{"id":14514,"date":"2017-04-24T11:24:37","date_gmt":"2017-04-24T09:24:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14514"},"modified":"2017-04-24T11:50:26","modified_gmt":"2017-04-24T09:50:26","slug":"die-auferstehung-christi-und-das-hoechste-glueck-predigt-ueber-1-korinther-1512-19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14514","title":{"rendered":"Die Auferstehung Christi und das h\u00f6chste Gl\u00fcck (Predigt \u00fcber 1. Korinther 15,12-19)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Das Nachrichtenmagazin \u201eDer Spiegel\u201c titelte in seiner Osterausgabe: \u201eEwiges Leben \u2013 demn\u00e4chst f\u00fcr alle. Wie der Mensch den Tod besiegen will.\u201c Im Beitrag \u201eAlchemie des ewigen Lebens\u201c hei\u00dft es dann: \u201eMit Blutextrakten, Wunderpillen und Tinkturen versuchen Forscher, das Alter zu \u00fcberlisten. Zugrunde liegt ein Traum, der so alt ist wie die Menschheit: den Tod zu besiegen und Unsterblichkeit zu erlangen\u201c (Spiegel, 16\/2017). Die Sehnsucht nach der \u00dcberwindung des Todes ist uns Menschen tief ins Herz gepr\u00e4gt. Auch im 21. Jahrhundert sehnen wir uns danach, Unsterblichkeit zu erlangen. Doch es ist paradox. Die Tatsache der Auferstehung Jesu Christi wird geleugnet und das Angebot Gottes des ewigen Lebens durch den Glauben an Jesus Christus wird abgelehnt. Stattdessen will die Menschheit den Tod durch wissenschaftlichen und technischen Fortschritt \u00fcberwinden. Wir wollen unser Gl\u00fcck selbst in die Hand nehmen und werden daran wieder einmal grandios scheitern und entsetzliches Elend \u00fcber uns bringen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch die Leugnung der Auferstehung ist kein neues Ph\u00e4nomen. Schon Paulus setzte sich damit auseinander. In dieser Auseinandersetzung ist eines der sch\u00f6nsten und ermutigendsten Kapitel des Neuen Testaments entstanden. Aus diesem Kapitel wollen wir nun die Verse 12-19 etwas genauer betrachten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Wenn aber Christus gepredigt wird, dass er von den Toten auferstanden ist, wie sagen dann einige unter euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten?\u00a013\u00a0Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden.\u00a014\u00a0Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.\u00a015\u00a0Wir w\u00fcrden dann auch als falsche Zeugen Gottes befunden, weil wir gegen Gott bezeugt h\u00e4tten, er habe Christus auferweckt, den er nicht auferweckt h\u00e4tte, wenn doch die Toten nicht auferstehen.\u00a016\u00a0Denn wenn die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht auferstanden.\u00a017\u00a0Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren S\u00fcnden;\u00a018\u00a0so sind auch die, die in Christus entschlafen sind, verloren.\u00a019\u00a0Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Leugnung der Auferstehung von den Toten im 21. Jahrhundert<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon in der Antike wurde die Auferstehung der Toten heftig bestritten, sowohl unter Juden \u2013 wir denken an die Sadduz\u00e4er \u2013 als auch unter Griechen. Wir brauchen uns also nicht wundern, wenn der Mensch des 21. Jahrhundert die M\u00f6glichkeit einer Totenauferstehung heftig bestreitet. Eine Totenauferstehung sei experimentell nicht beweisbar oder wiederholbar, also k\u00f6nne sie auch nicht geschehen sein. Sie widerspreche zudem allen Grunds\u00e4tzen der Evolutionstheorie. Was im evolution\u00e4ren Denken graduell \u00fcber ultralange Zeitr\u00e4ume geschehe, n\u00e4mlich die Entstehung menschlichen Lebens, w\u00fcrde hier punktuell, spontan und losgel\u00f6st von naturgesetzlich vorgegebenen Entstehungsprozessen passieren. Das wiederum setze den Eingriff einer h\u00f6heren Macht voraus. Weil es diese nicht