{"id":14815,"date":"2017-08-11T09:33:05","date_gmt":"2017-08-11T07:33:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14815"},"modified":"2017-08-11T09:35:33","modified_gmt":"2017-08-11T07:35:33","slug":"14815","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14815","title":{"rendered":"Predigt \u00fcber 1 Joh 4,7-16: &#8222;Gott ist die Liebe&#8220;"},"content":{"rendered":"<div id=\"b48ref62004007\" class=\"v62004007 verse highlight\" style=\"text-align: justify;\"><em>&#8222;Ihr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist von Gott geboren und kennt Gott. <span class=\"verseNumber\">8\u00a0<\/span>Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist die Liebe. <span class=\"verseNumber\">9\u00a0<\/span>Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen. <span class=\"verseNumber\">10\u00a0<\/span>Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Vers\u00f6hnung f\u00fcr unsre S\u00fcnden. <span class=\"verseNumber\">11\u00a0<\/span>Ihr Lieben, hat uns Gott so geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben.<\/em> <em><span class=\"verseNumber\">12\u00a0<\/span>Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen. <span class=\"verseNumber\">13\u00a0<\/span>Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat. 1<\/em><em><span class=\"verseNumber\">4\u00a0<\/span>Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt. <\/em><em><span class=\"verseNumber\">15\u00a0<\/span>Wer nun bekennt, dass Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibt Gott und er in Gott. <span class=\"verseNumber\">16\u00a0<\/span>Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.&#8220; (1. Johannes 4,7-16)<\/em><!--more--><\/div>\n<p><strong>Die beste Botschaft der Welt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In seinem ersten Brief an die Gemeinden in Kleinasien stellt der Apostel Johannes ihnen die Liebe Gottes vor Augen, die in Jesus Christus sichtbar \/ offenbar wurde. Er wendet sich, wie aus den vorhergehenden Versen ersichtlich, gegen eine gef\u00e4hrliche Irrlehre, die in die jungen Christengemeinden eingedrungen war und ihnen viel Not machte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einigen Gemeindegliedern war die einfache biblische Botschaft von Jesus Christus zu simpel und zu wenig anspruchsvoll. Sie streckten sich aus nach tieferen Erkenntnissen und mystischen Erlebnissen. Vor allem wollten sie durch ihr eigenes intellektuelles Denken Gott erkennen. Sie warfen den Gemeinden vor: \u201eIhr glaubt ja nur, was die \u00a0Apostel euch sagen; wir aber \u201aerkennen\u2019 selber Gott. Wir sind auf dem Weg philosophischer oder religi\u00f6ser Erkenntnis zu Gott vorgedrungen und haben in unserem gro\u00dfen Lehrsystem \u201aGott erkannt\u2019\u201c. Diese Denkrichtung ist auch heute noch aktuell und beeinflusst viele Gemeinden. Hier weht aber der antichristliche Geist des Irrtums, der von Gott wegf\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem h\u00e4lt Johannes entgegen: Gott ist durch Denken nicht zu erkennen, sondern nur durch Seine Offenbarung und die zeigt uns auf wunderbare Weise, Gott ist Liebe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist die frohe Botschaft, die die Welt revolutionierte und bis heute nachhaltig gepr\u00e4gt und ver\u00e4ndert hat. Das ist die einmalige Botschaft, die in keiner Religion zu finden ist. Nirgends wird behauptet, da\u00df eine Gottheit die Menschen liebt. Das wird einzig und allein von dem lebendigen Gott, dem Gott der Bibel, und dem Vater von Jesus Christus behauptet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So schreibt ein moderner moslemischer Gelehrter: \u201eBedingungslose g\u00f6ttliche Liebe zur Menschheit ist ein dem Koran v\u00f6llig fremder Gedanke. So finden wir an keiner Stelle den Gedanken ausgef\u00fchrt, da\u00df Gott die Menschheit liebt. Die Liebe Gottes ist an Bedingungen gekn\u00fcpft.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Demgegen\u00fcber offenbart sich der lebendige Gott in der Bibel als der, der unterschiedslos alle Seine Menschen, ob gut oder b\u00f6se bedingungslos liebt! Ja, ER liebt auch und gerade uns S\u00fcnder, denn wir haben Seine Liebe und Zuwendung Not-wendig, weil sie all unsere Not wendet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ist das nicht die beste Nachricht der Welt? Sie erreicht und erw\u00e4rmt unser Herz und schenkt uns neue Lebenskraft und Lebensfreude. Wir d\u00fcrfen wissen, Gott ist kein fordernder Gott, der Seine Liebe und Zuwendung an Vorbedingungen kn\u00fcpft, die wir zuerst erf\u00fcllen m\u00fcssten. Zu IHM, dem lebendigen Gott, dem Sch\u00f6pfer des Himmels und der