{"id":14332,"date":"2017-02-06T14:29:44","date_gmt":"2017-02-06T13:29:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14332"},"modified":"2017-02-07T15:26:33","modified_gmt":"2017-02-07T14:26:33","slug":"muss-die-traditionelle-deutung-der-biblischen-sexualethik-revidiert-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14332","title":{"rendered":"Muss die traditionelle Deutung der biblischen Sexualethik revidiert werden?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die herk\u00f6mmliche Deutung der biblischen Kernstellen zum Thema Homosexualit\u00e4t lautet, homosexueller Geschlechtsverkehr werde in der Bibel abgelehnt. Aber diese Interpretation ist seit langem nicht mehr unumstritten. Eine aktuelle und gr\u00fcndliche Neuinterpretation der biblischen Kernstellen stammt von James Brownson, Professor f\u00fcr Neues Testament am Western Theological Seminar in Holland\/Michigan, USA. Brownson bef\u00fcrwortet gleichgeschlechtliche Beziehungen, sofern sie dauerhaft, treu und liebevoll gelebt werden. Gleichzeitig erkennt er die Wahrheit und Autorit\u00e4t der Heiligen Schrift an<sup>1<\/sup>. In seinem Buch \u201eBible, Gender, Sexuality\u201c will er zeigen, dass seine Bef\u00fcrwortung homosexuellen Geschlechtsverkehrs durch die Bibel gedeckt ist. Brownson arbeitet mit einer historischen Voraussetzung und einer Reihe exegetischer Argumente, vor allem zu den biblischen Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlungen und den Aussagen des Paulus im R\u00f6merbrief.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Homosexuelle Orientierung in der Antike<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Brownsons historische Voraussetzung lautet, das Konzept einer homosexuellen Orientierung sei in der antiken Literatur nirgends nachweisbar. Er betont wiederholt, in der Antike habe man nicht gewusst, dass manche Menschen keinerlei heterosexuelle, sondern ausschlie\u00dflich gleichgeschlechtliche Anziehung empfinden. Stattdessen sei homosexuelles Verhalten von seinen antiken Kritikern immer als Ausdruck von selbsts\u00fcchtiger, uners\u00e4ttlicher und ausbeuterischer Lust betrachtet worden. Auf Menschen mit homosexueller Orientierung seien die kritischen Aussagen des Paulus zur Homosexualit\u00e4t daher nicht anwendbar<sup>2<\/sup>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Aussagen Brownsons \u00fcber die Antike treffen nicht zu. In der hellenistischen Welt war das Konzept einer homosexuellen Orientierung bzw. \u201ekonstitutioneller, auf Veranlagung beruhender Homosexualit\u00e4t\u201c gel\u00e4ufig<sup>3<\/sup>. Man kannte M\u00e4nner, die niemals das Bed\u00fcrfnis hatten, mit Frauen zu verkehren, und Frauen, die wie M\u00e4nner nur mit Frauen verkehren wollten (Plato). Ebenso kannte man bisexuell veranlagte M\u00e4nner, die sich st\u00e4rker zu M\u00e4nnern als zu Frauen hingezogen f\u00fchlten (Sueton), und bisexuell veranlagte Frauen, die sich st\u00e4rker zu Frauen als zu M\u00e4nnern hingezogen f\u00fchlten (Caelius Aurelianus). Auch zu den Ursachen homosexueller Orientierungen stellten zahlreiche antike Autoren \u00dcberlegungen an. Man zog einen Fehler des Menschenbildners Prometheus (Phaedrus), nat\u00fcrliche Vorg\u00e4nge bei der Zeugung (Hippokrates), Vererbung (Caelius Aurelianus), die Stellung der Sterne (Julius Firmicus Maternus) und sexuellen Missbrauch im Kindesalter (Aristoteles) in Betracht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Brownson arbeitet in seinem Buch demnach mit einer unhaltbaren historischen Voraussetzung. In seiner exegetischen Argumentation konzentriert er sich weitgehend auf die Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlungen in 1 Mose 1-2 und die Ausf\u00fchrungen des Paulus in R\u00f6mer 1. Zwei seiner wichtigsten exegetischen Argumente beziehen sich auf 1 Mose 2,24 und R\u00f6mer 1 ,24-27.