{"id":14438,"date":"2017-03-23T18:53:59","date_gmt":"2017-03-23T17:53:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14438"},"modified":"2017-03-23T18:54:57","modified_gmt":"2017-03-23T17:54:57","slug":"predigt-ueber-josua-241-18-ich-aber-und-mein-haus-wollen-dem-herrn-dienen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14438","title":{"rendered":"Predigt \u00fcber Josua 24,1-18 \u201eIch aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Liebe Br\u00fcder und Schwestern, <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ich m\u00f6chte Sie heute auf eine Zeitreise mitnehmen. Wir reisen ganze 3.400 Jahre auf der Zeitachse zur\u00fcck in das Jahr 1.398 v. Chr. Wir reisen au\u00dferdem von Bremen in das damalige Sichem im Stammesgebiet des israelischen Stammes Manasse, das mitten im heutigen Nablus liegt. 3.400 Jahre Zeit und 3.200 km Strecke.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was sehen wir?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sehen zwei Berge: Den Berg Ebal im Norden, 940 m, s\u00fcdlich davon denBerg Garizim, 881 m hoch. Beide Berge thronen heute \u00fcber Nablus so wie damals \u00fcber Sichem. Unser Blick geht auf eine gro\u00dfe Freifl\u00e4che, an deren Seite ein gro\u00dfer Opferaltar aus unbehauenen Feldsteinen zu sehen ist. Priester und Leviten bringen Dank- und Freudenopfer auf diesem Altar dar. Zehntausende von M\u00e4nnern, Frauen und Kindern feiern einen bewegenden Gottesdienst. Eine un\u00fcberschaubare Menge lagert sich auf der riesigen Freifl\u00e4che.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Josua<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pl\u00f6tzlich tritt absolute Stille ein. Ein hochbetagter Mann mit schlohwei\u00dfem Haar und Bart tritt vor die Menge. Es ist Josua Ben Nun, der Nachfolger Mose, der Israel \u00fcber den Jordan in das verhei\u00dfene Land gef\u00fchrt hatte. Unter seiner F\u00fchrung hatten die Israeliten die Kanaaniter besiegt und das Land auf die 12 St\u00e4mme verteilt. Was er damals kurz vor seinem Tod sagte, ist ein Verm\u00e4chtnis von gro\u00dfem Gewicht. Wir wollen in Ausschnitten auf seine Worte h\u00f6ren, die uns im Buch Josua im Kapitel 24,1.11-18 dokumentiert sind:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe euch ein Land gegeben, um das ihr euch nicht gem\u00fcht habt, und St\u00e4dte, die ihr nicht gebaut habt, um darin zu wohnen, und ihr esst von Weinbergen und \u00d6lb\u00e4umen, die ihr nicht gepflanzt habt. So f\u00fcrchtet nun den HERRN und dient ihm treulich und rechtschaffen und lasst fahren die G\u00f6tter, denen eure V\u00e4ter gedient haben jenseits des Euphrat-Stroms und in \u00c4gypten, und dient dem HERRN.\u00a0&#8230; <\/em><em>15<\/em><em>\u00a0<\/em><em>Gef\u00e4llt es euch aber nicht, dem HERRN zu dienen, so w\u00e4hlt euch heute, wem ihr dienen wollt: den G\u00f6ttern, denen eure V\u00e4ter gedient haben jenseits des Stroms, oder den G\u00f6ttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.\u00a0<\/em><em>16<\/em><em>\u00a0<\/em><em>Da antwortete das Volk und sprach: Das sei ferne von uns, dass wir den HERRN verlassen und andern G\u00f6ttern dienen!\u00a0<\/em><em>17<\/em><em>\u00a0<\/em><em>Denn der HERR, unser Gott, hat uns und unsere V\u00e4ter aus \u00c4gyptenland gef\u00fchrt, aus der Knechtschaft, und hat vor unsern Augen diese gro\u00dfen Zeichen getan und uns beh\u00fctet auf dem ganzen Wege, den wir gezogen sind, und unter allen V\u00f6lkern, durch die wir gegangen sind,\u00a0<\/em><em>18<\/em><em>\u00a0<\/em><em>und hat ausgesto\u00dfen vor uns her alle V\u00f6lker und die Amoriter, die im Lande wohnten. Darum wollen wir auch dem HERRN dienen; denn er ist unser Gott. (Josua 24,1-18)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Bundesschluss in Sichem<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Josua rief in Sichem das Volk Israel in die Entscheidung. Wem wollt ihr dienen? Dem Gott Israels oder den G\u00f6tzen der V\u00f6lker? Wollt ihr seinen Bund, den ihr 500 Jahre zuvor am Sinai geschlossen habt halten oder wollt ihr diesen Bund brechen? Josua stellte Israel in die Entscheidung. Wem wollt ihr dienen? Welchem Gott willst Du folgen? Welchem Herrn willst Du geh\u00f6ren?