Erde, d\u00fcrfen wir so kommen, wie wir sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir m\u00fcssen also nicht erst besser werden, bevor wir uns an IHN wenden und zu IHM kommen. ER wird uns dann allerdings nicht so lassen wie wir sind. ER wird uns, wenn wir das zulassen und IHM vertrauen, in das Bild Seines Sohnes umgestalten und uns durch einen g\u00f6ttlichen Sch\u00f6pfungsakt schon hier auf dieser Erde, ewiges Leben schenken, denn ER liebt uns bedingungslos und will nur das Beste f\u00fcr uns und will uns f\u00fcr die Ewigkeit vorbereiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach solch bedingungsloser Liebe sehnen sich viele Menschen auch und besonders Moslems, die das in ihrer Religion so nicht kennen. Sie sind deshalb, wenn sie diese Liebesbotschaft h\u00f6ren, oft offen f\u00fcr das Evangelium von Jesus Christus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber ein Internetforum sind in den letzten zwei Jahren mehr als 200 Muslime zum Glauben an Jesus gekommen. Grund? Sie haben gesehen, wie freundlich aber bestimmt Christen dort auf Angriffe der Muslime gegen das Evangelium reagiert haben.<\/p>\n<p><strong>Warum l\u00e4sst Gott Leid zu?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier bei uns h\u00f6re ich in Gespr\u00e4chen \u00fcber Gott allerdings auch immer wieder den Einwand: Das soll ein Gott der Liebe sein, der all das B\u00f6se und Schreckliche in der Welt zul\u00e4sst?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Warum hat ER den Tsunami zugelassen, warum das Erdbeben und warum hat ER das Schulmassaker nicht verhindert? Andere sagen, \u201eWarum mu\u00dfte unser Kind oder mein Ehepartner sterben?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Warum? Warum? Warum? Wer kann das verstehen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch diese Fragen wollen ernstgenommen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pfr. Hermann Pompe sagt dazu: \u201eEs gibt Themen, die sind nicht geeignet f\u00fcr eine theoretische Diskussion. Die Frage nach der Gottesliebe und der Erfahrung von Leid geh\u00f6rt dazu. Leid markiert eine deutliche Grenze jeder logischen Argumentation. Und er f\u00e4hrt fort: \u201eIch habe bis heute keine Antwort gefunden f\u00fcr jemand, der von einer Katastrophe betroffen wird \u2013 und ich bin mir ziemlich sicher, da\u00df auch andere keine befriedigende Antwort haben.\u201c Soweit Hermann Pompe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verstehen kann ich das alles auch nicht. Aber ein Gott, den wir verstehen und dessen Handeln wir begreifen k\u00f6nnten, w\u00e4re nicht Gott. Er w\u00e4re kleiner als wir Menschen, ja, er w\u00e4re ein Gesch\u00f6pf unserer Gedanken und nicht anbetungsw\u00fcrdig der Sch\u00f6pfer aller Dinge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es kann ja viel \u00fcber Gottes Liebe gesagt werden, aber sind das nicht alles nur fromme W\u00fcnsche und leere Versprechungen? Wie und wo kann ich erkennen, da\u00df das wahr ist und da\u00df Gott uns, ja auch mich ganz pers\u00f6nlich, wirklich liebt?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe erkennt man am Geben, nicht an den Worten, sondern an der Tat. Genau das geschah in Raum und Zeit, damals in Israel, zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Kreuz auf Golgatha!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dort, und nur dort, k\u00f6nnen wir die Liebe Gottes in ihrer tiefsten Dimension erkennen (erahnen). Denn, so sagt Johannes, der das als Augenzeuge miterlebt hat, \u201eGottes Liebe zu uns ist f\u00fcr alle sichtbar geworden, als er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, damit wir durch ihn leben k\u00f6nnen.\u201c V.9<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, Gott schenkte uns das Beste und Liebste, was ER hat, Jesus Christus, Seinen Sohn. ER schickte Seinen Sohn in die IHM feindlich gesinnte und IHN ablehnende Welt, ja mitten unter Seine Feinde und M\u00f6rder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und Johannes f\u00e4hrt fort: \u201eDas Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns geliebt. Er hat seinen Sohn gesandt, damit er durch seinen Tod S\u00fchne leiste f\u00fcr unsere Schuld.