{"id":15685,"date":"2018-07-07T08:23:39","date_gmt":"2018-07-07T06:23:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=15685"},"modified":"2018-07-07T08:23:39","modified_gmt":"2018-07-07T06:23:39","slug":"es-ist-genug-predigt-ueber-1-koenige-191-18","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=15685","title":{"rendered":"&#8222;Es ist genug!&#8220; Predigt \u00fcber 1. K\u00f6nige 19,1-18"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Es ist genug! Ein Bote Gottes ist abgehauen und sagt: \u201eEs ist genug!\u201c. Ein Sprecher Gottes hat das Handtuch geworfen und ruft: \u201eEs ist genug!\u201c. Ein Prophet Gottes hat die Segel gestrichen und schreit: \u201eEs ist genug! Es reicht mir! Es stinkt mir! Es ist genug!\u201c Nein, von Kraftprotzen ist in der Bibel nicht die Rede, die mit ihren Muskelpaketen die Welt aus den Angeln heben. Und von Superstars erst recht nicht, die mit ihrem Glitzeranzug alles \u00fcberstrahlen. Aber von Elendsb\u00fcndeln und Nervenb\u00fcndeln, die den ganzen Bettel hinwerfen und sagen: \u201eEs ist genug!\u201c<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Elia am Ende! Am Ende seiner Nerven. Eben ist die Megastunde auf dem Karmel zu Ende gegangen. Die Kraftprobe zwischen Gott und Baal ist eindeutig zu Gunsten Gottes entschieden worden. 850 Baals-Priester starben am Fl\u00fcssschen Kischon.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDer HERR ist Gott! Der HERR ist Gott!\u201c, so wusste das Volk wieder. Aber Kierkegaard sagt: \u201eDie Stunde nach der heiligen Stunde ist die gef\u00e4hrliche Stunde.\u201c Immer ist das so! Die Stunde nach der heiligen Stunde ist die gef\u00e4hrliche Stunde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da wird an seinem Haus eine Depesche abgegeben. Sofort erkennt er die Handschrift Isebels, Frau des K\u00f6nigs, die auch im B\u00f6sen seine bessere H\u00e4lfte ist. Und dieses arrogante und schmutzige Weibst\u00fcck gibt&#8217;s ihm schriftlich: \u201eDie G\u00f6tter tun mir dies und das, wenn ich an dir nicht tue, was du an mir getan hast.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und Elia?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Elia pariert nicht und sagt. \u201eWenn eurer k\u00f6niglichen Hoheit mit einem K\u00e4ppchen Blut gedient ist: wohlan.\u201c Und Elia retouriert nicht und sagt: \u201eWenn eurer Majest\u00e4t mit einem Bauernopfer gen\u00fcge getan ist: wohlauf.\u201c Und Elia speditiert diesen Brief nicht sofort in den Kamin. Der, der vor K\u00f6nigen und Gener\u00e4len gestanden wie ein Fels, der wird weich in den Knien wie Butter. Wegen einer eisernen Lady, die Gift und Galle spuckt, zieht er den Schwanz ein. Weil er um sein Leben f\u00fcrchtet, haut er ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Irgendwo in der W\u00fcste bricht er zusammen. Elia am Ende seiner Nerven und am Ende seiner Kraft und am Ende seines Glaubens! Umsonst, geht es wie ein M\u00fchlrad durch seinen Kopf! Umsonst! Umsonst war meine Predigt auf dem Karmel! Umsonst war mein Einsatz in der Gemeinde! Umsonst war mein Gebet!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">O, Gott, was hab ich alles eingesetzt, und alles ist in den Sand gesetzt! Mir reicht&#8217;s, mir langt&#8217;s, mir stinkt&#8217;s! Es ist genug!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und der auf dem Boden liegende hat nur eine Melodie auf den Lippen, einen Kehrreim, eine Refrain des Pessimismus \u2013 n\u00e4mlich: Es ist genug!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist genug!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und die Frage: nur er? Wie viele sind heute Morgen fix und fertig? Wieviel sind heute Morgen am Boden? Wieviel unter uns sagen: \u201eIch kann nicht mehr! Ich kann nicht mehr!