{"id":16177,"date":"2019-01-17T12:31:12","date_gmt":"2019-01-17T11:31:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16177"},"modified":"2019-01-17T16:18:19","modified_gmt":"2019-01-17T15:18:19","slug":"wie-muessen-wir-das-thema-homosexualitaet-biblisch-einordnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16177","title":{"rendered":"Wie m\u00fcssen wir das Thema Homosexualit\u00e4t biblisch einordnen?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Diskussion um die Homosexualit\u00e4t ist in den letzten Jahrzehnten immer intensiver, emotionaler und auch einseitig offensiver geworden. Die Medien strapazieren das Thema bis in den Unterhaltungsbereich hinein, um die Bev\u00f6lkerung zu wohlwollender Akzeptanz zu erziehen. Politiker wollen an dem Thema ihre Liberalit\u00e4t und Modernit\u00e4t beweisen, die Lobby-Gruppen der Homo-Aktivisten und Gender-Ideologen haben ein \u00f6ffentliches Aktionsfeld.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geht um die Frage, wie Homosexualit\u00e4t einzuordnen ist. Dass die Betroffenen von der Frage emotional stark ber\u00fchrt sind, versteht sich von selbst. Schwer verst\u00e4ndlich erscheint es aber, dass auch mit vielen nicht direkt Betroffenen das Thema kaum noch n\u00fcchtern und sachlich er\u00f6rtert werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon die erste Frage, die man eigentlich mathematisch &#8211; statistisch leicht beantworten kann, n\u00e4mlich ob Homosexualit\u00e4t normal ist oder nicht, l\u00e4sst Emotionen hochfahren. Wenn aber nur ca. 4 % der Bev\u00f6lkerung homosexuell sind, dann ist diese Veranlagung eben keine Normalit\u00e4t. Damit wird ja nicht die Existenz von Homosexualit\u00e4t bestritten. Aber es schlie\u00dft sich die Frage an, wie kommt Homosexualit\u00e4t zustande? Darauf hat die Humanwissenschaft noch keine eindeutige Antwort gefunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Zustandekommen von Homosexualit\u00e4t wurden und werden folgende alternativen Antworten gegeben:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. Es handele sich um eine angeborene unver\u00e4nderbare, aber nicht krankhafte Veranlagung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein evaluierbarer naturwissenschaftlicher Beweis f\u00fcr diese Theorie konnte bisher allerdings nicht erbracht werden, eine genetische Ursache wurde nicht gefunden. Dennoch ist es \u00dcberzeugung des gegenw\u00e4rtigen gesellschaftspolitischen und medizinischen Mainstreams.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Es handele sich um eine in der fr\u00fchen Kindheit und Pubert\u00e4t erlangte und erworbene fehlgeleitete Gef\u00fchlspr\u00e4gung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass es in der Pubert\u00e4t eine individuell mehr oder weniger ausgepr\u00e4gte geschlechtliche Orientierungsphase gibt, erscheint gesichert. Aber welche konkreten Erfahrungen und Einfl\u00fcsse dann zu einer manifestierten Homosexualit\u00e4t f\u00fchren, konnte bisher nicht evaluierbar nachgewiesen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3. Es handele sich um eine Kombination von 1. und 2., dass n\u00e4mlich eine angeborene sexuelle Labilit\u00e4t und Vorpr\u00e4gung durch hinzukommende fr\u00fchkindliche und pubert\u00e4re Lebenseinfl\u00fcsse zu einer homosexuellen Orientierung f\u00fchre k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4. Es handele sich allein um eine freie Lebensentscheidung zum erh\u00f6hten sexuellen Lustgewinn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dieser