\u201c V.10<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier wird sichtbar, da\u00df Gott wirklich durch und durch Liebe ist. Diese Liebe ist nicht eine Seiner vielen g\u00f6ttlichen Eigenschaften, nein, Liebe ist sein ureigenstes, innerstes Wesen. ER kann nicht ohne Liebe handeln, was immer ER denkt und tut, ist von Seiner bedingungslosen Liebe gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wer kann dieser Liebe widerstehen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wird dadurch nicht unser Herz erreicht und wollen wir uns dieser Liebe nicht \u00f6ffnen und ganz anvertrauen? Gottes Liebe ist auf ein Gegen\u00fcber angelegt. Gott kann deshalb Liebe sein, weil ER innerhalb der g\u00f6ttlichen Dreieinigkeit Liebe praktiziert. ER ist auf die Menschen nicht angewiesen, um ein Gegen\u00fcber Seiner Liebe zu haben. Das hat ER innerhalb Seiner g\u00f6ttlichen Trinit\u00e4t. Dort offenbart sich die Liebe Gottes in dem Verhalten der drei g\u00f6ttlichen Personen zu einander.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Vater erschafft die Welt (den Kosmos) nicht selbst sondern durch den Sohn, das g\u00f6ttliche Wort, den Logos. (Christus ist das Fleisch gewordene Wort Gottes.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Sohn seinerseits will nichts anderes, als gehorsam den Willen des Vaters tun. ER will die Menschen von aller S\u00fcnde erl\u00f6sen, ihnen den Vater lieb machen und ihnen die T\u00fcr zum Vaterhaus \u00f6ffnen. Daf\u00fcr hat der Vater Seinem Sohn alle Macht \u00fcbertragen im Himmel und auf Erden, da\u00df ER der HERR aller Herren sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Heilige Geist will nichts f\u00fcr sich, will nicht angerufen oder angebetet werden. ER will nur eines, Jesus, den Sohn, den Menschen bekannt machen, damit sie Jesus erkennen und sich Jesus ganz anvertrauen. ER will den Menschen das Wort Gottes aufschlie\u00dfen, da\u00df sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Keine der drei g\u00f6ttlichen Personen will etwas f\u00fcr sich, alle drei wollen f\u00fcr den jeweils anderen dasein und f\u00fcr die Menschen, und diese in ihre Liebe und Gemeinschaft einbeziehen, hereinholen und teilhaben lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb will Gott, da\u00df wir eine lebendige und dauerhafte Beziehung zu IHM unterhalten. ER seinerseits will sich aufs engste mit uns verbinden und in Seinem Heiligen Geist sogar Wohnung in uns nehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine solche Liebe \u00fcbersteigt unser Vorstellungsverm\u00f6gen. Und nun ermuntert Johannes die Christen in Kleinasien:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIhr Lieben, hat uns Gott so geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben. Ja, wer liebt der ist von Gott geboren und kennt Gott. Aber wer nicht liebt, der kennt Gott nicht, denn Gott ist Liebe.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als nat\u00fcrliche Menschen sind wir unm\u00f6glich in der Lage so zu lieben. Aber wieso? Es gibt doch viele Menschen, die liebevoll miteinander umgehen. Ja, aber hier ist \u201eAgape\u201c gemeint. Die Bibel verwendet dieses Wort nur f\u00fcr die Liebe, die von Gott kommt, die Sein ganzes g\u00f6ttliches Wesen ausmacht und die ER denen schenkt, die sich IHM in Jesus Christus ganz anvertrauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dazu m\u00fcssen wir umkehren, unsere S\u00fcnde bekennen und durch den Geist Gottes zu neuen Menschen \u201eum-erschaffen\u201c werden (neugeboren werden), sonst k\u00f6nnen wir diese Liebe nicht haben. Warum nicht? Weil Agape, diese g\u00f6ttliche Liebe, keine menschliche M\u00f6glichkeit ist. Sie ist eine total neue Existenzweise, ja neues Leben, das aus Gott stammt und Gottes Wesen an sich tr\u00e4gt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welch ein Unterschied zu unserem Wesen. Unser Wesen ist gepr\u00e4gt, ja deformiert durch die S\u00fcnde. Diese zeigt sich, oft zwar liebevoll kaschiert, u.a. in Eigensucht, Lieblosigkeit, Egoismus und Selbstverwirklichung. Wir sind \u201ezur\u00fcckverkr\u00fcmmt\u201c auf uns selbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Wesen werden wir nicht los. Wir m\u00fcssen also aus Gott neu geboren worden sein, um wirklich wahrhaft lieben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Die Liebe Gottes schafft das Liebenswerte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Martin Luther hat den Unterschied zwischen der g\u00f6ttlichen und der menschlichen Liebe so formuliert:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie Liebe des Menschen entz\u00fcndet sich am Liebenswerten. Die Liebe Gottes <u>schafft<\/u> sich das Liebenswerte.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese wunderbare Liebe Gottes hat sch\u00f6pferische und verwan\u00addelnde Kraft. Gott schenkt sie allen, die durch Jesus Christus eine echte Lebensbeziehung zu IHM haben. Das ist das wahre Leben, das Gott allen schenken will, die sich danach ausstrecken. Wer so liebt, der kennt Gott und wer bekennt, da\u00df Jesus Christus Gottes Sohn ist, in dem bleibt Gott und er in Gott.