\u201c Viele sind am Ende ihrer Nerven, weil sich die Isebels immer frecher aufspielen und all die \u00fcber die Klinge springen lassen, die nicht nach ihrer Pfeife tanzen. Und sie sind am Ende ihres Glaubens, weil sich die Kluft zwischen Glaube und Wirklichkeit weiter auftut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber, liebe Freunde, deshalb haben Sie auch nur diesen Kehrreim, diesen Refrain im Kopf: umsonst! Umsonst! Umsonst war mein Kampf in der Familie! 17 Jahre meine Kids umsorgt und versorgt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann haben sie die Koffer gepackt und sind ohne Dank ausgezogen und bei der Freundin eingezogen. Umsonst war meine Predigt in der Gemeinde! Was habe ich gepredigt! Was habe ich Bibelstunden gehalten! Was habe ich Leute besucht und was ist herausgekommen? Weggeblieben sind sie! Ferngeblieben sind sie! Zu Hause geblieben sind sie! Umsonst war mein Gebet. Jahrelang gebettelt und gebettelt. Und was ist dabei herausgekommen? Die Schmerzen sind gr\u00f6\u00dfer und die Lasten noch schwerer geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">O, mir reicht&#8217;s! Mir langt&#8217;s! Es ist genug!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber wissen Sie, wessen Herz heute Morgen mitschwingt, der h\u00f6re und wisse: dass Gott immer erst am Anfang ist, wenn wir schon am Ende sind. Wenn wir am Ende sind, ist Er erst am Anfang: mit Seiner F\u00fcrsorge, mit Seiner Seelsorge und mit Seiner Vorsorge. Und genau von dem ist hier die Rede. Und von dem m\u00fcssen wir auch reden.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li><strong><u> Seine F\u00fcrsorge<\/u><\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also, dieses erste: Seine F\u00fcrsorge f\u00e4ngt an und zwar in der W\u00fcste Negev. \u201eNur schlafen, nur schlafen\u201c, sagt er, wie im Nibelungenlied. Und er schl\u00e4ft wie ein Murmeltier.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und pl\u00f6tzlich eine Gestalt, ein Bote Gottes. Einer aus dem himmlischen Hofstaat, der den Menschen so \u00e4hnlich sieht. Und der hat alle M\u00fche zu tun, diesen Siebenschl\u00e4fer \u00fcberhaupt wach zu kriegen. Zweimal muss er zugreifen und sch\u00fctteln. Und als er dann die Augen und die Ohren auftut, da h\u00f6rt er keine Straflektion: \u201eSteh&#8216; auf und entschuldige dich! Steh&#8216; auf und zur\u00fcck, marsch, marsch.\u201c Keine Straflektion, sondern eine Einladungsaktion.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eSteh&#8216; auf und iss!\u201c Brot und Wasser steht in der W\u00fcste. Das ist Gottes F\u00fcrsorge, die keinen in der Hitze verdursten und keinen in der D\u00fcrre verhungern l\u00e4sst. Das ist jenes himmlische Catering, von dem schon David begl\u00fcckt war: \u00bb<em>Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde<\/em>\u00ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich h\u00e4tte sich Elia fragen und sich sagen k\u00f6nnen: \u201eNur Wasser und Brot? Kein Weizenbier, keine Schinkenwurst, kein Bauernbrot? Mit diesen paar Kalorien soll ich durch die W\u00fcste kommen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber Gott sagt \u2013 in Umkehrung dieses pessimistischen Kehrreims: \u201eEs ist genug!\u201c Dieses Brot s\u00e4ttigt und dieses Wasser l\u00f6scht den Durst. Mit meinen N\u00e4hrwerten kommst du ans Ziel. Dies gen\u00fcgt. Und dies gen\u00fcgt bis zum heutigen Tag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Freunde: Gott sorgt f\u00fcr seinen Leute! Gott sorgt f\u00fcr seine Leute! Seine Mittel sind zwar gering, aber sie sind genug. Mehr als diese St\u00e4rkung brauchen wir nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Uns begegnet nicht nur ein Bote Gottes, sondern uns begegnet der Sohn Gottes selbst. Und so wie damals am letzten Tag beim Fest in Jerusalem, das am sch\u00f6nsten war, als Er \u00fcber den Tempelplatz lief, so geht dieser HERR Jesus heute Morgen durch unsere Kirchen, durch diese Reihen und sagt es jedem: \u00bb<em>Wen da d\u00fcrstet, der komme, wer da am Boden liegt, der komme, wer da fertig ist, der komme. Ich will ihm geben von dem Wasser, von dem lebendigen Wasser umsonst.