{"id":14428,"date":"2017-03-14T11:53:57","date_gmt":"2017-03-14T10:53:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14428"},"modified":"2017-03-14T11:54:24","modified_gmt":"2017-03-14T10:54:24","slug":"der-protestantismus-vor-dem-reformationsjubilaeum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14428","title":{"rendered":"Der Protestantismus vor dem Reformationsjubil\u00e4um"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">In diesen Tagen m\u00fcnden die Vorbereitungen f\u00fcr das Jubil\u00e4umsjahr der Reformation in die letzte Phase ein. Das Gedenken gilt 500 Jahren Reformationsgeschichte, deren Beginn auf den 31. Oktober 1517 angesetzt wird. Damals schlug Luther 95 Thesen an, in denen er eine akademische Diskussion \u00fcber den Wert der Abl\u00e4sse herausforderte.<!--more--><\/p>\n<p><strong>I. Einige derzeitige Tendenzen<\/strong><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Eine davon wird gut fassbar im Chrismon-Artikel von Katharina Kunter, der k\u00fcrzlich unter dem Titel \u00abEnde eines Helden\u00bb erschienen ist.<sup>1<\/sup> Der Verfasserin geht es darum, Martin Luther aus den Fesseln einer nationalen Vereinnahmung zu befreien. Sie verweist auf Beispiele aus dem ersten Weltkrieg. Dahinter steckt offenkundig das Bestreben, Luther im Reformations-Festjahr nicht irgendwelchen Missverst\u00e4ndnissen zum Opfer fallen zu lassen.<\/li>\n<li>Eng damit verwandt ist eine zweite Tendenz, n\u00e4mlich bewusst die dunklen Seiten des Reformators und \u00fcberhaupt der Reformation anzusprechen. Man m\u00f6chte sich nicht dem Vorwurf aussetzen, ein einseitig positives Bild der Reformation zu vermitteln oder gar eine Art Kult der Reformatoren zu feiern.<br \/>\nKunter formuliert diese Besorgnis: Manchmal scheine es so, \u00abals wolle die Kirche mit einem perfekt inszenierten Reformationsjubil\u00e4um begl\u00fccken\u00bb.<sup>2<\/sup> Deshalb behandelt man immer wieder die antijudaistischen Schriften Luthers oder auch seine harte Kritik an den Bauern im Bauernkrieg oder an den T\u00e4ufern oder \u2013 weil besonders aktuell \u2013 an den Muslimen.<\/li>\n<li>Eine dritte Tendenz tritt bei den \u00f6kumenischen Gespr\u00e4chen mit der katholischen Kirche hervor. Diese Gespr\u00e4che, die offenbar intensiv gef\u00fchrt werden, zielen darauf ab, m\u00f6glichst viele gemeinsame Beurteilungen aufzuweisen. Es bleibt allerdings ein Grund-Dissens, den Kardinal Koch<sup>3<\/sup> etwa so formuliert: Ein Jubil\u00e4um \u00abkann von der Katholischen Kirche 2017 nicht gefeiert werden, wohl aber ein umfassendes Gedenken.\u00bb<\/li>\n<li>Eine vierte Tendenz l\u00e4sst sich eher im Hintergrund wahrnehmen, ist aber durchaus sp\u00fcrbar. Sie ist keineswegs neu, sondern die Fortsetzung einer jahrhundertelangen Linie. Das ist die Tendenz, den Reformator als den Vater der Bibelkritik und als den Ausgangspunkt der historisch-kritischen Methode in Anspruch zu nehmen. Diese Tendenz wird zum Beispiel in Werner Georg K\u00fcmmels \u00abDas Neue Testament\u00bb in klassischer Weise formuliert<sup>4<\/sup>, und pr\u00e4gt heute die Einleitungswissenschaft in weiten Teilen.<\/li>\n<li>Aus einer Summe von Tendenzen, die sich nat\u00fcrlich immer neu vermehren lassen, ergeben sich noch keine Resultate. Als Zeitgenosse und gerade als evangelischer Beobachter fragt man sich jedoch: Was ist die Gesamtstrategie bei diesen Jubil\u00e4umsfeierlichkeiten? Worauf zielen sie? Adolf Schlatter hat in seinem \u00abChristlichen Dogma\u00bb die \u00dcberzeugung vertreten, dass jedes Denken mit einem Wollen verkn\u00fcpft sei.<sup>5<\/sup> Man fragt deshalb: Welches Wollen steckt hinter den vielen Planungen und Gedankenblitzen, die das Jubil\u00e4um vorbereiten? Werden wir manchmal nicht an einen L\u00e4ufer erinnert, der ein perfektes Krafttraining absolviert, der aber bisher weder Bahn noch Ziel kennt?