{"id":16027,"date":"2018-12-14T16:21:03","date_gmt":"2018-12-14T15:21:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16027"},"modified":"2018-12-17T11:29:36","modified_gmt":"2018-12-17T10:29:36","slug":"predigt-ueber-matthaeus-211-11-macht-hoch-die-tuer-die-tor-macht-weit-es-kommt-der-herr-der-herrlichkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=16027","title":{"rendered":"Predigt \u00fcber Mt. 21,1-11: \u201eMacht hoch die T\u00fcr, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit!\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Mit diesem erhebenden Lied haben wir das neue Kirchenjahr begonnen. Beim Einzug Jesu in Jerusalem waren ihm auch die T\u00fcren und Tore ge\u00f6ffnet. Dieses wunderbare Wort zum 1. Advent bedenken wir heute in drei Abschnitten: 1.) Der HErr erf\u00fcllt alle seine Verhei\u00dfungen, 2.) Ein J\u00fcnger Jesu h\u00f6rt und gehorcht, 3.) Alles zum Lob Gottes.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Der HErr erf\u00fcllt alle seine Verhei\u00dfungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das war schon immer so, das ist so und das wird bis in Ewigkeit so sein: Der Einzug Jesu in Jerusalem ist kein zuf\u00e4lliges Geschehen, sondern bis in Einzelheiten vom Propheten Sacharja 500 Jahre vor Christi Geburt bereits angek\u00fcndigt worden. In Sacharja 9,9 steht geschrieben: \u201eDu, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein K\u00f6nig kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem F\u00fcllen der Eselin.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ebenso war auch die Geburt von Jesus, sein erster Advent in dieser Welt, Advent hei\u00dft Ankunft, im Alten Testament vorhergesagt. In Micha 5,1 hei\u00dft es: \u201eUnd du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den St\u00e4dten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und der Prophet Jesaja verk\u00fcndigt bereits 700 Jahre zuvor, in Kapitel 7,14 steht geschrieben: \u201eDarum wird euch der HERR selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn geb\u00e4ren, den wird sie nennen Immanuel.\u201c Immanuel hei\u00dft Gott ist mit uns.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Du kannst Dich also felsenfest darauf verlassen, dass der HErr alle seine Verhei\u00dfungen erf\u00fcllt! So wie wir es bei seinem ersten Advent mit seiner Geburt von der Jungfrau Maria in Bethlehem erfahren haben, so gilt dies auch f\u00fcr seinen zweiten Advent. Damit bezeichnet man die Ankunft von Christus im Leben eines Menschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus sagt: \u201eSiehe, ich stehe vor der Tu\u0308r und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme ho\u0308rt und die Tu\u0308r o\u0308ffnet, werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm halten und er mit mir.\u201c (Offb. 3,20) Jesus spricht: \u201eWer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.\u201c (Joh.14,23)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und weiter: \u201eBleibet in mir und ich bleibe in euch.\u201c (Joh 15,4)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So bekennt auch der Apostel Paulus: \u201eIch lebe, aber nicht ich lebe, sondern Christus lebt in mir.\u201c (Gal 2,20).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus Christus in einem Menschen, seine Ankunft in mir, ist ein gro\u00dfes Geheimnis, das wir nur im Glauben fassen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und auch die dritte Ankunft Jesu wird geschehen. Er versprach seinen J\u00fcngern: \u201eEuer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn\u2018s nicht so w\u00e4re, h\u00e4tte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die St\u00e4tte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die St\u00e4tte zu bereiten, will ich wieder kommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin.