{"id":14468,"date":"2017-04-07T13:58:24","date_gmt":"2017-04-07T11:58:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14468"},"modified":"2017-04-07T14:09:01","modified_gmt":"2017-04-07T12:09:01","slug":"predigt-ueber-mt-171-8-auf-dem-berg-der-verklaerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14468","title":{"rendered":"Predigt \u00fcber Mt 17,1-8: Auf dem Berg der Verkl\u00e4rung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eUnd nach sechs Tagen nahm Jesus mit sich Petrus und Jakobus und Johannes, dessen Bruder, und f\u00fchrte sie allein auf einen hohen Berg. Und er wurde verkl\u00e4rt vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden wei\u00df wie das Licht. Und siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia; die redeten mit ihm. Petrus aber fing an und sprach zu Jesus: Herr, hier ist gut sein! Willst du, so, wollen wir hier drei H\u00fctten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine. Als er noch so redete, siehe, da \u00fcberschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr h\u00f6ren! Als das die J\u00fcnger h\u00f6rten, fielen sie auf ihr Angesicht und erschraken sehr. Jesus aber trat zu ihnen, r\u00fchrte sie an und sprach: Steht auf und f\u00fcrchtet euch nicht! Als sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand als Jesus allein.&#8220; (Mt. 17,1-8)<\/em><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Geschichte beginnt mit einer Zeitangabe \u2013 \u201enach sechs Tagen\u201c. Gerade eben hat Jesus mit seinen J\u00fcngern dar\u00fcber gesprochen, dass er sich nach Jerusalem begeben m\u00fcsste, um dort zu leiden und zu sterben, und am dritten Tage wieder auferstehen w\u00fcrde. In guter Absicht hat Petrus versucht, ihn davon abzuhalten, erhielt aber daf\u00fcr einen sehr deutlichen Verweis: \u201eWeiche von mir, Satan!\u201c Darauf erkl\u00e4rte Jesus ihnen, dass ihm nachzufolgen die Voraussetzung f\u00fcr die Errettung der Seele von dem Tod ist, und dass jeder, der ihm nachfolgen m\u00f6chte, sich selbst verleugnen und sein Kreuz auf sich nehmen m\u00fcsste. Und damals sprach er auch von sich als dem Menschensohn, der einst mit den Engeln in der Herrlichkeit des Vaters kommen w\u00fcrde, zu richten die Lebenden und die Toten. \u00dcber die sechs Tage nach dieser feierlichen und ungest\u00fcmen Unterredung gibt es keinen Bericht. Anscheinend hat Jesus gar nichts getan, mindestens nichts, was erw\u00e4hnenswert war.\u00a0 Und dann &#8211; dieses faszinierende Geschehen der Verkl\u00e4rung. Das war wie ein Sonnenblitz durch einen Riss in den Wolken, bei dem durch den Zustand der Unterw\u00fcrfigkeit einen Augenblick etwas von seiner Herrlichkeit durchschien. Der Herrlichkeit des Vaters, in der er wiederkommen wird, wie er den J\u00fcngern verhei\u00dfen hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn es den Anschein\u00a0 hat, dass der Herr Jesus lange nichts zu meinem oder zum Wohl seiner Kirche getan h\u00e4tte, dann k\u00f6nnen wir bald etwas nicht allt\u00e4gliches erwarten. Ein halbes Jahrhundert hat unsere Kirche im Zustand der Unterdr\u00fcckung und Dem\u00fctigung verbracht. Es schien, als wollte der Herr uns nichts Gutes mehr tun. Aber dann erhob Er sie wieder und erweckte sie auf eine ungew\u00f6hnliche Weise, und lie\u00df das Reich des B\u00f6sen untergehen. Vielleicht kommt es uns auch heute vor, dass Jesus nichts zu unserem Wohl t\u00e4te. Es ist doch eine Zeit der Krisen und Pr\u00fcfungen. Wir k\u00f6nnen sie beklagen und uns vor ihr f\u00fcrchten. Aber wenn