These wird Homosexualit\u00e4t als moralisch \u00e4u\u00dferst verwerflich eingestuft. Diese Einstufung war Ursache daf\u00fcr, dass in der Vergangenheit Homosexualit\u00e4t fast weltweit staatlich verboten und strafrechtlich als Kriminaldelikt verfolgt wurde, in Deutschland bis 1969, in der islamischen Welt und in einigen afrikanischen L\u00e4ndern bis heute. Mit staatlicher<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Strafe und mit brachialen \u201eUmerziehungsma\u00dfnahmen\u201c wurde versucht, Homosexuelle von ihrer Neigung abzubringen. Um staatlicher Strafe und sozialer Diskriminierung zu entgehen, hielten Homosexuelle ihre Neigung geheim, mitunter gingen sie zum Schein eine b\u00fcrgerliche Ehe ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es bleibt wiederholt festzustellen, dass keine der Thesen letztendlich humanwissenschaftlich bewiesen ist, man also hinsichtlich der Ursache der Homosexualit\u00e4t weitgehend \u201eim Dunkeln tappt\u201c. Die derzeitige Diskussion wird vor allem auf dem Feld der Vermutungen und Hypothesen, der Gesellschaftspolitik, des Zeitgeistes und der Weltanschauungen gef\u00fchrt. In diesem Zusammenhang sind dann auch Kirchen und Theologie gefordert (dazu im sp\u00e4teren Abschnitt).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stand der Diskussion<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die These, wonach Homosexualit\u00e4t allein eine freie selbstbestimmte Lebensentscheidung zum erh\u00f6hten sexuellen Lustgewinn sei, wird so heute nicht mehr vertreten. Dem entsprechend wurden die negativen staatlichen und gesellschaftlichen Reaktionen aufgegeben. Staatlich und gesellschaftlich wird Homosexualit\u00e4t heute als Fakt wahrgenommen, \u00fcber den neutral bis positiv befunden wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch dem gesellschaftspolitischen Mainstream und der homosexuellen Lobby reicht das nicht aus. Man besteht auf einer Verabsolutierung der These, dass es sich bei Homosexualit\u00e4t ausschlie\u00dflich um eine angeborene unver\u00e4nderbare, aber nicht krankhafte Veranlagung handele, obwohl daf\u00fcr ein eindeutiger wissenschaftlicher Beweis aussteht. Die andere Annahme, dass Homosexualit\u00e4t ganz oder zum Teil durch Einfl\u00fcsse und Erfahrungen aus der Kindheit und Pubert\u00e4t auch erworben werde oder problematisch psychisch bedingt sei, wird vehement abgelehnt. Denn ein derartiges Zugest\u00e4ndnis w\u00fcrde die M\u00f6glichkeit beinhalten, dass man Homosexualit\u00e4t im gewissen Umfang therapeutisch und psychologisch aufarbeiten und den Betroffenen unter Umst\u00e4nden zur Heterosexualit\u00e4t leiten k\u00f6nne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Tatsache erscheint aber, dass Homosexuelle unter psychischer Spannung, Belastung, Selbstzweifel und Leidensdruck stehen. Daraus resultiert, dass sie immer wieder nach unkritischer und positiver Best\u00e4tigung ihrer Person und ihrer sexuellen Orientierung streben. Das bleibende Verlangen nach pers\u00f6nlicher Best\u00e4tigung scheint u.a. ein Grund daf\u00fcr zu sein, dass Homosexuelle in den \u00f6ffentlich wirkenden Bereichen von Kunst, Film, Fernsehen, Journalismus und Politik \u00fcberrepr\u00e4sentiert anzutreffen sind. Das alles spricht daf\u00fcr, dass Homosexualit\u00e4t doch eine psychische Wurzel haben k\u00f6nnte oder zumindest mit psychischen Problemen eng einhergeht. Die Frage ist nun, wie damit umzugehen ist und ob und welche Hilfe m\u00f6glich ist und angeboten werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einige wenige private Initiativen bieten hilfesuchenden Homosexuellen psychologische und therapeutische Begleitung an, die sie aus ihrer Neigung herausf\u00fchren soll. In den USA sind es Gruppen der Ex-Gay-Bewegung, in Deutschland die christlichen Organisationen \u201eWuestenstrom\u201c und das \u201eDeutsche Institut f\u00fcr Jugend und Gesellschaft\u201c der \u201eOffensive Junger Christen\u201c. Deren Berichten zufolge gibt es durchaus bemerkenswerte Erfolge ihrer Arbeit und Hilfe. Ein Beispiel, dass ein Homosexueller zur Heterosexualit\u00e4t gefunden hat, ist der ev. Theologe und Philologe Roland Werner, von 2011- 2015 Generalsekret\u00e4r des CVJM. Womit aber nicht behauptet wird, dass das ein genereller erfolgversprechender Weg f\u00fcr alle Betroffenen sein k\u00f6nnte. Die Initiativen werden jedoch von vornherein vom gesellschaftlichen Mainstream und besonders von der homosexuellen und Gender &#8211; Lobby auf&#8217;s \u00c4u\u00dferste bek\u00e4mpft. In halbstaatlichen nationalen und internationalen Verlautbarungen werden die Angebote und Initiativen pauschal als unwissenschaftlich, inhuman, ja als gef\u00e4hrlich und damit indiskutabel, diskreditiert. Das Europ\u00e4ische Parlament forderte im M\u00e4rz 2018 mit einer partei\u00fcbergreifenden Entschlie\u00dfung die EU-Mitgliedstaaten auf, \u201eTherapien zur \u201eHeilung\u201c von Homosexualit\u00e4t\u201c gesetzlich zu verbieten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der gesellschaftliche Mainstream und die Lobby-Gruppen fordern stattdessen, dass Homosexualit\u00e4t auf allen Ebenen in Staat, \u00d6ffentlichkeit, Beruf und Privatleben immer wieder als v\u00f6llig in Ordnung und als eine normale Variante der Sexualit\u00e4t best\u00e4tigt wird. Dem Anliegen der positiven Best\u00e4tigung wird in den westlichen Gesellschaften in vollem Umfang entsprochen gem\u00e4\u00df den Resolutionen der UNO, der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der EU-Antidiskriminierungs-Richtlinie und der europ\u00e4ischen und deutschen Politik wie in den Ver\u00f6ffentlichungen der deutschen Gesundheitsministerien. Die positive Best\u00e4tigung der Homosexualit\u00e4t fand ihre Fortsetzung in der in Deutschland ab 1.10. 2017 eingef\u00fchrten Ehe f\u00fcr Gleichgeschlechtliche (\u201eEhe f\u00fcr Alle\u201c) verbunden auch mit der Folge des vollen Adoptionsrechts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wehe dem, der an all dem Zweifel oder kritische Anfragen \u00e4u\u00dfert! Der wird pers\u00f6nlich als reaktion\u00e4r, inhuman und homophob verunglimpft und gesellschaftlich, ggf. auch beruflich und politisch, ausgegrenzt. Es sei erinnert an den italienischen Politiker Prof. Rocco Buttiglione, der 2004 als EU-Kommissar vorgeschlagen war und dessen Kandidatur allein aufgrund seiner pers\u00f6nlichen r\u00f6m.-kath. gepr\u00e4gten Einstellung zur Homosexualit\u00e4t zur\u00fcckgewiesen wurde. Auch seine Versicherung, dass er selbstverst\u00e4ndlich gegen eine Diskriminierung von Homosexuellen sei und niemand verletzen und beleidigen wolle, half ihm nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kirchliche Stellungnahmen zur Homosexualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus kirchengeschichtlicher Erfahrung sollte die Kirche in Fragen der Naturwissenschaften Zur\u00fcckhaltung wahren, von einseitiger Parteinahme Abstand nehmen und sich auf die biblische Sicht und Wertung des Glaubens beschr\u00e4nken. Was