{"id":15438,"date":"2018-03-24T23:00:50","date_gmt":"2018-03-24T22:00:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=15438"},"modified":"2018-03-24T23:07:31","modified_gmt":"2018-03-24T22:07:31","slug":"predigt-ueber-johannes-1220-26-das-weizenkorn-das-in-die-erde-faellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=15438","title":{"rendered":"Predigt \u00fcber Johannes 12,20-26: Das Weizenkorn, das in die Erde f\u00e4llt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Viele Menschen sind auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens. Sie erkennen, das kann doch nicht alles gewesen sein. Da muss doch etwas bleiben. Die in D\u00fcsseldorf erscheinende \u201eWirtschaftswoche\u201c schrieb: \u201eDie Menschen in Deutschland waren noch nie reicher als heute. Sie waren aber auch nie wurzelloser.\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Und so sind sie empf\u00e4nglich f\u00fcr vielerlei Ideologie, vielleicht sogar f\u00fcr Esoterik und die vielversprechende Werbung f\u00fcr alle m\u00f6glichen Programme, wie unser Leben besser, erfolgreicher, gl\u00fccklicher, sch\u00f6ner etc. werden k\u00f6nnte. Sie kosten oft viel Geld und bringen nicht, was sie versprechen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich will heute von einem Zielerreichungsprogramm berichten, das Sie zun\u00e4chst vielleicht irritiert und abschreckt. Es lautet:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDurch Tod zum Leben, durch Leiden zur Herrlichkeit!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da stellt sich nat\u00fcrlich die Frage: \u201eWer hat sich denn so etwas ausgedacht?\u201c Das mag zwar unserem Denken diametral entgegenstehen, aber es ist das einzige erfolgreich erprobte und durchgef\u00fchrte Patentrezept, das zum Ziel, zum eigentlichen Ziel unseres Lebens f\u00fchrt; zum Fruchtbringen f\u00fcr die Ewigkeit. Denn es ist Gottes Weg. ER ist unser Sch\u00f6pfer und wei\u00df genau wie ER mit uns zu dem Ziel kommt, das ER f\u00fcr unser Leben geplant hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sehen wir uns das am Beispiel Jesu an: Jesus hatte in Galil\u00e4a die folgenschwere Entscheidung getroffen, mit Seinen J\u00fcngern zum Passahfest hinauf nach Jerusalem zu ziehen. Bei Seinem Zwischenstopp in Bethanien, vor den Toren Jerusalems, zeigt ER Seine g\u00f6ttliche Macht und Autorit\u00e4t und ruft Seinen schon verwesenden Freund Lazarus aus dem Grab ins Leben zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Menschen sind \u00fcberrascht, erstaunt, begeistert. Das hatte bisher noch kein Mensch geschafft. Wenige Tage darauf (am Palmsonntag), bereiten IHM die Festpilger einen triumphalen Empfang. Unter den Jubelrufen: \u201eHosianna! Gelobt sei der da kommt in dem Namen des HERRN, der K\u00f6nig von Israel!\u201c (Joh 12,13) zieht ER in Jerusalem ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus befindet sich auf dem Gipfel Seiner Popularit\u00e4t. Der langersehnte Erfolg und der Griff nach der Macht und Herrschaft liegt verlockend vor IHM. Jetzt w\u00e4re f\u00fcr IHN doch der richtige Augenblick gekommen, sich zu offenbaren, die IHM von Gott \u00fcbertragene Herrschaft anzutreten und Sein Reich auf dieser Erde aufzurichten. Denn man muss doch das Eisen schmieden, solange es hei\u00df ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber was geschieht nun?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Joh. 12,20-26:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>20 Es waren aber einige Griechen unter denen, die heraufgekommen waren, um anzubeten auf dem Fest. 21 Die traten zu Philippus, der aus Betsaida in Galil\u00e4a war, und baten ihn und sprachen: Herr, wir wollen Jesus sehen. 