{"id":1471,"date":"2005-03-30T17:28:06","date_gmt":"2005-03-30T15:28:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1471"},"modified":"2009-09-11T11:06:52","modified_gmt":"2009-09-11T09:06:52","slug":"der-herr-wird-konig-sein-immer-und-ewig-2-mose-1518","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1471","title":{"rendered":"Botschaft zum Osterfest 2005"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Herr wird K\u00f6nig sein immer und ewig (2. Mose 15,18)<br \/>\nBotschaft zum Osterfest 2005<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEs war ein wunderlicher Krieg, da Tod und Leben rungen.<br \/>\nDas Leben das behielt den Sieg, es hat den Tod bezwungen. Halleluja!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser urchristliche Hymnus ruft uns zur Freude \u00fcber das Osterfest auf wie zur Freude \u00fcber einen nach einem Kampf errungenen Sieg. In der Tat, die Auferstehung Christi war der Sieg in einem Kampf. Durch sein Auferstehen aus dem Grabe nahm Christus allen Kr\u00e4ften die Macht, die zur Verzweiflung, zum Verfall und Tod f\u00fchren. Ostern ist das Datum f\u00fcr ein nicht in Frage zu stellendes Siegesfest. Am Morgen des dritten Tages besiegte das Leben den Tod, und das ist auch unser Sieg. Christus hat nicht f\u00fcr sich selbst gek\u00e4mpft.<!--more-->\u00a0Als Gott h\u00e4tte Er in der g\u00f6ttlichen Herrlichkeit bleiben k\u00f6nnen, nicht in die Welt zu kommen und das Kreuz zu tragen brauchen. Das alles hat Er f\u00fcr uns getan Am Kreuz hat Christus unsere Schuld ausgel\u00f6st, einem jeden Vergebung und das Leben geschenkt, der an ihn glaubt und durch die Taufe mit ihm Eins wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch zu den Spielregeln eines Kampfes geh\u00f6rt auch, da\u00df der Sieger die Fr\u00fcchte seines Sieges kosten kann. Ja, wir wissen, da\u00df das ewige Leben in Jesus Christus Gottes Geschenk ist. Hei\u00dft das, da\u00df der Sieg Christi nur das Leben nach unserem Tod und Grab betrifft? Wie ist das hier und heute? Wo gibt es die Fr\u00fcchte dieses Sieges in meinem Alltag? Gott hat Seinen Sohn in die Welt gesandt, damit wir durch ihn, aus ihm und dank ihm (1. Joh. 4,9) lebten. Damit ist nicht nur die normale biologische Existenz gemeint. Die Fr\u00fcchte des Sieges Christi k\u00f6nnen schon heute, in unserem inneren, geistlichen Leben, geerntet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Ostersieg verhei\u00dft uns kein sorgloses Leben. Die Seele mu\u00df eine schwere Kehrtwendung vom nat\u00fcrlichen zum \u00fcbernat\u00fcrlichen machen, um dem Drang zum Tode hin zu widerstehen und aufw\u00e4rts zu streben, zu Gott hin. Das w\u00fcnschen sich viele. Das w\u00e4re f\u00fcr sie schon heute eine wahre Auferstehung in ihrem Alltagsleben. Viele suchen nach Wegen, um das zu erreichen. Doch Jesus sagt: \u201eOhne mich k\u00f6nnt ihr nichts tun.\u201c (Joh. 15,5)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Versuche, sich selbst oder andere auferstehen zu lassen, bleiben leere Worte und nur Absichtserkl\u00e4rungen. Die Wende der Seele hin zum Leben kann nur der Ausdruck dessen sein, da\u00df Christus in uns lebt. Der Apostel Paulus schreibt: \u201eIch lebe aber: doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Ich vermag alles in der Kraft dessen, der mich m\u00e4chtig macht.