heute noch Stand der Wissenschaft ist, kann morgen schon widerlegt und falsch sein. Dennoch haben die Kirchen der EKD sich hinsichtlich der Homosexualit\u00e4t pauschal der These des gesellschaftspolitischen Mainstreams angeschlossen. Auch eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft im Pfarrdienst und im Pfarrhaus wird akzeptiert, weil es doch nach neuer theologischer Erkenntnis gar keine S\u00fcnde sei. Entsprechend hat man auch die staatlich eingef\u00fchrte <a href=\"https:\/\/www.biblisch-lutherisch.de\/welt-kirche\/ehe-f\u00fcr-alle\/\">gleichgeschlechtliche Ehe<\/a> (\u201eEhe f\u00fcr Alle\u201c) mit Adoptionsrecht begr\u00fc\u00dft und nimmt in Folge auch kirchliche Segnungen und Trauungen von Gleichgeschlechtlichen vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das alles erstaunt, ja, entsetzt, denn Homosexualit\u00e4t wird im Alten und im Neuen Testament unmissverst\u00e4ndlich als S\u00fcnde bezeichnet und Homosexuelle werden zur Bu\u00dfe, zur Umkehr, gerufen. Und in den Verfassungen der EKD-Kirchen wird doch versichert, dass man sich der Bibel verpflichtet wei\u00df. Doch der derzeitige Leitende Bischof der \u201eVereinigten Evangelisch-lutherischen Kirche\u201c (VELKD) und hannoversche Landesbischof Ralf Meister f\u00fchrt in seinem Bischofsbericht vom 26. November 2013 aus: \u201edie zweifellos eindeutig negative Wertung von homosexuellen Praktiken in den biblischen Schriften kann keine Norm f\u00fcr unsere Beurteilung von Homosexualit\u00e4t abgeben. Daher m\u00fcsse das negative Urteil der Bibel \u00fcber Homosexualit\u00e4t nicht heutiges theologisches Urteil sein.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur kleinere, meist evangelikal orientierte innerkirchliche Gruppen und Einzelpersonen bekennen sich noch zu den biblischen Aussagen \u00fcber Homosexualit\u00e4t und distanzieren sich vom Kurs ihrer Amtskirche. Im evangelikalen Bereich der Freikirchen und freien Gemeinden ist der gesellschaftliche Mainstream noch nicht so ma\u00dfgeblich durchgeschlagen. Auch die R\u00f6m.-kath. Kirche ist zur\u00fcckhaltend und sieht in Homosexualit\u00e4t noch eine S\u00fcnde und lehnt gleichgeschlechtliche Ehen ab. Doch sie selbst hat es innerkirchlich mit einem \u00fcberproportionalen Anteil an zumindest homosexuell empfindenden Priestern zu tun.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gottes Wort zur Homosexualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Alten Testament wird Homosexualit\u00e4t als eine todesw\u00fcrdige S\u00fcnde bezeichnet, die f\u00fcr Gott ein Gr\u00e4uel ist (3. Mose 18, 22; 3. Mose 20, 13). \u201eGr\u00e4uel\u201c bezeichnet eine besonders gegen Gott gerichtete, von ihm besonders verabscheute S\u00fcnde, wie den G\u00f6tzendienst. Deshalb \u00e4ndert das gegenseitige Einvernehmen und die oft angef\u00fchrte gegenseitige Liebe der Homosexuellen nichts an dem Vergehen gegen Gott. Nun kann man allgemein die Gebote und Gesetze des Alten Testaments als geschichtlich und auch heilsgeschichtlich zurecht relativieren. Das ist aber nicht m\u00f6glich, wenn sie im Neuen Testament best\u00e4tigt und wiederholt werden. Der Apostel Paulus best\u00e4tigt und wiederholt, dass Homosexualit\u00e4t S\u00fcnde vor Gott ist, die den Menschen von Gott trennt und in die Verdammnis f\u00fchrt (R\u00f6m. 1, 26.27; 1.Tim. 1, 9.10; 1.Kor. 6, 9-11). Dann schreibt er aber, dass auch aus der Gemeinde einige homosexuell waren, sie sich aber Christus zugewandt haben und ihnen vergeben wurde. Durch Christus ist ihnen die S\u00fcnde abgewaschen und so sind sie gerecht geworden vor Gott.