{"id":15889,"date":"2018-10-19T16:00:54","date_gmt":"2018-10-19T14:00:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=15889"},"modified":"2018-10-19T16:55:06","modified_gmt":"2018-10-19T14:55:06","slug":"andacht-ueber-lukas-1619ff-der-reiche-mann-und-der-arme-lazarus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=15889","title":{"rendered":"Andacht \u00fcber Lukas 16,19ff: Mensch, bedenk die Ewigkeit!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Vor Kurzem erhielt ich vom Gemeindehilfsbund eine Brosch\u00fcre, in welcher der Text von Lukas 16, Verse 19 ff. &#8211; allgemein bekannt als &#8222;Der reiche Mann und der arme Lazarus&#8220; &#8211; ausgelegt und erkl\u00e4rt wurde. Wie bekannt geht es hier um den Reichen, der alle Tage herrlich und in Freuden lebte, wohingegen der arme und kranke Lazarus vor der T\u00fcr des reichen Mannes lag und von dem etwas zu bekommen begehrte, was vom Tisch des Reichen fiel.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist ein Thema, das sich bestens f\u00fcr eine moralisierende Sozialpredigt eignet, in dem die &#8222;Reichen&#8220; &#8211; zu denen wir alle irgendwie geh\u00f6ren &#8211; angeklagt und die Armen, als besonders vom Herrn Beg\u00fcnstigte, &#8222;die aufgrund ihrer Armut einen Bonus f\u00fcr den Eintritt in den Himmel haben&#8220; &#8211; hingestellt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und eben das ist das weitverbreitete Kurzschlussdenken. Weder Armut noch Reichtum sind f\u00fcr Gott von Bedeutung. Weder Armut noch Reichtum sind eine Schande. Gott hat, als Geber aller Gaben, seine Gaben unterschiedlich verteilt. Dass wir einmal Rechenschaft dar\u00fcber abgeben m\u00fcssen, was wir mit den uns geliehenen Gaben gemacht haben, ist nochmal eine andere Sache.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die zentralen Aussagen dieser Geschichte ergeben sich aus der Schilderung dessen, was nach dem Tod im Totenreich geschieht. W\u00e4hrend der Arme sich in Abrahams Scho\u00df, also bei Gott, wiederfindet, ist es bei dem Reichen gerade umgekehrt, er befindet sich an einem Ort der Qual.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber auch hier geht es nicht um Lohn oder Strafe, sondern um das Verhalten zu Lebzeiten. Reich zu sein und sein Leben zu genie\u00dfen ist kein Unrecht. Der Reiche wird in der Auslegung als ein Mensch beschrieben, der nicht nach Gott fragte, sondern das tat, was ihm gefiel. Und genau das ist die S\u00fcnde, die von Gott trennt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielleicht hatte er bei Lebzeiten so gedacht, wie auch viele Menschen unserer Zeit denken, wonach mit dem Tod alles aus ist, dass nur die &#8222;Dummen&#8220; glauben, dass es einen Gott gibt, die Bibel ein M\u00e4rchenbuch ist, der Glaube nur etwas f\u00fcr Schwache ist und alle Hinweise auf Gott mit \u00fcberheblichem Spott abgetan, weil es nur darauf ankommt das Leben zu genie\u00dfen, damit man nichts verpasst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und im Totenreich angekommen merkt er, wie sehr er sich get\u00e4uscht hat, aber nun ist alles zu sp\u00e4t. Das Gleichnis Jesu sagt uns, dass mit dem Tod eben nicht alles aus ist, sondern wir in einem bewussten Zustand erhalten bleiben und wahrnehmen was geschieht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">David, der den Psalm 86 betete, als er in Bedr\u00e4ngnis war, wusste auf was es ankommt: Darauf, dass die