gibt, k\u00f6nnen auch die Toten nicht auferstehen. Mit solchen oder \u00e4hnlichen Argumenten wird die Auferstehung von den Toten heute in Frage gestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Leugnung der Auferstehung von den Toten in der Kirche<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Blick auf Vers 12 darf es uns dann auch nicht wundern, dass auch in der Evangelischen Kirche unserer Tage die Totenauferstehung geleugnet wird. So hei\u00dft es in einem aktuellen Grundlagenpapier der EKD mit dem Titel &#8222;F\u00fcr uns gestorben&#8220;: &#8222;Es ist f\u00fcr die Auferstehungshoffnung nicht konstitutiv zu wissen, ob das Grab voll oder leer war&#8220;. Oder anders ausgedr\u00fcckt: Es ist egal, ob der Leichnam Jesu im Grab verwest ist oder nicht. Nichts genaues wei\u00df man nicht und au\u00dferdem ist das auch nicht so wichtig. Auf die Auferstehung hoffen k\u00f6nne man auch ohne den auferstandenen Jesus. Doch ist es f\u00fcr die Auferstehungshoffnung tats\u00e4chlich nicht konstitutiv &#8211; also entscheidend &#8211; zu wissen, ob das Grab voll oder leer war? Gerade darum ist 1 Kor 15 geschrieben worden. Es ist eben nicht egal. An der Totenauferstehung h\u00e4ngt der ganze Glaube. &#8222;Gibt es keine Totenauferstehung, ist auch Christus nicht auferstanden, ist Christus nicht auferstanden, dann sind wir die elendsten unter allen Menschen.&#8220; Aber nun der Reihe nach:<\/p>\n<p><strong>1. Weil Christus von den Toten auferstanden ist, verk\u00fcndigen wir das Evangelium<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Volles Grab und leere Botschaft<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Gibt es keine Auferstehung von den Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden. Ist Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich&#8220; (Vers 14).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr Paulus steht und f\u00e4llt die ganze Evangeliumsverk\u00fcndigung mit dieser Tatsache. Wenn die Toten nicht auferstehen, dann kann auch Christus nicht auferstanden sein. Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, dann haben wir nichts mehr zu sagen, dann m\u00fcssen wir schweigen, dann sind unsere Worte &#8222;Schall und Rauch&#8220;. W\u00f6rtlich sagt Paulus: Die Verk\u00fcndigung ist leer. Auf den Punkt gebracht: volles Grab, leere Botschaft!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verk\u00fcndigung der Apostel w\u00fcrde sich als hohl und leer erweisen. Wir alle kennen den Trick, mit dem wir schon unsere Eltern beim Sonntagsfr\u00fchst\u00fcck gefoppt haben: Das leere Ei andersherum in den Eierbecher gestellt sieht aus wie ein volles Ei. Gemerkt haben es die Eltern erst, wenn sie versuchten, das Ei zu essen. Ein Schlag mit dem L\u00f6ffel und das Ei zerbrach. Das Ei war leer. Ein Christentum mit vollem Grab, ist wie ein leeres Fr\u00fchst\u00fccksei. War das Grab voll, dann ist die Botschaft hohl und leer. Nur ein &#8222;Schicksalsschlag&#8220; gen\u00fcgt, um die d\u00fcnne Schale eines solchen Christentums zu zerbrechen. Die Botschaft vom vollen Grab Christi tr\u00e4gt nicht im Leben und erst recht nicht im Sterben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Hohle und leere Worte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An der Auferstehung Christi von den Toten h\u00e4ngt einfach alles, was die Botschaft der Bibel ausmacht.<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die Propheten hatten das Leiden, Sterben und Auferstehen des Messias vorhergesagt. Ist Christus nicht auferstanden, dann h\u00e4tten sich diese Prophetien als falsche Prophetien erwiesen. Leere Worte.