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeder Mensch, der in irgendeiner Art und Weise ges\u00fcndigt hat und s\u00fcndigt, wird von Gottes Wort zur Bu\u00dfe, zur Umkehr, zum Ablassen von der S\u00fcnde und zur Bitte um die Vergebung im Namen Jesu Christi gerufen. Das ist der f\u00fcr jeden Menschen gewiesene Weg Jesu Christi, der allein zur Vergebung und ins ewige Leben f\u00fchrt; es ist ein schmaler Weg (Joh. 14, 6; Mt. 7, 14). Dieser Weg steht ganz im Gegensatz zur gegenw\u00e4rtigen gesellschaftlichen Best\u00e4tigung und zum Guthei\u00dfen einer homosexuellen Praxis und Lebensf\u00fchrung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Richtigkeit oder Irrt\u00fcmlichkeit der verschiedenen humanwissenschaftlichen Thesen \u00fcber die Ursachen und die s\u00e4kulare wohlwollende Wertung der Homosexualit\u00e4t lasse die Kirche getrost dahin- gestellt. Die Spannung gilt es zur Rettung und zum Heile der Menschen auszuhalten, so wie es schon die urchristlichen Gemeinden in ihrer feindlich gesonnenen r\u00f6mischen Welt ausgehalten haben. Christliches Leben beinhaltet wesensm\u00e4\u00dfig immer ein <a href=\"https:\/\/www.biblisch-lutherisch.de\/welt-kirche\/christen-leben-ein-gegenmodell\/\">Gegenmodell<\/a> zur Lebensweise einer umgebenden s\u00e4kularen, ideologischen oder andersreligi\u00f6sen Gesellschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mitunter wird ins Feld gef\u00fchrt, dass homosexuell veranlagte Menschen doch schlie\u00dflich von Gott so geschaffen worden seien, also k\u00f6nne doch Homosexualit\u00e4t keine S\u00fcnde sein. Es w\u00e4re eben nur eine besondere Sch\u00f6pfungsvariante. Nein, Gott hat den Menschen sexuell bipolar als Mann und Frau mit einem freien Willen und ohne jede S\u00fcnde und ohne jeden k\u00f6rperlichen oder seelischen Fehler geschaffen. \u201eGott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut\u201c (1. Mose 1, 27.28.31). Da ist kein Ansatz einer sexuellen Sch\u00f6pfungsvariante erkennbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem aber die Menschen selbst wie Gott sein wollten und gegen seinen guten v\u00e4terlichen Willen handeln und leben wollten (1. Mose 3, 5-6), da brach der Widerspruch, das B\u00f6se und Schlechte, die Ur-S\u00fcnde unausrottbar in ihr Herz. Dieser Hang, diese Neigung, gegen Gottes guten Willen aufzubegehren und egoistisch nach eigenem Willen und Konzept zu leben, wird jedem Menschen vererbt (deshalb \u201eErbs\u00fcnde\u201c). Bei der menschlichen Weitergabe des Lebens mengt sich nun immer wieder auch die Erbs\u00fcnde als \u201eFehlbildung, S\u00fcnde und Todeskeim\u201c mit ein. Deshalb gibt es angeborene k\u00f6rperliche Missbildungen und seelische Defekte, angeborene Krankheiten, angeborene Suchtanf\u00e4lligkeit, labile oder andersartige sexuelle Orientierung, besonders ausgepr\u00e4gte Neigungen zu J\u00e4hzorn, Gewaltt\u00e4tigkeit, Geiz, Gier &#8230; Von keiner dieser angeborenen erbs\u00fcndlichen Eigenschaften wird man als von einer gottgewollten guten Sch\u00f6pfungsvariante sprechen k\u00f6nnen. Es w\u00e4re blasphemisch zu sagen, dass ein mit einer k\u00f6rperlichen Fehlbildung geborener Mensch nur eine Sch\u00f6pfungsvariante sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nein, Gottes gute Sch\u00f6pfung ist der Mensch in seinem Wesen und seinen Eigenschaften, mit der er am Anfang geschaffen war, im Paradies vor dem S\u00fcndenfall. Das ist Ma\u00dfstab und