22 Philippus kommt und sagt es Andreas, und Andreas und Philippus sagen&#8217;s Jesus. 23 Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde. 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde f\u00e4llt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. 25 Wer sein Leben lieb hat, der verliert es; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird&#8217;s bewahren zum ewigen Leben. 26 Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es scheint ja wirklich aufw\u00e4rts zum Triumph zu gehen. Seine Bekanntheit scheint sich nun auch auf die Heidenwelt auszudehnen. Es kommen sogar Griechen, also Pilger von au\u00dferhalb Israels, aus der griechischen Welt, die Jesus nicht nur sehen sondern n\u00e4her kennenlernen wollen. Wollen sie IHM vielleicht sogar nachfolgen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus antwortet ihnen: \u201eDie Zeit ist gekommen, wo der Menschensohn in Seiner Herrlichkeit offenbart wird.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Endlich scheint es soweit zu sein: Will sich Jesus, der \u201eMenschensohn\u201c, jetzt vor aller Welt in Seiner Herrlichkeit offenbaren? Ja \u2013 aber anders als sich die J\u00fcnger und auch die Pilger das vorstellen. Jesus muss ihnen klarmachen, dass Seine Verherrlichung nur \u00fcber das Kreuz geschieht, denn es geht IHM nicht um Erfolg haben, sondern um Frucht bringen und Menschen retten. Das macht ER ihnen am Beispiel des Weizenkorns deutlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er sagt: \u201eWahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde f\u00e4llt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mancher denkt vielleicht, was ist denn ein einzelnes Weizenkorn \u2013 was kann das denn schon bewirken. Aber in einem Weizenkorn liegen ungeheure Vermehrungskr\u00e4fte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus einem einzigen Weizenkorn, k\u00f6nnen bereits in der vierten Generation eine Million K\u00f6rner hervorgegangen sein. Voraussetzung zum Fruchtbringen ist allerdings, dass dieses eine Weizenkorn weder in der Scheune noch im Banksafe aufbewahrt wird, sondern in die Erde kommt. Dort beginnt der Sterbeprozess, an dessen Ende die vielfache Vermehrung (Frucht) steht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe das mal ausprobiert. Vor 14 Tagen habe ich einige Sonnenblumen-Samenk\u00f6rner in diesem T\u00f6pfchen in die Erde gesteckt und angegossen. Und was geschah?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einer Woche hob sich die Erde und es waren kleine gr\u00fcne Keime zu sehen. Schon am n\u00e4chsten und den folgenden Tagen wuchsen die kleinen Pflanzen heraus. Die Samenk\u00f6rner sind aufgeplatzt und gestorben und das ist daraus geworden: lebende Pflanzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was will Jesus mit dem Bild vom Weizenkorn ausdr\u00fccken und deutlich machen? ER redet von sich als dem Weizenkorn, das in die Erde versenkt wird und Frucht bringen wird. Es geht mit IHM jetzt nicht im Triumph zur Herrlichkeit, sondern es geht durch Seinen Tod zum Leben, durch Sein Leiden zur Herrlich\u00adkeit. Jesus h\u00e4tte theoretisch die M\u00f6glichkeit gehabt, Seinen Kreuzestod zu verhindern und sein Leben zu retten, indem ER sich nach Griechenland zur\u00fcckgezogen h\u00e4tte, um den Menschen dort Seine Botschaft zu verk\u00fcnden. Dort h\u00e4tte ER als vollm\u00e4chtiger Prediger, Weisheitslehrer und Vorbild einige Jahre wirken und eine beschr\u00e4nkte Anzahl Menschen f\u00fcr Seine Botschaft und Ideen gewinnen k\u00f6nnen. Sp\u00e4ter w\u00e4re Seine Mission dann aber im Sande verlaufen und Sein Leben w\u00e4re ohne Frucht geblieben und, das Schlimmste, es g\u00e4be keine Rettung f\u00fcr