<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>II. Umschau: Der heutige Protestantismus in der Welt der Religionen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Inmitten der anderen christlichen Kirchengruppen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Wahrnehmung, dass er eine Bewegung innerhalb einer gro\u00dfen Kirche in dieser Welt bildet, f\u00e4llt ihm schwer. Manchmal f\u00e4llt es uns Protestanten schon schwer, auch in andern Protestanten noch die <em>unam sanctam ecclesiam<\/em> zu erkennen, die wir im Apostolischen Glaubensbekenntnis bekennen. Das Ziehen von Grenzen blieb in unserer ganzen Geschichte ein offenes Problem. Ich erinnere mich an meine Jugend in Ulm an der Donau. Wenn einer \u00fcber die Donaubr\u00fccke ins bayrische Neu-Ulm ging, hie\u00df es: \u00abJetzt kommt man in den Balkan\u00bb, und wenn die Rede von lutherischen Gottesdiensten war, die man dr\u00fcben in Neu-Ulm feierte, lief manchem Ulmer eine G\u00e4nsehaut \u00fcber den R\u00fccken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Inzwischen ist deutlich, dass Gott die Hoffnung der fr\u00fchen reformatorischen Generationen, dass die Reformation sich \u00fcberall durchsetzen w\u00fcrde, nicht erf\u00fcllt hat. Im Gegenteil: Die Lutheraner schwinden in ihren Kernl\u00e4ndern mehr und mehr, andere protestantische Denominationen nicht weniger. Die Christenheit wird heute st\u00e4rker von den Kirchengruppen der Katholiken und Orthodoxen bestimmt. Eine besondere Tragik unserer Zeit liegt darin, dass die orientalischen Kirchen, die 1400 Jahre dem Islam widerstanden haben und in denen teilweise noch die Sprache Jesu gesprochen wird, jetzt binnen einer Generation nahezu ausgel\u00f6scht werden. Es ist allerdings hier nicht die M\u00f6glichkeit, dieses Thema weiter zu er\u00f6rtern. Auch die bedr\u00fcckende Tatsache, dass die protestantischen Kirchen teilweise unt\u00e4tig, teilweise sogar auf der Seite der Gegner der untergehenden Kirche sind, kann hier nicht weiter ausgef\u00fchrt werden. Genug, dass wir sehen, dass der Protestantismus auch 500 Jahre nach seiner Entstehung \u00fcber seinen Platz inmitten der anderen christlichen Kirchengruppen unsicher geblieben ist.<\/p>\n<p><strong>2. Inmitten anderer Weltreligionen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Renaissance des Islam wird in Europa immer noch als \u00dcberraschung empfunden. Es l\u00e4sst sich wohl kaum ein gr\u00f6\u00dferer Gegensatz denken, als der zwischen dem Urteil unseres gro\u00dfen Dogmatikers Karl Heim (1874\u20131958) und dem tats\u00e4chlichen Geschehen. Karl Heim erkl\u00e4rte 1928, als er von der Tagung des Internationalen Missionsrates in Jerusalem zur\u00fcckkehrte, es gebe eine \u00ababsolute \u00dcberlegenheit\u00bb des Christenglaubens gegen\u00fcber den religi\u00f6sen Werten aller anderen Religionen.<sup>6<\/sup> Die au\u00dferchristlichen Weltreligionen h\u00e4tten demnach keine Zukunft mehr gehabt. Achtzig Jahre sp\u00e4ter hat Deutschland zwischen vier und f\u00fcnf Millionen Muslime, darunter zum Islam konvertierte Kirchenmitglieder, und man nimmt auf einen Schlag eine Million Muslime auf. Es hat muslimische Minister, Parlamentarier, Soldaten und einflussreiche muslimische Verb\u00e4nde. Nicht anders das \u00fcbrige Westeuropa. Was geschieht hier? Als Christen haben wir die \u00dcberzeugung, dass Gott die Weltgeschichte regiert. Ist diese \u00dcberzeugung richtig, dann stellt sich die Frage: Was will uns Gott mit diesem Geschichtsverlauf sagen? Waren wir blind? Die Renaissance des Islam begann vor ca. 150 Jahren. Aber das \u00dcberlegenheitsgef\u00fchl, das den Abendl\u00e4nder in Karl May\u2019s \u00abMenschenj\u00e4ger\u00bb auszeichnet, ist uns immer noch geblieben. Haben wir vergessen, dass die mittelalterlichen Disputationen zwischen Christen und Muslimen in der Regel unentschieden ausgingen? Ich erinnere mich noch gerne an meinen evangelischen Religionsunterricht. Mit Genugtuung h\u00f6rten wir von den christlichen Missionaren. Aber dass die Ausbreitung des Islam oft schneller vonstattenging, davon erfuhren wir nichts. Ist ein 500-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um nicht auch ein Anlass, sich den Fragen dieser Geschichte und vor allem den heutigen Herausforderungen zu stellen? Wie entschieden m\u00fcsste da der missionarische