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eEin Fleisch\u201c werden (1 Mose 2,24)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In 1 Mose 2,24 hei\u00dft es, dass Mann und Frau, wenn sie einen (Ehe-) Bund eingehen, \u201eein Fleisch\u201c werden. Auch an den \u00fcbrigen biblischen Belegstellen, in denen diese Formulierung vorkommt, wird nur von Mann und Frau gesagt, dass sie \u201eein Fleisch\u201c werden (Mt 19,5-6 par Mk 10,8; 1 Kor 6,16; Eph 5,31). Das \u201eEin-Fleisch-Werden\u201c ist in der Bibel f\u00fcr heterosexuelle Beziehungen reserviert. Daneben bedienen sich die biblischen Erz\u00e4hler auch der sogenannten Verwandtschaftsformel: In der Bibel kann ein Mensch einen mit ihm verwandten Menschen als \u201emein Bein und Fleisch\u201c (vgl. 1 Mose 2,23; 29,14; Ri 9,2; 2 Sam 5,1; 29,13-14) oder als \u201emein Fleisch\u201c (vgl. 1 Mose 37,27; Jes 58,7; Neh 5,5) bezeichnen. Solche Verwandtschaftsbeziehungen gibt es selbstverst\u00e4ndlich auch zwischen Menschen desselben Geschlechts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Brownson ist der Ansicht, der Sprachgebrauch der Bibel lasse erkennen, dass auch das \u201eEin-Fleisch-Werden\u201c homosexueller Partner legitim sei. Denn im Kern gehe es auch beim \u201eEin-Fleisch-Sein\u201c um eine Verwandtschaftsbeziehung (\u201emein Bein und Fleisch\u201c). Darum k\u00f6nnten nach biblischem Verst\u00e4ndnis auch gleichgeschlechtliche Paare, wenn sie eine langfristige und liebevolle Beziehung eingehen, Geschlechtsverkehr haben<sup>4<\/sup>. Dabei wird vollst\u00e4ndig ignoriert, dass die Formulierungen \u201edu bist <em>mein<\/em> Fleisch\u201c und \u201ewir werden <em>ein<\/em> Fleisch\u201c in der Bibel nirgends austauschbar sind, sondern durchgehend klar unterschieden werden. Brownsons Legitimierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften beruht darauf, dass er eine Grundregel exegetischer Arbeit missachtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eUnnat\u00fcrlicher\u201c Geschlechtsverkehr (R\u00f6mer 1,24-27)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In R\u00f6mer 1,24-27 stellt Paulus \u2013 in Anlehnung an die Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung in 1 Mose 1,26-28 \u2013 fest: Frauen haben \u201eden nat\u00fcrlichen Verkehr in den gegen die Natur verwandelt\u201c und M\u00e4nner haben \u201eden nat\u00fcrlichen Verkehr mit den Frauen verlassen\u201c und gleichgeschlechtlichen Verkehr ausge\u00fcbt. Mit dem hier von Paulus verwendeten Wort \u201eNatur\u201c bezeichnete man in der Antike \u201ealles, was von seinem Ursprung oder von der Beobachtung seiner Beschaffenheit her als vorgegeben erscheint\u201c <sup>5<\/sup>. Die Formulierungen \u201enat\u00fcrlich\u201c bzw. \u201eder Natur entsprechend\u201c und \u201eunnat\u00fcrlich\u201c bzw. \u201egegen die Natur\u201c wurden vor