Verbindung zu Gott nicht abrei\u00dft, und dass ihn Gott bei dem einen erh\u00e4lt, was in Zeit und Ewigkeit alleine z\u00e4hlt. N\u00e4mlich in der Wahrheit zu bleiben, die uns durch den Glauben zuteil wird, seinen Lebensweg mit Gott zu gehen und Ihn zu f\u00fcrchten. Das hei\u00dft sich an Gottes Geboten und Sch\u00f6pfungsordnungen zu orientieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In fr\u00fcheren Zeiten geh\u00f6rte dieses Wissen zum Allgemeingut:<\/p>\n<p>H\u00f6rt Ihr Leut und lasst Euch sagen<br \/>\nunsre Glock zw\u00f6lf geschlagen.<br \/>\nZw\u00f6lf das ist das Ziel der Zeit<br \/>\nMensch bedenk die Ewigkeit.<\/p>\n<p>Auf meinen Jesum will ich sterben<br \/>\ngetrost mir Fried\u00b4 und Freudigkeit,<br \/>\nder mich zu Gottes Kind und Erben<br \/>\ndurch sein unschuldig Blut geweiht.<br \/>\nMein Jesus ist mein Trost allein,<br \/>\nauf Jesum schlaf\u00b4 ich selig ein.<\/p>\n<p>Auf meinen Jesum will ich sterben;<br \/>\nbrich immerhin, mein Herze brich!<br \/>\nIch darf ja doch den Himmel erben,<br \/>\nan Jesum h\u00e4lt mein Glaube sich.<br \/>\nMein Jesus ist mein Trost allein,<br \/>\nauf Jesum schlaf\u00b4 ich selig ein.<\/p>\n<p>Auf meinen Jesum will ich sterben;<br \/>\ner bleibt, wenn alles mich verl\u00e4sst.<br \/>\nEr starb, das Leben zu erwerben,<br \/>\nan ihm h\u00e4lt sich mein Glaube fest.<br \/>\nMein Jesus ist mein Trost allein,<br \/>\nauf Jesum schlaf\u00b4 ich selig ein.<\/p>\n<p>Auf meinen Jesum will ich sterben;<br \/>\nHerr Jesu, nimm die Seele hin!<br \/>\nKann ich mit dir den Himmel erben,<br \/>\nso ist das Sterben mein Gewinn,<br \/>\nmein Jesus ist mein Trost allein<br \/>\nauf Jesum schlaf\u00b4 ich selig ein.<\/p>\n<p>Auf meinen Jesum will ich sterben,<br \/>\nwenn mir vergeht der Augen Licht,<br \/>\nwenn Mund und Lippen sich entf\u00e4rben,<br \/>\nund wenn mir auch mein Herze bricht.<br \/>\nMein Jesus ist mein Trost allein,<br \/>\nauf Jesum schlaf\u00b4 ich selig ein.<\/p>\n<p>Auf meinen Jesum will ich sterben.<br \/>\nMit Leib und Seele bin ich dein,<br \/>\nHerr Jesu, lass mich nicht verderben,<br \/>\nach lass mich ewig selig sein!<br \/>\nMein Jesus ist mein Trost allein,<br \/>\nauf Jesum schlaf\u00b4 ich selig ein.<\/p>\n<p>Auf meinen Jesum will ich sterben.<br \/>\nHilf, Jesu, in der letzten Not,<br \/>\nlass mich das beste Teil erwerben,<br \/>\nvers\u00fc\u00dfe mir den bittern Tod!<br \/>\nDu bist mein h\u00f6chster Trost allein,<br \/>\nauf dich nur schlaf\u00b4 ich selig ein.<\/p>\n<p>Salomo Franck (1659 &#8211; 1725)<\/p>\n<p><em>J\u00f6rgen Bauer, Andacht zum 21. Sonntag nach Trinitatis, 21.10.2018<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die Brosch\u00fcre &#8222;Das Leben geht weiter&#8220; &#8211; T\u00e4gliche Stille &#8211; Zehn Texte von Ernst Modersohn \u00fcber das Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus kann in der Gesch\u00e4ftsstelle des Gemeindehilfsbundes f\u00fcr 2,00 Euro zzgl. Versand bestellt werden (<a href=\"mailto:info@gemeindehilfsbund.de\">info@gemeindehilfsbund.de<\/a>). Die Brosch\u00fcre eignet sich gut zum Weitergeben .\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor Kurzem erhielt ich vom Gemeindehilfsbund eine Brosch\u00fcre, in welcher der Text von Lukas 16, Verse 19 ff. &#8211; allgemein bekannt als &#8222;Der reiche Mann und der arme Lazarus&#8220; &#8211; ausgelegt und erkl\u00e4rt wurde. 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