Auftrag in den Vordergrund r\u00fccken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allerdings geht es nicht nur um Dialog, Mission und Theologie des Islam. Wie schon angedeutet, begegnen wir heute auch dem Buddhismus, dem Hinduismus und sogar dem Animismus auf erstaunlicher Breite. Wir haben es nicht mit schw\u00e4chelnden Weltreligionen zu tun, sondern mit einer universalen Wiederkehr der Religion. Wiederkehr der Religion hei\u00dft aber zugleich: Wiederkehr der Wahrheitsfrage. Es geht um die Wahrheit, die meine Existenz gestaltet, nicht um Lessings Ringparabel, die mein Denken in einer sanftm\u00fctigen Toleranz zur Ruhe bringt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man muss es freilich Lessing zugestehen, dass er in fast prophetischer Hellsicht den zuk\u00fcnftigen Weg des aufkl\u00e4rerischen Europa beleuchtet hat. Seine Gedanken sind in gro\u00dfem Ma\u00dfstab Allgemeingut des heutigen Protestantismus geworden. Als aktuelles Beispiel erw\u00e4hne ich den Beitrag von Dietrich Heyde j\u00fcngstens im Deutschen Pfarrerblatt.<sup>7<\/sup> Im Schlussabschnitt stellt der Verfasser fest: \u00abJede Religion ist&#8230; eine (nicht die) menschliche Wahrheit\u00bb und: Jede Religion muss abr\u00fccken von dem \u00abAnspruch, die alleinige Wahrheit zu sein\u00bb.<sup>7a<\/sup> Soll der Protestantismus mit dieser vorgegebenen Relativierung in das Gespr\u00e4ch mit den Religionen und der Welt eintreten? Wo und wie wird er darauf im Jubil\u00e4umsjahr eine Antwort geben?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit r\u00fchren wir schon an den inneren Weg des Protestantismus, den wir in diesen 500 Jahren zur\u00fcckgelegt haben.<\/p>\n<p><strong>3. Zum inneren Weg des Protestantismus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Protestantismus gleicht einem Strom aus zwei Quellen. Die erste Quelle ist ein biblisch-reformatorischer Impuls. Er suchte das wahre Evangelium, die echte apostolische Kirche, die Gnade und Gerechtigkeit Gottes f\u00fcr den einzelnen Christen. Jener Impuls schlug sich nicht zuletzt nieder in der Liebe zum Wort Gottes entsprechend des ber\u00fchmten Satzes Martin Luthers in seiner <em>Assertio ominum articulorum<\/em> von 1520: \u00abich will, dass die Schrift allein K\u00f6nigin sei\u00bb (<em>solam scripturam regnare<\/em>).<sup>8<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die zweite Quelle ist der Humanismus der gro\u00dfen europ\u00e4ischen Renaissance-Bewegung in Wiederaufnahme der vorchristlichen griechisch-r\u00f6mischen Tradition. Dieser Humanismus richtete sich damals kirchenkritisch gegen die bestehende r\u00f6misch-katholische Kirche, trug aber das Potential zur Kritik an jeder vorfindlichen Kirche in sich. Das Licht, dem er folgte, war das Licht der Vernunft, die Kategorien, derer er sich bediente, schuf sp\u00e4ter die Aufkl\u00e4rung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zuerst dominierte der biblisch-reformierte Impuls, der Luther, Calvin, Zwingli, Sattler und die fr\u00fchen T\u00e4ufer regierte. Man denke an die ber\u00fchmte Definition Hans Schlaffers: \u00abEin Nachfolger Christi, der ist ein Christ.\u00bb<sup>9<\/sup> Biblisch-reformatorisch wurde von der Herrlichkeit Christi gesprochen. Wieder und wieder wurde seine Zentralstellung hervorgehoben. Luther konnte ganz konzentriert sagen: \u00abWo Christus auch immer ist, da ist Licht.\u00bb<sup>9a<\/sup> Dann aber gewann der zweite Impuls, der aufkl\u00e4rerische Humanismus, mehr und mehr Raum. Im Zeitalter Lessings hei\u00dft es nun, dass Erziehung und Aufkl\u00e4rung im Wege der Vernunft auf die \u00abh\u00f6chste Stufe\u00bb f\u00fchren werden.<sup>10<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch immer gibt es das Kraftreservoir des biblischen Glaubens in den protestantischen Kirchen. Pietismus, biblizistische Theologie, bekenntnistreue Pfarrer, Erweckungsbewegungen und freie Gemeinden haben dazu beigetragen. Vor allem liegt ein solches Kraftreservoir in den au\u00dfereurop\u00e4ischen Kirchen. Es war ein Highlight f\u00fcr die deutsche Fu\u00dfballwelt, als die brasilianischen Fu\u00dfballer in der 1.