{"id":16402,"date":"2019-05-07T09:48:44","date_gmt":"2019-05-07T07:48:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16402"},"modified":"2019-05-07T09:52:15","modified_gmt":"2019-05-07T07:52:15","slug":"petition-an-bundesgesundheitsminister-spahn-und-bundesrat-haende-weg-von-der-therapiefreiheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16402","title":{"rendered":"Petition an: Bundesgesundheitsminister Spahn und Bundesrat &#8211; H\u00e4nde weg von der Therapiefreiheit!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Gesundheitsminister Spahn und eine Bundesratsinitiative der L\u00e4nder Schleswig-Holstein, Hessen, Berlin, Bremen, Saarland, Brandenburg und Rheinland-Pfalz wollen sog. &#8222;Konversionstherapien&#8220; mit dem Ziel der Ver\u00e4nderung unerw\u00fcnschter homosexueller Empfindungen per Gesetz verbieten. Ein solches Gesetz w\u00e4re ein massiver Eingriff des Staates in die Therapiefreiheit und in die Entscheidungsfreiheit der Betroffenen. Verhindern Sie mit uns staatliche \u00dcbergriffe auf den gesch\u00fctzten Raum der Psychotherapie!<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Begr\u00fcndung:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Teil der homosexuell empfindenden Menschen erlebt das eigene sexuelle Empfinden als nicht stimmig, nicht zu ihnen passend, also als &#8222;ich-dyston&#8220; &#8211; auch dann, wenn das Umfeld homosexuelle Orientierungen und Beziehungsformen begr\u00fc\u00dft. Angebote, die zu einer Akzeptanz der eigenen homosexuellen Orientierung verhelfen wollen, werden von diesen Menschen als nicht hilfreich erlebt, da sie nicht ihren inneren W\u00fcnschen und Sehns\u00fcchten entsprechen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Betroffenen finden &#8211; oft erst nach intensiver Suche &#8211; Therapie- und Beratungsangebote, die den Wunsch nach einer Ver\u00e4nderung der sexuellen Orientierung aufnehmen. Solche Angebote basieren auf zwei Erfahrungen:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Sexuelle Orientierung ist nicht &#8222;starr&#8220; und ver\u00e4ndert sich manchmal im Laufe der Lebenszeit &#8211; zum Beispiel bei bereits heterosexuell liierten oder verheirateten Personen, oft Familienv\u00e4ter- oder M\u00fctter, die homosexuelle Erfahrungen suchen oder eine solche Verbindung eingehen, weil sie eine spontane Ver\u00e4nderung ihrer sexuellen Pr\u00e4ferenz wahrgenommen haben.<\/li>\n<li>Die Bearbeitung lebensgeschichtlicher Konflikte kann sexuelles Erleben und Pr\u00e4ferenzen beeinflussen &#8211; oft als unbeabsichtigter therapeutischer Nebeneffekt.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn jemand an seiner sexuellen Pr\u00e4ferenz leidet, k\u00f6nnen in der Therapie jene lebensgeschichtlichen Konflikte identifiziert und bearbeitet werden, die zu dem Leiden f\u00fchren. Das Ergebnis eines solchen Prozesses ist offen: Es kann sowohl zu einer Akzeptanz als auch zu einer Ver\u00e4nderung der sexuellen Orientierung kommen. In beiden F\u00e4llen konzentriert sich die Therapie aber nicht auf die sexuelle Orientierung, sondern auf innere Konflikte. Akzeptanz oder Ver\u00e4nderung stellen sich dabei als m\u00f6glicher &#8222;Nebeneffekt&#8220; der Konfliktbearbeitung ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Behauptungen, dass solche Therapien besonders sch\u00e4dlich seien, entbehren einer tragf\u00e4higen wissenschaftlichen Datenbasis, ebenso wie die Behauptung, die Probleme Betroffener entst\u00fcnden im Wesentlichen durch Diskriminierung und Stigmatisierung. Es handelt sich hier nicht um &#8222;Konversionstherapien&#8220; oder &#8222;Umpolungen&#8220;, sondern um auch auf anderen Gebieten \u00fcbliche und erprobte Therapieverfahren. Entsprechende Therapieangebote unterliegen den bei uns \u00fcblichen hohen ethischen und fachlichen Standards f\u00fcr Psychotherapien, einschlie\u00dflich der Verpflichtung, Langzeittherapien durch einen unabh\u00e4ngigen Gutachter \u00fcberpr\u00fcfen zu lassen. Die gesetzliche Sonderbehandlung eines Therapieanliegens ist daher nicht plausibel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das geplante Gesetz w\u00fcrde Therapeutinnen und Therapeuten de facto verbieten, Klientinnen und Klienten, die unter ihrer sexuellen Pr\u00e4ferenz leiden, eine Therapie anzubieten, wenn dabei Ver\u00e4nderung als eine M\u00f6glichkeit im Raum st\u00fcnde. Im Ergebnis w\u00fcrde den Betroffenen staatlicherseits eine Therapie nach eigenen Vorstellungen versagt. Ein solch bevormundender Eingriff in intime Entscheidungen der Betroffenen und in den Raum der Therapie w\u00fcrde dem Recht des Einzelnen auf Selbstbestimmung und den Grunds\u00e4tzen eines freiheitlichen Staatswesens widersprechen. Es stellt einen massiven staatlichen \u00dcbergriff sowohl auf die Entscheidungsfreiheit von Hilfesuchenden als auch auf die Therapiefreiheit dar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">B\u00fcndnis C &#8211; Christen f\u00fcr Deutschland fordert deshalb Bundesgesundheitsminister Spahn und den Bundesrat auf, alle Pl\u00e4ne f\u00fcr den Gesetzesentwurf fallenzulassen und bittet, diese Forderung durch Unterzeichnung der beistehenden Petition zu unterst\u00fctzen!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.citizengo.org\/de\/pc\/170406-haende-weg-von-der-therapiefreiheit\"><span style=\"font-size: 36pt;\"><strong>Hier unterzeichnen!<\/strong><\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesundheitsminister Spahn und eine Bundesratsinitiative der L\u00e4nder Schleswig-Holstein, Hessen, Berlin, Bremen, Saarland, Brandenburg und Rheinland-Pfalz wollen sog. &#8222;Konversionstherapien&#8220; mit dem Ziel der Ver\u00e4nderung unerw\u00fcnschter homosexueller Empfindungen per Gesetz verbieten. 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