{"id":15610,"date":"2018-06-04T15:09:24","date_gmt":"2018-06-04T13:09:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=15610"},"modified":"2018-06-05T09:15:00","modified_gmt":"2018-06-05T07:15:00","slug":"zu-irlands-nein-zum-lebensschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=15610","title":{"rendered":"Zu Irlands Nein zum Lebensschutz"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Volksabstimmung in Irland haben sich 64,1 Prozent der W\u00e4hler beteiligt und damit \u00fcber die Legalisierung der Abtreibung abgestimmt. Dank der geringen Beteiligung gelang der hochmotivierten Abtreibungslobby in Irland mit 66,4 Prozent Stimmen von Unterst\u00fctzern eine v\u00f6llige Umkehr in der bisherigen Lebensschutzpolitik: Bislang war im 8. Verfassungszusatz Abtreibung nur im Falle der Lebensgefahr f\u00fcr die Mutter erlaubt, ansonsten generell verboten und wurde mit einer Haftstrafe von bis zu 14 Jahren belegt. Die irische Regierung will bis zum Jahresende nun ein entsprechendes Gesetz vorlegen, in dem die Abtreibung bis zu 12. Woche legal ist.<!--more--><br \/>\nF\u00fcr die Christdemokraten f\u00fcr das Leben e. V. (CDL) nimmt Pressesprecherin Susanne Wenzel wie folgt Stellung:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eMit einer Mehrheit von rund 66 Prozent hat die irische Bev\u00f6lkerung nun entschieden, dass in Irland k\u00fcnftig die Abtreibung legal ist. Das ist ein fatales Signal f\u00fcr das Lebensrecht in Europa. Der irische Premierminister Varadkar bezeichnete nach der Entscheidung sein Land als \u201emodern\u201c. Ist es tats\u00e4chlich \u201emodern\u201c, die Legalisierung der T\u00f6tung von Menschen zu propagieren? Ist es tats\u00e4chlich \u201emodern\u201c in Europa Abtreibung als einfache, problemlose und schnelle L\u00f6sung die \u201eEntsorgung\u201c von ungeborenen Menschen anzubieten? Hierzu sagt die CDL klar und entschieden \u201eNein\u201c. Ein Staat ist nicht modern, wenn er Schwangere in meist sozial bedingten Konflikten nicht sch\u00fctzt, sondern die Abtreibung als \u201eL\u00f6sung\u201c anbietet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber so bedr\u00fcckend das Ergebnis der Abstimmung auch ist, so muss jetzt in Irland versucht werden, die zahlreichen negativen Auswirkungen soweit wie m\u00f6glich zu verhindern oder wenigstens einzuschr\u00e4nken. Das geplante Gesetz zur Einf\u00fchrung einer Fristenl\u00f6sung liegt offenbar erst in seinen Grundz\u00fcgen vor. So kommt es jetzt noch auf die Ausgestaltung des Gesetzes an, damit der nun zu bef\u00fcrchtende Anstieg der Abtreibungszahlen in Irland etwa auf das traurige europ\u00e4ische Niveau verhindert wird. Hierf\u00fcr m\u00fcssten vom Staat und Pro-Life-Organisationen ein umfassendes und komplexes Beratungs- und Hilfsangebot errichtet werden, das Frauen im Schwangerschaftskonflikt tats\u00e4chlich unterst\u00fctzt, lebensbejahend und f\u00fcr das Leben der Mutter mit dem Kind arbeitet. Es sollte jetzt wenigstens verhindert werden, dass wie etwa in Deutschland eine blo\u00df formale Kurzberatung mit Erteilung einer Bescheinigung ausreicht, um jedes Kind abzutreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Frau im Schwangerschaftskonflikt, und das ist in Irland nicht anders als anderswo auf der Welt, braucht nicht die vermeintlich einfache und schnelle L\u00f6sung der Abtreibung. Denn jede Abtreibung hat mindestens zwei Opfer: das Kind und die Mutter. Physische und auch psychische Nachwirkungen der Abtreibung bleiben, sie rettet meist auch keine Beziehung, sondern belastet oder zerst\u00f6rt sie dauerhaft. Dies wird jedoch von den Abtreibungsbef\u00fcrwortern und selbsternannten K\u00e4mpfern f\u00fcr ein \u201eRecht auf Abtreibung\u201c nicht erw\u00e4hnt und schlicht negiert. Auch f\u00fcr die tats\u00e4chlichen Rechte von Frauen ist das Ergebnis des Referendums kein gutes Signal. Denn nun werden auch hier M\u00e4nner \u2013 durch die Legalisierung der Abtreibung offiziell aus der Verantwortung f\u00fcr ihr Kind entlassen \u2013 ihrerseits Druck auf Frauen zur Abtreibung aus\u00fcben. Es ist leider zu erwarten, dass k\u00fcnftig auch in Irland die Mehrheit der Abtreibungen aufgrund sozialer Umst\u00e4nde, wie sie z. B. durch die schlechte wirtschaftliche Situation entstehen, erfolgen werden. Von einer St\u00e4rkung f\u00fcr Frauen und Familien ist bislang nicht gesprochen worden, im Gegenteil. Echte Hilfe f\u00fcr Frau und Kind zeichnet sich aber nicht dadurch aus, dass man Frauen ein nicht existierendes \u201eMenschenrecht auf Abtreibung\u201c einredet und sie dann allein l\u00e4sst. Wirkliche Hilfe f\u00fcr Frau und Kind bedeutet, alles zu tun, um die Abtreibung zu verhindern und den Frauen einen Weg zu zeigen, mit ihrem Kind zu leben und diesen Weg wo n\u00f6tig zu ebnen: durch finanzielle Hilfen und Unterst\u00fctzung \u00fcber die Geburt des Kindes hinaus. Echte Hilfe bedeutet eine ernstgemeinte und verantwortungsvolle Familienpolitik, die die Familie nicht gef\u00e4hrdet, sondern fernab von allen Sonntagsreden konkret unterst\u00fctzt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: CDL-Online, 28.5.2018<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der Volksabstimmung in Irland haben sich 64,1 Prozent der W\u00e4hler beteiligt und damit \u00fcber die Legalisierung der Abtreibung abgestimmt. Dank der geringen Beteiligung gelang der hochmotivierten Abtreibungslobby in Irland mit 66,4 Prozent Stimmen von Unterst\u00fctzern eine v\u00f6llige Umkehr in der bisherigen Lebensschutzpolitik: Bislang war im 8. 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