{"id":14291,"date":"2017-01-17T14:36:23","date_gmt":"2017-01-17T13:36:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14291"},"modified":"2017-01-17T14:36:23","modified_gmt":"2017-01-17T13:36:23","slug":"die-gesellschaft-lebt-in-der-illusion-der-entgrenzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=14291","title":{"rendered":"Die Gesellschaft lebt in der Illusion der Entgrenzung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wenn heute von Vielheit gesprochen wird, ist Konformismus gemeint: Bei Ehe, Familie und Person stehen die Identit\u00e4ten zur Diskussion.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bundesau\u00dfenminister Frank Walter Steinmeier beschrieb in einem Artikel in der FAZ vom 5.11.2016 eindr\u00fccklich eine \u201et\u00f6dliche Gefahr f\u00fcr unser politisches Gemeinwesen\u201c. Die aktuellen Debatten w\u00fcrden nicht mehr auf der Grundlage von Fakten gef\u00fchrt. Die digitale Revolution und mit ihr das Schrumpfen von Zeit und Raum f\u00fchre zu objektiven \u00dcberforderungen und produziere Gegenreaktionen: \u201eAngst vor Identit\u00e4tsverlust, R\u00fcckbesinnung auf Nation, Ethnie, Religion, auf das, was leichter Sicherheit und festen Boden unter den F\u00fc\u00dfen verschafft.\u201c Was Steinmeier hier in erstaunlicher Offenheit formuliert, ist der Krisenzustand einer Politik der Entgrenzung.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In unserem Land macht sich ein wachsendes Unbehagen unter denjenigen breit, die sich ausgegrenzt und abgeh\u00e4ngt f\u00fchlen. Dabei scheint auf den ersten Blick anachronistisch zu wirken, was der Mainzer Historiker Andreas R\u00f6dder \u00fcber unsere Gegenwart unter dem Begriff der Kultur der Inklusion beschreibt. Inklusion, das ist \u201ewenn Ausnahmen die Regel werden\u201c. Dazu geh\u00f6rt das Diversity Management, die Antidiskriminierung, Anerkennung und F\u00f6rderung von Verschiedenheit, die aktive Gleichstellungspolitik und Gender Mainstreaming. Wie ist es dazu gekommen? Der allgemeine Rahmen, wie geredet, gedacht und gehandelt wird, hat sich verschoben. Im Hinblick auf die Begriffe von Inklusion, Gender und Diversity haben die akademischen Debatten der 1970er und 1980er Jahre in den USA und Frankreich eine gro\u00dfe Wirkung gezeigt. Zwischenzeitlich sind sie in die Breite der Gesellschaft und der politischen Entscheidungsprozesse eingesickert, haben erfolgreich den Gang durch die Institutionen gemacht und haben neue Denkweisen, Sprachmuster und Handlungsrahmen hervorgebracht. Der religionspolitische Sprecher der Gr\u00fcnen, Volker Beck, hat letztes Jahr auf einer Veranstaltung des Deutschen Evangelischen Kirchentags gesagt: \u201eIn den letzten Jahren sind wir\u201c, und damit meinte er die schwul-lesbische Bewegung, \u201ehegemonial geworden\u201c. Sie haben die Vorherrschaft \u2013 sprachlich, medial und in Baden-W\u00fcrttemberg in den letzten f\u00fcnf Jahren auch politisch. Giovanni di Lorenzo hat in der \u201eZEIT\u201c vom 28.9.2016 die \u201ekulturelle Hegemonie\u201c der Gr\u00fcnen einer Kritik unterzogen, in der er diese unter anderem mitverantwortlich f\u00fcr den Aufstieg der AfD machte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was kennzeichnet diese Hegemonie? Der erste Schritt ist, die Definitionshoheit \u00fcber die Sprache zu gewinnen. Rationale Debatten \u00fcber Sinn, Ziel und Umfang \u00fcber Problemfelder werden so unterbunden. Ein Beispiel ist das gefl\u00fcgelte Wort der Willkommenskultur im Herbst letzten Jahres. Die Worte, die im Bereich Gender- und Gleichstellungspolitik eine Diskussion unterbinden, sind die Worte Akzeptanz und Vielfalt. Der politisch links besetzte Begriff der Vielfalt stellt ein diffuses, real nicht existierendes Gegenteil von Einfalt dar, das konservativ besetzt wird. Jedoch ist die