\u00a0Bundesliga anfingen, ihre Trikots auszuziehen um mit dem gro\u00dfen Jesus-Namen auf ihren Hemden darunter zu werben. Nat\u00fcrlich wurde das von den deutschen Ordnungsh\u00fctern rasch untersagt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch neben den Kontinentalschollen biblischer Verk\u00fcndigung und missionarischen Lebens dr\u00e4ngte sich unaufhaltsam das Meer aufgekl\u00e4rt-humanistischer Impulse hervor. Das Dogma von der Widerspr\u00fcchlichkeit der Schrift setzte sich gegen die anderslautenden \u00c4u\u00dferungen der neutestamentlichen Verfasser und gegen Augustinus durch. Wo die Inspirationslehre \u00fcberlebte, beschr\u00e4nkte sie sich auf den Bereich der Personalinspiration. In den modernen Glaubensbekenntnissen, die Gerhard Ruhbach schon 1971 gesammelt hat,<sup>11<\/sup> findet sich viel \u00fcber die Ohnmacht Jesu, seinen Kampf um die Ver\u00e4nderung der Verh\u00e4ltnisse, \u00fcber Jesus als Bruder und Vorbild, aber wenig \u00fcber die Erl\u00f6sung, die durch ihn geschah. Hier warten wirklich dringliche und der Zeit entsprechende Aufgaben auf uns. Mit dem Bild Martin Luthers als eines Polterers und Antisemiten hat man zu ihrer L\u00f6sung wenig beigetragen. Wir verlassen damit die Betrachtung \u00e4u\u00dferer und innerer Wege des Protestantismus und kommen zu einem dritten Teil:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>III. Ungel\u00f6ste Aufgaben<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Punkt ist sicherlich am meisten subjektiv gepr\u00e4gt. Andere w\u00fcrden ganz andere Akzente setzen. Meinerseits m\u00f6chte ich hier auf drei Gebiete zu sprechen kommen: die Ethik, die Ekklesiologie und die Schriftfrage.<\/p>\n<p><strong>1. Das Gebiet der Ethik<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kaum ein Rom-F\u00fchrer wird sich die M\u00f6glichkeit entgehen lassen, die Via Urbana und die Via Panisperna zu besuchen, wo C\u00e4sar gewohnt haben soll und Laurentius get\u00f6tet wurde. Er wird dann wohl auch die kleine Nebengasse Salita Borgia aufsuchen, in der die Geliebte des Papstes Alexander VI. wohnte, die ihm vier Kinder gebar. Die Verh\u00e4ltnisse des Borgia-Papstes waren bekanntlich einer der Ausl\u00f6ser der Reformation. Man h\u00e4tte von daher erwarten d\u00fcrfen, dass die Reformation der Ethik einen vorrangigen Platz einr\u00e4umte. Das aber wird man nicht so ohne weiteres sagen k\u00f6nnen, jedenfalls nicht, was das Luthertum betrifft. Sehr fr\u00fch begegnen wir der Klage, dass die evangelisch Gesinnten keineswegs einen vorbildlichen Lebenswandel f\u00fchrten. So schrieb Landgraf Philipp von Hessen 1530 an seine Schwester Elisabeth von Sachsen: \u00abIch sehe auch mehr Besserung bei denen, die man Schw\u00e4rmer hei\u00dft, denn bei denen, die lutherisch sind.\u00bb<sup>12<\/sup> Und Ludwig H\u00e4tzer attackierte die Anh\u00e4nger Luthers mit den Versen: \u00abJa, spricht die Welt: es ist nicht noth, dass ich mit Christo leide. Er litt doch selbst f\u00fcr mich den Tod, nun zech ich auf sein Kreide. Er zahlt f\u00fcr mich, dasselb glaub ich. Hiermit ists ausgerichtet. O Bruder mein! es ist ein Schein; der Teufel hats erdichtet.\u00bb<sup>13<\/sup> Nicht umsonst hat sp\u00e4ter der Pietismus die Lebensreformation betont. Unter den Theologen des 20.\u00a0Jahrhunderts legte Schlatter besonderen Wert auf die Werke des Gehorsams. In seiner Jakobusbrief-Auslegung konnte er schreiben: \u00abDas ist die Weise der g\u00f6ttlichen Gnade, dass sie unsere b\u00f6sen Werke vergibt und die Werke unseres Gehorsams uns zum Grund der Segnung macht.