uns verlorene S\u00fcnder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber Jesus entscheidet sich in Seiner un\u00fcberbietbaren Retterliebe um unseretwillen f\u00fcr den Weg, Samenkorn zu sein und durch Seinen Tod, Rettung und wahres Leben f\u00fcr uns Menschen zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch Seinen stellvertretenden S\u00fchnetod hat uns Jesus aus der Sklaverei der S\u00fcnde und des Todes befreit und ein ewiges Leben in der Gemeinschaft mit Gott erworben. Durch Seine Auferstehung und Himmelfahrt ist ER jetzt durch Seinen Heiligen Geist weltweit gleichzeitig und \u00fcberall wirksam.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon Jesaja 53,10 lesen wir: \u201eWenn er mit seinem Leben f\u00fcr die Schuld der anderen bezahlt hat, wird er <u>Nachkommen<\/u> haben. Er wird weiterleben und den Plan des Herrn ausf\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das hat sich erf\u00fcllt. Welch eine Frucht ist aus dem Weizenkorn \u201eJesus\u201c entstanden, der Sein Leben nicht geschont, sondern es f\u00fcr viele dahingegeben hat! Aus Seinen 12 Aposteln sind in 2000 Jahren \u00fcber zwei Milliarden Christen geworden. Welch eine Frucht!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Prinzip des Weizenkorns zieht sich durch die ganze Heils- und Kirchengeschichte.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Nach der Steinigung des Diakons Stephanus (Apg 11,21) flohen viele Gl\u00e4ubige aus Jerusalem u.a. nach Antiochia, erz\u00e4hlten dort von ihrem Glauben an Jesus, den gekreuzigten und auferstandenen HERRN. Ergebnis: viele Heiden dort vertrauten diesem Jesus ihr Leben an.<\/li>\n<li>Als die Christen in Rom verfolgt, in die Arena getrieben und den wilden Tieren ausgeliefert wurden, haben sich viele von den Zuschauern die Frage gestellt: Was muss das f\u00fcr ein gro\u00dfer und gewaltiger liebender Gott sein, dass Menschen IHN nicht verraten und absagen, sondern bereit sind, ihr Leben f\u00fcr diesen Gott zu opfern. Viele von ihnen wurden Christen. Diesem Gott wollten sie auch angeh\u00f6ren. In weniger als 100 Jahren war das ganze R\u00f6mische Reich vom Christentum durchdrungen, bis in die h\u00f6chsten Kreise, ja bis ins Kaiserhaus. \u2013 So zieht es sich durch die ganze Geschichte. Das war aber nicht nur damals. Das ist heute noch genauso.<\/li>\n<li>In China hat die maoistische Kulturrevolution, die von 1966 \u2013 1976 jegliche Religion mit brutalsten Mitteln ausmerzen wollte, das Christentum erst zum Erbl\u00fchen gebracht. Der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu schreibt: \u201eDie St\u00e4rke der meist stillen und zur\u00fcckgezogenen Christen unter Verfolgung habe ihn als Nichtchristen fasziniert. Durch ihre Standfestigkeit seien sie noch st\u00e4rker gewesen als die Studenten, die im Juni 1989 auf dem Pekinger \u201aPlatz des Himmlischen Friedens\u201c f\u00fcr Demokratie demonstrierten.<\/li>\n<li>Open Doors, das Hilfswerk f\u00fcr verfolgte Christen berichtet ganz aktuell:\u201eMitten im unfassbar grausamen Krieg in Syrien und im Irak, erleben wir eine gro\u00dfe Erweckung unter Muslimen. Indem die verfolgten Christen auch notleidenden Muslimen helfen, setzen sie ein Zeichen der N\u00e4chstenliebe. Wir erleben, wie die Hand des HERRRN wie in Apg 11,21 mit unseren Gemeindenetzwerken vor Ort ist. Das, was sich damals durch die Zerstreuung der christlichen Gemeinde vollzog, wiederholt sich in gro\u00dfem Ausma\u00df gerade heute vor unseren Augen.\u201c<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was f\u00fcr eine Frucht! Jesus, der Sein Leben am Kreuz von Golgatha f\u00fcr uns geopfert hat, will auch dich und mich zum Samentr\u00e4ger machen, damit wir in unserem Leben viel Frucht f\u00fcr IHN bringen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Frage: Bin ich dazu auch bereit? Bin ich bereit, auf die Durchsetzung meiner W\u00fcnsche und Anspr\u00fcche zu verzichten?