{"id":14435,"date":"2017-03-20T09:05:06","date_gmt":"2017-03-20T08:05:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14435"},"modified":"2017-03-20T09:05:06","modified_gmt":"2017-03-20T08:05:06","slug":"predigt-ueber-lukas-736-50-ein-bisschen-glauben-gibt-es-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14435","title":{"rendered":"Predigt \u00fcber Lukas 7,36-50: \u201eEin bisschen Glauben gibt es nicht.\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEin bisschen Glauben gibt es nicht.\u201c Das ist der Titel eines Buches von Daniel B\u00f6cking. Er ist stellvertretender Chefredakteur von BILD.online. Er beschreibt darin seine pers\u00f6nlichen Erfahrungen, wie Gott sein Leben umgekrempelt hat. Daniel B\u00f6cking ist ein Mensch, der das Leben in vollen Z\u00fcgen genossen hatte. Er sagt, er habe immer schon geglaubt, dass es Gott gibt. Aber er hatte keine Beziehung zu ihm. Es war, wie er selbst sagt, so ein \u201eIndividual-Glaube\u201c, selbst so zu Recht gelegt, dass Gott nicht zu sehr in mein Leben eingriff.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Nachdenken und eine Ver\u00e4nderung begann bei ihm dann 2010, wo er bei dem gro\u00dfen Erdbeben in Haiti, von BILD aus einen Hilfseinsatz organisierte und als Journalist berichtete. Dort begegnete er auch \u00c4rzten, Schwestern und technischen Helfern, die bewusst als Christen unterwegs waren, um Menschen aus den Tr\u00fcmmern zu retten und zu helfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim morgendlichen Gebet im Helferkreis habe er betroffen dabei gestanden \u2013 habe sich nicht getraut den Mund aufzumachen, aber angefangen in seinem Herzen, im Geist mitzubeten, mit Gott zu reden. Das habe dann nach und nach dazugef\u00fchrt, dass er noch und noch Fragen hatte nach Gott und dem christlichen Glauben, und dass er anfing in der Bibel zu lesen und auf Gott zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das f\u00fchrte schlie\u00dflich zu einer totalen Lebensver\u00e4nderung und pers\u00f6nlichen Hingabe an Gott! Deshalb lautet der Titel seines Buches auch: \u201eEin bisschen Glauben gibt es nicht.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So ein authentischer Lebensbericht ist tief beeindruckend!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In unserem heutigen Bibelabschnitt aus dem Lukasevangelium geht es auch um einen Menschen, der eine radikale Lebensver\u00e4nderung erfahren hat, durch die Begegnung mit Jesus. Da kommt eine Frau zu Jesus, als er im Haus des Pharis\u00e4ers Simon zu Gast ist. Lukas nennt sie eine \u201eS\u00fcnderin\u201c. Man muss wissen, dass das damals die Bezeichnung f\u00fcr eine \u201eHure\u201c, eine \u201eProstituierte\u201c war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stellen wir uns diese Szene vor: Diese stadtbekannte Frau hat irgendwie Eingang in das Haus des Pharis\u00e4ers gefunden, und naht sich nun Jesus. Sie tritt von hinten an Jesus heran \u2013 also in der Haltung einer Sklavin \u2013 nicht frei ihm gegen\u00fcber in die Augen sehend. Sie wei\u00df, dass sie`s nicht wert ist. Sie sch\u00e4mt sich! Und sie weint! Sie weint so sehr, dass ihre Tr\u00e4nen herabstr\u00f6men und Jesu F\u00fc\u00dfe davon nass werden. Betroffen trocknet sie mit ihren langen Haaren Jesu F\u00fc\u00dfe, k\u00fcsst sie und salbt sie schlie\u00dflich mit \u00d6l \u2013 aus einem kleinen Gef\u00e4\u00df!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun stellen sie sich vor, eine \u00e4hnliche Szene w\u00fcrde sich hier im Gottesdienst, in der Kirche vor dem Altar abspielen, dass jemand sein Herz so ungest\u00fcm aussch\u00fctten w\u00fcrde und seinen Tr\u00e4nen so freien Lauf lie\u00dfe!