\u00bb<sup>14<\/sup> Dabei geht es nicht nur um die theologische Kl\u00e4rung des Verh\u00e4ltnisses von Glauben und Werken. Es geht vielmehr um die ganze praktische Arbeit der Kirche. Und es geht ganz grunds\u00e4tzlich um das Verh\u00e4ltnis von Prinzipien und Geboten, meines Erachtens besonders dringlich beim Prinzip der Liebe. Hat nicht der Protestantismus auf breiter Front die konkreten Gebote Gottes ersetzt durch seine Prinzipien, die sich nahezu beliebig f\u00fcllen und f\u00e4rben lassen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es entspricht ganz dem Wesen der Aufkl\u00e4rung, wenn damit eine zunehmende Moralisierung des Lebens einhergeht. Sie findet statt unter den unm\u00f6glichsten Begriffen wie zum Beispiel dem des Fremdsch\u00e4mens oder der Trauerarbeit. Nat\u00fcrlich kann man nicht alle Schuld an den gesellschaftlichen Entwicklungen dem Protestantismus zuschieben. Aber man wird nicht leugnen k\u00f6nnen, dass er dazu seinen Beitrag leistete. In alledem behielt er eine merkw\u00fcrdige Affinit\u00e4t zum politischen Leben. Ich erinnere mich an die Zeit, als es in der W\u00fcrttembergischen Landessynode um die Frage ging, ob der Evangelische Kirchentag nach Stuttgart eingeladen werden sollte. Damals definierte der Bundesrichter Helmut Simon, eine f\u00fchrende Gestalt des Kirchentages, die evangelische Kirche so: \u00abWir sind eine B\u00fcrgerrechtsbewegung.\u00bb Diese Simon\u2019sche Definition scheint mir nahe an der Wahrheit und kommt mir immer wieder ins Ged\u00e4chtnis, wenn es zum Beispiel um \u00f6ffentliche Stellungnahmen der evangelischen Kirchen geht. Dieser Tage erschien ein interessanter Artikel im Deutschen Pfarrerblatt, der den Titel tr\u00e4gt: \u00abDie EKD und das neue Mittelalter\u00bb.<sup>15<\/sup> Verfasser ist Dr.\u00a0Karl Richard Ziegert, fr\u00fcher Direktor der Ev. Akademie Speyer, 1995\u20132011 landeskirchlicher Beauftragter f\u00fcr Weltanschauungsfragen. In einem Abschnitt, der mit \u00abAbkehr von den Grundauffassungen der Reformation\u00bb \u00fcberschrieben ist<sup>16<\/sup>, beklagt er, dass die Kirche \u00abin die Rolle der ersten Moralagentur der Gesellschaft\u00bb geschl\u00fcpft sei. Sie sei zum Anwalt einer \u00abMoral mit Annahmezwang\u00bb geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Umso kritischer ist es, wenn die deutschen protestantischen Kirchen alle paar Jahre ihre Meinung \u00e4ndern. Beobachten lie\u00df sich dies beispielsweise in der Beurteilung von Homosexualit\u00e4t und Mission. Kann eine christliche Kirche alle 15 oder 20 Jahre ihre Meinung \u00e4ndern? Ein Jubil\u00e4umsjahr k\u00f6nnte ein Moment der Besinnung sein und Anst\u00f6\u00dfe zu biblischen Kl\u00e4rungen und Perspektiven geben. Wird diese Chance wahrgenommen?<\/p>\n<p><strong>2. Das Gebiet der Ekklesiologie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sprachen bisher mit einer gewissen Selbstverst\u00e4ndlichkeit von \u00abProtestantismus\u00bb. Dieser zusammenfassende Begriff ist wohl unverzichtbar. Aber hat er gen\u00fcgend Realsinn? Vor meinen Augen steht ein Erlebnis in Mbeya, Tansania, aus dem Anfang der 2000er-Jahre. Im Rahmen einer Reise einer w\u00fcrttembergischen Kirchendelegation wurde ich damals zu Vorlesungen an der noch jungen Universit\u00e4t eingeladen. Aber nicht ohne Vorpr\u00fcfung. Die Vertreter der dortigen lutherischen Theologie wollten von mir ganz konkret wissen, wie ich zu bestimmten Punkten st\u00fcnde. Sie hatten mit Lutheranern aus Europa zwiesp\u00e4ltige Erfahrungen gemacht. Damals ging mir erst so richtig auf, wie tief der Riss zwischen europ\u00e4ischen und afrikanischen Lutheranern sein kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir wollten von ungel\u00f6sten Aufgaben des Protestantismus im Gebiet der Ekklesiologie sprechen. Dabei geht es zun\u00e4chst einmal um unsere Wahrnehmung. Wir sind Zeugen einer st\u00e4ndig fortschreitenden Auff\u00e4cherung. Wie viele protestantische Kirchen gibt es? Als ich Bischof in Stuttgart war, konnte ich das nicht einmal f\u00fcr Stuttgart sagen. Als ich Regionalbischof in Ulm war, erhielt ich eines Tages eine schlichte Postkarte: \u00abWir haben in Ulm eine neue Gemeinde gegr\u00fcndet.\u00bb Ich fand es sympathisch, dass man sogar eine Postkarte an den Pr\u00e4laten und Regionalbischof schrieb. Wie total anders das Denken in andern Kirchengruppen ist, wurde mir in Wei\u00dfrussland bewusst. Als wir einen Arbeiterpriester in einer Vorstadt von Minsk besuchten, gab es zun\u00e4chst eines jener langatmigen Einf\u00fchrungsreferate. Am Schluss reckte er sich hoch auf \u2013 irgendwie erinnerte er mich an Tolstois Figuren \u2013 und sagte langsam und betont: \u00abIch arbeite hier im Segen des Bischofs.