{"id":15723,"date":"2018-08-05T20:39:14","date_gmt":"2018-08-05T18:39:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=15723"},"modified":"2018-08-07T19:45:21","modified_gmt":"2018-08-07T17:45:21","slug":"viktor-orban-ueber-europa-und-die-wahlen-zum-europaeischen-parlament-2019-rede-auf-der-29-freien-sommeruniversitaet-in-balvanyos-am-28-juli-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=15723","title":{"rendered":"Viktor Orban \u00fcber Europa, die Weltpolitik und die Wahlen zum europ\u00e4ischen Parlament 2019. Rede auf der 29. Freien Sommeruniversit\u00e4t in B\u00e1lv\u00e1nyos am 28. Juli 2018"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ich w\u00fcnsche allen Anwesenden einen guten Tag! Es ist eine Ehre, erneut hier sein zu d\u00fcrfen, und gemeinsam mit unserem Herrn Bischof T\u0151k\u00e9s heute zu Ihnen sprechen zu d\u00fcrfen. Um gleich die ernste Stimmung durch eine seiner ironischen Bemerkungen etwas zu lockern, zitiere ich sie hier sofort. Wir haben hier dar\u00fcber gesprochen, dass Zsolt Semj\u00e9n gesagt hat, L\u00e1szl\u00f3 T\u0151k\u00e9s sei unser Kompass, da sagte L\u00e1szl\u00f3: \u201eNur dass Ihr nicht Euren Kompass verliert!\u201c Und wie wahr dies auch politisch ist.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Einleitung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jedes Jahr pflege ich meinen Freund Zsolt N\u00e9meth zu fragen, wor\u00fcber ich seiner Ansicht nach reden m\u00fcsste. Jetzt werde ich die verschiedenen Vorschl\u00e4ge hier nicht alle aufz\u00e4hlen, doch er sagte, ich m\u00f6ge darauf achten, dass in so weiten Zusammenh\u00e4ngen ich auch sprechen sollte \u2013 denn wir befinden uns ja doch auf einem Vortrag im Rahmen einer Sommeruniversit\u00e4t \u2013, so m\u00f6ge ich doch danach streben, dass auch die weiten Zusammenh\u00e4nge aus der Perspektive des Szeklerlandes, Siebenb\u00fcrgens, der ungarischen Nation deutbar sein sollen. Ich schicke dies aus dem Grunde voraus, da ich verschiedene Abschweifungen machen werde, doch werde ich versuchen, \u00fcber eine Perspektive und aus einer Perspektive \u00fcber die Angelegenheiten der Welt zu sprechen, die eine Relevanz f\u00fcr Ungarn haben, haben k\u00f6nnen und haben werden. Schlie\u00dflich interessiert uns alle die gleiche Frage, ich nehme an, auch die heutige Zuh\u00f6rerschaft, was sein wird, was sich ereignen wird, bis wir uns in einem Jahr erneut zu unserem f\u00e4lligen Treffen an der Sommeruniversit\u00e4t einfinden. Was geschieht bis zum Juli 2019? Ich schlage vor, wir gehen \u2013 um die Perspektiven, unsere eigenen M\u00f6glichkeiten und auch unsere eigene Kraft zu ermessen \u2013 davon aus, was geschehen ist, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben. Was ist in dem vergangenen einem Jahr geschehen? Hierbei ist nicht die Ereignisgeschichte interessant, sondern worin der Sinn all dessen besteht, was in dem vergangenen einen Jahr geschehen ist. Es ist ein Allgemeinplatz, aber das Leben hat sich verschnellert und im Laufe eines Jahres sind mehr Dinge, viel mehr Dinge mit uns geschehen als fr\u00fcher, weshalb es kein Wunder ist, dass man das kaum glauben kann, was alles geschehen ist \u2013 ganz zu schweigen von dem, was dann noch geschehen wird und wor\u00fcber ich gleich reden werde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Vereinigung der Nation<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die wichtigste Sache des Jahres, das wir hinter uns gelassen haben, ist aber, dass es dem Ungarntum des Karpatenbeckens gelungen ist, eine weitere psychologische H\u00fcrde zu nehmen. Wir konnten n\u00e4mlich den millionsten repatriierten ungarischen Staatsb\u00fcrger begr\u00fc\u00dfen. Das war das wichtigste im vergangenen Jahr. Wenn wir nicht mehr als dies verrichtet h\u00e4tten, w\u00e4re es schon wert, unsere H\u00fcte zu schwingen, aber wir haben mehr als das getan, und all das, was wir getan haben, formuliere ich dahingehend, dass der Prozess der Vereinigung der Nation sich in den Aufbau der Nation gewandelt hat. Dieses Jahr im April haben wir auch die Generalprobe dessen durchgef\u00fchrt. Die Ergebnisse best\u00e4tigen, dass der ungarische Aufbau der Nation erfolgreich ist. Am 8. April haben wir bei den Wahlen bewiesen, dass wir Ungarn in der Lage sind, unsere \u2013 im \u00dcbrigen \u00e4u\u00dferst komplizierte und zusammengesetzte \u2013 Lage zu verstehen, und, wenn es notwendig ist, dann sind wir f\u00e4hig, mit einem Willen \u00fcber unser eigenes Schicksal zu entscheiden und k\u00f6nnen als eine geschlossene Nation auftreten. Von hier, dem Szeklerland, aus kann ich sagen, dass die im Ausland lebenden Ungarn sich f\u00fcr die Ungarn im Mutterland eingesetzt haben. Jede hier abgegebene Stimme war eine \u00dcbernahme der Verantwortung f\u00fcr Ungarn. Ich danke Ihnen dankbaren Herzens f\u00fcr diese \u00dcbernahme von Verantwortung und das Engagement im Namen der Menschen im Mutterland. Wir haben in einer schwierigen Schlacht, mit vereinter Kraft gesiegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Vom System zur \u00c4ra<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was ist in Ungarn geschehen? Wir haben unseren dritten Regierungszyklus abgeschlossen. Die J\u00fcngeren m\u00f6chte ich daran erinnern, auf jene im Nebel der Vergangenheit verschwindende Erinnerung hinweisen, dass wir einmal auch schon zwischen 1998 und 2002 an der Regierung gewesen waren, es ist also kein Versprecher, wenn ich sage, dass wir unseren dritten Regierungszyklus abgeschlossen und unseren vierten begonnen haben. Auf 1990, den Geburtstag der ungarischen Demokratie zur\u00fcckblickend k\u00f6nnen wir sagen, wir waren 16 Jahre in der Opposition und 12 Jahre an der Regierung. Wenn es der liebe Gott zul\u00e4sst und wir noch leben, dann werden wir am Ende dieser vier Jahre, die vor uns stehen, sagen k\u00f6nnen, dass sich die Balance eingestellt hat. Ich habe auch in meiner Antrittsrede als Ministerpr\u00e4sident gesagt, dass aber die Regierung aus Sportsm\u00e4nnern besteht, und wir uns mit einem Unentschieden nicht zufriedengeben. Wenn ich