<\/p>\n<p><strong>Israels Entscheidung &#8211; Meine Entscheidung<\/strong><\/p>\n<p>Israel traf damals zwischen Ebal und Garizim eine klare Entscheidung: Ja, <em>Wir wollen dem HERRN, unserm Gott, dienen und seiner Stimme gehorchen. <\/em>Israel hatte ganz klare Gr\u00fcnde f\u00fcr dieses entschiedene \u201eJa\u201c. Auch wir haben allen Grund \u201eJa\u201c zu sagen zu dem Gott Israels. Wir wollen entschieden mit Jesus Christus leben und dem Herrn dienen, so wie damals Josua und die Israeliten<\/p>\n<ol>\n<li>Ich will dem Herrn dienen, denn er hat sein Wort erf\u00fcllt<\/li>\n<li>Ich will dem Herrn dienen, denn er bringt uns ans Ziel<\/li>\n<li>Ich will dem Herrn dienen, denn er hat uns gewarnt<\/li>\n<li>Ich will dem Herrn dienen und seiner Stimme gehorchen<\/li>\n<li><strong> Ich will dem Herrn dienen, denn er hat sein Wort erf\u00fcllt<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Josua und Israel hatten erkannt, dass der Herr sein Wort gehalten hatte. Gott h\u00e4lt Wort! Diese Erkenntnis war die Grundlage f\u00fcr das klare \u201eJa\u201c zu dem Gott Israels. So sagte es Josua dem Volk ebenfalls in Sichem:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Siehe, ich gehe heute dahin wie alle Welt; und ihr sollt wissen von ganzem Herzen und von ganzer Seele, dass nichts dahingefallen ist von all den guten Worten, die der HERR, euer Gott, euch zugesagt hat. Es ist alles gekommen und nichts dahingefallen. (Josua 23,14). <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gottes \u201eunerf\u00fcllbare\u201c Zusage<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um das Jahr 2.000 v. Chr. erhielt Abraham hier in Sichem, genau dort diese Zusage:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDeinen Nachkommen will ich dies Land geben. Und er baute dort einen Altar dem HERRN, der ihm erschienen war.\u201c (1 Mose 12,7).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abraham und Sara hatten zu diesem Zeitpunkt nicht einmal einen einzigen Nachkommen. Sara war unfruchtbar. In dem ganzen Land lebten sieben kanaanitische V\u00f6lker. Wie sollte diese Zusage jemals wahr werden k\u00f6nne? Dieses Versprechen war eigentlich nicht zu halten? Wie sollte das gehen? Doch Gott hatte sich festgelegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das erf\u00fcllte Versprechen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch der Gott Israels hatte sein Versprechen gehalten:<\/p>\n<ol>\n<li style=\"text-align: justify;\">Dort in Sichem standen Zehntausende von M\u00e4nnern, Frauen und Kindern. Sie alle hatten eines gemeinsam: Es sind Nachkommen von Abraham und Sara. Ein Wunder und ein erf\u00fclltes Versprechen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Und dann der Blick auf die beiden Berge, die Abraham 500 Jahre fr\u00fcher auch schon sah. Die Kanaaniter waren besiegt. Das Land geh\u00f6rte Israel. Jericho und Ai waren gefallen. Hazor, Gibeon, Hebron und Beerscheba waren erobert. Das Bergland, die fruchtbare Jesreel-Ebene, der Golan und der Negev geh\u00f6rten den Kindern Israels. Gott hatte sein Wort gehalten: 500 Jahre nach Abraham stellten die Israeliten in Sichem fest:<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Es ist nichts dahingefallen von all