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Meisten von uns w\u00e4re das peinlich. Solch ein gef\u00fchlsbetontes, emotionales Verhalten passt doch nicht in unseren Gottesdienst, w\u00fcrden wir wohl denken. Hier hat doch alles wohltemperiert und geordnet abzulaufen. Da ist wenig Platz f\u00fcr sichtbares \u00dcberw\u00e4ltigtsein und Begeisterung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wie war Jesu Reaktion damals? Er l\u00e4sst es sich gefallen. Er weicht nicht emp\u00f6rt zur Seite. Er weist diese Frau nicht zur\u00fcck! Im Gegenteil: Dieses emotionale, fast intime Verhalten dieser Frau findet seine ausdr\u00fcckliche Zustimmung. Er stellt es als vorbildlich hin!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Genauso erstaunt, wie viele von uns, reagierte Simon, der Gastgeber, ein Pharis\u00e4er \u2013 also ein besonders religi\u00f6ser Mensch. Er hatte Jesus zwar in sein Haus eingeladen \u2013 aber mit einem distanziert kritischen Interesse. Und er dachte bei sich selbst: Wenn Jesus wirklich ein Prophet w\u00e4re, ein Mann Gottes, dann h\u00e4tte er solch eine nahe, pers\u00f6nliche Ber\u00fchrung durch eine Prostituierte doch gar nicht zugelassen. Oder Jesus h\u00e4tte wenigstens versuchen m\u00fcssen, dieser Frau ihren s\u00fcndigen Lebenswandel klarzumachen und sie davon abzubringen; denn in der j\u00fcdischen Tradition der Rabbiner galt es als gute Tat, eine Hure von ihrem Tun abzubringen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und so ist Simon, dieser fromme Pharis\u00e4er emp\u00f6rt, dass Jesus sich zun\u00e4chst mit dieser Frau solidarisch zeigt. Das wirft kein gutes Licht auf Jesus! Und vielleicht schadet dieser Umgang von Jesus mit dieser Frau in meinem Haus auch meinem eigenen guten Ruf!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Simon zeigt hier menschlich und religi\u00f6s nachvollziehbare Gedanken. Viele \u2013 auch heute \u2013 k\u00f6nnen ihn sicherlich ganz gut verstehen. Aber Simon sieht nicht richtig \u2013 nicht tief genug. Und auch wir Christen sehen manchmal zu oberfl\u00e4chlich. Dies und jenes geh\u00f6rt sich nicht. Dieses und jenes macht man nicht! Oftmals wird auch Moral und christlicher Glaube verwechselt. Und vielen ist es auch in ihrem Leben ganz recht, wenn sie nicht auffallen. Und so verh\u00e4lt man sich, wie es andere auch tun und wie es erwartet wird. Anpassen, nur nicht anders sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus ist anders, er schaut mit anderen Augen. Er sieht bei dieser Frau tiefste Dankbarkeit, pers\u00f6nliche Betroffenheit und liebende Zuwendung. Diese Frau zeigt Jesus gegen\u00fcber Herz. Sie l\u00e4sst ihn ihre Bewunderung, ihre Dankbarkeit, ihre ganze Liebe sp\u00fcren!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus sieht das. Er wei\u00df sehr wohl zu unterscheiden zwischen menschlich-religi\u00f6sem Verhalten und echter Glaubens- und Herzenshaltung. Und so erteilt Jesus ihr schlie\u00dflich eine Generalabsolution. Er spricht sie frei, frei von ihren vielen S\u00fcnden und Verstrickungen. Er sagt vor aller Augen und Ohren: \u201e<strong>Ihre vielen S\u00fcnden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig.<\/strong>\u201c Und Jesus spricht der Frau direkt zu: \u201e<strong>Dein Glaube hat dir geholfen. Gehe hin mit Frieden!