lediglich an die acht Jahre denke, die wir hinter uns gelassen haben, dann kann ich sagen, dass wir nach acht Jahren fortgesetzten Regierens die Chance zur Arbeit von noch weiteren vier Jahren bekommen haben. Ich deute dies dahingehend \u2013 und damit stimme ich der Meinung eines jungen ungarischen Analysten zu, dass man uns erm\u00e4chtigt hat, eine neue Epoche auszubauen. Den Zweidrittelsieg des Jahres 2010 hatte ich so gedeutet, dass man uns erm\u00e4chtigt hat, die beiden verworrenen Jahrzehnte des \u00dcbergangs abzuschlie\u00dfen und ein neues System zu errichten. Dies bedeutete in der Wirtschaft ein ungarisches Modell und in der Politik eine neue verfassungsm\u00e4\u00dfige Ordnung, eine auf nationaler und christlicher Grundlage ruhende neue verfassungsm\u00e4\u00dfige Ordnung. Durch unseren Zweidrittelsieg im Jahre 2014 haben wir die Erm\u00e4chtigung erhalten, dieses System zu stabilisieren. Damals entstand der durch unsere Gegner h\u00e4ufig verspottete Begriff des \u201eSystems der Nationalen Zusammenarbeit\u201c, was ja keine allzu geistreiche Formulierung ist, aber angesichts dessen, dass die ungarische Geschichte eher das System der nationalen gegenseitigen Behinderung zu sein pflegt, ist das im Grunde eine Zielstellung, die man anerkennen muss. Und unser Zweidrittelsieg von 2018 ist nichts anderes als die Erm\u00e4chtigung zum Ausbau einer neuen \u00c4ra. Doch ist es wichtig, uns daran zu erinnern, dass die \u00c4ra immer mehr ist als die politische Ordnung. Die \u00c4ra ist ein eigent\u00fcmliches und charakteristisches kulturelles Umfeld. Die \u00c4ra ist eine Ordnung geistiger Natur, eine Art gemeinsamer Stimmung, vielleicht auch Geschmackswelt, eine Art Verhaltensweise. Das System, das politische System ergeben im allgemeinen Regeln und politische Entscheidungen. Die \u00c4ra ist aber mehr als das. Die \u00c4ra ergibt sich eher aus den kulturellen Str\u00f6mungen, kollektiven \u00dcberzeugungen und gesellschaftlichen Gewohnheiten. Jetzt sehen wir uns der Aufgabe gegen\u00fcber, das hei\u00dft wir m\u00fcssen das politische System in eine kulturelle Periode einbetten. Deshalb ist es logisch, in keinster Weise \u00fcberraschend, dass die spannendste Diskussion unserer Tage gerade auf dem Gebiet der Kulturpolitik ausgebrochen ist. Und dies geschah beinahe sofort nach den Wahlen \u2013 wenn Sie die in Ungarn gef\u00fchrten politischen Diskussionen sowie jene des \u00f6ffentlichen Lebens verfolgen, dann k\u00f6nnen Sie verstehen, wovon ich spreche. Meiner Ansicht nach ist dies verst\u00e4ndlich und ist auch gut so, denn nach der dritten Zweidrittelmehrheit ist tats\u00e4chlich eine geistige und kulturelle Herangehensweise notwendig, und zweifellos stehen wir vor gro\u00dfen Ver\u00e4nderungen im September.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stabilit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber das vergangene eine Jahr kann ich Ihnen noch sagen, dass die Stabilisierung des auf nationaler und christlicher Grundlage stehenden politischen Systems gelungen ist. Die Grundlage scheint fest und best\u00e4ndig zu sein. Es ist also nicht unbegr\u00fcndet, wenn wir f\u00fcr die vor uns stehenden vier Jahre die Errichtung einer Epoche als Aufgabe festlegen. Stichpunktartig m\u00f6chte ich an dieser Stelle einige Tatsachen anf\u00fchren, die die Stabilit\u00e4t des nach 2010 errichteten politischen und Wirtschaftssystems ausdr\u00fccken. Hinsichtlich des Wachstums hat 2009 Ungarn ein Minus von sechs Prozent produziert, und 2017 waren es plus vier Prozent. Jetzt werde ich gro\u00dfe Zahlen sagen, doch die Dimensionen werden vielleicht verst\u00e4ndlich sein. Der Wert, den Ungarn im Laufe eines Jahres produzieren kann, betrug im Jahre 2010 insgesamt 27.224 Milliarden Forint, und jetzt 38.183 Milliarden. Wir stellen also seit 2010 in jedem Jahr einen um 11.000 Milliarden Forint gr\u00f6\u00dferen Wert her, als wir das fr\u00fcher getan hatten. Ein jeder kann wissen, dass wir die Finanzen in Ordnung gebracht haben. Die Kredite, die wegen der Krise von 2008 aufgenommenen Kredite haben wir zur\u00fcckgezahlt, den IWF haben wir nach Hause geschickt, das Defizit halten wir im Zaum, und die Staatsverschuldung haben wir von 85% auf 71% gesenkt. Man kann auch wissen, dass der Export von 19.690 Milliarden Forint auf 31.102 Milliarden Forint angewachsen ist. Noch nie lag er in der Geschichte Ungarns in dieser H\u00f6he. Die Zahl der Besch\u00e4ftigten im Alter zwischen 15 und 64 Jahren stieg von 55% im Jahre 2010 auf 69%, was bedeutet, dass heute um 756 tausend Menschen mehr in Ungarn arbeiten als noch vor 2010. Die L\u00f6hne stehen um sechzig Prozent besser als 2010. Der demographische Fertilit\u00e4tsindex ist von 1,25 auf 1,5 gestiegen, und wir sehen auch in solchen Zahlen die Stabilit\u00e4t wie die Zahl der \u00c4rzte. Heute arbeiten um 3.665 mehr \u00c4rzte als im Jahre 2010. Die Zahl der Straftaten ist auf die H\u00e4lfte zur\u00fcckgegangen, der Zugang zum Breitbandinternet ist von 51% auf 82% angestiegen, und \u2013 um noch eine andere Zahl zu erw\u00e4hnen, eine Zahl anderer Natur \u2013, die Zahl der Theaterbesuche ist in Ungarn 2017 um 3 Millionen 160 tausend angestiegen. 