<\/em>\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann zeigt Er auf den Teller, der immer wieder auf dem Altar steht: \u201eDas ist mein Bund, das ist das Brot das satt macht.\u201c Und dann zeigt Er auf den Kelch, der auf den Altar steht und sagt: \u00bb<em>Das ist mein Blut, der neue Bund, der euch st\u00e4rkt und auf die F\u00fc\u00dfe stellt. Nehmet hin und trinket, das ist&#8217;s<\/em>\u00ab. Abendmahl ist Mahlzeit unterwegs. Warum ist denn dieses Mahl ferner als die Ammoniten der Kreidezeit? Wenn uns Freunde zum Grillen einladen, dann ist das ok. Und, wenn uns Kumpels zur Party einladen, ist das auch recht. Und, wenn uns Verwandte zur Familienfeier einladen, dann freuen wir uns. Und, wenn Gott an seine Tisch bittet, dann sind wir verlegen und drucksen herum und winken schlie\u00dflich ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Freunde, genau dort will Er es doch den Niedergeschlagenen sagen: steh auf und iss! Der Gehorsam gegen den Befehl Jesu Christi ist noch nie das schlechteste Motiv gewesen, wieder zum Abendmahl zu gehen. Dort, dort will Er es Ihnen doch wieder ganz zusagen: \u00bb<em>Meine Kraft ist in den Schwachen m\u00e4chtig<\/em>\u00ab. Meine Kraft ist in Ihnen m\u00e4chtig. Dieser Elia, der findet in der W\u00fcste wieder zum Leben. Schauen Sie sich in Ihrer W\u00fcste um: Gottes Kellner sind noch unterwegs. Gottes F\u00fcrsorge f\u00e4ngt mit dem Mahl an.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"2\">\n<li><strong><u> Seine Seelsorge<\/u><\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist das erste und nun das zweite, Gottes Seelsorge f\u00e4ngt an und zwar oben auf dem Berg Sinai.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach 40-t\u00e4gigem Gewaltmarsch erreicht Elia diesen Gipfel. Und sofort wird ihm klar: hier hat doch Mose seine H\u00e4nde ausgestreckt, um die zwei Gebotstafeln zu empfangen. Hier ist doch Mose gekniet, um f\u00fcr sein Volk zu flehen. Hier an dieser Stelle muss wieder eine Begegnung mit dem Lebendigen m\u00f6glich sein. Und dann, wegen Wind und Wetter sucht er Zuflucht in einer H\u00f6hle. Aber Gott will Seinen Knecht nicht in der H\u00f6hle. Gott will Seine Leute nie in der H\u00f6hle. Es gibt ja nicht nur H\u00f6hlen aus Stein, es gibt ja auch aus Angst und aus Depressionen, aus Krankheit. In welcher H\u00f6hle Sie sich auch an diesem Morgen befinden: H\u00f6ren Sie, was Elia geh\u00f6rt hatte: \u201eGeh&#8216; heraus, geh&#8216; heraus aus deiner H\u00f6hle! Geh&#8216; heraus und begegne Deinen Gott.\u201c So wie dieser Mann. Er trat heraus auf den Gipfel und dann erlebte er das , was jeder Gebirgler in den Bergen f\u00fcrchtet, n\u00e4mlich ein Gewitter. Dunkle Wolken ziehen auf und dann heult der Sturm und wirft die Gesteinsbrocken ins Tal, aber Elia kann darin nicht g\u00f6ttliches erkennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann bebt die Erde und Felsw\u00e4nde brechen zusammen und versch\u00fctten die Wege. Aber Elia kann darin nichts G\u00f6ttliches erkennen. Und dann blitzen diese Feuer \u00fcber den Nachthimmel, dieses Zucken. Alles wird hell, aber er kann darin nichts G\u00f6ttliches erkennen. Erst als dieses Inferno vorbei ist und es ganz Stille wird, ganz Stille wird, da auf einmal h\u00f6rt er &#8211; und so hat es einer \u00fcbersetzt &#8211; da h\u00f6rt er die Stimme dieses feinen Schweigens, die Stimme dieses feinen Schweigens. Es ist die Stimme der Stille, in der Gott ist. Und Elia h\u00e4tte sich wieder sagen k\u00f6nnen: \u201eNur Worte, kein Beleg, kein Pfand, kein Beweis Seiner Herrlichkeit?