen Sohn sowie vier andere Gemeindeleiter. Den Christen werden die Augen verbunden, man st\u00f6\u00dft sie in Fahrzeuge und f\u00e4hrt sie zum Verh\u00f6r in ein Gef\u00e4ngnis des Geheimdienstes. Das war vor sieben Jahren in Shiraz, dem Iran. Nach tagelangen Verh\u00f6ren verlegte man die Gl\u00e4ubigen in ein \u00f6ffentliches Gef\u00e4ngnis mit dem Verbot, irgendjemandem den Grund ihrer Festnahme zu verraten. Zu Recht f\u00fcrchteten die Wachen, der christliche Glaube k\u00f6nnte sich sonst noch unter den 6.000 Gef\u00e4ngnisinsassen verbreiten.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch Houmayoun und die anderen f\u00fchlten sich einer h\u00f6heren Macht verpflichtet. \u201eEs w\u00e4re sehr bequem gewesen, einfach zu schweigen und nicht von Jesus zu erz\u00e4hlen.\u201c, sagt der Pastor. \u201eDann w\u00e4re es im Gef\u00e4ngnis sicherlich besser f\u00fcr uns gelaufen.\u201c Aber anstatt an ihrer Haft zu verzweifeln, sahen die Christen darin eine Chance, Mitgefangenen das Evangelium zu verk\u00fcnden. Heimlich teilten sie jedem einzelnen Mith\u00e4ftling nach und nach ihr Glaubenszeugnis mit. Dabei erhielten sie die unterschiedlichsten Reaktionen. Einige drohten damit, sie umzubringen, w\u00e4hrend viele einfach nur zuh\u00f6rten. Manche jedoch zeigten ein ehrliches Interesse. Ein Mann kam sogar von sich aus auf sie zu, fragte, ob sie Christen seien und erkl\u00e4rte, dass er mehr dar\u00fcber wissen wolle. \u201eIch habe einfach aus meinem Leben berichtet, \u00fcber biblische Geschichten und das Evangelium geredet\u201c, erinnert sich Houmayoun.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Wachen waren \u00fcber das missionarische Engagement der Christen ver\u00e4rgert. Houmayoun erhielt 20 schriftliche Warnungen, er solle sofort damit aufh\u00f6ren. Ungeachtet der Drohungen erf\u00fcllten die Gl\u00e4ubigen trotzdem treu das, was sie als ihre Aufgabe sahen: Gottes Reich im iranischen Gef\u00e4ngnis zu bauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bibeln im Gef\u00e4ngnis <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bald wurde den Christen allerdings klar, dass sie Gottes Wort brauchten, um im Gef\u00e4ngnis durchzuhalten. Also begannen sie, auswendig gelernte Bibelverse auf jedes St\u00fcck Papier zu schreiben, das sie finden konnten. Sie ermutigten sich damit gegenseitig. \u201eIn den Zeiten, in denen wir besonders unter Druck standen, erinnerte uns Gott an diese Verse und st\u00e4rkte uns durch die Passagen, die wir auswendig gelernt hatten\u201c, erkl\u00e4rt Houmayoun. Die Aussage aus Apostelgeschichte 14,22 \u201eWir m\u00fcssen durch viele Bedr\u00e4ngnisse in das Reich Gottes eingehen\u201c ermutigte sie ebenso wie der Vers 71 aus Psalm 119, der ihnen Sinn und Ziel ihrer Gefangenschaft vor Augen f\u00fchrte: \u201eEs ist gut f\u00fcr mich, dass du ich gedem\u00fctigt hast, damit ich deine Gebote lerne.\u201c Auch Markus 9, 43-49 bekam eine besondere Bedeutung f\u00fcr sie. F\u00fcr Houmayoun war es, als ob Gott ihm durch diesen Bibeltext sagte: \u201eIch habe dich hierhergebracht, um dich zu reinigen und sicherzugehen, dass dein Leben ganz mir geh\u00f6rt. Das Feuer, durch das du gerade gehst, soll dich l\u00e4utern.