7 Millionen 601 tausend Theaterbesuche wurden 2017 registriert. Wenn ich also von Stabilit\u00e4t rede, dann geht es hierbei um die Stabilit\u00e4t des gesamten ungarischen Lebens, angefangen von der Wirtschaft bis zu den kulturellen Konsumierungsangewohnheiten der Mittelschicht bzw. zur Abnahme der Anzahl der Armen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gro\u00dfe Ziele<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist jene Stabilit\u00e4t, die all das nicht als blasiert oder von der Wirklichkeit losgel\u00f6st erscheinen l\u00e4sst, was ich hiernach sagen m\u00f6chte. Was kann man in solch einer Situation tun? In solch einer Lage, mit einer Unterst\u00fctzung von Zweidritteln bei den Wahlen kann eine nationale Regierung sich nicht weniger vornehmen, als sich gro\u00dfe Ziele zu setzen. So gro\u00dfe Ziele, die sie fr\u00fcher f\u00fcr unvorstellbar hielt. Derart gro\u00dfe Ziele, die der Arbeit der kommenden Jahre einen Sinn geben. Diese Ziele haben wir formuliert, ohne sie auszuf\u00fchren, auf die Frage antwortend, was hier geschehen wird. Jetzt erw\u00e4hne ich die wichtigsten von ihnen. Mit einem zeitlichen Horizont von 2030 rechnend m\u00f6chten wir, dass Ungarn zu den f\u00fcnf besten L\u00e4ndern der Europ\u00e4ischen Union geh\u00f6rt. Zu den f\u00fcnf besten L\u00e4ndern, in denen es am besten ist, zu leben, zu wohnen und zu arbeiten. Bis 2030 sollen wir zu den wettbewerbsf\u00e4higsten L\u00e4ndern der EU geh\u00f6ren. Bis 2030 wollen wir den Bev\u00f6lkerungsschwund aufhalten, bis 2030 wollen wir Klein-Ungarn auch physikalisch mit den anderen Gebieten verbinden. Die Schnellstra\u00dfen sollen bis an die Staatsgrenzen f\u00fchren. Bis 2030 soll Ungarn die Unabh\u00e4ngigkeit im Energiebereich erreicht haben, die zu einer wichtigen Dimension der Sicherheit geworden ist. Paks soll fertiggestellt werden und die neuen Energiequellen sollen genutzt werden. Dr\u00e4ngen wir die Volkskrankheiten zur\u00fcck, errichten wir die neue Ungarische Armee, und beginnen wir auch mit dem wirtschaftlichen Aufbau von Mitteleuropa!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Karpatenbecken<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das sind die Perspektiven, auf Grund derer all das verst\u00e4ndlich sein wird, was ich im Weiteren sagen werde. Am wichtigsten ist \u2013 aus dem Blickwinkel des hiesigen Ortes gesehen \u2013 unser Plan, das gesamte Karpatenbecken wiederaufzubauen. Ich habe den Eindruck von der historischen Situation, dass die hundert Jahre der ungarischen Einsamkeit zu Ende gegangen sind. Wir sind erneut stark, wir sind entschlossen, wir sind mutig, wir haben die Kraft, wir haben das Geld, wir verf\u00fcgen \u00fcber Ressourcen, und wir haben in den vergangenen Jahren unseren Nachbarn bewiesen, dass wer mit den Ungarn kooperiert, der profitiert. Der Moment ist da, damit wir das Karpatenbecken wieder aufbauen. Wir haben ein Angebot f\u00fcr unsere Nachbarn. Das Angebot kann man dahingehend zusammenfassen, dass wir nunmehr unsere L\u00e4nder endlich und auf seri\u00f6se Weise miteinander verbinden sollten! Verbinden wir unsere Gro\u00dfst\u00e4dte mit Schnellbahnen und Autobahnen. Es ist doch eine Schande, dass es keine solche Verbindung zwischen Debrecen und Nagyv\u00e1rad (Gro\u00dfwardein\/Oradea), zwischen Kassa (Kaschau\/Ko\u0161ice) und Miskolc, zwischen Ny\u00edregyh\u00e1za und Szatm\u00e1rn\u00e9meti (Sathmar\/Satu Mare), zwischen Esz\u00e9k (Essegg\/Osijek) und P\u00e9cs (F\u00fcnfkirchen) oder eben zwischen Kolozsv\u00e1r (Klausenburg\/Cluj-Napoca) und Budapest gibt. Unser Angebot ist auch, dass wir unsere Energienetze miteinander verbinden sollten. Es ist eine Schande, dass heute dies noch nicht die Realit\u00e4t ist. Wir schlagen vor, unser Angebot ist, dass wir unsere Verteidigungspolitik und auch die Entwicklung unserer Streitkr\u00e4fte miteinander abstimmen sollten. Und schlie\u00dflich ist es unser Angebot, gegenseitig in die Regionen der anderen zu investieren. Wir haben damit auch begonnen. Ich spreche jetzt nicht \u00fcber das Gesch\u00e4ft, aber als Ergebnis meiner gestrigen Gespr\u00e4che mit f\u00fchrenden ungarischen Pers\u00f6nlichkeiten im Ausland kann ich sagen, wir haben im Karpatenbecken mit der Renovierung und dem Aufbau von Kinderg\u00e4rten in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von etwa tausend begonnen. Das sind alles ungarischsprachige Kinderg\u00e4rten. Wir haben also ein Angebot f\u00fcr unsere Nachbarn. Errichten wir gemeinsam das Karpatenbecken. Dazu ist nat\u00fcrlich n\u00f6tig, dass wir auf der Grundlage des gegenseitigen Respekts stehen \u2013 unser Angebot ist auch nur in diesem Geiste g\u00fcltig. Und der gegenseitige Respekt erfordert die ehrliche Rede.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Rum\u00e4nen und Ungarn<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier ist schon gleich ein ausgezeichneter Anlass auf Grund des hundertj\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums. Vor hundert Jahren betrat Rum\u00e4nien die Epoche des modernen Rum\u00e4nien. Wir verstehen, dass es aus ihrer Sicht hieran etwas zu feiern gibt. Wir bitten darum, dass sie verstehen sollten, dass es aus unserem Blickwinkel hieran nichts zu feiern gibt. Wir bitten auch darum, dass wir der Tatsache ins Auge blicken sollten, dass das moderne Rum\u00e4nien seit hundert Jahren nichts mit der nat\u00fcrlichen Tatsache anfangen kann, dass hier mehr als anderthalb Millionen Ungarn leben. Wir wissen, in Bukarest wird gesagt, das Szeklerland existiere gar nicht. Ich stimme mit dem sich hierauf beziehenden feierlichen Slogan des RMDSZ \u00fcberein, der ausdr\u00fcckt, dass es schon existierte, als es das moderne Rum\u00e4nien noch gar nicht gab. Und wenn ich mich hier umsehe und wie ich die hiesigen Menschen kenne, kann ich ruhig behaupten, dass das Szeklerland auch dann noch existieren wird, wenn sich bereits ganz Europa dem Islam unterworfen haben wird. Darin k\u00f6nnen wir uns sicher sein. Unser Angebot lautet also in Richtung aller unserer Nachbarn, aber auch in die Richtung unserer rum\u00e4nischen Freunde, dass wir \u2013 anstatt die Wirklichkeit zu leugnen \u2013 diese Situation als eine Kraftressource auffassen und auch auf Siebenb\u00fcrgen als eine Kraftressource blicken sollten. Wir sollen ein erstarkendes Szeklerland, ein erstarkendes Ungarntum wollen, denn \u2013 wie das K\u00e1roly K\u00f3s formulierte \u2013 dies wird auch f\u00fcr Rum\u00e4nien einen Zuwachs an St\u00e4rke bedeuten. Auch diesen Weg k\u00f6nnten wir betreten, hier ist nur noch der Wille dazu notwendig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mitteleuropa-Thesen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn wir mit dem Aufbau des Karpatenbeckens fertig geworden sind \u2013 oder wom\u00f6glich parallel dazu \u2013, steht auch die Aufgabe vor uns, Mitteleuropa aufzubauen, das weiter und mehr ist als das Karpatenbecken. Hier ist die M\u00f6glichkeit, in den vor uns stehenden Jahren