{"id":16265,"date":"2019-02-25T10:44:11","date_gmt":"2019-02-25T09:44:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16265"},"modified":"2019-02-25T10:46:55","modified_gmt":"2019-02-25T09:46:55","slug":"ein-votum-nein-zum-segnungsgottesdienst-fuer-gleichgeschlechtliche-paare","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16265","title":{"rendered":"Ein Votum:  Nein zum Segnungsgottesdienst f\u00fcr gleichgeschlechtliche Paare"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Das Amtsgel\u00fcbde jedes Pfarrers und jedes Kirchengemeinderats verpflichtet dazu, Sorge daf\u00fcr zu tragen, \u201edass die Kirche in Verku\u0308ndigung, Lehre und Leben auf den Grund des Evangeliums gebaut wird\u201c, und darauf achtzuhaben, \u201edass falscher Lehre, der Unordnung und dem A\u0308rgernis in der Kirche gewehrt wird\u201c. Es gibt Anlass, die Verpflichtung dieses Gel\u00fcbdes ernst zu nehmen. Herr Landesbischof D. July hat in die Synode im November 2018 ein Gesetz zur Einf\u00fchrung eines Gottesdienstes eingebracht, in dem gleichgeschlechtliche Paare gesegnet werden sollen. Dieses Gesetzesvorhaben widerspricht Schrift und Bekenntnis und ist dazu geeignet, die Einheit der w\u00fcrttembergischen Landeskirche zu zerbrechen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Wort Jahwes, des lebendigen Gottes, sagt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eUnd Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. Und Gott segnete sie.\u201c<\/em> (1.Mose 1,27f; Luther 2017)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDu sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gr\u00e4uel.\u201c<\/em> (3. Mose 18,22)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eZugleich wird n\u00e4mlich auch der Zorn Gottes offenbar. Er bricht vom Himmel her herein \u00fcber alle Gottlosigkeit und alles Unrecht der Menschen. Denn durch dieses Unrecht unterdr\u00fccken sie die Wahrheit. &#8230; Deshalb hat Gott sie sch\u00e4ndlichen Leidenschaften ausgeliefert. Denn ihre Frauen vertauschten den nat\u00fcrlichen Geschlechtsverkehr mit dem widernat\u00fcrlichen. Ebenso gaben die M\u00e4nner den nat\u00fcrlichen Geschlechtsverkehr mit ihren Frauen auf. Daf\u00fcr entbrannten sie in wildem Verlangen zueinander. M\u00e4nner treiben es schamlos mit M\u00e4nnern. So empfangen sie am eigenen Leib den geb\u00fchrenden Lohn f\u00fcr ihre Verirrung.\u201c<\/em> (R\u00f6 1,18.26f, Basisbibel)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDas m\u00fcsstet ihr doch eigentlich wissen: Wer Unrecht tut, wird keinen Anteil an Gottes Reich erben. Macht euch nichts vor! Das betrifft Menschen, die in verbotenen sexuellen Beziehungen leben, die G\u00f6tzen dienen oder die Ehe brechen. Das betrifft auch M\u00e4nner, die sich wie Frauen verhalten oder mit M\u00e4nnern schlafen. Und das betrifft Diebe, Habgierige, S\u00e4ufer und Menschen, die andere verleumden oder berauben. Sie alle werden keinen Anteil am Reich Gottes erben.\u201c<\/em> (1.Kor 6,9f)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eAber die Hunde und Zauberer m\u00fcssen drau\u00dfen bleiben. Ebenso die Leute, die Unzucht treiben, die M\u00f6rder und die G\u00f6tzendiener. Also alle, die die L\u00fcge lieben und entsprechend handeln.\u201c<\/em> (Apc 22,15)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Silentium!