\u00bb Dieser Segen dr\u00fcckte f\u00fcr ihn gleichzeitig die Einheit der Kirche aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit den Reformatoren Luther, Calvin, Zwingli, Melchior Hofmann, Menno Simons und anderen hat sich die Auff\u00e4cherung in Kirchen und Glaubensgemeinschaften innerhalb des Protestantismus immer weiter fortgesetzt. Der Dynamik dieser Entwicklung entspricht jedoch keine besondere Kraft der Ekklesiologie. Um es zugespitzt zu sagen: Wir alle lieben unsere Gemeinde, aber nicht die apostolische Kirche, die wir im <em>Apostolicum<\/em> und <em>Nicaenum<\/em> bekennen. Dahinter taucht eine zweite, biblische Dimension auf: Was ist dann mit Joh 13,34-35 und Joh 17,20ff?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meines Erachtens wirkt sich hier bis heute ein reformatorischer Grundimpuls aus. Kurz gesagt: Wir wollten die Kirche reformieren, aber nicht Kirche sein. So bleibt die Ekklesiologie eine unge-l\u00f6ste Aufgabe.<\/p>\n<p><strong>3. Das Gebiet der Schriftfrage<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zweifellos ist das das schwierigste und doch ein entscheidendes Gebiet. Nur von \u00abHermeneutik\u00bb zu sprechen, w\u00fcrde zu kurz greifen. Denn infolge der Reformation wurde die Bibel zu einem Volksbuch, das lange Zeit auch den Alltag der Evangelischen pr\u00e4gte. Man kann sich in der Tat diesem Thema nur so n\u00e4hern, dass man zuerst mit gr\u00f6\u00dfter Achtung von der Wiederentdeckung des Wortes Gottes spricht. Was Gottes Wort sagte, das wurde der alles andere \u00fcberbietende Ma\u00dfstab f\u00fcr Lutheraner, Calvinisten und die T\u00e4ufer. Ob das <em>Schleitheimer Bekenntnis <\/em>vom 24. Februar 1527 darauf bestand, dass die Christen \u00abgewappnet sind mit dem Wort Gottes\u00bb (Art. 6), ob die <em>Confessio Augustana<\/em> die Kirche als den Ort definierte, an dem das Evangelium rein gepredigt wird (Art. 7), ob das <em>Zweite Helvetische Bekenntnis<\/em> von 1566 das erste Kapitel sogar mit den Aussagen \u00fcber die Heilige Schrift als \u00abdas wahre Wort Gottes\u00bb begann \u2013 \u00fcberall, wo wir es mit der Reformation zu tun bekommen, gibt es keinen Zweifel daran, dass das biblische Wort Gottes die h\u00f6chste Instanz darstellt. Eindr\u00fccklich ist aber nicht nur dessen Bekenntnisrang, sondern auch die unmittelbar damit wachsende Liebe zu Jesus Christus. Weil gleichzeitig Heiligenverehrung und die Notwendigkeit einer Heilsvermittlung durch die Kirche entfielen, entstand ein neues, unmittelbares Verh\u00e4ltnis zu Jesus. Im <em>Solus Christus <\/em>fassen sich ebenso wie im<em> Sola fide<\/em>,<em> Sola gratia <\/em>und<em> Sola scriptura <\/em>Hauptanliegen der Reformation zusammen. Noch einmal sei unterstrichen: Bis heute erscheint das unmittelbare, pers\u00f6nliche Jesus-Verh\u00e4ltnis als eine Besonderheit der Reformationskirchen. Kind Gottes zu sein, wie es R\u00f6m 8 beschreibt, ein Nachfolger Jesu wie die Apostel zu werden, all das hat die Reformation neu erschlossen. Insofern sie dieses pers\u00f6nliche Jesus-Verh\u00e4ltnis, gegr\u00fcndet auf sein Wort, er\u00f6ffnen, sind auch die Pfingstkirchen reformatorische Kirchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einer langsamen, allm\u00e4hlichen Entwicklung hat aber das Wort Gottes mehr und mehr die Stellung einer \u00abK\u00f6nigin\u00bb eingeb\u00fc\u00dft, die ihm Luther so entschieden einr\u00e4umen wollte.<sup>17<\/sup> Es geriet nicht nur unter die Schatten des Zweifels, sondern der Theologiestudent sollte gezielt lernen, dass der Ausgangspunkt der neutestamentlichen Forschung \u00abder wissenschaftliche Zweifel\u00bb sei.