die gro\u00dfe, starke, sichere politische und Wirtschaftsregion Europas zu errichten, also Mitteleuropa. Sprechen wir es aus, dass neben der wirtschaftlichen Entwicklung, neben ihren Eigenheiten Mitteleuropa auch eine Region mit einer eigent\u00fcmlichen Kultur ist. Es ist anders als Westeuropa. Errichten wir es und lassen wir es akzeptieren. Im Interesse dessen, damit Mitteleuropa in Europa dem ihm zukommenden Platz erh\u00e4lt, lohnt es sich, einige Thesen zu formulieren. Ich habe f\u00fcnf Thesen f\u00fcr den mitteleurop\u00e4ischen Aufbau formuliert. Die erste lautet, dass es das Recht eines jeden europ\u00e4ischen Landes ist, seine christliche Kultur zu verteidigen, es das Recht besitzt, die Ideologie des Multikulturalismus zur\u00fcckzuweisen. Unsere zweite These lautet: Jedes Land besitzt das Recht, das traditionelle Familienmodell in Schutz zu nehmen, es besitzt das Recht, zu deklarieren, dass jedes Kind das Recht auf eine Mutter und auf einen Vater hat. Die dritte mitteleurop\u00e4ische These lautet so, dass jedes mitteleurop\u00e4ische Land das Recht besitzt, seine in nationalstrategischer Hinsicht eine Schl\u00fcsselbedeutung besitzenden Wirtschaftszweige und auch seine M\u00e4rkte zu verteidigen. Die vierte These lautet, dass jedes Land das Recht besitzt, seine Grenzen zu verteidigen, und es besitzt das Recht, die Einwanderung zu verwerfen. Und die f\u00fcnfte These lautet: Jedes europ\u00e4ische Land besitzt das Recht, in den wichtigsten Fragen auf das Prinzip von \u201eeine Nation \u2013 eine Stimme\u201c zu bestehen, und dieses Recht kann man auch nicht in der Europ\u00e4ischen Union umgehen. Das hei\u00dft, wir, Mitteleurop\u00e4er, behaupten, dass es ein Leben jenseits des Globalismus gibt. Er ist nicht der einzige Weg, den man beschreiten kann. Und der Weg Mitteleuropas ist der Weg des B\u00fcndnisses der freien Nationen. Dies ist eine Aufgabe, die \u00fcber das Karpatenbecken hinausf\u00fchrt, es ist eine Sendung, die auf uns wartet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Donald J. Trump<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun, das waren die friedlicheren Gew\u00e4sser. Wir fahren jetzt hinaus, sagen wir, vom Plattensee hinaus auf das offene Meer. \u00dcberblicken wir, was im Laufe eines Jahres um uns herum in der Welt geschehen ist. Zun\u00e4chst einmal hat der amerikanische Pr\u00e4sident seine Versprechen eingel\u00f6st. Sie k\u00f6nnen sich an das Abwinken der europ\u00e4ischen Elite erinnern, die sagte, das von dem amerikanischen Pr\u00e4sidenten gesteckte Ziel, nach dem er das multilaterale, das hei\u00dft auf mehrseitigen Vereinbarungen basierende Weltsystem in ein System umformen werde, das auf bilateralen Vereinbarungen basiert, sei unerreichbar. Sehen wir ein, dass er in dem vergangenen Jahr damit begonnen hat, planm\u00e4\u00dfig, mit der Genauigkeit eines Ingenieurs schreitet er voran, und es entfaltet sich vor unseren Augen eine auf bilateralen Vereinbarungen ruhende neue Weltpolitik und neue Weltwirtschaftsordnung. Das andere gro\u00dfe Ereignis in der um uns herum sich erstreckenden Welt im vergangenen Jahr war die Fortsetzung des chinesischen Marsches, der Entwicklung Chinas.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wladimir Putin<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der dritte solche Umstand, den wir beachten m\u00fcssen, ist, dass auch die Russen ihr Versprechen eingel\u00f6st haben \u2013 im Zusammenhang mit dem die Vertreter der europ\u00e4ischen liberalen Elite ebenso abgewunken haben wie im Fall der Amerikaner \u2013 und haben Schritte unternommen, und sind nahe daran, die Frage des Gastransports nach Europa unter der Umgehung der Ukraine zu l\u00f6sen. Der Nord Stream ist bald fertig, und die Pl\u00e4ne des T\u00fcrkischen Stream liegen auf dem Tisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Verschiebung Europas nach rechts<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und die vierte wichtige Sache, die im Laufe eines Jahres geschehen ist, war die Fortsetzung der Verschiebung Europas nach rechts. Es hat sich herausgestellt, dass dies nicht nur ein mitteleurop\u00e4ischer Prozess ist. Erinnern wir uns nur an das Ergebnis der deutschen Wahlen, der \u00f6sterreichischen Wahlen, oder gerade daran, wie die Italiener gew\u00e4hlt haben. Ein allgemeiner Prozess der Verschiebung nach rechts ist in ganz Europa zu beobachten. Ich f\u00fchre hier all diese Zusammenh\u00e4nge aus dem Grund an, weil es f\u00fcr ein Land mit 10 Millionen Einwohnern und f\u00fcr eine Nation von 15 Millionen Menschen, wie wir es sind, eine Existenzfrage ist, zu verstehen, was in der Umwelt geschieht. Wir m\u00fcssen der Tatsache ins Auge blicken, dass im Falle eines Landes unserer Art, eines Landes unserer Gr\u00f6\u00dfe das Risiko und die Folgen der Dummheit viel gr\u00f6\u00dfer sind als im Falle gr\u00f6\u00dferer, beleibter L\u00e4nder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wettbewerb<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist also f\u00fcr uns wichtig, zu verstehen, wer um uns herum in der Welt was will. Wir m\u00fcssen verstehen, was in der uns umschlie\u00dfenden internationalen Politik im kommenden Jahr geschehen wird. Die Amerikaner werden ihren Versuch fortsetzen, die f\u00fchrende Rolle in der Welt zu behalten und mit Erfolg mit China den Wettbewerb aufzunehmen. Vergessen wir nicht: China verf\u00fcgt \u00fcber eine vierfache demographische \u00dcbermacht, es besitzt eine innere Stabilit\u00e4t, es hat eine jetzt schon technologisch entwickelte und moderne Wirtschaft, das hei\u00dft die Zeit und die Prozesse stehen auf ihrer Seite. Die Amerikaner wollen sich damit nicht abfinden und haben erkannt, dass wenn alles so weitergeht, wie es unter den fr\u00fcheren Pr\u00e4sidenten lief, dann kann man das Ergebnis voraussehen. Sie besitzen eine Chance, sie wollen die internationalen Spielregeln \u00e4ndern. Ob dies ihnen gelingen wird, besonders ob ihnen dies ohne bewaffnete Konflikte gelingen wird, das kann heute noch niemand wissen, aber wir k\u00f6nnen uns sicher sein, dass diese Absicht ein die Weltpolitik bestimmender fester und entschlossener Wille ist. Deshalb werden sie im Rahmen der Ver\u00e4nderung der Spielregeln versuchen, jenen Handels\u00fcberschuss verschwinden zu lassen, der heute auf der Seite Europas ihnen gegen\u00fcber besteht. Hierauf deuten die auf einen Handelskrieg hinweisenden Auseinandersetzungen zwischen der Europ\u00e4ischen Union und Amerika. Sie werden im Zusammenhang mit der Einschr\u00e4nkung der Waffen mit den Russen eine \u00dcbereinkunft treffen und es wird ein russisch-amerikanisches Abkommen geben, und sie werden Handelspositionen ausbilden, wenn es sein muss mit Sanktionen, auch in der Relation China-USA.