<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Die Synode hat sich mit der Sachfrage bereits im Jahr 2017 befasst und entsprechende Initiativen abschl\u00e4gig beschieden. Eine erneute Befassung der Synode mit derselben Sachfrage binnen eines Jahres ist kein respektvoller Umgang mit Christen und Gemeindeleitern, die die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare gem\u00e4\u00df Schrift, Bekenntnis und 2000j\u00e4hriger christlicher Tradition und \u00fcber 3000j\u00e4hriger j\u00fcdischer Tradition ablehnen. Das eingebrachte Gottesdienstmodell bricht mit der Haltung der \u00fcberw\u00e4ltigenden Mehrheit des weltweiten Christentums, mit der \u00d6kumene und mit Teilen der j\u00fcdischen Theologie.<\/li>\n<li>Der Oberkirchenrat beruft sich auf die Feststellung des Bundesverfassungsgerichts, dass die Ehe ein allein Mann und Frau vorbehaltenes Institut ist. Wenn die Kirche anerkennt, dass der auf gleichgeschlechtliche Partnerschaft ausgeweitete Ehebegriff verfassungswidrig ist, stellt die Einf\u00fchrung eines Gottesdienstes anl\u00e4sslich von Eheschlie\u00dfungen im neuen, falschen Sinne einen Selbstwiderspruch dar.<\/li>\n<li>Die Beschreibung der Kirche als \u201eAuslegungsgemeinschaft\u201c, in der eine Vielfalt von Auslegungen m\u00f6glich sein sollen, \u00fcberblendet und verdr\u00e4ngt Luthers Verst\u00e4ndnis der Kirche als Gemeinschaft derer, die Gottes Wort h\u00f6ren, glauben, bekennen und befolgen: <em>\u201eWir gestehen ihn(en) nicht (zu), dass sie die Kirche seien, und sind\u2019s auch nicht, und wollen\u2019s auch nicht h\u00f6ren, was sie unter dem Namen der Kirchen gebieten oder verbieten; denn es wei\u00df gottlob ein Kind von 7 Jahren, was die Kirche sei, n\u00e4mlich die heiligen Gl\u00e4ubigen und \u201adie Sch\u00e4flin, die ihres Hirten Stimme h\u00f6ren\u2019.\u201c<\/em> (BSLK 3.Aufl., 459f) Eine Vielfalt von Auslegungen kann nie und nimmer die klaren Gebote und Verbote des Herrn aufheben, der das Haupt des Leibes der wahren Kirche ist.<\/li>\n<\/ol>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"4\">\n<li>Die Aussage, dass die Auslegung der einschl\u00e4gigen Bibelstellen uneinheitlich sei, verschleiert die Wahrheit, dass die biblischen Weisungen zur Sache klar verst\u00e4ndlich sind. Das EKD-Papier \u201eMit Spannungen leben\u201c stellte mit Recht fest, dass es keine einzige positive biblische Aussage zur homosexuellen Praxis gibt. Gottes Wort allein definiert, was in der Sicht des Allerh\u00f6chsten Greuel und S\u00fcnde ist. Seit Genesis 3 ist es typisch f\u00fcr die Auflehnung gegen Gott, die Klarheit und Verbindlichkeit der g\u00f6ttlichen Willenserkl\u00e4rung zu hinterfragen. F\u00fcr eine Diskussion, in der es darum geht, das, was Gott b\u00f6se nennt, gut zu nennen, empfiehlt es sich, wie Luther beim Marburger Religionsgespr\u00e4ch den oben zitierten Text auf den Tisch zu schreiben; will sagen: Kein Mensch entfernt diese Worte aus dem Kanon.<\/li>\n<\/ol>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"5\">\n<li>Das f\u00fcnffache biblische Verbot, der in der ganzen Menschheitsgeschichte bezeugten Neigung zum eigenen Geschlecht nachzugeben, wird neuerdings gerne umgangen mit der Gedankenfigur, eine gleichgeschlechtliche Ehe sei gerechtfertigt durch die Merkmale Verbindlichkeit, Treue und Verantwortung. Dabei wird \u00fcbersehen, dass sich coram deo nichts rechtfertigen l\u00e4sst von den Intentionen und Verhaltensweisen des Menschen her, der im tiefsten Grunde ein beziehungszerst\u00f6render S\u00fcnder ist. Die Nachahmung des gottgestifteten Instituts Ehe durch ein menschlich konstruiertes Institut Homo-Ehe rechtfertigt die S\u00fcnde nicht, sondern macht sie hoff\u00e4hig und vermehrt sie.