allem in sexualethischen Zusammenh\u00e4ngen verwendet<sup>6<\/sup>. In R\u00f6mer 1,26-27 hat Paulus diese weitverbreitete antike Ausdrucksweise \u00fcbernommen und behauptet: Heterosexueller Geschlechtsverkehr ist \u201eder Natur (= der k\u00f6rperlichen Gestalt) gem\u00e4\u00df\u201c bzw. \u201enat\u00fcrlich\u201c und homosexueller Geschlechtsverkehr ist \u201egegen die Natur (= die k\u00f6rperliche Gestalt)\u201c bzw. \u201eunnat\u00fcrlich\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In seiner Neuinterpretation der Stelle vertritt Brownson die Meinung, mit \u201eNatur\u201c habe Paulus in R\u00f6mer 1,26-27 nicht die nat\u00fcrliche k\u00f6rperliche Beschaffenheit von Mann und Frau gemeint, sondern insgesamt gleich drei andere Sachverhalte<sup>7<\/sup> (was f\u00fcr sich genommen sprachwissenschaftlich bereits \u00e4u\u00dferst fragw\u00fcrdig ist): Erstens bezeichne \u201eNatur\u201c in R\u00f6m 1 das gem\u00e4\u00dfigte sexuelle Verlangen und Verhalten des Menschen. \u201eUnnat\u00fcrlich\u201c sei ein uners\u00e4ttliches und selbsts\u00fcchtiges Verlangen und Verhalten homosexuell verkehrender Menschen. Daher sei nur uners\u00e4ttlicher Geschlechtsverkehr \u201egegen die Natur\u201c, nicht der gleichgeschlechtliche Geschlechtsverkehr an sich gemeint. Einen gem\u00e4\u00dfigten und liebevollen homosexuellen Geschlechtsverkehr habe Paulus nicht als \u201eunnat\u00fcrlich\u201c bezeichnet. Diese Deutung ist mit dem antiken Sprachgebrauch unvereinbar. Dass der gleichgeschlechtliche Geschlechtsverkehr \u201eunnat\u00fcrlich\u201c ist, bedeutet in der antiken Literatur nirgends, dass er \u201euners\u00e4ttlich\u201c oder \u201elieblos\u201c ist, sondern regelm\u00e4\u00dfig, dass er nicht der k\u00f6rperlichen Struktur der Beteiligten entspricht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Brownson meint, \u201eNatur\u201c bezeichne in R\u00f6mer 1,26-27 zweitens soziale Normen oder Konventionen. Speziell meine Paulus die weit verbreitete \u00dcberzeugung, die passive Rolle im homosexuellen Verkehr, in der ein Mann als Frau behandelt wird, sei erniedrigend. Sie verletzte die gesellschaftlichen Hierarchien und Geschlechterrollen. Als \u201eunnat\u00fcrlich\u201c habe Paulus daher nur einen homosexuellen Geschlechtsverkehr bezeichnet, der gegen anerkannte soziale Normen verst\u00f6\u00dft. Diese Neuinterpretation ist weder sprachlich noch historisch haltbar. Denn die dem Menschen vorgegebene \u201eNatur\u201c wird in der antiken Literatur regelm\u00e4\u00dfig von den umweltbedingten und auf Vereinbarungen beruhenden Sitten, Konventionen und Gesetzen unterschieden. Die variablen Konventionen wurden im Namen der unver\u00e4nderbaren Natur in Frage gestellt<sup>8<\/sup>. Daher kann \u201eNatur\u201c in R\u00f6mer 1 nicht soziale Normen oder Konventionen bezeichnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Au\u00dferdem hat man in der Antike auf die Frage, welche Art von homosexuellem Verkehr entehrend ist, nicht nur eine, sondern mindestens zwei verschiedene Antworten gegeben<sup>9<\/sup>. W\u00e4hrend viele pagane Autoren (wie Plato oder Cicero) nur die Rolle des passiven Partners (der anal penetriert wurde) f\u00fcr entehrend hielten, betrachteten andere die passive und die aktive (penetrierende) Rolle als entehrend. Aus alttestamentlicher, fr\u00fchj\u00fcdischer (Philo, Josephus) und