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ukraine<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was werden in dem kommenden Jahr die Russen machen, meine sehr geehrten Damen und Herren? Zum Verst\u00e4ndnis dessen m\u00fcssen wir wissen, dass Russland sich selbst als ein Land betrachtet, das sich in dem Fall nicht in Sicherheit befindet, wenn es nicht von Pufferzonen umgeben ist. Deshalb wird Russland nach der Etablierung von Pufferzonen streben, ebenso wie bisher. Ein Opfer dessen ist die Ukraine. Die Ukrainer haben beschlossen, dass sie von dieser Situation, die zur einen H\u00e4lfte auf westlichem und zur anderen H\u00e4lfte auf russischem Einfluss ruht, genug haben, und sie sich der westlichen Welt anschlie\u00dfen wollen, und sich deshalb von der russischen Zone losrei\u00dfen. Sie kommen n\u00e4her, vielleicht treten sie auch der NATO bei, der Europ\u00e4ischen Union und errichten die moderne Ukraine. Ich sehe keine NATO-Mitgliedschaft, die Realit\u00e4t f\u00fcr eine Mitgliedschaft in der Europ\u00e4ischen Union ist beinahe gleich Null. Und anstelle des neuen ukrainischen Staates sehe ich eine ukrainische Wirtschaft, die in Richtung der Schuldknechtschaft abdriftet. Das Ziel der Russen, den fr\u00fcheren Zustand wieder herzustellen, scheint nicht irreal zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Verh\u00e4ltnis zwischen Europ\u00e4ischer Union und Russland<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Zusammenhang m\u00fcssen wir \u00fcber das Verh\u00e4ltnis der Europ\u00e4ischen Union und Russland nachdenken. Und erlauben Sie mir, etwas vereinfacht, jedoch durchdacht zu sagen, dass die Europ\u00e4ische Union heute eine primitive Russlandpolitik, eine sich auf Sanktionen und Drohungen berufende Politik verfolgt. Sie ist nicht in der Lage, Distinktionen zu treffen. Das w\u00e4re notwendig, da es innerhalb der Europ\u00e4ischen Union L\u00e4nder gibt, die sich tats\u00e4chlich bedroht f\u00fchlen k\u00f6nnen, die tats\u00e4chlich das Gef\u00fchl haben k\u00f6nnen, dass sie ihr Leben Tag f\u00fcr Tag neben einem Sicherheitsrisiko verleben. Dazu geh\u00f6ren die baltischen Staaten und so ist es auch im Fall von Polen. Dieses Gef\u00fchl wird sowohl durch die Geschichte als auch durch die geographischen Gegebenheiten begr\u00fcndet. Zugleich ist es vollkommen offensichtlich, dass Ungarn keine solche Bedrohung versp\u00fcrt. Die Slowakei sp\u00fcrt keine solche Bedrohung, auch die Tschechen nicht und auch Westeuropa nicht \u2013 und auch wir haben unsere Gr\u00fcnde daf\u00fcr, uns so zu f\u00fchlen, wie wir es tun. Offensichtlich gibt es keine Politik, die f\u00fcr alle gleicherma\u00dfen gut ist, deshalb w\u00e4re es richtiger, wenn die NATO und die Europ\u00e4ische Union den Polen und den baltischen Staaten extra, super Sicherheitsgarantien bieten w\u00fcrden, und gleichzeitig den anderen Teilen Europas gestatten w\u00fcrde, endlich Handel zu treiben, eine wirtschaftliche Kooperation auszubauen, die Rohstoffe, die Energie und die Handelsm\u00f6glichkeit in die M\u00f6glichkeiten der eigenen wirtschaftlichen Entwicklung zu integrieren. Statt einer primitiven Russlandpolitik br\u00e4uchten wir im Fall der Europ\u00e4ischen Union eine gegliederte Russlandpolitik.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Nahe Osten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber noch eine L\u00e4ndergruppe muss ich sprechen, die immer aus dem Zentrum unseres Interesses zur\u00fccktritt. Dies ist die L\u00e4ndergruppe von der T\u00fcrkei, Israel und \u00c4gypten. Ich m\u00f6chte jetzt nicht lange \u00fcber sie sprechen, nur soviel sagen, dass es gut w\u00e4re, wenn man hier in Tusn\u00e1df\u00fcrd\u0151 und auch im Szeklerland w\u00fcsste, dass die Sicherheit Ungarns, des Szeklerlandes, des Karpatenbeckens und ganz Europas heute davon abh\u00e4ngt, ob die T\u00fcrkei, Israel und \u00c4gypten ausreichend stabile L\u00e4nder sind, um das von dort aus nach Europa erfolgende Heraufstr\u00f6men von Muslimen zu bremsen und aufzuhalten. Wenn diese L\u00e4nder, wenn irgendeines von diesen dreien seine Stabilit\u00e4t verliert, dann wird dies schwerwiegende Konsequenzen in der Sicherheit f\u00fcr ganz Europa haben. Erinnern Sie sich nur daran, als im Rahmen des Arabischen Fr\u00fchlings \u00c4gypten f\u00fcr einen kurzen Zeitraum seine Stabilit\u00e4t verloren hatte, welche Auswirkungen dies hatte. Doch dies gilt auch f\u00fcr die T\u00fcrkei. Man kann den Pr\u00e4sidenten m\u00f6gen oder nicht m\u00f6gen, man kann mit seinem politischen System sympathisieren oder nicht sympathisieren, doch eine Sache ist gewiss: Wir brauchen eine stabile T\u00fcrkei, die uns vor dem unkontrollierten Hereinstr\u00f6men von Massen von Migranten besch\u00fctzt. Das gleiche k\u00f6nnen wir \u00fcber Israel sagen. Wenn es kein Israel gibt, dann entsteht jener radikale muslimische geographische Raum, von dem Europa nur eine Bedrohung erwarten kann. Unser Interesse ist also, dass diese L\u00e4nder stabil bleiben sollen, dass sie ein stabiles politisches System und eine stabile politische F\u00fchrung, stabile politische F\u00fchrer haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die europ\u00e4ischen Streitkr\u00e4fte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hieraus ergibt sich eine einzige Schlussfolgerung f\u00fcr Europa. In einer derart komplizierten und sich ver\u00e4ndernden internationalen Situation