Parole der Vielfalt zur f\u00f6rmlichen Ablehnung der real existierenden Form von Vielfalt geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Rede von Vielfalt, Diversit\u00e4t und dergleichen ist ein klassischer Fall von Neusprech, das George Orwell in seinem ber\u00fchmten Roman \u201e1984\u201c beschrieb. Denn Vielfalt hei\u00dft im Klartext Konformismus. Deshalb sind in politisch korrekten Themenfeldern keine Diskussionen m\u00f6glich. Die Ausschl\u00e4ge sind besonders heftig, wenn die Themen in Frage gestellt werden. Der Soziologe Friedrich Pohlmann hat in einem Essay \u00fcber \u201eKonformismus. Warum wir am liebsten bei der Mehrheit sind\u201c gezeigt, dass es bei folgenden Themen \u00e4u\u00dferst heftige Ausschl\u00e4ge gibt, wenn sie au\u00dferhalb des politisch Korrekten ge\u00e4u\u00dfert werden: 1. bei den Kriegen im Nahen Osten, 2. der Europ\u00e4ischen Union und Krise um den Euro, 3. der Masseneinwanderung, und damit verbunden dem Verh\u00e4ltnis zum Islam, 4. bei Geschlechterbeziehungen und sexuellen Pr\u00e4ferenzen, sowie 5. der Beziehung zum Nationalsozialismus. Die kulturelle Hegemonie beginnt sprachlich, wird medial vermittelt und wird schlie\u00dflich politische Realit\u00e4t. Seit 2011 l\u00e4sst sich das anschaulich in Baden-W\u00fcrttemberg in verschiedenen Bereichen studieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verschiebung des Denk-, Sprech- und Handlungsrahmens l\u00e4sst sich an einem einfachen Beispiel aufzeigen. Bis vor wenigen Jahren war es \u00fcblich, dass eine Lehrkraft jeden Morgen in einem Klassenzimmer die Anwesenden mit \u201eLiebe Sch\u00fcler\u201c begr\u00fc\u00dfte. Dabei wurden nicht nur Jungen, sondern auch die M\u00e4dchen inklusiv mitgedacht. Heute ist die Anrede \u201eLiebe Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler\u201c \u00fcblich, weil so auch die M\u00e4dchen sprachlich nicht unsichtbar bleiben. Seit nunmehr 40 Jahren hat sich im feministischen Sprachhandeln das Binnen-I breitgemacht, das in letzter Zeit auf Grund der grammatikalischen Sperrigkeit kritisiert wird. Einen weiterf\u00fchrenden Vorschlag hat die Berliner Professorin Lann Hornscheidt gemacht. Sie m\u00f6chte nur noch mit dem geschlechterneutralen Profx angesprochen werden. Der Morgengru\u00df im Klassenzimmer w\u00fcrde dann wohl Sch\u00fclx hei\u00dfen, was vielleicht im Geschichtsunterricht der 6. Klasse \u00fcber \u201eGallier und R\u00f6mer\u201c f\u00fcr ein Schmunzeln sorgen k\u00f6nnte. Klar ist aber, dass Sprache immer auch die Wirklichkeit pr\u00e4gt. Deshalb sind die Begriffe in geschlechterpolitischen und bildungspolitischen Diskussionen bei weitem nicht eine neutrale Beschreibung der Wirklichkeit. Sie dienen als gesellschaftspolitische Ziele. So stellen beispielsweise die Begriffe Inklusion, Gender, Diversity, Gemeinschaftsschule und Akzeptanz von Vielfalt viel mehr dar, als die Integration der bislang Benachteiligten in die b\u00fcrgerlich-liberale Ordnung. Die Konzepte der gegenw\u00e4rtigen Bildungspolitik sind durchgehend von einer theologischen Sprache im s\u00e4kularen Gewand durchdrungen. Dabei handelt es sich entweder um sch\u00f6pfungstheologische oder um Heilsbegriffe: Inklusion \u2013 keiner soll ausgegrenzt und verloren gehen; Vielfalt \u2013 spiegelt die Diversit\u00e4t der Sch\u00f6pfung wider, und sexuelle Identit\u00e4t zeigt die Sehnsucht nach Annahme und Zuspruch. Nicht die Integration in die b\u00fcrgerlich-freiheitliche Ordnung, sondern deren \u00dcberwindung ist das, worauf die Ver\u00e4nderung zielt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die zentralen Orte dieser Ver\u00e4nderung sind die Schule und die Familie. Die Schule, in der die Erziehung weitgehend abgeschafft, sowie Bildung durch Kompetenzerwerb verdr\u00e4ngt wird und die Emanzipation als