\u201c (Joh.14,1-3)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und Apostelgeschichte 1, 10-11: \u201eUnd als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei M\u00e4nner in wei\u00dfen Gew\u00e4ndern. Die sagten: Ihr M\u00e4nner von Galil\u00e4a, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und in 1. Thessalonicher 4, 16-17 hei\u00dft es: \u201eDenn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ert\u00f6nt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und \u00fcbrigbleiben, zugleich mit ihnen entr\u00fcckt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Advent, den wir liturgisch begehen, ist also viel mehr als eine Vorbereitungszeit auf die Feier von Weihnachten. In ihm geht es um das Ganze, um das Kommen des HErrn. Denn alle Wirklichkeit steht im Zeichen des Advents des Gottes Israels. Im Menschgewordensein Jesu hat der Advent Gottes schon jetzt seine tiefste Radikalit\u00e4t erreicht: In ihm ist Gott uns nahe gekommen, im wahrsten Sinn des Wortes \u201eauf den Leib ger\u00fcckt\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seither gibt es nur noch zwei M\u00f6glichkeiten. Du kannst die N\u00e4he Gottes in deinem Leben zulassen oder du lehnst Christus ab. \u201eEr kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden: denen, die an seinen Namen glauben.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An seinen Namen glauben, zu Christus geh\u00f6ren, Kind Gottes zu sein, das hei\u00dft, ganz und gar in und aus seiner Gerechtigkeit zu leben. Leben im Vertrauen, dass ER am Kreuz von Golgatha f\u00fcr deine S\u00fcnden stellvertretend deinen Tod erlitten hat. Und weil Christus wahrhaftig leiblich von den Toten auferstanden ist, lebst auch du im Vertrauen auf deine Auferstehung in Herrlichkeit. Als Kind Gottes jetzt und heute lebst du schon in Christus und Christus in dir.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und zugleich mit Paulus zu wissen: \u201eSolange wir im Leibe wohnen, weilen wir fern von dem Herrn; denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und deshalb leben wir sehnsuchtsvoll auf seine Verhei\u00dfung hin, dass ER ein zweites Mal sichtbar auf diese Welt kommt. Dann wird er nicht in Niedrigkeit kommen, sondern in der Kraft als erh\u00f6hter und siegreicher HErr. Er bringt dann alle seine Verhei\u00dfungen zur Erf\u00fcllung und richtet einen neuen Himmel und eine neue Erde auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser verk\u00fcndigte, in die Welt gekommene, gekreuzigte, auferstandene und wiederkommende Christus ist ganz f\u00fcr uns da; er kommt uns nah, er liefert sich uns aus, er l\u00e4sst sich schmecken in Brot und Wein beim Heiligen Abendmahl. So kommt er auch heute und alle Tage bis an der Welt Ende: in seinem Wort und Sakrament und in der Kraft des Heiligen Geistes.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Adventlich warten hei\u00dft, Gottes Wort zu h\u00f6ren und in der Gemeinschaft der Heiligen sein Heiliges Mahl Sonntag f\u00fcr Sonntag zu empfangen.<\/li>\n<li>Adventlich warten hei\u00dft, Ausschau zu halten nach dem, der sein Wort h\u00e4lt und kommt. F\u00fcr wahr zu halten und damit zu rechnen, dass er sich auch heute in meine kleine Welt hineinbegibt, um mit mir und f\u00fcr mich da zu sein, in all meiner Freude und all meiner Not.<\/li>\n<li>Adventlich warten ist dynamisches, kraftvolles, hoffnungsfrohes Inanspruchnehmen der Verhei\u00dfung Gottes, dass der, der da kommt im Namen des HErrn, auch HErr meines Lebens sein will, jetzt und auch in Ewigkeit.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Ein J\u00fcnger h\u00f6rt und gehorcht<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was geschieht, nachdem Jesus beim Einzug nach Jerusalem den Auftrag und die Verhei\u00dfung ausgesprochen hatte?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie J\u00fcnger gingen hin und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und brachten die Eselin und das F\u00fcllen und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die J\u00fcnger h\u00f6rten und dann gehorchten sie den Worten ihres Herrn. Wie lebst Du den dreifachen Advent unseres Herrn?