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Jesus Christus hatte seinen J\u00fcngern mehrfach angek\u00fcndigt, dass er leiden, sterben und auferstehen w\u00fcrde. Jesus Christus w\u00e4re als falscher Prophet entlarvt worden und w\u00e4re damit zu Recht an ein Holz geh\u00e4ngt worden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die Frauen und nach ihnen die Apostel waren dem Auferstandenen begegnet. Der Engel hatte gesagt: &#8222;Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden.&#8220; Diese Tatsache und nichts anderes trieb die Apostel auf die Stra\u00dfe und \u00f6ffnete ihnen den Mund. Das gab ihnen die Kraft und den Mut, den Mund aufzutun: &#8222;Wir k\u00f6nnen es ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und geh\u00f6rt haben&#8220; (Apg 4,20). Die Botschaft der Apostel h\u00e4tte sich als leeres Gerede erwiesen.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Leere Worte sind L\u00fcgenworte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber Paulus wird hier noch deutlicher. Die Lehre der Apostel w\u00e4re nicht nur leeres Gerede, sondern eine ganz gemeine und gef\u00e4hrliche L\u00fcge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Wir w\u00fcrden dann auch als falsche Zeugen Gottes befunden werden, weil wir gegen Gott bezeugt h\u00e4tten, er habe Christus auferweckt, den er nicht auferweckt h\u00e4tte, wenn doch die Toten nicht auferstehen&#8220; (Vers 15).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Apostel und Jesus w\u00e4ren dann als L\u00fcgner entlarvt. Auch die Propheten w\u00e4ren L\u00fcgner gewesen. Die Bibel w\u00e4re ein L\u00fcgenbuch (N. B. &#8222;&#8230;und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift&#8220; (Vers 4). Gott w\u00e4re ein anderer, aber sicher nicht der Gott der Bibel. Die Apostel und Propheten waren ausdr\u00fccklich der Wahrheit verpflichtet und sahen sich als Zeugen der Wahrheit Gottes. So schreibt zum Beispiel Paulus im zweiten Kapitel des 1. Timotheusbriefes: &#8222;Dazu bin ich eingesetzt als Prediger und Apostel, ich sage die Wahrheit und l\u00fcge nicht, als Lehrer der Heiden im Glauben und in der Wahrheit&#8220;. Die ganze Bibel ist ein Buch der Wahrheit und erweist sich auch als glaubw\u00fcrdig und wahr, wenn der Mensch bereit ist, sich auf sie als Gottes Wahrheit einzulassen (vgl. z. B. 2 Petr 1,20).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Verk\u00fcndiger einer herrlichen Botschaft<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nein, die Apostel redeten, weil das Grab leer war. Das war ihr Antrieb und ihre innerste Motivation. Die ganze \u00dcberzeugungskraft ihrer Botschaft lag nicht in ihrer Rhetorik, sondern in der Tatsache der Auferstehung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An einem Freitag war ich in Weinheim an der Bergstra\u00dfe aus dem Zug gestiegen. Auf dem Bahnhof mitten im Gewimmel der Menschen sah ich einen Afrikaner mit einer Bibel sitzen. Ich ging auf ihn zu und sprach ihn an und zeigte ihm meine Bibel. Er erz\u00e4hlte mir, dass seine Kirche am heutigen Tag den Karfreitag feiere, also eine Woche nach unserem Karfreitag. Und so sprach ich ihm zu, dass Christus f\u00fcr unsere S\u00fcnden gekreuzigt wurde und er nicht im Grab geblieben ist, sondern wahrhaftig auferstanden ist. M\u00f6glicherweise hatte Gott mich genau zu diesem Mann geschickt, vielleicht um ihn mitten im fremden Land zu ermutigen. Ich wei\u00df es nicht. Eines aber wei\u00df ich sicher: Nie w\u00e4re ich auf diesen Mann zugegangen, wenn ich nicht die feste Gewissheit im Herzen h\u00e4tte: Jesus Christus ist wahrhaftig auferstanden!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur diese Gewissheit gab den Aposteln die Kraft, das Evangelium zu bezeugen und das unter Todesgefahr (vgl. Vers 32). Nur diese Tatsache gibt heute Missionaren Mut, in fremde L\u00e4nder zu reisen, um dort das Evangelium zu verk\u00fcndigen. Nur diese Gewissheit gibt ehemaligen Muslimen Mut, Christus als Herrn und Heiland in ihren Heimatl\u00e4ndern zu bezeugen. Nur die Botschaft vom leeren Grab tr\u00e4gt die Kraft unsterblichen Lebens in sich. Nur die Botschaft vom leeren Grab bew\u00e4hrt sich in den N\u00f6ten des Lebens und erst recht in der letzten Stunde. Auf den Punkt gebracht: leeres Grab, volle Botschaft!