revolution\u00e4res Programm auftritt. Die Familie, genauer die Zerschlagung der b\u00fcrgerlichen Familie, ist der zweite Ort der kulturrevolution\u00e4ren Ver\u00e4nderung. Der Chef der Berliner Gr\u00fcnen, Daniel Wesener, sagte dem \u201eTagesspiegel\u201c vom 2.9.2016 in einem Interview \u00fcber queere Politik auf die Frage, ob es nicht etwas Komisches habe, dass die progressiven Gr\u00fcnen f\u00fcr so etwas sehr Konservatives wie das Institut der Ehe k\u00e4mpften: \u201eEigentlich ist auch mir das Fernziel wichtiger als das Nahziel: das Institut der Ehe zu \u00fcberwinden. Steht es nicht f\u00fcr eine Gesellschaft, die sich nur \u00fcber zwei Geschlechter definiert, mit all der historisch-religi\u00f6sen Begleitmusik? Ich bin kein Freund der Ehe, ich bin auch nicht verheiratet. Aber am Ende soll jeder selbst entscheiden, ob er diesen Weg geht. Vielleicht leben wir ja eines Tages in einer Gesellschaft, in der es statt der Ehe Familienvertr\u00e4ge gibt.\u201c Die Konsequenz dieser Politik ist deutlicher, als dies der baden-w\u00fcrttembergische Ministerpr\u00e4sident Kretschmann mit seinem Pl\u00e4doyer der Ehe f\u00fcr alle verschleiert. Es ist die innere Aufl\u00f6sung der Gesellschaft als Gesellschaft, durch den \u00fcbertriebenen Kult um den Einzelnen, der nirgendwo besser deutlich wird als in der Verklausulierung des Konzepts Akzeptanz von Vielfalt und den Ruf nach LSBT-Rechten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Denkrichtung, die hinter diesen Ver\u00e4nderungen steht, ist der postmoderne (De)konstruktivismus. Der besagt, dass alles ein Produkt von Kommunikation und kommunikativ verhandelter Sinnzuschreibung ist. Der Konstruktivismus stellt alles in Frage: Ehe, Familie, das Wesen der Person und das Gewissen, Recht und Werte, die Unterscheidung von wahr und falsch, letztlich auch von gut und b\u00f6se. Am deutlichsten wird es bei den Themen Nation, Schule &amp; Unterricht, Ehe &amp; Familie und der Frage nach den Geschlechtern. Alle diese Themen stiften Identit\u00e4t. Wo diese aufgebrochen werden, wird Identit\u00e4t verwischt, neu erfunden oder zerst\u00f6rt. Wenn es um die Nation geht \u2013 Stichwort Massenzuwanderung. Wenn es um Unterricht und Schule \u2013 Stichworte neue Lernkultur und Gemeinschaftsschule. Wenn es um die Familie geht \u2013 Stichworte Fremdbetreuung und Ehe f\u00fcr alle, und wenn es um die Geschlechter geht \u2013 Stichwort: gr\u00fcn-rote Aktions- und Bildungspl\u00e4ne, die die Akzeptanz sexueller Vielfalt propagieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Worin Steinmeier die \u201et\u00f6dliche Bedrohung\u201c f\u00fcr unsere Demokratie wahrnimmt, wird in vielen Milieus und den Massenmedien als etwas Fortschrittliches gefeiert: Es ist die Rhetorik der Grenz\u00fcberschreitung, der Entgrenzung, der Grenz\u00fcberwindung. In Politik, Massenmedien und Kulturwissenschaften ist die bin\u00e4re Definition des Grenzph\u00e4nomens einer Auffassung von Grenzen als R\u00e4umen gewichen: R\u00e4ume des \u00dcbergangs, des Sich-Vermischens, der Akzeptanz von Vielfalt. Am Deutlichsten wird dies an den verschiedenen p\u00e4dagogischen Ideologien, die alle Inklusion ohne Exklusion fordern, oder den Gender-Theorien mit der Aufl\u00f6sung der bin\u00e4ren Orientierung von Mann und Frau. Die Auswirkungen der Politik der Entgrenzung auf Gesellschaft, Wirtschaft und Familien zeichnen sich jetzt schon ab: Es ist ein Mensch, der seiner nat\u00fcrlichen Umwelt entw\u00f6hnt ist, eine Person, die in allen m\u00f6glichen Bereichen, die ihr in ihrer Identit\u00e4tsfindung Orientierung geben, unter Beschuss steht. Ein Mensch, der schon in seiner fr\u00fchesten Kindheit hoch traumatisierende Erlebnisse verarbeiten muss. Ein Sch\u00fcler, der nicht mehr Subjekt des Bildungsprozesses ist, sondern sich an eine