<\/li>\n<\/ol>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"6\">\n<li>Die Gesetzesinitiative postuliert, dass der neue Gottesdienst eingef\u00fchrt werden k\u00f6nne bei gleichzeitiger Respektierung von unterschiedlichen Glaubens\u00fcberzeugungen und unter Wahrung der Einheit der Kirche. Dieses Postulat offenbart unfreiwillig, dass hinter dem neuen Gottesdienst tats\u00e4chlich ein neuer Glaube steckt, der der bisherigen \u00dcberzeugung der Kirche aller Zeiten widerspricht. Weil aber die Kircheneinheit biblisch-reformatorisch mit dem gemeinsamen Glauben, Lehren und auch liturgischen Bekennen steht und f\u00e4llt, zerbricht die Initiative die Einheit der Kirche.<\/li>\n<\/ol>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"7\">\n<li>Die Konzeption, dass die Kirchenleitung f\u00fcr einzelne Gemeinden neue Gottesdienst-ordnungen beschlie\u00dft, bedeutet, dass der Zerbruch der Einheit sichtbar und erfahrbar wird von Ort zu Ort. In der einzelnen Gemeinde kann die Wahrheit der Schrift durch eine 75-Prozent-Mehrheit niedergestimmt werden. Das Neue Testament kennt weder Abstimmungen, die per Mehrheitsentscheid das Apostolische und Wahre offenbaren, noch autorit\u00e4re Entscheidungen einer Leitungsinstanz, die von Ort zu Ort Unterschiedliches und Neues kreieren. Vielmehr zeigen die authentischen Dokumente ein Ringen der Apostel um die Durchsetzung der von Jesus anvertrauten Botschaft und Weisung f\u00fcr Glauben und Leben, die einm\u00fctig angenommen wird, wo wahre Kirche ist.<\/li>\n<\/ol>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"8\">\n<li>Die 75-Prozent-Zustimmung vor Ort m\u00fcsse von der \u00dcberzeugung getragen sein, dass der Gottesdienst dem in der Heiligen Schrift gegebenen und von den Bekenntnissen der Reformation bezeugten Evangelium nicht widerspricht, hei\u00dft es im Gesetzestext.Zu dem Evangelium, wie es der Apostel Paulus im R\u00f6merbrief lehrt, geh\u00f6rt nicht nur die in Kapitel 3 verk\u00fcndigte Gnade, sondern auch der in Kapitel 1 und 2 verk\u00fcndigte Zorn und die Ank\u00fcndigung des Tages, <em>\u201ean dem Gott das Verborgene der Menschen durch Christus Jesus richten wird, wie es mein Evangelium bezeugt\u201c<\/em> (R\u00f6 2,16). Was dem Gericht verf\u00e4llt, ist nach R\u00f6 1,18-32 die Verkennung Gottes und die daraus folgende Verirrung in S\u00fcnde, f\u00fcr die die an erster Stelle aufgef\u00fchrte gleichgeschlechtliche Verirrung offenbar Modellcharakter hat. Das Evangelium, Angebot und Zuspruch der Vergebung der Verfehlung, wird so lange verkannt und verworfen, wie die S\u00fcnde geleugnet wird. Dass das Evangelium von Christus und seiner Gemeinde untrennbar mit dem Ehebund zwischen Mann und Frau verbunden ist und nicht etwa mit seiner Pseudo-Nachahmung, bezeugt Luther durch sein Segensgebet im Traub\u00fcchlein (BSLK 3. Aufl., 534): <em>\u201eHERRE Gott, der du Mann und Weib geschaffen und zum Ehestand verordnet hast, dazu mit Fruchte des Leibes gesegnet und das Sakrament Deines lieben Sohns Jesu Christi und der Kirchen, seiner Braut, darin bezeichnet, wir bitten Deine grundlose G\u00fcte, Du wollest solch Dein Gesch\u00f6pf, Ordnung und Segen nicht lassen verrucken noch verderben, sondern gn\u00e4diglich in uns bewahren durch Jesum Christum, unsern HERRN, AMEN.