{"id":14982,"date":"2017-10-07T09:56:04","date_gmt":"2017-10-07T07:56:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14982"},"modified":"2017-10-07T09:56:04","modified_gmt":"2017-10-07T07:56:04","slug":"ist-gott-nachtragend-andacht-ueber-2-mose-205f","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14982","title":{"rendered":"Ist Gott nachtragend? Andacht \u00fcber 2 Mose 20,5f."},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der V\u00e4ter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.<\/strong> (2. Mose 20,5 und 6)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was ist von dieser Aussage zu halten? Steht im Wort Gottes nicht an verschiedenen Stellen geschrieben, dass jeder f\u00fcr seine eigenen S\u00fcnden einstehen muss und die Schuld der Eltern nicht den Kindern angelastet wird. Ich meine, dass mit den heutigen Versen eine andere Wirkungskette angesprochen wird, die wir bereits in der Ur- bzw. Erbs\u00fcnde vorfinden, wonach sich die Rebellion gegen Gott, angefangen beim ersten Menschenpaar, auf alle Nachkommen \u00fcbertragen hat.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So wie Eltern die Grundlagen ihrer Existenz so gr\u00fcndlich ruinieren k\u00f6nnen, dass dann auch die nachkommenden Generationen darunter zu leiden haben, ist es wohl auch in unserem Verh\u00e4ltnis zu Gott, wenngleich hier sicher kein schicksalhafter unausweichlicher Zwang vorliegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darauf, dass uns diese Verse zu denken geben sollten, kam ich durch den Beitrag &#8222;Ernten wir gerade das, was wir einst ges\u00e4t?&#8220; in dem Magazin &#8222;Z&#8220; wie &#8222;Zukunft&#8220; Ausgabe 17\/18. Der Beitrag hat mich in Anfechtung und leichte Glaubenszweifel gebracht, und es dauerte etwas, bis ich mein Gleichgewicht wiedergefunden hatte. In dem Beitrag wird n\u00e4mlich aufgezeigt, dass die von Christen und im Namen des Christentums begangenen Schandtaten denen des islamistischen IS in keiner Weise nachstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eigentlich m\u00fcsste man sich sch\u00e4men, sich als Christ zu bekennen, und ich kann sehr gut verstehen, wenn Menschen die Kirche und den christlichen Glauben ablehnen und sogar verachten. Der Gedanke, &#8222;alle diese Untaten haben doch mit dem Christentum \u00fcberhaupt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">nichts zu tun, denn das Christentum ist eine Religion der Liebe&#8220;, \u00fcberzeugte mich nicht, sagen doch die Muslime, wenn es um den IS geht, hinsichtlich des Islam genau dasselbe, mit dem kleinen Unterschied, \u201cdass der Islam eine Religion des Friedens ist\u201d.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was mein inneres Gleichgewicht wieder hergestellt hat, war der Blick auf den auferstandenen Herrn Jesus Christus, der den Preis auch f\u00fcr alle diese Schandtaten durch sein Leiden und Sterben bezahlt hat. Nur durch ihn gibt es die Vergebung und damit die Befreiung von aller Schuld. Deshalb k\u00f6nnen wir uns nur an ihn halten und Wegweiser auf ihn sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da wurde mir wieder deutlich, was die Mitte des christlichen Glaubens ist und wie unvergleichlich die Heilstat Jesu Christi ist. Davon d\u00fcrfen wir keinen Fu\u00dfbreit abweichen. Der religi\u00f6s orientierte und relativierende Namens-Christ, der einem &#8222;humanen Christentum&#8220; anh\u00e4ngt, hat es da schwerer. Er kann nur versuchen, die Dinge auf der Ebene des Dialogs irgendwie auf die Reihe zu bringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Autor des Artikels schlie\u00dft mit der nachdenklich machenden Frage, ob das christliche Abendland bzw. die Christenheit, eingedenk der heutigen Verse, jetzt die Rechnung f\u00fcr das pr\u00e4sentiert bekommt, was sie anderen V\u00f6lkern an Brutalit\u00e4ten angetan hat. Wir k\u00f6nnen da nur Bu\u00dfe tun und Gott bitten, dass er Gnade walten l\u00e4sst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der V\u00e4ter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. (2. Mose 20,5 und 6) Was ist von dieser Aussage zu halten? 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