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei Advent und Weihnachten steigen in uns allen ja sofort Bilder, Erinnerungen und Gef\u00fchle auf. Das sind tiefe Pr\u00e4gungen seit unserer Kindheit. Und wie lebst und gestaltest du den Advent? Adventskranz mit Kerzenduft, die Kinder erfreuen sich am Adventskalender, der Herrnhuter Stern leuchtet in die Nacht, Tee und Gl\u00fchwein in der gem\u00fctlichen Stube oder auf dem Weihnachtsmarkt. Geschenke besorgen. Jeder hat Erinnerungen und Vorstellungen einer sch\u00f6nen Adventszeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr viele ist es aber eher eine unruhige Zeit, denn Verk\u00e4uferinnen und Gesch\u00e4ftsleute haben jetzt Hochsaison. Konsum, Kaufrausch und Glitzerwelt haben ihren Jahresh\u00f6hepunkt. Dinge, die das ganze Jahr liegen geblieben sind, wollen auch noch erledigt werden. Und so ist es f\u00fcr nicht wenige eine hektische und umtriebige Zeit. Und als ob es diese vierw\u00f6chige Adventszeit gar nicht g\u00e4be, werden seit Ende November in Kaufh\u00e4usern und bei vorgezogenen Weihnachtsfeiern von Firmen und Vereinen tausendfach Weihnachtslieder abgespielt, so dass die Vorbereitung und Vorfreude auf \u201eStille Nacht, heilige Nacht\u201c an Heilig Abend ziemlich getr\u00fcbt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Advent ist aber nicht Weihnachten. Advent soll die Zeit der Vorbereitung und Vorfreude sein. Die Paramente und die Stola haben die Farbe violett. Sie weist uns hin auf die Zeit der Vorbereitung, der Bu\u00dfe und Umkehr. In der Adventszeit bereiten wir uns auf das Kommen unseres Heilandes Jesus Christus vor. Der leuchtende Stern auf der Stola weist hin auf Jesus Christus, dessen Monogramm hier zu sehen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vorbereitung und Vorfreude auf das Kommen Jesu. Damals war das Kommen der Einzug in Jerusalem auf seinem Weg zum Kreuz. Und alles war vom HErrn genau geplant und so gab er seinen J\u00fcngern den Auftrag. Und dann hei\u00dft es: \u201eDie J\u00fcnger gingen hin und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zuerst h\u00f6ren die J\u00fcnger den Auftrag und dann gehorchen sie den Worten ihres Herrn. Und sie bereiten ihm so den Weg. Daraus k\u00f6nnen und sollen wir lernen. Auf Christus zu h\u00f6ren, seinem Wort gehorchen und ihm den Weg bereiten. Nicht zum Einzug nach Jerusalem, sondern zum immer wieder neuen Einzug in unser Leben und in das Leben anderer Menschen: unserer Nachbarn, Arbeitskollegen, Mitsch\u00fclern, wo auch immer wir Menschen begegnen. Denn Weihnachten ist nicht das Geschenke- und Erf\u00fcllungsfest UNSERER W\u00fcnsche, sondern das Fest der Erf\u00fcllung der Verhei\u00dfung Gottes, des Kommens Jesu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, Christsein ist nicht die Erf\u00fcllung unserer W\u00fcnsche und unseres Wohlergehens, sondern Christsein hei\u00dft, sich unter Gottes Wort zu stellen und seinen Auftrag in der Welt auszuf\u00fchren. Hierbei m\u00fcssen wir uns immer wieder ein\u00fcben. Hier k\u00f6nnen wir so viel von der ersten Christenheit und den Aposteln lernen. Wir lesen im Hauskreis gerade die Apostelgeschichte. Wenn einer im Gef\u00e4ngnis war oder vor dem Hohenrat verh\u00f6rt wurde, dann betete die Gemeinde. Aber nicht f\u00fcr eigene W\u00fcnsche oder das Wohlergehen der Apostel, sondern dass in allem was geschieht der Name des Herrn verherrlicht wird und sein Evangelium weiter verk\u00fcndigt wird. Sie beteten: \u201eUnd nun, Herr, sieh an ihr Drohen und gib deinen Knechten, mit allem Freimut zu reden dein Wort.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist besch\u00e4mend f\u00fcr uns, ich nehme mich da nicht aus. Wie oft stehen auch bei mir Anliegen von mir oder anderen im Vordergrund beim Beten, statt der Lauf des Evangeliums. Hier haben wir als Christen unseren Auftrag. Christsein hei\u00dft h\u00f6ren, gehorchen und also Dienen. Jeder Christ hat und bekommt von seinem HErrn einen Auftrag und Dienst in der Gemeinde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ER ist dir ganz nahegekommen und er selbst will in dir und durch dich wirken zu anderen Menschen und in die Welt hinein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb ist Gott Mensch geworden, um als Licht der Welt in die Dunkelheit der Menschen zu kommen. Dieser Jesus Christus ist der HErr \u00fcber Himmel und Erde, \u201eder da war, der da ist und der da kommt.