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine solch innige Gemeinschaft will Gott mit uns haben, da\u00df ER Wohnung in uns nehmen will. Welch eine Freude, welch eine W\u00fcrde, die Gott uns dadurch verleiht, da\u00df ER mit Seiner ganzen Liebe dauerhaft, ja ewig, in uns wohnen will.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Liebe, die Gott uns schenken und zu der ER uns umgestalten und bef\u00e4higen will, ist zum Weitergeben bestimmt. Die Liebe von Gott setzt in Bewegung zum anderen hin, kreist nicht um sich selbst, sondern will sich verstr\u00f6men zum anderen hin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir alle hungern doch nach Liebe. Wir brauchen auch Anerkennung und Best\u00e4tigung. Wenn wir von anderen geliebt werden, sind wir gl\u00fccklich. \u2013 Doch wie oft scheitern unsere Vors\u00e4tze zur N\u00e4chstenliebe bereits an der Kirchent\u00fcr. Sobald wir den Gottesdienst verlassen haben, will uns unser altes Wesen wieder beherrschen. Angst und Misstrauen melden sich und wollen uns einreden, wir k\u00f6nnten dann zu kurz kommen, denn tief in uns tragen wir ein falsches, ein verzerrtes Gottesbild in uns, das tief von Misstrauen gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch als Geliebte, als wiedergeborene Kinder Gottes, d\u00fcrfen wir gro\u00dfz\u00fcgig sein und vorbehaltlos lieben, weil wir von Gott Geliebte sind. Wir vergeben uns nichts und verlieren nichts, und sind nicht abh\u00e4ngig vom Verhalten des Anderen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Voller Vertrauen d\u00fcrfen wir die Initiative ergreifen und agieren und nicht nur reagieren, denn Vertrauen ist die Frucht unserer Beziehung zu Gott, in der wir wissen, da\u00df wir von IHM geliebt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So d\u00fcrfen wir den ersten Schritt auf den Anderen zugehen, der uns noch nicht liebt aber sich nach Liebe und Annahme sehnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch unsere Liebe zu ihm k\u00f6nnen wir sein Herz erreichen und ihm etwas davon weitergeben, was wir selbst von Gott empfangen haben, wie es der barmherzige Samariter tat, von dem wir vorhin im Evangelium geh\u00f6rt haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch diese Liebe wird eine Bewegung angesto\u00dfen, die in ihrer Auswirkung kaum zu untersch\u00e4tzen ist. So hat die Botschaft von der Liebe Gottes und die praktizierte Liebe z.B. den Stamm der Fayus in Indonesien v\u00f6llig ver\u00e4ndert und die Blutrache beendet. Das kann die Liebe Gottes bewirken, die ER durch uns schwache Menschen an andere weitergeben will.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An unserer Liebe zum Bruder und der Schwester wird es konkret, wie es mit unserer Liebe zu Gott steht. Lieben wir Gott nur mit Worten und Gedanken oder mit Taten und mit unserem Leben?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">La\u00dft uns von dieser tiefen, sich verschenkenden Liebe Gottes in Bewegung setzen lassen. La\u00dft uns die geschenkte Liebe weitergeben und einander lieben, wie Christus uns geliebt hat, denn die Liebe ist aus Gott und wer liebt ist aus Gott geboren und kennt Gott.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">La\u00dft uns noch heute damit beginnen, gleich auf dem Kirchvorplatz. Wir werden feststellen, da\u00df es unser Leben und unsere Beziehung zu Gott bereichern und st\u00e4rken, ja in wunderbarer Weise ver\u00e4ndern wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott schenke uns dazu den Willen, die Kraft, die Gelegenheit \u2013 und das Gelingen.<\/p>\n<p><em>Pr\u00e4dikant Wolfgang Wilke, Predigt f\u00fcr den 13. Sonntag nach Trinitatis<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Ihr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist von Gott geboren und kennt Gott. 8\u00a0Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist die Liebe. 9\u00a0Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":264,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[12],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14815"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/264"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14815"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14815\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14822,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14815\/revisions\/14822"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14815"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14815"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14815"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}