{"id":15459,"date":"2018-04-01T07:46:32","date_gmt":"2018-04-01T05:46:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=15459"},"modified":"2018-04-01T07:47:50","modified_gmt":"2018-04-01T05:47:50","slug":"ch-h-spurgeon-christus-der-erstling-predigt-ueber-1-kor-1520","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=15459","title":{"rendered":"Ch. H. Spurgeon, Christus der Erstling (Predigt \u00fcber 1 Kor 15,20)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>\u201eNun ist aber Christus auferstanden von den Toten und der Erstling geworden unter denen, die da schlafen.\u201c (1 Kor. 15,20)<\/strong> <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Tatsache der Auferstehung Christi ist au\u00dferordentlich gut bezeugt. Es war notwendig, dass sie \u00fcber allen Streit erhaben sein sollte, da sie der Grund unseres heiligen Glauben ist. Es ist tr\u00f6stlich, daran zu denken, dass das so ist; denn deshalb steht unser Grund so sicher. Unser Herr trug Sorge, sich nach seiner Auferstehung denen zu zeigen, die, weil sie Ihn vor seinem Tod gekannt hatten, imstande waren, f\u00fcr die Identit\u00e4t seiner Person einzustehen. H\u00e4tte Er sich nur Fremden gezeigt, die Ihn vorher nicht kannten, so h\u00e4tten diese sagen k\u00f6nnen, dass sie einen Menschen sahen, aber sie h\u00e4tten nicht bezeugen k\u00f6nnen, dass Er der sei, der begraben worden. Aber da Er sich M\u00e4nnern wie Thomas zeigte und ihnen befahl, ihre Finger in die N\u00e4gelmale zu legen und ihre Hand in seine Seite, gab Er den Menschen die vollst\u00e4ndigsten Beweise von seiner Auferstehung und empfing von den kompetentesten Zeugen das sicherste Zeugnis, dass kein Betrug ver\u00fcbt worden war.<\/span><\/span><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\"> \u201eF\u00fchlt mich und seht, ich bin es selber,\u201c war ein Anspruch auf Identit\u00e4t, der umso folgerichtiger war, weil Er sich an M\u00e4nner richtete, die Ihn w\u00e4hrend der ganzen Periode seiner T\u00e4tigkeit aufs genaueste gekannt hatten. Die Zeugen waren M\u00e4nner, die durch ihr Zeugnis nichts zu gewinnen hatten, aber alles zu verlieren. Es waren ungelehrte M\u00e4nner, die ganz unf\u00e4hig waren, einen Betrug zu erfinden oder zu verbreiten, und ihr Zeugnis wurde so klar dadurch best\u00e4tigt, dass, da der Leichnam Christi nicht mehr im Grabe war, es f\u00fcr n\u00f6tig erachtet wurde, eine unm\u00f6gliche Geschichte zu erfinden, um sein Verschwinden zu erkl\u00e4ren. Die Augenzeugen waren gerade die rechten M\u00e4nner, so wie weise Vorsicht sie jetzt ausw\u00e4hlen w\u00fcrde, wenn wir ein solches Ereignis dem Glauben und der Geschichte der Zukunft zu \u00fcberliefern h\u00e4tten. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Unser Herr trug, um die Sache \u00fcber allen Zweifel hinaus zu heben, Sorge, oft zu erscheinen und zahlreichen Gesellschaften. Unser Apostel gibt uns eine Aufz\u00e4hlung dieser Erscheinungen, von denen er geh\u00f6rt hatte: \u201eUnd dass Er gesehen ist von Kephas; danach von den Zw\u00f6lfen; danach ist Er gesehen worden von mehr als f\u00fcnfhundert Br\u00fcdern auf einmal, von denen viele noch leben, viele aber auch schon gestorben sind. Danach ist Er von Jakobus gesehen worden; danach von allen Aposteln. Als letztem von allen ist Er auch von mir, als einer unzeitigen Geburt, gesehen worden.\u201c (1 Kor. 15, 5-8.) Die Berichte der Evangelisten lassen uns glauben, dass Christus nicht weniger als zw\u00f6lfmal seinen J\u00fcngern erschien; denn einige dieser F\u00e4lle, die der Apostel unter einer Bezeichnung anf\u00fchrt, m\u00f6gen zwei oder drei Erscheinungen einschlie\u00dfen, wie z.B. \u201edanach von den Zw\u00f6lfen\u201c mag seine zwei Besuche bei den Aposteln meinen; denn, wie ihr euch erinnert, erschien Er ihnen zuerst, als Thomas abwesend war, und nachher, als Thomas anwesend war. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">So klar ist das Zeugnis f\u00fcr Christi Auferstehung, dass, als Gilbert West &#8211; ein ber\u00fchmter Ungl\u00e4ubiger &#8211; diesen Gegenstand zum Angriffspunkt auserw\u00e4hlte und sich niedersetzte, um die Beweise zu pr\u00fcfen und \u00fcber die ganze Sache nachzuforschen, er, trotz seiner Vorurteile, doch so stutzig wurde \u00fcber die reichlichen Beweise f\u00fcr die Wahrheit dieser Tatsache, dass er bekehrt wurde und f\u00fcr k\u00fcnftige Geschlechter eine sehr wertvolle Abhandlung hinterlassen hat mit dem Titel: \u201eBemerkungen \u00fcber die Auferstehung Christi.\u201c Er stellte am Anfang gewisse Gesetze \u00fcber Beweisurkunden auf und ging dann ans Werk, als w\u00e4re er ein Rechtsanwalt, der das F\u00fcr und Wider in einem Rechtsstreit pr\u00fcft; und die Grundlehre unseres Glaubens schien ihm so klar, dass er seinen Unglauben aufgab und ein Bekenner des Christentums wurde. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">F\u00e4llt es euch nicht auf, dass sehr viele Ereignisse der gr\u00f6\u00dften Wichtigkeit, die in der Geschichte erz\u00e4hlt und allgemein geglaubt werden, der Natur der Sache nach nicht von zehn Prozent von Zeugen bezeugt wird wie die Auferstehung Christi? Die Unterzeichnung ber\u00fchmter Vertr\u00e4ge, die das Wohl von V\u00f6lkern betrafen &#8211; die Geburt von Prinzen &#8211; die Bemerkungen von Kabinettministern &#8211; die Pl\u00e4ne von Verschw\u00f6rern &#8211; und die Taten von Meuchelm\u00f6rdern. Diese und andere \u00e4hnliche Ereignisse sind zu Wendepunkten in der Geschichte gemacht worden, wurden nie als Tatsachen in Frage gestellt, und doch k\u00f6nnen nur wenige zugegen gewesen sein, die sie bezeugten. Wenn die Tatsache von der Auferstehung Christi geleugnet werden soll, so hat es ein Ende mit allem Zeugnis, und wir haben mit \u00dcberlegung gesagt, was David in Hast sprach: \u201eAlle Menschen sind L\u00fcgner;\u201c und von diesem Tag an muss jeder Mensch seines N\u00e4chsten Wort so bezweifeln, dass er niemals etwas glaubt, was er nicht selbst sah; der n\u00e4chste Schritt wird sein, das Zeugnis seiner eigenen Sinne zu bezweifeln; in was f\u00fcr weitere Tollheiten die Menschen sich dann st\u00fcrzen werden, will ich nicht wagen, vorherzusagen. Wir glauben, dass die bestbezeugte Tatsache in der ganzen Weltgeschichte die Auferstehung Christi ist. Historische Zweifel an dem Dasein Napoleon Bonapartes oder der Ermordung Julius C\u00e4sars oder der Normannischen Eroberung sind genauso vern\u00fcnftig wie Zweifel an der Auferstehung des Herrn Jesus. Keines dieser Ereignisse hat solche Zeugen wie die, die von dem Herrn zeugen. Zeugen, die offenbar aufrichtig waren, weil sie f\u00fcr ihr Zeugnis litten, und die meisten von ihnen starben eines schimpflichen und schmerzlichen Todes wegen ihres Glaubens. Wir haben mehr und besseres Zeugnis f\u00fcr diese Tatsache als f\u00fcr irgend etwas, was in der heiligen oder profanen Geschichte geschrieben steht. O! wie sollten wir uns freuen, wir, die wir unser Heil ganz an Christus h\u00e4ngen, dass es \u00fcber jeden Zweifel festgestellt ist, dass \u201eChristus auferstanden ist von den Toten.