<\/strong>\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ist das nicht ein gro\u00dfartiger Erweis der grenzenlosen Barmherzigkeit Gottes? Jesus h\u00fcllt diese \u201eS\u00fcnderin\u201c ein in den Mantel der Vergebung und Liebe Gottes! Er erkennt ihr tiefes Weinen und ihre herzliche Zuwendung als vorweggenommene Dankbarkeit f\u00fcr Gottes Gnade und Barmherzigkeit. Jesus trat ihr nicht mit erhobenem, moralischem Zeigefinger, nicht mit Blo\u00dfstellung und Verurteilung gegen\u00fcber. Damit setzte Jesus diese von S\u00fcnde versklavte Frau frei. Diese Frau hatte eine tiefe Sehnsucht nach Heilung. Sie wusste, wie krank und elend ihr Leben war. Jesus hat sie herausgeholt aus dem Sumpf der Selbstverachtung \u2013 denn was war ihr \u201eschmutziges Gesch\u00e4ft\u201c anderes als Selbstverachtung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie viel Selbstverachtung gibt es auch heute, in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen? Wie viele Menschen wissen um ihr krankes, elendes Leben, selbst wenn nach au\u00dfen hin oft ein sch\u00f6ner Schein ist und sie selbstbewusst auftreten. Es ist dann immer entscheidend, ob ein Mensch Sehnsucht nach Heil hat, ob er bereit ist, die Gnade Gottes zu suchen und anzunehmen oder ob er lieber in seiner alten Lebensweise verharrt, die ihn zerst\u00f6rt. Wer Sehnsucht nach Ver\u00e4nderung, Umkehr und Heilung hat, der kommt zu Jesus. Wer aber lieber sein hartes Herz beh\u00e4lt und sein altes Leben fortsetzen will, der giert maximal nach religi\u00f6ser Absegnung seines s\u00fcndigen Verhaltens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Frau aber hatte echte Sehnsucht nach Heilung und einen ehrlichen Blick in den Spiegel, deshalb kam sie zu Jesus. Und das war ihr so wichtig, dass sie all ihren Mut zusammen nahm und ungebeten in das Haus des Simon vordrang. Und bei Jesus erlebte sie ihre Umkehr \u2013 aus ihrer \u201eSelbstverurteilung\u201c zur \u201eAnnahme bei Gott\u201c, aus der \u201eWertlosigkeit\u201c zur \u201eW\u00fcrde\u201c, aus der \u201eVerdammnis\u201c in die\u201c liebende N\u00e4he Gottes\u201c!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Begegnung mit Jesus hat diese Frau erst richtig liebesf\u00e4hig gemacht. Genau das ist es, was auch Daniel B\u00f6cking in seiner pers\u00f6nlichen Begegnung mit dem lebendigen Gott erfahren hat \u2013 da ist tiefer Frieden in sein Herz und all seine Sinne gekommen! Einen Frieden wie ihn die Welt nicht geben kann, eine umfassenden Frieden mit Gott durch Jesus Christus. \u201e<strong>So gibt es nun keine Verdammnis f\u00fcr die, die in Christus Jesus sind<\/strong>\u201c, beschreibt der Apostel Paulus diesen SHALOM in R\u00f6mer 8, 1.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine solche lebensver\u00e4ndernde Umkehr ist grundlegend f\u00fcr ein Christenleben. Die Abkehr vom alten Leben, ja vom eigenen selbstverliebten ICH und eine Hinwendung zum lebendigen Gott. Einmal mit seinem Leben vor Gott zusammenbrechen, auf den Knien vor Gott seine Schuld bekennen \u2013 und Gottes Vergebung, Gnade und Liebe zugesprochen zu bekommen und am eigenen Leibe zu erfahren, dieser tiefe Frieden mit Gott.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das hat jene Frau damals im Haus des Simon erlebt. Das haben seither viele erlebt, so auch Daniel B\u00f6cking in seiner Lebenswende. Das war f\u00fcr ihn so tiefgehend, begl\u00fcckend, und umfassend, dass er seinem Buch den Titel gegeben hat: \u201cEin bisschen Glauben gibt es nicht!