{"id":1503,"date":"2009-08-06T17:12:36","date_gmt":"2009-08-06T15:12:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1503"},"modified":"2009-09-01T11:36:27","modified_gmt":"2009-09-01T09:36:27","slug":"herrliche-freude","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1503","title":{"rendered":"Herrliche Freude"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Herrliche Freude<br \/>\nPredigt \u00fcber 1. Petrus 1,6-12<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1 Freude,\u00a0auch wenn schwere Tage kommen<br \/>\n<\/strong><strong><br \/>\n1.1 Freude &#8211; Jetzt und dann!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen.&#8220; (1,6)\u00a0Hier spricht Petrus einerseits von einer\u00a0zuk\u00fcnftigen Freude. Es ist die Freude dar\u00fcber, dass in der letzten Zeit die Errettung durch Christus offenbar wird (1,5). Es kann aber auch \u00fcbersetzt werden: \u201cDarum freut ihr euch\u201c. Hier ist die Freude eine Folge der kommenden Seligkeit.<\/p>\n<p><!--more-->Petrus hat vielleicht bewusst offen formuliert: Die Freude wird riesig sein, wenn wir Christus sehen, aber diese Freude \u00e4u\u00dfert sich schon hier und jetzt als eine zuversichtliche Vorfreude. Christliche Freude hat immer diesen doppelten Charakter. Sie ist zuk\u00fcnftig und zugleich wird sie hier und jetzt erlebt und auch geboten: \u201eSeid allezeit fr\u00f6hlich\u201c (1Thess 5,16) oder \u201cFreut euch in dem Herrn allewege und abermals sage ich euch: freuet euch! (Phil 4,4). Ja, wir werden uns freuen und wir freuen uns schon jetzt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.2 Freude auch in schweren Zeiten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen. Petrus verk\u00fcndigt kein Wohlf\u00fchl- und kein Wohlstandschristentum. Petrus sagt nicht, dass Christen immer fr\u00f6hlich sind und immer fr\u00f6hlich sein m\u00fcssen. Es gibt Zeiten, in denen m\u00fcssen Christen durch schwere innere oder \u00e4u\u00dfere K\u00e4mpfe hindurch. Petrus spricht von Traurigkeit, die durch verschiedenartige Anfechtungen entsteht. Es deutet viel darauf hin, dass Petrus hier vor allem den Leidensdruck der verfolgten Christen anspricht. In jedem der f\u00fcnf Kapitel geht Petrus seelsorgerlich auf die Verfolgungs- und Leidenssituation der Christen ein (2,21; 3,14; 4,12; 5,8).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.2.1 Verschiedenartige Anfechtungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch Petrus spricht von verschiedenartigen Anfechtungen und Versuchungen. Der Christ wird immer umk\u00e4mpft: In seinem Herzen k\u00e4mpft Fleisch gegen Geist (Gal 5,16ff), aus seinem Herzen kommen Zweifel und b\u00f6se Gedanken und wollen ihn verf\u00fchren. Von au\u00dfen tritt die Versuchung in ganz verschiedenen Formen und oft maskiert oder als Wahrheit getarnt an ihn heran. Krankheit, Scheitern und Verlust treten in unser Leben und machen uns gro\u00dfe Not und l\u00f6sen Trauer und Schmerz in uns aus. Der eine muss durch gro\u00dfe, der andere durch kleinere Anfechtungen hindurch, der eine verliert Hab und Gut, der andere einen geliebten Menschen, der n\u00e4chste wird krank oder um seines Glaubens willen verfolgt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.2.2 Ein g\u00f6ttliches Muss<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein kleiner Zusatz erinnert uns daran, dass solche Anfechtungen Teil eines g\u00f6ttlichen Plans sind: \u201cWenn es sein soll.\u201d (1,6)\u00a0Die Anfechtungen stehen unter einem \u201cg\u00f6ttlichen Muss.