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Weil Christus von den Toten auferstanden ist, haben wir einen lebendigen Glauben<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Ist aber Christus nicht auferstanden, ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich&#8220; (Vers 14 und vgl. Vers 17).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was f\u00fcr die Predigt gilt, gilt auch f\u00fcr den Glauben. Ist Christus nicht auferstanden, dann ist der Glaube genauso leer wie die Predigt vom Glauben. Beides h\u00e4ngt ja ganz unmittelbar zusammen. Der Glaube kommt aus der Predigt und die Kraft des Glaubens kommt aus der Kraft der Botschaft und diese Kraft kommt aus der Tatsache der Auferstehung. So schreibt Petrus:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Gelobt sei Gott der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns wiedergeboren hat nach seiner gro\u00dfen Barmherzigkeit zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten zu einem unverg\u00e4nglichen, unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel f\u00fcr euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit&#8220; (1 Petr 1,3ff).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Glaube hat ja eine ganz konkrete und lebendige Hoffnung. Es ist die Hoffnung auf die Auferstehung von den Toten und ein ewiges Leben in der Herrlichkeit Gottes. Doch die Kraft f\u00fcr solch einen unersch\u00fctterlichen Glauben k\u00f6nnen wir nicht aus uns heraus beziehen. Der Verstand ist nicht im Stande, dies zu glauben, und eine solche Hoffnung hat keine wissenschaftliche Beweisbarkeit. Diese lebendige Hoffnung fu\u00dft nur auf einer Tatsache: die Tatsache der Auferstehung. Nur weil er auferstanden ist, kann der Mensch von neuem geboren werden. Nur weil er auferstanden ist, kann ich eine lebendige Hoffnung haben, die \u00fcber den Tod hinausgeht. Nur weil er auferstanden ist, wei\u00df ich um ein Leben nach dem Tod. Nur weil er auferstanden ist, kann ich glauben. Nur dieser Glaube tr\u00e4gt durch die H\u00f6hen und Tiefen des Lebens und nur dieser Glaube, der um die wahrhaftige Auferstehung Christi wei\u00df, tr\u00e4gt durch die letzten Stunden des Sterbens hindurch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus sagte zu Maria: &#8222;Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt und wer da lebt und glaubt an mich, der wird leben, auch wenn er stirbt&#8220; (Johannes 11,25). Jesus fragte damals Maria und heute auch uns: Glaubst Du das? Wenn Jesus wie jeder andere im Grab geblieben und verwest w\u00e4re, w\u00fcrde ich dies nicht glauben k\u00f6nnen. Weil er aber lebt, k\u00f6nnen wir diese Frage mit einem vollen und fr\u00f6hlichen Ja! beantworten. Glaubst Du, dass er lebt?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Weil Christus von den Toten auferstanden ist, sind unsere S\u00fcnden vergeben<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Kraft des Kreuzes <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Ist aber Christus nicht auferstanden&#8230;, so seid ihr noch in euren S\u00fcnden&#8220; (Vers 17).