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich w\u00fcnsche und bete, dass jeder mindestens einmal so seinem himmlischen Vater begegnet, am besten im Beisein eines Beichtvaters oder einer Beichtmutter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus wendet sich in unserem Text dann noch dem Simon zu und deutet ihm diese ganze Szene durch eine kleine Geschichte, ein Gleichnis: Zwei Leute haben bei demselben Gl\u00e4ubiger Schulden, die sie nicht bezahlen k\u00f6nnen. Der eine mehr, der andere weniger Schulden. Am F\u00e4lligkeitstag erl\u00e4sst der Gl\u00e4ubiger beiden ihre Schulden!\u201c Und Jesus f\u00fcgt die Frage hinzu: Wer von beiden wird ihn am meisten dankbar sein und ihn lieben? Nat\u00fcrlich der, der am meisten erlassen und geschenkt bekam \u2013 wei\u00df Simon richtig zu antworten!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besch\u00e4mt muss sich Simon von Jesus sagen lassen: Diese Frau hier hat mehr geliebt als Du. Du bist mir sehr zur\u00fcckhaltend, in kritischer Distanz, begegnet \u2013 nicht einmal die obligatorische Sch\u00fcssel Wasser hast du mir an der T\u00fcr hingestellt, um meine vom Weg schmutzigen F\u00fc\u00dfe zu waschen \u2013 geschweige denn, dass du mir einen Begr\u00fc\u00dfungskuss gegeben h\u00e4ttest \u2013 und hast mir schon gar nicht mein Haupt mit \u00d6l gesalbt, aber diese Frau hat mich \u00fcbersch\u00fcttet mit ihrer liebenden Zuwendung!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wo und wie ist diese Geschichte von Simon auch meine und deine Geschichte? Frage dich selbst:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Wie steht es um die Liebe zu Jesus in meinem Leben?<\/li>\n<li>Wie ist meine Beziehung zu Gott?<\/li>\n<li>Wie und mit wem gestalte ich mein Leben? Oder besser gefragt: Von wem lasse ich mein Leben gestalten?<\/li>\n<li>Habe ich diesen Schritt der Lebens\u00fcbergabe an Christus schon getan oder versuche ich immer noch ohne auszukommen?<\/li>\n<li>Habe ich mich unter das Kreuz des Christus gebeugt und seine Erl\u00f6sung und Vergebung f\u00fcr mein Leben angenommen?<\/li>\n<li>Bin ich wirklich begeistert davon, was Gott mir in Jesus geschenkt hat? Lebt Jesus in mir und ich in ihm? Wohnt sein Heiliger Geist in mir und bin ich erf\u00fcllt von dem SHALOM und habe ich diesen tiefen Frieden mit Gott?<\/li>\n<\/ul>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Wenn ja, dann wei\u00df ich, in tiefer Dankbarkeit, wie viel mir vergeben ist und wie vergebungsbed\u00fcrftig ich Tag f\u00fcr Tag bin?<\/li>\n<li>Wenn ja, dann sehe ich mit den tiefer sehenden Augen Jesu, mit seinem Erbarmen meine Mitmenschen an?<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus liebt jeden einzelnen von uns so sehr, dass er heute Morgen unseren Mangel an Liebe, an herzlicher Hingabe und Begeisterung aufdecken will.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wo ist unter uns herzliche Liebe, echte pers\u00f6nliche Zuwendung \u2013 zu Jesus und auch untereinander? Lieben wir wirklich Gott mit Herzen, Mund und H\u00e4nden \u2013 also mit unserer ganzen Person? Freuen wir uns von Herzen an Gott und seiner Gnade in Jesus Christus? Leitet uns diese Liebe und Freude in Lob und Dank und Anbetung Gottes \u2013 auch in unserem t\u00e4glichen Beten und Bibellesen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vergessen wir nicht: Alles, was Gott will und tut entspringt seinem brennenden Verlangen nach uns Menschen \u2013 ja selbst wenn wir durch tiefe Krisen und N\u00f6te gehen m\u00fcssen. Die Wahrheit ist: Wen Gott liebt, den z\u00fcchtigt er, d.h.den beschneidet er und zieht ihn durch alles hindurch an sein Vaterherz \u2013 auch wenn es uns weh tut und wir es nicht verstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb hat Jesus auch den Sinn aller Gebote zusammen gefa\u00dft in dem Doppelgebot der Liebe. Er sagt: \u201e<strong>Du sollst Gott lieben von ganzem Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit aller deiner Kraft und deinen N\u00e4chsten lieben wie dich selbst.