\u201c<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Deshalb richte Dich und Dein Leben allein an ihm aus, erwarte ihn, der an deiner Lebenst\u00fcr steht und hier und heute bei dir anklopft. \u00d6ffne ihm dein ganzes Leben, so wird es bei Dir wahrhaft Advent!<\/li>\n<li>Lebe mit dem HErrn Jesus, der am \u201eTag des Herrn\u201c wieder sichtbar kommen wird auf diese Welt, um Gericht zu halten und Gottes Reich zu vollenden, so feierst du wahrhaft Advent!<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Alles zum Lob Gottes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute ist der erste Advent. Und jeder muss f\u00fcr sich neu bedenken, wie er diese Zeit gestaltet und was bzw. wer f\u00fcr ihn im Vordergrund steht. Bereitest Du Dich vor auf das Kommen des HErrn oder l\u00e4sst Du Dich vereinnahmen durch den Weihnachtsrummel? Aber unter diesem lauten Rummel geht das Evangelium unter. Wie viele gehen auf Weihnachtsm\u00e4rkte und haben an den Weihnachtstagen arbeitsfrei ohne wirklich zu wissen, was da zu feiern ist. Und wenn dann sogenannte Theologen und Pastoren allj\u00e4hrlich vor Weihnachten ihre Irrlehren verbreiten und behaupten, Jesus sei nicht von einer Jungfrau geboren, er sei nicht wahrer Gott und wahrer Mensch, er sei auch nicht leiblich auferstanden von den Toten, sondern im Grab verrottet, dann braucht man sich nicht zu wundern, dass viele Menschen sich von der Kirche abwenden. Und wenn Menschen nicht mehr mit Gott leben und an ihn glauben, dann wird das Christfest zu X-mas, der heilige Sonntag zu einem Tag der Freizeitgestaltung und die Weihnachtsfeiertage zu Familienfeiern und Ausflugstagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereitest Du Dich vor auf das Kommen des HErrn?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Adventszeit ist eine Zeit der Bu\u00dfe und der Erwartung &#8211; aber nicht die Zeit eines un-bestimmten Wartens. Die Gemeinde Jesu wartet auf die Ankunft ihres Herrn. Lange wartet sie schon. Und dabei ist sie vielleicht m\u00fcde geworden. Das Feuer der ersten Liebe zu Christus mag abgebrannt sein. Doch in der Asche ist noch Glut. Sie kann wieder zum hell lodernden Feuer angefacht werden. Denn die sichtbare Wiederkunft Jesu f\u00e4llt ja nicht einfach aus. Vielleicht h\u00e4tte dies so mancher gern. Doch diesem Wunsch wird nicht entsprochen. Der Herr kommt! Wie ein Dieb in der Nacht. Unerwartet tritt er auf, wiewohl es Anzeichen daf\u00fcr gibt und geben wird. Aber wir wissen Tag und Stunde nicht. Es ist aber gewiss, noch gewisser als das Amen in der Kirche: Der Herr kommt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kommt er zu dir dann als der gerechte und vollkommene Richter, der feststellen muss: \u201eSie sind allesamt S\u00fcnder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen.\u201c Vor dem Anspruch und der Reinheit Gottes kann niemand bestehen. Um darauf hin sein notwendiges, gerechtes Urteil zu sprechen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oder kommt er zu dir als dein Heiland und Retter? Denn er hat verhei\u00dfen: \u201eWer mein Wort h\u00f6rt und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn das bei dir noch nicht gekl\u00e4rt ist, wenn du noch nicht ganz sicher bist oder wenn du noch keine Heilsgewissheit hast, dann kehre ganz um in Gottes offene Arme. Nimm ihn auf und lass ihn allein Herr sein in deinem Leben. Er will heute zu dir kommen. Er will bei dir sein alle Tage bis an der Welt Ende.