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach 37 Tagen wurde Nima, Houmayouns Sohn, aus dem Gef\u00e4ngnis entlassen. Er k\u00fcmmerte sich anschlie\u00dfend um seine zehn Jahre alte Schwester, die nach der Verhaftung ihrer Eltern und ihres Bruders bei Verwandten untergekommen war. Weitere sieben Monate sp\u00e4ter wurde auch Houmayouns Frau, Fariba, wieder auf freien Fu\u00df gesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlie\u00dflich erlaubte man den restlichen f\u00fcnf Christen, die noch hinter Gitter sa\u00dfen, mit ihren Verwandten und Freunden zu telefonieren. Die Gl\u00e4ubigen baten ihre Angeh\u00f6rigen darum, Bibelpassagen auf Englisch abzuschreiben und einem Imam zu geben, der die Gefangenen regelm\u00e4\u00dfig besuchte. Weder der Imam noch die Wachen konnten Englisch, also wussten sie auch nichts \u00fcber den Inhalt dieser \u201eBriefe\u201c. Die Christen, die Englisch konnten, \u00fcbersetzten die Verse anschlie\u00dfend auf Persisch, so dass ihre Mitgefangenen sie lesen konnten. Nach einigen Monaten besa\u00dfen die Gl\u00e4ubigen ganze handgeschriebene B\u00fccher der Bibel. W\u00e4hrend es jenseits der Gef\u00e4ngnismauern im Iran nur sehr wenige Bibeln gab, wurden es im Gef\u00e4ngnis immer mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Houmayoun besitzt immer noch seine handgeschriebene Bibel aus dem Gef\u00e4ngnis<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gottes Wort wirkt Wunder <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die handgeschriebenen Bibeln befeuerten die Missionsaktivit\u00e4ten, was die Wachen noch mehr erz\u00fcrnte. Sie trennten die Christen daraufhin voneinander in der Absicht, ihre evangelistische T\u00e4tigkeit einzud\u00e4mmen, aber der Plan ging nach hinten los. Jeder der Gl\u00e4ubigen hatte inzwischen eine handgeschriebene Bibel getarnt als Tagebuch bei sich. \u201eAnfangs hatten wir zu vielen Gefangenen keinen Zugang. Aber weil sie uns als Strafe von einem Trakt des Gef\u00e4ngnisses in andere versetzten, hatten wir pl\u00f6tzlich Zugang zu fast allen Gefangenen\u201c, sagt Houmayoun. \u201eUnd wenn einer in ein anderes Gef\u00e4ngnis \u00fcberstellt wurde, nahm er sein Notizbuch mit. In dem neuen Gef\u00e4ngnis angekommen, wurden dann wiederum Abschriften davon gemacht, so dass sich Gottes Wort auf diese Weise immer weiter in den Gef\u00e4ngnissen verbreitete.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Monatelang gab Houmayoun im Gef\u00e4ngnis Christi\u2018 Liebe und Gottes Wahrheit an die Muslime in der neuen Zelle weiter. Den Wachen fiel auf, wie positiv die Mitgefangenen darauf reagierten, und wurden immer frustrierter. Schlie\u00dflich brachten sie den Pastor in den h\u00e4rtesten Teil des Gef\u00e4ngnisses \u2013 auch als \u201eDie H\u00f6lle\u201c bekannt. Dort, im Keller der Haftanstalt, sa\u00dfen etwa 200 gewaltt\u00e4tige Gefangene ihre lebenslangen Strafen ab oder warteten auf die Vollstreckung ihres Todesurteils. Insassen bastelten sich Messer aus Dosen und anderen Metallst\u00fccken, um sich verteidigen zu k\u00f6nnen. Fast jede Woche gab es einen Mord.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Wachen in der \u201eH\u00f6lle\u201c hatten eine ganz eigene, zerst\u00f6rerische Waffe entwickelt: Sie nutzten die Schw\u00e4che eines jeden einzelnen Gefangenen aus, um ihn kontrollieren zu k\u00f6nnen. Nachdem sie herausgefunden hatten, dass Houmayoun etwa 30 Jahre lang drogenabh\u00e4ngig gewesen war, verlegten sie ihn in eine kleine, dunkle Zelle voller Rauschgifts\u00fcchtiger. Die Insassen wurden mit Heroin und Crystal Meth versorgt; Drogen, die in den letzten Jahren im Iran immer st\u00e4rker konsumiert werden. Mehr als drei Millionen Iraner sind drogenabh\u00e4ngig \u2013 vor allem von Heroin. Das Opium daf\u00fcr kommt haupts\u00e4chlich aus dem Nachbarland Afghanistan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausger\u00fcstet mit seiner handgeschriebenen Bibel und st\u00e4ndigem Gebet konnte Houmayoun der Versuchung widerstehen. \u201eGott war gn\u00e4dig mit mir\u201c, sagt er. \u201eUnd nicht nur das \u2013 Gott gebrauchte mich sogar, um einigen der Gefangenen zu helfen, vom Rauschgift loszukommen.