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist f\u00fcr viele das Problem, deshalb wiederholt Jesus in V 25, was ER im Bild vom Weizenkorn f\u00fcr Sein eignes Leben gezeigt hat, als klare Regel f\u00fcr alle.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWer sein Leben lieb hat, der wird&#8217;s verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird&#8217;s erhalten zum ewigen Leben.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei handelt es sich nicht um Forderungen, sondern Jesus stellt uns nur die Tatsachen vor Augen, wie Leben gelingt, d.h. Frucht bringt und zum Ziel, zur himmlischen Herrlichkeit, f\u00fchrt. Die Entscheidung, wie wir uns verhalten (welchen Weg wir w\u00e4hlen), liegt bei uns.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von Jesus begeistert sein, wie die jubelnde Menge der Pilger beim Einzug in Jerusalem oder sich f\u00fcr IHN ernsthaft interessieren, wie die Griechen, die Jesus kennenlernen wollen, das reicht nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer Jesus finden will, muss IHM nachfolgen, und diese Lebensgemeinschaft mit Jesus bedeutet auch Leidensgemeinschaft. Jesus war bereit, Sein Leben f\u00fcr uns in den Tod zu geben \u2013 Sollten wir aus Dankbarkeit nicht zur Hingabe unseres Lebens an Jesus bereit sein. Leiden, Hingabe, Verzicht &#8211; das widerstrebt uns aber vollkommen; denn wir lieben unser Leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir leben in einer Spa\u00dfgesellschaft, wir wollen etwas vom Leben haben und uns selbst verwirklichen, streben nach Sicherheit und Wohlergehen und beruflichem Erfolg. Wir drehen uns oft nur um uns selbst und fragen uns bei jeder Entscheidung: \u201eWas hab\u2018 ich davon, was krieg ich daf\u00fcr.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Shell Jugendstudie wird ein 16-J\u00e4hriger zitiert: \u201eNat\u00fcrlich braucht man Spa\u00df am Leben. Aber ohne Sinn macht es weder Spa\u00df noch Sinn.\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was sollen wir nun darunter verstehen: Das Leben lieben oder das Leben hassen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier geht es nicht um Emotionen, sondern darum, die Priorit\u00e4ten in unserem Leben richtig zu setzen. Das Wichtigste zuerst. Und da liegt das Problem. Das Leben stellt permanent neue und oft unn\u00f6tige und \u00fcberzogene Forderungen, W\u00fcnsche und Bed\u00fcrfnisse an uns, die unser Ego befriedigen sollen, nie zu s\u00e4ttigen sind und uns von dem rechten Weg ablenken. Man hat ja manchmal den Eindruck, das Leben liefe nach dem Motto:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIch, meiner, mir, mich. Alles dreht sich nur um mich.\u201c Wir leben in einer Ich-Kultur. Aber so kann das Leben nicht gelingen. Wer sein Leben auf diese Weise liebt und lebt, dem zerrinnt es zwischen den Fingern und wird es verlieren, denn er kann die entscheidende Lebenswende, die Hingabe seines Lebens an Jesus, f\u00fcr immer verpassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pfarrer Wilhelm Busch besuchte einen 70-j\u00e4hrigen Bergmann, der erz\u00e4hlte ihm: \u201eAls ich 17 Jahre war, kam ich mal in eine Evangelisationsversammlung. Und da merkte ich, dass Jesus bei mir anklopft. Aber da habe ich mir gesagt: \u201aWenn ich damit ernst mache und nehme ihn auf, Mensch, dann lachen mich alle meine Kameraden aus. Es ist unm\u00f6glich.