\u201d &#8222;Der Herr legt uns eine Last auf, aber er hilft auch&#8220; (Ps 68,20). Oder auch im Hebr\u00e4erbrief: &#8222;Denn wen der Herr lieb hat, den z\u00fcchtigt er und er schl\u00e4gt jeden Sohn, den er annimmt&#8220; (Hebr 12,6). Ich bin froh, dass ich Leid und Ungl\u00fcck nicht als blinde Schicksalsschl\u00e4ge ansehen muss, sondern trotz aller Not und allem Schmerz, den Leid ausl\u00f6st, an ein g\u00f6ttliches, v\u00e4terliches, liebevolles \u201cMuss\u201d glauben darf, das ich vielleicht in diesem Leben nie entschl\u00fcsseln werde, sondern erst aus der Perspektive der Ewigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.2.3 Eine kleine Zeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Petrus bezeichnet die Zeiten des Leides als eine \u201ckleine Zeit.\u201d (1,6)\u00a0Auch hier will er tr\u00f6sten. Ihr Lieben Geschwister, auch wenn ihr jetzt verfolgt werdet, vergesst nicht, dass die Tage eurer Verfolgung begrenzt sind. So lesen wir auch an anderer Stelle von der zeitlichen Begrenzung der Leidenszeit: &#8222;Und wenn diese Tage nicht verk\u00fcrzt w\u00fcrden, so w\u00fcrde kein Mensch selig werden, aber um der Auserw\u00e4hlten willen werden diese Tage verk\u00fcrzt&#8220; (Mt 24,22). Vor allem aber ist die Zeit des Leidens immer auf das Diesseits beschr\u00e4nkt und damit aus der Ewigkeitsperspektive immer kleine Zeit. Petrus tr\u00f6stet seine Leser mit dem Blick auf das unverg\u00e4ngliche Erbe, das im Himmel bereit liegt. Wer das im Blick hat, dem wird die Zeit des Leidens hier zur \u201ckleinen Zeit\u201d. Paulus sagt das ganz \u00e4hnlich: &#8222;Denn ich bin \u00fcberzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen, gegen\u00fcber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll&#8220; (R\u00f6 8,18). So wollen wir als Christen, Sorgen, N\u00f6te und Traurigkeiten bis hin zu den Leiden der Verfolgung immer unter dem Blickwinkel der Ewigkeit sehen, als \u201ckleine Zeit\u201d, die begrenzt ist und dann mit der unendlichen Herrlichkeit des ewigen Lebens gekr\u00f6nt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.3 Freue dich!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Christen nehmen wir Not und Bedr\u00e4ngnis, Verlust und Trauer ernst. Auch der Christ kennt tiefe Traurigkeiten und schwere Not, Trauern und Schmerz geh\u00f6rt zum Leben dazu. Doch in den tiefen T\u00e4lern des Lebens kennt der Christ einen noch tieferen Trost und wei\u00df von einer Freude, die in der Begegnung mit dem wiederkommenden Herrn in Erf\u00fcllung gehen wird. Er wei\u00df um die Realit\u00e4t und Wirksamkeit der Zusage: \u201eDann werdet ihr euch freuen mit herrlicher und unaussprechlicher Freude!\u201c (1,8)\u00a0Die kommende Freude strahlt schon jetzt in das Leben der Christen hinein und soll auch durch die zeitlich begrenzte Not dieses Lebens nie ganz ausgel\u00f6scht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2 Freude, weil der Glaube sich als echt erweisen wird<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.1 Kostbarer als Gold<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit euer Glaube als echt und viel kostbarer befunden werde als das verg\u00e4ngliche Gold, das durchs Feuer gel\u00e4utert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus.&#8220; (1,6-7)\u00a0Die Traurigkeit der irdischen Zeit hat immer einen tieferen Sinn. Die Anfechtungen und K\u00e4mpfe, die Lasten die uns auferlegt werden, schwere Wege, die wir gef\u00fchrt werden, haben aus Gottes Sicht immer auch einen tiefen geistlichen Sinn. Der Begriff \u201cAnfechtung\u201d kann auch mit \u201cPr\u00fcfung\u201d \u00fcbersetzt werden. In der Anfechtung kann sich der Glaube als echt (grch. dokimos) erweisen. Im Feuer wird Gold gel\u00e4utert (grch. dokimazo). Das Unechte verbrennt, das Echte bleibt \u00fcbrig. So ist es mit dem Glauben: Das was nicht aus dem Glauben ist, wird im Feuer des Leidens verbrannt und es bleibt das strahlende Gold des wahren Glaubens \u00fcbrig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So ging es Abraham, als Gott ihn pr\u00fcfte und ihm auferlegte, seinen Sohn Isaak zu opfern (1Mose 22,1ff). In dieser schweren Leidenspr\u00fcfung kam ein Glaube zum Vorschein, der von einer echten und tiefen Glaubensgewissheit durchdrungen war: &#8222;Er dachte: Gott kann auch von den Toten erwecken, deshalb bekam er ihn auch als Gleichnis daf\u00fcr wieder&#8220; (Hebr 11,19).