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn du gerettet und so mit Christus verbunden bist, dann darfst du auch voller Sehnsucht, Erwartung und Vorfreude darauf warten, dem HErrn sichtbar zu begegnen. Das wird dann keine Begegnung sein, vor der du dich f\u00fcrchten m\u00fcsstest. Auch das \u201ewann\u201c der Wiederkunft Jesu nicht mehr so entscheidend. Weil du einfach in der Gewissheit und der Erwartung lebst: Mein Herr kommt! Und nun lebe und handle nicht so, als lie\u00dfe diese Ankunft noch lange auf sich warten, sondern so, als k\u00f6nnte Christus jeden Augenblick wiederkommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So wie Gott zu allen seinen Verhei\u00dfungen steht, wird sich auch diese Verhei\u00dfung erf\u00fcllen. Er ist treu und sein Wort ist wahr! Sein Wort ist Liebeserkl\u00e4rung, Heilszusage, Gnadenbotschaft, Evangelium. Dass Gott Wort h\u00e4lt, ist schon Anlass genug, ihn zu loben. Aber dass er uns sein JA der Liebe zuspricht, das l\u00e4sst uns jubeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eHosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der H\u00f6he!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dem Kind in der Krippe und in dem Schmerzensmann am Kreuz erf\u00fcllt er seine Verhei\u00dfungen und zeigt er ein und f\u00fcr alle Mal, dass er retten, erl\u00f6sen, heil machen will. Dieses Kind ist der Friedef\u00fcrst, der Gott und Mensch vers\u00fchnt. Er ist der Reis aus der Wurzel Isais, der Gott mit und f\u00fcr uns. Jesus ist der sehnlich erwartete Retter, der Heil und Leben mit sich bringt. Er ist der Sohn Gottes, der die Macht hat, uns zu Kindern Gottes zu machen. Darum jubeln in der heiligen Nacht die himmlischen Heerscharen. Und wir stimmen in den Jubel ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn dieses g\u00f6ttliche Ja in Christus wartet auf unser Amen. Gott zum Lobe und uns zum Heil! Der Sonntagsgottesdienst ist der zentrale Jubel- und Versammlungsort der ganzen Gemeinde, an dem sie zum gemeinsamen Gotteslob zusammenkommt. Der Gottesdienst ist daher auch keine Veranstaltung mit Programm, Moderation und Darbietungen. Gottesdienst ist St\u00e4rkung durch Gottes Wort und Sakrament. Gottesdienst ist Lob- und Dankopfer f\u00fcr unseren HErrn. Deshalb geht es beim Gottesdienst auch nicht um die Frage, wie redegewandt der Prediger ist. Oder, ob mir der Gottesdienst etwas bringt? Ob da noch andere sind, mit denen ich gern zusammen bin. Nein Gottesdienst ist die Versammlung der Familie Gottes, der Br\u00fcder und Schwestern im Glauben, der Heiligen in Christus. Und mit welchem Ziel? Um Gott zu ehren und ihn zu loben. Und uns von ihm dienen zu lassen, damit unsere Beziehung zu ihm wachsen kann. Wer dazu \u201eAmen\u201c sagt, der sagt Ja zu Gott. Nicht als gewohnheitsm\u00e4\u00dfige Floskel, sondern als immer neues, beherztes, lautes Ja, als lebendiger Ausdruck unseres Glaubens, unserer adventlichen Hoffnung und unserer pers\u00f6nlichen Gewissheit des Heils in Jesus Christus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hebr\u00e4er 10: \u201eWeil wir denn nun, liebe Br\u00fcder, durch das Blut Jesu den Freimut haben zum Eingang in das Heiligtum, den er uns er\u00f6ffnet hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang, das ist: durch sein Fleisch, und haben einen Hohenpriester \u00fcber das Haus Gottes, so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in der F\u00fclle des Glaubens, besprengt in unsern Herzen und los von dem b\u00f6sen Gewissen und gewaschen am Leib mit reinem Wasser. Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verhei\u00dfen hat; und lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken und nicht verlassen unsre Versammlung, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht.\u201c (Hebr\u00e4er 10, 19-25)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pfarrer Ulrich Hauck, Predigt im GHB-NbC-Gottesdienst, 1. Sonntag im Advent, 02.12.2018, Prot. Kirche M\u00f6rzheim<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit diesem erhebenden Lied haben wir das neue Kirchenjahr begonnen. Beim Einzug Jesu in Jerusalem waren ihm auch die T\u00fcren und Tore ge\u00f6ffnet. Dieses wunderbare Wort zum 1. Advent bedenken wir heute in drei Abschnitten: 1.) Der HErr erf\u00fcllt alle seine Verhei\u00dfungen, 2.) Ein J\u00fcnger Jesu h\u00f6rt und gehorcht, 3.) 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