{"id":15305,"date":"2018-02-03T14:40:26","date_gmt":"2018-02-03T13:40:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=15305"},"modified":"2018-02-03T14:40:26","modified_gmt":"2018-02-03T13:40:26","slug":"wie-man-mit-dem-leben-fertig-wird-predigt-ueber-1-mose-321-22","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=15305","title":{"rendered":"&#8222;Wie man mit dem Leben fertig wird&#8220; (Predigt \u00fcber 1 Mose 32,1-22)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">\u201eAm Morgen aber stand Laban fr\u00fch auf, k\u00fcsste seine Enkel und T\u00f6chter und segnete sie und zog hin und kam wieder an seinen Ort. Jakob aber zog seinen Weg. Und es begegneten ihm die Engel Gottes. Und als er sie sah, sprach er: Hier ist Gottes Heerlager, und nannte diese St\u00e4tte Mahanajim. Jakob aber schickte Boten vor sich her zu seinem Bruder Esau ins Land Se\u00efr, in das Gebiet von Edom &#8211; das ist also noch jenseits des Jordan, das heutige Jordanien &#8211; und befahl ihnen und sprach: <\/span><\/span><!--more--><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">So sprecht zu Esau, meinem Herrn: Dein Knecht Jakob l\u00e4sst dir sagen: Ich bin bisher bei Laban lange in der Fremde gewesen und habe Rinder und Esel, Schafe, Knechte und M\u00e4gde ausgesandt, es dir, meinem Herrn anzusagen, damit ich Gnade vor deinen Augen f\u00e4nde. Die Boten kamen zu Jakob zur\u00fcck und sprachen: Wir kamen zu deinem Bruder Esau, und er zieht dir auch entgegen mit vierhundert Mann. Da f\u00fcrchtete sich Jakob sehr, und ihm wurde bange. Und er teilte das Volk, das bei ihm war, und die Schafe und die Rinder und die Kamele in zwei Lager und sprach: Wenn Esau \u00fcber das eine Lager kommt und macht es nieder, so wird das andere entrinnen. Weiter sprach Jakob: Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters Isaak, der du zu mir gesagt hast: Zieh wieder in dein Land und zu deiner Verwandtschaft, ich will dir wohl tun -, Herr, ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und aller Treue, die du an deinem Knechte getan hast; denn ich hatte nicht mehr als diesen Stab, als ich hier \u00fcber den Jordan ging, und nun sind auch mir zwei Lager geworden. Errette mich von der Hand meines Bruders, von der Hand Esaus; denn ich f\u00fcrchte mich vor ihm, dass er komme und schlage mich, die M\u00fctter samt den Kindern. Du hast gesagt: Ich will dir wohl tun und deine Nachkommen machen wie den Sand am Meer, den man der Menge wegen nicht z\u00e4hlen kann.<\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Und er blieb die Nacht da und nahm von dem, was er erworben hatte, ein Geschenk f\u00fcr seinen Bruder Esau: zweihundert Ziegen, zwanzig B\u00f6cke, zweihundert Schafe, zwanzig Widder und drei\u00dfig s\u00e4ugende Kamele mit ihren F\u00fcllen, vierzig K\u00fche und zehn junge Stiere, zwanzig Eselinnen und zehn Esel, und tat sie unter die Hand seiner Knechte, je eine Herde besonders, und sprach zu ihnen: Geht vor mir her und lasst Raum zwischen einer Herde und der andern. Und er gebot dem ersten und sprach: Wenn dir mein Bruder Esau begegnet und dich fragt: Wem geh\u00f6rst du an und wo willst du hin und wessen Eigentum ist das, was du vor dir hertreibst?, sollst du sagen: Es geh\u00f6rt deinem Knechte Jakob, der sendet es als Geschenk seinem Herrn Esau und zieht hinter uns her. Ebenso gebot er auch dem zweiten und dem dritten und allen die den Herden nachgingen, und sprach: Wie ich euch gesagt habe, so saget zu Esau, wenn ihr ihm begegnet, und saget ja auch: Siehe, dein Knecht Jakob kommt hinter uns. Denn er dachte: Ich will Esau vers\u00f6hnen mit dem Geschenk, das vor mir hergeht. Danach will ich ihn sehen; vielleicht wird er mich annehmen. So ging das Geschenk vor ihm her; er, Jakob, aber blieb diese Nacht im Lager.