<sup>18<\/sup> Die protestantischen Kirchen im nordatlantischen Raum stehen deshalb in einem ununterbrochenen Ringen um die Schriftfrage. Die Alternative lautet: Ist die Bibel Gottes Wort oder enth\u00e4lt sie es nur? Soweit ich es beurteilen kann, vertritt eine breite Mehrheit bis in die evangelikale Bewegung hinein die These, dass die Bibel lediglich Gottes Wort enth\u00e4lt. Die unmittelbar daraus folgende Aufgabe, festzustellen, wo dann in der Bibel dieses Wort Gottes vorliegt, ist kirchlich nicht mehr beantwortbar. Sie m\u00fcndet in einen Subjektivismus, der ein Kirche-Sein ernsthaft in Frage stellt. Ich mache mir das an drei Generationen theologischer Lehrer klar: F\u00fcr Rudolf Bultmann war die traditionelle S\u00fchnetheologie unsittlich, weil jeder f\u00fcr seine eigene Schuld einstehen muss. F\u00fcr seinen Sch\u00fcler Ernst K\u00e4semann dagegen war die S\u00fchnetheologie unbestreitbar ein Teil des Neuen Testaments, allerdings nur eine Rand-\u00dcberlieferung. F\u00fcr dessen Sch\u00fcler Peter Stuhlmacher wiederum war die S\u00fchnetheologie ein Kernst\u00fcck des Neuen Testaments. Die Folgen solcher Entwicklungen lassen sich zun\u00e4chst daran aufzeigen, dass mehr und mehr die theologischen Kategorien durch anthropologische ersetzt werden. Die Bibel wird in deren Sichtweise als ein Niederschlag menschlicher Erfahrungen behandelt. Altes und Neues Testament leben aber von der Aussage \u00abUnd Gott sprach\u00bb. Versteht man dies nur noch als Ausdruck menschlicher Erfahrung, dann verschwindet der Gott, der in Raum und Zeit eingreift, aus der Geschichte. Es verschwindet aber auch auf lange Sicht jeder Unterschied der Religionen. Denn die religi\u00f6se Erfahrung, f\u00fcr sich betrachtet, teilen sich alle Menschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unmittelbar zu beobachten sind die Folgen einer kritischen Bibelexegese sodann im Bereich der Inspirationslehre. Peter Stuhlmacher meinte schon vor vierzig Jahren, diese drohe zu \u00abverkommen\u00bb.<sup>19<\/sup> In der Tat: Die Verbalinspiration, an der die Kirchenv\u00e4ter ebenso hingen wie die V\u00e4ter der Reformation und des Pietismus, taucht heute meist nur noch in h\u00f6hnischen oder schulmeisterlichen Bemerkungen auf. Die blo\u00dfe Realinspiration scheiterte an ihren eigenen Problemen. Geblieben sind die Restbest\u00e4nde der Personalinspiration wie das \u00abreligi\u00f6se Genie\u00bb oder ein Faszinosum oder Tremendum. Aber der urspr\u00fcngliche Kern der Inspirationslehre, dass n\u00e4mlich ein pers\u00f6nlicher Gott seine Botschaften bestimmten Menschen eigegeben habe, ging weithin verloren. Meines Erachtens wird uns dieser Verlust erst dann voll bewusst werden, wenn es im Gespr\u00e4ch zwischen Christen und Muslimen, zwischen Bibel und Koran, nicht mehr nur um freundliche Gru\u00dfbotschaften, sondern um die Wahrheit geht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine dritte Folge kritischer Schriftauslegung l\u00e4sst sich an einem Ph\u00e4nomen beobachten, das Martin K\u00e4hler einst den \u00abGelehrtenpapat\u00bb genannt hat. Im Verlauf der skizzierten Entwicklung konnte und durfte n\u00e4mlich nur die wissenschaftliche Exegese feststellen, was Jesus wirklich gesagt haben k\u00f6nnte, welcher Evangelist irgendwelchen Tendenzen bis hin zu Polemik und Geschichtsverbiegung gefolgt sein soll, oder was die Aussagerichtung der biblischen Texte sei. Der evangelischen Gemeinde, die in der Reformation mit der Bibel beschenkt wurde, die gerade dadurch ihre M\u00fcndigkeit erlangt hatte, wurde auf diese Weise die Bibel wieder entzogen. Ein Kontinuum der Reformationsgeschichte ist damit zerbrochen.<sup>20<\/sup> Verse wie diejenigen, die Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1725 dichtete: \u00abHerr, dein Wort, die edle Gabe, diesen Schatz erhalte mir, denn ich zieh es aller Habe und dem gr\u00f6\u00dften Reichtum f\u00fcr. Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, worauf soll der Glaube ruhn? Mir ists nicht um tausend Welten, aber um dein Wort zu tun\u00bb<sup>21<\/sup> haben damit die Bodenhaftung verloren. Ist es nicht so, dass unsere Andachten mehr und mehr von unseren klugen Gedanken leben, aber immer weniger vom Schwarzbrot der Bibel?