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So ging es Hiob: Er verlor seine Kinder, sein Hab und Gut und musste durch schwere k\u00f6rperliche Leiden hindurch. Doch am Ende dieser schweren Leidenszeit schenkt ihm Gott in der Tiefe seiner Not und Anfechtung eine echte Begegnung mit dem lebendigen Gott. Hiob bekennt am Ende des Buches: &#8222;Ich hatte von dir nur vom H\u00f6rensagen vernommen, aber nun hat mein Auge dich gesehen&#8220; (Hiob 42,5). Mitten im Leiden konnte er bekennen: &#8222;Ich wei\u00df, dass mein Erl\u00f6ser lebt!&#8220; (Hiob 19,25)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im R\u00f6merbrief schreibt Paulus: &#8222;Wir r\u00fchmen uns auch der Bedr\u00e4ngnisse, weil wir wissen, dass Bedr\u00e4ngnis Geduld bringt, Geduld aber Bew\u00e4hrung, Bew\u00e4hrung aber Hoffnung&#8220;(R\u00f6 5,3.4).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oft l\u00e4sst Gott uns in Leidenszeiten den Glauben \u00fcberhaupt erst kennenlernen. Und es ist oft in Leidenszeiten, dass der Glaube sich bew\u00e4hrt und w\u00e4chst. Da wo wir durch Leiden hindurchgehen, wird unser Glaube \u201cleidgepr\u00fcft\u201d. Es zeigt sich jetzt, ob mein Glaube echt ist oder nicht. Es zeigt sich, ob mein Glaube auf einem Fundament der Wahrheit gr\u00fcndet oder ob er auf Sand gebaut ist. So wollen wir Leidenszeiten als Pr\u00fcfungszeiten und als Reinigungszeiten aus der Hand Gottes verstehen. Eine Sichtweise, die wir uns nicht gegenseitig verordnen k\u00f6nnen, sondern die ein jeder selbst von Gott geschenkt bekommen muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.2 Echter Glaube liebt Jesus, ohne ihn zu sehen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht&#8220; (1,8)\u00a0Der aufgekl\u00e4rte Mensch sagt, dass er nur das glaubt, was er sieht. Was im naturwissenschaftlichen Experiment nachgewiesen werden kann, das kann der Mensch auch mit Sicherheit f\u00fcr wahr erkl\u00e4ren. Die Aussage, dass Jesus Christus von den Toten auferstanden ist und am Ende der Zeiten wiederkommen wird, ist naturwissenschaftlich nicht nachweisbar. Und doch ist es so: Wir haben ihn nie gesehen und doch haben wir ihn lieb, wir glauben an ihn und wir wissen mit der Gewissheit des Glaubens, dass er f\u00fcr unsere S\u00fcnden gekreuzigt wurde, von den Toten auferstanden ist und mit Macht und Herrlichkeit sichtbar in diese Sch\u00f6pfung zur\u00fcckkehren wird, nicht l\u00e4nger als Retter, sondern als Richter. Echter Glaube glaubt an Jesus Christus, obwohl er uns nicht sichtbar und naturwissenschaftlich beweisbar als der Auferstandene begegnet. Echter Glaube muss nicht sehen, um glauben zu k\u00f6nnen. Echter Glaube ist da, wo ein Mensch den Heiligen Geist empfangen hat. Dieser Geist bezeugt unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind (R\u00f6 8,16) und dieser Geist l\u00e4sst uns mit dem Herzen erkennen, dass Jesus Christus tats\u00e4chlich von den Toten auferstanden ist und mit Macht und Herrlichkeit sich am Ende der Zeiten sichtbar offenbaren wird. Durch den Geist Gottes ist die Liebe Gottes in unsere Herzen ausgegossen (R\u00f6 5,5) und mit dieser Liebe werden wir an Jesus Christus gebunden. Wir sehen ihn nicht und lieben ihn trotzdem. Das ist das wunderbare Geschenk des Glaubens, \u00fcber das wir uns heute freuen wollen und das wir erbitten wollen, wenn wir es noch nicht empfangen haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3 Freude, wenn\u00a0wir das Ziel unseres Glaubens erreichen werden<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.1 Das Ziel des Glaubens<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, n\u00e4mlich der Seelen Seligkeit.