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und Gott sagt: \u201eEs ist genug!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mehr als diese meine Worte brauchst du nicht. Mit Meinem Wort kannst du leben, mit Meinem Wort kannst du sterben, mit Meinem Wort kannst du auferstehen. Mehr als diese Worte brauchst du nicht.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und, liebe Freunde, mehr brauchen Sie auch nicht. Gott begegnet Ihnen nicht in den St\u00fcrmen, die gegenw\u00e4rtig durch unsere Welt gehen. Und Gott begegnet Ihnen auch nicht in den Ersch\u00fctterungen Ihres Lebens. Die vergessen Sie bald wieder. Und Gott begegnet Ihnen auch nicht in den Feuern der Gurus die alles hell machen wollen. Gott begegnet Ihnen in der Stille Seines Wortes, wenn es Ihnen gelingt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und ich m\u00f6chte Ihnen Mut machen, mindestens einmal, ich rate Ihnen zweimal am Tage, zweimal am Tage das Donnerwetter der Zeit zu fliehen und stille zu werden \u00fcber Seinem Wort. Dann, dann h\u00f6ren Sie wieder die Stimme dieses feinen Schweigens. Das brauchen Sie, diese Stimme des feinen Schweigens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein kleine Geschichte zum Aufwachen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wissen Sie, so wie die Autos zum T\u00dcV m\u00fcssen, so m\u00fcssen die Senioren zum Arzt. Man muss ja noch wissen, ob die Gehirnsteuerung funktioniert, ob das Herz richtig rotiert und ob die Essbremse \u00fcberhaupt noch in Ordnung ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So ging ich auch zum Herrn Doktor. Und er machte es gr\u00fcndlich. Er schaute mich an, er horchte mich ab, er fragte mich aus. Und dann sagte er zum Schluss, jetzt machen wir noch ein EKG. Ich dachte nat\u00fcrlich ans Evangelische Kirchengesangbuch und wollte schon ein \u201eLobe den HERRN\u201c anstimmen. Aber er verkabelte mich, schaute diese Linien an und riet mir zum Schluss: \u201eJeden Tag 15 Minuten raus mit dem Fahrrad.\u201c Ich fragte zur\u00fcck: \u201eNicht mit dem Auto? W\u00e4re mir lieber\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeden Tag 15 Minuten raus mit dem Fahrrad. Ich bin kein Doktor, aber ich rate Ihnen Einfacheres: Jeden Tag 15 Minuten raus mit der Bibel. Wissen Sie, dort spricht dieser Gott mit Ihnen pers\u00f6nlich. \u00bb<em>Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, Du bist mein<\/em>\u00ab. Dort spricht dieser Gott mit Ihnen herzlich. \u00bb<em>Ich habe dich lieb und ich habe dich in meine H\u00e4nde geschrieben und ich will dich nicht lassen<\/em>\u00ab. Und in diesen Seinem Wort spricht er mit Ihnen, einfach herrlich. \u00bb<em>Ich lebe und du sollst auch leben<\/em>\u00ab. Und, wenn du krank bist, sollst du auch leben. Und, wenn du stirbst, sollst du auch leben. Ewig leben, \u201eDas wird allein Herrlichkeit sein, wenn frei von weh ich dein Angesicht seh.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gottes Seelsorge f\u00e4ngt mit seinem Wort an. Das ist das zweite.