Ziel f\u00fcr gottgewolltes Menschsein und gottgewolltes Leben des Menschen. Als die Pharis\u00e4er Jesus nach der Erlaubnis zur Ehescheidung fragten, weist er sie darauf hin (Mt. 19, 8): \u201evon Anfang an ist&#8217;s nicht so gewesen\u201c, also, es soll bei euch wieder so sein, wie es am Anfang war. Von daher erkl\u00e4ren sich die Ehe von Mann und Frau, die Monogamie, die Treue und der Verzicht auf Scheidung. Die alttestamentliche Mehrehe und Scheidung waren also nicht Gottes eigentlicher Wille, sondern Konzession an den s\u00fcndigen Menschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zusammenfassend ist festzustellen: Im Gegensatz zur Humanwissenschaft ist theologisch die Ursache der Homosexualit\u00e4t klar. Die S\u00fcnde der Homosexualit\u00e4t erw\u00e4chst, wie jede andere S\u00fcnde, aus der jedem Menschen angeborenen Erbs\u00fcnde. Und jede S\u00fcnde bedarf der Vergebung Jesu Christi, damit der Mensch nicht dem ewigen Leben verloren geht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich kann man weiter grunds\u00e4tzlich fragen, warum hat Gott denn diesen verderblichen Einfluss der Erbs\u00fcnde zugelassen? Weshalb hat Gott \u00fcberhaupt die erste S\u00fcnde des Ungehorsams zugelassen? Weil Gott dem Menschen die Freiheit gelassen hat, sich auch gegen ihn zu entscheiden. Gott wollte und will, dass die Menschen sich freiwillig aus Liebe zu ihm wenden und bei ihm bleiben. Liebe soll und kann nicht erzwungen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch warum l\u00e4sst Gott Naturkatastrophen, Kriege, Verbrechen, Krankheiten und Tod zu? Im Einzelnen werden wir es nicht ergr\u00fcnden k\u00f6nnen, da handelt der unergr\u00fcndliche verborgene Gott, wie er spricht (Jes. 55, 8): \u201eMeine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, sondern so viel der Himmel h\u00f6her ist als die Erde, so sind auch meine Wege h\u00f6her als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber allgemein ist festzustellen, all das B\u00f6se geschieht, weil der Mensch wegen seines Wie-Gott-sein-wollens aus dem Paradies vertrieben wurde und er nun nicht mehr in der sch\u00fctzenden und v\u00e4terlichen N\u00e4he und Gemeinschaft mit Gott lebt. Wenn der Mensch aber Bu\u00dfe tut, umkehrt, sich von Jesus Christus retten l\u00e4sst, dann erf\u00e4hrt er seine Gemeinschaft und wird ins ewige Leben auferstehen. Und er darf in der Gewissheit leben, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen\u201c (R\u00f6m. 8, 28).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Vom christlichen Umgang mit Homosexuellen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ma\u00dfgeblicher Ausgangspunkt f\u00fcr die kirchliche Verk\u00fcndigung und ihr seelsorgliches Handeln in Fragen der Homosexualit\u00e4t muss die biblische Feststellung bleiben, dass es sich um S\u00fcnde handelt. Das darf aber nicht in moralisch \u00fcberheblicher Weise gesagt werden. Homosexualit\u00e4t steht nicht allein und auch nicht zuerst als <em>die<\/em> S\u00fcnde im Raum. Sie wird im Neuen Testament im Rahmen einer Aufz\u00e4hlung mit anderen S\u00fcnden genannt. Die Aussagen zur S\u00fcnde der Homosexualit\u00e4t d\u00fcrfen also nicht zu isoliert betrachtet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man zu einem Homosexuellen von dessen S\u00fcnde spricht, dann soll man das im Bewusstsein tun und vielleicht auch zum Ausdruck bringen, dass man selbst auch ein S\u00fcnder ist, der Gottes Vergebung bedarf, nur eben auf einem anderen Gebiet. Dass man also von Grund auf genauso als S\u00fcnder vor Gott steht und der Vergebung bedarf, wie der Homosexuelle. Vielleicht sogar auch auf dem sexuellen Gebiet, \u201enur\u201c aber eben als Heterosexueller. Auch auf heterosexuellem Gebiet gibt es viele S\u00fcnden, nur stechen die nicht so ins Auge und werden meist als normale Allt\u00e4glichkeit und Kleinigkeit betrachtet, ja, s\u00fcffisant bel\u00e4chelt. Aber Jesus sieht das anders und sagt (Mt. 5, 28): \u201eWer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.