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Aber ihr k\u00f6nnt gleich zu Beginn fragen: \u201eWie kommt es, dass die Auferstehung Christi von so gro\u00dfer Wichtigkeit ist?\u201c Auf ihr, haben wir gesagt, ruht das ganze Christentum; denn: \u201eIst aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich; so seid ihr noch in euren S\u00fcnden.\u201c (1 Kor. 15,14.17.) Die Gottheit Christi findet ihren sichersten Beweis in seiner Auferstehung, da der Apostel in R\u00f6m. 1,4 sagt: Christus sei \u201eals Sohn Gottes durch den Geist, der heiligt, best\u00e4tigt, seit Seiner Auferstehung von den Toten.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Es w\u00fcrde nicht unvern\u00fcnftig sein, an seiner Gottheit zu zweifeln, wenn Er nicht auferstanden w\u00e4re. Dar\u00fcber hinaus h\u00e4ngt Christi Herrschaft von seiner Auferstehung ab, denn die Schrift erkl\u00e4rt: \u201eDazu ist Christus auch gestorben und auferstanden und wieder lebendig geworden, dass Er \u00fcber Tote und Lebendige Herr sei.\u201c (R\u00f6m. 14,9.) Auch unsere Rechtfertigung, dieser k\u00f6stliche Segen des Bundes, h\u00e4ngt von Christi Auferstehung ab. \u201eEr wurde wegen unserer S\u00fcnde dahingegeben, und um unserer Gerechtigkeit willen wurde er auferweckt.\u201c (R\u00f6m. 4, 25.) <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Nein, mehr noch, sogar unsere Wiedergeburt h\u00e4ngt von seiner Auferstehung ab, denn Petrus, der durch den Heiligen Geist spricht, ruft aus: \u201eGelobt sei Gott und der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner gro\u00dfen Barmherzigkeit zu einer lebendigen Hoffnung wiedergeboren hat durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.\u201c (1 Pet. 1, 3.) Und sicher beruht unsere kommende Auferstehung darauf; denn \u201eSo nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt; so wird auch der, der Christus von den Toten auferweckt hat, eure sterblichen Leiber lebendig machen, weil sein Geist in euch wohnt.\u201c (R\u00f6m. 8, 11.) Wenn Christus nicht auferstanden ist, dann werden wir nicht auferstehen; aber wenn Er auferstanden ist, so sind die, die in Christus schlafen, nicht umgekommen, sondern sollen in ihrem Fleisch Gott schauen. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Es w\u00fcrde nicht schwierig sein, diese Aufz\u00e4hlung noch weiter fortzuf\u00fchren. Die Sache ist die, dass der Silberfaden der Auferstehung durch alle Segnungen l\u00e4uft von der Wiedergeburt weiter bis zur ewigen Herrlichkeit und sie alle zusammenbindet. Es ist Zeit, weiterzugehen und tiefer in den Text einzudringen. \u201eNun aber ist Christus auferstanden von den Toten, und der Erstling geworden unter denen, die da schlafen.\u201c Lasst mich eure Aufmerksamkeit zuerst auf die Bilder lenken, die hier von dem Tod der Heiligen gegeben werden. Dann wollen wir das Verh\u00e4ltnis, das zwischen der Auferstehung Christi und der Auferstehung der Heiligen besteht, betrachten; und ehe wir den Gegenstand verlassen, werden wir einige praktische Erw\u00e4gungen anregen, die aus der uns vorliegenden Lehre entspringen. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">I.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Zuerst also gibt der Text eine Ansicht des Todes, die in der Schrift normal ist, aber unter uns nicht gen\u00fcgend angenommen wird. Der Text gibt zwei Ansichten vom Tod. Der Tod wird hier mit einem Schlaf verglichen. \u201eDer Erstling geworden unter denen, die da schlafen;\u201c aber au\u00dferdem werdet ihr deutlich wahrnehmen, dass er auch einem S\u00e4en verglichen wird; denn Christus wird hier als die Erstlingsfrucht dargestellt. Nun, wenn eine Ernte da ist, so muss ein S\u00e4en dagewesen sein. Wenn die Auferstehung Christi die erste Frucht ist, dann muss die Auferstehung der Erw\u00e4hlten als eine Ernte betrachtet werden, und der Tod wird deshalb sinnbildlich als ein S\u00e4en dargestellt. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">1. Zuerst also haben wir das Bild vor uns, das so h\u00e4ufig in der Schrift gebraucht wird von dem Tod als einem Schlaf. Wir m\u00fcssen keinen Irrtum begehen, indem wir uns einbilden, dass die Seele schl\u00e4ft. Diese Ketzerei wurde einst von einer gro\u00dfen Anzahl Personen angenommen; sie ist l\u00e4ngst verworfen als unvereinbar mit nat\u00fcrlicher und mit geoffenbarter Religion. Die Seele wird keiner Reinigung durch das Fegefeuer und keinem vorbereitenden Schlummer im Limbus der V\u00e4ter unterworfen; ohne Zweifel ist: \u201eHeute wirst du mit mir im Paradies sein,\u201c das, was Christus jedem sterbenden Heiligen zufl\u00fcstert. Sie schlafen in Jesus, aber ihre Seelen schlafen nicht; sie sind vor dem Throne Gottes, preisen Ihn Tag und Nacht in seinem Tempel &#8211; singen Ihm Halleluja, der sie von ihren S\u00fcnden mit seinem Blut gewaschen hat. Es ist der Leib, der in seinem einsamen Bett von Erde schl\u00e4ft unter der Decke von Gras, mit dem feuchten Lehm als Kopfkissen. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Aber was ist dieser Schlaf? Wir alle wissen, dass die erste Vorstellung, die mit Schlaf verbunden wird, die der Ruhe ist; das ist zweifelsfrei gerade der Gedanke, den der Geist uns vermitteln wollte. Die Augen des Schlafenden schmerzen nicht mehr vom grellen Licht oder vom Strom der Tr\u00e4nen; seine Ohren werden nicht mehr geplagt von dem L\u00e4rm des Streites oder dem Murren des Leidens; seine Hand ist nicht mehr geschw\u00e4cht durch lange andauernde Anstrengung und schmerzliche M\u00fcdigkeit; seine F\u00fc\u00dfe sind nicht mehr wund vom Hin- und Herwandern auf rauher Stra\u00dfe; dort ist Ruhe f\u00fcr den schmerzenden Kopf, f\u00fcr \u00fcberanstrengte Muskeln, \u00fcberreizte Nerven, schlaffe Gelenke, keuchende Lungen und schwere Herzen in der s\u00fc\u00dfen Stille des Schlafes. Auf jenem Lager, wie hart es auch ist, sch\u00fcttelt der Arbeiter seine M\u00fche ab, der Kaufmann seine Sorge, der Denker seine Schwierigkeiten und der Leidende seine Schmerzen. Der Schlaf macht jede Nacht zu einem Sabbat f\u00fcr den Tag. Der Schlaf schlie\u00dft die T\u00fcr der Seele zu und l\u00e4sst alle Eindringlinge eine Weile warten, damit das k\u00f6nigliche Leben drinnen in seinen Sommergarten der Ruhe eingehen kann. Von dem Schwei\u00df seines Angesichtes wird der Mensch durch den Schlaf befreit, und die Dornen und Disteln h\u00f6ren auf, sein Fleisch zu zerrei\u00dfen. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">So ist es mit dem Leibe, w\u00e4hrend er im Grabe schl\u00e4ft. Die M\u00fcden sind in Ruhe; der Knecht ist ebenso ruhig wie sein Herr. Der Galeerensklave f\u00fchrt nicht mehr das Ruder, der Neger vergisst die Peitsche. Nun lehnt sich der Arbeiter nicht mehr auf seinen Spaten, nun st\u00fctzt der Denker nicht mehr das sinnende Haupt. Das Rad steht still, das Weberschiffchen ist nicht mehr in Bewegung, die Hand, die es drehte und die Finger, die es lenkten, sind auch ruhig. Der Leib und alle seine Glieder finden, dass das Grab ein Lager von hinreichender L\u00e4nge und Breite ist. Der Sarg schlie\u00dft alle St\u00f6rung, Arbeit oder Anstrengung aus. Der abgearbeitete Gl\u00e4ubige schl\u00e4ft ruhig, wie das Kind, das von seinem Spiel erm\u00fcdet ist, wenn es die Augen schlie\u00dft und an seiner Mutter Brust entschlummert. O! gl\u00fccklich sind die, die \u201ein dem Herrn sterben; sie ruhen von ihrer Arbeit und ihre Werke folgen ihnen nach.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Wir wollen nicht schwere Arbeit scheuen, denn obwohl in sich selbst ein Fluch, so ist sie doch, wenn sie geheiligt ist, ein Segen; aber Arbeit um der Arbeit willen w\u00fcrden wir nicht w\u00e4hlen, und wenn Gottes Werk getan ist, sind wir froh, zu denken, dass unser Werk auch getan ist. Der m\u00e4chtige Herr der Ernte wird, wenn wir unsern Tag erf\u00fcllt haben, seine Knechte ruhen hei\u00dfen auf dem besten der Betten, denn die Schollen des Tales werden ihnen sanft sein. (Hiob 21, 33.) Ihre Ruhe soll nie unterbrochen werden, bis Er sie aufweckt, um ihnen ihren vollen Lohn zu geben. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Dar\u00fcber hinaus sehen wir den Schlaf als eine Zeit des Vergessens an, und auch darin bildet er den Tod ab. \u201eIhr Ged\u00e4chtnis und ihre Liebe sind verloren;\u201c sie \u201ekennen nicht und sind nicht gekannt.\u201c Ihre S\u00f6hne kommen zu Ehren, und sie wissen es nicht; oder ihr Same artet aus, aber es verursacht ihnen keinen Kummer. Lasst Armeen \u00fcber ihre Gr\u00e4ber marschieren &#8211; ihr Fu\u00dftritt wird sie nicht mehr st\u00f6ren als das Kriechen eines Wurms; lasst das Gew\u00f6lbe des Himmels von den flammenden Blitzen Gottes erleuchtet werden, lasst die Erde beben bei der furchtbaren Stimme des Donners, lasst die Zedern zerbrochen, die Felsen zertr\u00fcmmert werden, lasst das Meer toben und was in ihm ist; dort, unter ihren gr\u00fcnen H\u00fcgeln schlummern sie so friedlich, als w\u00e4re es ein milder Sommerabend, wo das Summen einer Biene oder das Flattern einer Fliege die einzigen Laute sind. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Toten mag von ihren Verwandten gedacht werden, aber sie selber denken nicht mehr. Sie haben die Freuden und die Leiden vergessen, den Frieden und den Streit, die Niederlagen und die Siege der Zeit. Die Seele vergisst nicht, und wir haben keine Ursache, zu glauben, dass die Verkl\u00e4rten nicht wissen, was auf der Erde geschieht. Wir haben weit mehr Beweise, dass sie \u201eerkennen, gleichwie sie erkannt sind,\u201c dass sie immer noch Gemeinschaft mit der lebendigen Gemeinde auf Erden haben, und dass die triumphierende Gemeinde nicht von der streitenden Gemeinde getrennt ist, was die Kenntnis anlangt; aber was ihre K\u00f6rper betrifft, was kennen ihre K\u00f6rper? Was versteht der menschliche Organismus nun? Nehmt den Sch\u00e4del auf; seht, ob irgendein Ged\u00e4chtnis da ist. Blickt auf den Platz, wo einst das Herz war, und seht, ob noch irgendeine Spur von Gef\u00fchl da ist. Versucht, irgendwelche lebendige Kohlen unter jenem Aschenhaufen zu entdecken, ein Herz, das noch vor Freude bebt, oder ein Auge, das feucht vom Schmerz ist. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Aber noch eins: Der Schlaf hat seinen Zweck und sein Ziel. Wir schlie\u00dfen nicht ohne Absicht unsere Augen und \u00f6ffnen sie nicht ohne Gewinn. Der alte Kessel der Medea hat seine volle Bedeutung im Schlaf. In den alten \u00dcberlieferungen lesen wir, dass Medea, die Zauberin, die Glieder alter Menschen in ihren Kessel warf, damit sie jung wieder herausk\u00e4men. Der Schlaf tut dies auf seine Weise. Wir sind oft alt genug nach Stunden des Nachdenkens und der Arbeit, aber wir schlafen und wir wachen erfrischt auf, als wenn wir ein neues Leben beg\u00f6nnen. Die Sonne beginnt einen neuen Tag, wenn sie aus dem \u00f6stlichen Meer aufsteigt; und wir beginnen ein neues Leben in erneuerter Kraft, wenn wir von dem Lager der stillen Ruhe aufstehen. \u201eDer M\u00fcden s\u00fc\u00dfe St\u00e4rkung, balsamischer Schlaf.