k\u00f6nnen wir nicht so weiterleben, wie wir das bisher getan haben. Es kann nicht sein, dass Europa nicht in der Lage ist, f\u00fcr sich selbst die zu seinem eigenen Schutz notwendigen Kr\u00e4fte aufzustellen. Wir k\u00f6nnen nicht st\u00e4ndig auf Kosten der Amerikaner und unter dem amerikanischen Schutzschirm leben. Es ist gut, wenn sie hier sind, wir brauchen sie, wir brauchen die NATO, jedoch muss Europa \u00fcber die F\u00e4higkeit der eigenen Selbstverteidigung verf\u00fcgen, weshalb wir eine europ\u00e4ische Streitkraft ben\u00f6tigen. Die finanziellen Grundlagen daf\u00fcr sind vorhanden, die technologischen Grundlagen sind vorhanden, nur die politische Entschlossenheit fehlt. Diese m\u00fcssen wir im kommenden Zeitraum erschaffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Niedergang der europ\u00e4ischen Zivilisation<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und schlie\u00dflich m\u00f6chte ich einige S\u00e4tze zu Europa sagen. Dies ist die holprigste Etappe \u2013 ich bitte Sie, sich anzuschnallen. Ich kann Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren, f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr sagen, wenn wir Europa betrachten: Europa war einst eine gro\u00dfe Zivilisation. Europa war einst ein die Welt formendes Kraftzentrum. Dies war so, weil es den Mut hatte, zu denken, den Mut hatte, zu handeln, weil es mutig war und sich gro\u00dfe Sachen vornahm und diese verwirklichte. Wenn wir aus einer geistigen Perspektive die eine oder die andere Zivilisation betrachten, dann k\u00f6nnen wir die Feststellung treffen, dass dies seine eigene Literatur besitzt, nach der die Zivilisationen aus vier Dingen errichtet worden sind. Die Zivilisationen sind Dinge geistiger Natur. Sie bauen sich auf aus dem Geist der Religion, dem Geist der sch\u00f6pferischen Kunst, dem Geist der Forschung und dem Geist der gesch\u00e4ftlichen Unternehmung. Hieraus kann eine Zivilisation aufgebaut werden. Wenn wir unser Europa betrachten, dann sehen wir hinsichtlich des Geistes der Religion, dass es seine christlichen Grundlagen verleugnet hat. Hinsichtlich des Geistes der Kunst sehen wir, dass es Zensur gibt und man uns die politische Korrektheit aufzwingt. Hinsichtlich des Geistes der Forschung k\u00f6nnen wir \u00fcber unser Europa sagen, dass uns die USA \u00fcberholt haben und es China auch bald tun wird. Und hinsichtlich des Geistes der gesch\u00e4ftlichen Unternehmung k\u00f6nnen wir \u00fcber Europa sagen, dass anstelle des Geistes der gesch\u00e4ftlichen Unternehmung heute der Geist der B\u00fcrokratie Br\u00fcssel und die Wirtschaftsregelungen beherrscht. Diese Prozesse haben, meine sehr geehrten Damen und Herren, schon fr\u00fcher begonnen, jedoch zeigten sie sich besonders deutlich vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise von 2008.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Bankrott der europ\u00e4ischen Elite<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie schwerwiegend die Situation der europ\u00e4ischen Zivilisation ist, dies hat die Migrantenkrise gezeigt. Ich vereinfache den komplizierten Gedanken: Wir m\u00fcssen der Situation ins Auge blicken, dass die f\u00fchrenden Politiker Europas ungeeignet sind, sie haben Europa nicht vor der Einwanderung besch\u00fctzen k\u00f6nnen. Die europ\u00e4ische Elite hat versagt, und das Symbol dieses Versagens ist die Europ\u00e4ische Kommission. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute Nachricht ist, dass die Tage der Europ\u00e4ischen Kommission gez\u00e4hlt sind. Ich selbst habe sie auch gez\u00e4hlt, sie haben noch etwa dreihundert Tage und dann l\u00e4uft ihr Mandat ab. Die Kommission ist eine wichtige K\u00f6rperschaft in der Europ\u00e4ischen Union und ihre Beschl\u00fcsse haben ernsthafte Folgen f\u00fcr die Mitgliedsstaaten, so auch f\u00fcr Ungarn. Die Sache ist die, dass die Kommission laut des Grundvertrages die W\u00e4chterin des Vertrages, also des die Europ\u00e4ische Union erschaffenden Vertrages, genauer: der Vertr\u00e4ge, ist. Deshalb muss sie unparteiisch, unvoreingenommen sein und die vier Freiheiten garantieren. Stattdessen ist die Europ\u00e4ische Kommission heute parteiisch, denn sie steht auf der Seite der Liberalen. Sie ist voreingenommen, denn sie arbeitet gegen Mitteleuropa, und sie ist kein Freund der Freiheit, denn sie arbeitet statt dem Ausbau der Freiheit an dem Aufbau eines europ\u00e4ischen Sozialismus. Wir sollten uns freuen, dass ihre Tage gez\u00e4hlt sind. Hiernach sollten wir uns die Frage stellen, warum die europ\u00e4ische Elite versagt hat, die heute eine ausschlie\u00dflich liberale Elite ist?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Europa der offenen Gesellschaft<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hierauf k\u00f6nnen wir die Antwort geben \u2013 ich suche zumindest dort die Antwort \u2013, dass sie zun\u00e4chst ihre eigenen Wurzeln verleugnet hat und anstelle eines auf christlichen Grundlagen beruhenden Europas das Europa der offenen Gesellschaft errichtet. In dem christlichen Europa wurde die Arbeit anerkannt, besa\u00df der Mensch eine W\u00fcrde, waren Mann und Frau gleichberechtigt, war die Familie die Grundlage der Nation, war die Nation die Grundlage Europas und die Staaten garantierten die Sicherheit. In dem heutigen Europa der offenen Gesellschaft gibt es keine Grenzen, die europ\u00e4ischen Menschen kann man durch Einwande-rer abl\u00f6sen, die Familie ist zu einer je nach Gutd\u00fcnken variierbaren Form des Zusammenlebens geworden, die Nation, das nationale Selbstbewusstsein und das Nationalgef\u00fchl gelten als negativ und \u00fcberholt, und der Staat garantiert nicht mehr die Sicherheit in Europa. Im liberalen Europa bedeutet in Wirklichkeit Europ\u00e4er zu sein, rein gar nichts. Das hat keine Richtung, das ist nur eine Form ohne Inhalt. Hinzu kommt noch, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass sich die liberale Demokratie in \u2013 und jetzt leiste ich der Provokation von L\u00e1szl\u00f3 T\u0151k\u00e9s in dem Moment Gen\u00fcge, in dem ich etwas \u00fcber