\u201c (1 Mose 32,1-22)<\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Jakob war so froh, als er endlich diesen schwierigen Schwiegervater abgesch\u00fcttelt hatte. Er muss ja richtig erleichtert gewesen sein, wie auch diese Klippe heil \u00fcberstanden war. Ich stelle mir das so vor: Von einem Berg blickt er hin\u00fcber und sieht \u00fcber den Jordan endlich Heimatland. Wie hat er sich diesen Augenblick ersehnt! Jetzt komme ich wieder heim. Und seine Schritte sind so schwer. Er kann kaum laufen. Er hat Angst. Denn erst in diesem Moment wird ihm bewusst, was auf ihn wartet. Die ganzen zwanzig Jahre hat er verdr\u00e4ngt und vergessen, dass in seinem Leben eine schwere Schuld war. Man kann das ja so leicht machen, dass man sagt: Ich denke nimmer dran, das wird schon werden, die Zeit wird&#8217;s richten. Wie hat seine Mutter gesagt? Der Zorn wird auch verfliegen. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Der verflog aber nicht! Und jetzt steht Jakob ganz allein da und muss diesen schweren Weg gehen, seinem zornentbrannten Bruder entgegen. Ich wei\u00df nicht, welchen schweren Weg Sie in der n\u00e4chsten Woche gehen m\u00fcssen. Ich habe diese Predigt \u00fcberschrieben: \u201eWie man mit dem Leben fertig wird\u201c. Das ist f\u00fcr uns moderne Menschen am Ende des zweiten Jahrtausends ja die Lebensfrage. Wir sagen immer wieder \u00fcber Gott, das interessiert uns gar nicht, mein Leben ist so problematisch, mein Chef, meine Berufsschwierigkeiten, mein Arbeitslosigkeit, meine Geldprobleme, meine wirtschaftlichen Fragen. Setze ein, was du willst. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Das von Jakob ist doch erz\u00e4hlt, weil wir solche schwierigen Wege gehen, ganz allein. Das, was wir meistern sollen, \u00fcbersteigt unsere Kraft, wir schaffen das nicht. In der Bibel wird uns ja nicht von irgendwelchen gro\u00dfen Athleten erz\u00e4hlt, von irgendwelchen gro\u00dfen, gewaltigen Schaffern, sondern von ganz, ganz schwachen Menschen wie wir. Wenn es hier von Angst hei\u00dft, ist in der Bibel immer dieser W\u00fcrgegriff am Hals, wo man sagt: den letzten Schnapper noch an Luft: Ich komme um, ich komme um. Ich krieg&#8216; das nicht fertig. Und ich k\u00f6nnte es jetzt durch die ganze Bibel durchzeigen. Als die Israeliten am Schilfmeer standen und die \u00c4gypter ihnen nachjagten &#8211; vor ihnen das Wasser und links und rechts die Felsw\u00e4nde: Es gab kein \u00dcberleben mehr. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Doch: Mose rief zum Herrn. Kennen Sie das? Da ist der Herr da. Selbst der gro\u00dfe Gotteszeuge Paulus, der von niemand zu stoppen war, erz\u00e4hlt, wie er in der Provinz Asien am Leben verzagt war. Depressionen sind das. Wir dachten schon, wir k\u00e4men um. Das geschah aber, dass wir unser Vertrauen auf den setzen, der Tote lebendig macht. In gro\u00dfen schweren Lebenskrisen k\u00f6nne wir ganz neu die Macht unseres gro\u00dfen Herrn entdecken. Dieser Jakob mit seinen Bleif\u00fc\u00dfen, mit der Angst, mit seiner ganzen Not, der f\u00fchlt sich nicht anders als Sie, wenn man Sie auf dem Karren in den OP-Saal hineinschiebt. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Verstehen Sie. Was soll ich jetzt noch machen k\u00f6nnen? So wie Sie hilflos oft Menschen ausgeliefert sind. Und wie oft meinen Sie: Die Menschen meinen es nicht gut mit mir. Sie wollen mich fertig machen. In dem Augenblick zeigt Gott diesem Jakob die Engel. Er sieht etwas von der gro\u00dfen, gewaltigen Macht Gottes und seiner Diener. Und Jakob nennt diese St\u00e4tte Mahanajim. Es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn wir auch solche Erinnerungstafeln anbringen, an Pl\u00e4tzen wo wir verzagt und mutlos waren und dann pl\u00f6tzlich Gott uns erschien. Hadern Sie darum, weil Sie keine Engel sehen? Ich denke, die Verhei\u00dfungsworte sind noch gr\u00f6\u00dfer. Diese wunderbaren Zusagen der Schrift, wo Gott sich verb\u00fcrgt oder was noch wunderbarer ist, der Blick aufs Kreuz, wo Jesus es Ihnen klarmacht: f\u00fcr dich habe ich alles hergegeben. Ich will mich in deinem Leben verherrlichen. Und ich bin f\u00fcr s\u00fcndige Menschen gestorben. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Mut machende Blicke in trostlosen Augenblicken. In der hebr\u00e4ischen Sprache ist alles ein wenig bildhaft. Ich kann das nur immer wieder betonen. Durch dieses Kapitel zieht sich immer wieder das Wort vom Lager. Das ist Gottes Lager. Darum hat er die Engel gesehen. Weil ja nachher das Lager, die Heerschar von dem Esau ihm entgegen zieht. Und der pfiffige Jakob macht schnell aus seiner gro\u00dfen Schar auch zwei Heere. Hat er&#8217;s begriffen, dass die Heere Gottes ihn besch\u00fctzen, dass der Trost und die Freude darin bestehen: Du bist unsere Zuversicht. Ich will&#8217;s heute Morgen einh\u00e4mmern, dass Sie jetzt in den N\u00f6ten und Ausweglosigkeiten des Lebens sagen: Wie werde ich mit dem Leben fertig?, nur so, wie denn sonst. Sie schaffen&#8217;s doch nicht. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Gott will ihn bergen, sch\u00fctzen und bewahren und beh\u00fcten. Er war schon &#8211; wie sagen wir &#8211; ein Cleverle, der Jakob, pfiffig und er war schon gut, er war ein Steh-auf-M\u00e4nnchen, er wurde mit allen Lagen fertig, hat sich immer durchlaviert, wie&#8217;s die frommen Leute immer k\u00f6nnen. Dass er sagt &#8211; wie sagt man in der Fachsprache &#8211; man kann sein Risiko minimalisieren, wenn man zwei Heere macht: 50% rettet man, wenn man&#8217;s klug anstellt und der Abstand gen\u00fcgend gro\u00df ist, k\u00f6nnen sie wenigstens noch durchkommen. O Jakob, was sind deine L\u00f6sungen f\u00fcr dumme Auswege! Entweder sch\u00fctzt dich Gott, dann bist du bewahrt und gerettet, oder Gott sch\u00fctzt dich nicht, dann bist du verloren und kommst um. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Und dann trichtert er seinen Boten, seinen Mitarbeitern noch einen Spruch ein. Sie sollen, wenn sie dem Esau begegnen mit seinem Zorn, ihm sagen. Mein Herr, dein Knecht. Der Jakob hat sich weit gedem\u00fctigt vor seinem Bruder Esau. Und manchmal haben wir keine Scheu, uns vor Menschen ganz tief zu beugen. Wissen Sie, dass das nicht der Bibel Art ist? Gott will, dass wir vor Menschen aufrecht stehen. Gott will, dass wir uns nicht vor Menschen beugen. Vor Gott sollen wir uns beugen. Und es ist nicht n\u00f6tig, dass wir zu Menschen sagen: Ich bin dein Knecht, auch nicht zu Esau, auch nicht um uns dadurch Freiheit zu erkaufen. Wir sollen uns nicht vor Menschen heruntersetzen lassen, nicht der Menschen Knechte werden. Es gilt, vor den Herren dieser Welt und vor den Obrigkeiten und vor den Gewalten &#8211; Christen haben eine W\u00fcrde &#8211; und glaubende Menschen, die vor Gott knien k\u00f6nnen und ihren Kopf beugen k\u00f6nnen, die k\u00f6nnen vor Menschen aufrecht stehen. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Ach was ist das f\u00fcr eine erb\u00e4rmliche Haltung, die der Jakob einnimmt, blo\u00df um sein Leben zu retten. Das kann doch nicht wahr sein. Eigentlich sind die Lebenskrisen, so sehen wir&#8217;s in der Bibel immer, die gro\u00dfen Lebenskrisen Sternstunden, Stunden, wo man pl\u00f6tzlich alles klar machen muss: hin\u00fcber oder her\u00fcber. Irgendwo muss man Stellung beziehen. Und in vierzehn Tagen werden wir noch einmal drankommen, wo Jakob nicht mehr ausweichen kann, wo&#8217;s einfach klar werden muss, daf\u00fcr oder dagegen. Hast du&#8217;s mit Gott oder bist du gegen ihn? Das ist bis heute eine blamable Geschichte unter uns Christen, dass wir uns hier immer so herumdr\u00fccken an der klaren Entscheidung f\u00fcr unseren Gott. Geh\u00f6ren wir ihm ganz oder geh\u00f6ren wir ihm nicht ganz? <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Und diese Augenblicke der Furcht, die machen erst deutlich: Wir k\u00f6nnen uns nicht auf selber verlassen: Wer sich auf sich selbst verl\u00e4sst, ist verlassen, das hat ja gar keinen Wert. Ich meine immer wieder, dass Sie das auch mit Ihren Bekannten reden k\u00f6nnen, ganz schlicht. Worauf verl\u00e4sst du dich einmal im Sterben? Lassen Sie den andern nur pausbacken reden: Ja da wird schon alles recht werden. Welcher Mensch sp\u00fcrt nicht selber, dass das frivole S\u00e4tze sind, dass er sich sehnt nach einem andern, der an ihn denkt, der f\u00fcr ihn eintreten kann. Denkt doch an mich, weil ich ins Krankenhaus muss. Denkt doch an mich mit meinen Schwierigkeiten. So sagen wir doch immer wieder. Wir wollen doch jemand haben, der uns tr\u00e4gt. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Und in dem Augenblick ist pl\u00f6tzlich klar, dass die gro\u00dfe Not unseres Lebens die Schuld ist, die alte Schuld. Haben Sie&#8217;s auch geh\u00f6rt, dass immer wieder von christlichen Verk\u00fcndigern gesagt wird, das sei nichts mehr f\u00fcr den Menschen von heute, das interessiere den modernen Menschen nicht mehr. Sicher, die Menschen wollen Lust und Spa\u00df haben. Aber ist nicht die eigentliche Frage, die die Menschen umtreibt, die sie letztlich auch am Glauben hindert, dass so viel im Leben an Schutt angeh\u00e4uft daliegt und das ist unbew\u00e4ltigt. Und man sp\u00fcrt, man kann ja gar nicht zu Gott zur\u00fcck, weil die alte Sache nicht bereinigt ist. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Und das muss ja auch dieser Jakob gesp\u00fcrt haben, wenn jetzt der Esau kommt, dass er so z\u00fcrnt. Ich versteh&#8216; ihn ja gut, ich h\u00e4tte ja auch so einen Zorn. Und er kann das nicht mehr ungeschehen machen, wie er seinen Bruder betrogen hat. Und Jakob wei\u00df, ich habe ja eigentlich Gott betrogen und meinen Vater habe ich betrogen. Ich habe ja selbsts\u00fcchtig gehandelt. In solchen Augenblicken ist das pl\u00f6tzlich die Frage und Sie kennen das aus Ihrem Leben: Darf ich \u00fcberhaupt zu Gott kommen? Der moderne Mensch wei\u00df etwas von Schuld, auch wenn er nicht dar\u00fcber spricht. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Darum ist es so wichtig, das wir&#8217;s anderen erz\u00e4hlen, wie lange wir uns darum gedr\u00fcckt haben und wie lange sich die Frauen und M\u00e4nner der Bibel herumgedr\u00fcckt haben, bis sie sich endlich den Dorn aus der Wunde sich ziehen lie\u00dfen und die Sache beim Namen genannt haben. Der ganze Erfolg der letzten zwanzig Jahre, diese fruchtbaren Viehherden der gefleckten Tiere, die Jakob mitbringt, all das kann doch nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass die unbew\u00e4ltigte Schuld sein Leben belastet. Und wie eine dunkle Gewitterwolke h\u00e4ngt das zwischen ihm und Gott. Jetzt verstehen Sie erst, wie k\u00fchn das war und mutig als Jakob pl\u00f6tzlich betet. Darf er zu Gott rufen, kann Gott in so einem Leben \u00fcberhaupt noch wirken? Ist er nicht zu schlecht, zu hinterh\u00e4ltig, zu listig? <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Jetzt beachten Sie einmal das Gebet des Jakob. Wie betet er? Du hast doch mir gesagt. Er beruft sich auf das Wort des Herrn. So machen&#8217;s Glaubende bis heute. Es ist doch nicht wichtig was ich denke, sondern: Du hast mir gesagt in deinem Wort. Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinaussto\u00dfen. Darf ich wiederkommen? Mit der alten Schuld? In dem Augenblick, wenn wir ins Licht Gottes treten, ist uns manchmal so, dass uns die Schuld noch unheimlicher, noch scheu\u00dflicher wird und blamabler. Und so ruft er zu Gott: Du hast doch gesagt: Ich will dir wohl tun. Zweimal beruft er sich darauf: Du hast gesagt und darauf wagt mein Herz es froh und unverzagt und l\u00e4sst sich gar nicht grauen. Sch\u00f6n, wenn uns solche Bibelworte in einpr\u00e4gsamen Versen nicht mehr aus dem Kopf gehen. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Ich darf kommen! Und a ist ein Seil von Gott aus geworfen, da kann ich mich dran hinh\u00e4ngen. Es ist ja merkw\u00fcrdig, wie gnadenlos die Welt ist, wenn\u2018s um Schuld geht. Es ist ja interessant, wenn Sie jetzt die Nachrichten h\u00f6ren. Bin ein alter Mann und hab&#8216; mein ganzes Leben immer nur geh\u00f6rt, es g\u00e4b&#8216; keine richtigen Winter mehr. Jetzt gibt es mal einen richtigen Winter. Da rufen alle Leute: Wer hat die Schuld. Da h\u00e4tten die Stra\u00dfen gesperrt geh\u00f6rt, da h\u00e4tt&#8216; nichts passieren d\u00fcrfen. Irgendjemand h\u00e4tte das ja wissen m\u00fcssen, dass so Lawinen niedergehen. Den Schuldigen sucht man. Einer muss ja schuld sein, wegen der Versicherung. Einer muss zahlen am Ende, das man wenigstens noch Geld herauskriegt. Den Schuldigen brauch&#8216; ich, auf den man zeigen kann. Da k\u00f6nnte man sagen, das war h\u00f6here Gewalt. Den Schuldigen &#8211; wir sind ja oft so gnadenlos wie wir bei anderen alte Schuld vorrechnen. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Es ist auch bei mir merkw\u00fcrdig. Ich vergesse das \u00fcber Jahrzehnte nicht, wo Menschen mir B\u00f6ses getan haben. Ich kann es von meinen Lehrern aus der Schule noch, ich kann&#8217;s noch genau aufz\u00e4hlen, wo mir Unrecht widerfahren ist. Und im Elternhaus. Was sind wir f\u00fcr Kleinkr\u00e4mer! Wo wir doch der gro\u00dfen Gnade Gottes bed\u00fcrfen. Und wie dieser Jakob betet: Herr, ich bin zu gering deiner Barmherzigkeit und Treue. Wenig vorher hat er noch vor seinem Schwiegervater geprahlt und gesagt: Das habe ich alles verdient. Ich habe geschafft wie ein Wilder. Und jetzt kommt&#8217;s raus: Kein St\u00fcck habe ich verdient gehabt. \u00dcber meinem vers\u00e4umten Leben, \u00fcber der Schuld, die mich vor Gott anklagt und dass mein Leben in diese N\u00f6te oft hineingetaucht ist, dass ist eine Folge meiner eigenen Schuld. Was so oft Gott zugerechnet wird: Warum l\u00e4sst Gott das zu? Es ist doch blo\u00df, dass Gott uns das ernten l\u00e4sst, was wir ges\u00e4t haben. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Es ist ersch\u00fctternd wie oberfl\u00e4chlich wir oft anderen das Evangelium bezeugen. Wir m\u00fcssen doch Menschen immer auf den Punkt ansprechen, auf den entscheidenden Punkt, dass Gott das bereinigen will und dass wir ohne dieses gar nie froh werden und im Glauben gewiss werden k\u00f6nnen und nie unseren Weg gehen k\u00f6nnen. Es w\u00e4chst eben kein Gras dar\u00fcber. Es kommt die alte Schuld immer wieder raus. Und das kann die Bibel so meisterhaft zeigen: bei all den gro\u00dfen Gestalten, bei David und bei Petrus und wer das auch war, immer wieder mit der alten Schuld. Und Gott will vergeben und ich wollte, dass Sie heute nicht von dieser St\u00e4tte weggehen und dass Sie wissen: Meine Dinge sind gereinigt und gekl\u00e4rt. Jesus hat mein Leben frei gemacht von der alten Schuld, vergeben und vergessen, und ich will in meinem Leben keine Schuld von anderen mehr aufrechnen. Ich will mit der G\u00fcte Gottes erf\u00fcllt durchs Leben ziehen. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Es hat ja merkw\u00fcrdigerweise den Jakob irgendwie nicht froh gemacht. Er wartet immer noch auf die Antwort Gottes. Herr, ich bin zu gering aller Barmherzigkeit, die du an mir erwiesen &#8211; na, wie sagt er? &#8211; an deinem Knecht erwiesen hast. Das haben Sie bisher aus dem Mund Jakobs noch nie geh\u00f6rt. Der sch\u00f6nste Ehrentitel. Ich will Knecht Gottes sein. Ich will nur noch Gott folgen, ihm dienen, auf sein Wort hin leben, mich von ihm leiten lassen: dein Knecht, dein Leibeigener. Fast ist er durchgebrochen zur Freude des Glaubens. Merken Sie, wie das Schritt um Schritt geht? <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Und dann probiert er es doch wieder mit seiner listigen Pfiffigkeit. Noch einmal denkt er: ob er seinen Bruder nicht doch vers\u00f6hnen k\u00f6nnte und dann probiert er es mit Geschenken. Sie wissen ja, wie nachher die Vers\u00f6hnung geschah, wie sich Jakob und Esau um den Hals fallen. Wir m\u00fcssen k\u00fcrzen, wir k\u00f6nnen nicht mehr dar\u00fcber predigen. Das m\u00fcssen Sie dann lesen. Da ist kein Geschenk mehr n\u00f6tig, wo Gott die Herzen ber\u00fchrt und wo Menschen zu einander finden. Wissen Sie, was die Klammer ist zwischen Christen, die sie verbindet? Wir k\u00f6nnen in allen politischen Fragen, in allen gesellschaftlichen Fragen verschiedene Meinungen haben, in vielen Erziehungsfragen. Die Klammer die verbindet, lautet: Halten wir Vers\u00f6hnung! Dass wir alle davon leben: Wir sind Begnadigte Gottes! Darum lieben wir andere. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Aber der Jakob probiert es zuerst noch mit Geschenken und deshalb trichtert er es jetzt seinen Boten ein: sagt: Nimm dir von diesen Herden, soviel du willst. Ach das hat doch gar keinen Wert! Kaum waren die Herden abgezogen, bricht die Nacht an, jene Nacht, von der wir dann in vierzehn Tagen noch einmal h\u00f6ren. Diese Nacht von Pniel. Jakob ist ganz, ganz allein. Alle anderen sind weg. Und er sp\u00fcrt: das mit den Geschenken, das hat keinen Wert. Ich kann nicht mit Geschenken die Schuld meines Lebens aufwiegen und mich freikaufen. Und deshalb ist das auch die Frage, wenn wir manchmal sagen: Herr ich bin zu gering, ob das nicht geheuchelte Demut ist &#8211; kennen Sie das? Die Frommen k\u00f6nnen ja so heucheln. Wir machen das ja manchmal so, dass wir uns so runtersetzen: Ich bin ein ganz Schlimmer und so. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Nein, wir haben die Gnade Gottes unverdient empfangen. Jakob, hast du&#8217;s nicht begriffen? Dass solche Leute mit der gro\u00dfen Schuld die Vergebung empfangen, dass die Gott f\u00fcr wert h\u00e4lt, dass die Gott erw\u00e4hlt hat: Du bist kein Geringer, Jakob! Du bist nicht ein Unbedeutender, du bist nicht irgendein Schwacher! Sondern die Herrlichkeit des Herrn soll \u00fcber dir aufgehen! Du sollst ein Segenstr\u00e4ger werden!<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Ich habe vor ein paar Tagen in Heiderabad in Indien Begegnungen gehabt mit indischen Christen, die in den Slums arbeiten. Mir hat einer erz\u00e4hlt, der mit einem Team in Bombay arbeitet, Zahlen, die ich nicht mehr verstehe, ich dachte, ich kenne die Not der dritten Welt. Bombay besteht heute aus 6.700 Slums. 86% der Bev\u00f6lkerung Bombays von 15 Millionen, wohnen in Slums. Die Kinder haben kaum Schulm\u00f6glichkeiten. Es gibt kein sauberes Wasser. Und was sie \u00fcberhaupt zahlen k\u00f6nnen m\u00fcssen sie den Landlords zahlen, die ihre Blechbaracken aufgestellt haben. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Und wie die \u00fcberlegt haben: Was k\u00f6nnen wir da \u00fcberhaupt tun? Ich vergesse nicht eine Morgenandacht, wo einer sagte: er sei eigentlich froh, dass im Neuen Testament nie das Wort Kirche vork\u00e4me, wohl stehe von Versammlungen drin und von Gemeinschaft und Gemeinden, aber ein Begriff sei im Neuen Testament viel gr\u00f6\u00dfer: Reich Gottes. Die Gottesherrschaft, die anbricht. Und da ist mir pl\u00f6tzlich klar geworden. Das habe ich selber empfangen und mich daran gefreut, wenn das anbricht im Elend eines Slums oder in unserem satten und \u00fcberreichen Europa, dass Menschen die Gottesherrschaft in ihrem Leben annehmen, also wenn es im Leben Jakobs passiert, dass der ewige Gott Menschen ben\u00fctzt und sie werden Segenstr\u00e4ger und sie d\u00fcrfen anderen Liebe weitergeben. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Ich kann Ihnen gar keine praktischen Anleitungen mehr geben. Da m\u00fcssen Sie selber warten, wie Gott Sie f\u00fchrt. Das ist aber das Aufregendste, dass in unserem Leben, im schmutzigen Leben, im Leben der S\u00fcnde und der Listigkeit pl\u00f6tzlich Gottes Herrlichkeit aufstrahlt in seiner Erbarmung, in seiner Liebe. Wir sind ihm nicht zu gering, sondern wir sind f\u00fcr wert geachtet. Und dann habe ich das erlebt, wie die Gesellschaft Indiens in eine riesige Unruhe versetzt wird, die man sich hier kaum vorstellen kann. Die Christen sind erregt, alle Konfessionen bis hin zu den Katholiken. Sie machen am n\u00e4chsten Sonntag zu Hunderttausenden in Heiderabat gro\u00dfe Gebetsversammlungen, weil pl\u00f6tzlich ein Hass der Welt gegen sie aufbrandet, weil die Hindugesellschaft sagt: \u201eDas d\u00fcrft ihr den Outcasts, den Verlorenen in den Slums und den Tribal People, die nicht zum Kastensystem der Hindus geh\u00f6ren; das d\u00fcrft ihr ihnen nicht sagen, dass sie von Gott angenommen sind\u201c. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Ich habe mit Freunden von dem Graham Staines gesprochen, der in seinem Auto mit seinen zwei S\u00f6hnen verbrannt wurde auf grausamste Weise, weil er sich um Leprakranke m\u00fchte. Eine gro\u00dfe Erregung hat die Christen jetzt befallen: Was kommt auf uns zu? Ja, unsere Welt kann das nicht fassen, dass die Verlorenen und die, die keine Hoffnung haben, von Gott erw\u00e4hlt sind. Und wie noch nie zuvor ist eine Aufnahmebereitschaft in den Slums und in diesen Reservaten, wo diese Ureinwohner Indiens leben, diese Hinausgesto\u00dfenen, die Herrlichkeit Gottes aufzunehmen. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Und mir ist daran deutlich geworden: Was k\u00f6nnte bei uns geschehen, wenn wir wieder hineinversetzt w\u00e4ren in die Gottesherrschaft, wenn wir durchbrechen. Jakob steht noch kurz davor. Nichts hab ich zu bringen, alles, Herr bist du. Ich will doch nur dir Raum geben. Du sollst in meinem Leben herrschen. Aber da m\u00fcssen Sie eine klare \u00dcbergabe machen, eine klare Hingabe. Auf dem Flughafen von Bombay sa\u00dfen pl\u00f6tzlich neben mir drei Schwaben und haben sich unterhalten. Und dann sprach ich mit ihnen und da kam es pl\u00f6tzlich heraus, dass es Christen von den Fildern waren. Und der eine hat dann zu mir gesagt: Das m\u00f6chte ich Ihnen noch mitgeben: Ich war in Amerika, aber da hat man jeden Sonntag gesagt: Wer heute sich bekehren will, der soll&#8217;s nutzen. Ich werd&#8217;s nicht jeden Sonntag machen. Aber ich will Ihnen heute sagen: Machen Sie&#8217;s doch. Machen Sie&#8217;s doch fest! Gehen Sie nicht fort, wenn Sie noch mit jemandem beten. Machen Sie&#8217;s klar f\u00fcr Ihr Leben. Ich m\u00f6chte meinem Herrn ganz dienen, nicht mit meiner Listigkeit mein Leben bew\u00e4ltigen, meine Lebenskrisen, sondern ich will mein Vertrauen ganz auf den Herrn setzen, bei dem nichts unm\u00f6glich ist. Amen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Pfr. Winrich Scheffbuch<\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Predigt vom 28. Februar 1999<\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"line-height: 107%; font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #000000;\">Quelle: www.sermon-online.de<\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eAm Morgen aber stand Laban fr\u00fch auf, k\u00fcsste seine Enkel und T\u00f6chter und segnete sie und zog hin und kam wieder an seinen Ort. Jakob aber zog seinen Weg. Und es begegneten ihm die Engel Gottes. Und als er sie sah, sprach er: Hier ist Gottes Heerlager, und nannte diese St\u00e4tte Mahanajim. 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