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kreuz und Auferstehung geh\u00f6ren untrennbar zusammen. F\u00fcr den unbekehrten Paulus konnte Jesus nicht der Christus sein. Denn wer am Kreuz h\u00e4ngt, ist ein von Gott Verfluchter. So steht es im Gesetz. Erst in der Auferstehung beglaubigt Gott seinen Sohn und offenbart, dass der am Kreuz Verfluchte unseren Fluch und unsere S\u00fcnde trug. Der Ostermorgen stellt das Kreuz in das helle Licht Gottes und zeigt uns dort den Sohn, der f\u00fcr unsere S\u00fcnden starb und den Sieg \u00fcber die S\u00fcnde, den Tod, den Teufel und die H\u00f6lle errang. Ohne Auferstehung g\u00e4be es also keine Vergebung der S\u00fcnden, w\u00e4ren wir der Macht der S\u00fcnde, des Todes, der D\u00e4monen und des Teufels vollst\u00e4ndig und schutzlos ausgeliefert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So schreibt Paulus in R\u00f6mer 4,25: &#8222;Er ist um unserer S\u00fcnden willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt&#8220;. Ohne Auferstehung w\u00e4re Christus zu Recht ein am Kreuz verfluchter falscher Prophet. Durch die Auferstehung erweist sich der am Kreuz Verfluchte als das Lamm Gottes, das die S\u00fcnden der Welt tr\u00e4gt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus der Tatsache der Auferstehung kommt die Kraft der Umkehr und der Reinwaschung von den S\u00fcnden:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Weder Unz\u00fcchtige noch G\u00f6tzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabensch\u00e4nder (w\u00f6rtlich: M\u00e4nner, die mit M\u00e4nnern schlafen), Diebe, Geizige, Trunkenbolde, L\u00e4sterer oder R\u00e4uber werden das Reich Gottes ererben. Und solche sind einige von euch gewesen. Aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes&#8220; (1 Kor 6,9-11).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Israel haben wir im M\u00e4rz w\u00e4hrend der von der DMG und dem Gemeindehilfsbund organisierten &#8222;Biblisch-arch\u00e4ologischen Spurensuche&#8220; Ohad und Schlomit Schaul getroffen. Ohad war verstrickt in die Machenschaften der israelischen Mafia. Durch ein gottloses Leben und eine wachsende Drogenabh\u00e4ngigkeit geriet er in eine tiefe Sinnkrise. In seiner Verzweiflung lief er hinaus in die W\u00fcste und schrie um Hilfe: Wenn es einen Gott gibt, der ihm helfen k\u00f6nne, dann m\u00f6ge er ihm helfen. Er schlief ein, wachte auf und lief zur\u00fcck nach Eilat. Dort kam er durch Gottes F\u00fchrung und F\u00fcgung zu einem Haus, das von Christen gef\u00fchrt wird. Diese Christen begr\u00fc\u00dften ihn mit seinem Namen, den sie vorher nicht kannten. Er wurde herzlich aufgenommen und versorgt. Ohad lernte hier die Bibel und den gekreuzigten und auferstandenen Messias kennen. Seither lebt er als messianischer Jude und m\u00f6chte zusammen mit seiner Frau Menschen f\u00fcr den Messias gewinnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie ist solch eine Umkehr und Reinwaschung von S\u00fcnden m\u00f6glich? Sie ist m\u00f6glich, weil Jesus Christus tats\u00e4chlich gestorben und auferstanden ist. Wir haben es mit einem lebendigen Herrn zu tun, der in der Lage ist, in unser Leben einzugreifen und uns von unseren Abwegen zu retten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber auch f\u00fcr unsere vielleicht etwas weniger dramatischen S\u00fcnden, N\u00f6te und Lebenswege gilt: Weil Christus lebt, k\u00f6nnen wir unsere S\u00fcnden bekennen, k\u00f6nnen wir Vergebung empfangen, finden wir die Kraft, von den S\u00fcnden zu lassen und uns ihrer Macht und Herrschaft zu entziehen. Weil er lebt, ist ein Neubeginn m\u00f6glich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4. Weil Christus von den Toten auferstanden ist, sind wir die gl\u00fccklichsten Menschen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Paulus f\u00fcgt dann hinzu: &#8222;Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen&#8220; (Vers 19).