&#8220; (1,8.9)\u00a0Was wird das f\u00fcr ein Moment sein, wenn wir Jesus Christus wiederkommen sehen mit Macht und mit Herrlichkeit? Was wird das f\u00fcr ein Gl\u00fcck bedeuten, wenn mitten in die schwere Bedr\u00e4ngnis der letzten Tage der Menschheit pl\u00f6tzlich das Zeichen des Menschensohn am Himmel erscheinen wird (Mt 24,29ff). Wie gro\u00df wird das Gl\u00fcck sein, wenn mit seiner Wiederkunft die Toten aus ihren Gr\u00e4bern auferstehen werden und die Lebenden verwandelt und mit ihm vereint werden (1Thess 4,16ff). Wie unaussprechlich froh werden wir sein, wenn wir Jesus sehen von Angesicht zu Angesicht (Offb 22,4), den wir bisher nicht sehen konnten und doch geliebt haben. Wie gro\u00df wird die Freude sein, wenn wir in die neue Sch\u00f6pfung gelangen, in der Gott bei uns sein wird und in der es weder Tod, noch Leid, noch Geschrei noch Schmerz geben wird (Offenb 21,4). Es wird ein Gl\u00fcck und eine Freude sein, die wir uns heute nicht vorstellen k\u00f6nnen und die mit menschlichen Worten nicht auszudr\u00fccken ist. Das ist das Ziel des Glaubens: Die Rettung der Seele durch die Vereinigung mit dem auferstandenen und sichtbar wiederkommenden Herrn. Dieser Glaube wird nicht entt\u00e4uscht werden, der bisher nicht sichtbar war, wird sichtbar kommen. Das ist gewiss. Gott wird es tun!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.2 Erf\u00fcllte Prophetie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Nach dieser Seligkeit haben gesucht und geforscht die Propheten, die von der Gnade geweissagt haben, die f\u00fcr euch bestimmt ist,\u00a0und haben geforscht, auf welche und was f\u00fcr eine Zeit der Geist Christi deutete, der in ihnen war und zuvor bezeugt hat die Leiden, die \u00fcber Christus kommen sollten, und die Herrlichkeit danach.&#8220; (1,10-11)\u00a0Wohl eines der besten Argumente f\u00fcr den Glauben ist der Zusammenhang von alttestamentlicher Prophetie und neutestamentlicher Erf\u00fcllung. Wenn ein Mensch sich ernsthaft auf die Suche macht nach Prophetien und ihrer Erf\u00fcllung in der Geschichte wird er in der Bibel an unz\u00e4hligen Stellen f\u00fcndig werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\uf03d Das erste Kommen Christi (Jes 9,5; 11,1)<br \/>\n\uf03d Die stellvertretenden Leiden Christi (Ps 22; Jes 53,1ff)<br \/>\n\uf03d Die Auferstehung Christi (Jes 53,10.11)<br \/>\n\uf03d Die Himmelfahrt Christi (Dan 7,13)<br \/>\n\uf03d Die Ausgie\u00dfung des Geistes (Jes 44,3; Joel 3,1)<br \/>\n\uf03d Die Wiederkunft Christi (Sach 12,10)<br \/>\n\uf03d Die Vollendung (Jes 65,17)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was f\u00fcr eine Freude ist es, wenn man das begreift: Was die Propheten von Mose an aufschrieben und in hunderten von kleineren und gr\u00f6\u00dferen Prophetien angek\u00fcndigt haben, ist bis in die kleinsten Details in Erf\u00fcllung gegangen und wird sich auch weiterhin erf\u00fcllen. Wenn der Glaube ins Wanken ger\u00e4t ist das intensive Studium der Prophetien und ihrer Erf\u00fcllung ein wunderbares Heilmittel. Und wer sich fragt, ob die Bibel wahr ist und Jesus Christus wirklich der einzige Weg zum Vater ist, der sollte ebenfalls die Prophetien der alttestamentlichen Propheten studieren und \u00fcber die detaillierten Erf\u00fcllungen in Jesus Christus ins Staunen kommen. Paulus schreibt: &#8222;In ihm ist auf alle Gottesverhei\u00dfungen das Ja&#8220; (2Kor 1,20).