stoischer (Musonius Rufus) Perspektive handelte jeder sch\u00e4ndlich, der homosexuellen Geschlechtsverkehr aus\u00fcbte, ob als aktiver oder passiver Partner. Paulus war ein j\u00fcdischer Theologe, der aus dem Alten Testament sch\u00f6pfte und sich in seinem Denken nicht unerheblich mit der stoischen Philosophie seiner Zeit ber\u00fchrte. Auch nach R\u00f6mer 1,26-27 verh\u00e4lt sich nicht nur der passive Partner entehrend, sondern jeder, der irgendeine Form homosexuellen Geschlechtsverkehrs aus\u00fcbt und damit gegen Gottes Sch\u00f6pfung bzw. gegen die Natur verst\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlie\u00dflich ist Brownson der Ansicht, \u201eNatur\u201c beziehe sich in R\u00f6mer 1,26-72 drittens auf eine Fortpflanzungspflicht des Menschen. Als \u201eunnat\u00fcrlich\u201c habe Paulus den gleichgeschlechtlichen Verkehr bezeichnet, weil er nicht der Fortpflanzung und Erhaltung der Menschheit dient. Diese Deutung vertr\u00e4gt sich jedoch nicht mit der Sexualethik des Apostels Paulus. Paulus hat aus dem biblischen Auftrag zur Fruchtbarkeit und Vermehrung (1 Mose 1,28) keine Fortpflanzungspflicht abgeleitet und Fortpflanzung keineswegs zum Kriterium f\u00fcr ein dem Willen Gottes gem\u00e4\u00dfes Leben gemacht. Vielmehr hielt er es f\u00fcr legitim und sogar w\u00fcnschenswert, unverheiratet zu bleiben und auf das Zeugen von Nachkommen zu verzichten (1 Kor 7,8). Dadurch unterschied Paulus sich gerade von j\u00fcdischen Zeitgenosse n, die den Vermehrungsauftrag in 1 Mose 1,28 absolut setzten und es f\u00fcr die Pflicht jedes Menschen hielten, zu heiraten und Nachkommen zu zeugen<sup>10<\/sup>. Mit \u201eNatur\u201c kann in R\u00f6mer 1,26-27 demnach auch keine Fortpflanzungspflicht gemeint sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Brownson kann seine Neuinterpretation von R\u00f6mer 1 nur durchf\u00fchren, indem er offensichtliche sprachliche, historische und theologische Sachverhalte \u00fcbergeht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eine hermeneutische Alternative<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Brownson stimmt unser modernes Urteil dar\u00fcber, was \u201enat\u00fcrlich\u201c und \u201eunnat\u00fcrlich\u201c ist, nur noch teilweise mit dem von Paulus formulierten Urteil \u00fcberein: Zwar lehnen auch wir uners\u00e4ttlichen und selbsts\u00fcchtigen Sex ab. Aber wir halten es nicht mehr f\u00fcr erniedrigend, wenn im gleichgeschlechtlichen Verkehr ein Mann die weibliche Rolle einnimmt. Und die Entwicklung verl\u00e4sslicher Verh\u00fctungsmittel hat den Zusammenhang zwischen Geschlechtsverkehr und Fortpflanzung gelockert. Daher k\u00f6nnten moderne Christen das Verst\u00e4ndnis von \u201eNatur\u201c, das der Apostel Paulus in seinem antiken Denkrahmen vertreten hat, nicht unver\u00e4ndert \u00fcbernehmen, sondern m\u00fcssten es im Licht ihrer modernen \u00dcberzeugungen revidieren und neu definieren, was \u201enat\u00fcrlich\u201c ist. Auch wenn der Begriff \u201enat\u00fcrlich\u201c heute \u00e4hnlich schwer zu fassen sei wie zur Zeit des Paulus<sup>11<\/sup>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An dieser Stelle zeigt sich ein hermeneutisches Problem, das sich f\u00fcr Brownson daraus ergibt, dass er gleichgeschlechtliche Partnerschaften bef\u00fcrwortet und gleichzeitig die sexualethischen Aussagen