\u201c Houmayoun wusste, dass er nicht viel Zeit hatte, den Insassen von Jesus zu erz\u00e4hlen. Viele von ihnen wurden in der Regel nach wenigen Wochen in der \u201eH\u00f6lle\u201c exekutiert. Er erlebte nicht nur, dass manche von ihrer Drogensucht frei wurden, sondern auch, dass etliche die ewige Freiheit in Jesus Christus fanden \u2013 darunter Gefangene, die f\u00fcr ihre Verbrechen lebensl\u00e4nglich bekommen hatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Freilassung und Flucht <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwei Jahre nach ihrer Verhaftung, von denen Houmayoun f\u00fcnf Monate in der \u201eH\u00f6lle\u201c verbracht hatte, wurden die f\u00fcnf Christen r\u00fcckwirkend angeklagt, gegen den iranischen Geheimdienst gearbeitet zu haben und in Verbindung zu oppositionellen Gruppen au\u00dferhalb des Landes zu stehen. Sie wurden jeder zu drei weiteren Jahren Gef\u00e4ngnis verurteilt und Houmayoun bekam noch einmal acht Monate zus\u00e4tzlich, weil er w\u00e4hrend der Verhaftung noch wegen vorangegangener evangelistischer T\u00e4tigkeiten auf Bew\u00e4hrung war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die M\u00e4nner legten Einspruch gegen die Urteile ein, um eine verk\u00fcrzte Haftzeit zu erwirken. Schlie\u00dflich wurde Houmayoun nach drei Jahren und f\u00fcnf Monaten hinter Gittern im Juli 2015 entlassen \u2013 ungef\u00e4hr zur gleichen Zeit kamen auch die anderen vier Christen frei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch vor ihrer Freilassung mussten die f\u00fcnf M\u00e4nner ein Dokument unterzeichnen, in dem sie best\u00e4tigten, dass sie, sollten sie dabei erwischt werden, sich einer Untergrundkirche anzuschlie\u00dfen oder irgendeiner anderen christlichen Aktivit\u00e4t beiwohnen, lebensl\u00e4ngliche Haftstrafen erwarteten. Houmayoun unterschrieb. Er tat es in der festen Absicht, seine Arbeit fortzuf\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Laufe der Zeit bemerkte Houmayouns Familie, dass die Beh\u00f6rden ihr Zuhause \u00fcberwachten und ihre Telefonate abh\u00f6rten. Gelegentlich bekamen sie sogar den Eindruck, dass jemand in ihrer Abwesenheit in ihrem Haus gewesen sein musste. Sie erhielten immer wieder Drohungen. \u201eUns wurde bewusst, dass es immer schwieriger f\u00fcr uns werden w\u00fcrde, in diesem Land zu leben\u201c, sagt Houmayoun. Also verlie\u00dfen seine und einige weitere christliche Familien Anfang 2016 den Iran. Weil das Land, in dem sie jetzt sind, den Immigranten vorschreibt, wo sie sich niederzulassen haben, leben sie alle in verschiedenen St\u00e4dten. Houmayoun wohnt mit seiner Familie einschlie\u00dflich seiner Schwiegertochter in einer Drei-Zimmer-Wohnung \u2013 alle 14 Tage m\u00fcssen sie sich bei den Beh\u00f6rden melden, um zu best\u00e4tigen, dass sie noch immer in der Stadt sind. Sie leben von einem Erbe und dem Geld, das sie durch den Verkauf ihres Autos, ihrer M\u00f6bel und anderer Besitzt\u00fcmer erhalten haben. Au\u00dferdem vermieten sie einen Teil ihres Hauses im Iran.