den Illiberalismus sagen muss \u2013 hinzu kommt also noch, dass sich die liberale Demokratie in eine liberale Nichtdemokratie entwickelt hat. Die Situation im Westen ist die, dass es Liberalismus gibt, aber keine Demokratie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zensur im Westen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Mangel an Demokratie k\u00f6nnen wir mit dem Argument unterst\u00fctzen, dass in Westeuropa die Begrenzung der Redefreiheit und die Zensur allgemein geworden sind. Die f\u00fcr die liberale Elite unangenehmen Nachrichten werden von den f\u00fchrenden Politikern der Staaten und den Technologieriesen gemeinsam kontrolliert. Wer dies nicht glaubt, der sollte diese Homepages besuchen, soll in das Netz der sozialen Medien gehen und sich anschauen, mit welchen raffinierten, listigen Methoden die Zugangsm\u00f6glichkeiten zu Nachrichten \u00fcber Migranten, Einwanderer und andere in diesem Themenkreis entstandenen negativen Nachrichten verschlossen werden und auf welche Weise man die europ\u00e4ischen B\u00fcrger von der M\u00f6glichkeit abschneidet, mit der Wirklichkeit konfrontiert zu werden. Die liberale Konzeption der Meinungsfreiheit hat sich dahin entwickelt, dass die Liberalen die Verschiedenheit der Meinungen bis zu dem Punkt f\u00fcr wichtig halten, bis sie nicht ersch\u00fcttert feststellen m\u00fcssen, dass es auch andere Meinungen gibt. Die liberale Pressefreiheit erinnert uns an den al-ten sowjetischen Witz, der da lautet: Wo immer ich auch das Produkt der Fahrradfabrik zusammensetze, es wird immer ein Maschinengewehr daraus. Wie auch immer ich diese liberale Pressefreiheit zusammensetze, am Ende wird daraus Zensur und politische Korrektheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Wahlen zum Europ\u00e4ischen Parlament 2019<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies ist die Diagnose, die ich Ihnen geben kann. Schauen wir, worauf wir hiernach hoffen k\u00f6nnen, was wir tun m\u00fcssen, was wir tun k\u00f6nnen? Ich empfehle uns allen, liebe Freunde, dass wir all unsere Kr\u00e4fte auf die 2019er europ\u00e4ischen Wahlen konzentrieren. Sicherlich gibt es hier viele, die sich daran erinnern, dass die alle f\u00fcnf Jahre abzuhaltenden europ\u00e4ischen Wahlen im Allgemeinen mit einem Abwinken erledigt werden, wir sie mit einem Abwinken erledigen. Wir versp\u00fcren nicht wirklich, dass sie eine Bedeutung h\u00e4tten. Hier m\u00f6chte ich auch anf\u00fchren, dass die europ\u00e4ische Elite zu beklagen pflegt, wie schade es doch sei, dass alle europ\u00e4ischen Wahlen in Wirklichkeit Wahlen \u00fcber nationale Angelegenheiten seien und es kein Thema gebe, das eine gro\u00dfe gesamteurop\u00e4ische Frage w\u00e4re und in der die europ\u00e4ischen B\u00fcrger gemeinsam entscheiden k\u00f6nnten. Ich melde gehorsamst, diese Situation ist zu Ende gegangen, es gibt eine gesamteurop\u00e4ische ernsthafte Frage, zu der man die Menschen bisher \u2013 abgesehen von Ungarn \u2013 nirgendwo befragt hat. Bei uns gab es eine Volksabstimmung \u00fcber die Einwanderung. Es ist an der Zeit, dass es bei den europ\u00e4ischen Wahlen tats\u00e4chlich um eine gro\u00dfe ernsthafte gemeinsame europ\u00e4ische Frage, um die Einwanderung und die mit ihr zusammenh\u00e4ngende Zukunft gehen soll, und deshalb empfehle ich auch, dass wir im kommenden Jahr all unsere Kr\u00e4fte auf diese gro\u00dfe und eine entscheidende Bedeutung besitzende Wahl konzentrieren. Wenn Europa \u00fcber die Einwanderung entscheidet, dann entscheidet es nat\u00fcrlich auch dar\u00fcber, was wir als \u201eeurop\u00e4ische Elite\u201c bezeichnen, und beantwortet die Frage, ob die europ\u00e4ische Elite die Frage der Einwanderung richtig gehandhabt hat. Die europ\u00e4ische Elite ist sichtlich nerv\u00f6s. Sie ist nerv\u00f6s, denn durch die vor uns stehenden europ\u00e4ischen Wahlen, durch das eventuelle, unserer Einstellung nach vorteilhafte Ergebnis k\u00f6nnte die gro\u00dfangelegte Umformung Europas, die wir nur als Soros-Plan bezeichnen, ins Stocken geraten. Das gro\u00dfe Ziel, Europa umzuformen und Europa in das postchristliche Zeitalter zu f\u00fchren und Europa in die postnationale Periode treten zu lassen, dieser Prozess kann an den europ\u00e4ischen Wahlen steckenbleiben, meine sehr geehrten Damen und Herren, und es ist in unserem elementaren Interesse, ihn auch aufzuhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Unm\u00f6glichwerden der christlichen Merheitspolitik<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere Gegner sind schon sehr nahe am Erfolg angekommen. Wir versp\u00fcren es gar nicht, wie nah sie ihm schon sind. Und wir versp\u00fcren auch gar nicht, welche Bedeutung diese Tatsache besitzt. Ohne weitere Erkl\u00e4rungen m\u00f6chte ich nur einen kurzen Ausblick geben. Wenn Sie an die vergangenen hundert und einige Jahre der europ\u00e4ischen Demokratie zur\u00fcckdenken, dann k\u00f6nnen Sie jene Struktur erkennen, dass in Europa \u00fcber sie im Wesentlichen der Wettbewerb zwischen den auf innerhalb der christlichen Traditionen verbliebene Grundlagen sich organisierenden Gemeinschaften, nennen wir sie christdemokratische Parteien, sowie jenen, diese Tradition in Zweifel ziehenden, aus ihr ausgetretenen Gemeinschaften vertretenden Organisationen, nennen wir sie linke liberale Parteien, entschieden hat. Europa schritt auf die Weise voran, indem diese beiden Kr\u00e4fte miteinander im Wettbewerb standen. Manchmal gewann die eine, dann die andere. Dieser Wettbewerb hatte auch eine gute Wirkung. Er hat auch Energien, geistige Kr\u00e4fte freigesetzt. Im Grunde genommen garantierte dieser Wettlauf die Entwicklung Europas, dies war zugleich ein politischer und ein geistiger Wettbewerb. Das war Europa bisher, das war die europ\u00e4ische Politik, auf diese Weise wurde die Machtfrage in Europa entschieden. Aber, meine lieben Freunde, wenn sich jene Situation herausbildet, dass es in den verschiedenen L\u00e4ndern jeweils eine die zehn Prozent erreichende oder sie \u00fcbersteigende muslimische Bev\u00f6lkerung geben wird, \u00fcber die wir mit Sicherheit wissen, dass sie niemals ihre Stimme einer christlichen Partei geben wird, und wenn wir dies zu den die christlichen Traditionen bereits aufgegebenen europ\u00e4ischen Ureinwohnern hinzu-rechnen, dann muss ich sagen, wenn die Situation diese sein wird, dann wird man in Europa auf christlicher Grundlage nie mehr eine Wahl gewinnen k\u00f6nnen, und die die christlichen Traditionen bewahrenden Gruppen und die christliche Tradition wird aus der Sph\u00e4re der Macht verdr\u00e4ngt werden und man wird ohne sie \u00fcber das Schicksal Europas entscheiden. Das ist hier die Situation und das ist hier das Ziel, und wir sind so nah daran, dass dies eintritt, meine sehr geehrten Damen und Herren!