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Nun, genau so ist die Wirkung des Besuches, den der Leib seinem Grab abstattet. Die Gerechten werden ganz m\u00fcde und matt in ihre Gr\u00e4ber gelegt; aber so werden sie nicht auferstehen. Sie gehen hinein mit der gefurchten Stirn, der hohlen Wange, der runzligen Haut; sie werden aufwachen in Sch\u00f6nheit und Herrlichkeit. Der alte Mann schwankt dahin, auf seinen Stab gelehnt; der Gel\u00e4hmte kommt dahin und zittert den ganzen Weg entlang; der Hinkende, der Verdorrte, der Blinde reisen in trauriger Pilgerschaft zu dem gemeinsamen Schlafsaal; aber sie werden nicht gebeugt vor Alter, missgestaltet oder krank auferstehen, sondern stark, kr\u00e4ftig, aktiv, herrlich, unsterblich. Der verschrumpelte Same, so ganz ohne Gestalt und Sch\u00f6nheit, soll aus dem Staub als sch\u00f6ne Blume auferstehen. Ein gr\u00fcner Halm, ganz frisch und jung, soll aufsprie\u00dfen, wo vorher das trockene, welke Korn war. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Die heiligen M\u00e4rtyrer sagten ganz richtig, wenn ihre Glieder abgerissen wurden: \u201eWir geben freudig diese Glieder dem Gott zur\u00fcck, der sie uns gab.\u201c Unsere Glieder sind nicht unser, damit wir sie behalten oder verlieren k\u00f6nnten, keine Marter kann sie uns wirklich rauben; denn wenn wir nach dem Bild Christi erwachen, so wird es nicht lahm oder hinkend sein, sondern voll Kraft und St\u00e4rke und sch\u00f6ner als die irdischen Menschenkinder. Der Winter des Grabes wird bald dem Fr\u00fchling der Auferstehung und dem Sommer der Herrlichkeit weichen. Gesegnet ist der Tod, da er allen Zwecken der Arznei f\u00fcr diese sterbliche H\u00fclle entspricht und durch die g\u00f6ttliche Kraft die auss\u00e4tzigen Fleischlappen von uns nimmt, um uns in das Hochzeitsgewand der Unverweslichkeit zu kleiden. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Eine Bemerkung muss unserer Beachtung nicht entgehen &#8211; dies ist kein Schlummer mit Tr\u00e4umen. Der Schlaf einiger Menschen ist mehr erm\u00fcdend als erfrischend. Ungebetene Gedanken stehlen das Lager unter ihnen weg und werfen sie auf die Folter. Die unfreiwillige T\u00e4tigkeit der Seele h\u00e4lt uns manchmal davon ab, Ruhe im Schlaf zu finden. Aber so ist es nicht mit den teuren Abgeschiedenen. In diesen Schlaf des Todes k\u00f6nnen keine Tr\u00e4ume kommen; sie f\u00fchlen auch keinen Schrecken, wenn sie sich f\u00fcr dieses letzte Bett entkleiden, denn keine Phantome, Visionen oder n\u00e4chtliche Schrecken sollen ihren Frieden st\u00f6ren. Ihre K\u00f6rper ruhen im tiefsten Schlummer. Es ist Schlaf in der Tat, so wie der Herr ihn gibt, \u201edenn Er gibt seinen Freunden Schlaf.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Ebenso wenig sollten wir ihn als einen hoffnungslosen Schlaf betrachten. Wir haben Personen schlafen sehen, die durch lange Krankheit ausgemergelt waren, und haben gesagt: \u201eDieses Auge wird sich nie wieder \u00f6ffnen; er wird sich aus der Zeit in die Ewigkeit hineinschlafen;\u201c wir haben gef\u00fchlt, dass der Schlaf das Vorspiel zu dem ewigen Schlummer war und wahrscheinlich in diesen \u00fcbergehen w\u00fcrde. Aber es ist hier nicht so. Sie schlafen einen gesunden Schlaf, der nicht durch einen todbringenden Trank oder durch eine grausame Krankheit \u00fcber sie geworfen ist, sie schlafen, um zu erwachen und nicht den zweiten Tod zu sterben. Sie schlafen, um zu erwachen &#8211; in freudiger Gemeinschaft zu erwachen, wenn der Erl\u00f6ser am letzten Tag auf der Erde steht. Schlaft fort also, ihr Diener des Herrn, denn wenn ihr schlaft, so wird es besser mit euch. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Liebe Freunde, sollte nicht diese Ansicht vom Tod als einem Schlaf uns abhalten, ihn in einem so absto\u00dfenden Lichte zu betrachten? Ich wei\u00df, wir lieben es nicht, Leichen anzusehen; wir haben Angst, sie zu ber\u00fchren; einige t\u00f6richte Personen m\u00f6gen nicht in demselben Haus mit einem Leichnam sein, wenigstens nicht allein oder nachts. Es ist Grauen verbunden mit den Ruinen unseres irdischen Hauses. F\u00fchltet ihr je Grauen vor einem schlafenden Kind? F\u00fchlt ihr irgendeine Art von Furcht vor eurer schlafenden Mutter oder eurem schlummernden Gatten oder Gattin? Habt ihr es je als etwas Schreckliches gef\u00fchlt, den Vorhang vor jenem kleinen Bettchen zur\u00fcckzuziehen und auf das liebliche, junge Gesicht zu blicken, wenn die Augen in gl\u00fccklichem Schlaf geschlossen waren? O, weshalb solltest du es denn f\u00fcr schrecklich halten, auf die Stirn des schlafenden Gl\u00e4ubigen zu blicken? Sicher, es sind die Merkmale der Verwesung da, die der Natur nicht angenehm sind; aber sind sie nicht die Fu\u00dfstapfen des zur\u00fcckweichenden Feindes und Zeichen, dass das Verwesliche vergeht, um Raum f\u00fcr das Unverwesliche zu machen? Bezeugen nicht gerade diese Merkmale, die die Form verunstalten, dass das zerrissene, vom Rauch geschw\u00e4rzte Zelt Kedars abgebrochen wird, damit die Vorh\u00e4nge Salomos an seiner Stelle gl\u00e4nzen m\u00f6gen und die Seele darin wie in einem sch\u00f6nen Zelt wohnen? O, blickt nicht auf die Abgeschiedenen, als w\u00e4ren sie tot, sondern sprecht von ihnen, wie Christus von seinem Freunde: \u201eLazarus, unser Freund, schl\u00e4ft;\u201c lasst die Ohren eures Glaubens den Meister sagen h\u00f6ren: \u201eIch gehe hin, damit ich ihn auferwecke.\u201c Lasst euch das Grab nicht grauenhafter scheinen als euer Schlafzimmer. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Lasst in keinem Falle eine solche Ansicht \u00fcber den Tod der Erl\u00f6sten da sein, dass ihr sie wieder zur\u00fcckw\u00fcnscht. Wollt ihr w\u00fcnschen, wenn euer Freund lange in qu\u00e4lendem Schmerz lag und zuletzt in Schlaf f\u00e4llt, ihn in seinem Bett zu r\u00fctteln, ihn aufzuwecken, um ihm eine dumme Geschichte zu erz\u00e4hlen? Nein, ihr habt stundenlang gewacht und gesagt: \u201eO, dass er ein wenig Schlaf haben k\u00f6nnte! Arzt, kannst du nicht diesem armen, gemarterten K\u00f6rper etwas Schlaf geben?\u201c Und zuletzt habt ihr gesagt: \u201eGott sei Dank, seine Augenlider sinken; sprecht leise; geht sanft, er schl\u00e4ft!\u201c Und ihr habt fast Angst gehabt, euren Fu\u00df auf den Fu\u00dfboden zu setzen, damit ihr nicht den Schlaf unterbrecht. Und nach all dem Schmerz, dem Leiden, der Versuchung und der Pr\u00fcfung eurer Freunde, w\u00fcnscht ihr sie aufzuwecken? Eher, denke ich, sagt ihr: \u201eIch beschw\u00f6re euch, ihr T\u00f6chter Jerusalems, dass ihr ihn nicht regt oder aufweckt, bis es Jesus gef\u00e4llt; lasst ihn schlafen, solange die Nacht w\u00e4hrt; und dann wird er durch die Posaune des Erzengels und die Stimme Gottes am Morgen erwachen, wenn die Sonne \u00fcber der Erde aufgegangen ist\u201c. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">2. Der Text gew\u00e4hrt uns aber noch ein zweites Bild. Der Tod wird mit einem S\u00e4en verglichen. Die schwarze Erde ist gepfl\u00fcgt; trocken aussehende Samen werden in einen Korb getan, der Landmann geht aus und streut mit beiden H\u00e4nden rechts und links seine Handvoll Samen aus. Wohin sind die K\u00f6rner gefallen? Sie sind in die Spalten der Erde gegangen. Die Schollen werden bald hineingeeggt werden, und sie werden verschwinden. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">So ist es mit uns. Unsre K\u00f6rper sind wie jene trockenen Weizenk\u00f6rner. Es ist nicht viel Sch\u00f6nes in einem Weizenkorn und auch nicht in unsern K\u00f6rpern. In der Tat, Paulus nennt sie: \u201eDiese sch\u00e4ndlichen Leiber.\u201c Der Tod kommt: wir nennen ihn einen Schnitter &#8211; merkt euch, ich nenne ihn einen S\u00e4mann &#8211; und er nimmt diese unsere Leiber und s\u00e4t sie \u00fcberall in die Erde. Geht auf den Kirchhof und seht sein Feld; beachtet, wie dicht er seine Furchen bes\u00e4t hat! Wie nahe hat er die Reihen aneinander gezogen! Was f\u00fcr schmale Streifen hat er an dem Ende ungepfl\u00fcgt gelassen! Wir sagen: sie sind da begraben; ich sage: sie sind ges\u00e4t. Sie sind tot, sagen wir; nein, sage ich, sie sind in die Erde gelegt &#8211; aber sie sollen nicht f\u00fcr immer da bleiben. In einem gewissen Sinn sind diese heiligen Leiber der Gerechten tot; \u201edenn das, was du s\u00e4st, wird nicht lebendig, es sei denn, es st\u00fcrbe,\u201c aber es ist kein Tod zum Tod, sondern eher ein Tod, der zum Leben f\u00fchrt. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Jener vermodernde Leib ist nicht mehr tot als jener verwesende Same, den du gerade in sein Erdenbett ges\u00e4t hast, er wird bald wieder aufsprie\u00dfen und du sollst eine Ernte sehen. Wir verlieren die aus dem Auge, die von uns gegangen sind, denn es muss ein Begr\u00e4bnis da sein, wie k\u00f6nnte sonst der Same wachsen? Sicher, es ist niemals ein angenehmer Ton, dieses Rasseln der Erde auf dem Sargdeckel: \u201eErde zu Erde, Staub zu Staub, Asche zu Asche,\u201c ebenso wenig w\u00fcrde es f\u00fcr den Landmann etwas sehr Angenehmes sein, das Korn in die dumpfe, kalte Erde zu legen; doch ich glaube, kein Landmann weint, wenn er seinen Samen s\u00e4t. Wir haben nicht die S\u00e4er st\u00f6hnen und seufzen h\u00f6ren, wenn sie ihre K\u00f6rbe mit Saatkorn ausstreuen; wir haben sie vielmehr ein fr\u00f6hliches Lied singen h\u00f6ren und geh\u00f6rt, dass sie schon im Voraus die Freude der Schnitter f\u00fchlten, wenn sie die Furchen entlanggingen. Habt ihr sie in Schwarz gekleidet gesehen oder die d\u00fcsteren Trauerkleider tragen, w\u00e4hrend sie die braunen Furchen der fruchtbaren Erde entlang gehen? Wir r\u00e4umen ein, dass es an sich nichts Weises oder Fr\u00f6hliches w\u00e4re, das k\u00f6stliche Korn unter toten Erdschollen zu begraben, aber im Licht der Ernte gesehen, wegen der ein Begr\u00e4bnis da sein muss und danach F\u00e4ulnis und Verwesung, da verlieren diese alle Spuren der Trauer und werden Propheten der Freude. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Leib muss die Speise der W\u00fcrmer werden; er muss in seine fr\u00fcheren Elemente aufgel\u00f6st werden, denn \u201edu bist Erde und sollst zur Erde werden,\u201c aber dies ist nicht mehr unser Schmerz, denn sie werden \u201ein Christus alle lebendig gemacht werden.\u201c Wir wollen nicht einmal trauern wegen des Geruchs und der Verwesung des Todes. Der Lebenskeim im Weizenkorn muss beginnen, von der Nahrung zu zehren, die f\u00fcr ihn aufbewahrt ist, eine Art Verwesung muss stattfinden; aber ich glaube, kein Landmann weint je, weil der Same, den er in die Erde legte, aufgeschwollen ist und seine fr\u00fchere Form und Gestalt verloren hat. Er trauert nicht, wenn ihm gesagt wird, dass der Same, den er in den Boden senkte, den Tod erleidet, der f\u00fcr sein k\u00fcnftiges Wachsen n\u00f6tig ist, sondern er freut sich in geduldiger Hoffnung. Warum denn, ihr W\u00fcrmer, solltet ihr mich zum Weinen zwingen? Und warum, Verwesung, solltest du mich seufzen machen? Eher will ich euch meine Br\u00fcder und meine Mutter nennen, denn euer freundliches Dunkel ist nur ein Teil des Weges zur Unsterblichkeit. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Nach dem S\u00e4en der Verwesung kommt ein Aufsprie\u00dfen, und der Landmann bemerkt in ein paar Wochen den kleinen, gr\u00fcnen Halm, den Sohn des begrabenen Lebens. So ist es auch mit den Toten. Bald (und wie bald wissen wir nicht), soll das Aufsprie\u00dfen kommen. Wir werden so sehen, dass sie nicht verloren waren, sondern nur dem Grab \u00fcbergeben in Bereitschaft f\u00fcr \u201edie Erl\u00f6sung\u201c; hingelegt, damit unsere Seelen sie, wenn wir wieder mit ihnen vereinigt sind, in einer besseren und edleren Form erhalten. Liebe Freunde, wenn der Tod das ist, wenn er nur ein S\u00e4en ist, so lasst es vorbei sein mit allem glaubenslosen, hoffnungslosen, gedankenlosen Schmerz. \u201eDie Kornkammer ist leer\u201c, sagt der Landmann. Ja, aber er seufzt nicht dar\u00fcber; denn der Same ist in den Boden gelegt, damit die Kornkammer wieder gef\u00fcllt werde. \u201eUnser Familienkreis ist zerbrochen,\u201c sagst du. Ja, aber nur zerbrochen, damit er wieder neu gebildet wird. Du hast einen lieben Freund verloren: ja, aber diesen Freund hast du nur verloren, damit du ihn wiederfindest und mehr findest, als du verloren hast. Sie sind nicht verloren; sie sind ges\u00e4t. Und wie \u201eLicht ges\u00e4t wird f\u00fcr die Gerechten,\u201c so sind die Gerechten f\u00fcr das Licht ges\u00e4t. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">II.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Wir wollen nicht l\u00e4nger bei diesem Punkt verweilen, sondern euch rasch zum zweiten tragen, n\u00e4mlich der Verbindung zwischen der Auferstehung Christi und der Auferstehung der Gl\u00e4ubigen. Der Text sagt uns, dass Christus \u201edie Erstlingsfrucht ist unter denen, die da schlafen.