\u201c<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"9\">\n<li>W\u00e4hrend der eingebrachte Gesetzestext eigenartigerweise keine Segnung erw\u00e4hnt, macht der Oberkirchenrat bei seiner Einbringung deutlich, dass es um die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren geht, die um diese Segnung bitten. Wenn Paaren dieser erbetene Segen zugesprochen wird, ergibt die wirklichkeitsferne, f\u00fcr die Gemeinde nicht wahrnehmbare Differenzierung, nur die Personen, nicht der Ehebund werde gesegnet, keinen Sinn. F\u00fcr die Einzelsegnung von Personen bed\u00fcrfte es keiner neuen Gottesdienstform. So oder so kann eine Kirche, die dem Herrn der Ekklesia gehorcht, nicht dort den Segen und das Wohlgefallen Gottes zusprechen, wo ganz offenkundig S\u00fcnde gelebt und gerechtfertigt wird. Der Segen in Christus wird nur dort angemessen empfangen, wo S\u00fcnde erkannt, bekannt, bereut und gemieden wird; siehe Act 3,26: <em>\u201eF\u00fcr euch zuerst hat Gott seinen Knecht Jesus erweckt und hat ihn zu euch gesandt, euch zu segnen, dass ein jeder sich bekehre von seiner Bosheit.\u201c <\/em>\u00dcbrigens ist ein Segnungsgottesdienst f\u00fcr frisch Verheiratete nach evangelischem Verst\u00e4ndnis im wesentlichen nichts anderes als eine Trauung. Eine alternative Benennung kaschiert nur, wo eine \u00f6ffentlich handelnde Kirche nichts kaschieren sollte.<\/li>\n<\/ol>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"10\">\n<li>Ein \u00c4rgernis in der Gemeinde, so hei\u00dft es, verbiete die gottesdienstliche Feier zur Einsegnung von zwei M\u00e4nnern oder zwei Frauen. Diese Regelung wirft die Frage auf, wie sich dieses \u00c4rgernis feststellen l\u00e4sst. Fragt man einen Kirchengemeinderat danach, der seine Gemeinde zur \u201eRegenbogengemeinde\u201c erkl\u00e4rt hat, wird er sicher nichts Anst\u00f6\u00dfiges daran finden. Fragt man die Christen vor Ort, die dieser Entscheidung des Kirchengemeinderats nicht zustimmen, d\u00fcrfte sich vermutlich in fast jeder w\u00fcrttembergischen Kirchengemeinde der berechtigte Einspruch finden, dass Gott das Sch\u00f6pfungswidrige nicht segnet. Weil zudem die einzelne Ortsgemeinde nicht isoliert betrachtet werden darf, sondern Teil des landesweiten und weltweiten Leibes Christi ist, in dem Ansto\u00df und \u00c4rgernis zu vermeiden ist (R\u00f6 14,13), verbietet sich die besagte Feier \u00fcberall von selbst.<\/li>\n<li>Professor Dr. Heinrich de Wall, Erlangen, stellte beim Studientag der Synode am 24. Juni 2017 in Bad Boll fest: <em>\u201eBefu\u0308rworter und Gegner haben ein grundlegend unterschiedliches Versta\u0308ndnis der Normativita\u0308t der biblischen Aussagen zur Ehe. Damit ist in der Tat die Einfu\u0308hrung von Trauungen homosexueller Partnerschaften eine Bekenntnisfrage, genauer: Sie beinhaltet eine A\u0308nderung des bisherigen Versta\u0308ndnisses von Schrift und Bekenntnis und bedarf daher des Konsenses.\u201c<\/em> Das jetzt eingebrachte Gesetz stellt ausdr\u00fccklich fest, dass es den magnus consensus im Blick auf die biblischen Aussagen nicht gibt. Folglich hebelt es rechtswidrig den Bekenntnisstand der w\u00fcrttembergischen Kirche aus.<\/li>\n<\/ol>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"12\">\n<li>Der Oberkirchenrat verweist bei seiner Einf\u00fchrung darauf, dass au\u00dfer der w\u00fcrttembergischen Kirche nur noch die Kirche von Schaumburg-Lippe keinen derartigen Segnungsgottesdienst kennt. Gleichgeschlechtlich lebende Gemeindeglieder f\u00fchlten sich ausgegrenzt und gesellschaftliche Gespr\u00e4chspartner irritiert. Diese Aussagen legen offen, woher die Motivation stammt, ein Novum und ein Skandalon zu installieren, das in 2000 Jahren Kirchengeschichte seinesgleichen sucht. Die Kirche passt sich an eine westliche Gesellschaft an, die in den letzten Jahrzehnten von Vertretern einer Gleichheitsideologie systematisch in Richtung einer Umwertung der Werte, sprich: einer nie dagewesenen Akzeptanz der Homosexualit\u00e4t diskursiv, politisch und medienstrategisch gef\u00fchrt und gezwungen worden ist. Die Kirche wird umgeformt im Sinne einer Zivilreligion, die den Vorstellungen der gesellschaftlichen Meinungsmacher entspricht. Der diskriminierenden Anklage von \u201eAusgrenzung\u201c, \u201eDiskriminierung\u201c und \u201eHomophobie\u201c entgeht man durch den kirchlichen Beitritt zu einem System der Akzeptanz. So entkommt man den Mechanismen der \u00c4chtung durch den Mainstream, der jede Abweichung vom politisch Korrekten gnadenlos ahndet.