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"3\">\n<li><strong><u> Seine Vorsorge<\/u><\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und jetzt noch dieses dritte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gottes Vorsorge f\u00e4ngt an und zwar dr\u00fcben in Israel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Elia muss ja wieder zur\u00fcck. Ach, er w\u00e4re so gerne dort geblieben, wo es einem so wohl ist, wie in so manchen Gottesdienste. Man will ja gar nicht mehr nach Hause, man will ja gar nicht ins Gesch\u00e4ft. Was alles auf einen hereinbricht, wo es einem so wohl ist. Aber Elia wird wieder zur\u00fcck geschickt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott will keine Aussteiger. Fromme Aussteiger versteigen sich nur in fixe Ideen. Er will, dass Sie wieder einsteigen am alten Platz. Und Elia wird es dort nicht leicht haben. So, wie wir es drau\u00dfen nicht leicht haben werden. Die Isebel ist noch da, dieses hochn\u00e4sige Weib, die weiterhin Menschen \u00fcber Klingen springen l\u00e4sst. Und Ahab ist noch da, dieser erb\u00e4rmliche Waschlappen, der nur Handlanger und Handtasche seiner Frau ist. Und Baal ist noch da, dieser stumme G\u00f6tze, der die Massen in seinen Bann zieht. Aber, so sagt es Gott, 7.000 werden auch noch da sein, die vor diesen G\u00f6ttern nicht knicksen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Siebentausend werden auch noch da sein. Und Elia sagt, ich bin allein \u00fcbrig geblieben. Aber das stimmt nicht. Das ist gesprochen in seiner Entt\u00e4uschung, in seiner Resignation. Elia, allein bist du gar nie, 7.000 sind&#8217;s allemal. Links und rechts sind noch andere. Ich glaube an diese Gemeinschaft der Heiligen \u2013 auch drau\u00dfen. Nat\u00fcrlich h\u00e4tte Elia wieder antworten k\u00f6nnen: \u201eNur 7.000, Gott? Nur 7.000? Nicht 30.000, wie im Neckarstadion beim Fu\u00dfballspiel? Nicht 100.000 wie beim Lichterfest auf dem Killesberg?\u201c Nicht Millionen wie beim Volksfest auf dem Wasen? Nur 7.000?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und Gott antwortet noch einmal: \u201eDas ist genug!\u201c. Die Mehrheit hat \u00fcberhaupt noch nie kapiert, um was es geht. Wahrheit und Mehrheit geh\u00f6ren nicht unbedingt zusammen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kinder Israel die waren ein erb\u00e4rmlicher Wurm unter den Peitschenhieben des Pharao. Und das Volk Israel war ein j\u00e4mmerlicher Haufe unter den Babyloniern. Und die 12 J\u00fcnger waren eine verachtete Clique inmitten der Gesellschaft. Und die Gemeinde Jesu ist bis heute eine allenfalls geduldete, aber zumeist verachtete, eine verachtete Gemeinde inmitten dieser Welt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber liebe Freunde, mit diesem sch\u00e4bigen Rest tut Gott sein Werk, mit diesem sch\u00e4bigen Rest tut Gott sein Werk bis heute. Da m\u00f6gen sie die Z\u00e4hne zeigen, da m\u00f6gen sie Gift und Galle spucken, da m\u00f6gen sie Ihnen das Leben bedrohlich machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er ist da! Und Er ist um Sie! Und Er ist bei Ihnen! Ich glaube an diese Gemeinschaft derer, die an ihm h\u00e4ngen und die \u00fcberall ist, wohin Sie auch gehen. Sie werden gar nie, gar nie auf einsamen Posten stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Elia ging und so schlie\u00dft die Geschichte. Elia ging. Er erlebte den Gott, mit dem er am Ende war, der erst am Anfang ist. Mit Seiner Seelsorge, F\u00fcrsorge und Vorsorge. Und sehen Sie, das gilt heute auch noch. Und das nehmen wir mit: jeder, der genug <em>vom<\/em> Leben hat, hat mit diesem HERRN genug <em>zum<\/em> Leben. Freunde, es ist genug!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die Predigt wurde gehalten in der Evang. Ludwig-Hofacker-Gemeinde Stuttgart am Sonntag 16. Juli 2000<br \/>\nQuelle: www.sermononline.de<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist genug! Ein Bote Gottes ist abgehauen und sagt: \u201eEs ist genug!\u201c. Ein Sprecher Gottes hat das Handtuch geworfen und ruft: \u201eEs ist genug!\u201c. Ein Prophet Gottes hat die Segel gestrichen und schreit: \u201eEs ist genug! Es reicht mir! Es stinkt mir! 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