\u201c Einige Christen freuen sich sehr in der Hoffnung, dass sie noch \u201eleben und \u00fcberbleiben\u201c k\u00f6nnen bei dem Kommen Christi und so niemals sterben. Ich bekenne, ich freue mich sehr in der Hoffnung, dass Christus kommen wird, aber die Aussicht, niemals zu sterben, hat gar keinen Reiz f\u00fcr mich, denn mir scheint, die, die niemals sterben, verlieren ein gro\u00dfes Vorrecht; wenigstens scheint es unserem Verstehen so, denn Christus ist \u201edie Erstlingsfrucht unter denen, die da schlafen.\u201c O, dann ist es etwas Gesegnetes, zu schlafen, damit Christus zu uns in dem Verh\u00e4ltnis der Erstlingsfrucht stehen m\u00f6ge. Die, die niemals sterben, k\u00f6nnen kaum soviel Gemeinschaft mit Christus in seinem Tod kennen wie die, die in Jesus entschlafen sind. W\u00e4hrend ihr und ich, die den Nadelstich des Todespfeiles f\u00fchlen, imstande sein werden, in der Ewigkeit zu sagen: \u201eAuch ich ging durch das Grab hindurch. Er war mit mir, als ich durch das Tal des Todesschattens ging; ich lernte in meiner eigenen Person einen Tod und auch eine Auferstehung kennen, die ihr, die ihr niemals starbt, nur vom H\u00f6rensagen und Erz\u00e4hlen kennt.\u201c O, gl\u00fccklich die, die sterben. Die, die leben und \u00fcberbleiben, sollen ihnen nicht in irgendeinem Vorrecht oder einer Ehre zuvorkommen. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Aber was wird darunter verstanden, dass Christus die \u201eErstlingsfrucht\u201c ist? Ihr werdet euch erinnern, dass es ein Fest der Juden gab, das das Fest der Erstlinge genannt wurde, wenn die erste Garbe der Ernte gebracht wurde als ein Zeichen des Ganzen und zuerst zum Himmel emporgehoben wurde als ein Hebeopfer und dann hin- und hergewoben als ein Webeopfer und so Gott geweiht wurde als Zeichen der Dankbarkeit der Ackersleute f\u00fcr die Ernte, die der Herr gegeben hatte. Nun, das geschah am ersten Tage der Woche. Ihr werdet euch erinnern, dass das Passah zuerst gefeiert wurde; dann kam ein Sabbat; nach diesem kam dann das Fest der Erstlinge. So starb Christus am Passahtag; Er, als das geschlachtete Lamm Gottes, als Gottes Passahlamm, starb genau zur Passahzeit; am n\u00e4chsten Tag war die Sabbatsruhe: Christi Leib blieb deshalb im Grab; dann fr\u00fch am Morgen des ersten Tages, ehe es noch hell war, w\u00e4hrend die Sonne \u00fcber der Erde aufging, stand Jesus auf &#8211; am Morgen des Festes der Erstlinge; und so wird Er geoffenbart als die gesegnete Webgarbe, die der ganzen Ernte vorangeht und sie weiht. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Aber der ununterrichtete Gl\u00e4ubige bittet mich, dies genauer zu erkl\u00e4ren. Geliebte, erinnert euch, dass Christus der erste war, der von den Toten auferstand. Ihr werdet mir Henoch und Elia nennen. Wir antworten, dass sie niemals starben, sondern weggenommen wurden, damit sie nie den Tod sehen sollten. Ihr werdet mich an den Sohn der Witwe erinnern, den Elia erweckte, und den J\u00fcngling, der von Elisa wieder ins Leben gerufen wurde. Ja, aber diese F\u00e4lle geh\u00f6ren nicht zur Sache. Sie wurden erweckt, aber sie starben wieder. Alle Beispiele im Alten Testament sind nur zeitweilige Wiederherstellungen, auch die im Neuen Testament. In keinem Fall, au\u00dfer dem des Lazarus, war einer von ihnen schon begraben, so dass keiner von ihnen aus dem Grab kam; und selbst Lazarus wurde nur lebendig, um wieder zu sterben; er hatte einen Urlaub vom Grab; aber nach Ablauf der festgesetzten Zeit wurde sein Leib dem verordneten H\u00fcter \u00fcbergeben. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Christus war der erste, der wirklich auferstand, um nicht mehr zu sterben. Er f\u00fchrt den Vortrab durch den dunklen Engpass, und sein Antlitz gr\u00fc\u00dft zuerst das Licht der Gefilde des Himmels jenseits des Dunkels. Menschen bewundern den Mann, der zuerst ein neues Land entdeckt. Der Name des Kolumbus ert\u00f6nt in den Ohren der Jahrhunderte, weil er zuerst \u00fcber das st\u00fcrmische Meer fuhr, eine andere Welt zu gewinnen. O, dann singt es in Liedern, lasst es mit Posaunenton erschallen bis an die Enden der Erde &#8211; Christus ist der erste, der aus dem Rachen des Todes wiederkehrte, um von Unsterblichkeit und Licht zu zeugen. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Er ist auch der erste der Ursache nach; denn wenn Er aus dem Grab zur\u00fcckkommt, bringt Er alle seine Nachfolger hinter sich in einem glorreichen Zug. Wir lesen in der alten Mythologie von Herkules, dass er in den Hades hinabstieg und seinen Freund heraufbrachte. Nun, Christus ging dorthin und gab dem Zerberus keinen Brocken, sondern schlug ihm den Kopf ab. Wie eine Sonne leuchtete Er pl\u00f6tzlich auf \u00fcber der Nacht des Todes und zerstreute seine Finsternis. Wie Simson in Gaza hob Er die Tore des Todes auf und trug die Riegel des Grabes fort. Wie David befreite Er seine Herde aus dem Rachen des L\u00f6wen, nahm das Ungeheuer beim Bart und erschlug es. Wie Abraham kehrte Er triumphierend aus der Schlacht der K\u00f6nige zur\u00fcck. Wie Moses f\u00fchrte Er Israel aus dem Haus der Knechtschaft. Mit zehntausend mal zehntausend kam Er heraus mit hoher Hand und ausgestrecktem Arm. Wer ist der, der heraufkommt aus dem Land der Finsternis &#8211; von den Toren des Grabes? Wer ist der, der hinter sich den grimmigen F\u00fcrsten der Reiche des Todesschattens gefangen f\u00fchrt? Wer ist der, so stark, so m\u00e4chtig, dass diamantene Mauern vor Ihm fallen und eherne Pforten zerbrechen? Er ist es! Er ist es! Es ist derselbe Sieger, der erst von Edom kam, mit r\u00f6tlichen Kleidern von Bazra. Dem Sieg am Kreuze folgt ein Sieg in dem Grab. Er, der den Himmel f\u00fcr die Erde gewann, als Er starb, gewann den Himmel f\u00fcr die Toten, als Er ins Grab hinunterstieg. Lasst sein Lob erschallen; verk\u00fcndet seine Siege; lasst den Himmel selber mit einstimmen; Er hat \u201edas Gef\u00e4ngnis gefangen gef\u00fchrt,\u201c dem Grab die Beute abgenommen, und dem Tod seinen Stachel geraubt. Er ist der Tod des Todes und die Zerst\u00f6rung der H\u00f6lle. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Aber dann weiter, Er ist der erste als B\u00fcrgschaft. Die Erstlingsfrucht war eine B\u00fcrgschaft der Ernte. \u201eWoher, o Ackersmann, hast du jene Garbe gebracht?\u201c \u201eIch sammelte sie,\u201c antwortet er, \u201evon den Feldern voll wallenden Korns.\u201c \u201eEs ist wahr,\u201c sagt der Priester, \u201edie Ernte ist reichlich dieses Jahr, und voll und vielf\u00e4ltig sind die \u00c4hren, denn diese Garbe legt ein gutes Zeugnis ab. Woher, o g\u00f6ttliche Macht, bringst Du diese glorreiche Garbe, diesen Leib unseres Herrn, so gl\u00e4nzend und herrlich?\u201c Woher bringst Du Ihn, o Geist des Herrn? Ist eine Ernte da von vielen solchen Garben wie diese? \u201eAh, sicher,\u201c spricht der Lehrer, \u201edies ist nur eine unter vielen, der Erstgeborene unter vielen Br\u00fcdern.\u201c Wir wissen sehr wohl, dass eine herrliche Ernte von Auferstehungsgestalten und unsterblichen Leibern da sein muss, weil Jesus Christus, in Unsterblichkeit und Licht gekleidet, unter den Menschenkindern als B\u00fcrgschaft f\u00fcr alle anderen wandelt. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Er war auch die Erstlingsfrucht, nicht nur als eine B\u00fcrgschaft, sondern als der Vertreter des Ganzen. Wenn die Erstlingsgarbe vor Gott gewebt wurde, so wurde das gesehen, als wenn die ganze Ernte in das Heiligtum gebracht w\u00e4re; sie war ganz gewidmet, ganz geweiht von dieser Stunde an. So weihte Christus, als Er aus dem Grab auferstand, als Hebeopfer und unter dem Volk, unter seinen J\u00fcngern umherging als Webeopfer, die ganze Ernte. Alle gerechten Toten waren dem Wesen nach in Ihm erstanden; alle erw\u00e4hlten Glieder seines Leibes hatten eine Auferstehung, da ihr Haupt als \u201ewahrhaftig auferstanden\u201c erschien; und dar\u00fcber hinaus waren sie alle Gott dadurch gewidmet und geweiht, dass Er als Erstlingsfrucht dem H\u00f6chsten geweiht war. Triumphiert, ihr Kinder Gottes, triumphiert dar\u00fcber! Ihr seid heute in Christus auferstanden. Wir sehen die Heiligen nicht als schon zum Himmel gefahren; wir sehen ihre Gebeine verdorrt auf dem Feld, und wir fragen: \u201eK\u00f6nnen diese verdorrten Gebeine wieder lebendig werden?\u201c Aber wir sehen Jesus, der ein wenig niedriger als die Engel gemacht wurde, um den Tod zu erleiden, und wir wissen, dass Er auferstanden ist und zur Rechten des Vaters sitzt, und durch den Glauben f\u00fchlen wir, dass Er uns als unser Bundeshaupt mit sich auferweckt hat und uns in das himmlische Wesen versetzte in Ihm selber, denn Er ist das Haupt der Gemeinde \u00fcber alles, die sein Leib ist, n\u00e4mlich die F\u00fclle dessen, der alles in allem erf\u00fcllt. Zweifle niemals, Gl\u00e4ubiger, an deiner Auferstehung, da der zweite Adam aus den Fesseln des Grabes gel\u00f6st wurde. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">III.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Und nun wollen wir enden, indem wir noch den Einfluss betrachten, den die ganze Lehre von der Auferstehung und der Verbindung Christi damit auf unsern eigenen Geist hat. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Zuerst, lasst uns auf die Heiligkeit unseres Leibes achten. \u201eWisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist?\u201c \u201eWenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben.\u201c Wir glauben nicht an geweihte Kirchen; wir halten es f\u00fcr ganz und gar abgeschmackt, von heiligen Ziegelsteinen und M\u00f6rtel zu reden; aber wir wissen durch die Autorit\u00e4t der Schrift, dass der Leib heilig ist &#8211; dass der Leib der Heiligen ebenso wirklich heilig ist, wie Menschen vorgeben, dass ihre Kirchen und Tempel es sind. Nun, Br\u00fcder, wenn unsere Augen auf Eitelkeit blicken, so haben wir die Fenster des Hauses Gottes beschmutzt; wenn unsere Zungen das sprechen, was \u00fcbel ist, haben wir nicht die Pforten des Tempels Gottes entweiht? Lasst uns zusehen, dass unsere F\u00fc\u00dfe uns nirgendwo hintragen, wo unser Herr nicht mit uns hingehen kann, damit nicht die S\u00e4ulen unseres Hauses unser Verderben werden, wie die S\u00e4ulen des alten Philistertempels. Lasst uns darauf achten, dass unsere H\u00e4nde nach nichts ausgestreckt werden als nach dem, was rein und lieblich ist, damit wir nicht wie Belsazar die Gef\u00e4\u00dfe des Tempels des Herrn entweihen. Die, die den Leib verz\u00e4rteln, die auf seinen Schmuck sehen, die, die auf leibliche Gesundheit mehr achten als auf sittliche Reinheit, vergessen den h\u00f6heren Zweck ihres Wesens; denn was ist im Grunde die Sch\u00f6nheit? Was ist die Lieblichkeit, die menschliche Kunst geben kann? Seht ihr jenen Sch\u00e4del? \u201eGeh hin, bringe den in die Kammer der Dame, und sage ihr, wenn sie sich auch einen Zoll dick schminkt, so muss sie doch zuletzt diese Farbe erhalten.\u201c Und sagt allen, die so viel von Lieblichkeit und Sch\u00f6nheit halten &#8211; jene Totenbr\u00e4une, die W\u00fcrmer und Erde \u00fcber euch bringen werden, ist die nat\u00fcrliche Farbe des Menschen, und so m\u00fcssen selbst die Blondesten zuletzt bronziert werden. Aber es ist noch eine andere Weise, auf eure Farbe zu achten: Seht darauf, dass eure Wange niemals vor Scham rot zu werden braucht, und dass eure H\u00e4nde niemals schwarz von b\u00f6sen Taten sind, und dass euer Fleisch niemals durch Wollust oder durch Ber\u00fchrung mit dem B\u00f6sen befleckt wird. \u201eWollt ihr die Glieder Christi nehmen und Hurenglieder daraus machen?\u201c sagt der Apostel Paulus, als er den Menschen darauf zu sehen befiehlt, dass ihre Leiber rein und keusch sind. Wisst ihr nicht, dass sogar euer Fleisch, wenn ihr Christen seid, mit Christi Blut erkauft ist, und dass auch euer Staub wert vor seinen Augen gehalten ist. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Lasst uns die Dinge in diesem Licht anblicken und so durch den Heiligen Geist der S\u00fcnde entfliehen. Was! sollen diese Augen, die eines Tages \u201eden K\u00f6nig in seiner Sch\u00f6nheit\u201c sehen werden, sich an Eitelkeit erg\u00f6tzen? Sollen diese Lippen, die zu melodischen Liedern, \u201evon flammenden Zungen da droben gesungen,\u201c gestimmt werden sollen, von dem reden, was leicht und leichtfertig ist und nicht der Erbauung dient? Was! sollen diese Finger, die die goldenen Harfen ber\u00fchren sollen, sich hergeben, \u201eallerlei Unreinheit und Geiz\u201c zu treiben? Nein, da wir Gef\u00e4hrten der Engel sein sollen und herrlicher als sie, und da diese Leiber dem Leibe Christi \u00e4hnlich gemacht werden sollen, so lasst uns sie rein halten, gewaschen mit reinem Wasser durch seinen Geist, erneuert und bewahrt, damit wir uns nicht in S\u00fcnde verirren. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Aber es entsteht hier noch ein anderer Gedanke. Sind wir unter denen, f\u00fcr die Christus so als der Erstling stand? Denn Christus soll erst auferstehen als der Erstling, \u201edanach die, die Christus angeh\u00f6ren, wenn Er kommen wird.\u201c Wann erstehen dann aber die Gottlosen? <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Es gibt zwei Auferstehungen; und \u201eselig ist der und heilig, der Teil hat an der ersten Auferstehung, \u00fcber ihn hat der andere Tod keine Macht.\u201c Wenn der Herr vom Himmel kommen wird mit der Posaune des Erzengels und der Stimme Gottes, dann sollen die Toten in Christus pl\u00f6tzlich von ihrem Schlaf erwachen und Gott dargebracht werden als die gro\u00dfe Ernte, das gro\u00dfe Pfingsten, von dem Christi Auferstehung die Erstlingsfrucht war. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Was soll denn aus den Gottlosen werden? Sie sollen fortfahren, in ihren Gr\u00e4bern zu faulen; der Wurm soll sich von ihnen n\u00e4hren; sie sollen Asche unter den F\u00fc\u00dfen der Heiligen sein; und w\u00e4hrend die Gerechten auf dieser Erde einhergehen und auf dem Schauplatz ihres Kampfes tausend Jahre des Triumphes genie\u00dfen; w\u00e4hrend Christi F\u00fc\u00dfe zu der Zeit auf dem \u00d6lberg stehen werden, w\u00e4hrend sein Volk sich um Ihn her beugen und mit Ihm triumphierend \u00fcber die Kreatur herrschen wird, die einst der Eitelkeit unterworfen war, sollen unter ihren F\u00fc\u00dfen die toten Leiber ihrer gottlosen Verfolger sein, und tief unten in ihren Gr\u00e4bern sollen jene sch\u00e4ndlichen K\u00f6nige und F\u00fcrsten und die sorglosen Massen und V\u00f6lker faulen, die Jahwe nicht kannten und seinem Sohn nicht gehorsam sein wollten. Sie sprachen: \u201eLasst uns seine Fesseln zerrei\u00dfen und seine Seile von uns werfen.\u201c Und wo sind sie nun? \u201eDer Tod nagt an ihnen, aber die Frommen werden bald \u00fcber sie herrschen, und ihr Trotz muss vergehen, in der H\u00f6lle m\u00fcssen sie bleiben.\u201c Aber was dann? Wenn der Glanz des tausendj\u00e4hrigen Reiches vor\u00fcber ist, dann kommt das Ende. Der K\u00f6nig wird sich auf den Richterstuhl setzen. Er, der kam, um mit seinem Volk zu herrschen, wird pl\u00f6tzlich, auf seinem Thron sitzend, seinem Engel befehlen, das letzte Gericht zu verk\u00fcnden. Dann sollen gegen ihren Willen die in der H\u00f6lle gequ\u00e4lten Seelen vom Thopheth zur\u00fcckkommen, um mit ihren ebenso schuldigen Leibern wieder vereinigt zu werden, und der, der Leib und Seele in der H\u00f6lle verderben kann, wird sprechen: \u201eSammelt sie in B\u00fcndel, damit man sie verbrennt.\u201c Er wird ihr Urteil f\u00e4llen: \u201eGeht von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das f\u00fcr den Teufel und seine Engeln vorbereitet ist.\u201c O, dass ihr und ich unter der Ernte sein m\u00f6chten und nicht unter der Weinlese. In der Offenbarung werden zwei Einsammlungen genannt, wie ihr euch erinnert. Die Ernte ist das Einsammeln der Gerechten; sie werden sorgf\u00e4ltig in Gottes Scheuer gebracht. Die Weinlese ist das Einsammeln der Gottlosen; sie werden in die Kelter des Zorns des allm\u00e4chtigen Gottes geworfen, und sie werden gekeltert, \u201ebis das Blut von der Kelter bis an die Z\u00e4ume der Pferde ging.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Aber wie soll ich wissen, ob ich zu dem Teil geh\u00f6re, dessen Erstlingsfrucht Christus ist? Nun, so: Wenn Christus f\u00fcr mich auferstand und ich in Ihm auferstand, so starb ich in Ihm. Seele, glaubst du, dass Christus f\u00fcr dich starb? Hast du Anteil an seinen Leiden? Setzt du deine Hoffnung auf seine Todesschmerzen? Verl\u00e4sst du dich auf sein Kreuz? Wenn ja, so ist Er, der f\u00fcr dich starb, auch f\u00fcr dich auferstanden, und du bist ein Teil jenes heiligen Teiges, dessen heiliger Anbruch Christus war. Bist du selber mit Christus gestorben? Bist du tot f\u00fcr die Welt? Hasst du die Dinge, die du einst liebtest? Bist du von deinen alten Vergn\u00fcgungen entw\u00f6hnt? Suchst du nach etwas H\u00f6herem und Besserem? Ah! dann, wenn du mit Ihm gestorben bist, so bist du mit Ihm auferstanden. Sage jetzt, w\u00fcnschst du, eins mit Christus zu sein? Denn wenn du eins mit Ihm im Herzen bist, so sollst du eins mit Ihm sein in all seinen Siegeszeichen und seiner Herrlichkeit. Sagst du: \u201eNein, ich k\u00fcmmere mich nicht um Christus\u201c? Seele! Seele! Wenn du in dieser Gesinnung stirbst, so wirst du keinen Teil an der ersten Auferstehung haben; sondern wenn die Gottlosen auferstehen, dann sollst du aufwachen \u201ezur ewigen Schmach und Schande.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Aber wenn du in deinem Herzen heute Morgen sagst: \u201eIch glaube, dass Jesus Christus nach der Schrift von den Toten auferstanden ist, und ich setze mein einziges und alleiniges Vertrauen auf Ihn; Er ist mein ganzes Heil und mein ganzes Verlangen,\u201c so gehe deines Weges; du sollst \u201eauferstehen an deinem Teil am Ende der Tage;\u201c du sollst deinen Teil unter denen haben, die geheiligt sind; du sollst dich mit Ihm zusammen freuen und an seinem Hochzeitsmahl auf ewig niedersitzen. Gott gebe seinen Segen dazu, um Jesu willen. Amen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><em>Quelle: www.glaubensstimme.de<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eNun ist aber Christus auferstanden von den Toten und der Erstling geworden unter denen, die da schlafen.\u201c (1 Kor. 15,20) Die Tatsache der Auferstehung Christi ist au\u00dferordentlich gut bezeugt. Es war notwendig, dass sie \u00fcber allen Streit erhaben sein sollte, da sie der Grund unseres heiligen Glauben ist. 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