<\/li>\n<\/ol>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"13\">\n<li>Die Alternative zu dieser Strategie ist die Seelsorge von Jesus, dem Sohn des lebendigen Gottes, der tats\u00e4chlich jedem Menschen die ber\u00fchrende Annahme und die liebende Zuwendung Gottes vermittelt; aber so, dass der Oberz\u00f6llner auf der Stelle seine Mafia-Machenschaften aufgibt, die Ehebrecherin das Fremdgehen und die Prostituierte ihr Arbeitsfeld. Jesus wehrt dem Hintergehen und Aufl\u00f6sen der Sch\u00f6pfungsordnung f\u00fcr Mann und Frau (Mt 19,4-6) und weist so den Weg zu Gl\u00fcck und Segen. Dieses Gl\u00fcck bezeugen viele Menschen, die zumindest auf Abschnitten ihres Lebensweges gleichgeschlechtlich unterwegs waren und dann dem Evangelium \u2013 Jesus Christus selbst \u2013 begegnet sind. Wer ihr Zeugnis wahrnimmt und ernst nimmt, wird der Seelsorge im Sinne des Herrn keinen Gottesdienst zur Segnung des Abweges an die Seite stellen, sondern vielmehr Beratung und Seelsorge in der Spur von Jesus f\u00f6rdern, die die annehmende, vergebende und erziehende Gnade Gottes erfahrbar macht.<\/li>\n<\/ol>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"14\">\n<li>Die Synode, die erneut vor eine Wahl gestellt wird durch einen Vorschlag, der theologisch, kirchenrechtlich und seelsorgerlich abwegig ist, m\u00f6ge dessen eingedenk sein, dass der Kampf der Reformation ganz wesentlich auch ein Kampf gegen den falschen Gottesdienst war, <em>\u201elauter Menschenfundlin, von Gott nicht geboten\u201c<\/em>, <em>\u201eein f\u00e4hrlich Ding, ohn Gottes Wort und Willen erticht und erfunden\u201c<\/em> (BSLK 3. Aufl., 416f). Die Kirchenspaltung entstand durch den falschen Gottesdienst aufgrund einer falschen Theologie mit einem falschen Gottesbild.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es k\u00f6nnte sein, dass es heute um nicht weniger geht als um den Anfang vom Ende der <em>einen<\/em> evangelischen Landeskirche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pfr. Dr. Tobias Ei\u00dfler, Ostfildern-Ruit, Januar 2019<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Amtsgel\u00fcbde jedes Pfarrers und jedes Kirchengemeinderats verpflichtet dazu, Sorge daf\u00fcr zu tragen, \u201edass die Kirche in Verku\u0308ndigung, Lehre und Leben auf den Grund des Evangeliums gebaut wird\u201c, und darauf achtzuhaben, \u201edass falscher Lehre, der Unordnung und dem A\u0308rgernis in der Kirche gewehrt wird\u201c. Es gibt Anlass, die Verpflichtung dieses Gel\u00fcbdes ernst zu nehmen. Herr [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":24,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10,13,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16265"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/24"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16265"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16265\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16267,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16265\/revisions\/16267"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16265"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16265"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16265"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}