{"id":14728,"date":"2017-06-30T11:06:00","date_gmt":"2017-06-30T09:06:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14728"},"modified":"2017-06-30T17:35:55","modified_gmt":"2017-06-30T15:35:55","slug":"solus-christus-christus-allein-6-thesen-zum-reformationsjubilaeum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14728","title":{"rendered":"Solus Christus &#8211; Christus allein (6 Thesen zum Reformationsjubil\u00e4um)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">1.) Dass der lebendige Gott sich in seinem Sohn Jesus Christus in einzigartiger Weise und letztverbindlich geoffenbart hat, ist \u00fcbereinstimmendes Zeugnis des gesamten Neuen Testaments. Petrus und Johannes vor dem Hohen Rat: \u201eIn keinem andern ist das Heil, auch ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den sie sollen selig werden\u201c (Apg 4,12). Paulus: \u201eEinen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus\u201c (1 Kor 3,11). Der Vf. des Hebr\u00e4erbriefs: \u201eGott hat in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn\u201c (Hebr 1,2). Jesus Christus selber bezeugt sich als den, in dem sich Gott letztg\u00fcltig offenbart hat: \u201eIch bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich\u201c (Joh 14,6).<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.) Es geh\u00f6rt zu den reformatorischen Grunderkenntnissen, dass die Errettung der Menschheit von S\u00fcnde, Tod und Teufel allein durch Christus vollbracht wurde und dass es nur in Christus zeitliches und ewiges Heil gibt. Calvin: \u201eUnser ganzes Heil, alles was dazugeh\u00f6rt, ist allein in Christus beschlossen\u201c (Unterricht in der christlichen Religion). Heidelberger Katechismus 1. Frage: \u201eWas ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben? Dass ich mit Leib und Seele im Leben und im Sterben nicht mir, sondern meinem getreuen Heiland Jesus Christus geh\u00f6re\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3.) Demgegen\u00fcber h\u00e4lt die R\u00f6m.-kath. Kirche an der Mitwirkung Marias zum Heil fest. \u201eIndem sie Christus empfing, gebar und n\u00e4hrte, im Tempel dem Vater darstellte und mit ihrem am Kreuz sterbenden Sohn litt, hat sie beim Werk des Erl\u00f6sers in durchaus einzigartiger Weise in Gehorsam, Glaube, Hoffnung und brennender Liebe mitgewirkt zur Wiederherstellung des \u00fcbernat\u00fcrlichen Lebens der Seelen.\u201c (Zweites Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution \u00fcber die Kirche <em>Lumen Gentium<\/em>).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4.) Die Reformatoren wurden nicht m\u00fcde, in ihren Predigten und Schriften Christus als den einzigen und einzigartigen Herrn und Heiland zu r\u00fchmen. Dabei sehen sie auch das Alte Testament voller Hinweise auf Christus und legen es insgesamt als Christuszeugnis aus. Als Beispiel Luthers Auslegung zu Ps. 45,4 und 5 \u201eSchm\u00fccke dich herrlich! Es m\u00f6ge dir gelingen in deiner Herrlichkeit. Zieh einher f\u00fcr die Wahrheit, in Sanftmut und Gerechtigkeit, so wird deine rechte Hand Wunder vollbringen\u201c: \u201eDarum lasst uns unsere Herzen auftun und unseren Priester Christus in seinem rechten Schmuck anschauen. Vor Augen wirst du keinen Schmuck an ihm finden; denn wie schm\u00e4hlich, elend und j\u00e4mmerlich er da h\u00e4ngt, siehst du wohl. Aber sieh ihn in das Herz; da wirst du einen solchen Schmuck und Schatz finden, wof\u00fcr du ihm nimmermehr genug wirst danken k\u00f6nnen. Denn erstlich ist er geschm\u00fcckt mit dem gro\u00dfen, herrlichen Gehorsam gegen seinen Vater, dass er ihm zu Ehren sich l\u00e4sst verspeien, zergei\u00dfeln, zermartern. Solchen Schmuck ist unm\u00f6glich, dass wir ihn hier in diesem Leben sehen k\u00f6nnten. Aber so viel k\u00f6nnen wir doch sehen, dass alle Perlen, Samt und goldbestickte Kleider dagegen nichts sind. Der andere Schmuck ist die gro\u00dfe Liebe gegen uns, dass der Herr seines Lebens und Leidens so wenig sich annimmt und eher f\u00fcr uns bittet als f\u00fcr sich. Wer will doch solche Liebe gen\u00fcgend verstehen, dass der Herr ein solches Herz f\u00fcr uns hat, so voll Feuer, dass er in seinem gr\u00f6\u00dften Leiden sich stellt, als sehe und f\u00fchle er es nicht. Er denkt aber, sieht und sorgt nur auf dein und mein Elend, Not und Herzleid.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5.) Auch in der Geschichte des Protestantismus wurde und wird die alleinige und einzigartige Mittlerschaft Jesu Christi zum Heil immer wieder bestritten. Lessing hat in seinem Theaterst\u00fcck \u201eNathan der Weise\u201c das Streben nach Wahrheit als die eigentliche religi\u00f6se Pflicht der Menschen dargestellt und den Wert der Religionen daran gemessen, inwieweit sie sich an diesem Streben beteiligen. Im postmodernen Toleranzdenken gilt es als ethische und intellektuelle Zumutung, wenn Christen am Solus Christus festhalten. In der evangelischen Kirche wird von h\u00f6chsten Repr\u00e4sentanten ein Verzicht auf den Absolutheitsanspruch des christlichen Glaubens gefordert. \u201eDie Religionen m\u00fcssen sich von dem Gedanken verabschieden, die Wahrheit allein zu besitzen. Gott ist immer gr\u00f6\u00dfer als unsere Wahrheitserkenntnis\u201c (der fr\u00fchere EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider auf dem Kirchentag 2011).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6.) Gegen\u00fcber allen Infragestellungen und Bedrohungen halten Christen fr\u00f6hlich und gewiss an ihrem Glauben fest, dass sie Heil und ewiges Leben nur in Jesus Christus haben. Sie bekennen mit den V\u00e4tern des Protestantismus das dreifache Amt Christi zum Heil der Menschen, sein bis heute andauerndes Prophetentum, sein heiliges Priestertum und sein ewiges K\u00f6nigtum.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.) Dass der lebendige Gott sich in seinem Sohn Jesus Christus in einzigartiger Weise und letztverbindlich geoffenbart hat, ist \u00fcbereinstimmendes Zeugnis des gesamten Neuen Testaments. 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