wir an Christi Verkl\u00e4rung nach sechs offensichtlich arbeitslosen Tagen zur\u00fcckdenken, verm\u00f6gen wir mit Interesse und vielleicht mit Faszination darauf zu warten, was er mit und f\u00fcr uns in dieser Situation tun wird. Wissen wir nicht, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus stieg auf den Berg an einen geheimen, versteckten Ort. Sogar seine J\u00fcnger nahm er nicht mit. Nur Petrus, Johannes und Jakobus waren Zeugen des Geschehens. Ach, weshalb ergeht es uns nicht wie ihnen? Weshalb haben wir nichts von dem gesehen? Wie faszinierend w\u00e4re es doch, zuzuh\u00f6ren, was Jesus mit Mose und Elia bespricht! Wenn wir so reden, dann sollten wir uns daran erinnern, dass drei J\u00fcnger das mit erlebten, als sie zusammen mit Jesus den Gipfel des einsamen Berges bestiegen hatten. Wer eine himmlische Stimme h\u00f6ren m\u00f6chte, der sollte \u00f6fter einen Ort in der Einsamkeit, der Stille und der Einfachheit zusammen mit Jesus suchen. Der sollte \u00f6fter auf den Gipfel steigen, um sein Herz zu erheben und zu suchen, was oben ist. Und dann wird er bald entdecken, dass die Einsamkeit mit Jesus gar nicht einsam ist. Es ist der Ort, an dem die verkl\u00e4rte Begegnung mit dem Vater stattfindet, an dem man auch Mose, Elia und alle Heiligen der Triumphierenden Kirche antreffen kann, die uns auf dem Wege der J\u00fcnger Christi vorausgegangen sind, ein jeder mit seinem Kreuz auf der Schulter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Drei J\u00fcnger waren es auf dem Berg der Verkl\u00e4rung. Au\u00dfer ihnen noch Mose, Elia und Jesus, also zusammen sechs. Im gro\u00dfen Kreis der J\u00fcnger und Nachfolger Jesu haben sie wunderbare und bedeutende Dinge gesehen und geh\u00f6rt, doch das Ereignis der Verkl\u00e4rung haben sie nur in diesem ganz kleinen Kreis erlebt. Betrachten wir das aus der Perspektive unseres Lebens als Christen. Es ist wichtig, am Sonntag im Gottesdienst mit der Gemeinde vereint zu sein. F\u00fcr viele ist das die einzige Art der Seelsorge an sich selbst. Doch in der Kirche gibt es auch noch andere Formen, zum Beispiel, dass man sich unter der Woche in Hauskreisen zusammenfindet, gemeinsam betet, die Heilige Schrift liest und sein Leben im Lichte des Wortes Gottes betrachtet, oder an den Bibelstunden oder an anderen Veranstaltungen der Gemeinde teilnimmt. Dort kann man etwas anderes erleben als am Sonntag im Gottesdienst mit der ganzen Gemeinde, doch auch wertvolles und erhellendes. Fragen wir uns, ob wir alle oder mindestens einige M\u00f6glichkeiten genutzt haben, um unseren Glauben zu leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf den Berg der Verkl\u00e4rung nahm Jesus nur Petrus, Johannes und Jakobus mit. Bei den Anh\u00e4ngern der Demokratie mag das Unzufriedenheit ausl\u00f6sen. Was ist das schon wieder f\u00fcr eine neue Elite? Waren die anderen J\u00fcnger wirklich nicht berechtigt, dabei zu sein? Bei der Idee der Elite sollten wir sehr aufpassen. Warum war nur Israel und nicht wir das auserw\u00e4hlte Volk? Doch gehen wir nicht allzu\u00a0 schnell weiter. Hat das Auserw\u00e4hlt-Sein dem Volk Israel nicht ein Schicksal beschert, das wir uns selbst auf keinen Fall w\u00fcnschen m\u00f6chten? Gott hat Maria auserw\u00e4hlt, der Welt den Heiland zu schenken, aber diese Auserw\u00e4hlung drang durch ihre Seele wie ein Schwert. Jesus trug seine Auserw\u00e4hlung\u00a0 wie das Kreuz und die Dornenkrone mit allen S\u00fcnden dieser Welt. Auserw\u00e4hlt-Sein ist keineswegs einfach und angenehm. Viel segensreicher und einfacher ist es f\u00fcr die, zu deren Wohl Gott jemanden auserw\u00e4hlt hat. F\u00fcr unser Heil und unsere Rechtfertigung hat Gott uns ein Geschenk gemacht \u2013 nicht durch unsere eigenen Anstrengungen, sondern durch den Glauben, nicht durch unsere Verdienste, sondern durch das Verdienst Jesu Christi, des Auserw\u00e4hlten. F\u00fcr diese Gemeinschaft schulden wir Gott dem\u00fctigen Dank!