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn es keine Auferstehung gibt, wir aber trotzdem alle unsere Hoffnung auf Christus gesetzt haben, dann sind wir wirklich die elendesten und erb\u00e4rmlichsten Menschen der Welt. Wie dumm kann man sein, alle seine Hoffnungen auf einen Mann zu setzen, der als Hochstapler, Gr\u00f6\u00dfenwahnsinniger und religi\u00f6ser Fanatiker an einem Kreuz starb und dann in einem Grab verweste, wie Millionen von Menschen nach ihm und vor ihm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Paulus f\u00fchrt die Folgen recht deutlich aus: Wenn die Toten nicht auferstehen, dann lasst uns lieber essen, trinken und Party machen, denn schon morgen sind wir tot (1 Kor 15,32). Ohne Totenauferstehung gibt es keinen Grund, sich das Leben durch Ordnungen, Verzicht und Selbstopfer unn\u00f6tig schwer zu machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie erb\u00e4rmlich und dumm w\u00e4re es, f\u00fcr diesen toten Jesus verfolgt zu werden und in den Arenen Roms gegen L\u00f6wen und schwer bewaffnete Gladiatoren zu k\u00e4mpfen. Nein, wenn Jesus im Grab geblieben ist, dann ist man wirklich einer ganz \u00fcblen L\u00fcge auf den Leim gegangen und dann ist man tats\u00e4chlich einer der erb\u00e4rmlichsten und elendsten aller Menschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Nun aber ist Christus von den Toten auferstanden, als Erstling unter denen, die entschlafen sind. Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung von den Toten. Und wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht. Als Erstling Christus, danach, wenn er kommen wird, die die Christus angeh\u00f6ren&#8220; (Verse 20-23).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">BMW hat eine Werbekampagne f\u00fcr einen neuen Wagen gemacht. &#8222;The first of a new kind&#8220; (Der Erste einer neuen Art). Das ist Christus. Er ist der Erste einer neuen Art. Er ist auferstanden und wir, die wir an ihn glauben, werden wie er auferstehen in eine neue Leiblichkeit. Wir werden einen Herrlichkeitsleib erhalten und wir werden in Ewigkeit mit Gott leben (vgl. Verse 42-44).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Christus im Grab geblieben w\u00e4re, w\u00e4ren wir die elendsten unter allen Menschen. Weil er aber auferstanden ist von den Toten, sind wir die gl\u00fccklichsten unter allen Menschen. Das bedeutet nicht, dass wir ein sorgloses Leben f\u00fchren k\u00f6nnen. Nein, denn Christus hat uns viel Not und Bedr\u00e4ngnis vorausgesagt. Die Nachfolge bringt Leiden mit sich. Aber mitten in der Traurigkeit dieser Zeit, trotz mancher Not und durch viel Bedr\u00e4ngnis hindurch sind wir die gl\u00fccklichsten unter allen Menschen, weil Jesus Christus nicht im Grab geblieben, sondern von den Toten auferstanden ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Amen<\/em><\/p>\n<p><em>Johann Hesse, Predigt am 23. April 2017 am Sonntag Quasimodogeniti in Landau &#8211; M\u00f6rzheim<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Nachrichtenmagazin \u201eDer Spiegel\u201c titelte in seiner Osterausgabe: \u201eEwiges Leben \u2013 demn\u00e4chst f\u00fcr alle. Wie der Mensch den Tod besiegen will.\u201c Im Beitrag \u201eAlchemie des ewigen Lebens\u201c hei\u00dft es dann: \u201eMit Blutextrakten, Wunderpillen und Tinkturen versuchen Forscher, das Alter zu \u00fcberlisten. Zugrunde liegt ein Traum, der so alt ist wie die Menschheit: den Tod zu [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[12],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14514"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14514"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14514\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14523,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14514\/revisions\/14523"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14514"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14514"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14514"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}