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Christdemokratie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb sind die vor uns stehenden Wahlen von entscheidender Bedeutung, bei diesen Wah-len m\u00fcssen wir zeigen, dass es eine Alternative zur liberalen Demokratie gibt. Diese hei\u00dft Christdemokratie, und man kann auch die liberale Elite durch eine christdemokratische Elite abl\u00f6sen. Im Zusammenhang zwischen Christentum und Politik gibt es nat\u00fcrlich zahlreiche Zusammenh\u00e4nge in Mitteleuropa, auch an dieser Stelle muss ich eine Anmerkung in Klammern machen. Bei der Christdemokratie geht es nicht darum, dass wir Glaubenss\u00e4tze, in diesem Fall christliche Glaubenss\u00e4tze verteidigen m\u00fcssen. In der Frage von Verdammnis und Erl\u00f6sung sind weder die Staaten noch die Regierungen zust\u00e4ndig. Die christdemokratische Politik bedeutet, dass man die aus der christlichen Kultur emporgewachsenen Daseinsformen verteidigen muss. Nicht die Glaubenss\u00e4tze, sondern die aus ihnen hervorgegangenen Lebensformen. So eine ist die W\u00fcrde des Menschen, so etwas ist die Familie, so etwas ist die Nation, denn das Christentum will nicht auf dem Weg der Liquidierung der Nationen zur Universalit\u00e4t gelangen, sondern \u00fcber die Bewahrung der Nationen, und solche sind auch unsere Glaubensgemeinschaften \u2013 dies alles muss man sch\u00fctzen und st\u00e4rken, das ist die Sache der Christdemokratie und nicht die Verteidigung der Glaubenss\u00e4tze.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Illiberale Demokratie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn wir bis an diesen Punkt angelangt sind, dann m\u00fcssen wir nur noch eine Falle umgehen, eine einzige geistige, nat\u00fcrliche Falle, denn der Mensch ist ja nun mal so, dass er seine Komfortzone nicht gern verl\u00e4sst, seinen Diskussionspartnern gegen\u00fcber gerne Konzessionen macht, doch in Fragen geistiger Natur ist dies eher sch\u00e4dlich als vorteilhaft. Hier h\u00e4ngt, hier tanzt ein K\u00f6der vor unserer Nase. Und dieser ist nichts anderes als der Satz, laut dem in der Wirklichkeit auch die Christdemokratie liberal sein k\u00f6nne. Ich empfehle uns allen, nicht zu hastig zu sein, damit wir nicht zuf\u00e4llig am Angelhaken h\u00e4ngen bleiben, denn wenn wir dies akzeptieren, dann verliert jener Kampf, verliert jene Auseinandersetzung, die wir bisher gef\u00fchrt haben, ihren Sinn, und dann haben wir vergebens gearbeitet. Sprechen wir es ruhig aus, dass die Christdemokratie nicht liberal ist. Die liberale Demokratie ist liberal, die Christdemokratie ist per definitionem nicht liberal, sie ist, sozusagen, illiberal. Und das k\u00f6nnen wir in einigen wichtigen Angelegenheiten, sagen wir in drei gro\u00dfen Angelegenheiten konkret auch formulieren. Die liberale Demokratie steht auf der Seite des Mulitkulti, w\u00e4hrend die Christdemokratie den Vorrang der christlichen Kultur einr\u00e4umt, was ein illiberaler Gedanke ist. Die liberale Demokratie bef\u00fcrwortet die Einwanderung, die Christdemokratie ist gegen die Einwanderung, was ein echter illiberaler Gedanke ist. Und die liberale Demokratie steht auf der Seite der variierbaren Familienmodelle, w\u00e4hrend die Christdemokratie auf der Grundlage des christlichen Familienmodells steht, was ebenfalls ein illiberaler Gedanke ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die 68er Elite<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine sehr geehrten Damen und Herren, \u00fcberwinden wir uns also, gehen wir auf diese geistige Diskussion ein und wappnen wir uns auf diese Weise f\u00fcr die Wahlen zum Europ\u00e4ischen Parlament! Wir stehen vor einem gro\u00dfen Moment, wir werden sehen, ob er eintritt. Die Chance ist vorhanden, doch werden wir im Mai des kommenden Jahres uns nicht einfach nur von der liberalen Demokratie, den darauf errichteten liberalen undemokratischen politischen Systemen verabschieden k\u00f6nnen, sondern auch von der \u201968er Elite, so wie sie ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die 90er<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn die \u201968er Elite geht, dann m\u00fcssen wir nur noch eine einzige Frage beantworten: Wer kommt? Und hierauf m\u00fcssen wir die bescheidene Antwort geben, dass wir kommen. N\u00fcchtern, ruhig, zur\u00fcckhaltend m\u00fcssen wir sagen, dass die \u201990er kommen. An die Stelle der \u201968er kommen die \u201990er. Die antikommunistische, christlich verpflichtete, \u00fcber Nationalgef\u00fchl verf\u00fcgende Generation kommt jetzt in der europ\u00e4ischen Politik an. Vor drei\u00dfig Jahren haben wir noch gedacht, Europa sei unsere Zukunft, und heute denken wir, dass wir die Zukunft Europas sind. Vorw\u00e4rts! Ich bedanke mich f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle:<\/em><br \/>\n<em>https:\/\/visegradpost.com\/de\/2018\/07\/30\/sich-von-der-68er-elite-verabschieden-das-neue-projekt-viktor-orbans-vollstandige-rede<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich w\u00fcnsche allen Anwesenden einen guten Tag! Es ist eine Ehre, erneut hier sein zu d\u00fcrfen, und gemeinsam mit unserem Herrn Bischof T\u0151k\u00e9s heute zu Ihnen sprechen zu d\u00fcrfen. Um gleich die ernste Stimmung durch eine seiner ironischen Bemerkungen etwas zu lockern, zitiere ich sie hier sofort. 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