neoliberale Konsumwelt gew\u00f6hnt. Kurz: Es ist der autonome Mensch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alexis de Tocqueville hat in seinem Werk \u00fcber die Demokratie in Amerika eine Gesellschaft vorausgesehen, in der apolitische, privatisierte Einzelne sich einem sinnlosen, nur auf materielle Gen\u00fcsse ausgerichteten Leben hingeben. In dieser Gesellschaft leben die Menschen einsam um sich selbst kreisend und sind nicht mehr f\u00e4hig, den Anteil an Aktivit\u00e4t und Einsatz zu erbringen, ohne die auf Dauer keine Demokratie \u00fcberleben kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir brauchen, was den Begriff der Grenz\u00fcberschreitung angeht, eine Unterscheidung von frontier und barrier. Das Englische unterscheidet zwischen diesen Begriffen: Frontier meint die Grenze, die wir immer weiter dehnen, verschieben, oder auch sprengen. Sie treibt uns zu H\u00f6chstleistungen in Bildung, Sport, Wissenschaft und Kunst. Die barrier dagegen ist die Grenze, die uns kostbar ist. Sie sch\u00fctzt uns. Solch eine Barriere ist unsere Haut, genauso der Spamfilter im Laptop, Gartenz\u00e4une, Staatsgrenzen, sowie Normen und Gesetze. Sie alle geben uns das Gef\u00fchl von Sicherheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In historischer Perspektive wird deutlich, dass alles m\u00f6glich ist und das innerhalb k\u00fcrzester Zeit. Entgrenzung \u2013 das, was vor kurzem noch unvorstellbar war, kann in einiger Zeit g\u00e4ngige Praxis sein. R\u00f6dder hat dies 2008 treffend beschrieben: \u201eDie allgemein akzeptierten Werte sind die Voraussetzung f\u00fcr Barrierefreiheit f\u00fcr Behinderte oder f\u00fcr die T\u00f6tung sogenannten ,menschenunwerten Lebens\u2018, f\u00fcr gender mainstreaming ebenso wie f\u00fcr Kinderlosigkeit als normal gewordene Lebensform, f\u00fcr Antidiskriminierung, Straffreiheit von Abtreibung oder Toleranz \u2013 sie bedingen, alles zusammen und ganz zugespitzt, Menschenrechte ebenso wie Massenmord.\u201c Der Rahmen der allgemein akzeptierten Werte und die daraus abgeleiteten Normen sind kollektiv handlungsleitend. Weil es in unserem scheinbaren \u201epostfaktischen Zeitalter\u201c keine \u00fcberzeitlichen, unverr\u00fcckbaren g\u00fcltigen Werte gibt, m\u00fcssen die allgemein verbindlichen Werte gesetzt werden. Das ist die zentrale Herausforderung schulischer Bildung heute, die auch Steinmeier richtig erkannt hat: \u201eWir m\u00fcssen in unsere Urteilskraft investieren, in jene Institutionen und Systeme, die in unseren Gesellschaften ,Wahrheit produzieren\u2018: Schulen, Wissenschaft, Justiz, aber auch die Medien.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Gabriel St\u00e4ngle, 28.12.2016<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Der Autor ist Realschullehrer und Theologe. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Der Bildungsexperte initiierte die Petition \u201eZukunft \u2013 Verantwortung \u2013 Lernen\u201c zum baden-w\u00fcrttembergischen Bildungsplan.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.die-tagespost.de\/feuilleton\/Die-Gesellschaft-lebt-in-der-Illusion-der-Entgrenzung;art310,174910\">http:\/\/www.die-tagespost.de\/feuilleton\/Die-Gesellschaft-lebt-in-der-Illusion-der-Entgrenzung;art310,174910<\/a> (28.12.2016)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn heute von Vielheit gesprochen wird, ist Konformismus gemeint: Bei Ehe, Familie und Person stehen die Identit\u00e4ten zur Diskussion. Bundesau\u00dfenminister Frank Walter Steinmeier beschrieb in einem Artikel in der FAZ vom 5.11.2016 eindr\u00fccklich eine \u201et\u00f6dliche Gefahr f\u00fcr unser politisches Gemeinwesen\u201c. Die aktuellen Debatten w\u00fcrden nicht mehr auf der Grundlage von Fakten gef\u00fchrt. 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