den guten Worten, die der HERR, euer Gott, euch zugesagt hat. Es ist alles gekommen und nichts dahingefallen. (Josua 23,14). <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Israel wollte dem Herrn dienen, weil er sein Wort erf\u00fcllt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wenn einem Kronleuchter aufgehen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich vor \u00fcber 20 Jahren in London zum lebendigen Glauben an Jesus Christus fand und den Gott Israels kennenlernen durfte, machte ich eine spannende Entdeckung. Als ich von London nach Verden kam, lie\u00df meine Mutter mich Jesaja 53 aufschlagen. Sie zeigte mir, dass die Zusagen von dem leidenden Gottesknecht, der f\u00fcr unsere S\u00fcnden litt und f\u00fcr unsere Schuld in den Tod ging, sich 700 Jahre sp\u00e4ter in Jesus Christus erf\u00fcllt hatten. Mir gingen Kronleuchter auf. Hunderte von Zusagen werden von und durch Jesus Christus erf\u00fcllt. Das AT k\u00fcndigt sie an. Das NT dokumentiert ihre Erf\u00fcllung:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch hier gilt \u201eEs ist <em>nichts dahingefallen von all den guten Worten, die der HERR, euer Gott, euch zugesagt hat. Es ist alles gekommen und nichts dahingefallen\u201c. <\/em>So wie ein Israelit damals staunen durfte, d\u00fcrfen auch wir staunen \u00fcber einen lebendigen Gott, der Versprechen macht und sie viele, viele hundert Jahre, ja sogar tausende von Jahren sp\u00e4ter in Jesus Christus erf\u00fcllt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Darum will ich dem Herrn dienen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich will dem Herrn dienen, dem Gott Israels und seinem Sohn Jesus Christus. Denn hier ist ein Gott, der Wort h\u00e4lt. Hier ist ein Gott, der seine Zusagen h\u00e4lt. Hier ist ein Gott, auf dessen Wort Verlass ist. Hier ist ein Gott, der nachvollziehbar Zusagen macht und sie Jahrhunderte sp\u00e4ter erf\u00fcllt. Dieser Gott erweist sich als ein lebendiger Gott. Ein Gott, der lebt, der h\u00f6rt, der redet, der hilft und der rettet. Keiner ist ihm gleich. Das gibt es in keiner Religion und keiner Weltanschauung. Alle anderen G\u00f6tter sind Nichtse. Nur der Gott Israels lebt, hilft und rettet.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Ich will dem Herrn dienen, denn er bringt uns ans Ziel<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der Herr f\u00fchrt sein Volk<\/strong><\/p>\n<p>Israel hatte erkannt, dass es Jahwe war, der sie in das verhei\u00dfene Land gebracht hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Denn der HERR, unser Gott, hat uns und unsere V\u00e4ter aus \u00c4gyptenland gef\u00fchrt, aus der Knechtschaft, und hat vor unsern Augen diese gro\u00dfen Zeichen getan und uns beh\u00fctet auf dem ganzen Wege, den wir gezogen sind, und unter allen V\u00f6lkern, durch die wir gegangen sind,\u00a0<\/em><em>18<\/em><em>\u00a0<\/em><em>und hat ausgesto\u00dfen vor uns her alle V\u00f6lker und die Amoriter, die im Lande wohnten. Darum wollen wir auch dem HERRN dienen; denn er ist unser Gott.\u00a0(Josua 24,17-18)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Israeliten in Sichem hatten erkannt, dass der Herr sein Versprechen in drei Schritten wahrgemacht hatte:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.)<\/strong> <strong>Die Befreiung:<\/strong> Jahwe hatte sie durch das geteilte Schilfmeer aus \u00c4gypten herausgef\u00fchrt. Der Herr hatte Israel aus der Sklaverei und der Knechtschaft \u00c4gyptens befreit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.)<\/strong> <strong>Die Bewahrung<\/strong>: Jahwe hatte Israel 40 Jahre lang durch die W\u00fcste gef\u00fchrt. Durch die Wolken- und Feuers\u00e4ule hatte er Tag und Nacht seine Gegenwart gezeigt und versorgte das Volk mit Mannah und Wasser.