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das \u00fcbernat\u00fcrliche Leben ist das Leben des auferstandenen Jesus Christus in unserer Seele. Die vitale Realit\u00e4t, die wir aus dem Worte Gottes vernehmen, die in der heiligen Taufe eingepflanzt, in der Beichte erneuert und im Heiligen Abendmahl bereichert wird, pr\u00e4gt sich in alle Bereiche unseres Lebens ein. Wenn wir sie nicht suchen und f\u00fcr uns erbitten, dann bringen wir uns um die Fr\u00fcchte des Ostersieges. Wenn wir sie nicht anstreben, dann haben wir uns entschieden, schwach zu bleiben. Jesus beherrscht die Seele, die glaubt und ihm nachzufolgen bestrebt ist \u2013 ernsthaft, in vollem Ma\u00dfe und in Liebe zu ihm. Wenn sie Jesu Beispiel folgt, dann braucht sie kein anderes Gesetz zu suchen als nur den Willen Gottes (Joh. 6,38). Ist unsere Seele so? Wie oberfl\u00e4chlich, ungleichm\u00e4\u00dfig und fade ist oft das Leben eines Christen! Ein zerfahrenes Herz, das auf Oberfl\u00e4chlichkeiten, Sorgen und Vergn\u00fcgungen gerichtet ist, doch dabei das Gebet, die Schriftlesung, den Gottesdienst und die Sakramente vers\u00e4umt hat, ist nicht berechtigt, ein schnelles, abwertendes Urteil \u00fcber alle die zu f\u00e4llen, die dem nachkommen. Kompromisse mit den kleinen S\u00fcnden pflastern den Weg zu den gro\u00dfen. Das Leben manches Christenmenschen ist davon voll, doch die S\u00fcnde tr\u00e4gt in sich die Elemente des Todes, die gegen das Leben Christi in der Seele ank\u00e4mpfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dennoch ist der Sieg unser. Selbst wenn wir dar\u00fcber beunruhigt sind, da\u00df wir so sind \u2013 flach, s\u00fcndhaft und in der Lauheit des Willens gefangen \u2013 Christus ist gerade f\u00fcr uns auferstanden. Gerade deshalb d\u00fcrfen wir Seine rettende Hilfe beanspruchen, denn Er ist gekommen, um das Verlorene zu suchen und zu erretten. Ganz gleich, in welchem Zustand wir uns heute befinden, auch wenn unser Leben v\u00f6llig aus den Fugen geraten ist, Gott kann es in Ordnung bringen und heilen. Aber das ist noch nicht alles. Er ist sogar bereit, es zu tun. Wenn du nur ihn darum bittest und dich Seiner Gnade anvertraust, dann bietet Jesus alle M\u00f6glichkeiten an, zu dem inneren Leben zur\u00fcckzukehren, das die N\u00e4he zu ihm neu macht und dir dazu die Kraft verleiht, da\u00df sich sein Leben in dir entwickeln kann. H\u00f6ren wir uns gut in das Osterfest und blicken wir in unser Herz hinein! Wenn wir dort den Wunsch entdecken, umzukehren, zu beten und auf ihn zuzugehen, dann ist das ein in g\u00f6ttlicher Liebe \u00fcberreichtes Ostergeschenk Christi. Das ist sein Ruf. Wer ihn ehrf\u00fcrchtig und dankbar annimmt, der errettet seine Seele.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein unvern\u00fcnftiger Mann, der seine Scheunen mit den Fr\u00fcchten der Erde bis zum Rand gef\u00fcllt hatte, sagte: \u201eLiebe Seele, du hast einen gro\u00dfen Vorrat auf viele Jahre: habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut!\u201c (Luk. 12,19) Im Geschehen jedes Tages und jedes Jahres schenkt Jesus den Seinen durch Menschen oder durch Dinge sich selbst, um uns damit Gottes Willen kennen und lieben zu lehren und uns die M\u00f6glichkeit anzubieten, einen Teil des g\u00f6ttlichen Lebens zu erlangen. Unser inneres Leben ist das Leben der Berufenen. Es ist auf das Ziel gerichtet, f\u00fcr das uns Gott geschaffen hat. Der Endzweck des menschlichen Wesens ist die Vereinigung mit Gott. Darin liegt sein Gl\u00fcck. In diesem Gl\u00fcck bl\u00fchen innen die Rosen, auch wenn man au\u00dfen nur Dornen entdeckt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">La\u00dft uns beten: Jesus Christus, du auferstandener Herr, komm und regiere meine Seele. La\u00df Deinen Sieg mich erwecken und erneuern zu einem Leben in Dir hier und in Ewigkeit!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Herzlich gr\u00fc\u00dfe ich zum Osterfest meine liebe Evangelisch-lutherische Kirche Lettlands und alle, die die Auferstehung unseres Herrn Jesu Christi gerufen hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Aus: Sv\u00e9tdienas R\u00edts, Zeitung der Evangelisch-lutherischen Kirche Lettlands, herausgegeben von ICHTYS GmbH, erscheint seit Januar 1920. Ausgabe Nr. 12\/2005 vom 26. M\u00e4rz 2005.<br \/>\n\u00dcbersetzer: Johannes Baumann.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Herr wird K\u00f6nig sein immer und ewig (2. 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