\u201c <\/strong>Glaube ist eine Liebesbeziehung, die Liebe zum dreieinigen Gott ist das H\u00f6chste und Wertvollste im Leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von der Liebe Gottes, in der er uns in Jesus Christus sucht, wissen viele Menschen in ihrem Kopf, aber wie schwer f\u00e4llt es vielen, in ihrem Herzen zu erfassen, dass Gott uns wirklich liebt? Als Martin Luther im Kloster unter seinem S\u00fcndenbewu\u00dftsein, unter Anfechtungen und Zweifeln litt, hat sein Seelsorger, sein Ordensoberer Staupitz ihm geraten: \u201eLieber Martin, schau im Geist, im Glauben immer wieder auf Christus am Kreuz. Der hat alles f\u00fcr dich vollbracht!\u201c So fand Luther zur Gewi\u00dfheit im Glauben und zum Frieden mit Gott!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Kreuz Jesu Christi ist unser Heil! Dein Heil! Sonst nichts!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese befreiende Glaubenserfahrung und begl\u00fcckende Gewi\u00dfheit hat der Apostel Paulus in R\u00f6mer 8 so einzigartig ausgedr\u00fcckt: \u201e<strong>Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch M\u00e4chte noch Gewalten, weder Gegenw\u00e4rtiges noch Zuk\u00fcnftiges, weder etwas in der H\u00f6he noch etwas in der Tiefe noch irgendeine Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn!<\/strong>\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese befreiende Glaubenserfahrung zu leben und an andere weiterzugeben, ist eine lebenslange Aufgabe. Schwierige Lebensumst\u00e4nde und b\u00f6se Gegebenheiten in dieser Welt wollen das manchmal hindern. Der Teufel versucht immer wieder Menschen von Gott fernzuhalten oder abzubringen. Er will unseren Blick von Jesus weglenken und uns mit Allt\u00e4glichem ablenken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb ist es gut, mehr und mehr miteinander zu lernen im Glauben auf Jesus, den Gekreuzigten und Auferstandenen, zu schauen, der alles \u00fcberwunden hat und \u00fcber alles triumphiert. Jesus ist Sieger \u2013 und auch wir d\u00fcrfen im Glauben an ihm dranbleiben und mit ihm durch alle Finsternis dieser Welt und den Tod gehen und \u00fcberwinden. An Ende werden die \u00dcberwinder in den Himmel aufgenommen und mit wei\u00dfen Festkleidern angetan!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus lebt! Mit ihm auch ich! In der festen Glaubens\u00fcberzeugung: \u201e<strong>Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch M\u00e4chte noch Gewalten, weder Gegenw\u00e4rtiges noch Zuk\u00fcnftiges, weder etwas in der H\u00f6he noch etwas in der Tiefe noch irgendeine Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn!<\/strong>\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pfarrer Ulrich Hauck, 19.3.2017, Predigt in der Prot. Kirchengemeinde Landau-M\u00f6rzheim beim gemeinsamen Gottesdienst des Gemeindehilfsbundes und des Netzwerkes bekennender Christen in der Pfalz (NbC).<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Gemeinde! \u201eEin bisschen Glauben gibt es nicht.\u201c Das ist der Titel eines Buches von Daniel B\u00f6cking. Er ist stellvertretender Chefredakteur von BILD.online. Er beschreibt darin seine pers\u00f6nlichen Erfahrungen, wie Gott sein Leben umgekrempelt hat. 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