der Heiligen Schrift als wahr und verbindlich gelten lassen m\u00f6chte. Er kann es nicht vermeiden, sich von ethischen Grund\u00fcberzeugungen des Apostels Paulus zu distanzieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Abstand zu Paulus wird noch wesentlich gr\u00f6\u00dfer, wenn man ber\u00fccksichtigt, dass sich Brownsons Neuinterpretationen der biblischen Kernstellen zum Thema nicht halten lassen. Daraus ergibt sich eine klare hermeneutische Alternative, der kein Bibelausleger ausweichen kann: Wer den sexualethischen Aussagen der Heiligen Schrift folgen will, muss homosexuellen Geschlechtsverkehr grunds\u00e4tzlich \u2013 mit allen notwendigen Differenzierungen \u2013 f\u00fcr verkehrt halten (und von dort aus weiterdenken). Wer homosexuellen Geschlechtsverkehr \u2013 unter bestimmten Bedingungen \u2013 bef\u00fcrworten will, muss dies im Widerspruch zu den Aussagen der Heiligen Schrift tun. Einen dritten Weg scheint es nicht zu geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Prof. Dr. Armin D. Baum, Freie Theologische Hochschule Gie\u00dfen<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Homosexualit\u00e4t &#8211; Biblische Leitlinien, ethische \u00dcberzeugungen, seelsorgerliche Perspektiven, Brunnen-Verlag, Gie\u00dfen 2016, 176 Seiten, 14,99 Euro, ISBN: 978-3-7655-2060-0 (<a href=\"http:\/\/brunnen-verlag.de\/catalogsearch\/result\/?q=homosexualit%C3%A4t\">www.brunnen-verlag.de<\/a>)<br \/>\n________________<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>1 Brownson (2013), S. 266. [<strong>Bibliograhpie<\/strong>: J. V. Brownson, Bible, Gender, Sexuality. Reframing the Church\u2019s Debate on Same-Sex Relationships. Grand Rapids: Eerdmans, 2013]<br \/>\n2 Brownson (2013), S. 155-156, 165-167, 170-172, 255.<br \/>\n3 Hoheisel (1994), S. 338. [<strong>Bibliographie<\/strong>: K. Hoheisel, Homosexualit\u00e4t, in: Reallexikon f\u00fcr Antike und Christentum 16 (1994) 289-36 4] Dokumentiert sind die wichtigsten Belegstellen bei Hubbard (2003). [<strong>Bibliographie<\/strong>: T. K. Hubbard, Homosexuality in Greece and Rome. A Source Book of Basic Documents. Berkeley: University of California, 2003]<br \/>\n<sup>4 <\/sup>Brownson (2013), S. 106-108.<br \/>\n<sup>5<\/sup> K\u00f6ster (1973), S. 248 [ <strong>Bibliographie<\/strong>: H. K\u00f6ster, in: Theologisches W\u00f6rterbuch zum Neuen Testament 9 (1973) 246-271].<br \/>\n6 K\u00f6ster (1973), S. 256.<br \/>\n7 Brownson (2013), S. 244-246.<br \/>\n<sup>8 <\/sup>K\u00f6ster (1973), S. 254-255.<br \/>\n9 Hoheisel (1994), S. 316-319, 321-324, 334-337.<br \/>\n10 Strack\/Billerbeck (1978), II, 372-373. [<strong>Bibliographie<\/strong>: H. L. Strack\/P. Billerbeck, Kommentar aus Talmud und Midrasch. Bd. 2. M\u00fcnchen: Beck, <sup>7<\/sup>1978]<br \/>\n<sup>11<\/sup> Brownson (2013), S. 246-247.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die herk\u00f6mmliche Deutung der biblischen Kernstellen zum Thema Homosexualit\u00e4t lautet, homosexueller Geschlechtsverkehr werde in der Bibel abgelehnt. Aber diese Interpretation ist seit langem nicht mehr unumstritten. Eine aktuelle und gr\u00fcndliche Neuinterpretation der biblischen Kernstellen stammt von James Brownson, Professor f\u00fcr Neues Testament am Western Theological Seminar in Holland\/Michigan, USA. 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