\u201c Das macht Jesus auch den Pharis\u00e4ern und Schriftgelehrten deutlich, die mit moralischer Emp\u00f6rung und Selbstgerechtigkeit eine Ehebrecherin steinigen wollten. Jesus sagt ihnen (Joh. 8, 7): \u201eWer von euch ohne S\u00fcnde ist, der werfe den ersten Stein.\u201c &#8211; Wer von euch noch niemals eine Frau begehrlich angesehen hat und damit noch nie im Herzen die Ehe gebrochen hat. Und wer auch noch nie eine andere S\u00fcnde begangen hat, nur der h\u00e4tte ein moralisches Recht \u00fcber die Frau zu richten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Homosexualit\u00e4t als S\u00fcnde muss genauso umgegangen werden, wie mit allen anderen S\u00fcnden. Der Mensch soll mit dem S\u00fcndigen einhalten, seine S\u00fcnde bekennen und bereuen und Jesus Christus, der f\u00fcr unsere S\u00fcnden stellvertretend am Kreuz gestorben ist, um Vergebung bitten. Und auch um Kraft und Willen bitten, dass er k\u00fcnftig diese S\u00fcnde meidet. Wie Jesus zu der Ehebrecherin spricht (Joh. 8, 11): \u201eGehe hin und s\u00fcndige hinfort nicht mehr.\u201c Allein auf diese Weise kann der s\u00fcndige Mensch Vergebung und ewiges Leben erlangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was die S\u00fcnde der Homosexualit\u00e4t so problematisch macht ist, dass ganz allgemein der Sexualtrieb in den meisten Menschen ungemein stark ist. Der Trieb will den Menschen in Beschlag nehmen und beherrschen und hat ein hohes \u201eSuchtpotential\u201c. Der Apostel Paulus schreibt dazu ganz ungeniert (1. Kor. 7, 2.8): \u201eUm Unzucht zu vermeiden, soll jeder seine eigene Frau haben und jede Frau ihren eigenen Mann.\u201c Und zu den Ledigen und Witwen: \u201eEs ist besser zu heiraten, als sich in Begierde zu verzehren.\u201c Mit anderen Worten, der Mensch soll seinen starken Sexualtrieb kanalisieren, soll ihn auf eine einzige Person des anderen Geschlechts konzentrieren, mit ihr die Ehe eingehen und mit ihr lebenslang verbunden bleiben. Bleibt der Mensch aber unverheiratet, dann soll er sich der Sexualit\u00e4t enthalten. Eine dritte gottgef\u00e4llige M\u00f6glichkeit gibt es nicht. Wer sich wechselnden oder mehreren Sexualpartnern zuwendet, begeht die S\u00fcnde der Unzucht, griech. Porneia, die ebenso von Gott trennt wie auch die Homosexualit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich wird einem Homosexuellen, der seine S\u00fcnde bekennt und bereut und er sie k\u00fcnftig auch meiden und gegen sie ank\u00e4mpfen will, seine S\u00fcnde vergeben. Doch aufgrund des starken Sexualtriebes und der bisherigen mehr oder weniger manifestierten Gef\u00fchlsorientierung besteht ein gro\u00dfer Druck wieder in die alte S\u00fcnde zur\u00fcckzufallen. Es verh\u00e4lt sich vergleichbar einem Alkoholiker, der immer wieder in Gefahr steht, r\u00fcckf\u00e4llig zu werden. Deshalb braucht ein bu\u00dffertiger Homosexueller eine geduldige, verst\u00e4ndnisvolle und liebevolle seelsorgliche Begleitung. Denn wenn ihm keine sexuelle Umorientierung m\u00f6glich ist, dann muss er den schweren Weg der sexuellen Enthaltsamkeit gehen. Zur Unterst\u00fctzung auf diesem Weg gibt es christliche Vereinigungen und Selbsthilfegruppen, z.B. das \u201eInstitut f\u00fcr dialogische und identit\u00e4tsstiftende Seelsorge und Beratung e.V.