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Houmayoun leitet in dem Land, in dem er jetzt lebt, eine Hauskirche f\u00fcr Christen aus dem Iran<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Treue zu Gottes Wort tr\u00e4gt Frucht <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Houmayoun und seine Familie waren die ersten Iraner in der Stadt, inzwischen sind weitere Familien aus ihrem Heimatland dazugekommen. Und Houmayoun hat keine Zeit verloren, den Muslimen die Gute Nachricht zu bringen. \u201eIch versuche dabei, ganz vorsichtig zu sein\u201c, erkl\u00e4rt Houmayoun. \u00dcber das Internet spricht er mit iranischen Studenten und h\u00e4lt fast jeden Abend J\u00fcngerschaftskurse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er und seine Familie hoffen, eines Tages in den Iran zur\u00fcckkehren zu k\u00f6nnen. Oft denkt er an seine ehemaligen Mitgefangenen, vor allem an diejenigen, die sich bekehrt haben. \u201eEinige von ihnen sind inzwischen wieder auf freiem Fu\u00df und wir haben noch regelm\u00e4\u00dfigen Kontakt\u201c, erz\u00e4hlt Houmayoun. \u201eAndere sitzen ihre lebensl\u00e4nglichen Haftstrafen ab und wieder andere warten auf den Vollzug ihrer Todesstrafe.\u201c Ein ehemaliger Drogens\u00fcchtiger, dem Houmayoun in der \u201eH\u00f6lle\u201c von Jesus erz\u00e4hlt hatte, kommt nun mit in die kleine Hausgemeinde, die auch Houmayoun und seine Familie besuchen. Houmayoun ist \u00fcberzeugt, dass die anderen, die noch im Gef\u00e4ngnis sind, die Gute Nachricht ebenfalls weitergeben. \u201eWir haben etwas in diesem Gef\u00e4ngnis hinterlassen und diese Christen werden es weitergeben\u201c, freut sich Houmayoun. \u201eIst das nicht wunderbar?!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Inzwischen ist Houmayoun 60 Jahre alt. Wenn er auf die schwierige Zeit im Gef\u00e4ngnis zur\u00fcckblickt, dann kann er nur best\u00e4tigen, dass Gott sie tats\u00e4chlich dazu benutzt hat, ihn zu l\u00e4utern \u2013 so, wie er es in Markus 9, 43-49 versprochen hatte. \u201eDie gr\u00f6\u00dfte Ver\u00e4nderung war die, dass mein Stolz gebrochen wurde\u201c, erkl\u00e4rt er. \u201eWir Iraner sind wirklich arrogant und das Gef\u00e4ngnis hat mich dem\u00fctig gemacht. Ich w\u00fcrde nicht behaupten, dass ich jetzt ein dem\u00fctiger Mensch bin, aber ich habe mich wirklich zum Positiven ver\u00e4ndert.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er hat au\u00dferdem gelernt, dass Leid ein Segen sein kann \u2013 sowohl f\u00fcr den Einzelnen als auch f\u00fcr den Leib Christi als Ganzen. \u201eZuerst dachte ich, ich h\u00e4tte die Gef\u00e4ngnisstrafe aufgrund meiner S\u00fcnden verdient. Aber dann wurde mir klar, dass das nicht stimmen kann, weil Gott dieses Leid dazu benutzte, um sich selbst zu verherrlichen \u2013 und um mich und die Gemeinde Christi au\u00dferhalb der Gef\u00e4ngnismauern zu segnen\u201c, und er f\u00fcgt hinzu: \u201eImmer, wenn die Gemeinde Jesu in der Geschichte gelitten hat, ist sie gleichzeitig gewachsen. Ich bin mir inzwischen sicher, dass Gott sich in Zeiten des Leidens eher verherrlicht, als in Zeiten des Friedens.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Hilfsaktion M\u00e4rtyrerkirche (www.verfolgte-christen.de)<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geheimpolizei st\u00fcrmt in das Haus, in dem Pastor Houmayoun gerade ein Gebetstreffen leitete, und verhaftet ihn, seine Frau, seinen 17j\u00e4hrigen Sohn sowie vier andere Gemeindeleiter. Den Christen werden die Augen verbunden, man st\u00f6\u00dft sie in Fahrzeuge und f\u00e4hrt sie zum Verh\u00f6r in ein Gef\u00e4ngnis des Geheimdienstes. 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