{"id":15914,"date":"2018-10-29T11:33:06","date_gmt":"2018-10-29T10:33:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=15914"},"modified":"2018-10-29T11:33:06","modified_gmt":"2018-10-29T10:33:06","slug":"predigt-welch-ein-geschenk-ist-die-ehe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=15914","title":{"rendered":"Predigt: Welch ein Geschenk ist die Ehe!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Ehe ist etwas ganz Besonderes. Sie ist keine menschliche oder gesellschaftliche Errungenschaft, sondern eine g\u00f6ttliche Stiftung. Als Gott am Anfang Mann und Frau erschuf und sie einander zu\u00adf\u00fchrte, hat ER die Ehe als lebenslange Gemeinschaft von Mann und Frau eingesetzt. Das ist ein Segen. Warum? In dieser Welt, die uns keine dauerhafte Heimat, keine ab\u00adsolute Treue und keine letzte Geborgenheit in den N\u00f6ten unseres Lebens bietet, sehnen wir uns nach Heimat, Treue und Geborgen\u00adheit. Um uns diese Erfahrungen von Heimat, Treue und Geborgenheit zu geben, hat Gott in seiner F\u00fcrsorge und Weisheit zwei Gemeinschaftsformen gestiftet, die Ehe und die christliche Gemeinde. Durch die Ehe segnet er die ganze Menschheit, den Segen der Gemeinde erfahren nur diejenigen, die kraft Taufe und Glauben zu Christus geh\u00f6ren.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen Ehe und Gemeinde das nicht vollkommen vermit\u00adteln, denn wir sind fehlbare Menschen, die darin leben. Aber den\u00adnoch k\u00f6nnen sie uns einen Vorgeschmack auf die himmlische Herr\u00adlichkeit geben, wo die Erl\u00f6sten die vollkommene Treue und Gebor\u00adgenheit Gottes empfangen. Deshalb kann man Ehe und Gemeinde als g\u00f6ttliche Stiftungen gar nicht hoch genug wertsch\u00e4tzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es sollte aber auch klar sein, dass nur die \u00f6ffentlich und auf Lebens\u00adzeit geschlossene Ehe von Mann und Frau diese Grunderfahrungen vermitteln kann. Nur wenn sich beide verbindlich und d.h. \u00f6ffentlich die lebenslange Treue zusprechen und ihr Versprechen mit Gottes Hilfe einl\u00f6sen, wird die Ehe zur Wohltat und schenkt Heimat und Ge\u00adborgenheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ehe ist eine gute Sch\u00f6pfungsordnung Gottes. Gott hat sie gestif\u00adtet als gro\u00dfartigen Lebens- und Kommunikationsraum f\u00fcr das Mitei\u00adnander der beiden Geschlechter. Beiden hat ER ihre unterschiedli\u00adchen Aufgaben zugewiesen. Der Ehemann ist lt. Sch\u00f6pfungsbericht Abbild und Abglanz Gottes. Ihm wird die Aufgabe \u00fcbertragen, f\u00fcr seine Frau Verantwortung, Schutz und F\u00fcrsorge zu \u00fcbernehmen. Die Bibel verwendet daf\u00fcr den Begriff \u201aHaupt\u2018. Was er bedeutet, wird aus 1.Korinther 11,3 deutlich, wo vom Hauptsein Gottes f\u00fcr Christus die Rede ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201cChristus ist das Haupt eines jeden Mannes; der Mann aber ist das Haupt der Frau; Gott aber ist das Haupt Christi.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Haupt Christi gibt Gott alles, was ER ist und hat, Seinem gelieb\u00adten Sohn. Sehr sch\u00f6n und anschaulich steht das in Hebr 1,1-5.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Gott \u00fcbertr\u00e4gt ihm Sein ganzes Erbe.<\/li>\n<li>ER erschafft durch IHN die ganze Welt.<\/li>\n<li>ER gibt ihm vollen Anteil an Seinem g\u00f6ttlichen Charakter.<\/li>\n<li>ER verleiht Ihm die Kraft, den gesamten Kosmos in der Exis\u00adtenz zu halten,<\/li>\n<li>ER reinigt durch IHN die Menschheit von den S\u00fcnden,<\/li>\n<li>und ER best\u00e4tigt Seinem Sohn Seine Vaterschaft immer wie\u00adder aufs Neue.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist also das g\u00f6ttliche Hauptsein. Keine Spur von Dirigismus, von Beherrschen und bestimmender Dominanz. Vielmehr sehen wir die bedingungslose Liebe, die alles f\u00fcr den anderen gibt. An diesem liebevollen \u201aHauptsein\u2018 Gottes f\u00fcr Christus soll der Mann Ma\u00df nehmen und sein eigenes \u201aHauptsein\u2018 ausrichten. Dabei wird er (und seine Frau) allerdings bald merken, da\u00df er damit restlos \u00fcberfordert ist. Deshalb soll er bei Christus hingebungsvolle Liebe lernen (vgl. Eph 5,25).