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber diese drei, Petrus, Johannes und Jakobus, nahm Jesus nicht rein zuf\u00e4llig auf den Berg mit. Drei Zeugen waren es genau, die man brauchte, um einem Geschehen jeden Zweifel zu nehmen. Doch unser Herr nahm nicht alle mit, weil es mehr sein sollten, die selig sind,\u00a0 welche nicht sehen und doch glauben. Diese drei berief er zu Augenzeugen seiner Verkl\u00e4rung auch deshalb, weil sie auch die n\u00e4chsten Zeugen seiner Seelenqualen im Garten Gethsemane werden sollten. Sie mussten f\u00fcr ihre junge Kirche sp\u00e4ter auch eine gr\u00f6\u00dfere Verantwortung in einer hasserf\u00fcllten Welt voller Gefahren tragen. Johannes war dar\u00fcber hinaus auch noch die Sorge um Jesu Mutter anvertraut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier wird die Sorge und Hilfe des Herrn Jesus f\u00fcr seine Leute deutlich. Wenn auf jemanden Pr\u00fcfungen und Ersch\u00fctterungen zukommen oder ihm eine gr\u00f6\u00dfere Verantwortung auferlegt wird, dann beruft er, offenbart er sich und st\u00e4rkt uns, um uns daf\u00fcr bereit zu machen. Wenn ich auf die Wendepunkte meines Lebens zur\u00fcckblicke, dann kann\u00a0 ich bezeugen, dass das die Wahrheit ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Christus in seiner Herrlichkeit zu sehen, ist eine gute Vorbereitung auf unser Leiden zusammen mit ihm. Wenn wir in der Welt Angst haben, dann ist es gut, sehend zu sein und &#8211; sei es auch nur durch einen Ritz in den Wolken \u2013 Seine und damit auch unsere Herrlichkeit in der kommenden Welt zu erblicken. In Krisenzeiten suchen Menschen bei der Kirche Trost und St\u00e4rkung. In den letzten Tagen und Wochen bin ich darum von manchen Zeitungen, vom H\u00f6rfunk und Fernsehen gebeten worden. Als ob die Kirche einen Zauberstab oder Zauberworte h\u00e4tte, die man blo\u00df herauszuholen brauchte, w\u00e4hrend um uns die Krise tobt und au\u00dferhalb eines Kreises von 30 Metern sich Vergn\u00fcgen und Wohlstand breit machen. Doch solche Zauberformeln hat weder die Kirche noch jemand anderes. Die beruhigende Herrlichkeit Christi kann\u00a0 man nicht in das Leben dieser Welt importieren wie das Gas aus Russland oder billige Schuhe aus China. Solange das Herz des Menschen am verg\u00e4nglichen Besitz h\u00e4ngt, wird er damit leben m\u00fcssen, dass er von dieser Verg\u00e4nglichkeit heimgesucht, und der Zusammenbruch entsprechend gro\u00df wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man muss von Christus berufen sein, man muss sein Nachfolger sein, man sollte sich auskennen mit den Augenblicken der Verkl\u00e4rung in der Einsamkeit mit Gott, man muss die Herrlichkeit Christi erblicken k\u00f6nnen und diese in der Liebe und im Gehorsam gegen\u00fcber seinem Wort gefunden haben. Dann wird der Mensch in der von Krisensituationen heimgesuchten Welt Frieden und Sicherheit finden. Dann wird die Krise nicht schwer auf die Stelle zur\u00fcckschlagen, wo dein Schatz und dein Herz ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Petrus sagt: Lasst uns H\u00fctten bauen und hier noch lange bleiben, am