\u2018 Und dann bin ich rausgelaufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und er fuhr fort: \u201eNun ist mein Leben verflossen. Ich bin alt geworden. Und jetzt wei\u00df ich, dass mein Leben falsch war, weil ich in jener Stunde Jesus nicht die T\u00fcr aufgetan habe!\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ist das nicht traurig? Jesus aber will uns das wahre Leben schenken, das Gott f\u00fcr uns vorgesehen hat. Doch niemand kann gleichzeitig die Welt und Jesus lieben. Deshalb fordert ER uns auf, die Priorit\u00e4ten in unserem Leben richtig zu setzen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eTrachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit\u2026\u201c (Mt 6,33)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das gelingt aber nur, wenn wir uns selbst verleugnen, uns auf das ewige Ziel konzentrieren und Jesus unser Leben ganz anvertrauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir k\u00f6nnen uns ein Beispiel an Sportlern nehmen. Sportler, die sich zum Ziel gesetzt haben, einen Pokal oder eine Olympia-Medaille zu gewinnen, unterwerfen ihr ganzes Leben, Lebensstil und Lebenshaltung diesem einen Ziel. Sie wissen ganz genau, ohne diese Priorit\u00e4t ist das Ziel nicht zu erreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was ist unsere Priorit\u00e4t? Wof\u00fcr geben wir unser Leben hin \u2013 unsere Gaben an Kraft, Zeit, Geld und Ideen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wem das Leben in eigener Regie und in eigenem Interesse wichtiger ist, der wird das wahre Leben verpassen; wer sich aber mit allem, was er hat, an Jesus \u201everliert\u201c, wird ewiges Leben gewinnen \u2013 schon hier.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das gelingt aber nur in der Nachfolge, d.h. in enger Gemeinschaft mit Jesus. ER sagt: \u201eWer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.\u201c (V 26)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Leben in dieser Gemeinschaft mit Jesus schenkt uns den Sinn im Leben, bringt Frucht und f\u00fchrt uns zum ewigen Ziel und in der Ewigkeit werden wir von unserem Vater im Himmel mit g\u00f6ttlicher Ehre beschenkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ist das nicht eine lohnende Lebensaufgabe?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sollten unser Leben \u00fcberdenken und entscheiden, ob wir unser Leben als Samenkorn weiterhin hegen und pflegen wollen, um es zu bewahren, oder ob wir es an Jesus unseren Retter hingeben wollen, um unserem Leben Sinn zu geben, viel Frucht f\u00fcr IHN zu bringen und das ewige Ziel unseres Lebens zu erreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Mache mich zum guten Lande,<\/em><br \/>\n<em> wenn dein Samkorn auf mich f\u00e4llt.<\/em><br \/>\n<em> Gib mir Licht in dem Verstande,<\/em><br \/>\n<em> und, was mir wird vorgestellt,<\/em><br \/>\n<em> pr\u00e4ge du im Herzen ein,<\/em><br \/>\n<em> la\u00df es mir zur Frucht gedeihn.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pr\u00e4dikant Wolfgang Wilke<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Zitiert in Peter Hahne, Schluss mit lustig, S. 52<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> WStB S.56<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Zitiert in: Schluss mit lustig, a.a.O. S. 25<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Wilhelm Busch, Jesus unser Schicksal, S14. Auflage, 1967, S. 34<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Menschen sind auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens. Sie erkennen, das kann doch nicht alles gewesen sein. Da muss doch etwas bleiben. Die in D\u00fcsseldorf erscheinende \u201eWirtschaftswoche\u201c schrieb: \u201eDie Menschen in Deutschland waren noch nie reicher als heute. 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