<\/p>\n<p><strong>3.) Das erreichte Ziel:<\/strong> Jahwe hatte Israel trotz seines Ungehorsams an den Jordan gef\u00fchrt, den Jordan gestaut und das Volk ins verhei\u00dfene Land gef\u00fchrt. Der Engel des Herrn schenkte Israel den Sieg in zahlreichen Schlachten \u00fcber die Kanaaniter. Jahwe hatte Israel das ganze Land Kanaan gegeben. Israel hatte das Ziel erreicht und das zugesagte Land erhalten.<\/p>\n<p><strong>2.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Josua und Jesus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Septuaginta, die 250 v. Chr. in Alexandrien in \u00c4gypten von j\u00fcdischen Schriftgelehrten \u00fcbersetzt wurde, wird Josua mit Jesus wiedergegeben. Josua bedeutet: \u201eJahwe rettet\u201c. Der Herr rettet. Durch Josua f\u00fchrte Jahwe sein Volk Israel in das verhei\u00dfene Land Kanaan. Und durch Jesus f\u00fchrt Gott sein Volk in das verhei\u00dfene Land des ewigen Lebens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So wie f\u00fcr Israel damals, gilt auch f\u00fcr uns dieser herrliche Dreiklang:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li><strong>Die Befreiung:<\/strong> Jesus befreit uns aus der Knechtschaft der S\u00fcnde: \u201eSiehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt S\u00fcnde tr\u00e4gt\u201c (Joh 1,29).<\/li>\n<li><strong>Die Bewahrung<\/strong>: Jesus f\u00fchrt uns durch dieses irdische Leben: \u201eSiehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende\u201c.<\/li>\n<li><strong>Das erreichte Ziel:<\/strong> Jesus Christus f\u00fchrt uns zum Ziel. \u201eWer den Sohn hat, der hat das Leben und der erreicht das Leben\u201c<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 F\u00fchren alle Wege nach Rom?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute wollen uns selbst Bisch\u00f6fe erz\u00e4hlen, dass es nicht darauf ankommt, welchem Gott wir dienen und welchen Weg wir w\u00e4hlen. Frei nach dem Sprichwort: \u201eAlle Wege f\u00fchren nach Rom\u201c, soll es politisch-korrekt hei\u00dfen: \u201eAlle Wege f\u00fchren in den Himmel\u201c. Christen, Muslime und Juden beten zu demselben Gott. So lauten die Parolen von Bisch\u00f6fen wie Martin Hein und anderen. Man ruft uns in eine postmodern multireligi\u00f6se Beliebigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Josua rief das Volk in eine klare Entscheidung. Wollt ihr dem Herrn dienen oder den G\u00f6tzen? Bei dem Gott Israels gibt es nur ein klares Ja oder Nein. Es gibt kein Entweder Oder. Anders die Kirchenf\u00fchrer von heute: Sie rufen uns in eine multireligi\u00f6se Beliebigkeit. Jeder m\u00f6ge bitte nach seiner Fasson selig werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jesus ist der Weg zum Vater<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich erinnere an die Worte des Evangelisten Johannes, die wir in der Lesung geh\u00f6rt haben. Dort hei\u00dft es:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00a0\u201eEuer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!\u00a0<\/em><em>2<\/em><em>\u00a0In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn&#8217;s nicht so w\u00e4re, h\u00e4tte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die St\u00e4tte zu bereiten? <\/em><em>3<\/em><em>\u00a0Und wenn ich hingehe, euch die St\u00e4tte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin. (Johannes 14,1-3). Jesus sagt von sich: \u201eIch bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch mich\u201c (Joh 14,6). <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur Jesus Christus bringt uns ans Ziel der himmlischen Heimat. Nur Jesus Christus bringt uns zum Vater. Darum wollen wir eine klare Entscheidung treffen. Jesus ruft uns: \u201eKomm, folge mir nach!