liebsten f\u00fcr immer. Das Erblicken der Herrlichkeit Christi tut ihm so wohl, dass er nichts mehr braucht. Alles andere w\u00fcrde er gerne am Fu\u00dfe des Berges zur\u00fccklassen. Nichts von dem unten bek\u00fcmmert ihn weiter. Es stimmt schon, dass Petrus bei diesem Gespr\u00e4ch viel dummes Zeug redet. Nun, wof\u00fcr ben\u00f6tigen Mose und Elia H\u00fctten? Und hat er wirklich vergessen, dass Jesus noch gesagt hatte, dass er hinauf nach Jerusalem gehen m\u00fcsste, um dort zu leiden und zu sterben? Hat er wirklich Jesu scharfe Zur\u00fcckweisung \u201eWeiche von mir, Satan,\u201c vergessen, nachdem er ihn gebeten hatte, hier zu bleiben? Petrus kann einfach vom Gedanken nicht loskommen, dass es besser sei, die Krone und Herrlichkeit leicht und schmerzlos zu ererben. Doch seine Torheiten werden ihm vergeben, denn hier hat eine Seele gesprochen, die Christus liebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebt meine Seele Christus?\u00a0 Das ist eine wichtige Frage. Eigentlich ist das eine Frage auf Leben oder Tod. Wie soll ich es wissen, ob meine Seele Jesus liebt? Sollte man sie nicht lieber in den H\u00fctten stellen, wo wir Jesu Herrlichkeit erkennen k\u00f6nnen? M\u00f6chte sich unsere Seele wirklich in der N\u00e4he Jesu aufhalten? Eilt sie wirklich ungeduldigen Schrittes in die Kirche. Wenn das nicht der Fall ist, dann ist das Aufstehen, um zum Gottesdienst zu gehen und die Bibel in die Hand zu nehmen, wohl eine Anstrengung, aber ohne eine Motivation daf\u00fcr; und wenn wir abends einschlafen und morgens aufstehen, ohne gebetet zu haben, dann haben wir ein Problem. Dann k\u00f6nnten wir statt Petrus zu Jesus sagen: \u201eH\u00f6r mal, nun ist es wirklich genug. Nun redest du bereits \u00fcber eine Stunde mit diesen M\u00e4nnern. Jetzt sollten wir wirklich zur\u00fcck gehen.\u201c Das w\u00e4re daf\u00fcr ein Anzeichen, dass unsere Seele Christus nicht liebt. Oder dass unser kleiner Funke tief in der Asche ein wenig gl\u00fcht. Und dann haben wir einen begr\u00fcndeten Anlass, um unser Leben zu bangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bangen. Im christlichen Kontext sprechen wir nicht gerne von der Angst. Doch in der Bibel lesen wir oft von der Angst vor Gott. Als die J\u00fcnger die Stimme vom Himmel vernahmen:\u00a0 \u201eDies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe, den sollt ihr h\u00f6ren\u201c, erschraken sie so sehr, dass sie hinfielen und ihre H\u00e4upter verh\u00fcllten. Wenn unser Leben vor Gott deutlich offen liegt, dann habe ich Anlass, erschrocken zu sein, niederzufallen und das Haupt zu verh\u00fcllen.\u00a0\u00a0 Jesus ist Gottes lieber Sohn, aber ist er auch mein lieber Herr? Habe ich ihn \u00fcberhaupt lieb? Gott spricht: \u201eAn ihm habe ich Wohlgefallen.\u201c Wie steht es aber um uns mit Gottes Wohlgefallen?\u00a0 Ist unser stolzes Handeln nicht nur dadurch bestimmt, unn\u00fctzen Dingen hinterher zu laufen, um sie aufzubewahren und zu erhalten? Gott spricht: \u201eDen sollt ihr h\u00f6ren.\u201c Und ich? H\u00f6re ich auf ihn? Wie ist mein Leben vor Gott? Eins der gr\u00f6\u00dften christlichen Probleme ist, dass Glaube und Leben nicht einander entsprechen und einander nicht beeinflussen. Der Mensch kann wirklich recht glauben und sehr verkehrt leben. Und das ist die eigentliche Krise. Ob man nicht auch, wenn man das eigene Leben in dem Licht betrachtet, das auf dem Berge der Verkl\u00e4rung von Jesus her leuchtet, niederfallen und das Haupt verh\u00fcllen m\u00fcsste? M\u00fcssten wir nicht zur\u00fcckkehren und mit Gottes Hilfe unser Leben sofort\u00a0 \u00e4ndern und das nicht auf den Montag verschieben?