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.3 Die Sehnsucht der Propheten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Nach dieser Seligkeit haben gesucht und geforscht die Propheten, die von der Gnade geweissagt haben, die f\u00fcr euch bestimmt ist,\u00a0 und haben geforscht, auf welche und was f\u00fcr eine Zeit der Geist Christi deutete, der in ihnen war und zuvor bezeugt hat die Leiden, die \u00fcber Christus kommen sollten, und die Herrlichkeit danach. Ihnen ist offenbart worden, da\u00df sie nicht sich selbst, sondern euch dienen sollten mit dem, was euch nun verk\u00fcndigt ist durch die, die euch das Evangelium verk\u00fcndigt haben durch den heiligen Geist, der vom Himmel gesandt ist, &#8211; was auch die Engel begehren zu schauen&#8220; (1,10-12). Die Propheten waren Sucher und Forscher. Sie verlangten intensiv nach der Seligkeit ihrer Seelen. Sie waren bereit, auf irdisches Gut und Gl\u00fcck zu verzichten, um die Seligkeit zu erlangen. Sie waren ewigkeitsorientierte Menschen. Sie wussten: &#8222;Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zuk\u00fcnftige suchen wir&#8220; (Hebr 13,14). So wie heute der Geist Christi in uns ist und sich r\u00fcckblickend glaubend an das Kreuz und die Auferstehung bindet, so band sich der Geist Christi in den Propheten vorausschauend an die Leiden und die Auferstehung Christi. Sie sagten es voraus, um uns auf diesem Wege zu dienen. Sie sagten voraus, was sp\u00e4ter in Erf\u00fcllung gehen sollte. Ihr Dienst damals machte es m\u00f6glich, dass Jesus den beiden Emmausj\u00fcngern anhand der Propheten sein Leiden und seine Auferstehung erkl\u00e4ren konnte, dass der K\u00e4mmerer von \u00c4gypten durch das Studium von Jesaja 53 und die Erkl\u00e4rungen des Philippus zum Glauben kam, dass die Juden in Ber\u00f6a in der Schrift forschen konnten und erkannten, dass Jesus wirklich die Erf\u00fcllung der alttestamentlichen Prophetien ist. So haben die Propheten auch uns gedient, die wir heute erkennen d\u00fcrfen: Tats\u00e4chlich: In Jesus Christus erf\u00fcllen sich \u00fcber tausendjahre alte Ank\u00fcndigungen. Ihr Dienst war ein prophetischer Dienst, der heute allen V\u00f6lkern dieser Erde zu Gute kommt, \u00fcberall da wo Altes und Neues Testament gelesen werden. Lasst uns diese M\u00e4nner zum Vorbild nehmen und wie sie in der Schrift suchen und forschen, nach der Gnade die uns Gott in Christus geschenkt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.4 Sehnsucht der Engel<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Ihnen ist offenbart worden, da\u00df sie nicht sich selbst, sondern euch dienen sollten mit dem, was euch nun verk\u00fcndigt ist durch die, die euch das Evangelium verk\u00fcndigt haben durch den heiligen Geist, der vom Himmel gesandt ist, &#8211; was auch die Engel begehren zu schauen.&#8220; (1,12)\u00a0Die Engel haben Sehnsucht das zu sehen, was wir erlangen. Wenigstens sehen wollen sie, was wir empfangen werden. Die Rettung unserer Seelen, die Vereinigung mit Christus, die Kindschaft Gottes. Im Hebr\u00e4erbrief hei\u00dft es: \u201eDenn nicht den Engeln hat er untertan gemacht die zuk\u00fcnftige Welt, von der wir reden\u201c (Hebr 2,5). Menschen werden mit Christus auch \u00fcber die Welt der Engel regieren. Das was Menschen empfangen ist so gro\u00dfartig und herrlich, dass die Engel, die es selbst nicht empfangen k\u00f6nnen, zumindest sehen wollen. K\u00f6nnen wir ermessen, wie reich wir beschenkt sind und wie herrlich wir uns freuen werden, wenn wir das Ziel unseres Glaubens erlangen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4 Zusammenfassung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1 Freude, auch wenn schwere Tage kommen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2 Freude, weil der Glaube sich als echt erweisen wird<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3 Freude, wenn wir das Ziel unseres Glaubens erreichen werden<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Prediger Johann Hesse, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Gemeindehilfsbundes, Juli 2009<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herrliche Freude Predigt \u00fcber 1. 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