\u201c mit der \u201eBruderschaft des Weges\u201c. F\u00fcr etliche, vielleicht f\u00fcr die meisten homosexuell Gepr\u00e4gten, wird ein lebenslanger Kampf gegen die Versuchung bleiben. Deshalb bedarf es immer wieder seelsorglicher St\u00e4rkung und Unterst\u00fctzung. Dieser christlich gewiesene Weg ist genau das Gegenteil vom s\u00e4kularen Konzept einer st\u00e4ndigen positiven Best\u00e4tigung der Homosexualit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Extrem erschwerend ist eine Umkehr, wenn in einer homosexuellen Partnerschaft gelebt wird. Da wird einem Seelsorger gesagt, dass er diese nicht mit seinem Ruf zur Bu\u00dfe und Umkehr \u201eaufsprengen\u201c d\u00fcrfe. Das widerspr\u00e4che grob dem Liebesgebot. Eine solche Partnerschaft w\u00fcrde sich doch nicht allein in Sexualit\u00e4t ersch\u00f6pfen, sondern es werde doch auch menschliche Gemeinschaft, F\u00fcrsorglichkeit und Verl\u00e4sslichkeit gelebt. Das d\u00fcrfe doch nicht lieblos zerst\u00f6rt werden. Doch muss man die S\u00fcnde und die darauf liegende Strafe der ewigen Verdammnis &#8211; wenn keine Umkehr und Vergebung erfolgt \u2013 sehr, sehr ernst nehmen. Ist es Liebe, wenn man jemand in die Verdammnis laufen l\u00e4sst? Soll f\u00fcr die homosexuelle Beziehung bewusst das ewige Leben aufs Spiel gesetzt werden? Dass das Aufk\u00fcndigen einer homosexuellen Partnerschaft ein tiefgehender und \u00e4u\u00dferst schmerzhafter Vorgang ist, soll nicht besch\u00f6nigt werden. Es ist vergleichbar einem Arzt, der zur Lebensrettung ein brandiges Bein amputieren muss, auf das der Patient dann k\u00fcnftig schmerzhaft verzichten muss. Das ist, was der Herr meint, wenn er spricht (Mt. 5, 29): \u201eWenn dich aber dein rechtes Auge verf\u00fchrt, so rei\u00df es aus und wirf&#8217;s von dir. Es ist besser f\u00fcr dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die H\u00f6lle fahre.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und zuletzt zu dem am h\u00e4ufigsten geh\u00f6rten Einwand: Gott liebt doch alle Menschen und auch die Homosexuellen! Ja, Gott liebt alle Menschen, aber er liebt nicht ihr s\u00fcndiges Handeln &#8211; nicht ihre S\u00fcnde, auf der ewige Strafe und Verdammnis liegt. Gott will aber, dass alle Menschen von der Strafe und Verdammnis zum ewigen Leben gerettet werden (1. Tim. 2, 4). Deshalb l\u00e4dt er alle Menschen zur Vergebung ihrer S\u00fcnden im Namen seines lieben Sohnes Jesus Christus ein (Lk. 24, 46.47).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Detlef L\u00f6hde, Januar 2019, <\/em><em>www.biblisch-lutherisch.de<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Anmerkung: Die Ausf\u00fchrungen zur Homosexualit\u00e4t betreffen nicht die tragischen F\u00e4lle, in denen Menschen geboren sind, deren Geschlechtsmerkmale nicht eindeutig ausgebildet sind oder die ansatzweise beide Geschlechtsmerkmale tragen.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Diskussion um die Homosexualit\u00e4t ist in den letzten Jahrzehnten immer intensiver, emotionaler und auch einseitig offensiver geworden. Die Medien strapazieren das Thema bis in den Unterhaltungsbereich hinein, um die Bev\u00f6lkerung zu wohlwollender Akzeptanz zu erziehen. 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