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und hier entdecken wir im Evangeliumsbericht bewegend deutlich das Wirken der frohen Botschaft. Ich wei\u00df nicht, was Jesus gemacht h\u00e4tte, wenn die J\u00fcnger bei dem Vernehmen der Stimme ihren Kopf gesch\u00fcttelt und dazu gesagt h\u00e4tten: \u201eNa gut! Vielleicht sp\u00e4ter, wenn wir Zeit haben, uns mit der Sache zu befassen.\u201c Es steht geschrieben: Gott widerstehet dem Hoff\u00e4rtigen. Doch bei seinen auf die Erde niedergefallenen J\u00fcngern entdeckt Jesus seine unendliche Liebe zu ihnen, seine Sorge um sie und sogar seine Milde gegen\u00fcber ihnen. Denn, wie geschrieben steht, verachtet Gott ein ge\u00e4ngstetes und zerschlagenes Herz nicht. Jesus ging auf sie zu, r\u00fchrte sie an und befreite sie von ihrer Angst\u00a0 \u201eSteht auf\u00a0 und f\u00fcrchtet euch nicht.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wir werden wirklich nicht dadurch gerechtfertigt, wie wir sind, sondern dadurch, wie Christus ist. Nicht das, wie wir sind und was wir geleistet oder nicht geleistet haben, hat uns f\u00fcr das ewige Leben bewahrt, sondern das, was Er getan hat. Christus lebte so, wie wir es nicht verm\u00f6gen, und hat f\u00fcr uns das ganze Gesetz bis zum letzten I-T\u00fcpfelchen erf\u00fcllt. Er hat unsere S\u00fcnde und Schuld auf sich genommen und erkauft. Um unseretwillen zerschmetterte er die Macht des Teufels, der S\u00fcnde und des Todes und zeigte der Welt die Auferstehung. Und das ist unsere Auserw\u00e4hlung, die wir im Glauben annehmen d\u00fcrfen. Gott sei Lob und Dank daf\u00fcr! Diejenigen, die an Ihn glauben und getauft werden, bekleidet unser Herr mit Seiner Gerechtigkeit wie mit den wei\u00dfen Gew\u00e4ndern auf dem Berg der Verkl\u00e4rung, damit Gott am J\u00fcngsten Tage nicht auf unsere S\u00fcnde blickte, sondern auf die Gerechtigkeit Seines Sohnes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als die J\u00fcnger wieder ihre Augen aufmachten, sahen sie niemand als nur Jesus allein. Wie zutreffend beschreibt dieses das Leben Christi! Betrachten wir unser eigenes Leben. Wen sehen wir, wenn wir unsere Augen aufmachen? Jesus allein? Mindestens im Vordergrund? Oder nehmen wir ihn \u00fcberhaupt nicht wahr wegen mancher Drohungen oder des Durcheinanders unserer Gef\u00fchle? Das Fasten ist eine Zeit, in der wir durch leiblichen Verzicht die Asche unseres Schlotes auskehren und neue kleine Funken hineinblasen. Es ist die Zeit, um Jesus zu bitten, in den Vordergrund unseres Lebens zu treten. Um Jesus auf den Berg nachzufolgen. Um die Verkl\u00e4rung in der N\u00e4he Gottes zu suchen. Amen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Predigt, gehalten von Erzbischof J\u0101nis Vanags am 8. M\u00e4rz 2009 in der Alten St. Gertrudkirche in Riga\/Lettland.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00dcbersetzung aus der lettischen Kirchenzeitung Sv\u0113tdienas R\u012bts (Sonntagmorgen) vom 14. M\u00e4rz 2009 zum Sonntag Oculi: Johannes Baumann, fertiggestellt am 18. M\u00e4rz 2009.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eUnd nach sechs Tagen nahm Jesus mit sich Petrus und Jakobus und Johannes, dessen Bruder, und f\u00fchrte sie allein auf einen hohen Berg. Und er wurde verkl\u00e4rt vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden wei\u00df wie das Licht. 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