\u201c (Mk 10,21). Diesem Jesus wollen wir folgen, ihm wollen wir dienen. So wie Josua sagen wir: \u201eIch aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen\u201c, denn Christus allein erl\u00f6st uns, bewahrt uns und f\u00fchrt uns in die himmlische Heimat.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Ich will dem Herrn dienen, denn er hat uns gewarnt<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Fluch und Segen<\/strong><\/p>\n<p>Mit diesen Worten erinnerte Josua das Volk an die Wirksamkeit von Segen und Fluch, die der Bund am Sinai mit sich brachte:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wie nun all das gute Wort gekommen ist, das der HERR, euer Gott, euch verk\u00fcndigt hat, so wird der HERR auch \u00fcber euch kommen lassen all das b\u00f6se Wort, bis er euch vertilgt hat aus diesem guten Lande, das euch der HERR, euer Gott, gegeben hat.\u00a0 (Josua 23,15-16)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Warnung vor dem Gericht<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch im Neuen Bund werden wir davor gewarnt, dass es einen Segen und einen Fluch gibt. Es gibt einen Weg, der zum Leben und einen Weg, der zum Tode f\u00fchrt. Es gibt einen Weg, der in den Himmel und einen Weg, der in die H\u00f6lle f\u00fchrt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eGeht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis f\u00fchrt, und viele sind&#8217;s, die auf ihm hineingehen.\u00a0<\/em><em>14<\/em><em>\u00a0Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben f\u00fchrt, und wenige sind&#8217;s, die ihn finden!\u201c \u00a0(Mt 7,13.14).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So wie Josua Israel in Sichem den Weg des Segens und den Weg des Fluches vorlegte, so legt auch Jesus uns heute den Weg des Lebens und den Weg des Todes vor. Ohne Jesus bleibst du unter dem Fluch. Ohne Jesus gehst du in den Tod. Ohne Jesus gehst du in das ewige Verderben. Ohne Jesus f\u00fchrt dein Weg in ewige Verdammnis.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und darum ruft Jesus Sie mit einem Ruf der Liebe: \u201eIch bin die T\u00fcr\u201c sagt er. \u201eIch bin die enge Pforte\u201c. \u201eIch bin der Weg\u201c. Er l\u00e4dt uns ein die enge Pforte und den schmalen Weg zu w\u00e4hlen, um das ewige Ziel zu erreichen.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"4\">\n<li><strong> Ich will dem Herrn dienen und seiner Stimme gehorchen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Volk Israel verpflichtete sich in Sichem:<em> \u201eWir wollen dem HERRN, unserm Gott, dienen und seiner Stimme gehorchen.\u201c <\/em>Wie diene ich? Indem ich seiner Stimme gehorche, sein Wort h\u00f6re und tue.<\/p>\n<ol>\n<li style=\"text-align: justify;\">Kenne das Wort: Josua lie\u00df das Wort Gottes damals vorlesen und er schrieb die Gebote des Gesetzes auf Denksteine. So wie Josua m\u00fcssen wir das Wort kennen. Gott hatte zu ihm gesagt: \u201e<em>Und lass das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, dass du h\u00e4ltst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen und du wirst es recht ausrichten.\u201c (Josua 1,8)<\/em><\/li>\n<li>Lass das Wort Gottes nicht aus den Augen. Betrachte es Tag und Nacht. Lies darin! Kau darauf herum! Lass es nicht von deinem Munde kommen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Halte das Wort und tu was es sagt! Befolge es! Lebe danach! Gegen den Zeitgeist. Gegen die Konvention. Gegen den Mainstream.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.1 Ich denke an die jungen Eltern, denen die Frauen\u00e4rztin sagte, ihr Kind habe Trisomie 21, und zur Abtreibung riet. Doch Gott sagt im f\u00fcnften Gebot: \u201eDu sollst nicht morden\u201c, und sie freuen sich heute \u00fcber das Geschenk eines wunderbaren und fr\u00f6hlichen Unikates aus der Hand des Sch\u00f6pfers.