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der liebende und verantwortungsf\u00e4hige Mann ist eine Wohltat f\u00fcr seine Frau und f\u00fcr seine Familie. Wir merken: Gott hat sein Ehekon\u00adzept auf Christus hin entworfen, denn nur durch Christus kann der Mann sein Hauptsein in Liebe verwirklichen. Ohne die Liebe Christi verf\u00e4llt er schnell der Versuchung, seine Frau und Kinder be\u00adherr\u00adschen zu wollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ehefrau ist der Abglanz des Ehemannes. Ihr wird von Gott die Aufgabe \u00fcbertragen, ihrem Mann zur Seite zu stehen (wie sie ja auch aus seiner \u201eSeite\u201c entnommen ist, vgl. 1. Mose 2,21f). Sie soll ihm durch Ermutigung und Ermahnung helfen, ein verantwortungsf\u00e4higer Mann zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufgrund ihrer Berufung zur Schwangerschaft verf\u00fcgt sie \u2013 selbst wenn sie niemals Mutter wird &#8211; \u00fcber eine besondere soziale Kompe\u00adtenz, die sie dazu in die Lage versetzt. Die Bibel verwendet an dieser Stelle den Begriff der Hilfe bzw. des Helfers (1. Mose 2,18), der sonst fast nur auf Gott bezogenen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn wir das \u201aHilfesein\u2018 der Ehefrau ernstnehmen<strong>,<\/strong> ergibt sich daraus logischerweise die Hilfsbed\u00fcrftigkeit des Mannes. Manche M\u00e4nner h\u00f6ren das nicht gerne. Aber wenn man sich vergegenw\u00e4rtigt, da\u00df Gott die Frau aus dem Mann heraus geformt hat<strong>,<\/strong> und da\u00df ihm nun ein St\u00fcck seines Wesens fehlt, dann versteht man das Angewie\u00adsensein des Mannes auf die Frau besser.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich selbst habe das in all den Jahren bis zu meiner Ehe ganz deutlich empfunden, da\u00df mir etwas Wesentliches fehlt, um ein Ganzes zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das \u201aHilfesein\u2018 der Ehefrau ist aber in keiner Weise eine Degradie\u00adrung, sondern im Gegenteil eine unerh\u00f6rte Aufwertung. Sie besitzt damit den Schl\u00fcssel zur Seele und zum Charakter ihres Mannes, dadurch ist sie in der Lage, ihm zu helfen, ein wirklicher Mann nach dem Bilde Gottes zu werden. Viele Frauen haben leider ihre entsprechenden Bem\u00fchungen resigniert aufgegeben. Sie haben vergessen, Gott um Weisheit zu bitten (Vgl. Jak 1,5).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir merken also, auch im Blick auf die Frau, da\u00df Gott seine Zuord\u00adnung der beiden Geschlechter auf Christus hin entworfen hat. Nur mit Christi Hilfe kann Gottes Konzept vom Mannsein und Frausein verwirklicht werden. Ohne Christus verf\u00e4llt die Frau schnell in Resig\u00adnation, oder sie versucht ihren Mann zu dominieren, oder sie geht ei\u00adgene Wege, um sich zu \u201everwirklichen\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Sie, liebe Ehepaare, ihre Ehe nun unter Gottes Segen stellen, dann beziehen Sie Gott in ihre Ehe ein. Ihre Ehe ist dann eine Drei\u00aderbeziehung, aus Mann, Frau und Gott. Sie gleicht dann einer drei\u00adfachen Schnur, wie es K\u00f6nig Salomo ausdr\u00fcckt (vgl. Pred 4,9-12), die bei Belastung nicht so schnell rei\u00dft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist ein wunderbares Geschenk, ja ein Segen, da\u00df Gott uns in un\u00adserer Ehe nicht uns selbst \u00fcberl\u00e4\u00dft. ER will, als unser Sch\u00f6pfer, der Dritte im Bunde sein und unserer Ehe das Fundament und die Stabi\u00adlit\u00e4t geben und sie heiligen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der gemeinsame Glaube an Gott und das t\u00e4gliche gemeinsame Ge\u00adbet haben eine starke Bindekraft in der Ehe. Wir stehen mit all unse\u00adren Freuden, Vorhaben, Problemen und N\u00f6ten vor unserem himmli\u00adschen Vater.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ER schenkt uns Liebe, damit wir einander lieben k\u00f6nnen. ER schenkt uns den Willen und die Kraft zur Vers\u00f6hnung, wenn wir aneinander schuldig geworden sind. Er schenkt uns Weisheit, Hilfe und Gebor\u00adgenheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch Sein g\u00f6ttliches Wort gibt ER uns Anleitung, wie wir in der Ehe und als Familie miteinander umgehen sollen. Dadurch sollen wir ein Zeugnis f\u00fcr die Welt sein und Gott damit die Ehre erweisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welch ein Geschenk ist die Ehe!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDer Friede Gottes, der h\u00f6her ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Jesus Christus, unserem HERRN!\u201c Amen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pr\u00e4dikant Wolfgang Wilke, Predigt anl\u00e4sslich eines Segnungsgottesdienstes f\u00fcr mehrere Ehepaare in einer persischen Gemeinde (20.10.2018)<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ehe ist etwas ganz Besonderes. Sie ist keine menschliche oder gesellschaftliche Errungenschaft, sondern eine g\u00f6ttliche Stiftung. Als Gott am Anfang Mann und Frau erschuf und sie einander zu\u00adf\u00fchrte, hat ER die Ehe als lebenslange Gemeinschaft von Mann und Frau eingesetzt. Das ist ein Segen. Warum? 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