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welche Antworten wird das 500-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um auf solche Herausforderungen geben? Sicher: Ein Jubil\u00e4um ist kein Konzil. Aber eine Richtung, eine Wahrnehmung, eine Strategie sollte doch erkennbar sein. Das Gedenken an die Reformatoren gen\u00fcgt nicht, auch wenn sie von Gott gesegnete Menschen gewesen sind. Mein Wunsch lautet: Gebt den Protestanten das Bibelvertrauen zur\u00fcck! In der \u00e4ltesten uns erhaltenen christlichen Apologie, der des Aristides um 140 n. Chr., findet sich die Aussage: \u00abDie Christen sind herumgezogen und haben gesucht, und die Wahrheit gefunden\u00bb.<sup>22<\/sup> Dankbare Finder der Wahrheit zu sein, das w\u00fcrde uns Heutige mit den Reformatoren aufs engste verbinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F<em>estvortrag von Landesbischof i. R. Prof. Dr. Gerhard Maier am Dies academicus der STH Basel am 24. September 2016<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Mit freundlicher Genehmigung des Verfassers.<br \/>\n__________________<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>1<\/sup> Chrismon, 06.2016, S. 48\u201349.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>2<\/sup> A.a.O, S.\u00a0 49.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>3<\/sup> M\u00fcndliche Mitteilung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>4<\/sup> Dort 2. Aufl., Freiburg\/ M\u00fcnchen, 1970, S. 16ff.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>5 <\/sup>Das christliche Dogma, 2. Aufl., Stuttgart, 1923, S. 96.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>6<\/sup> In: Ich gedenke der vorigen Zeiten, 4. Aufl., Wuppertal, 1980, S. 177 und 186.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>7 <\/sup>Heft 8\/2016, S. 432 ff.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>7a <\/sup>A. a. O., S. 435.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>8 <\/sup>Nach E. Hirsch, Hilfsbuch zum Studium der Dogmatik, 4. Aufl., Berlin, 1964, S. 85.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>9 <\/sup>Vgl. \u00abDie Johannesoffenbarung und die Kirche\u00bb, WUNT, 25, 1981, S. 206.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>9a<\/sup> WA 25, 120, 41 nach K. Aland, Lutherlexikon, 4. Aufl., G\u00f6ttingen, 1983, S. 62.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>10 <\/sup>G. E. Lessing, Die Erziehung des Menschengeschlechts, 1777, \u00a7 81.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>11<\/sup> Unter dem Titel \u00abGlaubensbekenntnisse f\u00fcr unsere Zeit\u00bb, G\u00fctersloh, 1971.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>12<\/sup> Vgl. dazu G. Maier, Die Johannesoffenbarung und die Kirche, WUNT, 25, 1981, S. 205.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>13<\/sup> Vgl. a. a. O.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>14<\/sup> Der Brief des Jakobus, in: Schlatters Erl\u00e4uterung zum Neuen Testament, 9. Teil, Stuttgart, 1928, S. 182.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>15<\/sup> Dt. Pf. Bl., Heft 7\/2016, 116. Jahrgang, S. 383 ff.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>16<\/sup> A. a. O., S. 384<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>17<\/sup> Vgl. Anm. S. 8.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>18<\/sup> So H. Conzelmann\/A. Lindemann, Arbeitsbuch zum Neuen Testament, 3. Aufl., T\u00fcbingen, 1977, S.\u00a037.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>19<\/sup> Vom Verstehen des Neuen Testaments, NTD, Erg\u00e4nzungsreihe, 6, G\u00f6ttingen, 1979, S. 50.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>20 <\/sup>Vgl. P. Stuhlmacher in ThB, 47, 2016, S. 224.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>21<\/sup> EG 198, S. 1.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>22 <\/sup>Vgl. dazu G. Maier, Hermeneutik, 10. Aufl., Witten, 2015, S. 358.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesen Tagen m\u00fcnden die Vorbereitungen f\u00fcr das Jubil\u00e4umsjahr der Reformation in die letzte Phase ein. Das Gedenken gilt 500 Jahren Reformationsgeschichte, deren Beginn auf den 31. Oktober 1517 angesetzt wird. 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