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.2 Ich denke an den fr\u00fcheren Moslem, der erkannt hat, dass Jesus tats\u00e4chlich der Sohn Gottes ist und der heute anderen Muslimen von Jesus erz\u00e4hlt, weil Gottes Wort sagt: \u201eDarum gehet hin und machet zu J\u00fcngern alle V\u00f6lker (Mt 28).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.3 Ich denke an den Teenager, der sich an das Motto \u201eWahre Liebe wartet\u201c h\u00e4lt und vor der Ehe nicht mit einer Frau schlafen will, weil Gottes Wort sagt: \u201eDas ist Gottes Wille: eure Heiligung. Darum meidet die Unzucht\u201c. (1\u00a0Thess 4,3).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.4 Ich denke an die Geschichte des Mannes, der einen Ausweg aus seiner Homosexualit\u00e4t gesucht und in der Kraft des Heiligen Geistes Ver\u00e4nderung und eine Neuorientierung seiner Gef\u00fchlswelt erlebt hat, weil Gottes Wort sagt: \u201eSolche k\u00f6nnen das Reich Gottes nicht erben\u2026Und solche sind einige von euch gewesen. Aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.\u201c (1 Kor 6,9-11).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.5 Ich denke an eine Situation am Anfang des Jahres. Ich hatte Angst, weil ich manchmal von Menschenfurcht geplagt werde und ich habe mich fest an dieses Wort aus dem Josuabuch gehalten: \u201eSiehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist, lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht, denn der Herr dein Gott ist mit dir in allem, was du tun wirst\u201c (Josua 1,9). Und der Herr hat geholfen und Segen gegeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und nun g\u00e4be es noch viel zu berichten dar\u00fcber, wie wunderbar es ist, dieses Wort zu kennen und danach zu leben. Ich m\u00f6chte Ihnen Mut machen, dem Herrn allein zu dienen und sein Wort zu befolgen und sich wie Israel zu verpflichten: <em>\u201eWir wollen dem HERRN, unserm Gott, dienen und seiner Stimme gehorchen.\u201c <\/em>Darauf legt der Herr seinen Segen, denn er sagt<em>: Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen und du wirst es recht ausrichten.\u201c<\/em><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Ich will dem Herrn dienen, denn er hat sein Wort erf\u00fcllt<\/li>\n<li>Ich will dem Herrn dienen, denn er bringt uns ans Ziel<\/li>\n<li>Ich will dem Herrn dienen, denn er hat uns gewarnt<\/li>\n<li>Ich will dem Herrn dienen und seiner Stimme gehorchen<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Predigt \u00fcber Josua 24,1-25 St. Martini in Bremen am 5.2.2017<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Br\u00fcder und Schwestern, ich m\u00f6chte Sie heute auf eine Zeitreise mitnehmen. Wir reisen ganze 3.400 Jahre auf der Zeitachse zur\u00fcck in das Jahr 1.398 v. Chr. Wir reisen au\u00dferdem von Bremen in das damalige Sichem im Stammesgebiet des israelischen Stammes Manasse, das mitten im heutigen Nablus liegt. 3.400 Jahre Zeit und 3.200 km Strecke. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[12],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14438"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14438"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14438\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14440,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14438\/revisions\/14440"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14438"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14438"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14438"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}